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Rezensionen von nil_liest:

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Niemands Töchter von Judith Hoersch

Mit Niemands Töchter legt Judith Hoersch einen Debütroman vor, der leise beginnt – und genau dadurch eine erstaunliche emotionale Wucht entwickelt. Es ist ein Buch über Herkunft, über das Schweigen in Familien und über Frauen, die versuchen zu verstehen, wo sie eigentlich hingehören.
Im Zentrum stehen mehrere Frauenfiguren, deren Leben sich über Generationen hinweg miteinander verknüpfen.

Alma wächst in den 1980er-Jahren in der Eifel auf und spürt früh, dass etwas in ihrer Familie nicht ausgesprochen wird. Parallel dazu begleitet man Isabell, die viele Jahre später in Berlin lebt und ebenfalls mit einer schmerzhaften Lücke in ihrer Familiengeschichte ringt. Erst nach und nach entfaltet der Roman das Geflecht aus Beziehungen, Entscheidungen und Geheimnissen, das diese beiden Lebenswege miteinander verbindet.
Besonders eindrucksvoll ist dabei, wie der Roman seine Geschichte erzählt. Die Handlung entwickelt sich nicht geradlinig, sondern in Fragmenten: Erinnerungen, Perspektivwechsel und Zeitsprünge fügen sich Stück für Stück zusammen. Diese Struktur spiegelt das zentrale Thema des Buches wider – das bruchstückhafte Wissen über die eigene Herkunft. Als Leserin tastet man sich gemeinsam mit den Figuren an eine Wahrheit heran, die lange verborgen blieb.
Thematisch bewegt sich der Roman im Spannungsfeld von Familie, Mutterschaft und Identität. Dabei zeigt Hoersch sehr differenziert, wie komplex und widersprüchlich Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern sein können. Neben Liebe und Fürsorge stehen auch Verlust, Schuldgefühle und unerfüllte Wünsche im Raum. Besonders berührend ist, wie der Roman das Weiterwirken vergangener Verletzungen schildert: Nicht laut oder dramatisch, sondern leise und oft erst auf den zweiten Blick spürbar.
Auch sprachlich bleibt die Autorin dieser Zurückhaltung treu. Der Stil ist ruhig, klar und stellenweise fast poetisch, ohne jemals ins Sentimentale zu kippen. Vieles bleibt bewusst angedeutet, sodass zwischen den Zeilen eine eigene Spannung entsteht. Gerade dieses Spiel mit dem Ungesagten verleiht der Geschichte ihre Intensität. Man liest nicht nur, was passiert – man spürt auch, was unausgesprochen im Raum steht.
Das Erzähltempo ist eher gemächlich und verlangt etwas Geduld, besonders zu Beginn. Doch je näher das Ende rückt, desto mehr fügen sich die einzelnen Handlungsstränge zusammen und entfalten ihre emotionale Wirkung. Die Figuren gewinnen dabei zunehmend an Tiefe, und die lange angedeuteten Geheimnisse erhalten schließlich eine Erklärung.
Für mich ist „Niemands Töchter“ kein klassischer Familienroman und auch kein reines Drama. Es ist vielmehr eine literarische Suche nach Identität – nach den Geschichten, die uns geprägt haben, und nach denen, die nie erzählt wurden.
Ein stiller, nachdenklicher Roman über Familie, Verlust und Zugehörigkeit, der nicht laut auftrumpft, aber lange im Kopf bleibt. ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5)

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Niemands Töchter

Rezensionen von Tina:

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Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten von Anna Schneider

Wenn die Natur zur tödlichen Bühne wird

Ich habe "Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten" von Anna Schneider mit großer Spannung gelesen und war insgesamt sehr begeistert. Der Roman spielt in einer deutsch-österreichischen Grenzregion, die von einem extremen Unwetter und massiven Überschwemmungen heimgesucht wird. Inmitten dieses Chaos wird eine Leiche entdeckt, die nicht ertrunken ist, sondern ermordet wurde.

Das Ermittlerduo Alexa Jahn und Bernhard Krammer nimmt die Arbeit auf und gerät dabei nicht nur gegen die Naturgewalten, sondern auch in eine Tragödie, deren Wurzeln weit in der Vergangenheit liegen.

Mich hat besonders überzeugt, wie intensiv und beklemmend die Atmosphäre geschildert wird. Das Unwetter ist nicht nur Hintergrund, sondern ein ständiger Bedrohungsfaktor, der die Spannung enorm steigert.

Der Schreibstil ist flüssig, sehr bildhaft und temporeich, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Figuren wirken authentisch und menschlich, vor allem Alexa Jahn, die als starke, aber auch verletzliche Ermittlerin glaubwürdig dargestellt wird. Auch emotional hat mich die Geschichte abgeholt, da persönliche Schicksale und alte Schuld geschickt mit dem aktuellen Fall verknüpft werden.

Das Cover hat mir ebenfalls sehr gut gefallen: Die dunkle Schlucht, das tosende Wasser und die düstige Farbgestaltung spiegeln die bedrohliche Stimmung des Romans perfekt wider und machen sofort klar, dass es sich um einen spannenden, ernsten Kriminalroman handelt.

Insgesamt ist Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten für mich ein äußerst gelungener, atmosphärisch dichter Krimi mit hohem Spannungsfaktor, den ich allen Fans von anspruchsvollen und packenden Kriminalromanen klar empfehlen kann.

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Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten

Rezensionen von clematis:

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Die fremde Frau von Guillaume Musso

Varianten der Wahrheit

Die Millionenerbin Oriana Di Pietro wird auf ihrer Jacht vor der Côte d’Azur attackiert und erliegt wenige Tage später ihren schweren Verletzungen. Vom Täter fehlt jede Spur, die Rekonstruktion der letzten Tage aus Orianas Leben ergibt höchst unterschiedliche Bilder. Wer erzählt die Wahrheit? Oder ist die Wahrheit einfach eine Tochter der Sichtweise?

Dieser so nüchterne Bericht und gleichzeitig so fesselnde Roman zieht mich als Leserin sofort in seinen Bann.

Oriana selbst, ihr charmanter Ehemann Adrien, dessen junge Geliebte Adele und schließlich die eifrige Polizistin Justine kommen abwechselnd zu Wort und legen ihre Meinung dar. Die Puzzlesteine rücken nur langsam an ihren Platz, dennoch ist das Geschehen von Anfang bis zum bemerkenswerten Ende durchwegs spannend und hervorragend durchdacht. Die wenigen Figuren charakterisiert Guillaume Musso treffend, die Handlung wird zwar nicht chronologisch erzählt, die einzelnen Kapitel fügen sich aber übersichtlich und logisch aneinander. Die wesentliche Frage, welche sich hier stellt, ist, wer sagt die Wahrheit und wer lügt. Aber das herauszufinden ist vielleicht unmöglich?

Ein außergewöhnlicher Roman, eine beklemmende Atmosphäre, eine perfekte Auflösung! Leseempfehlung!

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Die fremde Frau

Rezensionen von Odina:

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Ungelöst - Die erste Zeugin von Arno Strobel

Mitreißender Cold-Case-Thriller

Der Thriller „Ungelöst - Die erste Zeugin" wurde von Arno Strobel verfasst und erschien am 25. Februar 2026 im Fischer Verlag. Das Buch umfasst 384 Seiten und das Cover ist ansprechend geheimnisvoll gestaltet. In der Geschichte geht es um Medizinstudentin Luisa, die auf einem Flugblatt die vermisste Nicole erkennt - die Partnerin ihres damaligen Entführers.

Mit ihrem eidetischen Gedächtnis hilft sie der Polizei bei den Ermittlungen. Zweifel an Lichners Schuld und unerwartete Wendungen bringen alle in Gefahr. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, sodass man mühelos in die Handlung eintaucht. Die angenehm kurzen Kapitel sorgen für einen stetigen Lesefluss, während die Spannung durch überraschende Wendungen und neue Hinweise konstant hoch bleibt. Die Figuren sind authentisch und klar gezeichnet. Besonders Luisa beeindruckt durch ihre besondere Gabe und ihre Entwicklung. Auch Nebenfiguren wie Kommissar Brunner tragen wesentlich zum gelungenen Gesamtbild bei. Insgesamt ist das Buch ein fesselnder Thriller, den ich gerne empfehle. Ich freue mich bereits auf den zweiten Teil der Reihe.

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Ungelöst - Die erste Zeugin

Rezensionen von clematis:

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Vergiss nicht zu tanzen, Hanna von Mareike Busch

Das Buch

Als Hanna an einer schweren Krankheit stirbt, lässt die ein frisch verfasstes Buch zurück. Nun versteht ihre Tochter Anne, warum sie zuletzt von einer schweren Schuld und von einem fremden Mädchen namens Rosa gesprochen hat. Anne öffnet mit dem Buch eine recht ruhige und dennoch sehr bewegende Geschichte für sich selbst und alle Leser von „Vergiss nicht zu tanzen, Hanna“.

Der Rahmen ist schmal, die Erzählung aus der Sicht von Hanna in der Ich-Form nimmt nahezu den gesamten Raum ein und erfüllt alle Erwartungen an diesen eher schmerzlich anmutenden Roman, der im Raum Westpommern spielt. Trotz aller Beschwerlichkeiten während der Zeit des Nationalsozialismus hegen die Mitglieder der Familie Gehrken immer wieder Mut und Hoffnung, allen voran der Großvater, der selbst schon im Ersten Weltkrieg gedient hat und trotz seiner einfachen Schulbildung viel Lebensweisheit an seine Enkelin weitergeben kann. Das Dasein am Bauernhof ist hart und entbehrungsreich, schon die Kleinsten bekommen ihre Aufgaben zugeteilt, müssen Gänse hüten oder Hühner füttern und im Haushalt fleißig mithelfen. Die Lage wird ernster, als am Schulgebäude Hakenkreuzfahnen gehisst werden und Rassenunterschiede Thema werden, aber auch da findet sich eine Ausnahme in Form des Deutschlehrers, der bunte Fabeln erzählt und zum Träumen einlädt. Die Geschichte von Hanna und ihrer Familie, von treuen Parteigenossen und gläubigen Katholiken, von Freundschaft und Abkehr, von Zweifeln und Hoffnung nimmt ihren Lauf, zeichnet ein realitätsnahes Bild einer schwierigen Zeit und richtet ihren Blick insbesondere auf zwei sehr enge Beziehungen innerhalb der Familie Gehrken, nämlich zwischen Hanna und Ihrem Großvater und zwischen Hanna und ihrer kleinen Schwester Rosa. Durch Buschs präzise Sprache und einfühlsame Szenen erleben wir mit der anfangs achtjährigen Hanna eine prägende Lebensphase und spüren einem wichtigen Stück historischen Geschehens nach.

Ein still daherkommendes Buch, das dennoch so viel zu sagen hat – detailliert recherchiert, persönlich inspiriert. Empfehlung!

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Vergiss nicht zu tanzen, Hanna

Rezensionen von yellowdog:

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Kirschblüte in der Freitagsbuchhandlung von Sawako Natori

Willkommen in der Freitagsbuchhandlung

Leicht hölzern geschrieben mit einem naiv wirkenden Protagonisten, doch Fumiya ist ja auch noch ein junger Student. In der besagten Buchhandlung trifft er dort das Team und nach anfänglichen Peinlichkeiten wird er als Teilzeitkraft ein teil von ihnen. Die wesentlich handelnden Figuren der Buchhandlung und manche Kunden sind leicht schräge Typen.

Das verleiht dem Buch eine spezifische Ausstrahlung.
Einige Literatur wird erwähnt, auch japanische (Kaoru Shoji, Kaho Nashiki), aber westliche Romane nehmen zentrale Stellen ein, wie z.B. Raymond Chandler oder Momo von Michael Ende.
Dabei ist der Schwerpunkt die Wirkung der Bücher auf die jeweiligen Leser.

Als ernsthafte japanische Literatur kann ich das Buch nicht betrachten.
Kirschblüte in der Freitagsbuchhandlung ist leichte Kost, wird aber sicher seine Leser finden.

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Kirschblüte in der Freitagsbuchhandlung

Rezensionen von Philiene :

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Vergiss nicht zu tanzen, Hanna von Mareike Busch

Sehr emotionale Familiengeschichte

Vergiss nicht zu tanzen Hanna erzählt vom Leben während des Nationalsozialismus aus der Sicht eines Kindes.
Hannas Tochter findet nach deren Tod die Aufzeichnungen ihrer Mutter, die Beginnen als Hanna in die Schule kommt. Es ist die Geschichte eines Dorfes in dem es eine Kluft zwischen Katholiken und Protestanten gibt, ei er Familie die kämpfen muss und doch zusammen hält, um die Freundschaft und vor allem darum wie sehr sich das Leben während des Nationalsozialismus verändert hat.

Dieser Roman ist komplett aus der Sicht eines Kindes geschrieben, und trotzdem oder gerade deswegen unglaublich emotional. Hanna erzählt ihre Geschichte unglaublich emotional, mit den Augen eines Kindes, das versucht die Welt der Erwachsenen zu verstehen. Der Roman spielt auf dem Lande, der Ort ist kein Kriegsschauplatz, eigentlich idyllischen und trotzdem macht das Regime auch hier nicht halt. Gerade die Einblicke in das normale Leben machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem.

Ein beeindruckendes und noch lange nachhallendes Buch.

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Vergiss nicht zu tanzen, Hanna

Rezensionen von Marie aus E.:

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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve

Ehrlicher Ehe-Rückblick

Das mit 192 Seiten eher schmale Büchlein hat es in sich. Die geringe Seitenzahl sollte nicht täuschen - man kann es nicht mal so eben schnell zwischendurch lesen.

Es geht um Christien und ihren Mann A., der gerade verstorben ist.
Christien entrümpelt das gemeinsame Haus, das in den letzten Jahren zunehmend vernachlässigt wurde und sich gar nicht mehr nach einem Zuhause angefühlt hat.

Und mit der Herstellen der äußeren Ordnung geht auch ein inneres Groß-Reinemachen einher.

Der großen Liebe, die sie und A. (es bleibt im Buch bei dem einen Buchstaben) verbunden hat, folgte mit der Geburt der Kinder eine zunehmende Entfremdung. Geendet hat es mit der Pflege des todkranken Ehemanns, voraus ging eine Kommunikation via E-Mail, jede und jeder aus seinem Zimmer.

Gekämpft haben die Beiden um ihre Ehe, zahlreiche Therapeuten-Stunden besucht, gebracht hat es aber nichts.
Wobei - es gab auch andere Momente, man kann es nicht reduzieren auf ein absolutes Scheitern.

Augen öffnend war auch die Rolle, die Christien einnehmen musste oder eingenommen hat. Obwohl sie als Professorin einen anspruchsvollen Job hat, war sie doch komplett zuständig für Familie und Kinder und hat sich in diese Rollenzuweisung eingefügt.

Sie reflektiert, hadert und kann aber auch die guten Zeiten und Momente erkennen.

Kein leicht zu lesendes Buch, aber mit einer interessanten Thematik.
Wirklich nah wurde mir Christien allerdings nicht, es war ein Lesen aus der Distanz.

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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen

Rezensionen von Ameland:

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Helden der Weide - Haggelbärri Schlimm von Rosa Marin

Eitler Star im Stall

Die bekannten tierischen Protagonisten auf dem Rosmarinhof bekommen einen Neuzugang – den Widder Haggelbärri. Die übrigen Stallbewohner staunen nicht schlecht über Haggelbärris Auftreten, seine Ansprüche und sogar über sein Futter. Aber bisher haben sie auch noch nie Bekanntschaft mit jemandem aus dem Showbiz gemacht.

Rosa Marin erzählt die Geschichte von dem eitlen Widder warmherzig, mit viel Humor und einem gewissen Augenzwinkern. Jeder tierische Protagonist hat einen eigenen Charakter, den man sehr gut aus dem Verhalten und den Äußerungen erkennen kann. Am Ende zeigt sich, wie Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft die Unterschiede überbrücken kann und so Freundschaften entstehen.

Schon das schön illustrierte Cover macht Lust auf diese tierische Geschichte. Die detaillierten und sehr ausdrucksstarken Illustrationen von Betina Gotzen-Beek lockern die Geschichte auf. Ich fand toll, dass die Mimik der Tiere so unterschiedlich und für die jeweilige Szene treffend dargestellt sind.

Eine unterhaltsame Geschichte mit liebenswerten Figuren. Aufgrund großer Schrift und übersichtlicher Kapitel eignet sich das Buch sehr gut für Leseanfänger. Auch die eingefügten Seiten im Comic-Stil kommen bei dieser Altersgruppe bestimmt sehr gut an.

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Helden der Weide - Haggelbärri Schlimm

Rezensionen von yellowdog:

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Strahlen von Verena Stauffer

Die Malerin lebt

Verena Stauffer, die zuletzt mit ihrem Lyrikband Kiki Beach positiv aufgefallen ist, legt jetzt mit Strahlen eine Roman vor.
Es geht um eine bildende Künstlerin, die in einer Schaffenskrise ist. Sie zerstört ihre Arbeiten der letzten Monate und reist nach New York.
Auch privat ist sie unstet, geht von einem Mann zu dem nächsten und alle Beziehungen sind schwierig und gestört, z.

B. mit Kyle, der sich als gewalttätig herausstellt oder mit Eric, der anscheinend mit Zwangsstörungen lebt.

Der Roman lebt von seiner ausdrucksstarken, bildreichen Sprache. Verena Stauffer hat einen hohen Ton, eine aufregende Stimme.
Gut gefallen haben mir auch einige kulturelle Bezüge, wie z.B. Dylan Thomas (Do not go gentle into that good night ).

Spät im Buch kommt ein Element der Wahrnehmung der Realität contra dem Leben als digitales Game hinzu. Das bleibt rätselhaft und wie eine Spielerei, verfängt nicht so richtig und man muss sich fragen, ob die Autorin damit nicht auch ein Stück Bedeutung des gesamten Romans wegschenkt.
Aber es bleibt ein lesenswertes, intensives Buch mit bemerkenswerter sprachlicher Kraft.

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Strahlen