Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewa:
Dumm gelaufen
Für Adele ist eines wichtig- alles muss perfekt sein und nichts darf dem Zufall überlassen werden. Deshalb wünscht sie sich zu ihrem 50. Geburtstag ihr eigenes Begräbnis. Glücklich darüber, dass sie von Einladungskarten, bis zum Leichenschmaus alles organisieren kann, folgt der Höhepunkt, als sie endlich im Sarg liegend vergraben wird.
Doch der perfekte Tag verläuft dann doch anders als geplant.
Aus der booksnacks Reihe beglückt uns die Autorin Daniela Noitz mit einer bitter bösen, aber sehr humorvollen Kurzgeschichte. Die Figur der Adele wird sehr witzig und pedantisch beschrieben, fast schon krankhaft perfekt sein zu wollen. Man schmunzelt als Leser, ob der Einfälle und Gedanken, die sich Adele macht wegen ihrer eigenen Beerdigung. Man wartet auf das Ende und bekommt eines präsentiert, mit dem man eigentlich so nicht gerechnet hätte. Ein gelungener Leckerbissen für Zwischendurch.
Rezensionen von rewa:
Flammende Leidenschaft
,, Verzehrende Flammen´´ von Reiner Strunk ist bereits der dritte Fall des Pfarrer Beermann. Auch wenn man die beiden vorherigen Bände nicht kennt, kann man problemlos diesen Kirchenkrimi lesen.
Rätselhafte Brandanschläge auf kirchliche Gebäude, bei dem sogar ein Menschenleben zum Opfer fällt, machen sprachlos und erschüttern.
Da sich Pfarrer Beermann deswegen in gewisser Weise schuldig fühlt setzt er alles daran gemeinsam mit Hauptkommissar Perler den oder die Täter zu finden. Es gibt immer wieder neue Spuren, sei es ein möglicher Stalker oder die Gruppierung ASK ? Aktion Saubere Kirche, die zu den Verdächtigen gehören, aber die richtigen Hinweise lassen sich erst im Laufe der Zeit wie ein Puzzle zusammen setzen. Dabei erfährt Pfarrer Beermann erschütternde Details und merkt immer wieder, wie schwer es sein kann wenn Menschen scheinbar aus Liebe oder falschverstandener Ideologie handeln.
Die Themen Feuer und Flammen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Roman. Da der Autor Reiner Strunk ein ehemaliger Pfarrer ist, hat er immer wieder biblische Geschichten wie z.b Sodom und Gomorrha oder der biblische Prophet Elia, dazu eingebaut. Aber auch geschichtliche Ereignisse aus der Vergangenheit wie z.B Napoleon und die Flammenhölle von Smolensk oder die Atombomben auf Japan. Er macht sich aber auch viele Gedanken über Themen der Gegenwart sei es Radikalisierung, Anschläge auf Flüchtlingsheimen oder Homosexualität. So werden Spannung und Alltagsgeschehnisse miteinander verbunden.
Es ist ein eher ruhiger, mehr durch Gefühle und Gedanken geprägter Roman. Kommissar Perler fällt als Charakter eher wenig auf. Pfarrer Beermann hingegen wird nicht als Übermensch dargestellt, sondern als ein Mann, der seine Fehler, Vorurteile und Schwächen erkennt und mit seinen eigenen Dämonen kämpft. Ein angenehm zu lesender Roman, der sicherlich dazu beiträgt über gewisse Dinge nach zu denken, die das Zusammenleben von Menschen verschiedenster Herkunft, sexueller Ausrichtungen, religiöser und ideologischer Ansichten betreffen.
Rezensionen von Janine2610:
Die Distanz zwischen Traum und Realität
Elli H. Radinger hat mit »Minnesota Winter« einen abenteuerlichen Liebes-Wildnis-Roman geschaffen, der auch gleichzeitig ihre Autobiografie darstellt. Die (damals) in Deutschland lebende Autorin beschreibt darin ihre Liebe zur Natur und den Tieren (allen voran den Wölfen) und wie sie es geschafft hat, sich ihren Traum vom Leben in der Wildnis, im Einklang mit der Natur, zu erfüllen.
Dass das Ganze auch mit einer Menge Entbehrungen einhergehen würde, war ihr erst nicht derart bewusst.
~ Wenn die Existenz auf die Basis reduziert wird, erlangen andere Dinge Bedeutung, und wir beginnen, uns selbst zu entdecken. ~
(S. 299)
Manch einer hat ja manchmal diese Anwandlung, einfach seine Sachen zu packen, wegzugehen und mitten im nirgendwo in einer Waldhütte weit abseits der Gesellschaft, und ebenso weit entfernt von Straßen- und Menschenlärm, zu leben. Dass dieses Vorhaben nicht ausschließlich romantisch ist und so ein Leben mitunter sehr anstrengend werden kann, hat die Autorin am eigenen Leib erfahren müssen. In Ellis Fall kam nämlich ein Mann hinzu, der ihr die erste Zeit des Ausstiegs zwar noch erleichtert und sehr schön gemacht hat, aber im Laufe des weiteren Kennenlernens hat sich herausgestellt, dass ebenjener Mann ziemlich engstirnig, verurteilend, kontrollsüchtig und intolerant ist, worunter Elli, je mehr Zeit sie mit ihm verbracht hat, richtig gelitten hat. Aber nicht nur das, zum Ende hin hat ihr Wildnismann sogar seine gewaltbereite Seite gezeigt ...
Wenn ich mir vorstelle, kilometerweit von der nächsten Zivilisation entfernt zu sein und ich mich mit einem unberechenbaren Mann in einer kleinen Waldhütte aufhalten würde, ohne großartige bzw. schnelle Fluchtmöglichkeit, wird mir ganz mulmig zumute. Wie sich Elli in dieser Situation gefühlt hat, kann ich mir also denken - und das wird, wie ich finde, in diesem Buch auch hervorragend von ihr rübergebracht.
~ Ich glaube, der Verlust eines Traums, der Vorstellung, wie das Leben hätte sein können, ist stets wie ein kleiner Tod, den wir betrauern müssen, um danach wie Phoenix aus der Asche zu steigen und neu zu beginnen. ~
(S. 291)
Teilweise konnte ich die Autorin aber auch nicht verstehen. Ihr Wildnismann Greg kommt hierin nämlich abwechselnd lieb und dann wieder wie ein Monster oder wenigstens wie ein äußerst unguter/unangenehmer Zeitgenosse rüber, und ich hatte so den Eindruck als würden Gregs negative Seiten deutlich überwiegen, dennoch hat Elli ihm immer und immer wieder eine Chance gegeben. Ein bisschen hatte ich das Gefühl, als wäre sie masochistisch. Wer gibt sich denn noch länger mit einem Mann wie Greg, der sie so respektlos behandelt, ab? - Leben in der Wildnis hin oder her. Da wäre ich mir selbst viel zu wichtig, als dass ich das ignorieren oder drüber hinwegsehen könnte. Bei der allerersten schlechten Behandlung hätte ich schon meine Sachen gepackt und ihn verlassen. Sich so etwas auf Dauer gefallen zu lassen bzw. zu warten, bis der Mann komplett ausgereizt ist, das wäre mir nicht eingefallen ...
Jedenfalls ist es wirklich spannend zu lesen gewesen, wie Elli das alles durchgestanden und überlebt hat, ohne Schaden davonzutragen. So ein Leben in der Einsamkeit und Stille der Wildnis hat schon was Reizvolles, das muss auch ich gestehen, aber dass das auch Schattenseiten hat, muss man sich auch erst mal bewusst machen und eingestehen. Wer mit dem Gedanken spielt, auszusteigen, für den ist das Buch bestimmt was; für alle anderen, die Fans abenteuerlicher (realer) Geschichten sind, die sind mit »Minnesota Winter« wahrscheinlich ebenfalls gut beraten.
Rezensionen von Gaby 2707:
Fritzi Klitschmüller 1: Fritzi Klitschmüller.Bd.1 von Britta Sabbag
Ein wunderbares Kinderbuch
Fritzi Klitschmüllers 9. Geburtstag rückt immer näher und sie wünscht sich nichts weiter als ein rotes Skateboard. Als sie anstatt dessen ein Prinzessinnenkleid bekommt, muss ein geheimer Geheimplan zu Beschaffung eines Skateboards her. Ob und wie Fritzi das schafft - lest selbst.
Dies ist das erste Kinderbuch, das ich von Britta Sabbag lese.
In einem wunderbar leichtem kindlichen Schreibstil erzählt sie die Geschichte von Fritzi, ihren Eltern, ihrem Bruder Kai, von Tante Beate "Bolle" und Cousine Shakira und von Fritzi´s neuem Freund Thies. Herrliche Sprüche aus Kindermund "Tom Hengst" und vor allem die niedlichen Illustrationen von Stefanie Messing machen das Buch zu einem richtigen Lesegenuss.
Die Leseprobe im Anhang zum 2. Band dieser Reihe macht Lust, auch hier mal rein zulesen.
Ein leicht spannendes und sehr gut unterhaltendes Buch nicht nur für kleine Mädchen.
Rezensionen von heinoko:
Bestechung von Grisham John
Perfekt ausgeübtes Handwerk
Grisham ist zweifelsohne ein Könner seines Faches. Er beherrscht sein Handwerk wie eh und je. Lebendige Handlung, lebendige Protagonisten, der Leser wird in den Bann gezogen, ohne dass es reißerischer Momente bedürfte.
Es geht um einen geheimen Informanten, einen Whistleblower, und um Ermittlungen um einen korrupten Richter.
Die sympathische Anwältin Lacy und ihr Kollege Hugo, die für eine Rechtsaufsichtsbehörde arbeiten, haben eine große Aufgabe vor sich, denn die Hinweise sind spärlich und der Kreis der Verdächtigen sehr mächtig und gefährlich, insbesondere da es auch um mafiaähnliche Strukturen im Lebensraum der Indianer, der Tappacola, geht.
Leider, leider wird der eigentliche, der spannende Hintergrund der Geschichte überlagert von sehr langatmigen Erklärungen zur amerikanischen Justiz, speziell zur Behörde, der Lacy und Hugo angehören, von allzu ausführlichen Erläuterungen zu den sehr eigenen Gesetzen der Tappacola und von streckenweise unglaubwürdig-unlogischen Handlungen der Protagonisten. Auch die Fülle der vorkommenden Personen fordert dem Leser einiges ab. Dennoch in der Summe ein echter, ein durchaus interessanter und streckenweise spannender Grisham, insofern lesenswert.
Rezensionen von yellowdog:
Gelernter Artikel von Grisham John
Amerikaner in New York
Der deutsche Titel klingt einfallslos, obwohl der Originaltitel ?The Map that leads to you? auch nicht viel besser ist. Insgesamt ist das Buch nicht so kitschig wie man hätte erwarten können. Aber es ist natürlich wirklich ein intensiver Liebesroman. Das Thema wird mit Ernsthaftigkeit, aber ohne Verkrampfung angegangen.
Die Amerikanerin Heather macht mit ihren beiden besten Freundinnen Constance und Amy eine Europareise als im Zug Jack trifft. Dieses erste Treffen im Zug zeugt von dem Wortwitz, den J.P.Monninger in den Dialogen einsetzt. Heather und Jack verlieben sich und sind bald unzertrennlich. J.P.Monninger schafft es, große Gefühle zu beschreiben, ohne das es peinlich wird.
Es gibt aber auch Streit, wenn die Meinungen mal auseinandergehen, zum Beispiel über das Leben in New York, was Heather beabsichtigt, Jack jedoch kritisch sieht. Ihn zieht es nicht zu einem konservativen Leben mit Job von nine to five.
Neben den Heather / Jack-Abschnitten sind auch die Passagen mit den 3 Freundinnen gut gestaltet, wenn auch vielleicht etwas zu idealisiert. So ungetrübt ist selten eine Freundschaft.
Jack folgt den Spuren seines Großvaters, der nach dem Krieg durch Europa reist, das in einem Tagebuch aufzeichnete. Ab und zu sind Ausschnitte des Tagebuchs den Kapiteln vorgestellt und verleihen zusätzlich Flair. Die gemeinsame Reise führt Jack und Heather durch einige große europäische Städte, deswegen bleibt es abwechslungsreich.
Zwar war ich nicht unbedingt ganz glücklich darüber, wohin die Handlung führt, zur plötzlichen Trennung, wie schon im Klappentext pathetisch angekündigt. Doch eigentlich war ja schon im Prolog auch eine Melancholie der Erzählerin angedeutet und das Buch bleibt bis zum Schluß interessant.
Rezensionen von manu63:
Gelernter Artikel von Grisham John
Täter oder Opfer
Das Rattenorakel ist ein Krimi aus der Feder des Autors Jürgen Flenker. Er lässt die Leser die Ermittlungen in mehreren Entführungsfällen begleiten. Opfer sind immer Kinder die aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten kommen. Eine Gemeinsamkeit wird dem Leser nach und nach erkennbar, da der Autor seinen Täter immer wieder gedanklich zu Wort kommen lässt.
Schnell wurde mir klar was den Täter zu seinen Entführungen treibt und auch die Ermittler können nach und nach das Puzzle zusammen fügen. Der Schluss selber hinterlässt bei mir die Frage wer ist nun Täter und wer ist Opfer in dieser Geschichte.
Dem Autor ist ein stimmiges Bild der Taten gelungen und obwohl mir bald klar war was hinter den Entführungen stand tat dies der Grundstimmung des Buches keinen Abbruch. Gebannt verfolgte ich die Ermittlungen und hoffte auf ein gutes Ende für alle Beteiligten. Der Schreibstil ist klar und gut lesbar sowie Schnörkellos. Die Gedankengänge der Protagonisten unterstützen das Verständnis der Geschichte und lassen immer wieder tiefe Einblicke in die Seelen der Charaktere zu.
Rezensionen von manu63:
Gelernter Artikel von Grisham John
Kurzvariante
Gipfel der Lust ist ein erotischer Roman aus der Secret Desires Reihe und stammt aus der Feder der Autorin Erin Buchanan. Emily hat keine Lust mehr auf die Liebe und konzentriert sich auf ihre Karriere als Physiotherapeutin bis sie ihrem neuen Chef Oliver gegenüber steht, der sie sofort in den Bann zieht.
Schnell beginnen beide eine heiße Affäre doch Emily ist das nicht genug obwohl Oliver sie ihre bisher versteckte devote Ader entdecken lässt.
Die Geschichte ist gut geschrieben und lässt sich gut lesen, die expliziten Stellen sind detailreich und direkt beschrieben. Dabei sind sie geschmackvoll und sinnlich geschrieben. Ein wenig erinnert mich die Geschichte an Shades of Grey jedoch in der Kurzvariante. Das Ganze wird aus Emilys Sicht erzählt und die anderen Charaktere haben eher wenig Tiefe. Auch Emily lernt der Leser nicht sonderlich gut kennen. Insgesamt ein gut geschriebener kurzer erotischer Roman den man schnell mal nebenbei lesen kann.
Rezensionen von manu63:
Gelernter Artikel von Grisham John
Liebe kennt keine Altersgrenze
Mein heißer Toyboy ist ein Roman der Secrets Desires Reihe aus der Feder der Autorin Bettina Kiraly. Monika ist 43 Jahre alt und frisch geschieden, in einer Bar lernt sie den zwanzig Jahre jüngeren Louis kennen. Es folgt eine heiße Nacht die Monika das gibt was sie sich ersehnt hat. Louis würde sie gerne wieder sehen, doch für Monika ist eine Beziehung mit einem wesentlich jüngerem Mann undenkbar.
Womit sie nicht gerechnet hat, ist das Schicksal das beide wieder aufeinandertreffen lässt.
Der Autorin ist ein sinnlicher Roman gelungen der das Thema ältere Frau und jüngerer Mann auf feinsinnige Art aufnimmt. Dabei bleibt das Knistern in den expliziten Situationen nicht auf der Strecke. Die Szenarien sind deutlich aber geschmackvoll verfasst und lassen die richtige sinnliche Stimmung aufkommen, die ich in solchen Geschichten gut finde. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Die Handlung ist gradlinig und glaubhaft und das Ende der Geschichte gut inszeniert.
Rezensionen von begine:
Gelernter Artikel von Grisham John
Alte Bekannte
Oliver Pötzsch hat mit seinem neuen historischem Roman ?Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf? wieder eine tolle Fortsetzung geschrieben.
Ich mag seinen kompetenten flüssigen und lebendigen Schreibstil.
Der Prolog fängt 1649 ganz schön gruselig an.
Da wird eine junge Frau eingemauert
Dann geht es im Jahre 1672 um den Schongauer Henker Jakob Kuisl und seine Familie weiter.
Er ist in den Rat der Zwölf der Henkersgilde gewählt worden.
Dafür reist er mit der gesamten Familie nach München. Die Tochter Magdalena ist mit dem Stadtmedicus Simon Fronwieser verheiratet, sie haben drei Kinder.
Simon ist für die Zeit schon sehr fortschrittlich bei seiner Arbeit und schreibt an einem Traktat, das er jetzt in München bekannten Ärzten zeigen will.
Jakob will bei dem Treffen auch einen Mann für die jüngere Tochter Barbara finden.
Er ist jetzt schon sechzig Jahre alt, da wird ihm die Arbeit schwer, aber so grummelig habe ich ihn nicht in Erinnerung.
Gleich als sie ankommen wird eine ermordete junge Frau gefunden, Jakob mischt gleich mit.
Dafür ist er ja bekannt.
Die Stimmung in München zwischen den Ratsmitgliedern ist teilweise erschreckend.
Nachdem wieder eine ermordete Frau auftaucht sucht die ganz Familie nach dem Mörder, sogar die kleinen Jungen beteiligen sich.
Ich liebe ja diese Romane, man merkt das der Autor die Stadt kennt, denn ich erkenne einige Stätten wieder, obwohl ich München erst einmal besucht habe.
Diesmal habe ich das Hörbuch gehört. Ein wahrer Genuss.
Der Sprecher Johannes Steck gibt dem Ganzen noch einen guten Flair. Es ist wie Kino. Er versteht es gut, die jeweilige Stimmung einzufangen und an uns weiterzugeben.
Oliver Pötzsch kann mich immer wieder gut unterhalten.
Ich kann den Roman Fans von historischen Romanen sehr empfehlen.




