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Rezensionen von begine:
Dunkels Gesetz von Sven Heuchert
Dunkle Atmosphäre
Dunkels Gesetz von Sven Heuchert fängt gut und nachdenklich machend an. Ich musste mich nur erst etwas einlesen. Der Roman liest sich hart, direkt und zwischendurch auch melancholisch. Der Protagonist ist Dunkel, ein Ex-Söldner, der versucht wieder in ein normales Leben zu kommen. Er hat zu viel grausames erlebt und kann das nicht vergessen.
Die Geschichte spielt in einem klene, Nest an der belgischen Grenze in Deutschland.
Der Autor hat ziemlich viele zwielichtige und kaputte Gestalten teilnehmen lassen. Da zählt ein Leben nicht viel. Ziemlich hoffnungslos.
Dunkel macht sich da keine Freunde. Es geht um Drogenhandel und Geldwäsche. Zwischendrin Dunkel, nur was da seine Aufgabe ist, habe ich nicht so richtig verstanden. Obwohl er da wohl so etwas gegen unbefugtes Betreten einer alten Grube unternehmen soll.
In einer Tankstelle, die Achim gehört, arbeitet Marie, deren Mutter, Achims Geliebte ist. Ich verstehe die Frauen ja nicht, die sich misshandeln lassen. Warum gehen sie nicht, überhaupt wenn sie eine Tochter haben. Man bekommt oft Angst um Marie, das Milieu ist nicht gut für sie und Achims Gerede zeigt seine Gesinnung..
Der Schreibstil ist gut, aber nicht unbedingt flüssig, sondern mehr hart und derb, aber stimmig. Das Ende kam mir zu plötzlich. Da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht.
Das Cover zeigt die triste Gegend und die Trostlosigkeit. Zum Roman passend.
Ein krasser, nicht alltäglicher Roman.
Rezensionen von yellowdog:
Dunkels Gesetz von Sven Heuchert
Dichte Atmosphäre
Dunkels Gesetz ist ein Roman voller dichter Atmosphäre, der eine Gesellschaft im sozialen Abseits zeigt. Kleine Leute, Klein- und Großkriminelle. Der Roman ist ganz von der amerikanischen Noir geprägt.
Überraschend, dass die Titelfigur Dunkel anfangs kaum in Erscheinung tritt.
Es wird sich erst auf die Leute in dem Kaff konzentriert, in dem Richard Dunkel angekommen ist.
Das sind überwiegend heruntergekommene Leute. Wenig Chancen auch für die 16jährige Marie, deren Mutter eine Beziehung mit dem Kleinkriminelle Achim hat. Auch der Dealer Falco (!) ist anwesen und eine Gefahr. Gewalt und Brutalität gehört zur Normalität.
Man hofft als Leser, dass Marie eine Chance bekommt, hier rauszukommen.
Dass die Dialoge überwiegend so abgerissen sind, halte ich für glaubhaft. Diese Typen denken, dass sie sprechen müssen, um sich entsprechend gefährlich und lässig zu geben. Natürlich kann so was auch schnell zum Klischee verkommen.
Auch Dunkel selbst ist eine zwiespältige Figur, er wirkt, als hätte er sich selbst verloren. Seine Erinnerungen werden angedeutet, offenbar gab es in seinem Leben Verluste.
Dass der Roman so kurz ist, liegt an der konzentrierten Art des Schreibens. Sven heuchelt scheut nicht den Pathos. Dafür bin ich anfällig. Ich würde durchaus wieder etwas von diesem Autor lesen.
Rezensionen von yellowdog:
Liebe wird überschätzt von Parrella Valeria
sprachlich fein geschliffen
Die Autorin hat schon ein paar Bücher, hat sich aber noch nicht auf dem deutschen Buchmarkt durchgesetzt. Es würde mich aber nicht wundern, wenn sie das mit diesem Erzählungsband schafft. Die kurze Prosa ist ihre Spezialität. Man merkt, dass die Autorin Sprachwissenschaftlerin ist.
Es sind einige Kurzgeschichten erhalten, die auf den ersten Blick nicht voll erfassbar scheinen.
Sentimentalität will die Autorin nicht zulassen. Diese Widerspenstigkeit ist nur eine scheinbare Schwäche. Mehrfach lesen ist zu empfehlen.
Die erste Geschichte lässt nach gutem Beginn zum Ende hin ziemlich nach, da die Litanei der Tochter der Protagonisten auch den Leser wie eine kalte Dusche erwischt.
Das ist aber sicher Absicht der Autorin und eine Methode, die sie noch wiederholen wird. Bei der zweiten Story ?Der Tag nach dem Fest? gefällt mir die strukturelle Komposition und die Erzählstimme, obzwar sie recht selbstreferenziell ist.
Die dritte Geschichte handelt überaschenderweis in einem Kloster. Sie überzeugt durch die starke Hauptfigur und dem Storyverlauf. Für mich der Höhepunkt des Bandes, da sie detailreich, zum Teil auch drastisch erzählt wird und konsequent abschließt. Man spürt die Energie, die von Valeria Parrellas Prosa ausgeht.
Das gilt auch für die nächste Geschichte Behave, die etwas von einer tragischen Familiengeschichte hat, dann aber durch die Sätze des Sohnes geerdet wird und so vor Rührseligkeit schützt.
Es folgen noch ein paar Stories, meist kürzere.
Nicht jede Geschichte reißt zu Begeisterungsstürmen hin, aber bei den meisten bleibt einiges hängen und man merkt, wie man auch später noch über die Inhalte nachdenkt.
Rezensionen von Rebecca1493:
The Score – Mitten ins Herz von Elle Kennedy
Bezaubernd!
Wie bisher alle Titelbilder der Off-Campus-Reihe sind die beiden Hauptpersonen, in diesem Fall Allie und Dean abgebildet. Super daran finde ich, dass die Gestalter sich an die Beschreibung im Buch gehalten haben und die Stimmung der Geschichte, die mich bezaubern konnte, wunderbar übermittelt wird.
Im Vorfeld hatte ich bereits den ersten Teil rund um die Briar Universität gelesen, aber auch ohne diese Vorkenntnis kann man bestens in die Erzählung einsteigen.
Allerdings kommen die bisherigen Charaktere wie Hannah oder Garret nochmals vor, was mich wiederum sehr gefreut hat, da mich Band 1 sehr von sich überzeugen konnte. Dementsprechend groß waren aber natürlich die Erwartungen an dieses Buch.
Der Schreibstil war auch dieses Mal locker und erfrischend und passte bestens zu dieser Young-Adult-Geschichte. Von der ersten Seite an konnte ich mich kaum noch loseisen, da ich unbedingt wissen wollte, ob es für Dean und Allie ein Happy End geben würde und wenn ja, in welcher Form.
Aus dem Klappentext konnte man bereits erahnen, dass der Sex dieses Mal eine doch etwas größere Rolle spielen würde und eigentlich bin ich nicht der große Fan ausschweifender Szenen, die sich nur um das eine drehen. Umso erstaunlicher war für mich, dass mich die doch in gesteigerter Zahl vorkommenden Liebesspiele überhaupt nicht gestört haben, eher im Gegenteil, da es einfach zu den beiden Hauptpersonen passt. Man bekommt einen ganz anderen Blick dieses Thema betreffend, denn man merkt, dass Dean und Allie sehr großen Wert darauf legen und daran ist ja nichts verwerfliches.
Und natürlich ist das Buch nicht nur darauf fokussiert, sondern auch der Umgang mit Trauer, Verantwortung, das Verfolgen der eigenen Ziele und Träume und der Liebe spielen eine ganz besondere Rolle. Dieser Mix ist es auch, der das Buch zu etwas Einzigartigem und sehr Bezauberndem macht.
Auf jeden Fall habe ich Dean und Allie in mein Herz geschlossen und hoffe sehr, dass die beiden in Band 4 nochmals in Erscheinung treten werden.
Fazit: Eine Geschichte über ein bezauberndes Paar, die mich von Beginn an überzeugen konnte!
Rezensionen von Horst:
The Score – Mitten ins Herz von Elle Kennedy
Mein Eindruck
Das Buch umfasst 132 Seiten und wurde von Dr. Norbert Fessler geschrieben.
Es beinhaltet sehr gute Erklärungen zu jeder einzelnen Übung und deren Wirkungsweise, Tabellen zu jedem Übungsblock und herausragende Bebilderung. Mit der beiliegenden DVD können 6 verschiedene Programme gewählt werden und es vermittelt somit die optische Ergänzung zur schriftlichen Anleitung.
Yoga ist faszinierend und hat eine sehr lange Tradition, besitzt auch nach meiner Erfahrung Wirkungszusammenhänge, wie kein anderes Übungssystem.
Der Autor beschreibt auf besondere prophylaktische Weise, wie trainiert werden sollte und auf welches Organ oder Körpersystem die Übungen wirken.
Yoga fördert geistige Fähigkeiten, wie Aufmerksamkeit und Konzentration und strafft außerdem den Körper, was ich zu bestätigen weiß. Yoga ist das Mittel der Wahl.
An diesem Buch ist kein Makel, nur eine Äußerung sollten Europäer unterlassen, sich als Erfinder des Yogas zu bezeichnen, indem man heutige Techniken als das Nonplusultra hervorhebt. Schließlich ist praktizierendes Yoga in Indien Jahrtausende alt und somit Europa ein ganzes Stück voraus. In Europa wurde es erst Ende des 19. Jahrhunderts bekannt.
Trotz alledem ist ?Einfach.Yoga? und die dazugehörige DVD ein Meisterstück und fachlich gesehen sehr gut aufgebaut.
Wie praktizieren Sie Yoga?
Rezensionen von PFIFF:
Sisis Vermächtnis von Jacobs Ulrike und Manfred
Amüsante Verbindung zwischen Wien und einem Dorf in der Normandie
Dr. Joseph Kaiser, Sohn adeliger Eltern, beginnt seinen neuen Posten als Leiter der Stiftung für Kultur in Wien mit einer Recherche, die zu Tage bringt, dass die seinerzeit von Kaiserin Sisi gegründete Stiftung zu Gunsten eines Franzosen höchstwahrscheinlich keine Berechtigung mehr hat.
Stolz glaubt Kaiser, dem Staat viel Geld zu ersparen, indem er die weitere Auszahlung stoppt und selbst in die Normandie reist, um sich vorort schlau zu machen.
Kaiserin Elisabeth von Österreich hatte ihrem Lebensretter und dessen Sohn eine Stattliche Summe vermacht, die ein Hofbeamter geschickt angelegt und vermehrt hatte. Doch selbst der Sohn des Begünstigten lebt nicht mehr und der Bürgermeister von Beauport, einem kleinen Dorf in der Normandie erkennt, dass er den Anspruch auf die Zahlungen fälschlich für das Dorf verwendet und nicht dem rechtmäßigen Eigentümer ausgehändigt hatte.
Lauter Probleme, die gelöst werden müssen.
Joseph Kaiser lernt die schöne Elisabeth kennen und verliebt sich. Als er herausfindet, wer sie ist, trübt sich die Beziehung. Doch wahre Liebe kann durch nichts gestört werden.
Ein entzückende Geschichte mit historischem Hintergrund.
Rezensionen von PFIFF:
Selfies von Adler-Olsen Jussi
Spannender Krimi
Im 7. Fall von Kommissar Carl Mørck muß das Team mit Assad und Gordon im Sonderdezernat Q in Kopenhagen den Mord an einer alten Frau in einem Park aufklären.
Außerdem halten Attendate an jungen Frauen das Team in Atem. Irgendjemand versucht zum Teil mit Erfolg, junge Frauen mit einem Auto zu überfahren.
Ein drittes Problem beschäftigt den Kommissar, nämlich das merkwürdige Verhalten der geschätzten Mitarbeiterin Rose.
Nach und nach werden Zusammenhänge klar zwischen allen drei Fällen. Das Forschen in der Vergangenheit bringt Schreckliches zu Tage. Und Selfies der Mädchen helfen bei der Aufklärung.
Spannend und Prickelnd.
Rezensionen von PFIFF:
Was alles war von Mingels Annette
Was macht Elternliebe wirklich aus
Als die seinerzeit adoptierte Susa sich in Hendryk, Vater von zwei Töchtern, verliebt und heiratet, kämpft sie mit der Tatsache, nicht die leibliche Mutter der beiden Kinder zu sein.
Sie trifft sich mit ihrer leiblichen Mutter und will nun auch ihren biologischen Vater kennen lernen. Das Treffen gestaltet sich enttäuschend.
Susa sinniert, was wichtiger ist: die biologische Verwandtschaft oder die Liebe zu Menschen, die sich für die Erziehung ihrer adoptierten Kinder aufopfern und darin aufgehen.
Interessantes Thema.
Rezensionen von PFIFF:
Das verlorene Kind von Michel Bussi
Drama um ein Kind
Der Schulpsychologe Vasile wird auf den kleienn Malone aufmerksam, weil dieser wiederholt gegenüber seiner Lehrerin behauptet, dass die Frau, die ihn von der Schule abholt, nicht seine richtige Mutter ist. Ein unangenehmer Fall für die Polizei von Le Havre. Dem Jungen wird zu viel Phantasie zugeschrieben, die Eltern sind ärgerlich und aufbrausend.
Doch Vasile lässt nicht locker. Er kann dem Jungen ein Geheim is entlocken, es aber nicht weitergeben, das er zu Tode kommt.
Marianne, die diensthabende Kommissarin in Le Havre findet Zusammenhänge zwischen den Aussagen des Jungen und einem Banküberfall, der zu klären ist.
Die Lage spitzt sich zu, Malone ist in Lebensgefahr und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.
Ein bis zur letzten Seite spannender, klug und sensibel aufgebauter Krimi.
Rezensionen von PFIFF:
Der Lärm der Zeit von Julian Barnes
Schostakowitsch-Biographie
Der Komponist Schostakowitsch kämpft sein ganzes Leben an gegen starke Frauen und die Diktatur seines Landes. Nur in seiner Musik geht er auf und steckt in sie seine ganze Energie trotz der Probleme, die er wegen seiner freizügigen Auslegung seiner Kompositionen mit Rußlands Bonzen hat.
Barnes beschreibt an Hand von einigen markanten Abschnitten das Leben des berühmten Komponisten, zeigt seine Verletzlichkeit auf, seine Schüchternheit und seine ständige Angst, verhaftet und umgebracht zu werden.
Ein großartiges Portrait, interessant und amüsant geschrieben, wie man es von Barnes gewohnt ist.









