Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky
Wovon Okapis träumen
Ein gediegener Roman! Perfekt geschrieben und sehr originell. Dennoch tat ich mich anfangs schwer, da die Atmosphäre des Romans so leicht und gleichzeitig so schwer wirkt. Mir kommt diese dörfliche Szenerie wie aus der Welt gefallen vor und anscheinend ist die Handlung in der Vergangenheit, vermutlich die achtziger Jahre angesiedelt, jedenfalls gibt es noch die D-Mark.
Von Anfang an überzeugen die Figuren. Nicht nur die anfangs 10jährige Luise und ihr Freund Martin, auch besonders ihre Großmutter Selma und der Optiker, der ein guter Freund ist. Obwohl gerade die beiden eigentlich zu gut sind als das es noch glaubhaft wäre.
Auch die eigentümliche Art zu reden, den die meisten der Figuren, selbst Luises Eltern haben, verwundert.
Das ist vielleicht etwas übertrieben.
Spätestens als Luise dann im zweiten Teil des Buches mit Anfangs zwanzig so gut wie erwachsen ist, bin ich voll drin im Buch. Jetzt dominiert Luises Liebesgeschichte mit Frederik, einem buddhistischen Mönch.
Dann gibt es noch den Hund Alaska, der Luise in vielen Szenen begleitet.
8 Jahre später geht es weiter.
Die Art der Romanaufteilung in 3 Teile überzeugt voll.
Mariana Lekys Art zu schreiben ist nicht untypisch für die neue deutsche zeitgenössische Literatur und sie hat doch auch einen eigenen Stil. Es würde mich nicht wundern, wenn ?Was man von hier aus sehen kann? für den deutschen Buchpreis nominiert würde.
Rezensionen von yellowdog:
Teufelskälte von Sveen Gard
düster
Wieder einmal ein Autor der als neuer Stern am Krimi und Thriller-Himmel gehandelt wird. Davon gibt es viele. So etwas ist für mich kein Maßstab. Zu sagen ist, dass Gard Sveen weiß wie man einen Thriller gestaltet, sich beim Aufbau aber viel Zeit lässt.
Den Vorgängerroman ?Der letzte Pilger? kenne ich nicht, kann daher nicht sagen, ob es da wissenswerte Elemente gibt.
Der Protagonist Tommy Bergmann ist ein bedächtiger Ermittler, manchmal melancholisch, aber dadurch noch lange kein Wallander (zum Glück). Ganz interessant ist die Nebenfigur, seine Kollegin Susanne, die alleinerziehende Mutter ist. Ihre Privaten Sorgen spielen eine Rolle.
Als Ermittlerteam sind die beiden zuerst einmal nicht so beeindruckend, aber sie bleiben dran m Fall.
Interessant ist weiterhin, dass der Ursprung des Falls lang zurück liegt, in der Vergangenheit, die auch Tommy betraf. Das weckt die Geister der seiner eigenen Vergangenheit, der er sich stellen muss.
Ob der seit Jahren in der Psychiatrie einsitzende Andras Rask wirklich der Mörder oder nur ein irrer ist, bleibt lange offen. Diese Figur beeindruckte mich weniger, ein Hannibal Lecter ist er nicht.
Trotz einer gewissen Langsamkeit im Erzähltempo wird es nicht langweilig. Das ist vermutlich ein typisches Merkmal für nordische Kriminalliteratur.
Rezensionen von unfabulous:
Stell dir vor, dass ich dich liebe von Niven Jennifer
"Das Leben ist zu kurz, um andere zu verurteilen."
Wenn man zur Schule geht, hat man es nicht immer leicht. Vor allem nicht, wenn man nicht ganz so ist, wie alle anderen. Bei Libby ist es ziemlich auffällig, dass sie nicht wie alle anderen ist. Sie ist übergewichtig. Jack dagegen ist Gesichtsblind, er hat die Krankheit Prosopagnosie, die er allerdings mit Überheblichkeit vor anderen versteckt.
Wir erkennen uns anhand unserer Gesichter. Jack merkt sich für jeden Menschen bestimmte Merkmale.
Jack und Libby sind beides Charaktere, die es nicht leicht haben. Allerdings gehört Jack zu den beliebten Kids in der Schule, während Libby von allen nur als ehemals fettester Teenager Amerikas gesehen wird. Nachdem sie einige Zeit zu Hause war, geht sie nun wieder zur Schule und muss sich ihren Mitschülern und allen anderen außerhalb von ihren eigenen Wänden stellen.
Mir persönlich hat Libby viel besser gefallen als Jack, sie ist einfach authentischer. Ich finde, sie ist ein mutiges Mädchen und Jack hat sich manchmal schon ein wenig seltsam verhalten. In einigen Situationen habe ich erwartet, dass Jack nicht so ist, wie er eben ist.
Das Buch an sich ist leicht und schnell zu lesen, vor allem auch wegen den kurzen Kapiteln. Insgesamt hätte ich mir aber mehr Tiefgang gewünscht, vor allem weil doch sehr spezielle und wichtige Themen angesprochen werden. Ich hatte auch gehofft, dass es keine ganz so einfache Handlung hat, sondern dass es eben mehr unerwartete Wendungen gibt, aber dieses Buch ist eben ein Jugendbuch und genau so sollte es auch gelesen werden.
Ich finde außerdem, dass neben Jack und Libby andere, interessante Charaktere, wie beispielsweise die Brüder von Jack oder der Vater von Libby, zu kurz gekommen sind. Da hätte es gerne noch mehr sein können! Ich glaube, die ganze Handlung wurde von Libby getragen und ohne diesen Charakter hätte mir das Buch nicht gefallen. So war es aber ein gutes Jugendbuch, das besonders in dieser Sommerzeit schön zu lesen ist.
Dies war mein erstes Buch von Jennifer Niven, aber ich habe ihr Buch "All die verdammt perfekten Tage" noch ungehört als Hörbuch bei mir und bin gespannt, wie mir diese Geschichte gefallen wird!
Rezensionen von Caroline :
Stell dir vor, dass ich dich liebe von Niven Jennifer
Auf der Suche nach dem wahren Täter
Megan wird entführt und findet sich unvermittelt in einer gemütlichen Hütte mitten im Wald. Bald stellt sich heraus, dass Hunter ihr Entführer ist. Hunter war CFO im Familienunternehmen der Prescotts, doch dann wurde er des Betrugs überführt und entlassen. Allerdings ist er unterschuldig und möchte mit Megan gemeinsam herausfinden, wer tatsächlich hinter dem Verbrechen steht.
Die Zusammenarbeit bringt Megan und Hunter ziemlich nah zusammen und bald schon sprühen die Funken. Denn schon in der Vergangenheit fand sie einander sympathisch, wollten jedoch ihre berufliche Beziehung nicht aufs Spiel setzen.
Wie hat es mir gefallen?
Dies ist der zweite Teil der Prescott Sisters und man kann ihn auch lesen, ohne das erste Buch zu kennen. Da ich bin ja ein Verfechter des Lesens in der richtigen Reihenfolge bin, lege ich euch auch Teil 1 ans Herz.
Wieder spielt die Geschichte in Shanghai und dieses Mal steht Megan im Mittelpunkt. Die älteste Schwester, die ständig arbeitet und darüber ihr Privatleben vergisst. Die Entführung zwingt sie einige Tage ohne Arbeit, Handy und Internet zu verbringen. Diese Situation ist aber für mich der größte Kritikpunkt. Einer Entführung kann ich nichts Positives abgewinnen, auch wenn sie, wie in diesem Fall, nicht durch körperliche Gewalt erzwungen wird.
Aber wenn ich darüber hinwegsehe, dann entspinnt sich damit eine nette Krimihandlung rund um den Betrug in Megans Firma.
Hunter ist Koreaner und damit wird auch seine recht distanzierte Haltung erklärt, zwar bin ich kein Experte für asiatische Eigenschaften und Charaktereigenschaften, aber ich denke Zurückhaltung gehört auf jeden Fall dazu. Er überrascht mich aber auch bei der einen oder anderen Gelegenheit. Vor allem zum Ende hin hat er mich auf seine Seite gezogen.
Wie auch das erste Buch gefiel mir diese Geschichte und ich freue mich auf die weiteren Prescott Schwestern.
Rezensionen von StefanieFreigericht:
Ich bin die Nacht von Ethan Cross
Gleichzeitig fesselnd UND ziemlich überzogen
Das ist wieder so ein Buch, das es letztlich schwer macht mit der Bewertung. Einerseits ist es ziemlich spannend geschrieben, ein Pageturner mit allem, was man sich als Thriller-Freund so erhofft: ein kranker Serientäter, packende Szenen, ein würdiger Gegenspieler und ein verzwickter Plot. Andererseits ist das ganze insofern überzogen, als dass der Serientäter wirklich SO krank ist, dass man als Leser schon ein wenig an sich selbst zweifeln darf, wenn man so extremes Zeug noch lesen mag (wobei hier dazu kommt, dass ich wie viele andere Francis Ackerman nicht unsympathisch fand, schon erschreckend) - und die Jagd ist so richtig US-Action-Movie-mäßig, mit choreographierten körperlichen Auseinandersetzungen, ausreichend Geballer und netten Explosionen.
Das Problem: Dinge, die man zum Beispiel Bruce Willis auf der Leinwand "abkauft", sind zwischen zwei Buchdeckeln etwas zäher; ich denke mir immer, weil der Weg über das Umblättern und Lesen wohl direkter am Gehirn vorbeigeht?Ähnlich ging mir das bei "Die Brut" - bei beiden bestes "Popcorn"-Seitengeraschel, wenn man einfach in den Kino-Sessel-Hirnmodus zu wechseln in der Lage ist.
Der Plot ist einfach: im Wechsel begleitet der Leser den völlig gestörten Serienmörder Francis Ackerman bei seinen Taten, mal aus der Sicht von ihm selbst, mal aus der seiner Opfer geschrieben, und den Ex-Cop Marcus Williams. Die beiden repräsentieren "Gut" und "Böse", wobei es da schon jeweils zwei Seiten gibt. Man versteht zwischendurch, wie der Killer so wurde, wie er ist - er wurde so aufgezogen. Das "Warum" spielt keine Rolle für ihn. Seinen Opfern hilft das leider nicht. Und auch Marcus hat so seine dunklen Seiten, wobei darüber immer eher orakelt wird - nachvollziehbar wurde das für mich nicht wirklich.
Der Originaltitel ist "The Shepherd", Der Schäfer, und das Buch wartet auf mit Kapiteln namens "Die Herde", "Der Wolf und der Hirte", "Stecken und Stab", "Der Wolf im Schafspelz" - wer zum Teufel übersetzt so etwas so mit "Ich bin die Nacht"? Die biblischen Anspielungen sind im Buch recht dick aufgetragen "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. ?. dein Stecken und Stab trösten mich" sagt der 23. Psalm Davids ? das dürfte für die stark evangelikal geprägten USA jedoch wohl besser funktionieren, vielen Deutschen sind leider entsprechende Zusammenhänge inzwischen fremd (als besonders christlich empfinde ich das Buch allerdings auch nicht gerade, mehr "Auge um Auge" als "die andere Wange hinhalten"). Dafür ist die Optik und Haptik der deutschen Gestaltung um KLASSEN besser, und das sage ich, die ich nicht verstehen kann, wie jemand nach Covern kauft. Um dieses hier bin ich sooo lange geschlichen und habe es mir aus Prinzipientreue verboten, bis ich es in einer Aktion gewonnen habe, dank lesejury.de - ich LIEBE die Gestaltung, samt erhobenen Buchstaben, glänzend Schwarz über matt schwarzem Hintergrund im wirklich komplett monochromen Titel, und farbigem Buchschnitt mit Titelwiederholung.
Manko? Der Text trieft häufig vor Pathos "Es war, als säße Jim am Rand der Welt und blickte in ein erloschenes Universum, in dem nichts anderes mehr existierte als er selbst." S. 13. Die Handlung zitiert mehrere bekannte US-Film-Produktionen, einiges davon gab mir als Leser das Gefühl, am Ende einen Luftballon in der Hand zu halten, dem man die Luft herausgelassen hatte - will jemand wirklich solche Aufgaben, fragte ich mich schon bei "The Game", dem Film. Spannend und unterhaltsam ist das allemal geschrieben, das schon. Ich kann sonst gut umgehen mit gelegentlichen Büchern, die nichts anderes sein wollen, als "Popcorn-Unterhaltung" - zuletzt klappte das mit "Die Brut". Leider nimmt sich "Ich bin die Nacht" jedoch komplett ernst, weshalb ich mit der Bewertung da hinter "Die Brut" bleiben möchte, tolle Gestaltung hin oder her, wenn auch nur sehr knapp. Never judge a book by its cover. Never.
Rezensionen von TanyBee:
Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky
Neues Lieblingsbuch
Luise, die Ich-Erzählerin, ist zu Beginn des Buchs noch ein Kind. Ihre Welt ist klein, sie lebt in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt. Eines Morgens erfährt sie, dass Selma (ihre Oma) von einem Okapi geträumt hat. Das Dorf gerät in helle Aufruhr, denn jeder weiß, wenn Selma von einem Okapi träumt, dann stirbt jemand.
Die Handlung ist bei diesem Roman eigentlich zweitrangig. Es geht eher darum, wie wunderbar Mariana Leky die Figuren schildert, ihre Gefühle, und die Beziehungen zwischen den Dorfbewohnern. Die wichtigste Person in Luises Leben ist Selma. Und der Optiker, der heimlich in Selma verliebt ist und jeden Tag darüber nachdenkt, ob er ihr das sagen soll. Luises Mutter ist kaum präsent, denn sie verliert sich total in der Frage, ob sie Luises Vater verlassen soll oder nicht. Und Luises Vater ist mit seiner Psychoanalyse bei Dr. Maschke beschäftigt.
Die Autorin schreibt ganz wunderbare Sätze, bei denen man oft schmunzeln muss. Manchmal sind sie auch sehr traurig. Ich habe einige Male eine Seite noch einmal gelesen, weil die Sätze so wunderschön sind. Sie drücken genau das Richtige aus, aber auf eine sehr ungewöhnliche Art und Weise. Hier ein Beispiel. Die Dorfbewohner freuen sich gerade darüber, dass sie nicht gestorben sind, obwohl Selma von einem Okapi geträumt hat: (Seite 97)
?Sie waren heilfroh und nahmen sich vor, sich künftig an allem zu freuen und dankbar zu sein, weil sie noch vorhanden waren. Sie nahmen sich vor, sich zum Beispiel endlich einmal ausgiebig an dem Lichtspiel zu freuen, das die Morgensonne in den Apfelbaumzweigen veranstaltete. [?] Aber immer kam nach kurzer Zeit der Dankbarkeit und Freude dann ein Wasserrohrbruch oder eine Nebenkostenabrechnung, und da waren Freude und Dankbarkeit dann schnell verwässert, da war man dann nicht mehr dankbar, dass man vorhanden war, da war man dann verärgert, dass mit einem selbst auch Nebenkostenabrechnungen oder Wasserrohrbrüche vorhanden waren, und das Sonnenlicht im Apfelbaum konnte einpacken.?
Für mich ist ?Was man von hier aus sehen kann? ein absolutes Herzensbuch. Als ich eben darin geblättert habe, um diese Rezension zu schreiben, hätte ich es am liebsten noch einmal von vorne bis hinten gelesen. Anfang der 2000er hatte ich von der Autorin ?Liebesperlen? gelesen, ein Band mit Erzählungen, und fand diesen auch sehr großartig. Mir ist gerade aufgefallen, dass ich seitdem einiges verpasst habe, dass muss ich dringend nachholen.
Übrigens habe ich mich beim Lesen ein bisschen in den Optiker verliebt. Und es kommt eine Buchhandlung vor! Und ein großer Hund! Lauter gute Gründe, das Buch zu lesen. Ich kann es nur empfehlen.
Rezensionen von S.L. :
Targa. Der Moment, bevor du stirbst von Schiller B.C.
Letzte Worte
Attraktiv ist er, ausserdem wohlhabend, gebildet, angesehen. Und ein Serienkiller. Falk Sandmann ist besessen davon, die letzten Worte Sterbender zu hören, zu archivieren und geht dafür buchstäblich über Leichen. Aber allein gibt ihm das nicht den gewünschten Kick. Er sucht eine Gehilfin.
Targa lebt abgeschieden in einem alten VW-Bus.
Sie meidet Kontakte, ist mit der Gesellschaft von Hund zufrieden. Manchmal wird sie aufgrund ihrer Fähigkeit, extrem rational zu denken und zu handeln zu besonderen Einsätzen einer Spezialeinheit herangezogen. So trifft sie auf Sandmann, der bisher verdächtig, aber nicht zu stellen war. Geschickt nähert sie sich ihm an, er sieht in ihr die ersehnte Gefährtin. Er unterzieht sie als Prüfungen, die er Liebesbeweis nennt. Targa stößt an ihre Grenzen, entdeckt aber auch Schwachstellen bei dem Mörder. Sie ist überzeugt, dass sie ihn besiegen wird.
Fast durchweg spannend, viele Überraschungen und rasante Aktionen.
Ein Nebenschauplatz in einem Hochsicherheitsgefängnis. Das ist ausbaufähig.
Habe ich in einem Rutsch durchgelesen und meine, B.C.Schiller ist ein packender Thriller gelungen.
Rezensionen von Krimine:
Targa. Der Moment, bevor du stirbst von Schiller B.C.
Ein überaus fesselndes und schockierendes Krimidrama
Während eines Urlaubs in dem kleinen französischen Ort Chalons Du Bois verschwindet der fünfjährige Oliver Hughes spurlos. Gerade noch mit seinem Vater am Pool unterwegs wird er von einer Menschenmenge verschluckt, als dieser durch die Liveübertragung des Viertelfinalspieles der Fußballweltmeisterschaft abgelenkt ist.
Alle Versuche ihn wiederzufinden gehen schief und so bleiben seine geschockten Eltern alleine zurück, die zu allem Übel auch bald im Fokus der Ermittlungen stehen.
Acht Jahre später, die Ehe von Tony und Emily Hughes hat den schweren Verlust nicht überlebt, kehrt Tony erneut an den Ort des Geschehens zurück, um die Suche nach seinem Sohn wieder aufzunehmen. Doch seine Bemühungen sind zunächst nicht von Erfolg gekrönt, bis er eines Tages in einem Keller auf Spuren stößt, die von Oliver sind. Gemeinsam mit dem damaligen Ermittler Julien Baptiste, geht er diesen nach und gerät in einen Strudel aus Lügen und Korruption, an dem er letztendlich zerbricht.
?The Missing? ist ein britisches Krimidrama, das mit viel Einfühlungsvermögen erzählt worden ist und durch seine gelungene Darstellung ungemein starke Emotionen weckt. Denn nicht nur der Vater des verschwundenen Jungen kommt mit seinem Unvermögen, den Sohn nicht finden zu können, überhaupt nicht klar. Auch der inzwischen im Ruhestand befindliche Ermittler wird von Zweifeln geplagt und lässt sich deshalb auf eigenmächtige Nachforschungen ein. Lediglich die Mutter von Oliver schafft es, sich mit dem Schicksal ihres Sohnes abzufinden und nach vorn zu schauen.
Erzählt wird der nach einem ruhigen Beginn immer dramatischer werdende Krimi aus zwei Zeitebenen heraus, die abwechselnd zutage treten und dem Geschehen neben geschickt platzierten Wendungen zusätzliche Spannung verleihen. So erlebt der Zuschauer zum einen die mit Freuden erwartete Urlaubsreise und das unerklärliche Verschwinden des fünfjährigen Oliver hautnah mit. Zum anderen ist er dabei, wenn Olivers Vater erneut eine Reise nach Frankreich antritt, um nach seinem Sohn zu suchen. Darüber hinaus gibt es noch einen Nebenstrang, in dem von einem weiteren vermissten Kind berichtet wird und von einem pädophil veranlagten Mann, der mit Medikamenten gegen seinen Neigung kämpft.
Voll gepackt mit Szenen, die an die Nieren gehen und mit Dialogen, die die Qual der Eltern greifbar machen, weiß der düster inszenierte Krimi-Vierteiler seine Zuschauer zu fesseln. Denn kaum ist das Unvermeidliche geschehen, möchten auch sie genau wie seine Eltern unbedingt wissen, wo der kleine Oliver geblieben ist. Doch anstatt nach leidvollen Jahren mit einer neu entdeckten Spur endlich eine Lösung zu finden, bleibt die Ungewissheit über den Verbleib des fünfjährigen Jungen bestehen.
Fazit:
Das von den britischen Fernsehzuschauern mit hohen Einschaltquoten belohnte Krimidrama überzeugt mit einem emotional mitreißenden Fall, einer zur Thematik passenden Umsetzung und durchgängig glaubwürdigen Figuren. Eine Produktion, die fesselt und schockiert.
Rezensionen von LadyIceTea:
Stell dir vor, dass ich dich liebe von Niven Jennifer
Außergewöhnlich und schön
Jack ist Gesichtsblind. Er kann sich keine Gesichter merken und verwechselt sogar seine Freundin. Libby ist übergewichtig. Sie war Amerikas dickster Teenager. An Libbys erstem Tag erniedrigt Jack Libby auf gemeinste Weise. Doch dadurch kommen die beiden sich näher und stellen fest, dass sie beieinander irgendwie sie selbst sein können.
Doch kann so ein cooler Typ wie Jack zu Libby stehen?
?Stell dir vor, dass ich dich liebe? ist ein wirklich schönes Buch. Die Behandlung von Übergewicht und Gesichtsblindheit habe ich so noch nicht in Büchern erlebt.
Hier ist es der Autorin sehr gut gelungen mit diesen Themen umzugehen. Wir erleben hier sehr emotional wie Libby und Jack mit ihren Ängsten und Einschränkungen umgehen. Ich konnte mich sehr gut in die jeweiligen Situationen hineinversetzen und sehr gut mit den Beiden mitfühlen.
Auch die Entwicklung ihrer Freundschaft ist wirklich schön dargestellt. Sei entwickelt sich langsam und ist zu Beginn noch von Unsicherheit und Angst geprägt aber wird dann immer weiter von Vertrauen und Gemeinsamkeiten durchzogen.
Libby ist wirklich die Hauptperson in diesem Buch. Die Handlung gerät hinter den beiden Figuren etwas in den Hintergrund und auch Jack ist etwas schwächer als Libby.
Libby ist mutig und sehr eigenständig in ihrem Denken. Sie stellt sich ihren Ängsten und zeigt den anderen, wer sie ist und dass sie sich nicht alles gefallen lässt.
Jack ist weniger mutig und mehr darauf bedacht, dass seine Gesichtsblindheit nicht auffällt. Doch wir erleben schön, wie er sich positiv von Libby beeinflussen lässt.
Mir hat die Beziehung der Beiden sehr gut gefallen. Dieses Buch ist dazu wirklich toll geschrieben und ein richtiger Pageturner.
Mir hat jedoch der letzte Funke gefehlt um dieses Buch zu meinem persönlichen Highlight zu erklären. Trotzdem lege ich jedem dieses Buch wärmstens ans Herz!
Rezensionen von LadyIceTea:
Wir leuchten im Dunkeln von Lina Wilms
Leider habe ich mehr erwartet
Raya lernt Nik in einer Disconacht kennen und sofort knistert es gewaltig. Seit Rayas Mutter verschwunden und ihre Schwester krank ist, kann Raya sich nicht auf mehr als eine lockere Affäre einlassen. Nik ist ein Freigeist und plant große Reisen, während Raya sich um ihre Familie kümmern muss. Doch bei Nik kann Raya alle ihre Sorgen vergessen und schon bald muss sie eine Entscheidung treffen.
Nachdem ich eine Leseprobe zu diesem Buch verschlungen habe, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Es klang nach einer wunderbar romantischen Geschichte, mit Schicksalsschlägen und ein wenig Drama aber viel Gefühl.
Leider wurde ich sehr enttäuscht.
Man merkt direkt zu Beginn wie sehr Nik und Raya sich anziehen und wie sehr sie zusammen sein wollen. Doch das Einzige was Raya tut ist sich stur zu stellen und Nik von sich wegzustoßen. Sie redet mit niemandem, macht auf armes Opfer und ist oft einfach und zickig oder weinerlich. Nik bemüht sich sehr und versucht alles Mögliche um ihr zu zeigen, dass er für sie da ist und alles mit ihr gemeinsam durchstehen kann.
Ich habe verstanden, dass Rayas Verhalten eben der wichtige Punkt der Geschichte sein soll aber sie ist mir zwischendurch sehr auf die Nerven gegangen. Oft habe ich ihr Verhalten nicht verstanden und fand es einfach nur übertrieben. Die Menschen in ihrer Umgebung taten mir leid.
Durch Rayas Verhalten wurde auch fast jede romantische Stimmung wieder im Keim erstickt.
Nur Nik fand ich klasse. Er war einfach toll und hat sehr lange ihr Verhalten ausgehalten.
Ich hatte wirklich mehr Romantik erwartet und eine weniger anstrengende Hauptfigur. Das ist leider sehr schade, denn die Geschichte an sich ist nicht schlecht.







