Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LadyIceTea:
Wenn gestern unser morgen wäre von Kristina Moninger
Wenn die Schmetterlinge fliegen...
Sara lebt in ihrem strikt durchorganisierten Leben. Alles verläuft nach Plan und Sara erfüllt alle Erwartungen, die an sie gestellt werden. Sie hat einen gut bezahlten Job, einen Anwalt-Freund, gut betuchte Eltern in der High Society und würde niemals über die Stränge schlagen. Bis sie eines Tages Matt trifft.
Matt bringt ihre Schmetterlinge zum Fliegen und Matt lässt sie alle ihre bisherigen Linien vergessen. Doch kaum lässt sie sich mit Matt ein, geht alles in ihrem Leben schief. Bis sie einen Unfall hat und zehn Tage zuvor aufwacht und nichts von dem Chaos passiert ist. Die perfekte Chance alles anders zu machen. Oder?
?Wenn gestern unser morgen wäre? ist ein schöner Roman über Liebe, Leben und Leidenschaft. Es werden Fragen aufgeworfen über das, was uns im Leben wirklich glücklich macht, wann wir Liebe und wann Sicherheit brauchen, wann ein Leben zu schützen ist und wann wir uns trauen sollten zu leben.
Mir hat es gut gefallen wie die Autorin mit diesen Themen umgegangen ist. Von normalen Beziehungsdramen bis hin zum schwierigen Thema Abtreibung formuliert die Autorin passend und auf eine gute Art ihre Gedanken und eine tolle Geschichte.
Grade das Thema Abtreibung eines Kindes mit Down-Syndrom wird nicht oft in Romanen angesprochen. Doch hier werden gut alle Seiten der Geschichte beleuchtet und dem Leser wird keine Meinung aufgedrückt.
Die Hauptfigur Sara hat mir zu Beginn nicht so gut gefallen. Sie war zu spießig, zu sehr in ihren festgefahrenen Bahnen eingespannt und irgendwie oft zickig. Aber dadurch war eine größere Entwicklung von Sara zu erleben. Sie ist mir zum Schluss wirklich sympathisch geworden.
Die restlichen Charaktere sind alle wirklich eigenständig. Das ist mir immer besonders wichtig. Ich kann es nicht leiden, wenn sich Nebenfiguren zu sehr ähneln. Zum Glück war das hier nicht der Fall. Alle Figuren hatten ihren eigenen Wesenszug.
Dazu hat die Autorin einen guten Schreibstil. Man bleibt nirgendwo hängen oder stolpert über merkwürdige Formulierungen. Zwischendurch gibt es immer wieder was zu schmunzeln oder angenehm tiefgründige Gedanken.
Einen einzigen Kritikpunkt habe ich aber trotzdem. Die erste Hälfte des Buchs hat sich für mich leider etwas hingezogen. Da war das Buch ziemlich langatmig und der Funke wollte nicht ganz überspringen. Zum Glück hat die zweite Hälfte das Buch gerettet.
?Wenn gestern unser morgen wäre? ist eine gute Empfehlung für laue Sommerabende.
Rezensionen von rewa:
Briefe an die grüne Fee von Salih Jamal
Das Leben und die Liebe
Der namenlose ICH- Erzähler sitzt hoch über den Dächern der Stadt, bereit zum Sprung, eine traurige Gestalt, die aber noch nicht wirklich bereit ist zu sterben.
In zwei zusammenlaufenden Handlungssträngen, darf sich nun der Leser auf eine humorvolle, tragische, emotionale und zum Nachdenken anregende Reise in die Welt der menschlichen Gedanken und Gefühle begeben.
Schonungslos werden die Stationen seines Lebens von Kindheit an beschrieben. Ein tragischer Held, immer auf der Suche nach Glück, Freiheit und Liebe. Egal welche Muse ihn gerade küsst, Alkohol, Zigaretten, Drogen und harter Sex sind dabei treue Begleiter. Dass die Welt Lebenskünstler nicht so leben lässt, wie er es gerne hätte, erkennt er immer wieder daran, dass das Leben aus Zwängen, Verpflichtungen, Verantwortung und Arbeit besteht. Ein Freigeist also, der immer wieder auf die Nase fällt um gleich darauf wieder aufzustehen. So schafft er es immer sich irgendwie aus dem Lebenssumpf heraus zu ziehen. Es ist ein ständiges Geben und Nehmen, wo er aber lieber der Nehmer ist. Er versteht es Menschen mit seiner Sprache und seinem Wesen zu manipulieren, aber irgendwann steht der Teufel vor der Tür und fordert für das ständige Glück seinen Tribut.
Ich möchte das Buch und meine Eindrücke dazu mit einem Zirkus vergleichen. Der Autor Salih Jamal ist ein Jongleur der mit Worten spielt, manchmal hart und vulgär, dann wieder sanft und geschmeidig. Er wirbelt Gedanken, Emotionen und Handlungen durch die Luft und fängt sie aber wieder geschickt auf. Manchmal philosophisch und dann wieder banal.
Er ist ein Clown, der den Leser unterhält mit teils zynischen, aber auch tragischen Geschichten. Einfach Situationen, die man manchmal auch schon selbst erlebt hat, wo man lachen aber auch weinen kann.
Salih Jamal ist ein Messerwerfer, der zielgenau ins Schwarze trifft. Er beobachtet die Menschen und spürt ihre Stärken und Schwächen auf. Die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit wechselt genauso ab wie Verzweiflung und Alltäglichkeit.
Der Autor ist ein Magier, der den Leser mit seinen Geschichten verzaubert. Er lässt Bilder entstehen, die zum Träumen anregen. Bilder von schönen Momenten, die vielleicht vergessen sind und nur darauf warten an die Oberfläche kommen zu dürfen. Wünsche und Sehnsüchte der Menschen die nur auf ihre Erfüllung warten.
Und letztendlich ist Salih Jamal der Zirkusdirektor der es seinem Publikum ermöglicht hat für ein paar Stunden abzutauchen in eine Welt der Spannung, des Humors und einer Reise ins eigene Ich. Wer ist nicht auf der Suche nach dem Glück? Wo und wie man es letztendlich findet steht in den Sternen.
Rezensionen von yellowdog:
Briefe an die grüne Fee von Salih Jamal
ausgewogen
Tiefe Schuld ist ein Krimi, konventionell geschrieben, aber mit interessanten Themen.
Es wird offenbar realistisch die Arbeit auf einem Polizeirevier gezeigt, dazu gehören neben dem Leiter der Mordkommission diverse Kriminalkommissare. Insbesondere werden die Beziehung zwischen den Beamten vertieft.
Dazu gehört aber auch Tonis Gefühl, von den Kollegen geschnitten zu werden, da sie ihren gewalttätigen Freund Mike angezeigt hat, der selbst Polizist ist. Das verunsichert sie, lässt aber auch Wut entstehen.
Toni leidet noch sehr unter der gescheiterten Beziehung und den Misshandlungen, die sie erleiden musste. Aber sie will kein Opfer sein.
Sie ist deutlich als die Figur angelegt, mit der der Leser emotionell mitfühlt.
Wegen ihren Erfahrungen ist sie innerlich stark an dem aktuellen Mordfall beteiligt. Eine Frau wurde ermordet, die deutliche Spuren von Missahndlungen am Körper trägt. Zuerst ist da der Ehemann der Ermordeten verdächtig, aber als Leser ahnt man, dass es nicht so einfach ist. Manuela Obermeier lenkt ihre Leser geschickt durch die Handlung. Private Probleme der Hauptfigur halten sich die Waage mit den Schwierigkeiten der Ermittlung. Das ist ausgewogen gestaltet.
Die Nebenfiguren sind interessant, zum Beispiel Sören, Hans, Contutto oder der Rechtsmediziner Dr. Mulder
An einigen Stellen im Buch tat es mir Leid, dass ich den erste Teil um Toni Stieglitz nicht gelesen habe, da die Vorgeschichte doch ziemlich wichtig ist.
Rezensionen von Gaby 2707:
Todeshaff von Katharina Peters
Ein spannender und sehr interessanter Fall
Nach ?Todesstrand? ist dies der zweite Auftrag, bei dem ich mit der verdeckten Ermittlerin Emma Klar auf Spuren- und Tätersuche gehen darf. Ich finde, dieses Buch kann man auch ohne den ersten Fall zu kennen lesen. Es macht aber Sinn, wenn man gerade Emma Klar, die immer noch mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, besser kennen- und verstehen lernen will.
In diesem Fall wird sie auf den gerade aus der Haft entlassenen Christoph Klausen angesetzt. Er steht in Verbindung mit 2 ehemaligen Lehrern des Jugendhofs Sternau, die beide tot im Salzhaff gefunden wurden.
Ich mag die Figur der Emma Klar sehr, da sie mit ihren unkonventionellen Ermittlungen manchmal auch an die Grenze zur Legalität stößt. Mit ihrem manchmal etwas leichtsinnigen Handeln bringt sie sich immer wieder selbst in Gefahr ? so auch hier.
Aber auch die anderen Personen in dieser Geschichte sind so interessant und vielschichtig ausgearbeitet, dass es richtig Spaß gemacht hat , sie mir vorzustellen.
Der Fall führt zurück in die Vorgänge in der ehemaligen DDR und ich war schockiert zu lesen, wie man damals in diesen Jugendhöfen mit jungen Menschen, die nicht so ganz angepasst waren, umgegangen ist. Dass sich da Hass und Rachsucht irgendwann ihren Weg bahnen war schon fast abzusehen.
Die Spannung ist konstant hoch und ich bin gerade bei den Mutmaßungen zur Spurenfindung zwischen Emma und Florian direkt mittendrin. Man liest aber auch hier wieder, dass die Ermittlungen oft eine richtige Siyphusarbeit bedeuten. Und es hat mir wieder viel Lesespaß gebracht, mit zu rätseln und mit zu fiebern.
Ein interessanter spannender Fall hat mir spannende Lesestunden beschert. Und bei den leisen unterschwelligen Andeutungen freue ich mich schon auf den nächsten Auftrag für Emma Klar.
Rezensionen von Gaby 2707:
Todeshaff von Katharina Peters
Ein spannender und sehr interessanter Fall
Nach ?Todesstrand? ist dies der zweite Auftrag, bei dem ich mit der verdeckten Ermittlerin Emma Klar auf Spuren- und Tätersuche gehen darf. Ich finde, dieses Buch kann man auch ohne den ersten Fall zu kennen lesen. Es macht aber Sinn, wenn man gerade Emma Klar, die immer noch mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, besser kennen- und verstehen lernen will.
In diesem Fall wird sie auf den gerade aus der Haft entlassenen Christoph Klausen angesetzt. Er steht in Verbindung mit 2 ehemaligen Lehrern des Jugendhofs Sternau, die beide tot im Salzhaff gefunden wurden.
Ich mag die Figur der Emma Klar sehr, da sie mit ihren unkonventionellen Ermittlungen manchmal auch an die Grenze zur Legalität stößt. Mit ihrem manchmal etwas leichtsinnigen Handeln bringt sie sich immer wieder selbst in Gefahr ? so auch hier.
Aber auch die anderen Personen in dieser Geschichte sind so interessant und vielschichtig ausgearbeitet, dass es richtig Spaß gemacht hat , sie mir vorzustellen.
Der Fall führt zurück in die Vorgänge in der ehemaligen DDR und ich war schockiert zu lesen, wie man damals in diesen Jugendhöfen mit jungen Menschen, die nicht so ganz angepasst waren, umgegangen ist. Dass sich da Hass und Rachsucht irgendwann ihren Weg bahnen war schon fast abzusehen.
Die Spannung ist konstant hoch und ich bin gerade bei den Mutmaßungen zur Spurenfindung zwischen Emma und Florian direkt mittendrin. Man liest aber auch hier wieder, dass die Ermittlungen oft eine richtige Siyphusarbeit bedeuten. Und es hat mir wieder viel Lesespaß gebracht, mit zu rätseln und mit zu fiebern.
Ein interessanter spannender Fall hat mir spannende Lesestunden beschert. Und bei den leisen unterschwelligen Andeutungen freue ich mich schon auf den nächsten Auftrag für Emma Klar.
Rezensionen von heinoko:
Die Tochter des Seidenhändlers von Jefferies Dinah
Ein Fest der Sinne
Das Buch spielt in Vietnam 1952 ? 1955, in der Zeit eines gewaltigen politischen Umbruchs, denn die Vietminh lehnen sich zunehmend gegen die jahrhundertlange Vorherrschaft der Franzosen auf.
Im Jahr 1950 lernen wir die 18-jährige Nicole kennen, die Tochter eines französischen Seidenhändlers und ihrer vietnamesischen Mutter, die bei der Geburt von Nicole gestorben war.
Nicole muss stets hinter ihrer schönen, aber recht seltsamen Schwester Sylvia zurückstehen und hat ein entsprechend kompliziertes Verhältnis zu ihr. Der Vater übergibt schließlich seine Firma an Sylvia, Nicole soll ?nur? ein Stoffgeschäft in Hanoi übernehmen ?eine erneute Benachteiligung! Dennoch widmet sie sich schließlich dieser Aufgabe und taucht ein in das pralle Leben Hanoi?s. In der Begegnung mit Tran lebt sie mehr und mehr ihre vietnamesische Seite, gerät durch Tran in die gefährliche Widerstandsbewegung. Zeitgleich jedoch verliert sie ihr Herz an den Amerikaner Mark, der wie es scheint aber mehr an Sylvia interessiert ist.
Innere und äußere Zerrissenheit, Suche nach Zugehörigkeit, nach Liebe und Vertrauen, Selbstfindung in einer rundum im Wandel befindlichen Welt ? eine große Geschichte wird intensiv und lebendig-spannend erzählt. Allein schon wegen der hinreißenden Schilderungen des prallen vietnamesischen Lebens, der unendlichen Vielfalt von Gerüchen und Farben, dazu der ganz dezent untergebrachten Wissensvermittlung über eine uns wenig bekannte Zeitspanne in der Geschichte Vietnams ist dieses Buch absolut lesenswert. Auch wenn die Protagonisten in ihren Handlungen und Denkweisen für mich nicht immer wirklich nachvollziehbar dargestellt wurden, bleibt dieser Roman ein lange nachwirkendes ?Fest der Sinne?, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:
Geständnisse von Kanae Minato
Postmoderne - mörderisch gut!
Kindheit, Schule, Pubertät und das Verhältnis zur eigenen Mutter; Sehnsucht nach und Unfähigkeit zu menschlicher Bindung; soziale Medien und Verhaltensnormen bis hin zur Tabuisierung; Größenwahn und Minderwertigkeitskomplexe; politische Korrektheit und Menschenverachtung; Mord und Totschlag; Gewaltlosigkeit und Rachsucht .
.. all diese Problem- und Minenfelder überschneiden sich im Mord eines Schülers an einem kleinen Mädchen und der Rache-Strategie der Mutter, einer Lehrerin. Bestimmend für den Fortgang des Erzählens ist aber weniger die Themenvielfalt als die Abfolge der Figuren, die aus ihrer jeweiligen Perspektive berichten und ihre Motive und ihr Handeln verständlich und sogar nachvollziehbar zu machen vermögen. Zunächst erinnert dieses Erzählen an Kurosawas filmisches Erzählen in "Rashomon": Die Einheit des Ereignisses zerfällt in so viele Versionen = (Re-)Konstruktionen, wie es Erzähler_innen gibt. Aber Minato dreht die Schraube noch weiter. Bei jedem Erzählvorgang ist die Handlung weiter fortgeschritten, wir erkennen Bekanntes wieder und fügen neue Elemente in unser Bild des Geschehens ein. Am Ende ist eine perfekte Symmetrie des Bösen zu erkennen: Der Mutter ist ihr Kind genommen, sie selber hat einen der beiden jugendlichen Mörder in den Wahnsinn und zum Mord an der eigenen Mutter getrieben, die ihrerseits den Sohn auslöschen wollte. Einen geplanten Terroranschlag des zweiten Mörders lenkt sie in einen Massenmord um, der ebenfalls das Liebste einschließt, das er hat: die Mutter, die ihn aus Ehrgeiz als Kind verlassen hat. Dazwischen wird im Affekt die Klassensprecherin erwürgt, die einzige Erzählerin, die sich um ein Verständnis beider Seiten bemüht, aber ihrerseits auch (ver-)urteilt. So scheitert auf der Ebene der Handlung jede erzählerische Lösung der mörderischen Verstrickungen in der Sprachlosigkeit der - stets kommunizierenden - Figuren unter einander. Lesend verstehen wir sie alle und auch das Sittenbild einer Postmoderne, das die Autorin mit analytischer Schärfe in präziser Sprache zeichnet: ausweglos mörderisch. Ein großartiger Roman, sicher nicht erbaulich, aber zur kritischen Reflexion der eigenen Beziehungsumwelt anregend. Klugen Menschen werde ich dieses Buch schenken!
Rezensionen von manu63:
Geständnisse von Kanae Minato
Gutes Zwischenspiel
Der zweite Teil der Mederia Trilogie der Autorin Sabine Schulter trägt den Titel Kampf um Tetra und in diesem Band wird das Schicksal von Lana und Gray weiter vorangetrieben. Schreckliche Erlebnisse schmieden ein immer stärkeres Band zwischen beiden und einmal mehr muss Lana von Gray gerettet werden.
Der Autorin ist auch in diesem Band ein stimmiges Bild von Lanas Welt gelungen und ich habe mit Spannung ihr Schicksal und ihre Erlebnisse verfolgt. Neue Verbündete tauchen auf und nicht jeder überlebt die Kämpfe. Lana wird immer stärker und die Charaktere wachsen an den Ereignisse. Der Band steuert konsequent auf den dritten Band zu und enthüllt einige neue Geheimnisse rund um Lana und ihre Welt. Der Schreibstil ist flüssig und die Autorin verzichtet auf überflüssige Füllsätze. Die Beschreibungen der jeweiligen Umgebung sind präzise und lassen ein gutes Bild vor Augen erscheinen. Auf jeden Fall freue ich mich nun auf den Abschlussband und was sich letztendlich für Lana und Gray ergeben wird. Wer die Welt von Mederia kennen lernen will, sollte auf jeden Fall mit Band 1 anfangen, denn sonst entgehen einem wichtige Ereignisse die einem mehr Verständnis für die Ereignisse in Band 2 geben.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ich will brav sein von Weiss Clara
Ein Psychothriller mit Stärken und kleinen Schwächen
Die junge Studentin Julietta ?Juli? Schindler zieht mit ihren wenigen Habseligkeiten von Berlin an die Isar und findet sehr schnell ein WG-Zimmer in der Rabenstraße Nr. 11. Hier lebt sie bei der aufstrebenden Schauspielerin Greta Brandstätter und deren Freund Gregor. Dann findet Juli auf dem Dachboden nicht nur eine Kinderzeichnung sondern auch noch eine Leiche.
Ist aus der aufkeimenden Freundschaft zwischen den beiden jungen Frauen Hass geworden? Und wenn ja, warum? Was hat Greta mit Juli vor?
Fragen über Fragen, die sich mir schon in der ersten Hälfte des Buches stellen.
Mir gefällt schon das Cover sehr gut. Eine Tür, die wohl zum Speicher führt, und die Türme der Frauenkirche verraten, dass die Geschichte in München angesiedelt ist. Durch den Klappenumschlag wirkt das Buch gleich sehr wertig.
War mir die Hauptperson Juli, von deren Leben ich im Laufe der Geschichte immer mehr erfahre, anfangs recht sympathisch, hat sich das beim Lesen hier und da geändert. Ich konnte den Gedanken der jungen Frau nicht immer folgen, sie kam mir sprunghaft, manchmal forsch, aber auch ängstlich und wirr vor. Vielleicht lag es aber auch an den für mich viel zu vielen Hinweisen und Andeutungen, bei denen ich nicht wusste, ob sie für die Lösung des ?Falles? vielleicht relevant sein würden. Da ich absolut keine Idee hatte, in welche Richtung es geht, kam ich erst relativ spät in die Geschichte rein. Jetzt, wo ich das Ende kenne, werden viele kleine Hinweise, die ich nicht einordnen konnte, zu einem großen Ganzen. Und ich merke, dass ich mich hier und da etwas verrannt habe bzw. mich habe täuschen lassen, was ich aber als eher positiv sehe.
Der leicht, sehr angenehme Schreibstil von Clara Weiss hat mich gut unterhalten. Eine unterschwellige Spannung ist ab fast der ersten Seite da und hält sich bis zum Schluss.
Juli wird sehr gut in Szene gesetzt und auch Greta konnte ich mir sehr gut vorstellen. Die anderen Personen, die hier agieren, blieben für mich etwas blass. Ich hätte z.B. von Herrn Hofreiter gerne noch mehr erfahren.
Ich habe einen gut durchdachten Psychokrimi gelesen, der mich aber erst in der zweiten Hälfte richtig eingefangen hat. Als sich die Wendungen und Verstrickungen aufgelöst haben, war ich mit dem Ausgang der Geschichte, der mich nicht mehr überrascht hat, doch noch zufrieden.
Rezensionen von Caroline :
Jeder neue Tag mit dir von Luisa Valentin
Was passiert nach dem Happy End?
Markus Arbeit als Kameramann zwingt ihn oft für längere Zeit weg von seiner Ehefrau Kathrin. So auch dieses Mal zu ihrem Geburtstag. Doch dieses Mal möchte Markus sie überraschen, da er früher mit seiner Arbeit fertig wird, als geplant.
Als er zu Hause ankommt, erwischt er Kathrin in einer innigen Umarmung und einem Tanz mit einem anderen Mann.
Zwar ist sonst noch nicht zwischen den beiden passiert, aber wie soll Markus darauf reagieren? Steht die Ehe vor dem Aus? Ist das ganze aufgebaute Vertrauen aus 13 Ehejahre damit komplett zerstört?
Nach den ersten erzürnten Worten, entstauben sie gemeinsam einen Koffer, den sie bei ihrer Hochzeit erhalten haben und den sie erst nach 15 Jahren Ehe oder bei einer geplanten Trennung öffnen sollen. Nun scheint der Zeitpunkt gekommen, um diesen großen Schritt zu gehen.
Wie hat es mir gefallen?
Als ich erfahren habe, das Luisa Valentin ein neues Buch veröffentlicht, war mir sofort klar, dass ich es gleich lesen werde. Denn bereits "Jede letzte Nacht mit dir" ist mir in sehr guter Erinnerung.
Dieses Mal dreht sich die Geschichte um Kathrin und Markus. Ihre 13jährige Ehe scheint mit einem Mal am Ende zu sein, als Kathrin fast mit einem anderen Mann schläft und nur Markus überraschendes Erscheinen sie davon abhält.
Genau hier setzt der Roman an. Ein sehr ungewöhnlicher Zeitpunkt, denn normalerweise enden die Geschichten mit einem Happy End und keiner schreibt mehr weiter.
Aber Luisa Valentin traut sich, eine Story zu schreiben, die einen schweren Moment in den Mittelpunkt stellt. Kathrin und Markus müssen sich entscheiden, wie sie mit der verkorksten Situation umgehen. Hacken sie ihre gemeinsame Zeit ab, oder kämpfen sie um das Leben, das sie sich aufgebaut haben? Sie packen die Gelegenheit am Schopf und öffnen den Koffer mit all den verpackten Geschenken, die sie an ihrem Hochzeitstag bekommen haben. Damit erwecken sie sowohl schmerzhafte wie auch wundervolle Erinnerungen aus ihrem Leben.
Wir werden in die Vergangenheit zurück katapultiert, begleiten sie als sie sich in einander verlieben und richtig kennen lernen.
Erfahren viel über ihre Freunde und wie diese ihre Liebe beurteilen.
Mehr möchte ich gar nicht über die Geschichte erzählen, es gibt viel zu entdecken, zu lesen und viele Gefühle zu verarbeiten, denn das Leben verläuft niemals gradlinig und wie geplant.
Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, so hat es mich gepackt. Zwar gab es Momente, die mir ein wenig zu kitschig beschrieben waren, aber davon gab es nicht sehr viele. Den größten Teil des Buches setzte sich in meinem Kopf die Frage fest: "Wie würde ich auf solch eine Situation reagieren?" Denn eigentlich ist ja noch gar nicht zwischen Kathrin und dem anderen Mann passiert, aber es stellt natürlich einen Vertrauensbruch dar.
Ich bedanke mich beim Verlag, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe.
Luisa Valentin hat sich einen Platz auf meiner Liste von tollen deutschsprachigen Autorinnen redlich verdient.









