Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LadyIceTea:

Stern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

For 100 Days - Täuschung von Adrian Lara

Schuster, bleib bei deinen Leisten


Avery Ross ist eine selbstbewusste, starke Frau. Sie steht seit ihrem sechzehnten Lebensjahr auf eigenen Beinen und schlägt sich so grade mit ihrem Kellnerjob. Eigentlich ist sie Künstlerin, doch mit ihren Bildern will es nicht so ganz klappen. Weil das alles noch nicht schwierig genug ist, muss sie aus ihrer Wohnung raus.

Doch im letzten Moment bekommt sie das rettende Angebot. Vier Monate Housesitting in einem Luxusapartment. Genau dort lernt sie den Milliardär Dominic Baine kennen. Er scheint ihr auf den Grund der Seele zu blicken und plötzlich wird ein ungeahntes Verlangen in ihr wach. Doch auch Nick fühlt sich zu ihr hingezogen. Wird Avery sich trotz ihrer schweren Vergangenheit auf ihn einlassen können?

Ich sage es direkt: Ich bin wirklich enttäuscht. Die Geschichte klang für mich sehr interessant und hatte viel Potential für Spannung und Erotik. Letzteres wurde ausreichend erfüllt, der Rest war eher lasch.
Vielleicht kann man das Rad auch einfach nicht mehr neu erfinden.
For 100 Days ist für mich eine Mischung aus Fifty Shades of Grey und der Hard-Reihe. Nick Baine ist eine ziemlich genaue Mischung aus den beiden Hauptfiguren der Reihen. Man könnte fast meinen, die Autorin hat vorher genau diese Bücher gelesen, um sich inspirieren zu lassen.
Und auch Avery hat im Laufe der Geschichte viel ihres Charakters verloren. War sie zu Beginn noch stark und selbstständig, wurde sie nach und nach zu einem hörigen Schoßhund. Es ging viel um Vertrauen. Doch eigentlich nur darum, dass sie sich ihm unterwirft. Nicht im Sinne von Fifty Shades aber doch sehr nach seiner Pfeife tanzend. Das war schade. Ich fand ihren starken Charakter sehr viel ansprechender.
Die Erotik wurde in diesem Buch auf eine sehr stilvolle und schöne Art und Weise beschrieben. Die Szenen waren lang aber nicht zu lang. Leider ist die Autorin hier aber nicht um einige Wiederholungen drum herumgekommen. Schade.
Die ganze Geschichte versucht sich um ein Geheimnis herum aufzubauen. Sie versucht die Erwartungen zu schüren, so dass der Leser auf den großen Knall wartet. Als dieser letztendlich kam, entpuppte er sich als leise Verpuffung. Ich habe eine wirklich unglaubliche Enthüllung oder einen weltzerüttenden Streit erwartet und habe nichts dergleichen bekommen. Der große Knall, das Ende dieses Buchs war für mich ebenso eine Enttäuschung und keine wirkliche Überraschung.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der vermuten lässt wie es im zweiten Teil weitergeht. Denn einen ziemlich ähnlichen Cliffhanger kennt man auch schon aus anderen Reihen. Er mag bei einigen Lesern seinen Zweck erfüllen und sie auf das zweite Buch neugierig machen, bei mir klappt es nicht. Ich werde wohl nie herausfinden, ob Nick und Avery eine wirkliche Zukunft haben.
Nette Idee, schöne Erotikszenen, toller Schreibstil aber sehr langweilige und altbekannte Umsetzung. Ich finde, Lara Adrian sollte bei ihren Fantasybüchern bleiben, denn das kann sie.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von LadyIceTea
For 100 Days - Täuschung

Rezensionen von AngiF:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Fuchsteufelsstill von Finnik Niah

Ängste

Die junge Juli erhält zwei Monate nach einem Selbstmordversuch endlich einen Therapieplatz auf der Tagesstation einer Psychiatrischen Klinik. Juli leidet an einer autistischen Störung und einer generellen Angststörung. Sie hat ihren Tagesablauf minutiös geplant, kommt es zu einer Abweichung des Plans und sei es nur für eine kurze Zeit, verfällt sie in ihre Angstzustände.

Trotzdem ist Juli fest entschlossen, die Therapie anzunehmen, auch wenn ihr in der Klinik alles Angst bereitet: die neuen Menschen, das Sprechen vor einer Gruppe oder sich dem Therapeuten zu öffnen und Privates von sich preis zu geben. Sophie, die an einer bipolaren Störung leidet und Philipp, der schizophren ist, können eine Beziehung zu Juli aufbauen. Als es zu einem Vorkommnis in der Klinik kommt, beschließen die Drei an einem Freitag, mitten in den vormittäglichen Therapiestunden, gemeinsam die Klinik zu verlassen. Sie werden das gesamte Wochenende miteinander verbringen und auf Menschen stoßen, die sich für ?normal? halten und teilweise sogar schlimme Vorurteile gegen psychisch kranke Menschen haben und bald kann man nicht mehr sagen, wer hier eigentlich der Erkrankte und wer der Gesunde ist.

Alles in allem habe ich als Leserin eine Geschichte geboten bekommen, die mal zu Tränen rührt, die schockiert, mal zum Lächeln verleitet, aber immer wachrüttelt. Die mich gefesselt hat, noch lange nicht loslassen wird, die mich zum Diskutieren anregt und die mich zunächst einmal tatsächlich sprachlos zurückgelassen hat. Niah Finnik hat ihre Geschichte bis ins Detail hervorragend ausgefeilt, wie z.B. den Brief der Mutter, den die Protagonistin Juli mit sich drei Monate herumgeschleppt hat oder die vielen anderen unverzichtbaren Stücke in Julis Handtasche. Die beschriebenen Strukturen der einzelnen Erkrankungen, wie sich sich tatsächlich auch in manchen Punkten gleichen und wo sie voneinander abweichen, zeugen von hervorragender Recherche und Sachkenntnis der Autorin, die selbst Asperger-Autistin ist. Die wunderbaren Charaktere sind brillant gezeichnet und glaubhaft. Ein einzigartig gelungenes Debüt der Autorin Niah Finnik, in schöner, ansprechender Sprache verfasst, in atemraubendem Tempo erzählt.

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter, an Leser, die eine beeindruckende Geschichte auf höchstem Niveau mit lernfähigen sowie außerordentlichen Figuren genießen wollen. Niah Finnik hat sich mit ihrem Erstlingswerk als wunderbare Geschichtenerzählerin bewiesen, sehr gerne möchte ich mehr von ihr lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von AngiF
Fuchsteufelsstill

Rezensionen von Krimine:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Ragdoll - Dein letzter Tag von Cole Daniel

Ein rasanter und nervenaufreibender Thriller mit einem raubeinigen Ermittler

Kaum ist Detective William Oliver Layton-Fawkes nach seiner Suspendierung in den Dienst zurückgekehrt, erhält er einen neuen Fall, der sehr heikel ist. Eine Flickenpuppe aus sechs menschlichen Leichenteilen wurde kunstvoll drapiert in einer Wohnung entdeckt, die genau gegenüber seiner derzeitigen Bleibe liegt.

Ein Zufall, der so nicht beabsichtigt war oder ein Zeichen des Mörders, der ein perfides Spiel mit ihm spielt? Noch bevor der Londoner Detective Vermutung anstellen kann, erhält seine Exfrau einen Brief, in dem eine Todesliste des Killers steckt, auf der ganz am Ende auch sein Name steht.

?Ragdoll? ist ein rasanter und nervenaufreibender Thriller mit einem raubeinigen Ermittler, der nicht viel von Vorschriften hält. Mit seinem aufbrausenden Temperament und dem Hang, aufkommende Probleme im Alleingang zu lösen, eckt er regelmäßig an, vor allem, wenn er sich wieder einmal körperlich an seinen Widersachern vergreift. Doch trotz seiner Unberechenbarkeit steht Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, hoch im Kurs, da er der beste Mordermittler ist, den die Londoner Polizei zu bieten hat. Diesmal allerdings beißt auch er sich die Zähne aus im Kampf gegen einen Mörder, der hochintelligent und gut vorbereitet ist.

Daniel Cole versteht es, seine Leser von der ersten Seite an zu packen. Ohne Vorgeplänkel oder irgendwelche Erklärungen abzugeben, katapultiert er sie in eine Kette von Ereignissen hinein, deren dramatischer Verlauf kaum Zeit zum Luft holen lässt. So lernen sie gleich zu Beginn den draufgängerischen Detective in einer actionreichen Szene kennen und merken schnell, dass er es ist, der das Tempo bestimmt. Aber nicht nur das. Auch seine Vorgehensweise legt er eigenmächtig fest und sorgt dafür, dass der Verlauf der Handlung unberechenbar wird. Wie auch der unbekannte Killer, der ebenfalls einen großen Anteil daran hat, dass die Spannung auf einem hohen Level bleibt und niemand vorhersehen kann, was als Nächstes geschieht.

Neben zwei so übermächtigen Charakteren hat kein weiterer mehr Platz, könnte man meinen, irrt allerdings. Denn Daniel Cole ist es gelungen, weitere starke Figuren in die chaotisch verlaufende Handlung einzubauen, die sich hier gut etablieren. Da gibt es zum einen Wolfs Kollegin Emily Baxter, die genau wie Wolf gravierende persönliche Probleme hat, sich aber an Gesetzlichkeiten hält, zum anderen lernt der Leser den ihr zugeordnete Assistenten Alex Edmunds kennen, der sich als ungemein vorausschauend und fleißig entpuppt und zuguterletzt spielt auch Wolfs Ex-Frau Andrea eine wichtige Rolle, die als Reporterin mitten in diesem Wahnsinn bestehen muss. Figuren, die überspitzt gezeichnet sind, dafür aber einen hohen Unterhaltungswert besitzen.

Fazit:
In ?Ragdoll? erlebt der Leser einen dramatischen Wettlauf gegen die Zeit, mit Figuren, die dicht am Limit und fernab jeglicher Legalität agieren, einem Killer, der brutal und genial in einem ist und einer Atmosphäre, die ausnehmend düster erscheint.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Krimine
Ragdoll - Dein letzter Tag

Rezensionen von Lagoona:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Brausepulverherz von Leonie Lastella

Welches Leben ist das Richtige?

Ich freue mich sehr wieder einmal ein so herzerfrischendes Buch gelesen zu haben.

Wenn ich einfach ein paar Stichwörter zum Buch in den Raum werfen dürfte, dann wären das:
Sommer, Sonne, Meer, Strand, Liebe, Italien

Es gibt zwei Schauplätze in Brausepulverherz, zum einen Hamburgim hohen Norden Deutschlands und auf der anderen Seite Finale, einem kleinen Örtchen in Italien, in dem gefühlt immer die Sonne scheint.

Wenn man sein ganzes Leben schon für die nächsten 10 Jahre verplant hat, weil alle Anderen es für richtig und für das Beste halten, dann kann es leicht passieren, dass das Schicksal einem einen kleinen Strich durch die Rechnung macht. So durfte es auch Jiara erleben, die ihre Semesterferien sehr gerne bei ihrem italienischem Kumpel Dario in Italien verbringt und ihm dort in der Trattoria ein wenig unter die Arme greift.

Jiaras Freund Jonas, zuhause in Hamburg, kann ihre Liebe zu Italien überhaupt nicht nachvollziehen und konzentriert sich lieber

auf seinen Job und sein Studium, und das, obwohl eigentlich Ferien sind. Umso länger Jiara in Italien ist, umso mehr merkt sie, dass das Leben dort eigentlich viel eher das ist, was sie vom Leben erwartet, was sie sich vorstellen kann, was sie glücklich macht. Doch soll sie den Plan Jonas zu heiraten und mit ihm alt zu werden einfach so aufgeben? Als Jiara dann auch noch Milo begegnet steht ihre Welt plötzlich Kopf.

Mein Fazit:

Dieses Buch ist einfach bezaubernd. Ich bin absolut begeistert und habe schon alleine nur vom Lesen sommerliche Gefühle im Bauch. Eine ganz wunderbare Liebesgeschichte, bei der ich richtig mitgefiebert habe. Lust auf Italien und auf Pasta kommen beim Lesen von ganz von alleine. Die Charaktäre sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich tatsächlich ein wenig traurig bin, dass ich das Buch schon ausgelesen habe.Wer also Lust auf eine herzerfrischende, sommerliche Geschichte mit einem aufregenden Urlaubsflirt hat, der wird mit "Brausepulverherz" schöne Lesestunden haben.

Ich gebe sehr sehr gerne 5 Sternchen

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lagoona
Brausepulverherz

Rezensionen von cosmea:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Der Freund der Toten von Kidd Jess

Die Lebenden und die Toten

Jess Kidds Debütroman ?Der Freund der Toten? (?Himself?) spielt im fiktiven Ort Mulderrig in der Grafschaft Mayo im Westen der Republik Irland. Der Roman beginnt im Jahr 1950 mit dem grausamen Mord an einer jungen ledigen Mutter. Ihr Sohn Mahony alias Francis Sweeney fährt 26 Jahre später nach Mulderrig, um herauszufinden, was damals mit seiner Mutter Orla geschah.

Er kann nicht länger glauben, was man ihm im Heim in Dublin erzählt hat: dass seine Mutter eine Hure war, die kein Interesse an ihm hatte. Er hat einen Brief erhalten, der einen ganz anderen Hintergrund andeutet. Mahony ist ein sehr attraktiver, charmanter, aber sehr ungepflegt wirkender junger Mann, der mit seinem Charme jeden, vor allem Frauen, für sich einnimmt. Er ist jedoch keineswegs bei allen willkommen. Der Fremde soll die Vergangenheit ruhen lassen, vor allem keinen Mörder entlarven. In seiner Unterkunft Rathmore House findet er Verbündete: Shauna, die das Haus leitet, vor allem aber die exzentrische alte Schauspielerin Merle Cauley. Mrs Cauley bringt jedes Jahr im Gemeindesaal ein Stück zur Aufführung. Mahony soll die Hauptrolle in J.M Synges Playboy der westlichen Welt übernehmen. Beim Vorsprechen fragen sie die Dorfbewohner nach Orla und ihrem rätselhaften Verschwinden aus. Aber nicht nur die Lebenden liefern Informationen und Puzzleteilchen zu den damaligen Ereignissen. Auch die Toten sind eine wichtige Informationsquelle. Wie sich nämlich herausstellt, hat Mahoney von seiner Mutter übersinnliche Fähigkeiten geerbt und kann ? genauso wie Mrs Cauley ? die Toten sehen und sogar mit ihnen kommunizieren. Das ermordete Kind Ida führt ihn zu wichtigen Erkenntnissen und Orten. Für Mahony ist es ein langer und gefährlicher Weg.
Jess Kidds Roman ist ein merkwürdiger Genre-Mix aus Kriminalroman und magischem Realismus. Das ist eine problematische Mischung, die zwar sehr poetische und atmosphärisch dichte Beschreibungen erlaubt, aber auch die Spannung mindert, zumal der Leser auf der ersten Seite über den Mord informiert wird und den Täter lange vor dem Ende errät. Mich stört, dass auf nahezu jeder Seite etwas Paranormales passiert, dass die Toten ständig durch Wände und andere feste Hindernisse gleiten, dass es Invasionen von allen möglichen Tieren, z.B. Ratten, Spinnen, Fledermäusen, Maulwürfen, Dachsen usw. gibt, Unmengen von Ruß in die Häuser dringt, im Pfarrhaus plötzlich eine heilige Quelle sprudelt, schwere Stürme den Ort heimsuchen usw. Das ist des Guten zu viel und geht zu Lasten einer schlüssigen Handlung und von Sorgfalt bei der Charakterisierung. Es ist ein ungeheuer düsterer Roman mit vielen Toten bis hin zum Showdown, den auch der Protagonist nur knapp überlebt. Die detailliert beschriebene Brutalität gegenüber Mensch und Tier wäre unerträglich, gäbe es nicht auch viele Episoden von grotesker Komik. ?Der Freund der Toten? ist ganz unterhaltsam, aber für mich nicht frei von deutlichen Mängeln.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von cosmea
Der Freund der Toten

Rezensionen von yellowdog:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Der Freund der Toten von Kidd Jess

Berührende Geschichte

Kathryn Hughes, Autorin von Drei Worte Glück, verfügt über einen warmen Ton und gut zu lesenden Stil, der mich leicht an den von der amerikanischen Erfolgsautorin Judy Blume erinnert.
Doch Kathryn Hughes ist Britin, sie blendet realismus nicht aus und ihre Figuren sind normal und aus dem Alltag heraus gezeigt.

Vielleicht mag man sie deswegen umso mehr und es kommt einem vor, als würde man sie schon lange kennen.

Kathryn Hughes schreibt gut, aner , dass muss man auch sagen, etwas umständlich.
Beginnt es 1975 mit Mary, die gerade ihren Mann bei einem Unglück verliert, schwenkt die handlung dann zu Beth und ihrer Familie und dann zu einer ganzh anderen Gruppe von leuten. Man weiß nicht, was die mit der ursprünglichen Geschichte zu tun haben und es dauert bis Kapitel 19 bis Mary wieder auftaucht. dann wird es aber klar, warum der erzählerische Aufwand nötig war.

Es sind ziemlich viele Figuren, die meisten sind sympathsich.
Neben Mary gehören Babs und Servyn zu meinen Favoriten und den Figuren. Sie sind geschieden, aber empfinden doch noch etwas füreinander.
Weniger gelungen war die egoistsiche Trisha,da sie zu schematisch wirkt. Aber die meisten Figuren sind sehr gelungen.

Schließlich konzentriert sich die Handlung wieder auf den Fall des kleinen Jake, der dringend eine Nierenspende benötigt. Ein anrührende Geschichte, die ich gerne gelesen habe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Der Freund der Toten

Rezensionen von buchina:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Cherringham - Folge 1 & 2,6 Audio-CDs von Matthew Costello; Neil Richards

British Taste

Auf diesen Cds sind die zwei ersten Teile einer Reihe über das britische Ermittlerpaar Sarah und Jack. Im ersten Teil treffen sie das erste Mal aufeinander. Sie, alleinerziehende Mutter in dem kleinen Städtchen Cherringham und Jack, der Ex New York Polizist, der seinen Ruhestand auf einem Hausboot genießen möchte.

Dann wird die Leiche von Sarahs Freundin gefunden. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus, aber Sarah will es nicht glauben. Und auch Jack der die Ermittlungsarbeit beobachtet hat, glaubt nicht an diese Theorie. Zusammen forschen sie weiter und stoßen auf immer mehr Geheimnisse des kleinen beschaulichen Ortes.
Im zweiten Teil hat sich das detektivisches Gespür von Sarah und Jack herumgesprochen und Sarah wird direkt für Nachforschungen von einem Bekannten engagiert. Auch diesmal scheint der Tod eines Menschen durch ein Unglück geschehen zu sein, aber es gibt Zweifel, die auch Sarah und Jack nicht zur Ruhe kommen lassen.
Es sind zwei kurze unterhaltsame Krimis. Für mich gerade richtig für zwischendurch, wenn man mal etwas Anderes hören möchte, als blutige Krimis und Thriller. Ich fühlte mich schnell in die englische Kleinstadt versetzt und bekam Appetit auf schwarzen Tee und Scones. Manchmal hätte ich mehr noch eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Fall gewünscht, mehr Hintergrundinformationen etc., aber das gibt die Länge des einzelnen Krimis nicht her. Es sind wirklich kurze Fälle, die unterhalten.
Die Sprecherin bei beiden ist Sabina Godec, die ihre Sache sehr gut macht. Sie fängt die lockere, leichte Stimmung der Krimis gut auf. Ihre Betonungen und Stimmänderungen sind nicht übertrieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von buchina
Cherringham - Folge 1 & 2,6 Audio-CDs

Rezensionen von thora01:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Ihr letzter Fall. Ostfrieslandkrimi von Andrea Klier

Nichts ist wie es scheint - super Krimi

Inhalt/Klappentext:
Düstere Erinnerungen werden wach. Die Millionärstochter Hanna Sullivan wurde entführt, genau wie vor 20 Jahren! Damals konnte SEK-Hauptkommissarin Lina Matern das kleine Mädchen befreien, aber ein folgenschwerer Zwischenfall sorgte für das Ende ihrer Polizei-Laufbahn, und ihr letzter Fall konnte nie vollständig gelöst werden.

Hannas Vater, der schwerreiche amerikanische Schiffsunternehmer Ron Sullivan, besteht darauf, dass Lina den Fall als Privatermittlerin erneut übernimmt. Sie ist dazu bereit, doch nur unter einer Bedingung: Ihr Neffe, Hauptkommissar Hauke Holjansen, soll mit ihr gemeinsam die Ermittlungen führen. Ist der Täter derselbe wie vor 20 Jahren oder wurde die damalige Entführung kopiert, um Lösegeld zu erpressen? Verdächtige gibt es im Umfeld der hübschen Entführten viele, und die Ermittler setzen alles daran, dieses dunkle Kapitel endlich abzuschließen?

Meine Meinung:
Sehr spannender und konfliktreicher Krimi. Der Schreibstil konnte mich sofort begeistern. Sehr spannend war das Lina Martern in diesem Fall eine der Hauptprotas war. Sie ist wirklich eine tolle Ermittlerin mit einem tollen Gespür für die Kriminalfälle. Sie wirkt eher unscheinbar und trotzdem bestimmt sie die Story. Toll ist es Lina ein wenig besser kennen zu lernen. Da sie in den Vorbänden immer schon eine Rolle bei den Ermittlungen gespielt hat. Ich fand es sehr spannend Hauke und sein Team einmal in einer Nebenrolle zu erleben. Das Zusammenspiel der Protagonisten war für mich einfach perfekt. Der Aufbau der Story hat es in sich. Für mich war es relativ schwierig den Täter zu entlarven. Andrea Klier hat mich immer wieder perfekt auf die falsche Fährte gelockt. Das End hätte ich nicht vermutet und wurde sehr überrascht wer wirklich hinter den gesamten Aktionen gestanden hat.

Mein Fazit:
Ein Muss für alle Krimiliebhaber. Für mich war es ein toller Schlafräuber. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen bis ich endlich den Täter präsentiert bekommen habe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von thora01
Ihr letzter Fall. Ostfrieslandkrimi

Rezensionen von HEYN Leserunde Volker Moser:

Stern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen RahmenStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Ein Festtag von Andrea Klier

vorsicht flutscht beim lesen aus der hand

der Versuch dieses Buch zu lesen scheitert an der Langatmigkeit mit der die Szenerien geschildert werden; ganz abgesehen von der Ausdrucksweise und den unglaublich langweiligen Passagen, die eine erotische Liebesbeziehung zwischen einem jungen Herren und einem Dienstmädchen aus einem anderen Haushalt beschreiben- ausser schlüpfrig nur seicht.

Nicht empfehlenswert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde Volker Moser
Ein Festtag

Rezensionen von TheUjulala:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Alea Aquarius 3. Das Geheimnis der Ozeane von Tanya Stewner

Phantastisches und magisches Abenteuer mit viel Gefühl und Spannung

Das dritte Band der Alea Aquarius Saga durfte ich im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks.de mit der Autorin Tanya Stewner lesen. Leider war ich durch die LBM so zeitlich im Verzug, dass ich ziemlich spät in die Leserunde eingestiegen bin.


Das Cover:
Claudia Carls zeichnet sich für die Cover der Alea-Reihe verantwortlich und ich bin begeistert von ihrem Illustrations-Stil.

Auf diesem Cover sieht man Alea und Lennox, die sich gegenseitig halten. Lennox als Oblivion sieht man den Beschützerinstinkt in sein Gesicht geschnitten: misstrauisch, aber auch unscheinbar. Seine Augen hinter seinen Wuschelhaaren versteckt, so als könnte man ihn übersehen. Alea blickt einen wach, neugierig aber auch ein bisschen nachdenklich an. Das Ganze wird mit dem Titel des Buches in der wunderschön gezeichneten Handschrift aufgewertet. Der Hintergrund wuselt so von blaugrünen Wellen. Ein ganz tolles Bild, welches sich perfekt zu seinen 2 Vorgängern gesellt.


Buchlayout / Haptik:
Jede Kapitelüberschrift ist liebevoll mit einer ganz individuellen Zeichnung verziert, ganz im Stile des Buchtitels. Auf jeder Seite befinden sich Wasserklekse und peppen das Buch einfach noch mal auf. Das gefällt mir einfach! Da sieht man, dass das Buch mit Liebe gestaltet worden ist! Großartig! Das Buch ist mit seinen knapp 450 recht dick, die Schrift ist aber angenehm und die Seiten sind schnell gelesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, die einem nicht den Lesefluss stören.


Die Handlung:
Alea und Lennox sind nach ihrem Trip zum Loch Ness wieder glücklich zurück auf der Crucis und segeln wieder gemeinsam mit Ben, Sammy und Tess als Alpha-Cru nach Island. Dort wollen sie Aleas Vater Keblarr finden, der angeblich mit ein paar anderen Meermenschen vor dem Virus überlebt hat. Außerdem lernen Sie einen Doktor Orion kennen, der sich der Wissenschaft und der Bekämpfung des rätselhaften Viruses verschrieben hat. Alea ist begeistert und möchte mit Orions Hilfe die verschollenen Meerkinder wieder finden. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, vielleicht doch wieder mit den Meermenschen im Meer leben zu können. Doch da gibt es eine seltsame Prophezeiung und Alea kann auch nicht verstehen, warum Lennox so misstrauisch ist.


Idee / Plot:
Als Fortsetzung zum 1. und 2. Band fügt sich das 3. Buch nahtlos an. Ein junges Mädchen, dass mit der anfänglichen Liebe, neuartige Gefühle aber auch mit ihrer Vergangenheit zurecht kommen muss. Dabei lastet auch die Prophezeiung und ihr Wunsch nach einer neuen Meerwelt auf ihren Schultern. Die junge Liebe zu Lennox ist für Alea noch sehr ungewohnt. Aber auch die Gefühle ihrer Freunde und das Sortieren ihrer eigenen Gefühlswelt ist für Alea eine großer Herausforderung. Alea begegnet wieder einige (neue) Magische und Meerwesen. Zudem bekommt sie eine Prophezeiung zu hören, die sie einerseits einschüchtert, andererseits aber die Hoffnung und den sehnlichsten Wunsch einer gemeinsamen Zukunft der Meer- und Landwelt aufkeimen lässt.


Handlungsaufbau / Spannungsbogen:
Im ersten Teil segelt die Alpha-Cru zunächst Richtung Island und Alea begegnet unter und über Wasser einige kleine Abenteuer und magische Wesen. Ab der Hälfte wird das Buch immer spannender, denn die Alpha-Cru gerät gemeinsam in ein Abenteuer, welches sie in einem spannenden Showdown meistern müssen. Es gibt dann auch einen Plottwist, den man durch Lennox Argwohn schon irgendwie vermutet hatte. Einige Wendungen treiben die Spannung auch weiter an. Die Spannung wird also stetig aufgebaut und erreicht einen tollen Höhepunkt. Trotzdem ist die eigentliche Gefahr (noch) nicht gebannt und wir werden in den nächsten Bänden noch weiter mit Alea mitfiebern können.


Szenerie / Setting:
Tanya Stewner versteht es, die Handlung in phantasievollen Szenen spielen zu lassen. Jede Umgebung konnte ich mir direkt vorstellen und passt optimal zur Handlung. Ich kenne Island auch nur von Fotos, aber ich habe alles bildlich vor Augen. Aber auch die Unterwasserwelt (oder das, was von ihr übrig ist) ist phantasiereich und toll dargestellt und lädt einem selber zum Träumen ein. Tanya Stewner hat in der Alea-Welt bereits eine sehr kreative Idee geschaffen und in diesem Buch kommen noch weitere Einfälle hinzu.


Emotionen / Protagonisten:
Alea wird immer kühner und kann inzwischen mit ihrer Gabe gut umgehen, trotzdem wirkt sie immer wieder etwas naiv und manchmal auch etwas dickköpfig. Und handelt mir dann manchmal nicht weitsichtig genug. Alea bleibt trotz ihrer Meeresgabe ein junges Mädchen, dass nun selbst auch Gefühle entwickelt, verstehen und zulassen muss. Sie kann aber auch sehr nachdenklich und reflektierend sein. Sie liebt alle ihre Freunde und leidet sehr darunter, wenn es einem Alpha-Cru-Mitglied nicht gut geht. Sie ist da manchmal einfach auch etwas zu gutgläubig und möchte gerne moralisch korrekt sein. Trotzdem konnte ich mich in Alea sehr gut einfühlen und ihr nachempfinden. Ihre Gedanken waren immer ehrlich und authentisch. Und ich denke, dass sich 12-jährige Mädchen gut mit ihr identifizieren können.

Lennox könnte ich manchmal schütteln vor lauter Verbohrtheit! Aber gut, ich kann ihn ja auch irgendwie verstehen. Er ist ja ein Oblivion und Aleas Beschützer - und in sie tierisch verliebt. Argwohn gehört zu ihm dazu. Aber ich fand ihn unheimlich toll. Lennox leidet sehr darunter, kein ganzer Meermensch zu sein und Alea unter Wasser einfach keine Hilfe sein zu können. Ich konnte ihm das unheimlich gut nachempfinden. Dafür stellte er aber seine Oblivion-Fähigkeiten an Land um so mehr unter Beweis!

Manchmal ist mir Ben zu sanft, dafür, dass er doch die Verantwortung für alle 4 zu tragen hat. Da hätte ich mir von ihm schon mehr Vehemenz und Autorität gewünscht. Sammy ist und bleibt der Sonnenschein, neugierig und verkuschelt. Mutig aber größtenteils einfach noch ein Kind. Die liebe Tess nimmt anfangs einen größeren Raum ein und hat ein stilles Plätzchen in meinem Herz erobert. Die ansonsten so toughe und starke Tess zeigt sich diesmal von einer ganz anderen, für mich überraschenden aber positiven Seite.


Sprache / Schreibstil:
Die Sprache ist flüssig und eingängig. Sie passt hervorragend für das jugendliche Publikum ab 10 Jahren, ohne zu kindisch oder kindlich zu sein. Also auch für mich "Alte" ein tolles Leseerlebnis. Die Seiten fliegen nur so dahin und es ist an keiner Stelle langweilig. Die vielseitigen Themen werden geschickt eingeflochten, ohne den moralischen Zeigefinger zu schwingen.


Meine Meinung:
Im ersten Teil empfinde ich es etwas zu viel an vielen unterschiedlichen Ereignissen, denen Alea begegnet und lässt mir das Buch etwas unruhig erscheinen. Es dient aber als Vorbereitung zur 2. Hälfte, in der ich die Handlung wesentlich homogener finde.

Tanya Stewner hat es verstanden, nicht nur das Segelabenteuer und die Suche nach Aleas Vater und der Erfüllung ihres Wunsches als Handlungsstrang aufzubauen, sondern verknüpft das auch mit der emotionalen Spannung und den zwischenmenschlichen Beziehungen, die nicht nur Alea erst mal begreifen und durchleben muss.

Es gab ein paar Szenen, die mich sehr berührt haben. Sammy ist nun mal ein kleiner Junge und als Mutter eines Gleichaltrigen kann man da seine Gefühle nicht zurück halten.

Nebenbei werden auch Themen wie Flüchtlingsproblematik und Umweltverschmutzung eingebaut, ohne belehrend zu sein, und regen vor allem auch den jugendlichen Leser zum Nachdenken an. Es gibt viele Facetten die eine gefühlvolle und abenteuerreiche Geschichte entstehen lassen. Ich kann verstehen, dass meine 12-jährige Tochter das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es nimmt einen immer weiter mit.

Das Ende gibt dann einen auch noch die Aussicht auf die nächsten Abenteuer, die die Alpha-Cru noch bestehen muss. Es gibt neue Gaben, die Alea lernen muss zu beherrschen und neue Meermenschen, die sie gerne besuchen möchte.

Und dennoch finde ich auch, dass es doch etwas zu viel an neuen Dingen, neuartigen Wesen, neuen magischen Begabungen und zwischenmenschlichen Ereignissen war. Nicht nur die Begegnung mit dem Vater, die Alea verarbeiten muss, auch die emotionale Achterbahn mit Lennox und Tess. Die dramatische Umweltverschmutzung, die verzweifelte Suche nach ihrer Zwillingsschwester und der sehnliche Wunsch andere Meermenschen zu finden.


Fazit:
Ein tolles und facettenreiches Abenteuer mit sehr viel Gefühl, Spannung und Magie. Das Buch ist ein tolles Leseerlebnis nicht nur für junge Leser! Wer die ersten beiden Bücher gelesen hat, darf dieses hier nicht verpassen!


Cover: ????? (5 von 5)
Buchlayout / Haptik: ????? (5 von 5)
Idee / Plot: ????? (4 von 5)
Handlungsaufbau / Spannungsbogen: ????? (4 von 5)
Szenerie / Setting: ????? (4 von 5)
Emotionen / Protagonisten: ????? (4 von 5)
Sprache / Schreibstil: ????? (5 von 5)
Gesamt: 4,4

im Shop ansehen weitere Rezensionen von TheUjulala
Alea Aquarius 3. Das Geheimnis der Ozeane