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Rezensionen von city of books:

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Schattenkrone von Eleanor Herman

Spannende und mitreißende Geschichte, Charaktere leider nicht ganz ausgereift

Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht ... Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden.Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf.

Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen. Wem kannst du trauen? Und was ist am Ende stärker? Das Schicksal? Magie? Oder deine Feinde?

Als Fantasyliebhaber hat mich Schattenkrone mit seinem wunderschönen, schimmernden Cover sofort in seinen Bann gezogen und auch der Klappentext war sehr vielversprechend. Letztendlich war die Geschichte anders, als erwartet, aber mir hat das Buch trotzdem und vor allem genau deswegen so gut gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr detaillier, weshalb man sich alles sehr gut vorstellen konnte, aber nicht zu ausschweifend, sondern war genau der richtige Mittelweg. Ich muss aber gestehen, dass es trotzdem ein wenig anstrengend war das Buch zu lesen und man sich viel konzentrieren musste.

Das Highlight in dem Buch waren auf jeden Fall die Perspektivwechsel. Es wird abwechselnd aus 7 verschiedenen Perspektiven, jeweils aus der 3. Person erzählt, was sehr spannend war. Mir persönlich gefällt die Ich-Perspektive deutlich mehr, aber ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt.

Die Atmosphäre die in diesem Buch geschaffen wurde hat mir sehr gut gefallen. Die Mischung aus dem alten Griechenland und dem Orient war sehr gelungen. Die Fantasyelemente waren in diesem Band eher im Hintergrund, was ich schade fand, aber es hat zur Geschichte gepasst und es lässt sich vermuten, dass diesen in den weiteren Bänden mehr Beachtung geschenkt wird.

Die Personen in dem Buch haben mir insgesamt sehr gut gefallen und es gab auch sehr besondere Charaktere, aber meiner Meinung nach waren viele nicht richtig ausgearbeitet und wirkten daher ein wenig "blass". Das liegt natürlich an den vielen Perspektiven, denn dadurch konnte die Autorin nicht auf jeden Charakter so gut eingehen, aber mir hat gerade die emotionale Bindung zu den Personen gefehlt. Ich konnte mich trotzdem in die Personen hineinversetzten und sie verstehen, aber ihr Handeln konnte ich nicht immer vollkommen nachvollziehen.

Handlungstechnisch ist in dem Buch sehr viel passiert. Jeder Protagonist verfolgt sein eigenes Ziel und so kommt es, das man sehr viele verschiedene Handlungstränge begleiten darf, welche sich auch teilweise miteinander verknüpfen. Die Geschichte war auch sehr spannend und fesselnd. Es gab sehr gute Ansätze, aber diese wurden leider nicht immer vollkommen ausgeführt. Immer wieder sind Fragen aufgetaucht, zu welchen man die Antworten suchen musste. Teilweise wurden diese geklärt, teilweise aber auch nicht, was sehr geschickt gemacht wurde, denn so muss man den 2. Teil auf jeden Fall lesen, um alle Fragen beantwortet zu bekommen.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es ist eine Geschichte voller Intrigen, Kämpfen, Geheimnissen und Bedrohungen. Sowohl die einzelnen Handlungsstränge, als auch die Charaktere hätten noch mehr Potenzial gehabt, was hoffentlich in Band 2 ausgeschöpft wird.

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Schattenkrone

Rezensionen von Ela_Ela:

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Schattenkrone von Eleanor Herman

ein schockierendes überraschendes Ende : )

Die beiden Schwestern Nick und Dara sind grundverschieden und doch unzertrennlich. Bis Dara Nicks besten Freund Parker küsst. Bis zu dem Autounfall, bei dem Dara im Gesicht verletzt wird. Seitdem sprechen die Schwestern nicht mehr miteinander. Als Dara an ihrem Geburtstag spurlos verschwindet, glaubt Nick zuerst an einen dummen Scherz.

Doch Dara ist schon das zweite Mädchen, das in der Gegend verschwunden ist. Nick spürt, dass ihre Schwester in großer Gefahr ist und dass sie sie finden muss - bevor es zu spät ist.

Ich habe es leider noch nicht geschafft ein Buch von Lauren Oliver zu lesen. Dieses hier war mein erstes und es hat ein unglaublich hübsches Cover. Außerdem klang der Inhalt sehr vielversprechend und spannend.

Die ersten Seiten waren ein bisschen verwirrt für mich, da es dieses Buch aus Erinnerungen, Tagebucheinträge, Mails und normalen Erzählungen besteht. Doch nach und nach fand ich in die Geschichte von Nick und Dara. Doch so richtig spannend wurde es erst ab der Seite 200. Und dieses Ende hat mich schockiert und überrascht, so hatte ich es mir nicht vorgestellt, aber ein Buch muss nicht immer vorhersehbar sein.

Fazit: Ein schwacher, verwirrender Anfang der mit einem spannenden Mittelteil und Knaller am Ende mein Herz erobert hat. Die Hauptcharaktere mochte ich relativ gerne. Von mir bekommt es 3,5 Sterne.

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Schattenkrone

Rezensionen von RebekkaT:

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Made at Home Vol. 2 - Frühjahr & Sommer von Defaux Tina; Kirschbacher Laura

Frühling und Sommer ziehen ein!

"Made at home Vol.2", oder: schöne Bastelideen rund um den Frühling und Sommer für ein fröhliches Zuhause und schönen Garten. Ob Minigewächshäuser, Sommerhut oder das Aufpimpen alter Kühlboxen, erfrischende Getränke oder einfache Spiele - hier ist für jeden was dabei. Es gibt einige Vorlagen direkt im Buch und da ist die Ringbuchform von Vorteil, da man diese so ohne Probleme raustrennen kann.

Cool ist auch die Möglichkeit, einige Sachen runterzuladen! Welche Vorlagen das sind, steht bei der Anleitung, und hinten im Buch befindet sich noch eine Zusammenfassung. Es gibt vorwiegend Bastelideen, aber auch ein paar erfrischende Rezepte.

Cover: Schön bunt mit Pastellfarben, da macht das Design gleich Spaß und ich wollte sofort zur Schere greifen. Die Fotos im Inneren sind weiter verspielt und fröhlich und passen so voll zum Buch, den Autorinnen und der Fotografin.

Schreibstil: Gut und einfach erklärte Anleitungen und tolle Ideen mit Sachen, die fast immer im Haushalt zu finden sind.

Was mich "stört", ist die Ringbuchform. Ich hätte ein ganz normales, festes Buch bevorzugt, so habe ich, gerade beim Transport, immer Angst, dass ein Blatt rausreißt.

Schnelle, einfache und coole Ideen mit ganz alltäglichen Gegenständen für Erwachsene und Kinder, die einfach das Haus und den Garten schöner machen!

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Made at Home Vol. 2 - Frühjahr & Sommer

Rezensionen von AngiF:

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Das Buch der Spiegel von Chirovici E.O.

Phantasie und Wirklichkeit

Peter Katz, seit fünf Jahren als Agent in der Literaturagentur Bronson & Matters tätig, erhält ein Manuskript von Richard Flynn. Das Anschreiben und die Leseprobe interessieren ihn, was er bei ungefragt eingesendeten Manuskripten fast schon nicht mehr für möglich hielt. Richard erzählt seine eigene Geschichte, beginnend im Oktober des Jahres 1987.

Der in Brooklyn geborene Richard studiert gerade in Princeton Anglistik. Im Sommer hat er seinen Vater durch einen Herzinfarkt verloren, woraufhin seine Mutter mit Eddie, Richards jüngerem Bruder, nach Philadelphia zieht. Für Richard bedeutet dies, dass er seinen Rückzugsort für die Wochenenden verliert. Richtig heimisch hat er sich schon zuvor nicht in Princeton gefühlt, aber nun kommt er sich regelrecht heimatlos vor. Zu dieser Zeit erhält er in dem kleinen Haus, in dem er sich eingemietet hat, eine neue Mitbewohnerin ? Laura Baines aus Illinois. Sie studiert Psychologie, nachdem sie bereits über einen Master in Mathematik verfügt. Schnell freunden sich die beiden an und unternehmen sehr viel gemeinsam. Für Richard übernimmt Laura schnell eine wichtige Rolle in seinem Leben, noch ahnt er nicht, dass er für immer mit ihr verbunden sein wird.

Neben der eigentlichen Geschichte, um Richard und Laura erfahren wir Leser auch viel über die politischen und geschichtlichen Ereignisse der Zeit sowie über das Leben in Amerika. Der Autor E.O. Chirovici erzählt mit ungeheurer Tiefe und geradezu eindringlich. Sehr früh erklärt uns bereits die Figur der Laura, dass unser Gehirn nicht wirklich zwischen Fiktion und Realität unterscheiden könne. Dadurch zweifeln wir Leser an den Erinnerungen Richards. Doch das nimmt nichts von der Spannung, da unklar bleibt, was fiktiv und real ist. Die Charaktere sind wunderbar geglückt und voller Leben. Die Sprache von E.O. Chirovici ist fein und erwählt.

Nur zu gerne vergebe ich dem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter an Leser, die anspruchsvolle, große Literatur lieben und sich mitnehmen lassen möchten auf die Suche des Peter Katz nach Antworten, der Wahrheit und Erinnerungen.

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Das Buch der Spiegel

Rezensionen von Gaby 2707:

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Mein schlimmster schönster Sommer von Stefanie Gregg

Lebe Dein Leben...

Unternehmensberaterin Isabel Drievers lebt zufrieden mit ihrem Lebensgefährten Georg Krailsheim in einer schicken Wohnung in München. Ihre immer öfter auftretenden Schmerzen verdrängt sie bis es nicht mehr geht. Die schockierende Diagnose: Krebs ? ein männerfaustgroßer Tumor im Bauchraum ? trifft sie völllig unvorbereitet und mit großer Wucht.

Bis zum OP-Termin in 14 Tage soll sie Urlaub machen. Diesen Rat des Arztes nimmt sie an, als sie auf dem Heimweg einen gelben VW-Bulli Jahrgang 1985 mit einem ?zu verkaufen?-Schild am Straßenrand stehen sieht. Zusammen mit dem jungen Besitzer Rasso Liebermann beginnt ihre Fahrt quer durch Deutschland. Dabei wollte sie eigentlich in die Provence.

Stefanie Gregg gelingt es, mich mit dieser berührenden, manchmal traurigen oder nachdenklichen, insgesamt sehr gefühlvollen Geschichte völlig in die Welt von Isabel eintauchen zu lassen. Ich leide mit ihr, ich lache mit ihr, wenn sie weint, kommen mir die Tränen. Ich begleite sie auf ihrer Reise in eine ihr vollkommen fremde Welt: von der taffen Unternehmensberaterin zum Mondenkind, die sich gerade treiben lässt ? und es genießt. In ihren Träumen erzählt sie mir von unerfüllten Wünschen und ich merke, wie weit sie sich davon entfernt hat.

Ihr Lebensgefährte Georg, der nicht weiß, wo Isabel hin ist, kein Lebenszeichen von ihr bekommt, nur eine kurze Mitteilung, dass sie für 14 Tage weg ist, tut mir manchmal leid. Er merkt erst jetzt richtig, wie sehr er Isabel vermisst, wie wenig er sich um ihre Gefühle geschert und ihr geneinsames Leben als selbstverständlich hingenommen hat.

Auch die anderen Protagonisten, die Isabel auf ihrer Reise kennenlernt, kommen sehr authentisch, lebendig und menschlich rüber. Es sind sehr verschiedene Charaktäre, die sich da in Isabels Leben schleichen. Dem ein oder anderen bin ich vielleicht schon mal begegnet. Den kleinen Streuner hätte ich auch sofort adoptiert.

Die witzigen Dialoge, die Gedanken von Georg, die vielen kleinen Geschehnisse und der temporeiche Erzählstil lassen mich nur so durch die Seiten fliegen. Langeweile oder Langatmigkeit hat überhaupt keine Chance.

Diesen unterhaltsamen, sehr berührenden Roman, der mich bis zum Schluss gefesselt und auch überrascht hat, kann ich nur jedem, der Lebensgescichten mag, empfehlen. In mir wird er noch eine Zeit lang nachwirken.

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Mein schlimmster schönster Sommer

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Auf gegen Napoleon! von Alexandra Bleyer

Tolles Sachbuch!

Die Historikerin Alexandra Bleyer beschäftigt sich in ihrem Buch mit der Frage ?Sind die Befreiungskriege gegen Napoleon wirklich Volkskriege, wie es uns die Propaganda weiß machen will? Oder sind es vielmehr von den jeweiligen Regierenden gesteuerte (manchmal auch ungewollte) kleinräumige Erhebungen von Menschen, die die Kriege und ihre Auswirkungen satt hatten??

Um diesem äußerst interessanten Thema näher treten zu können, muss erst die Ausgangslage analysiert werden.

Nach der Französischen Revolution und der Hinrichtung des Königspaars soll das revolutionäre Gedankengut in alle Welt getragen werden. Ganz klar, dass das den absolutistisch regierenden Monarchen in Europa nicht gefällt. Die Gegenmaßnahmen sind auch klar: Krieg gegen die Revolution und Wiederherstellung der alten Ordnung.
Doch hier macht ein ehrgeiziger General den Gegnern einen Strich durch die Rechnung: Napoleon Bonaparte. Er fegt mit seiner Armee, die er zuvor aus allen Bevölkerungsschichten Frankreichs ausgehoben hat, über Europa hinweg. Er erobert ein deutsches Fürstentum nach dem anderen, vertreibt die Machthaber und setzt Mitglieder seiner eigenen Familie als Regenten ein.
Gemeinsam mit seinen militärischen Erfolgen, die ihm den Nimbus des ?Unbesiegbaren? einbringen, benutzt er geschickt die Presse, bzw. deren Zensur, um kleine Siege größer und eventuelle Niederlagen ganz klein erschienen zu lassen. Seine täglichen Berichte von den Schlachtfeldern werden im ?Le Moniteur? veröffentlicht und verbreiten sich in Windeseile in ganz Europa.
Die wechselnden Allianzen, einzelne Separatfrieden und Uneinigkeiten in den verbündeten Herrscherhäusern zeigen die Zerrissenheit in Europas Herrscherhäusern. Langsam beginnt man Napoleons Kriegsberichterstattung zu kopieren und schönt die einzelnen Gefechte. Übertreibungen bei Truppenstärken, Verniedlichung der Verluste usw. sind an der Tagesordnung.

Von einem ?Volkskrieg? kann keine Rede sein, da es den Nationalismus wie er in Frankreich seit geraumer Zeit besteht, in den anderen Ländern nicht gibt. Deutschland ist in zahlreiche, kleine Herrschaftsbereiche unterteilt. Fürsten, Herzöge und Könige versuchen ihre Ansprüche mit und ohne Napoleon zu sichern. Selbst das Königreich Preußen ist noch lange nicht zu jener Größe herangewachsen, wie es (von den Preußen) gerne dargestellt wird. Die Habsburgermonarchie besteht aus vielen kleinen und größeren Gebieten (Erblande), die aus der geschickten Heiratspolitik der Vorgänger resultiert.

Alexandra Bleyer zeigt ein recht reales Bild der damaligen Zeit. Sie untermauert ihre Thesen mit Originalzitaten aus Briefen und Aktenvermerken. Es kommen sowohl Franzosen als auch alliierte Briefeschreiber zu Wort. Auch die Rolle der Schriftsteller(innen) im oft nicht von den Kriegshandlungen betroffenen Hinterland wird eingehend beleuchtet. So lesen wir häufig Lulu von Thürnheims und/oder Caroline Pichlers Briefwechsel ? beides wortgewaltige Damen der Habsburgermonarchie. In Deutschland versuchen die Literaten rund um Theodor Körner ein Hohelied auf die ?teutsche Tapferkeit? anzustimmen. Dieses praktizierte ?Deutschtum? führt manchmal zu rechten Auswüchsen. Adelige und Bürger, auf Grund der Erziehung meist der französischen Sprache mächtig, sind angehalten ausschließlich ?teutsche? Worte zu benutzen.

Die Conclusio dieses, 265 Seiten starken, Buches ist, dass das ?Volk? nur seine unmittelbaren Besitztümer verteidigt hat, diese dafür mit Zähnen und Klauen sowie Dreschflegel und Prügel. Die Bauern, Gewerbetreibenden usw. waren lediglich für einen temporären Verteidigungskampf in unmittelbarer Nähe ihres Besitzes zu gewinnen. Die weit entfernten Gebiete interessierten das Volk nicht.

Schreibstil und penible Recherche machen dieses Buch zu einem wertvollen Beitrag der Geschichte rund um die Napoleonischen Befreiungskriege. Für historisch Interessierte steht eine große Anzahl von weiterführender Literaturtipps im Anhang bereit.

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Auf gegen Napoleon!

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Auf gegen Napoleon! von Alexandra Bleyer

11 Krimis und 125 Ausflugstipps - ein Urlaub bei Freunden

Dorothea Böhme und Alexandra Bleyer halten in diesem Buch eine schöne Symbiose von Krimispannung und Ausflugszielen für ihre Leser bereit.

Anhand der Tatorte lassen sich Sehenswürdigkeiten Kärntens erwandern und erleben.
Dorothea Böhme treibt sich rund um die Landeshauptstadt Klagenfurt, den Weißensee und auch in Villach herum.

Eine gelungene Figur ist Wilma, eine Frau, die selbst kriminelle Energie besitzt. Sie kann sich das eine oder andere Mal recht gut in die Lage des Verbrechers hineinversetzen. Ihr Pendant auf der ?richtigen? Seite ist Chefinspektor Fritz Reichel, der mit Augenzwinkern manchmal Wilmas Vergehen übersieht.

Mitautorin Alexandra Bleyer ist promovierte Historikerin und deckt den Raum Millstätter See verbrechenstechnisch ab.


Köstlich auch ihre Hauptfiguren. Allen voran Dr. Franz-Joseph Hahn seines Zeichen pensionierter Jurist. Der Witwer ist auf der Suche nach einer neuen Frau. Doch die Damen, die zur Auswahl stehen haben einige ausgefallene Hobbys. Die eine kocht ein Bärlauchgericht zu einer Jahreszeit, in der das Grünzeug gar nicht mehr wächst. Damit kann sie sich zwar zweier undurchsichtiger Burschen erwehren, die ihr mittels Neffentrick, Geld abluchsen wollen. Doch ist sie die richtige Gemahlin?
Im Umfeld von Dr. Hahn pflegen immer wieder Leute das Zeitliche zu segnen. Auf einer Pensionistenreise stirbt plötzlich einer seiner Hauptkonkurrenten um die Gunst der Damen. Hat Franz-Joseph hier seine Finger im Spiel?

Ich habe über beide Autorinnen recht schmunzeln müssen. Gekonnt verknüpfen sie Verbrechen mit Lokalkolorit. Ihre Protagonisten haben Ecken und Kanten. Manchmal ist nichts wie es scheint ? und ein Verdächtiger wird selbst zum Opfer.

Schön finde ich die Beschreibung von Land und Leute sowie die vielen Ausflugstipps.

Das richtige Buch für Kärntenurlauber. Leicht und flüssig zu lesen und viele Tipps für Urlaub bei Regen und Sonnenschein.

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Auf gegen Napoleon!

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Eltern werden ist nicht schwer.... von Alexandra Bleyer

Ein humorvoller Ratgeber für Eltern

Alexandra Bleyer, Autorin mehrerer Sachbücher und eines hinreißenden Krimis, schenkt uns diesmal humoristische Gedanken zum Thema ?Elternschaft?. Als Mutter von zwei quirligen Töchtern, weiß die Autorin, worüber sie schreibt.

Die gelernte Historikerin nimmt uns auf einen interessanten Streifzug durch die Geschichte mit.

Anhand von vielen Zitaten zeigt sie uns, dass man sich schon in der Antike Gedanken über die richtige Kindererziehung gemacht hat. Doch auch kritische Gedanken sind hier zu finden, wie z. B. aus Erziehungsratgebern aus der NS-Zeit oder das strenge Einwickeln von Säuglingen im Wickelpolster (Steckkissen). Beides wissenschaftlich längst überholt, doch manche von uns kennen die eine oder andere Geschichte noch von unseren Großmüttern.

Allen jenen Eltern, die gerade mitten in der Pubertät ihrer Kinder stecken, sei gesagt: es dauert nicht mehr lange und auch diese Durststrecke geht vorüber.
Freut euch auf eure zukünftige Rolle als Großeltern ? da könnt? ihr die Enkel hemmungslos verwöhnen!

Das Buch ist als Hardcover und Leinenrücken hochwertig verarbeitet. Auch das Lesebändchen fehlt nicht.

Das mit viel Witz und historisch fundierten Geschichten aufbereitete Büchlein ist ein hervorragendes Mitbringsel für alle jene, die gerade Eltern werden oder geworden sind.

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Eltern werden ist nicht schwer....

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Waidmannsdank von Alexandra Bleyer

Tatort Oberkärnten

Am Fuße seines neu errichteten Hochstandes findet der Land auf Land ab als Querulant bekannte Aufsichtsjäger Sepp Flattacher die Leiche von Ernst Huber. Wollte ihm der Jagdkamerad den Einserhirsch vor der Nase abknallen?
Und noch viel schlimmer ? wer wagt es, in seinem Aufsichtsrevier zu wildern? Sepp hat einen Verdacht.

Doch nicht nur Flattacher ist ein verschrobener Geselle. Auch der mit den Ermittlungen betraute Polizist Martin Schober hat so seine Eigenheiten. War er doch vor Jahren der Enge des Mölltales entflohen, um sich in die Weiten (und Abgründen) der Landeshauptstadt Klagenfurt und anschließend in denen der Bundeshauptstadt Wien von den Wurzeln der Oberkärntner Heimat zu befreien.
Ja, er wollte wieder zurück nach Kärnten (?Peck-to-te-Rotz? wie sein Chef, der Postenkommandant Georg Treichel zu sagen pflegt). Aber muss es gleich Obervellach sein? Villach wäre doch auch schön oder eine andere Stadt, aber sein Heimatdorf?
Doch das Schicksal verdammt die beiden Eigenbrötler zur Zusammenarbeit.
Wird es ihnen gelingen, den oder die Mörder zu fassen?

Erzählstil/Spannung:

Mit diesem Krimi beschert uns Alexandra Bleyer ein ständiges Lachmuskeltraining. Obwohl Menschen (und ein paar Tiere) getötet werden, bleibt kein Auge trocken.
Im breitesten Kärntner Dialekt geschrieben (keine Sorge es gibt ein ausführliches Glossar) zeichnet die Autorin ein humoristisches Bild der Jagdgesellschaft.
Dass sich hier nicht alle grün sind, ist recht bald klar.

Geschickt führt uns Alexandra Bleyer in die Irre. Wie ein Jagdhund verliert der Leser manchmal die Witterung der Jagdbeute. Durch überraschende Wendungen und etwas unorthodoxe Ermittlungsmethoden, finden Sepp und Martin die Spur des Täters bald wieder.

Ein Seitenhieb auf die Mitarbeiter des LKA, die, wie die berühmten Elefanten im Porzellanladen, in der Dienststelle in Obervellach herumstiefeln, und glauben, sie hätten die "Weisheit mit dem Löffel g'fressen", darf auch nicht fehlen.

Charaktere:

Da ist als erstes Sepp Flattacher zu nennen. Trotz aller Bemühungen der Autorin ihn in schlechtes Licht zu rücken, ist der pensionierte Eisenbahner aufrecht und von einem fast schon beinahe fanatischen Gerechtigkeitssinn. Dass er dabei einigen Mitbewohnern auf die Zehen steigt, ist vorprogrammiert. Mir ist der knurrige Alte durch seine Bauernschläue so richtig ans Herz gewachsen. Außerdem, fackelt er nicht lange und greift zu Wildtierkameras um den Wilderer zu ertappen. Was er allerdings hier zu sehen bekommt, ist eine andere Geschichte...

Martin Schober, der ?Heimkehrer wider Willen?, findet einen Zugang zum bärbeißigen Flattacher. Mit den Frauen klappt es leider nicht so. Bettina, einer der Gründe, warum er das Mölltal verlassen hat, schmeißt sich ihm regelrecht an den Hals. OK, man kann die Sorge um ihren etwas einfältigen Bruder dafür als Motiv gelten
lassen. Aber muss das so plump sein? Martin weiß gar nicht, wie ihm geschieht.

Ein exzellenter Charakter ist auch Postenkommandant Georg Treichel. Der gemeinhin "Papa Schlumpf" genannte Chef steht leider mit Fremdwörtern auf Kriegsfuß, was aber den Leser zu Lachstürmen hinreißt.
Oder der Bürgermeister, der plötzlich seine Meinung über Flattacher ändert, als hätte er eine Gewindestange im Hals statt einer Wirbelsäule, oder Vater und Sohn Guggenbichler usw. usw.

Ein Feuerwerk an Gags ? einfach spitze. Richtig schöner trockener Humor

Fazit:
Ich habe Tränen gelacht! Bitte, bitte unbedingt mehr davon!

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Waidmannsdank

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Tod am Wörthersee von Andrea Nagele

Drei Frauen - ein Schicksal??

Ännchen, eine junge Dirigentin wird ermordet am Ufer des Wörthersees aufgefunden. Gina, die Frau eines Polizisten verschwindet spurlos. Alice kann ihrem Mörder gerade noch entkommen. Was haben die drei Frauen gemeinsam?

Weitere Charaktere in diesem Psychokrimi:

? ein alkoholkranker Ermittler, der mit seinem eigenen Schicksal hadert
? der Direktor eines Gymnasiums, der immer wieder unvermittelt bei Alice auftaucht
? der Mörder, der lange Zeit im Dunklen agiert und kaum festzumachen ist.

Der Perspektivenwechsel in den Erzählsträngen gibt tiefen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele.
Die Charaktere sind vielschichtig, glaubwürdig und in ihren psychologischen Facetten gut herausgearbeitet.
Die Sprache ist schnörkellos, gerade, beinahe schon technisch und dennoch sehr einfühlsam. Die Rückblenden auf die Vergangenheit aller (noch lebenden) Mitspieler sind manchmal kaum auszuhalten, erklären aber die Handlungen der Gegenwart.

Geschickt lockt die Autorin ihre Leser auf falsche Fährten. Manchmal ist es notwendig, zurückzublättern und die eine oder andere Szene nochmals zu lesen.

Als Psychotherapeutin kennt Andrea Nagele Schicksale vieler schwer traumatisierter Menschen. Geschichten, die sie hier gekonnt einbaut.

Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und habe es in einer Nacht ausgelesen. Niemals kommt Langeweile auf.
Ein wirklich gutes Krimi-Debüt, aber nichts für Zwischendurch.

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Tod am Wörthersee