Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Keine Affäre
Peter und Paul sind Zwillingsbrüder. Als Kinder haben sie sich viel geteilt. Als Erwachsene auch??
Peter teilt sein Leben in zwei Hälften. Von Montag bis Donnerstag führt er ein Restaurant in Frankreich, von Freitag bis Sonntag lebt er zurückgezogen in Deutschland und schreibt als Ghostwriter für seinen Bruder Kurzgeschichten.
Paul ist glücklich mit Anne verheiratet. Der einzigen Frau, die auch Peter liebt. Bis er eines Tages die Vertretung seiner Putzfrau sieht. Er träumt von einer Beziehung mit ihr.
Tommie Bayers Roman ist eine kurzweilige Geschichte über Hoffnung und Realität. Leicht zu lesen, jedoch manchmal etwas langatmig und langweilig.
Peter flüchtet vor der Realität in seine eigene Traumwelt. Scheinbar ist sein ereignisloses Leben so besser zu ertragen. Tun das nicht viele von uns?
Rezensionen von buchina:
Und nebenan warten die Sterne von Nelson Spielman Lori
Emotionaler Roman
Erika, geschieden, beruflich erfolgreich lebt in Manhattan. Ihr Leben könnte perfekt sein, wenn sie nicht immer das Gefühl hätte, dass sie wegen ihrer Arbeit viel von ihren erwachsenen Töchtern verpasst. Gerade sind sie auf dem Weg zu einem neuen Jahr auf den College und Erika schafft es wegen eines Arbeitstermins nicht sie hinzubringen.
Sie müssen den Zug nehmen. Ihre Tochter Annie hat ihr noch nicht verraten, dass sie ein Jahr Pause vom College machen muss, wegen Plagiatsvorwürfen. So fährt Erikas Tochter allein mit dem Zug. Dann geschieht eine Katastrophe, die ihr bisheriges Leben in Frage stellt.
Dies ist mein erster Roman von Lori Nelson Spielman und eigentlich auch gar nicht so richtig mein Genre. Aber in der Vorweihnachtszeit brauche ich etwas mit Gefühl. Und Gefühle findet man sehr viel in ihrem Roman. Für mich besonders intensiv war die Beschreibung der Trauer, der einzelnen Charaktere. Es gibt verschieden Wege, jeder Mensch muss selbst rausfinden, wie er Trauer zulässt und schließlich lernt loszulassen. Selbst Mutter fand ich die Reaktionen von Erika nachvollziehbar und auch Annie fand ihren ganz eigenen Weg. Wahrscheinlich würde man selbst ganz anders handeln, aber die Autorin hat es geschafft die Reaktionen des einzelnen für mich nachvollziehbar zu beschreiben. Und bei einigen Stellen habe ich einige Punkte in meinem Leben selbst hinterfragt, was eine große Leitung vom Buch ist. Ganz nett sind die immer wieder eingespielten Sprüche, die Erika von ihrer Mutter an ihre Töchter anhand eines Sprüchealbums weitergibt. Einige kannte ich schon, andere waren neu für mich. Sie haben eine einfach Botschaft und ganz nett zu lesen. Ab und zu driftet die Geschichte etwas ins kitschige ab, aber da ich wirklich gerade in emotionaler Weihnachtsstimmung bin, hat es mich nur wenig gestört.
Sprachlich fand ich den Roman sehr gut zu lesen, keine komplizierten Satzkonstruktionen. Die Aufteilung der Geschichte in verschiedene Handlungsstränge und der Wechsel von Erika und Annie hielt die Spannung gut und dadurch konnte ich beide Seiten besser verstehen.
Ein Roman, der jetzt nicht unbedingt sehr tiefgründig ist, aber der sich sehr gut liest und die Themen, Trauer und Neuanfang gut verarbeitet. Es wird sicherlich nicht mein letzter Roman der Autorin sein. Ich wurde gut unterhalten und bin begeistert.
Rezensionen von Baerbel82:
HELIX - Sie werden uns ersetzen von Marc Elsberg
Was wäre, wenn ??
Um es gleich vorwegzunehmen, Blackout und Zero hatte ich mit Begeisterung verschlungen und so war ich schon gespannt auf HELIX. Die Inhaltsangabe ließ erneut auf einen spannenden Wissenschaftsthriller hoffen und ich wurde nicht enttäuscht. Worum geht es?
Nach Energiesicherheit und Datenschutz hat Marc Elsberg wieder ein heißes Eisen angepackt.
Diesmal geht es um Gentechnik. Auch mit Gesellschaftskritik spart der Autor nicht. Gleich mehrere Handlungsstränge gilt es zu verfolgen.
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Offiziell an Herzversagen. De facto an einem personalisierten Killervirus. Gleichzeitig werden in Tansania, Brasilien und Indien genmanipulierte Pflanzen und Ziegen entdeckt.
In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir die 15-jährige Jill aus Boston kennen. Sie ist etwas Besonderes. Denn ihre genetischen Anlagen wurden optimiert. Sie ist nicht nur hyperintelligent, sondern sieht auch noch toll aus. Doch plötzlich ist sie spurlos verschwunden.
Schließlich sind da noch Helen und Greg. Ein Paar mit Kinderwunsch. Sie fliegen nach San Diego in eine Befruchtungsklinik. Dort macht der Chefarzt ihnen ein unmoralisches Angebot. Werden sie sich für ein ?modernes? Kind, mit verbesserten genetischen Anlagen entscheiden?
Gene Drive per CRISPR/Cas heißt das Zauberwort. Damit wird die Vererbungslehre, die Mendelschen Gesetze, außer Kraft gesetzt. Fluch und Segen zugleich. Zitat: »Superintelligenz, körperliche Überlegenheit und Attraktivität würden sich verbreiten wie eine Seuche. «
Bald ist klar, Doktor Stanley Winthorpe und sein Team haben die Kontrolle über die modernen Kinder verloren. Die Situation eskaliert, ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt?
Eine komplexe, dennoch hochspannende Geschichte, die in der nahen Zukunft spielt. Bestens recherchiert und gut erklärt. Marc Elsberg lässt den Leser mitraten: Ist dies alles Fiktion oder schon die Realität? Eine Lektüre, die einen klüger macht und lange nachhallt.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Mit Helen bin ich bis zum Schluss nicht warm geworden. Ihr Handeln konnte ich nicht nachvollziehen und mich erst recht nicht damit identifizieren. Jessica dagegen, sie leitet die Taskforce, die den Tod des Außenministers untersuchen soll, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Denn sie ist tough. Für mich gehört Genie Jill zu den Guten. Gene, ihr kleiner ?Bruder?, war mir dagegen bis zum Schluss nicht geheuer.
Zitat: »Anlagen zu ?« Fieberhaft überlegte sie [Helen]. »? hoher empathischer Begabung, Komplexitätserfassung, Schnelligkeit, reduziertem Energiebedarf ? äh, Größe zirka zwei Meter für den Jungen, eins achtzig für das Mädchen ?« »Siehst du«, sagte Eugene. »Sie wollen ohnehin alle dasselbe. « Das gibt mir zu denken!
Fazit: Rasanter Genre-Mix aus Thriller, Sci-Fi und Sachbuch, der Genmanipulation thematisiert. Beklemmend und erschreckend real!
Rezensionen von Henny176:
Im Wald von Neuhaus Nele
Sehr spannend!
Inhalt:
Ein neuer Fall für das Ermittlerduo. Ein Wohnwagen wird mitten in der Nacht in Brand gesteckt. Bei der darin gefundenen verbrannten Leiche handelt es sich um den Bruder eines ehemaligen Klassenkameraden von Oliver von Bodenstein. Je weiter die Ermittlungen voranschreiten desto mehr wird klar, dass der Fall mit einem alten ungelösten Fall aus Bodensteins Kindheit zusammenhängt.
?Im Wald? ist der 8. Band aus der Kirchhoff und Bodenstein Reihe von Nele Neuhaus.
Meinung:
Ein wirklich spannender und sehr fesselnd geschriebener Krimi. Ich hatte bis zum Schluss keine Ahnung wer der Täter ist. Frau Neuhaus führt einen wirklich sehr geschickt in die Irre.
Obwohl dies mein erstes Buch aus der Reihe war war ich trotzdem schnell mit dem Ermittlerduo vertraut, die beide sehr sympathische Charaktere sind. Allerdings kommt man mit den übrigen, gefühlten 100 Personen, schnell mal durcheinander. Da ist das Personenregister wirklich von Vorteil.
Rezensionen von buchina:
Mooresschwärze von Catherine Shepherd
Abwechslungsreicher Krimi
Das ist mein erstes Buch von der Autorin und ich bin positiv überrascht. Der Kriminalkommissar Florian Kessler und die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz sind die Protagonisten. Sie arbeiten zusammen zum Mord einer Frau, deren Leiche in einem Moor um Köln abgelegt wurde. Wie wurde sie getötet, bevor Dr.
Schwarz dies durch eine Autopsie klären kann, wird die Leiche entführt. Dafür taucht eine neue Leiche auf, die Ähnlichkeiten mit dem ersten Opfer hat.
Dass die Handlung in verschiedene Handlungsstränge geteilt ist, sorgt für besondere Abwechslung. So wird abwechselnd aus der Sicht der Rechtsmedizinerin und des Kommissars erzählt, dazu kommt noch ein Handlungsstrang von einem potentiellen Opfer und dem Mörder. Der Spannungsbogen wird auch dadurch kontinuierlich gehalten. Die zwei Protagonisten sind gut beschrieben, ihre Charaktere haben Ecken und Kanten und waren mir sofort sympathisch. Vor allem die Vergangenheit von Julia Schwarz und wie ein schreckliches Ereignis ihr Leben bestimmt hat, fand ich sehr gut herausgearbeitet ohne dass es den eigentlichen Kriminalfall überdeckt hat. Die gewisse sexuelle Spannung zwischen den beiden Ermittlern macht die Beziehung der beiden noch spannungsreicher.
Die Handlung ist nicht vorhersehbar und ich konnte viel miträtseln, was ich bei Krimis sehr wichtig finde. Das Ende ist nochmal richtig spannend und schlüssig. Dazu noch ein flüssiger Schreibstil. Ein Krimi, der für mich alles hatte, gut zu lesen, spannend, interessante Charaktere und schlüssiger Schluss. Ich wurde gut unterhalten und werde sicherlich noch einiges von der Autorin lesen.
Rezensionen von buchina:
Schuld war nur der Mistelzweig von Judy Astley
Versetzte mich in Weihnachtsstimmung
Passend zum Thema ist das Buch weihnachtlich gestaltet. Schönes sattes Rot, natürlich mit einem grünen Mistelzweig und goldenen Anhängern, die alle auch irgendetwas mit dem Buch zu tun haben. Für mich hätte man das Cover etwas hochwertiger gestalten können. Die Schrift wirkt in echt etwas verschwommen, kein guter Druck und insgesamt hätte man das Ganze mit erhabener Schrift und/oder goldenen Akzenten designen können.
Nun aber zum Inhalt: Bei Thea will sich nur schwer Weihnachtsstimmung breit machen, sie hat sich von ihrem Freund getrennt und nun verkünden noch ihre Eltern, dass sie sich endgültig scheiden lassen wollen. Damit es trotzdem ein traditionelles Familienfest wird, mieten die Eltern für sich, ihre Kinder und Anhang ein großes Haus in Cornwall über Weihnachten. Sowas bringt nicht nur Freude, sondern auch ganz schön viel Trubel, vor allem als dann noch die neuen Partner der Eltern eintreffen und Thea immer mehr Zeit mit dem gutaussehenden Vermieter des Hauses verbringt.
Der Roman schaffte eine schöne (Vor-)weihnachtsstimmung, denn die Beschreibung des Settings in Cornwall, das Wetter, das Essen haben mich träumen lassen. Die Geschichte ist schön erzählt, wenn auch sehr vorhersehbar. Thea und ihre Familie sind sehr sympathisch und ihre Charakter gut ausgearbeitet, obwohl ich am Anfang hatte sie alle richtig zuzuordnen. Es ist insgesamt weniger schnulzig als andere Bücher zu dem Thema. Ich konnte es gut lesen und wünschte manchmal gerne zu dieser chaotisch-sympathischen Familie dazu. Ein paar überraschende Wendungen hätte ich mir gewünscht, dann wäre es perfekt gewesen. Dennoch ist es ein gutes Buch für die weihnachtliche Vorweihnachtszeit. Ich habe jetzt jedenfalls richtig Lust bekommen Weihnachten in Cornwall zu verbringen!
Rezensionen von Janine2610:
Die Insel unter dem Meer von Isabel Allende
Jede Revolution beginnt mit einem Aufstand
Sklaven, die sind doch eher wie Vieh, das nur für schwere Arbeiten taugt, weniger schmerzempfindlich ist, nicht so schnell ermüdet, die gewalttätig und unordentlich sind, deren Hirne ein Limit besitzen, die keinen Ehrgeiz und edlere Gefühle kennen und die »eine starke Hand« brauchen. - So und nicht anders haben in der französischen Kolonie Saint-Domingue auf Haiti im 18.
Jahrhundert viele Menschen über Dunkelhäutige gedacht - vor allem die Plantagenbesitzer, für die Sklaven unerlässlich waren.
In sehr vielen Buchszenen wird ganz deutlich, dass Schwarze eigentlich nicht als richtige Menschen mit Seele galten, sondern schlicht und einfach wie Handelsware oder Werkzeug behandelt wurden.
~ »Die Wirtschaft der ganzen Welt stützt sich nun einmal auf die Sklaverei, man kann sie nicht abschaffen.« ~
(S. 110)
Allende erzählt in ihrem Buch die Geschichte von Zarité, oder auch Tété genannt. Sie ist eine der Sklavinnen auf der Plantage Saint-Lazare und ihren Lebenslauf - von einer jungen, gekauften Sklavin bis hin zu einer reifen erwachsenen Frau, die all die Jahre auf ihre Freiheit hofft - verfolgt man ganz gebannt. Denn dass es Sklaven nicht leicht hatten, davon war auszugehen. Es war erschütternd zu lesen, wie mit den Menschen umgegangen wurde, was sie erdulden mussten.
Ich persönlich fand auch, dass die Autorin die bedrückende Atmosphäre und vor allem die Gedankengänge mancher Charaktere in dieser Hinsicht sehr authentisch dargestellt hat. Man hat sich gefühlt als wäre man mittendrin in dieser Zeit vor gut 200 Jahren.
Es war zu lesen von Napoleon, von Bürgerkriegen und den beginnenden Aufständen Ende des 18. Jahrhunderts. Es wurde gekämpft für die Freiheit - und in Anbetracht dessen, was man den Sklaven teilweise angetan hat, ist es fast zu verständlich, dass diese dann in blinder Wut und mit einem Blutdurst, der selbst mir ein unbehagliches Gefühl bereitet hat, auf Rachezug gehen und alles Weißhäutige töten, das nicht bei Drei auf den Bäumen ist ...
~ Freiheit sei nicht umsonst zu haben, man müsse sie erkämpfen. ~
(S. 166)
Tétés Geschichte spielt sich also auf historischem Hintergrund ab, was es meiner Meinung nach gleich noch spannender gemacht hat.
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass man sich so richtig einfühlen hat können in die Köpfe der Buchfiguren. Man hat deren Angst vor den aufständischen Sklaven gespürt, hat sich hineinversetzen können in deren Lage. Das Einfangen der Emotionen und situationsbedingten Atmosphäre ist hier einfach hervorragend gelungen, weswegen ich auch so gerne in die Geschichte eingetaucht bin.
In »Die Insel unter dem Meer« findet man eine gute Mischung der persönlichen Schicksale der Charaktere - allen voran Tété - verpackt in den historischen Ereignissen der damaligen Zeit. Diese Abwechslung oder »gesunde Mischung« war für mich der Grund, warum ich großteils ziemlich gefesselt war.
Ein Buch, das mich beeindruckt zurückgelassen hat und wunderbar unterhalten konnte.
Rezensionen von Gaby 2707:
Nora und die Novemberrosen von Krätschmar Tania
Eine absolute Wohlfühlgeschichte
?Schillernde weiße Flügel flatterten zu Boden. Fanden sich zwei kleine Hälften auf ihrem kurzen Weg zur Erde, konnte man einen winzigen Moment lang einen grünen Stern erkennen."
? das ist eine der Stellen im Buch, die mich besonders berührt haben. Aber davon gibt es eine ganze Menge mehr.
Die alleinerziehende Gärtnerin Nora Dittbrenner lebt mit ihrer kleinen Tochter Fanny zusammen mit Udo Kienast, Ellie Wagenknecht und Margarete Segge in einem Stadthaus in Berlin.
Die drei alten Herrschaften kümmern sich rührend um Fanny, während ihre Mama das Geld zum Leben verdienen muss. Bei einem gemeinsamen Ausflug in die Mark Brandenburg finden sie ein verlassenes Grundstück mit Herrenhaus und einer Gärtnerei. Noras Gedanken formen sich sofort zu Ideen, was man hier alles machen könnte. Ein Besuch bei der zuständigen Ortsverwaltung bringt keine Ergebnisse. Also beschließen die Vier plus Udos neue Freundin Charlie das Grundstück wieder bewohnbar zu machen?
Tania Krätschmar entführt mich in ihrem neuesten Buch in die Welt der Blumen, Pflanzen, Sträucher und Bäume. Ich lerne durch die Augen von Nora neue Pflanzen kennen; bin dabei, wenn die Gruppe, die Wege von Unkraut befreit; wenn Udo das Wasser zum Laufen bringt. Die Autorin bringt mich an einen so idyllische, mystischen Ort, an dem ich mich sofort geborgen und wohl fühle.
Nora und ihre Mitstreiter sind so sympathisch, dass ich jeden Einzelnen gerne zum Freund hätte. Auch auf Fanny, die zwar etwas, wie ich finde, anstrengend ist, würde ich gerne aufpassen. Udo gönne ich nach den Jahren des Alleinseins seine neue Liebe zu Charlie.
Aber dieses Buch hat nicht nur Wohlfühlthemen. Die Judenverfolgung in der Nazizeit bekommt ihren Raum. Als Nora und ihren Mitbewohnern ein Brief mit einer Sanierungsansage in den Briefkasten flattert, haben alle Angst wohnungslos zu werden. Und Nora, die von ihrem Arbeitgeber die Kündigung erhalten hat, ist auf der Suche nach einem neuen Job.
Trotz der ernsteren Themen haben mich die Dialoge und die Beschreibungen des Gartens und des Hauses in ihren Bann gezogen. Die Seiten sind mir nur so durch die Hände geflogen und ich hoffe bald mehr aus der Feder von Tania Krätschmar lesen zu dürfen.
Rezensionen von AngiF:
Wie aus dem Nichts von Sabine Kornbichler
Lügen haben kurze Beine ...
Für Dana Rosin startet der Tag mit einem mulmigen Gefühl. Ihr neuer Freund Alex Wagatha wird sich in einer Stunde mit seiner Noch-Freundin Biggi treffen, um ihr das Ende der Beziehung mitzuteilen. Als es verfrüht an der Tür klingelt, bittet Alex Dana, sich auf der Empore im Wohnzimmer zu verstecken, um Biggi nicht noch zusätzlich durch ihren bloßen Anblick zu verletzen.
Von ihrem Versteck hört Dana erst eine Konversation, dann erneutes Klingeln, nicht zuzuordnende Geräusche und dann ist es unvermittelt still. Als dann ein Mann mit einer Fuchsmaske in das Wohnzimmer tritt, erleidet Dana unsagbare Ängste ? ist das ein Einbrecher? Doch glücklicherweise entdeckt der Fuchsmann Dana nicht und sie wagt sich einige Minuten nachdem dieser die Wohnung verlassen hat aus ihrem Versteck. Sie macht eine unglaubliche Entdeckung: Alex und Biggi wurden vom Fuchsmann brutal ermordet, hingerichtet mit Schüssen.
Mit ausgeprägten Feinsinn hat die Autorin Sabine Kornbichler ein imposantes, psychologisch tiefgreifendes Netz gewebt. Den hohen Spannungsbogen hält sie gekonnt aufrecht und lässt ihren Plot raffinierte und unvorhersehbare Wendungen nehmen. Bis kurz vor Schluss habe ich den Täter nicht erkennen können und so einige der Figuren im Verdacht gehabt. Perfekt kreierte Charaktere, darunter einige Nervensägen, aber viel mehr auch mir bereits liebgewordene Figuren, die ich nun nach Beendigung des Buches erst einmal vermissen werde. Und die ich mir durchaus in einer etwaigen Nachfolgegeschichte würde vorstellen können. Sabine Kornbichler schreibt in einem lesenswerten Stil, ihre Dialoge sind realitätsnah und dadurch ist das Lesen noch einmal interessanter, als es die Geschichte selbst bereits macht. Das Tempo, das die Autorin verwendet ist atemraubend.
Sehr gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sterne und empfehle es unbedingt weiter. Für Leser von hochwertigen, psychologisch untermauerten Kriminalromanen ist ?Wie aus dem Nichts? fast schon ein Muss zu lesen. Denn die Autorin hat hier einen Krimi verfasst, der durchaus Thrillerqualitäten in sich birgt und mich als Leserin wahrlich gefesselt hat.
Rezensionen von Marion2505:
Und nebenan warten die Sterne von Nelson Spielman Lori
Loslassen kann so schwer sein ...
Inhalt:
Erika Blair ist eine zielstrebige Immobilienmaklerin, die sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt hat: Sie möchte auf die Top Fifty Liste der besten Makler Manhattans gelangen. Bis dahin hat sie allerdings noch einiges zu tun. Natürlich leidet darunter ihre Zeit, die sie mit ihren Töchtern Kristen und Annie verbringen sollte.
Als ihre Tochter Kristen bei einem Zugunglück stirbt, steht ihre Welt Kopf, denn sie fühlt sich nicht unschuldig an ihrem Tod. Aber auch Annie fühlt sich schuldig an Kristens Tod. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter, die sich aber in ihre Arbeit flüchtet. Nach einem Streit zwischen Erika und Annie verschwindet Annie plötzlich und Erika wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Wird sie Annie hinterher reisen? Denn diese befindet sich auf Mackinac Island. Auf dieser Insel ist Erika aufgewachsen und hat keine schönen Erinnerungen, denn dort ist ihre eigene Mutter gestorben. Nie wieder wollte sie dorthin zurück ...
Meine Meinung:
"Und nebenan warten die Sterne" von Lori Nelson Spielman ist ein sehr schöner Roman, der leicht und flüssig geschrieben ist. Ich hatte keinerlei Probleme in die Welt von Erika und ihren Töchtern einzutauchen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Erikas und Annies Sicht geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat. Denn stellenweise sind die Sichtweisen der beiden doch durchaus konträr. Auch hat mir der Wandel der beiden Charaktere sehr gut gefallen, auch wenn dieser bei Annie deutlich schneller vonstatten ging. Aber auch viele andere Charaktere in diesem Buch haben mich nachhaltig beeindruckt und zum Nachdenken angeregt. Ganz klare Favoriten dabei sind Erikas Vater und die kleine Olive. Warum es mir die beiden so angetan haben, werde ich nicht verraten :-) Vielleicht empfindet Ihr beim Lesen ja ähnlich ...
Die Geschichte ist zwar nicht wirklich überraschend und ich habe schnell ein Gefühl dafür bekommen, wie sie wohl enden wird. Allerdings kamen dann doch noch ein paar Dinge etwas anders und haben mich doch noch überraschen können. Auch das Ende war für mich absolut rund. Darüberhinaus ist das Buch voll von kleinen Weisheiten, die Erika jeder ihrer Töchter in ein kleines Büchlein geschrieben hat, und das des Öfteren zitiert wird. Mir haben diese Weisheiten sehr gut gefallen und mich oft zum Nachdenken angeregt.
Alles in allem kann ich sagen, dass die Geschichte mich gut unterhalten und an manchen Stellen auch wirklich berührt hat. Allerdings konnte sie mich nicht komplett faszinieren. Dafür waren viele Dinge zu sehr vorhersehbar. Trotzdem habe ich mich sehr gerne zusammen mit Erika - und auch Annie - auf die Suche nach Hoffnung, Vergebung und nach Liebe begeben. Denn nur wer den Mut hat, sich auf die Suche nach dem Glück zu machen, wird es auch finden.









