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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Manfred Angerer:

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Der Löwensucher von Bonert Kenneth

Ausgezeichnet

Eine jüdische Familie flieht in den 20iger Jahren aus Litauen nach Südafrika. Die Mutter hat ein entstelltes Gesicht, der Vater, ein Uhrmachermeister, hat sich selbst verkrüppelt, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen. Die Tochter, Rively, nutzt alle Möglichkeiten der Bildung und wandert schließlich nach Palästina aus.

Der Hauptprotagonist, der Sohn Isaac, lebt so widerspenstig, wie seine roten Haare vom Kopf abstehen.

Das Leben von Isaac ist geprägt vom großen Wunsch seiner Mutter, in einer schönen Gegend ein großes Haus zu besitzen. Um dieses Ziel zu erreichen, geht Isaac stur den Weg, scheut auch nicht davor zurück, Gelder, durch die Verwandte aus dem von den Nazis besetzten Litauen zur Flucht verholfen werden soll, zu veruntreuen.

Ein Familienepos aus der Welt der Verfolgten, Kleinen und nicht Mächtigen; getragen von der immer wieder kehrenden Frage, warum das Gesicht der Mutter so entstellt ist und welche (grauenhaften) Ereignisse in der Vergangenheit ihre Schatten auf das Handeln der Personen in der jeweiligen Gegenwart werfen.

Das Werk ist imposant, wenn auch auf den ersten paar hundert Seiten etwas langatmig geraten und in einigen Szenen nicht besonders überzeugend. Es hätte meinem Lesevergnügen gut getan, manche Zipfel der Decke der Vergangenheit etwas früher zu lüften, um bei mir vielleicht mehr Verständnis für die eine oder andere Handlungsweise des jüdischen Rotschopfes Isaac zu bewirken.

Hervorragend geschildert, ist das Aufwachsen und Leben im Spannungsverhältnis zwischen arm und reich, Juden und ?Grauhemden?, Schwarzen und Weißen und dabei auch die unterschiedlichen Arten der Diskriminierung einzelner Bevölkerungsgruppen zueinander. Sehr subtil arbeitet der Autor manch heftige Kritik am Verhalten des jüdischen Rotschopfes Isaac gegenüber anderen, ebenfalls nicht privilegierten Bevölkerungsgruppen heraus.

Ein absolut lesenswertes Buch, das aber Zeit zum Lesen braucht, um die Dichte der Erzählung sich ausbreiten zu lassen.

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Der Löwensucher

Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:

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Der Löwensucher von Bonert Kenneth

Ein sehr dichtes Buch

Der Autor, Kenneth Bonert, uebernimmt es, in der Enkelgeneration, nach Ueberlieferungen und Erzaehlungen seiner Grossmutter, eine Geschichte rund um das Pogrom in Litauen zu entwerfen.
Der Lebensweg des juedischen Emigrantenkindes Issac wird erzaehlt vor dem Hintergrund der Rassentrennung und Apartheidsregierung in Suedafrika, der Judenverfolgung, dem zweiten Weltkrieg und den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Dabei kaempft der junge Issac zwischen den Welten: Schwarz und weiss, juedisch und antisemitisch, arm und reich, den Vorstellungen seiner Mutter und jenen des Vaters, zwischen kleinen Siegen und grossen Niederlagen, Schmach, Ohnmacht, Geheimnis und Luege, Zuwendung, Liebe, Unrecht, Schuld und immer wieder Gewalt und grossem Leid.
Die Dichtheit des Buches entsteht durch die Spirale von Unrecht, Gewalt und Leid ueber die Elterngeneration hinweg und uebersteigt fuer mich beinahe das ertraegliche Mass.

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Der Löwensucher

Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

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Der Löwensucher von Bonert Kenneth

Die "Erblichkeit" von Gewalterfahrung,: ein Fallbeispiel

Im metaphorischen Sinne wird die Erfahrung von Gewalt haeufig als "erblich" bezeichnet. Dass damit keine pseudo-genetischen Zuschreibungen, sondern Muster der Sozialisierung gemeint sind, fuehrt uns der suedafrikanische Autor Kenneth Bonert am Beispiel einer juedischen Familie vor Augen: Zu Beginn der 1920er Jahre aus dem post-zaristischen Litauen in das suedafrikanische Johannesburg emigriert, waehnt sich diese kleine Gemeinschaft im Rahmen des neuen Rassismus endlich auf der Gewinnerseite der herrschenden Weissen.

Dabei bleibt die Gewalterfahrung der Elterngeneration, die der Sohn muehsam aus den Verstuemmelungen und Andeutungen der Aelteren erschliesst, tabuisiert.

Unausgesprochen bleibt aber v. a. das Prinzip des Rassismus, dem der unaufgeklaert-naive Sohn immer von neuem zum Opfer faellt und fallen muss: Passiv wird er zum Opfer jenes alltaeglichen Antisemitismus der gehobenen Afrikaaner-Gesellschaft, der seine erste grosse Liebe angehoert (incl. Aufsteiger-Phantasien). Spaeter wird er zum Opfer antisemitischer "Grauhemden", der suedafrikanischen Nazi-Variante, aber auch eines aus der Pogrom-Vergewaltigung seiner Mutter hervorgegangenen und lange verleugneten mafiosen Halbbruders, dessen "Sieg" ueber einen Loewen ihm sein Leitbild fuer das eigene Fortkommen in einer Raubtier-Gesellschaft liefert.

Aktives Opfer des Rassismus wird derselbe Sohn in seiner Ablehnung und Missachtung jener Farbigen, die einst seine kindlichen Spielgefaehrten und deren Muetter waren, die (mit Billigung seiner eigenen Mutter) in die Homelands deportiert wurden und ihm erwachsen als Denunzianten und Kriminelle gegenuebertreten.

So zeugt alte Gewalt immer neue Gewalt, und die ueberbordende, aber unreflektierte Energie und das technische Talent eines jungen Mannes werden im Kampf um Ueberleben und Aufstieg in einer Gesellschaft verschlissen, die "Rasse" ueber das Individuum stellt und es aufgrund ihrer rassistischen Herrschaftsstruktur nicht fuer erforderlich haelt, einen Minimalkonsens ueber gemeinsame Wertvorstellungen zu entwickeln.

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Der Löwensucher

Rezensionen von Lilli33:

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Der Untergang Barcelonas Roman von Sánchez Piñol Albert

Kriegsbericht mit einigem Witz, aber vielen Längen

Albert Sánchez Piñols neues Buch wird in Spanien als Meisterwerk gehandelt. Vielleicht muss man Spanier sein oder aber zumindest Historiker, um dies nachvollziehen zu können. Ich kann es nicht.

Die Leseprobe - die ersten 59 Seiten des Romans - fand ich einfach genial. Sie sprühen vor Witz und lebendigen Szenen.

Daher wollte ich dieses Buch gerne lesen. Doch die Enttäuschung kam schon bald.

Der Protagonist Martí Zuviría, genannt Zuvi, diktiert im stolzen Alter von 98 Jahren einer gewissen Waltraud, seine Erinnerungen. Diese beginnen 1705, als Zuvi mit 14 Jahren die Schule des großen französischen Baumeisters Vauban antritt, um die Ingenieurskunst zu erlernen. Die Lehrmethoden sind äußerst seltsam, dafür für den Leser umso unterhaltsamer. Mit Ingenieurskunst ist vor allem die Kunst der Belagerungstechnik gemeint, also der Bau von Angriffsgräben, Mauern und Bastionen.

Schon bald befindet sich Zuvi mitten im Kriegsgeschehen, im spanischen Erbfolgekrieg. Und so begann mein Martyrium. Nicht nur die Soldaten kämpfen - nein, auch ich musste mich durch die Seiten kämpfen. Hier zeigte sich, dass es sich bei diesem Werk weniger um einen Roman als vielmehr um einen subjektiv angereicherten minutiösen Bericht über den spanischen Erbfolgekrieg handelt. Ich habe gefühlt jeden einzelnen Soldaten mit Namen kennengelernt, jede Bastion verteidigt und zig Angriffsgräben gegraben. Mir waren das einige detaillierte Beschreibungen zu viel! Das Lesen war ermüdend bis langweilig. Die Hintergründe des Krieges und die Erläuterungen zu den verschiedenen beteiligten Parteien fand ich allerdings schon interessant.

Auch Piñols Schreibstil, die Wortwahl, der Sarkasmus haben mir sehr gut gefallen. So wirkte der Bericht nicht ganz so trocken, die unzähligen Toten blieben keine Zahlen, sondern bekamen Gesichter. Trotzdem erinnerte das Buch über weite Strecken an ein ödes Geschichtslehrbuch und nicht an einen Unterhaltungsroman.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Hauptfigur Zuvi nicht unbedingt ein Sympathieträger ist, mit dem man sich gerne identifizieren würde. Er betitelt sich selbst als Taugenichts und liegt damit nicht ganz falsch. Zwar entwickelt er als Ingenieur einigen Ehrgeiz, doch sein Charakter ist nicht wirklich so, dass man ihm nacheifern möchte. Er ist ziemlich egoistisch und unbedacht. Erst recht spät beginnt er, Verantwortung zu übernehmen.

Lobend hervorheben möchte ich die von Zeit zu Zeit eingestreuten Illustrationen, ohne die ich bei manchen Beschreibungen aufgeschmissen gewesen wäre bzw. ohne die das Buch noch theoretischer geworden wäre. Denn so kann man die Anlage von Befestigungen oder Gräben mit einem Blick erfassen, wozu in Worten mehrere Seiten erforderlich wären.

Im Anhang findet man eine kurze Zeittafel mit Ereignissen des Krieges sowie ein Personenverzeichnis.

Piñol arbeitet wohl gerade an der Fortsetzung des Romans, die ich aber mit Sicherheit nicht lesen werde, zumal der erste Band mit der Niederlage Barcelonas an einem bedeutenden Abschnitt endet, man also nicht unbedingt weiterlesen muss.

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Der Untergang Barcelonas Roman

Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :

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Der Löwensucher von Bonert Kenneth

Phantastischer Romanerstling

Es gibt die Klugen und die Dummen auf der Welt. Und Isaac ist Mames Kluger. Wer und was dumm oder klug ist, das laesst Keneth Bonnert in seinem phantastischen Romanerstling ?Der Loewensucher? seinen Protagonisten Isaac mit Haut und Haar erfahren. Dass erstere voll Sommersprossen und letztere orange wie Karotten sind, macht Isaacs Leben im Ghetto von Johannesburgs zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs nicht gerade leichter.

Ich bin voll abgetaucht in diesen Mikrokosmos an lebensechten Figuren und geheimnisvollen Geschichten und moechte keine der kurzweiligen 782 Seiten missen.

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Der Löwensucher

Rezensionen von Ela_Ela:

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Der Löwensucher von Bonert Kenneth

ihr bestes Buch <3 <3 ; D

Inhalt:
Er ist ein notorischer Bad Boy. Bis er mit ihr die Liebe entdeckt. Olivia Holloway hat es satt, Single zu sein. Warum muss sie auch immer gleich Reißaus nehmen, wenn ein attraktiver Mann nur in ihre Nähe kommt? Die hübsche Amerikanerin ist notorisch schüchtern. Ihr bester Freund Nate Sawyer flirtet dagegen für sein Leben gern.

Deshalb sagt er auch sofort zu, als Olivia ihn bittet, ihr Nachhilfe im Flirten zu geben. Zuerst ist es nur ein Spiel, leidenschaftlich und sexy. Dann merkt Olivia, dass da mehr ist. Viel mehr. Doch Nate ist kein Mann für feste Beziehungen. Und plötzlich steht alles in Frage: ihre Freundschaft, ihr Vertrauen, ihre Liebe.

Olivia hat schon früh auf eigenen Füßen stehen müssen, da sie bis zum 13. Geburtstag ohne Vater aufgewachsen ist. Bis ihre Mutter ihr erzählte das dieser keine Ahnung von ihrer Existenz hat. Als sie mit ihm Kontakt aufnimmt kommt dieser sofort und versucht nun seiner Vaterpflicht nachzukommen. Er verliebt sich wieder in Olivias Mutter und diese heiraten dann. Doch dann stirbt ihre Mutter an Krebs und damit sie ein bisschen aus ihrem Trott rauskommen fahren sie nach Edinburgh um dort eine Freundin ihres Vaters zu besuchen. Und so beschließen die beiden in Schottland zu bleiben. So lernt sie auch Nate kennen. Von Anfang an haben sie eine gute platonische Beziehung zueinander, doch nachdem sie ihm eröffnet das sie immer schüchtern in der Nähe von attraktiven Männern ist, bietet er Olivia an ihr Nachhilfe zu geben. Doch was harmlos anfängt wird ein Spiel mit dem Feuer, den beide entwickeln Gefühle füreinander. Werden es beide schaffen ihre platonische Beziehung in eine Liebesbeziehung zu verwandeln? Wird Nate es zulassen das sie eine Beziehung führen ohne an den Verlust seiner Jugend zu denken? :)

Ich mochte beide Protagonisten von Anfang an und fand sie total sympathisch. ;) Sie sind wirklich ein Paar das auch ein Paar ist wenn es nicht zusammen ist. :) Absolut zauberhaft

Fazit: Dieses Buch ist Samantha Young's bestes finde ich. Vielleicht erinnert es mich auch an meine eigene Erfahrungen. Doch ihr Schreibstil ist wie immer absolut flüssig. Absolut toll. Fabelhaft.

Serie:
1. Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht (Braden & Jocelyn)
2. London Road - Geheime Leidenschaft (Johanna & Cameron)
3. Jamaica Lane - Heimliche Liebe (Olivia & Nate)
4. India Place - Wilde Träume (Hannah & Marco)
5. Scotland Street - Sinnliches Versprechen (Shannon & Cole)

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Der Löwensucher

Rezensionen von yviwa:

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Der Untergang Barcelonas Roman von Sánchez Piñol Albert

Bedingte Leseempfehlung....

Ein MustRead für alle Historie Fans-
... Jedoch nichts für alle Leser die einen leichten geschichtlichen Roman erwarten.

Das Buch spielt im Jahre 1700. Der spanische Erbfolgekrieg steht kurz bevor und der kleine Zuvi ist gerade einmal 14 Jahre alt geworden, als er von zu Hause fortzieht, um auf dem großen Schloss des Lehrmeisters Vauban in die Lehre zum Ingenieursmeister geht.

Doch Zuvi gilt als Taugenichts und er redet auch häufig so, wie ihm der Mund gewachsen ist, seine Taten dazu sind auch nicht wirklich durchdacht und so kommt es, dass er seine Ausbildungsstätte sehr schnell wechseln muss.

Zuvis Reise durch das Land beginnt. Zuvi lernt auf seiner Reise viel verschiedene Menschen und Herrschaftsstile kennen und reichert sich ein für sein Alter beträchtliches Ingenieurswissen an. Außerdem wird er in den Liebe eingeführt und findet sein Glück mit einer für ihn ganz besonderen Frau.

Das Buch ist aufgeteilt in drei große Oberthemen "Veni", "Vidi" und "Victus". Es führt den Leser in Form eines unterhaltsamen Romans durch die Geschichte um Barcelona des 17. Jahrhunderts. Der Erzähler ist kein anderer als Zuvi (die Hauptfigur) selbst, im bereits fortgeschrittenen Alter von 98 Jahren, er diktiert seiner Pflegerin Waltraud, seine früheren Erlebnisse. Das Verhältnis zwischen Zuvi und Waltraud könnte man jedoch als angespannt beschreiben, denn Zuvis Ausbrüche Waltraud gegenüber zaubern dem Leser immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht.

Fazit:
Insgesamt fiel es mir zu diesem Roman ausgesprochen schwer eine Rezession zu schreiben, da dieser Roman garnicht in meinen Lesebereich fällt, ich jedoch nach der Leseprobe sehr positiv gestimmt war und mich mit sehr viel Begeisterung in das Buch gestürzt habe. Diese Begeisterung wich jedoch nach den ersten 120 Seiten, als der geschichtliche Teil in den Vordergrund rückte und das Lesen für mich immer mühsamer wurde. Der Schwerpunkt des Buches liegt leider in den geschichtlichen Abfolgen und der Roman kommt meines Erachtens ein wenig zu kurz. Für Historie Fans kann ich mir jedoch sehr gut vorstellen, dass dieses Buch zu den MustReads 2015 zählen wird.
Insgesamt erhält dieses Buch daher von mir nur 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.

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Der Untergang Barcelonas Roman

Rezensionen von Buchfee81:

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Der Untergang Barcelonas Roman von Sánchez Piñol Albert

Der Untergang Barcelonas

Spanien im frühen 18. Jahrhundert...
Der junge Marti Zuviría ist ein Draufgänger und Taugenichts.
Als er durch einen glücklichen Umstand in die Lehre bei dem berühmtesten Ingenieur seiner Zeit Marquis Vauban gehen kann, ändert sich sein Leben grundsätzlich.
Er zeigt sich als talentierter und begieriger Schüler, kann jedoch seine Aufsässigkeit nicht zurückhalten und bringt sich immer wieder in Schwierigkeiten.

Durch den Tod Vaubans endet Zuvi's Ausbildung frühzeitig und lässt ihn fortan auf Seiten des französischen Königs Belagerungen durchführen.
Als der Krieg um die spanische Erbfolge entbrennt, schlägt sich Zuvi zu seiner Heimatstadt Barcelona durch, um dort die Stadt zu verteidigen und sich auf die Seite der Katalanen zu stellen.

Albert Sanchez Piñol hat einen wirklich großartigen und bildlichen Schreibstil, der mir durchs ganze Buch hindurch gut gefallen hat.
Leider wurde mein Lesefluss durch allzu viele theoretische Aspekte und trockene Ausführungen unterbrochen.
Die Geschichte wurde durch Skizzen der verschiedenen Bastionen und Belagerungen aufgelockert und die technischen Details waren durchaus interessant, aber leider im ersten Drittel einfach zu viel.

Die Geschichte wird, direkt an den Leser gerichtet, von Zuvi selbst erzählt.
Äußerst betagt und vom lebenslangen Krieg gezeichnet , ist er selbst nicht mehr in der Lage, seine Geschichte aufzuschreiben und so übernimmt dies seine Pflegerin Waltraud.
Diese Kombination bringt viele komische Wortgefechte mit sich, die äußerst unterhaltsam waren.

Die Geschichte um Zuvi, seine Familie und seine Weggefährten blieb mir zwischendurch zu blass und die Charaktere nicht ausgereift.
Es gab viele Personen, die nur kurz angerissen wurden, um dann später noch einmal aufzutauchen, was teilweise für Verwirrung sorgte.
Dennoch fand ich die Entwicklung Zuvi's vom Taugenichts zum sorgenden Familienoberhaupt, der für seine Überzeugungen und Mitmenschen einsteht, bewundernswert.

Im Anhang gibt es noch eine Aufstellung der zeitlichen Geschehnisse und ein Namenregister, welches ich des Öfteren zu Rate ziehen musste.

Fazit

"Der Untergang Barcelonas" ist ein gelungener historischer Roman um den spanischen Erbfolgekrieg, der für meinen Geschmack zu viele theoretische Ausführungen und langatmige Passagen enthielt.
Dennoch ist die Geschichte um Marti Zuviría und das Leben des frühen 18. Jahrhunderts lesenswert und auch spannend.
Für alle Fans von historischen Romanen, und die, die immer schon einmal ausführlich wissen wollten, wie man einen Laufgraben anlegt, genau das Richtige.

3,5 von 5 Sternen

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Der Untergang Barcelonas Roman

Rezensionen von vielleser18:

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Der Untergang Barcelonas Roman von Sánchez Piñol Albert

Geschichte mal anders

Gleich vorweg: es ist kein leicher Unterhaltungsroman, kein Roman, den man einfach so "verschlingen" kann. Es ist ein Buch über den Untergang Barcelonas im Spanischen Erbfolgekrieg am Anfang des 18. Jahrhunderts, mit vielen militärischen und technischen Details, voller Kampf um Leben und Gut.

Voller Toter, Verwundeter und leidenden Menschen.

Albert Sanchez Pinol hat in einem 700 Seiten starken Buch den Untergang Barcelonas aus Sicht des Barcelonesen Marti Zuviria, genannt Zuvi Langbein, erzählt. Zuvi erzählt rückblickend aus seiner Perspektive, indem er seine Geschichte, und damit auch die Geschichte des Untergangs Barcelonas 1714 einer österreichischen Frau, Waltraud, erzählt, die ihm diese Geschichte zu Papier bringt. Seine Anmerkungen, seine verbalen Angriffe auf die "arme" Waltraud lockern vieles auf, denn die Geschichte von Zuvi ist nicht leicht.

Anfangs liest sich seine Geschichte noch sehr lustig und flott, doch dann, in der Buchmitte musste ich auch mit mir kämpfen um das Buch zu Ende zu lesen, denn der Mittelteil ist eher zäh, weil er sehr trocken berichtet. Es geht viel um Krieg und Kämpfe, um einen jungen Mann, der selber keine Ziele hat, weil er sein großes Ziel verloren glaubt. Der sich treiben lässt.

Die zweite Hälfte des Buches beschreibt die Jahre 1713 und 1714 und von Anfang an ist klar, es geht um den Untergang Barcelonas - so heißt ja auch der Titel des Buches. Immer wieder streut der Autor durch Zuvi auch Bemerkungen ein, die vor allem eines klar stellen: Barcelona ist 1714 untergegangen. Aber wie es zum katastrophalen Ende gekommen ist und was dort alles passiert ist, das wird fast chronologisch erzählt. Es geht viel um Taktiken, Fehlentscheidungen, militärischen Strategien, um Angriff und Verteidigung. Und um ein Ende mit Schrecken - aber sind Kriege nicht immer schrecklich ?

Es ist ein historischer Roman, der jedoch so ganz anders ist als alle anderen.
Erwähnen möchte ich hier vor allem die vielen Bilder, die historischen Zeichnungen, die in diesem Buch mit beigefügt sind und die aus diesem Roman auch ein Sachbuch machen, indem sie die beschriebenen Tatsachen bildhaft untermauern.
Am Ende gibt es noch einen Anhang mit Personenregister, indem die historischen Personen (und die meisten Personen, die in diesem Buch auftauchen sind historisch belegt) nochmals alphabetisch aufgeführt und beschrieben werden und eine Zeittafel.

"Der Untergang Barcelonas" ist ein Buch das einen fordert, bei dem man sich manchmal auch selber durchkämpfen muss, bei dem es auch Durststrecken gibt, das mich am Ende aber doch beeindruckt hat, weil es den Untergang einer Stadt im Spanischen Erbfolgekrieg mit all seinen Opfern Tribut gezollt hat. Denn der Untergang bedeutete auch das Ende der katalanischen Selbstverwaltung.
Hervorheben muss ich noch, dass es es dem Autor gelingt, dieses viele geschichtliche Wissen immer mal wieder mit Humor, Sarkasmus und Nebenschauplätzen aufzulockern, so dass man am Ende mit seinem Protagonisten mitfühlen kann.

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Der Untergang Barcelonas Roman

Rezensionen von Claudia Saxer-Gstättner, Buchhandlung HEYN, Klagenfurt:

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Gemüse Das Kochbuch von Grossmann Andrea; Pabst Johann; Kolm Michael

Die Haubenköchin aus dem Pörtschacher 'Hotel Balance' zeigt uns gemeinsam mit zwei weiteren Spitzenköchen nicht nur, wie man mit der reichhaltigen Vielfalt, die uns auf dem Markt an Gemüsesorten geboten wird, in der Küche richtig umgeht; sie versteht es auch hervorragend, für Laien leicht nachkochbare und gleichzeitig fantastisch schmackhafte Gerichte zusammenzustellen.

Auch die kalten Kreationen sind hier wärmstens zu empfehlen!

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Gemüse Das Kochbuch