Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:
funny girl
Lachen ? gut, aber auch selbstgerecht?
Die junge kurdisch-türkische Heldin des Romans, Azime, erfüllt sich einen ungewöhnlichen Berufswunsch: Um in London Stand-Up-Comedian zu werden, muss sie nicht nur knackige Texte produzieren, sie muss auch die Grenzen ihrer Herkunftskultur überschreiten. Das gelingt ihr mittels Talent, einiger Zufälle und anderer Menschen.
Im Lachen trifft sie sich schließlich sogar mit ihren Eltern wieder.
Die tragischen Konsequenzen einer derartigen Grenzüberschreitung werden zwar nicht unterschlagen; so wird eine von Azimes Freundinnen in den Selbstmord getrieben. Die Heldin selbst durchläuft eine Krise von Einsamkeit und Angst. Dennoch wird das Geschehen fast durchgängig aus westlich-"aufgeklärter" Perspektive geschildert. Das Leiden der traditionell denkenden Eltern an den beruflichen Erfolgen ihrer Tochter wird nicht glaubhaft ? das Erzählen denunziert die Eltern einfach als zurückgeblieben und etwas dümmlich. So beschlich mich gegen Ende der Lektüre ein leichter Zweifel, ob das Lachen mit der Heldin nicht auch einen Anteil von Selbstgerechtigkeit enthält?
Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:
funny girl
Boolywood for Europeans
Der Roman erzählt von einem südindischen Unternehmer und seiner Lebenskrise, die ihre Ursachen in Wirtschaft und Gesellschaft eines sog. Schwellenlandes hat: Wir lesen von betrieblicher Expansion, politischer und gewerkschaftlicher Korruption, von Parties und Beziehungspflege, von religiösen Bräuchen und ihrer scheinbar problemlosen Koexistenz mit sehr weltlichen Absichten .
.. Parallel zu diesem Handlungsstrang verläuft die Erzählung von seiner Hausangestellten, die als mittellose Witwe sich und ihren Sohn auf anständige Weise, d. h. mit harter Arbeit durchzubringen sucht. Auch sie kämpft mit den Auswüchsen eines Materialismus, der traditionelle Werte untergräbt und die Schwachen, v. a. die Frauen, noch schwächer und wirtschaftlich hilfloser macht und sie (männlicher) Gewalt verstärkt ausliefert.
So lernen wir bei leichter Lektüre einiges über ein Land im Stadium des ?Raubtierkapitalismus?. Dass die rechte Spannung dennoch ausbleibt, liegt an der stereotypen Zeichnung der Figuren: Dem klugen, ehrlichen, fleißigen Helden mit seinem brahmanischen Arbeitsethos stehen seine Frau, eine konsumverwöhnte Oberschicht-Zicke, und ihr Vater, ein egozentrischer Salon-Löwe und Spekulant, gegenüber. Politiker sind korrupt, ein Gewerkschafter ist letztlich doch anständig, die Kinder des Helden sind frisch und unverdorben usw. Da hilft auch eine sich verschämt abzeichnende Liebe nicht ? die beste Freundin der Ehefrau bleibt blass, zu einer lebendigen Beziehung kommt es gar nicht. So lässt sich die Krise im Rahmen bestehender Konventionen lösen, der Held ist etwas pragmatischer geworden, und alles endet in einem neuerlichen Fest: Bollywood for Europeans.
Rezensionen von thomas pscheidt:
Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1) von J. K. Rowling
Ein Buch mit Stil
Das Buch ist ein Meisterwerk. In ihm wird aus einem unscheinbaren Jungen ein Junge der in eine neue Welt eintaucht. Dabei gefällt mir am besten, dass es immer wieder Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Ereignissen gibt, die am Ende zu einem "logischen Puzzle" zusammengefügt werden. Die Welt in die Harry Potter kommt in so interresant und spannent beschrieben, dass man sich Bildlich in die Welt der Magie begeben kann.
Rezensionen von Katharina Pirker:
Mini ist verliebt von Nöstlinger Christine
Immer wieder ein Hit bei Kindern!
Christine Nöstlinger trifft mit ihren Mini-Büchern sehr gut den Geist der Kinder. Die Bücher sind nicht zu lang und haben einen angenehme Schriftgröße.
Die Inhalte kreisen immer um ein Thema.
Auch die Illustrationen im Buch sind sehr nett. Das Buch eignet sich sehr gut zum Vorlesen, aber auch als eigene Lektüre für die kleinen Leser.
Rezensionen von Katharina Pirker:
Mini ist verliebt von Nöstlinger Christine
Klassiker der in die Zukunft sehen kann
Dieses Buch schildert die Kontrollgesellschaft bzw. Überwachungsgesellschaft sehr gut.
Man kann sich sehr gut in das Leben des Protagonisten hineinversetzen.
Auch wir werden überwacht. Sei es in der U-Bahnstation oder übers Handy. Im Buch wird dieses Phänomen noch detallierter und exzessiver beschrieben.
Rezensionen von Katharina Pirker:
1913 von Florian Illies
Gelungenes Buch!
Der Geschichtsroman nimmt den Leser in die Zeit von 1913 mit.
Spielorte sind Wien, Paris, Prag, München, Berlin.. die wichtigsten kulturellen Zentren in diesem Jahrzehnt.
In kleineren Episoden wird das Leben der damlaigen Künstler, Dichter und Liebhaberinnen erzählt.
Das Buch ist aufgeteilt in Monaten und man erkennt die Verstrickungen der europäischen Lage, die schließlich zum ersten Weltkrieg führen.
Es wird über den Briefwechsel verschiedener Personen berichtet und auch über die Zeitschriften, die damals eine wichtige Stellung im gesellschaftlichen und politschen Leben einnahmen.
Dieser Roman ist nicht nur etwas für Geschichtsliebhaber, sondern auch für Leser der klassischen Bellestristik. Man erhält einen sehr guten Einblick in das Leben wichtiger Persönlichkeiten und erfährt auch lustige Begebenheiten, die vielleicht wirklich so passiert sind.
So wird unter anderen auch über den an der Akademie für Bildende Künste gescheiterten Adolf Hitler geschrieben.
Rezensionen von Katharina Pirker:
Er ist wieder da von Vermes Timur
Gute Idee, leider aber teilweise langweilig
Dieses Buch hta einen super Titel und man erwartet Spannendes.
Leider zieht sich das Buch dann ab der Mitte sehr.
Die Idee hinter diesem Buch ist wirklich sehr gut. Man hätte es aber kürzen können!
Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:
Er ist wieder da von Vermes Timur
Für den Urlaub geeignet!
Das Buch erzählt von zwei Familien die in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten leben. Der Unternehmer Anand, wohlhabend und erfolgreich der seiner Familie ein luxuriöses Leben bieten kann und seine Angestellte Kamala die ihren Sohn Narayan alleine aufziehen muss und in sehr ärmlichen Verhältnissen leben muss.
Doch Anands Leben wird durch eine Krise erschüttert und so beginnt er den Kampf um seine Firma, seinen Wohlstand und auch um seine Familie, genauso wie es Kamala zu tun hat.
Das Buch hat mich von Anfang an interessiert, eine Schwäche ist jedoch die Sprache. Einige Sätze klingen etwas zu wörtlich ins Deutsche übersetzt, einige Übersetzungen klingen ein wenig holprig. Dennoch habe ich das Buch mit großer Begeisterung gelesen. Die detaillierte und farbenfrohe Beschreibung von Bangalore, die unterschiedlichen Traditionen, die gut beschriebenen Mahlzeiten, die verschiedenen Gesellschaftsschichten lassen die angesprochenen Schwächen schnell vergessen. Insgesamt eine unterhaltsame Urlaubslektüre für den Strand, für Balkonien oder diverse andere Orte die sich zum Buchlesen eignen.
Rezensionen von eva-maria.auer@gmx.at:
Der Distelfink von Donna Tartt
"Der Distelfink"
"Der Distelfink" beginnt mit einem Rückblick von Theo Decker, welcher erzählt, wie er in seine momentane Situation (26 Jahre, momentan in Amsterdam und voller Angst) geraten ist.
Der 13-jährige Schüler wurde von der Schule suspendiert und wird gemeinsam mit seiner Mutter in die Schule zitiert.
Sein Vater hat die Familie schon vorher sang- und klanglos verlassen - die Zwei haben ihr Leben aber auch alleine gut im Griff. Am besagten Tag war noch Zeit übrig und sie gingen ins Museum, um sich eine Ausstellung anzusehen. Theo fiel ein hübsches Mädchen auf, das mit einem älteren Herren durch die Ausstellungsräume schlendert.
Kurz darauf passierte die Tragödie - als er zu sich kommt, sieht er nirgendwo seine Mutter, aber den älteren Herren. Dieser gab ihm einen Ring und bat ihm, diesen einen gewissen Hobie zurückzugeben. Kurz darauf verstirbt er und Theo läuft nach Hause - es war ja immer mit seiner Mutter ausgemacht, dass im Fall eines Unglücks der Treffpunkt zu Hause ist. Vor seinem Aufbruch fällt ihm das Gemälde "der Distelfink" auf, welches ihm schon lange fasziniert. Ohne sich weitere Gedanken zu machen, nimmt er es mit und versteckt es.
Zu Hause trifft er seine Mutter nicht und langsam dämmert es ihm, dass seiner Mutter was passiert sein könnte. Er wird von Sozialarbeitern abgeholt und die erste Anlaufstelle, die ihm einfällt, ist die Familie von seinem Freund Andy.
Er wird von dessen Familie aufgenommen und seine Freizeit verbringt er oft bei Hobie mit er sich bei der Ringübergabe angefreundet hat. Bei seinem Besuch trifft er auch Pippa, das rothaarige Mädchen, welches ihm auch schon im Museum aufgefallen ist. Zwischen ihnen entsteht eine Verbundenheit - bis sie eines Tages von ihrer Tante nach Texas geholt wird. So langsam kehrt ein Alltag ein - bis sein Vater plötzlich vor der Türe steht und ihn mitnimmt. Theo landet außerhalb von Las Vegas bei seinem Vater und dessen Freundin. Bald freundet er sich mit Boris an und beginnt mit diesen zu Trinken und Drogen zu konsumieren. Ihre Sessions laufen immer wieder außer Rand und Band und Theo kann sich bald an nichts mehr erinnern.
Als sein Vater stirbt, beschließt Theo wieder nach New York zurückzugehen - das Bild muss natürlich mit. Boris bleibt in Vegas und er fährt alleine zurück. In New York landet er bei Hobie und beginnt bei diesem mitzuarbeiten und bald wird er Geschäftspartner..
In ihm herrscht eine Unruhe, denn immerhin hat er ein Gemälde bei sich und nach diesem wird gesucht. Bald können auch die Tabletten nicht mehr die nötige Ausgeglichenheit herstellen und dann taucht auch noch ein Käufer auf, der behauptet zu wissen, dass das Gemälde in seinem Besitz ist..
Das Buch zu ausschweifend und ich war oft versucht, das Buch wegzulegen. Es war dadurch langatmig und leider auch langweilig. Der Schreibstil war sehr angenehm und auch der Aufbau des Buches war sehr gut. Trotz der langatmigen Phasen hatte das Buch ein gewisses Suchtpotential und ich habe es innerhalb von drei Tagen ausgelesen.
Mir gefiel der Charakter von Theo Decker sehr gut. Wie viel Leid ein Mensch ertragen kann und wie oft er sich wieder aufgerappelt hat.. Auch wenn Boris nicht der beste Umgang für ihn ist und ihn des öfteren auf die falsche Bahn bringt, darf man doch sagen, dass er ihm so manchmal aus der Klemme geholfen hat - auch wenn es für ihn selbst gefährlich wurde.
Auch die ungewöhnliche Freundschaft zu Hobie wurde sehr gut herausgearbeitet - Theo fühlte sich in seiner Gegenwart immer besser und begann auch abzuschalten und zu verarbeiten.
Das Buch gefiel mir prinzipiell gut - allerdings wurde es phasenweise zu ausschweifend und ich war oft versucht, das Buch wegzulegen. Es war dadurch langatmig und leider auch langweilig. Der Schreibstil war sehr angenehm und auch der Aufbau des Buches war sehr gut. Trotz der langatmigen Phasen hatte das Buch ein gewisses Suchtpotential und ich habe es innerhalb von drei Tagen ausgelesen. Schade fand ich, dass manche Satzzeichen gefehlt haben - das hat mich beim Lesen oft sehr irritiert und ich musste manche Passagen mehrfach lesen.
Wäre das Buch um ein paar Seiten dünner und wären alle Satzzeichen vorhanden, würde ich wahrscheinlich 5 Sterne vergeben. Da mich die Person des Theo Deckers sehr fasziniert hat und das Buch gut aufgebaut war, entscheide ich mich für 4 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.







