Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gerda Laurer:
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Die junge Autorin versteht es , leicht und locker zu schildern … ein angenehmer Vorgeschmack auf sommerlich-leichte Lesefreuden.
Der Ehemann des jungen Paares, das sein erstes Kind erwartet, gewinnt eine übermütig-dumme Wette. Der Verlierer kann seine Wettschuld nicht bezahlen, weil er als Trinker seinen Lohn stets in Alkohol umsetzt. So kommt man überein, dass die Wettschuld mit der Übergabe eines ererbten Grundstücks beglichen wird.
Das Grundstück liegt am Rand eines kleinen Dorfs direkt am Meer. Dort erbaut die junge Familie dann eigenhändig ihr kleines steinernes Sommerhaus. So beginnt die Geschichte der Sommer der Kellehers in Maine, einer irisch-stämmigen, bedingt durch ihre Herkunft streng katholischen Familie, die seit Generationen an der amerikanischen Ostküste beheimatet ist. Vier Frauen, Alice, die Mutter, Kathleen, eine ihrer Töchter, Maggie, deren Tochter und Enkelin von Alice, sowie die gute Schwiegertochter Ann Marie erzählen den Lesern, die die vier einen Sommer lang begleiten, - jede aus ihrer Sicht und aus ihrer individuellen Lebenssituation und Generation heraus - Ausschnitte aus einzelnen Lebensetappen. Das sich wandelnde, gesellschaftliche Bild amerikanischer Frauenrollen entsteht. Für Frauen hängt alles vom Timing ab. 'Wann man geboren wurde, bestimmte das ganze Leben.' meint Alice resignierend, als sie, nun schon über achtzig Jahre alt, das Scheitern ihrer ureigensten Lebensträume nicht mehr vor sich verleugnen oder durch Flucht in andere Bewusstseinszustände übertünchen kann. Ob es die nächsten leichter haben? Die Frauen sind gut gezeichnet, die junge Autorin versteht es, leicht und locker zu schildern und sowohl die Charaktere als auch das sich über die Generationen durchziehende Familiendrama, den Alkoholmissbrauch, beinahe beiläufig einzubetten in die ungeachtet der menschlichen Tragik bezaubernde Atmosphäre dieses Sommerhauses, Metapher auf das im Zusammenhang mit Alkoholmissbrauch so leicht erworbene aber ebenso leicht wieder vergebene Glück. Die Stimmung dieses Sommerhauses wird während des Lesens so lebendig, dass man meint, man würde auf einem Steg am Ufer des Wörthersees sitzen, die Beine lässig ins Wasser baumelnd, ab und zu das Buch sinken lassen und aus dem Glas mit dem leuchtend orangen, kühlen Getränk neben sich einen Schluck genießen. In so ähnlicher Umgebung hätte ich dieses Buch von J. Courtney Sullivan am liebsten gelesen. Umgeben von Februarschnee hat es angesichts des bevorstehenden internationalen Frauentags zwar nachdenklich gemacht, doch ebenso und immerhin auch einen angenehmen Vorgeschmack auf sommerlich-leichte Lesefreuden.
Rezensionen von Eva Knezicek:
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Dieser Titel hält, was er verspricht ... Wohltuend so eine ideologiefreie Sprache!
Mit der typischen Leichtigkeit amerikanischer Schriftsteller/innen erzählt J. Courtney Sullivan die Geschichte einer Familie in ihrem Roman 'Sommer in Maine'. Dieser Titel hält, was er verspricht - wie ein warmer Sommerwind zieht die Geschichte am Leser vorüber. In regelmäßiger Abfolge wechselt die Erzählperspektive des Romans zwischen Alice, Ann Marie, Kathleen und Maggie.
Jede dieser Frauen repräsentiert ihre Generation. Scheinbar eindeutig sind ihre unterschiedlichen Charaktere zu- und ein-ordenbar; doch allmählich verwischen sich jene Grenzen, eindeutige Zuschreibungen lösen sich in so manchen amüsant grotesken Situationen auf. Immerzu makellos und aufgeräumt ist nur das Puppenhaus von Ann Marie. "Sommer in Maine" ist ein Buch frei vom Tiefsinn der deutschsprachigen Literatur, schafft es zugleich aber, nicht in oberflächlichem Geplänkel zu enden. Die Autorin beschreibt die mannigfachen Färbungen menschlicher Beziehungen, ihre unterschiedlichen Ebenen und die Buntheit jeweiliger Gefühlswelten. In einem durchwegs vergnüglichen Grundton wird so manches Problem von gesellschaftlicher Relevanz aufs Korn genommen, gesellschaftliche Tendenzen werden mittels absurder Aneinanderreihung von Beispielen ins Lächerliche verzerrt. Wohltuend so eine ideologiefreie Sprache! Es ist ein unterhaltsamer Roman, die einzelnen Frauenfiguren gewinnen an Plastizität. Ein Stück weit erlebt man ihre erzählten Geschichten.
Rezensionen von Renate Geissler:
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Es war für mich ein Genuss, dieses Buch zu lesen!
Es war für mich ein Genuss, dieses Buch zu lesen! Es ist unterhaltsam und spannend geschrieben, kommt, oh Wunder, gänzlich ohne Fäkalsprache aus und bietet interessante, auch zwiespältige Charaktere. Schade, dass es nur 509 Seiten hat! Unbedingt lesenswert !!!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Renate GeisslerRezensionen von HEYN Leserunde Erika Liebminger:
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Eine beunruhigende Geschichte über die scheinbar so gut funktionierenden Spielregeln des Zusammenlebens.
Ein schönes Anwesen am Strand von Maine ist Mittelpunkt der Familie Kelleher, die schon immer von ihren irischen Wurzeln besessen und mit dem Land und seiner Geschichte verbunden war. Alice, die 83-jährige Besitzerin hat drei Kinder. Kathleen, die Älteste, betreibt mit dem Gammler Arlo eine Wurmfarm in Kalifornien.
Maggie, ihre Tochter, hatte einen guten Job und war sehr vernünftig, aber wenn es um Männer ging, drehte sie durch. Über Chris, ihren Sohn, wurde nicht gesprochen. Clare ist mit Joe verheiratet und verkauft Devotionalien über das Internet. Sohn Ryan möchte gerne Sänger werden und hat alle Chancen. Patrick, sehr erfolgreich an der Börse, ist mit Ann Marie verheiratet. Beide sind versessen auf Status, Geld und ihre Wirkung auf andere. Ihre Kinder Patty, Fiona und Daniel sind schon erwachsen. Patty lebt in der Vorstadt, ist verheiratet und hat drei Kinder. Fiona ist in sozialen Hilfsprojekten in Afrika unterwegs und Daniel ist im Finanz- und Immobilienwesen.
Alice, immer noch attraktiv, herrschsüchtig und boshaft, bestimmt, wer den Sommer am Strand verbringen darf. Doch diesmal herrscht helle Aufregung, Alice hat den gesamten Besitz nach ihrem Tod der Kirche vermacht und denkt nicht daran, das Testament zu ändern, ist es doch für sie eine Art von Sühne, weil sie sich am Tod ihrer Schwester schuldig fühlt.
Eine beunruhigende Geschichte über die scheinbar so gut funktionierenden Spielregeln des Zusammenlebens.
Rezensionen von Andrée Feyertag:
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Das Buch ist etwas Entspannendes. … Flockig zu lesen!
Ich habe zu 'Sommer in Maine' die Meinung, dass das Cover die Stimmung der Geschichte recht gut widerspiegelt. Ich wartete bis zum Ende auf etwas Spannendes – es kam nicht. Das Buch ist etwas Entspannendes. Flockig zu lesen und selbst Alkohol – und Familienprobleme bringen die Strandlektüre nicht ins Schwanken.
Rezensionen von Harald Kogler:
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Ein Buch, das Lust und Vorfreude auf den nächsten Sommerurlaub schürt.
Eine Familiensommerurlaubsaga, bei der die Töchter, Mütter und vor allem die Großmutter das Sagen haben, in der Nebenrolle die dazugehörigen Männer.
Die Charaktere sind sehr gut dargestellt, die Geschichte etwas langatmig.
Ein Buch, das Lust und Vorfreude auf den nächsten Sommerurlaub schürt.
Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Mich hat das Buch eher gelangweilt und ich würde es weder als Lektüre für die Frau noch als Buch für den Urlaub empfehlen.
Ein Buch dreier Generationen, die den Mittelpunkt dieser Familiensaga darstellen. Unterschiedliche Lebensauffassungen, zwischenmenschliche Probleme, Ignoranz. Dinge des Alltags eben, die man oft aus dem eigenen Leben kennt. Mich hat das Buch eher gelangweilt und ich würde es weder als Lektüre für die Frau noch als Buch für den Urlaub empfehlen.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Wo bleibt das Außergewöhnliche, das Erstaunliche, das Spannende, das ein Buch lesenswert macht?
Der Roman beginnt mit einer Aneinanderreihung einzelner Alltagsgeschichten von vier Frauen zwischen 85 (das weiß niemand so genau) und 32 Jahren, die zueinander in einer familiären Beziehung stehen. Die Frauen beklagen ihr enttäuschtes Leben und suhlen sich in ihren Tränen oder wenn diese nicht vorhanden sind im Alkohol oder Wurmexkrementen.
In der Folge plätschert die Geschichte in einem ungemein einfachen Stil so dahin, wie eben das Leben oft so spielt. Aber will man so etwas lesen? Wo bleibt das Außergewöhnliche, das Erstaunliche, das Spannende, das ein Buch lesenswert macht?
Ich war froh, die letzte Seite erreicht zu haben.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Literarisches Vergnügen und eine meisterhaft erzählte Familiengeschichte …
Das ideale Buch für einen Urlaub und ein entspanntes Weekend.
Literarisches Vergnügen und eine meisterhaft erzählte Familiengeschichte über einen Sommer in Maine, vier ungleiche Frauen aus drei Generationen, ihre Abgründe, Geheimnisse, bröckelnde Fassaden, über den Glauben und die Hoffnung an die Bedeutung des Verhältnisses zwischen den Generationen, dass man das Leben mit Hilfe der Erfahrungen derer, die vor einem kamen, besser verstehen und meistern könne.
Ein Buch für Frauen, die Spaß daran haben, in das Leben anderer Frauen einzutauchen, und sich daran freuen, dass das eigene Leben doch nicht so schlimm ist und wie schwierig es ist für uns Eltern, den Kindern zu sagen, wie F. Scott Fitzgerald in einem Brief an seine Tochter Frances geschrieben hat: 'Mach einfach alles, was wir nicht gemacht haben, dann kann gar nichts schief gehen.'
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
Sommer in Maine von J. Courtney Sullivan
Sprachlich ist das Buch kaum eine Offenbarung, aber als angenehme, nicht zu anspruchsvolle Urlaubslektüre durchaus lesenswert.
Vier Frauen, Großmutter Alice, ihre Tochter Kathleen, deren Tochter Maggie und Alice’s Schwiegertochter Ann Marie sehen ihre große Familie von ihrem jeweiligen sehr persönlichen Erleben.
Dies tun sie in einem Sommer, wo sie einander im Ferienhaus der Großmutter treffen mit Rückblicken über 3 Generationen.
Die vier Frauen können verschiedener kaum sein und der Kunstgriff, dieselbe Familie durch 4 Brillen zu schildern, erscheint mir durchaus reizvoll. Die Figuren sind sehr plastisch und lebendig, voll von widersprüchlichen Gefühlen.
Sie sind miteinander verstrickt, teilweise in Liebe und Zuneigung, aber auch gegenseitiger Abwertung, in Unverständnis, sogar mit Hassgefühlen.
Eine leicht zu lesende Sommerlektüre, die durchaus Tiefgang hat, was die Schilderung menschlicher Beziehungsgefüge betrifft. Die Schwierigkeit, einander so zu begegnen, dass alte Verletzungen nicht immer aufs Neue aufbrechen, ist besonders zwischen Müttern und Töchtern groß, obwohl oder weil gerade da die Liebe auch groß sein kann.
Die Unfähigkeit, sich über Wesentliches so auszutauschen, dass mehr Klarheit entsteht und das gegenseitige Unverständnis nicht zunimmt, ist vor allem im Umgang mit Alice sehr groß.
Ihr Gefühlsleben ist durch das traumatische Erlebnis in ihrer Jugend - der Tod ihrer Schwester, an dem sie sich schuldig fühlt so beeinträchtigt, dass sie wenig an sich heran lässt und sich in Religiosität und Alkohol flüchtet. Ihren Kindern konnte sie dadurch wenig Wärme geben. Partner von außen wirken da eher stabilisierend und können heilend die Familienkonflikte dämpfen. Auch die nicht gelebten Anteile des Lebens, die Enge und die Defizite des jeweils gelebten Schicksals, die Sehnsüchte und Träume werden zum Thema. Die Gestalten der Männer, die selbst nicht zu Wort kommen, bleiben eher farblos – mit Ausnahme von Daniel, dem Großvater in den Augen seiner Tochter.
Jede Leserin kann sich sicher ein Stück mit der einen oder anderen Figur identifizieren.
Sprachlich ist das Buch kaum eine Offenbarung, aber als angenehme, nicht zu anspruchsvolle Urlaubslektüre durchaus lesenswert.


