Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Malu:
Unterhaltsames Sagenbuch
Aus jedem Viertel Niederösterreichs sind mehr oder weniger bekannte Sagen in Verbindung mit bestimmten Orten überliefert. Teufel, Geister, Bergmännlein, Donaunixen, Wassermänner und mutige Leute aus dem Volk sind die Protagonisten.
Folke Tegetthoff, der Meister des Erzählens, ?reloaded? (neu geladen) einige dieser Sagen.
Ihm gelingt es mit heutigen Ausdrücken und modernen Redewendungen alte, überlieferte Sagen interessant und lebendig zu gestalten.
Seine Bonus-Geschichte ist eine nette Idee.
Jakob Kirchmayrs fantastische Zeichnungen entsprechen Tegetthoffs lebendigen Formulierungen kongenial. Die düsteren Farben und die Darstellung mancher Details betonen das Unheimliche der verschiedenen Sagen.
Unterhaltsame Lektüre für Leseratten jeden Alters.
Rezensionen von Wabnig:
Kunstführer Tirol von Reinhard Rampold
Umfaasender Reiseführer
Diese Buch ist zum Mitnehmen und Nachlesen auf Reisen, aber auch um Anregungen zu finden und interessante Plätze ausfindig zu machen. Empfehlenswert für alle Kunstinteressierte!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von WabnigRezensionen von Lisa Kulle, Buchhandlung Heyn, Klagenfurt:
Die Bestimmung von Veronica Roth
Spannend bis zur letzten Seite!
5 Fraktionen: die Wissenden, die Selbstlosen, die Freimütigen, die Friedfertigen, die Furchtlosen.
Ein Eignungstest, der als Hilfe dienen soll, jedoch ein so gefährliches Ergebnis bietet, dass es geheim gehalten werden muss. Eine Entscheidung, die das Leben von Beatrice für immer verändern wird.
Ein Konflikt, der alles zunichte macht! Ein fesselnder und spannender Fantasy-Roman ? definitiv eine meiner Lieblingstrilogien!!
Rezensionen von Wanderpfa.de:
Lächeln gegen die Kälte von Rudolf Alexander Mayr
Im Schatten großer Alpinisten
In 22 Kurzgeschichten beschreibt der Himalaya erfahrene Autor Menschen, denen er dort begegnet ist. Menschen, die auf die eine Art und Weise ganz anders sind wie wir, die aber in mancherlei Hinsicht von den gleichen Wünschen und Sehnsüchten getrieben werden wie der westlich geprägte Mensch.
Sehr persönlich, ausgesprochen authentisch, weil selbst erlebt, sind Mayrs Geschichten und vielleicht ist das der Grund, dass sie einem durchaus unter die Haut gehen können.
Hier wird nichts erdacht, nichts beschönigt. Mayr beschreibt die Menschen so, wie sie ihm begegnet sind, unverfremdet, echt.
Neben Geschehnissen, die einfach nur tragisch sind, wie das eine oder andere Unglück am Berg, gibt es solche, die auf den ersten Blick sehr skurril wirken, bei näherem Hinsehen aber einen tieferen Blick in die Seele und Denkweise der Menschen zulassen. So schildert Mayr zum Beispiel ein sogenanntes Luftbegräbnis, bei dem der tote Körper eines Lama den Vögeln des Himmels ?zurückgegeben? wird. Das Herz des Toten holt sich ein riesiger schwarzer Geier mit einer Flügelspannweite von 13 Metern. Das klingt nach Fantasy, ist es aber nicht als solche gedacht; jedenfalls gelingt es Mayr, die Szene so darzustellen, dass man am Wahrheitsgehalt der Schilderung nicht zweifeln möchte.
Manche der kleinen Erzählungen erinnern durchaus an Lebensgeschichten, wie sie sich auch bei uns jederzeit in ähnlicher Weise ereignen könnten. So gibt sich eine Vielzahl handelnder Personen immer wieder dem Alkohol in Form von Tschang, Dong Tschang, Tomba und Rahksi hin. Insoweit besteht kein Unterschied zu alpinen Bergsteigern und Bergführern, die auch allzu gerne mal auf einen Gipfelsieg anstoßen. Besonders tragisch ist der Fall des vom König hochdekorierten siebenfachen Everest-Bezwingers Sundare, der zunehmend dem Suff verfällt, am Schluss alles verliert und sich letztlich von einer Brücke stürzt.
Fazit: Wer sich für menschliche Schicksale gerade vor dem Hintergrund eines immer stärker zunehmenden Tourismus und dessen Auswirkungen auf die Menschen vor Ort interessiert, wird sein Vergnügen an dem Büchlein haben. Zur Pflichtlektüre für Himalayatouristen wird es sich jedoch kaum entwickeln. Dennoch: Aktuell ist die Grundthematik allemal; man braucht nur an das aktuelle Unglück am Everest denken, bei dem etliche Sherpas ihr Leben für die trügerische Sicherheit von Touristen gelassen haben, die selbst ohne fremde Hilfe niemals in der Lage wären, einen 8000er zu besteigen.
(Buchbesprechung vom 13.06.2014 © Gipfelsammler Claus vom Alpic.net/forum)
Rezensionen von re.maier-henze@web.de:
Lächeln gegen die Kälte von Rudolf Alexander Mayr
Aus einem Senfkorn wird ein Baum
Aus einem Senfkorn wird ein Baum
Frau Schödl beschreibt sehr anschaulich die Kindheit und den Lebenslauf bis zur Schulentlassung unserer 1892 geborenen Protagonistin Anna Dengel. Beeindruckt von einer als Missionsschwester in Südafrika wirkenden Tante fühlt auch sie sich zu einem solchen Schritt hingezogen (20).
Eines Tages liest Anna Dengel in einer Missionszeitschrift einen Artikel über eine Ärztin, die bereit ist, jungen Frauen das Medizinstudium zu finanzieren, sofern diese sich im Gegenzug verpflichten, 5 Jahre in Indien zu arbeiten (21). Die Annahme dieses Angebotes ist das Senfkorn.
Dr. Dengel wird nun mit katastrophalen hygienischen Zuständen und unvorstellbaren Situationen auf den Geburtsabteilungen indischer Krankenhäuser konfrontiert: Unwissenheit und Aberglaube des Pflegepersonals fördern Kindbettfieber und Todesfälle von Mutter und Kind. Der Mangel an gelernten Pflegekräften und schließlich auch das Misstrauen gegen sie als europäische Ärztin machen Anna Dengel depressiv.
Während einer Europareise und eines Aufenthaltes in Innsbruck rät ihr ein Jesuitenpater, eine in Verbindung mit der Leitung der katholischen Kirche stehende Gemeinschaft zu gründen (52). Der Erste Weltkrieg hatte Europa auch wirtschaftlich zerstört; deshalb reist Anna Dengel in die USA und hält zahlreiche Vorträge, um Geld für dieses Unterfangen zu beschaffen. Dort gründet sie 1925 ? eine Konstitution war erstellt ? ihre aus drei Mitschwestern bestehende Gemeinschaft. 1972 wirken insgesamt 700 Schwestern in indischen, amerikanischen, europäischen und auch deutschen Niederlassungen (129/150). Nur in ihrem Heimatland kann ?die Gemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern? - so ihr Name - nicht ?Fuß fassen? (131). Anna Dengel, jetzt nur noch ?Mutter Dengel? genannt, wird während eines jeden Generalkapitels zur Generaloberin gewählt.
Das Senfkorn der Entscheidung, als Missionarin Krankenpflege in Indien zu tätigen, wurde zum Baum einer Gemeinschaft, welche am 19. Juni 1959 von Papst Johannes XXIII. zu einem Institut päpstlichen Rechts erklärt wurde (118).
Anna Dengel stirbt 1980. Ihr Grab liegt auf dem deutschen Friedhof in Rom.
Rezensionen von Gerda Laurer:
Lächeln gegen die Kälte von Rudolf Alexander Mayr
Aussensicht der Innensicht
Dieses wunderschöne Buch über das Vergessen im Autobus zu vergessen ist schade und bedauerlich. Bedauern über das Vergessen. Listen schreiben, um nicht bedauern zu müssen, nicht zu vergessen. Das Büchlein mit den Listen vergessen. Namen vergessen. Adressen vergessen. Was haben ein Wal und eine Finnin gemeinsam? Sie haben fast vergessen, wo sie zu Hause sind und irren durch London.
Dort gehören aber weder der Wal noch Anna wirklich hin. Selja Ahava beschreibt in wunderschöner Sprache und berührenden Bildern die Geschichte von Anna, einer Finnin, die nach dem Schock über den Verlust des geliebten Mannes langsam ihr Gedächtnis verliert. Unaufhaltsam, traurig, verwirrend und doch letztendlich eigenartig rührend-schön und fast friedlich am Ende. Wie kann man als Aussenstehende wissen, was im Inneren von jemandem wirklich vorgeht, wie von aussen beschreiben wie es sich innen anfühlt, den Verstand zu verlieren?
Rezensionen von ManuManu:
Der Fürst des Parnass Eine Erzählung von Zafón Carlos Ruiz
Der Fürst des Parnass - kurze Erzählung des Autors wie alles begann..
Barcelona, 16. Jahrhundert
Der junge Buchdrucker Sempere trifft auf den verzweifelten Dichter Cervantes, der nach Erfolg schmachtet und, noch nichtsahnend, den großartigen Don Quijote schaffen wird. Der mysteriöse Verleger, Signor Corelli, verspricht ihm großen Ruhm - doch der Preis dafür ist hoch.
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Fazit--> geniale Kurzlektüre! Geburtsstunde des "Friedhofs der vergessenen Bücher", um den in den vorangegangenen Büchern des Autors schon diverse Geschichten spielen.
Absoluter, persönlicher Favorit unter den Autoren - kein anderer schreibt so mitreißend wie Zafón!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
Der Fürst des Parnass Eine Erzählung von Zafón Carlos Ruiz
Allmaehliches Vergessen ohne Schrecken
Eine wunderbar poetische Studie über das allmähliche Verschwinden der Wirklichkeit: Anna wird älter und gleitet nach und nach in eine Welt der Phantasie und der Vergangenheit, in ihrem Gedächtnis fehlen zuerst kleine, und dann immer größere Teile. Früher musste sie nach ein, zwei Worten suchen, heute kommen ihr ganze Gedanken abhanden, sagt sie, aber sie hat ihre Erinnerungen , und die bleiben.
Es ist ein Buch, bei dem man sich anfangs konzentrieren muss, damit man nicht selbst den Boden unter den Füßen verliert. Man kann sich vorstellen, wie es sein muss, wenn einem nach und nach die Dinge entgleiten und die Träume wichtiger werden. Aber allmählich lässt man sich auch als Leserin ein auf die Träume. Warum muss man immer wissen, was wirklich geschieht, warum soll man die Vernunft in den Vordergrund stellen, wenn die Phantasie so wirklich scheint? Es hat etwas von einem Zurückgleiten in die Welt von Kindern, wichtig ist, was ich jetzt sehe, was mir jetzt durch den Kopf geht. Und die unangenehmen Dinge, den Unmut der Umgebung, den Brand in der Wohnung, kann ich einfach ausblenden.
Und Anna vermittelt durchaus auch einen Eindruck von großer Stärke: sie weiß, dass nicht alles so ist, wie es ihr scheint, aber sie lässt sich nicht beirren. Sie geht ihren Weg, auch wenn er sie tagelang durch London führt und sie in die Irre geht, wie der Wal, der die Themse aufwärts in den sicheren Tod schwimmt. Die Zeit war Anna zwischen den Händen zerfallen, heißt es im Text, aber am Ende findet sie doch zurück auf die Insel im heimatlichen Finnland. Und man schließt das Buch und denkt, auch das Versinken im Alter und in der Demenz kann seinen Schrecken verlieren. Ein großartiger Roman, geschrieben mit dem leisen Humor, den ich an Büchern aus dem Norden Europas sehr schätze.
'Eksyneen muistikirja', der finnische Titel heißt übersetzt 'das verlorene Notizbuch' - trifft es besser, ist aber nicht so griffig wie 'DerTag, an dem ein Wal durch London schwamm' - aber was ist schon griffig am allmählichen Eintauchen im Nebel des Vergessens?






