Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesemama:
Beste Feinde daten nicht von Marit Bernson
Dateprofis unter sich
Bewertet mit 3,5 Sternen
Zum Buch:
Jess hat eine Kolumne für Datingtipps, in der sie sich gerne über Männer auslässt, die sie datet.
Marten nennt sich selbst Der Dateprofessor und hst ebenfalls einen Böog über Dating.
Dann geraten die beiden öffentlich in ihren Blogs aneinander und schließen ein Art Wette ab, wer die besseren Dates planen kann, wobei Jess nicht weiß, das Marten der Dateprofessor ist.
Meine Meinung:
Jess/Wanda hat einen Blog, in dem sie über ihre misslungenen Dates berichtet, ist zynisch und sucht die Fehler nur bei den Männern bzw. sucht die Männer nach ihren vermeintlichen Fehlern für ein Date aus.
Marten nennt sich Dateprofessor, hat ebenfalls einen Blog und gibt anderen Männern und auch Frauen Tipps, wie ein Date funktionieren kann, was sie richtig machen. Sucht aber im Prinzip genauso wie Jess seine Dates nach Kriterien aus, wie er sie am besten zurechtbiegen und richtigstellen kann. Da haben sich zwei gesucht und ich mochte es sehr wie zu Beginn die Fetzen flogen.
Erzählt wird abwechselnd aus Jess und Martens Sicht als Ich-Erzähler, so hat man einen besseren Überblick.
Es endet wie es enden soll, die beiden haben Gefühle, können aber nicht dazu stehen. Vor allem Martens Geheimnis empfindet Jess als abtörnend, wer mag aich schon angelogen werden.
Kurzum, nett zu lesen, hat durchaus seine witzigen, humorvollen Momente und mir den besten Freunden der beiden auch ganz nette Nebencharaktere, die schnell eine wichtige Rolle spielen.
Rezensionen von Miro:
Wie die Karnickel von Jasper Fforde
Kaninchenliebe
Wir reisen mit Jasper Fforde ins beschauliche Much Hemlock in England. Ein ruhiges kleines Dorf, wo der Tratsch noch im Kramladen weitergegeben wird.
Peter Knox lebt hier mit seiner Tochter ein unspektakuläres Leben bis ins Nachbarhaus eine Kaninchenfamilie einzieht. Jahre zuvor wurden durch ein "Ereignis" einige Tiere vermenschlicht und so leben nun Füchse, Dachse, Wiesel und eben Kaninchen unter den Menschen.
Doch nur die Kaninchen werden als Bedrohung wahrgenommen, weil sie sich sehr rasch vermehren.
Die Kaninchen sind extrem schlau, lernen schneller und mehr als Menschen und wollen eigentlich ein friedliches Leben führen, wie es in ihrer Natur liegt. Der Kaninchenweg könnte auch die Menschheit aus der Krise führen, wären die Menschen nur nicht so verbohrt und egoistisch.
Die Angst vor den Anderen hat eine rechtsextrem Gruppe hervorgebracht. TwoLegsGood schreckt vor nichts zurück, wenn es darum geht, Kaninchen aus dem Dorf zu vertreiben. Sie sollten alle in eine Kolonie umgesiedelt werden, die verdächtig einem Arbeitslager gleicht.
Peter Knox rutscht mehr oder weniger gewollt in den Widerstand und findet sich bald in den höchsten Rängen der Kaninchenregierung.
Die Kaninchen selbst sind vielschichtige Charaktere. Sie sind mal sympathisch, mal etwas nervig, mal ruhige und mal heißspornige Typen.
Die sozialen Konflikte im Dorf werden häufig satirisch überspitzt dargestellt, treffen aber beängstigend böse ins Schwarze. Mit dieser Satire hält uns der Autor einen Spiegel vor und zeigt uns gleichzeitig, wie wir es besser machen könnten.
Das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Daher muss ich leider einen Stern abziehen. Aber ich muss auch zugeben, dass es trotz der skurrilen Idee irgendwie realistisch ist.
Mir hat das Buch gut gefallen und ich bleibe weiterhin ein Fan des Autors!
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Wer am Ende übrig bleibt von Mark Flemming
Dieses Buch ist ein absolutes Highlight !
Schon Cover und Klappentext haben mich gefesselt und nach den ersten paar Seiten, war ich wie hypnotisiert von Mark Flemmings Buch :
Die Geschichte um Anne, die mit ihren ehemaligen Mitbewohner*innen zu einem Segeltörn aufbricht, ist spannungsgeladen und fesselnd aufgebaut. Die Stimmung auf der Yacht und auch der Charaktere untereinander sind vom Autor sehr gut übertragen und ich habe mich beim Lesen ein ums andere Mal von der düsteren Atmosphäre gefangen gefühlt.
Sowohl Anne, als auch die andere Charaktere sind toll aufgezeichnet und beim Lesen ist der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr hilfreich und spannend : so wird nämlich nach und nach klar, was wirklich passiert ist und wem man aus der Gruppe trauen kann.
Sehr packend und fesselnd zugleich ist das Buch von Mark Flemming, den ich schon nach kurzer Zeit kaum aus der Hand legen konnte. Das Locked-Room-Szenario, das vom Autor beschrieben wird, verdüstert die ganze Szene und lässt einen beim Lesen sehr gut mitfühlen, wie eng und nah alle beieinander in der Zeit auf der Yacht ausharren müssen.
Absoluter Lesegenus, perfekte Spannung und eine Atmosphäre, die einem beim Lesen Gänsehaut beschert – für mich ein absolutes Highlight !
Das Buch ist am 14. Januar 2026 im Droemer Knaur Verlag erschienen, bei dem ich mich für das Rezensions Exemplar bedanke. Dies hat meine Meinung natürlich nicht beeinflusst.
Rezensionen von peedee:
Do legst di nieda! von Stephan Maria Alof
Grossartig!
Stephan Maria Alof engagiert sich seit Jahrzehnten für die katholische Kirche. Der Glaube ist ihm seit jeher wichtig, doch sein Wunsch, katholischer Priester zu werden, war aufgrund seiner offen gelebten Homosexualität nicht möglich. Alof interessiert sich für viele Dinge und sorgt dafür, immer wieder Neues – auch oder gerade in Bezug auf die Kirche – zu wagen.
Die verlogene Doppelmoral von vielen katholischen Amtsträgern ist ihm zuwider; da er darüber nicht den Mantel des Schweigens legt, eckt er bei einigen an. Hier erzählt er aus seinem (Glaubens)Leben.
Erster Eindruck: Ein sympathischer Mann lächelt einem auf dem Cover entgegen; Buch- und Untertitel gefallen mir sehr gut.
Vorneweg (ja, immer gleich mit der Tür ins Haus stolpern): Ein grossartiges Buch! Mir ist der Glaube wichtig, aber ich bin keine grosse Kirchgängerin. Ich kenne Stephan Maria Alof nicht persönlich, aber ich konnte ihm bei so vielen Dingen einfach nur beipflichten. Was Alof aus seinem Engagement rund um die Kirche St. Maximilian in München erzählt, begeistert mich. Und aus der Zusammenarbeit mit Pfarrer Rainer Maria Schiessler (von ihm warten bereits zwei Bücher bei mir darauf, gelesen zu werden) entstehen offensichtlich wunderbare, aussergewöhnliche Dinge. Kirche darf auch Spass machen!
Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche – ein dunkelschwarzes Kapitel! Einerseits wollen die fehlbaren Personen ihren Glauben repräsentieren und die Gläubigen auf den rechten Weg führen, aber andererseits tun sie selbst schlimme Dinge, die das Leben von anderen dauerhaft verändern! Genau: Wasser predigen, Wein trinken! Das Schlimmste ist, wenn publik wird, wie viele höhere Instanzen über diese Fälle Bescheid wussten, aber alles vertuscht haben! Puh, ich sehe gerade meinen inflationären Gebrauch von Ausrufezeichen, aber dies zeigt eben auch meine Empörung. Und dann das: Frauen dürfen keine hohen Ämter in der katholischen Kirche bekleiden – weshalb nicht?
Der berufliche Weg von Alof ist nicht geradlinig, muss er aber auch nicht: Zuerst Krankenpfleger mit Wunsch, katholischer Priester zu werden, dann Gastronom (er eröffnet u.a. „Maria“, „Josef“ und „Jessas“), zurück in die Pflege und dann kümmert er sich um Bestattungen. Und dazu: ehrenamtlicher Kirchenpfleger. Hut ab!
„Und wenn die Theologen und Glaubenspräfekte der Kirche sagen: ‚Du darfst die Oblate keinem Nicht-Katholiken geben‘, ist mir das so was von wurscht. Ich halte mich an Christus und sein Vorbild. Punkt. Amen.“
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir hat der Schreibstil sehr gefallen. Von mir gibt es wohlverdiente 5 Sterne.
PS: Ich habe für dieses Jahr eine Reise nach München geplant und da werde ich der Kirche St. Maximilian doch auch einen Besuch abstatten (seit Ostern 25 ist sie jedoch aus Bausicherungsmassnahmen vorübergehend geschlossen). Vielleicht schaffe ich es ja auch, einen Gottesdienst mit Pfarrer Schiessler zu besuchen – wer weiss?
Rezensionen von nil_liest:
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross
Ein Nein, das nachhallt – und eine ganze Stadt in Bewegung setzt
Was passiert, wenn man im falschen Moment das einzig Richtige tut? Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross ist genau dieser Roman: einer, der leise beginnt, dann unaufhaltsam Kreise zieht – durch eine Familie, eine Kleinstadt, durch moralische Gewissheiten, die plötzlich brüchig werden.
Die Blums lassen Brooklyn hinter sich und hoffen in Riverburg auf einen Neuanfang.
Mehr Platz, weniger Lärm, eine sichere Professur für den Vater, neue Möglichkeiten für die Mutter, ein überschaubares Leben. Doch gleich an Hazels erstem Schultag kippt diese Hoffnung. Der Schulleiter bittet sie ins Büro – und offenbart ein Machtspiel, das so ungeheuerlich wie erschreckend routiniert ist. Hazel sagt Nein. Kein großes Pathos, kein heroischer Monolog. Einfach ein Nein. Und genau darin liegt die Wucht dieses Romans.
Jessica Berger Gross erzählt nicht die Geschichte eines einzelnen Übergriffs, sondern die Geschichte seiner Folgen. Der Fokus verschiebt sich: weg vom Täter, hin zu den Erschütterungen, die sein Handeln auslöst. Hazel wird nicht zur Projektionsfläche eines Skandals gemacht, sondern bleibt eine junge Frau mit Plänen, Ängsten, Zweifeln. Gleichzeitig bekommen auch Mutter, Vater und Bruder ihre eigene Stimme. Diese Perspektivwechsel sind klug gesetzt: Sie zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit Ohnmacht, Wut, Schuldgefühlen und öffentlichem Druck umgehen – und wie wenig kontrollierbar die Dynamiken einer vermeintlich „netten“ Kleinstadt sind.
Der Ton des Romans ist bemerkenswert: ernst, aber nicht erdrückend. Es gibt feinen Humor, absurde Momente, Alltag, der weiterläuft, obwohl nichts mehr ist wie zuvor. Gerade das macht die Geschichte so glaubwürdig. Nicht alles explodiert, nicht alles wird gelöst. Manche Dinge verlaufen im Sande, andere hinterlassen Spuren. Und genau so fühlt sich Realität an.
Hazel sagt Nein ist Bookclub-Fiction im besten Sinne: ein Roman, der Diskussionen provoziert, der Fragen stellt nach Macht, Glauben, Wegsehen – und nach dem Mut, sich selbst treu zu bleiben, auch wenn die Konsequenzen unüberschaubar sind. Kein reißerisches MeToo-Drama, sondern ein vielschichtiges Familienporträt mit gesellschaftlichem Nachhall.
Ein Debüt, das lange im Kopf bleibt. Und ein Nein, das man nicht mehr überhört.
Rezensionen von Ulla:
Mr. Saitos reisendes Kino von Annette Bjergfeldt
wenn die Welt auf eine kleine Insel kommt
Carmelita, genannt Lita, wurde 1927 auf einer Tanzfläche in Buenos Aires von einem Unbekannten in Bugatti Schuhen gezeugt. Ihre Mutter Fabiola wurde als Säugling in einem Kloster abgegeben und wuchs dort auf, doch die Nonnen bekamen das übersprudelnde Temperament von Fabiola nicht in den Griff. Ihr Leben waren Schuhe, für die sie ein erstaunliches Verkaufstalent entwickelte und der Tango.
Auch Lita verbrachte ihre ersten Lebensjahre im Kloster bis sie beide es verlassen mussten. Wenig später, auf Grund politischer Unruhen, flohen sie auf einem Frachter und landeten auf der kanadischen Insel Upper Puffin. An den rauen aber herzlichen Menschenschlag musste sich Fabiola erst gewöhnen, während Lita in Oona sofort eine Freundin fand. Der Tierarzt heilte auch Menschen und nebenbei war er für den schulischen Unterricht der beiden Mädchen zuständig. Die Insel lag einsam und abgelegen, doch ein Mal im Jahr kam die Welt zu ihnen wenn Mr. Saito mit seinem Wanderkino neue Filme mitbrachte. Er begeisterte auch Lita und Oona mit seiner Arbeit und brachte ihnen das Schneiden der Filme und das Geräuschesammeln für die damaligen Stummfilme bei.
Wir erleben aus der Sicht von Lita wie ihr Leben und das der anderen Einwohner von Upper Puffin verlief und über das Erbe, dass ihnen Mr. Saito hinterließ. Über Jahrzehnte hinweg mit allen Höhen und Tiefen, über Streitereien und Zusammenhalt, über den Ausbruch des zweiten Weltkrieges und den Hass auf alles japanische, fühlen wir mit diesen Menschen mit.
Der Roman ist wortgewaltig und wartet mit vielen poetischen und fantasievollen Wortspielereien auf. Die Geschichte geht ans Herz ohne je ins kitschige zu verfallen. Eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Streiflicht:
Mord im Nacktschnecken-Milieu von Elke Schwarzer
Anders, unterhaltsam und informativ
Schon beim ersten Blik auf das Cover war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt haben und lesen muss. Ich liebe den Garten, Pflanzen und auch die Gartenarbeit. Mit den Händen in der Erde wühlen, das tut mir gut, und es ist einfach toll zu sehen, welche Wunder die Natur entfalten kann. Wie aus einem winzigen Samen eine Tomatenpflanze werden kann, aus einem Körnchen ein ganzer Baum und wie einfach alles ineinandergreift, wie der Regen, die Sonne, die Erde und die Pflanzen eine Einheit bilden.
Das ist absolut fasziniernd für mich.
Außerdem mag ich Sachbücher sehr gerne, Krimis sowieso. Da war dieses Buch also perfekt für mich. Der Untertitel "Mysteriöse Kriminalfälle in deinem Garten" hat mich total neugierig gemacht. Und dann hab ich es aufgeschlagen und war noch mehr hin und weg. Schon die erste Seite, die eigentlich das Inhaltsverzeichnis ist, ist ein absoluter Hingucker mit den Bildern in schwarzweiß und den roten Fäden, die Verbindungen zeigen. Es geht von Einbruch & Vandalismus über Raub & Diebstahl zu Mord & Totschlag. Aber man kann auch einfach quer lesen und sich einen speziellen Fall vornehmen, der einen besonders interessiert.
Ich mag den Humor der Autorin, der sich schon in den Titeln der jeweiligen Fälle zeigt: Klau am Bau, Der apokalyptische Schneckenreiter, Gärtnern mit Geistern oder Krawall im Kräuterbeet.
Jeder Fall geht über mehrere Seiten mit tollen Fotos und Illustrationen, die begeistern. Nach der Fallbeschreibung geht es zum Tatort, Zeugen werden gehört, Indizien werden gesammelt. Dann werden Verdächtige vorgestellt und auch wieder ausgeschlossen, bis dann auf einer letzten Doppelseite der jeweilige Täter ganz genau vorgestellt wird. Dabei habe ich wirklich viel Interessantes erfahren - gerade auch, was die Motive der jeweiligen Schandtaten betrifft.
Wer Humor mag, krimiaffin ist und sich für Garten, Pflanzen und Tiere interessiert, wird dieses ganz besondere Gartenbuch lieben!
Rezensionen von Nele33:
Middle of the Night von Riley Sager
lebendige Charaktere
Ethan Marsh ist zurück an den Ort seiner Kindheit gekommen, da seine Eltern in Florida ihr Rentner-Dasein verbringen wollen. Nun sitzt er wieder im Haus seiner Albträume, die nicht weniger werden, seitdem sein Freund Bill vor 30 Jahren beim gemeinsamen Zelten im Garten dieses Hauses verschwunden ist.
Schon in der ersten Nacht alleine in dem Haus spürt Ethan, dass etwas nicht stimmt: Er ist überzeugt Billy zu spüren. Lebt er womöglich noch und ist jetzt zurückgekommen?
Diese Vision löst sich nach einem Leichenfund bald in Luft auf, doch Ethan sucht obsessiv weiter nach der Wahrheit und muss sich dabei auch seinen eigenen Ängsten stellen.
Der Autor versteht es gekonnt eine düstere und bedrohliche Atmosphäre rund um den Ort Hemlock Circle zu schaffen. Die Charaktere, alle aus Ethans und Billys Vergangenheit scheinen alle mehr zu wissen, als sie bereit sind zuzugeben.
Die Spannung ist nicht besonders hoch und auch den weiteren Verlauf konnte ich schnell erahnen, dennoch hat der Schreibstil mich am Lesen gehalten. Besonders gefallen mir die Charakterisierung der einzelnen Charaktere, die altersentsprechend gezeichnet sind.
Die eingeschobenen Vergangenheit-Episoden machen das Buch lebendig.
Ein Buch für Nebenher mit Unterhaltungswert.
Rezensionen von Murksy:
Spaceboy von Frank Schätzing
Der ewige Bowie
Über Bowie wurde schon unendlich viel geschrieben und interpretiert. Über seine Kunstfiguren, seine vielfachen Persönlichkeiten, seine Mode und natürlich seine Musik. Bowie war und ist immer noch einer der einflussreichsten Gestalten im Musikgeschäft. Er setzte Trends und Maßstäbe, veränderte Stile und beeinflusste Generationen von Künstlern.
So auch Frank Schätzing, ein künstlerisches Multitalent, der mit seinen Büchern mit das erfolgreichste geschrieben hat, was auf dem deutschen Markt zu finden ist. Genauso umstritten wie die Platten von Bowie, sind aber auch die Bücher von Schätzing. Manchmal haben beide den Bogen überspannt. Bowie durch seine Experimente, Schätzing durch seine vor Wissen strotzenden Texte, die manchmal etwas zu besserwisserisch klingen mögen. Spuren dieser, nennen wir es Arroganz, sind auch in diesem durchaus unterhaltsamen Buch zu finden. Wenn er über eine Seite lang nur Musikrichtungen aufzählt, wirkt das doch etwas penetrant. Auch etwas ermüdend ist seine wiederholte Darstellung des jungen Schätzing, der gehemmt ist, keinen Zugang zu Mädchen findet und sich als Einzelgänger fühlt. Das geht vielen Kinder und Jugendlichen so, muss man das allerdings über Kapitel hindurch breittreten? Im Kontext vielleicht schon, aber etwas weniger Nabelschau hätte dem Buch gut getan. Schätzings Seelenverwandtschaft zu Bowie ist die Kernbotschaft des Buches. Wäre der Autor dort gelandet, wo er heute ist, ohne Bowie? Vermutlich schon. Vielleicht auf anderem Wege, aber Talent hat man, oder nicht. Und genau wie Bowie hat Schätzing viel davon. Die Erzählweise ist amüsant und intelligent. Die Interpretationen zu Bowies Werk lesenswert, wenn natürlich jeder einen anderen Blickwinkel hat. Ich bewerte manche Platten von Bowie durchaus anders. Was das Buch aber sehr gut darstellt, ist die kulthafte Verehrung, die mancher Künstler erfährt. Vor allem wenn die betroffenen Personen unsicher sind, Kontaktschwierigkeiten haben und ihren Platz im Leben suchen. Idole können hier helfen. Können aber auch in ein Nichts führen, vor allem, wenn das Idol plötzlich verschwindet oder nicht die Erwartungen erfüllt. Bei Schätzing war das Erlebnis eher positiv prägend. Sein großes Vorbild hat ihm den Weg gewiesen und seine Laufbahn unterstützt. Das Buch ist somit eine Mischung aus Biografie über Bowie, eine Spur Autobiographie über Schätzing und auf jeden Fall eine gute Unterhaltung für die Fans beider Lager.
Rezensionen von KersG:
Die Stimme unseres Körpers von Ingo Froböse
Ich hatte mir mehr erwartet
Mich hat der Titel des Buches direkt angesprochen, daher wollte ich es unbedingt lesen. Auch weil mich dieses Thema sehr interessiert und ich gerne etwas Neues lerne. Der Titel und das Inhaltsverzeichnis klangen für mich sehr vielversprechend.
Auch das Cover gefällt mir sehr gut, mit den warmen und lebensfrohen Farben.
Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Für Anfänger ist es zu komplex geschrieben. Zu viele Fachbegriffe und komplizierte Schreibweise.
Ich habe mich selbst schon viel mit diesem Thema beschäftigt und leider war für mich nicht wirklich was neues dabei. Auch war mir die Schreibweise zu trocken und hat mich nicht mitgerissen.
Den Anfang fand ich noch ganz okay, aber dann wurde es für mich einfach zu anstrengend und langatmig zu lesen.
Gut finde ich, dass es immer wieder Abschnitte mit zusätzlichen Infos zu Studien oder Tests gibt.
Zur Auflockerungen wären ein paar Grafiken gut gewesen, um das Geschrieben zu veranschaulichen. So blieb es großteils bei der trockenen Theorie. Ich habe das Buch nach ca. der Hälfte nur noch überflogen.
Ich finde es schade, da ich dieses Thema sehr wichtig finde und wir wieder mehr zu uns selbst zurückfinden sollten. Unseren Körper wieder besser verstehen und mehr darauf hören, was er uns mitteilt.











