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Rezensionen von LesenIstLeben:

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Mo & Moritz von Julya Rabinowich

Mo & Moritz - toller Jugendroman mit aktuellem Thema

Julya Rabinowich ist mit ihrem Jugendroman „Mo & Moritz“ ein bewegendes und sehr aktuelles Buch gelungen. Dieser Roman lässt die Leserin nicht mehr los. Mit Leichtigkeit und wie im Rausch liest man sich durch die 220 Seiten dieser wunderbaren Geschichte.

Mo, ein junger Mensch mit muslimischen Wurzeln, fliegt aus der Schule und beginnt eine Lehre in einem Wiener Nobelfriseur.

Dort, in dieser völlig anderen, sehr noblen Welt, erlebt er Gleichberechtigung, Anerkennung und Unterstützung und fühlt sich endlich angekommen. Bei seinem Einsatz auf dem Opernball begegnet er Moritz, ein Junge aus jüdischer Familie und verliebt sich.
Eine turbulente, sehr emotionale Reise beginnt… Dürfen sich die beiden lieben? Was sagen ihre Familien? Können die beiden Vorurteile und Grenzen überwinden?
Als Mo unfreiwillig in Anschlagpläne involviert wird, droht ihr Leben aus den Fugen zu geraten.

Julya Rabinowich schafft es mit ihrer feinen, emotionalen und direkten Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die uns sehr nah an Mo und seine Gedanken lassen. Man hat das Gefühl, Mo und Moritz auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten. Es ist ein Fest, diesen Roman zu lesen.
Das Cover, als Softcover gestaltet, mit der gewählten Schrift hat mich sehr angesprochen. Die Zeichnung in passender Farbe und Form ist einfach wunderschön. Auch die Gestaltung der Innenseiten mit Text und Bild passt ausgezeichnet zu diesem Buch und ist ein echter Hingucker.

„Mo & Moritz“ von Julya Rabinowich ist ein außergewöhnlicher Jugendroman und eine absolute Leseempfehlung, nicht nur für jungen Menschen.

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Mo & Moritz

Rezensionen von Streiflicht:

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Der Cortisol-Code von Svea Golinske; Peter Heilmeyer

Spannende Erkenntnisse

Dieses Buch hat mich total angesprochen, weil die Fragen genau meine sind ... Müde trotz Schlaf, Bauchfett trotz achtsamer Ernährung, Gereiztheit, Erschöpfung, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme. Schon länger frage ich mich, warum das alles so ist und was ich dagegen tun könnte. Liegt es vielleicht wirklich am Cortisol, das bei mir aus dem Gleichgewicht geraten ist?

Die Lektüre empfand ich als sehr spannend und trotz des medizinischen Themas durchaus angenehm.

Ich interessiere mich schon immer für Biologie und Medizin, daher bin ich da ein bisschen im Thema, aber ich denke, den Autoren ist es gelungen, das Thema sehr alltagstauglich darzustellen. Das hat mir gut gefallen, denn es ist ja ein Sachbuch, das jeden Interessierten abholen soll.

Besonders spannend fand ich am Anfang die Einführung ins Thema. Obwohl Cortisol so wichtig für unseren Körper und die Abläufe im Alltag ist, war auch mir vieles nicht bekannt - genau das, was die Autoren auch schreiben, dass viele das gar nicht so genau kennen oder wissen. Ich habe wirklich viel Wissenswertes gelesen und mich an vielen Stellen wiedererkannt. Ich finde es auch super, dass das Buch dann auch Lösungsansätze vorschlägt und sogar einen Reset. So soll man in nur 30 Tagen wieder zu eienm ausgeglichenen Cortisol-Haushalt kommen. Ob das wirklich immer funktioniert, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber das kann ja jeder auch mit seinem Arzt besprechen.

Für mich jedenfalls ein Buch, das mir an mancher Stelle die Augen geöffnet hat und das ich sicherlich noch öfter in die Hand nehmen werde. Bin gespannt, ob es auf Dauer hilft, wieder fitter, wacher und gesünder zu werden!

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Der Cortisol-Code

Rezensionen von Pearl:

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Ein Pakt aus Asche und Blut – Sonderausgabe von Sabine Riedel

Mystisch

Hinter dem tollen Cover des Romans … Ein Pakt aus Asche und Blut verbirgt sich die spannende Geschichte die im Gestern und Heute spielt. Hauptort der Handlung ist Ratingen. Mark ein Feuerwehrmann hat während in einem großen Waldbrand eine Vision von einer Frau die mitten in den Flammen steht und die er unbedingt retten will, die aber scheinbar nur er sieht.

In der Gegenwart reist der Leser dann fünfhundert Jahre zurück und hier geht es um Helene eine Heilerin, deren Schwestern als Ketzerin verbrannt werden soll, aber der es gelingt sie noch schwer verletzt zu befreien.
Fazit:
Der Roman enthält schon so einige grausame wie heftige Passagen, die man erwarten muss nach dem Klappentext, aber auch schon beim Buchtitel. Die Handlung kommt sehr facettenreich von mythisch bis geheimnisvoll und mit viel Fantasie daher. Für Fans dieses Genres ein Muss.

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Ein Pakt aus Asche und Blut – Sonderausgabe

Rezensionen von Gute_Laune:

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The Woman in Suite 11 von Ruth Ware

Naivität in Reinkultur

Nach ihrem traumatischen Erlebnis auf der AURORA hat Lo Blacklock ihr Leben mit Mann und Kindern aufgebaut. Sie möchte wieder Fuß in ihrem Job als Reisejournalistin fassen. Da erhält sie die Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels. Lo wird schon am ersten Tag unangenehm mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, doch das ist erst der Anfang.

Da ich The Woman in Cabin 10 echt klasse fand, hab ich mich sehr gefreut, dass die Autorin ihre Heldin so viele Jahre später erneut auftreten lässt. Allerdings habe ich das Gefühl, sie fand selbst nicht so richtig gut in die eigene Story hinein. Beim Lesen war es wirklich erschreckend, wie wenig ich Anschluss an die Geschichte und die Figuren fand. Noch erschreckender ist jedoch, dass ich meine mühsam aufgebaute Verbindung auch immer wieder verloren habe.

Laura Blacklock, genannt Lo, ist unfassbar naiv. Wo bei mir die Alarmglocken laut schrillen, tapert sie fröhlich weiter mitten in die laufende Kreissäge. Das hat bei mir leider dazu geführt, dass ich das Buch immer wieder ein paar Tage liegen lassen musste, um ohne eine Art Wut auf Lo weiterlesen zu können. Wie kann Lo nach ihren Erlebnissen auf dem Schiff so schrecklich einfältig sein?

Etwas unangenehm sind auch die ständigen Anspielungen auf die Ereignisse auf dem Luxuskreuzfahrtschiff. Ich habe das Buch gelesen, mochte es sehr, doch nach neun Jahren waren nur noch Fragmente der Erinnerung da. Also hätte ich theoretisch das Buch noch mal lesen müssen, um wieder alles präsent zu haben. Wie muss es dann sein, wenn man den Vorgänger gar nicht kennt?

So sehr sich die Story zieht, hat sie auch immer eine gewisse Spannung. Leider baut die irgendwann tatsächlich fast hauptsächlich darauf auf, welche Dummheit Lo nun schon wieder anstellt. Es gibt einige nette Twists und Wendungen, die aber nicht ganz so überraschend sind, als dass sie alle Schwächen ausgleichen könnten. Ständig dachte ich an das Sprichwort Fool me once, shame on you, fool me twice, shame on me.

Es ist so schade. Ich mag die Autorin, finde die Grundidee des Buches gar nicht so übel, aber es fehlt einfach so viel, um mich zu begeistern. Schlecht finde ich die Story nicht. Aber mehr als drei Sterne mag ich einfach nicht geben. Und das, nachdem Woman in Cabin 10 die vollen fünf Sterne von mir bekam. Das macht mich traurig.

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The Woman in Suite 11

Rezensionen von Streiflicht:

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Michael Magone und der wirkliche Mut von Thomas Brezina

Macht Mut

Früher hab ich öfter Bücher von Thomas Brezina gelesen, dann eine ganze Weile lang nicht mehr. Nun bin ich über dieses Buch gestolpert und gerade der Bezug zu Don Bosco hat mich total neugierig gemacht. Also hab ich mich in die Lektüre gestürzt und konnte gar nicht mehr aufhöre, nachdem ich einmal angefangen hatte mit dem Lesen.

Michael und seine Bande hatte ich schnell ins Herz geschlossen. Ich fand es sehr traurig, dass die Kinder selbst denken, dass sie schlechte Menschen sind, weil sie stehlen, und auch nicht glauben, eine Zukunft zu haben. Das hat mich sehr berührt. Wie schön, dass es schon damals Menschen wie Don Bosce und die alte Arianna gegeben hat, die ganz anders dachten und den Kindern von der Straße eine Zukunft geben wollten.

Das Thema ist kindgerecht aufgearbeitet und zeigt, was wirklich Mut ist. Nicht Gewalt und Gegengewalt, Machtausübung oder ähnliches, sondern Freundschaft und das Vertrauen in andere! Eine tolle Botschaft, die mir gut gefallen hat! Gleichzeitig wird über die historische Gestalt von Don Bosco erzählt, quasi nebenbei. So kann man auch Geschichtswissen vermitteln! Ein tolles Buch!

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Michael Magone und der wirkliche Mut

Rezensionen von tonton:

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Mandalu, was sagst denn du? von Birgit Fuchs

Schönes Kinderbuch in Reimen

"Mandalu, was sagst denn du?" ist ein süß geschriebenes Buch für Kinder ab zwei Jahren.
Die Geschichte ist einfach zu verstehen: Mandalu ist ein kleines Märchentier, am Anfang ganz alleine. Er spaziert durch den Wald, lernt verschiedene Tiere und Pflanzen kennen, und ist am Ende nicht mehr so einsam.

Das Buch ist in Reimen geschrieben und jede Seite fängt mit dem gleichen Satz an: "Mandalu, was sagst den du?". Auch wenn nicht alle Reimen komplett gelungen sind, macht das Buch Spaß zum Lesen, insbesondere bei den kleinen, die diese Wiederholungen sehr toll finden. Durch diese wiederholte Texte, die Kinder schnell lernen,  und die tollen Bilder, wo es viel zu entdecken gibt, wird dieses Buch zu einer Art Mitmachbuch.
Der Zeichenstil ist nicht ganz meins: Die Illustrationen sehen wirklich sehr "computer-gemalt" aus. Das ist aber Geschmackssache und wird Kinder sicher nicht stören.

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Mandalu, was sagst denn du?

Rezensionen von Katzenmicha:

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Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand von Baek Seungyeon

Die Kunst Briefe zu schreiben

Hyoyeong und Hyomin sind Schwestern und standen sich immer sehr nahe.Als Hyomin wegen Betrugs von zu Hause wegläuft, ist die 28-jährige Hyoyeong gezwungen, ihre Karriere aufzugeben.Und das gerade als die Mutter operiert werden muss und der Vater ihr so viel Geld geliehen hat .Hyoyeong übernimmt die Verantwortung für ihre Familie.

Hyoyeong nimmt einen Job in einem kleinen Briefladen in Seoul an,der einem Freund gehört.Dort entdeckt sie nach und nach die besondere Kraft hand geschriebener Worte.Der Laden hat viele Stammkunden und Hyoyeong , lernt diese Menschen immer besser kennen und findet in einigen von ihnen echte Freunde….

Es ist das Romandebüt der südkoreanischenAutorin Baek Seungyeon,sie hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Das Cover ist mit dem Eingang zum Briefladen gestaltet und zieht einen in seinem Bann.Die Geschichte des Buches zeigt wie sich Freundschaften endwickeln können,sehr gerne 5 Sterne .

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Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand

Rezensionen von Sternzauber:

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Die Liebe, später von Gisa Klönne

Persönliche Entwicklung und Neuausrichtung einer Ehe – intensiv und authentisch

Der Titel fühlt sich für mich etwas sperrig an, aber ich mag das Cover von „Die Liebe, später“ mit dem abgewandten Frauengesicht und den harmonischen Farben. Dieses Bild alleine enthält schon eine Geschichte und das gefällt mir sehr.

Gisa Klönne erzählt in diesem Buch die Geschichte von Kora und Anselm.

Die beiden sind glücklich verheiratet und führen ein perfekt austariertes Leben zwischen Nähe und Distanz. Doch dann muss sich Kora einer schweren Herz-OP unterziehen und ihr ganzes Leben gerät aus den Fugen. Sie weiß nicht mehr, wer sie ist und was sie (noch) kann. Ihr Alltag, ihr Beruf und auch ihre Ehe stehen auf dem Prüfstand und während Anselm die Rente einreicht, Zeit mit Kora verbringen und sich den Traum eines Libellenteiches erfüllen will, flüchtet sie und beschäftigt sich mit Menschen, Erlebnissen und Gefühlen aus der Zeit als junge Frau…. Ob die Beiden sich selber und wieder zueinander finden werden?

Ich kannte bisher kein Buch der Autorin und wusste daher gar nicht, was mich bei dieser Lektüre erwartet. Somit wurde ich sehr positiv davon überrascht, dass Gisa Klönne in sehr angenehm flüssigen Stil schreibt, umgehauen hat mich jedoch die Intensität ihres Textes: Ich konnte in der Lektüre ganz in Koras Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen, mit ihr fühlen, mit ihr zweifeln, hadern und neue Hoffnung schöpfen – denn die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt. Ich war so nah an ihr dran und Gisa Klönne ist es gelungen sie so authentisch zu zeichnen, dass ich nie irritiert war – all ihre Handlungen, Gefühle, Gedanken und Zerrissenheiten, waren, wenn auch natürlich nicht immer logisch, für mich absolut nachvollziehbar und stimmig. Ich durfte mit Kora durch ihr Leben reisen, konnte durch Erfahrungen in früheren Jahren immer besser verstehen, warum sie sich nun fühlt, wie sie es eben tut und sie immer besser kennen lernen.

Aber neben den individuellen Belangen Koras, spielt auch die Ehe mit Anselm eine wesentliche Rolle im Buch. Es wird wunderbar deutlich, wie sehr sich die Gefühle und Bedürfnisse des einzelnen Menschen auf die Beziehungsqualität auswirken und wie sehr Veränderungen ein erfolgreiches und harmonisches Gefüge (zer-)stören können. Ich kenne bisher kein anderes Buch, das die fragile Beständigkeit einer Ehe so feinfühlig, so intensiv und so gekonnt einfängt und das Höhen und Tiefen so sensibel ausleuchtet.

Die ProtagonistInnen dieser Geschichte befinden sich in einem ganz anderen Lebensabschnitt als ich, beschäftigen sich mit ganz anderen Herausforderungen und stehen an anderen Wendepunkten – und doch hat mich die Geschichte erreicht, stark berührt und in ihren Bann gezogen, ich konnte mich mit Kora identifizieren. Besonders toll finde ich auch kleine Einschübe im Fluss der Geschichte, die immer wieder 5 Dinge aufzählen, die Kora und ihre Ehe noch näher beschreiben. Für mich ist dies ein tolles Element, das der Intensität noch mehr Tiefe verleiht und ich mochte es auch sehr, dass die Geschichte immer wieder aus verschiedenen Zeiten berichtet. So erfahren wir LeserInnen Geschehnisse aus dem Jetzt, genau so, wie aus der Zeit der OP und Rehabilitation oder aus früheren Jahren.

„Die Liebe, später“ ist für mich ein sehr lebendiges, intensives und authentisches Portrait einer Ehe, aber auch und vor allem einer sehr persönlichen Entwicklung. Es geht um Veränderungen, Neuanfänge, den Sinn des Lebens, eigene Bedürfnisse, Gefühle, die Aufarbeitung der Vergangenheit und Verluste, aber auch um Hoffnung, zweite Chancen und neue Möglichkeiten und um die Liebe in all ihren Facetten. Gisa Klönne ist ein sehr dichter und außergewöhnlicher Roman gelungen, der mich zum Nachdenken anregte und den ich von Herzen weiter empfehlen möchte – viel Freude beim Eintauchen!

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Die Liebe, später

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Unter fernem Himmel - Gebrochene Versprechen von Jana Beck

Toller zweiter Teil

Nachdem mich Teil 1 so gefesselt und begeistert hat, bin ich natürlich direkt mit dem zweiten Teil gestartet :
Ich bin quasi nahtlos in das Buch gestartet und habe mich direkt wieder in der Geschichte um Louisa wohlgefühlt.
Auch hier wieder ist der Schreibstil von Jana Beck flüssig und authentisch und genauso sind auch ihre Charaktere : alle toll aufgezeichnet und beschrieben und die Hauptfigur Louisa ist mir ja schon im ersten Band ans Herz gewachsen.

Hier entwickelt sich die junge Frau weiter und findet Stärke und verliebt sich in den jungen Goldgräber Finn – aber kann sie ihm vertrauen ?
Spannend und interessant entwickeln sich Figuren und Handlungen und so ist es kaum möglich, das Buch zur Seite zu legen – ich bin nur so durch die Geschichte geflogen, weil ich kaum erwarten konnte, wie es weiter geht.
Jana Beck hat hier eine tolle Fortsetzung der Tanzmädchen Saga geschrieben, die dem ersten Band in nichts nachsteht, im Gegenteil – ich finde, dadurch, dass man Lousia schon im ersten Teil so nah begleiten durfte, hat mich dieser Teil wieder total abgeholt.
Nun heißt es wieder : Freude und Spannung auf den dritten Teil und dafür gibt es von mir eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung.

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Unter fernem Himmel - Gebrochene Versprechen

Rezensionen von ReiShimura:

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Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross

Zwischen Intensität und Überfrachtung

Autorin Jessica Berger Gross hat sich für ihren Debütroman ein alles andere als leichtes Thema ausgesucht und ich war sehr gespannt auf die Umsetzung des Ganzen. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nicht vollständig überzeugen konnte und ich das Gefühl habe, dass die Autorin hier zu viel wollte.

Dabei hat eigentlich alles sehr gut angefangen. Der erste Teil des Buches konnte mich restlos überzeugen und ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonisten waren interessant, die Geschichte stimmig und packend und ich konnte ab der ersten Seite in die Geschichte eintauchen. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie das Buch nicht nur auf Hazel konzentriert, sondern ihre ganze Familie. So wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Hazel, ihrem Bruder Wolf und auch ihren Eltern Claire und Gus erzählt. Die Wechsel waren klar strukturiert und sehr eindeutig und auch wenn ich meine Lieblingsperson hatte, haben mir alle Perspektiven sehr gut gefallen.

Der packende Schreibstil, die interessanten Charaktere und die berührend-schockierende Handlung haben bei mir das Gefühl ausgelöst, dass es sich hierbei bereits um eines der Lesehighlights des Jahres handeln könnte. Leider kam dann der Umschwung und es ging meiner Meinung nach stark bergab, auch wenn ich sagen muss, dass die Autorin am Ende das Steuer noch ein klein wenig herumgerissen hat.

Zu Beginn des Buches hat sich Jessica Gross Berger vor allem auf das Thema se*ueller Missbrauch konzentriert. Dies hatte ich nach dem Lesen des Klappentextes auch so erwartet. Leider kamen dann von Seite zu Seite mehr Themen hinzu. Einige davon wie die #MeToo Bewegung waren zu erwarten, genauso wie das Feminismus Thema. Beides passt hervorragend zur Ausgangssituation. Allerdings macht die Autorin hier noch nicht Halt, sondern fügt auch noch Antisemitismus, Misogynie, Depressionen, ADHS und die Cancel Culture hinzu.
Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass die Autorin eine Liste an Themen zum Abhaken vor sich hatte. Dieses Gefühl wurde vor allem dadurch unterstrichen, dass die meisten Dinge angesprochen wurden, man war kurz entrüstet und dann wurde kein Wort mehr darüber verloren. Zu viel verpufft hier einfach als Nebensächlichkeit.

Mein größter Kritikpunkt an dem Buch ist allerdings, dass es zu wenig mit der Realität zu tun hat. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich den Punkt nur sehr vage ausführen. Daher nur so viel, die Handlung driftet sehr stark in eine stark konstruierte und märchenhafte Richtung ab und spiegelt kaum mehr die Realität von Missbrauchsopfern dar.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass dieses Buch sehr gute Ansätze hat und viele wichtige Themen aufwirft. Es ist eine berührende Geschichte, in der meiner Meinung nach aber mehr Potential gewesen wäre. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Hazel sagt Nein