Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bibibabby:
Eine Gouvernante für den Duke von Mariah Stone
Eine spannende Liebesgeschichte für alle, die es mit der historischen Genauigkeit nicht so genau nehmen
Ich bin bei diesem Buch etwas zwiegespalten, denn ich fand die Geschichte wirklich gut, erwarte von einem historischen Roman aber auch ein gewisses Maß an historischer Genauigkeit, zumindest was Verhaltensweisen und Einstellungen angeht. Dieses Buch hat die Aussetzung der Ungläubigkeit bis an ihre Grenzen strapaziert.
Es gibt einige Dinge, die ich etwas ungewöhnlich fand und die vielleicht besser hätten begründet werden sollen. Zum Beispiel, wie gelassen Temperance auf die Dildos reagiert. Eine wohlerzogene Dame hätte wohl entsetzt reagiert; selbst heutzutage wäre es meiner Meinung nach zumindest ein kleiner Schock, wenn eine Frau eine solche Sammlung im Haus eines Mannes entdecken würde. Auch die Tatsache, dass der Duke kochen kann, wirkt seltsam. Wie oft macht er das, dass er so genau weiß, wo sich alles in der Küche befindet?
Trotzdem habe ich weitergelesen. Die Handlung ist fesselnd und enthält mehr Action, als ich erwartet hatte. Ich habe das Gefühl, dass sowohl die Geschichte als auch die Figuren viel Tiefe besitzen, was den Roman insgesamt interessant macht.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er stark handlungsorientiert ist. Die Autorin verliert sich nicht in überflüssigen Details, und das Buch lässt sich mühelos lesen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass das Potenzial der Geschichte nicht voll ausgeschöpft wurde. Die Autorin streut viele vielversprechende Details ein, und obwohl einige Momente genau die richtige Portion Herzschmerz hatten, blieben viele kleine Szenen eher oberflächlich. In diesen Momenten konnte ich keine echte Verbindung zu den Figuren aufbauen, obwohl sie komplex und eigentlich sehr interessant sind. Sie handeln auf eine bestimmte Weise, und der Leser ist teilweise dazu gezwungen, die Lücken in Bezug auf ihre Motive und Gefühle mit der eigenen Vorstellungskraft zu füllen.
Ich habe das Gefühl, dass dies eine großartige Geschichte hätte sein können, wenn man tiefer in die Emotionen der Charaktere hätte eintauchen dürfen.
Insgesamt also 4 Sterne: Unterhaltsam, mit herzzerreißenden Momenten aber ich weiß nicht, ob ich das Buch nochmal lesen werde.
Rezensionen von lesen=liebe:
Zwei sind eine Bande von Jasmin Schaudinn
Eine herzliche Alltagsgeschichte
Zwei sind eine Bande ist ein Buch, das die Geschichte zweier Nachbarskinder erzählt. Kofi und Lille sind schon seit sie denken können befreundet. Am liebsten verbringen sie ihre Nachmittage miteinander. Gemeinsam gründen sie eine Bande und haben natürlich auch ein Bandenhaus. Ihre kleinen Abenteuer sind geprägt von Mut, Freundschaft und Zusammenhalt.
Die Geschichte ist lustig und sehr kindgerecht erzählt. Kofi erzählt persönlich seine Geschichte. Die Illustrationen sind in großer Anzahl vorhanden und passen perfekt zur Geschichte.
Das Buch fühlt sich sehr hochwertig an, die Geschichte ist warmherzig und liebevoll erzählt. Mir hat es sehr gefallen, mit Kofi und Lille auf Abenteuerjagd zu gehen. Leider waren meine Söhne nicht ganz so überzeugt wie ich. Mein älterer Sohn mag keine Bücher, die in der Ich-Form erzählt werden. Somit war der Start schon etwas schwierig. Auch die Geschichte hat ihn nicht mitgerissen und er fand sie eher langweilig. Das hat aber viel mit persönlichem Geschmack zu tun, deshalb kein Punktabzug.
Rezensionen von Lydia_Te:
Spielverderberin von Marie Menke
Enttäuschend
Sophie, Lotte und Romy sind die Protagonistinnen im Roman „Spielverderberin“ von Marie Menke. Zu Beginn steht ein kurzes Interview mit der Autorin, das finde ich gut und stellt eine kurze Einführung in den Roman dar. Der Roman selbst ist in zwölf Kapitel unterteilt. Dabei wechseln wir zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit.
Der Schreibstil ist sehr bildlich gestaltet, was konkrete Bilder zeichnet und eher weniger Spielraum für die persönliche Kreativität lässt. Mir persönlich gefallen die zahlreichen Wortwiederholungen nicht, erst recht, wenn es sich um ausgefallene Wörter wie „Bauerschaft“ oder „entzwei“ handelt. Auf mich macht das einen unkreativen und eintönigen Eindruck. Zudem finde ich die Besessenheit von Sophie auf Romy befremdlich. Für mich hat das nichts mehr mit einer Freundschaft zu tun. Ich verstehe jedoch, dass Sophie sich nicht leicht von Romy trennen kann, da die beiden ein trauriges Geheimnis teilen. Mich hat es auch gestört, dass im Roman so viel zwischen Land- und Stadtkinder bzw. Menschen differenziert wird. Ich selbst bin am Land aufgewachsen und habe nie eine so tiefe Kluft zwischen mir und meinen Freundinnen empfunden. Vielleicht ist das in Österreich aber auch nicht so ausgeprägt wie in Deutschland.
Alles in Allem habe ich mich auf den Roman gefreut und wurde schlussendlich leider enttäuscht. Die Story hätte viel hergegeben, aber leider hat mir das ganze drumherum nicht gefallen.
Rezensionen von April1985:
Heir of Illusion von Madeline Taylor
Ein großartiger Reihenauftakt
Was für ein großartiger Reihenauftakt. Ich habe jede Seite davon geliebt.
In einer Welt, die von den Nachkommen der Gottheiten regiert wird, lebt Protagonistin Ivy bei Hofe auf. Im Unterschied zu den anderen Herrschern ist der skrupellose König Baylor ein Mensch und Ivy seine Assassinin, durch einen magischen Halsreif an den König gebunden.
Als der mysteriöse Seelenfänger Thorne im Auftrag des Gott des Todes geschickt wird ein magisches Artefakt zu finden, erhält Ivy von Baylor den Auftrag Thorne im Auge zu behalten. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche, nichts ahnend, dass jeder seine ganz eigenen Ziele verfolgt bzw. Interessen hat das Artefakt zu finden.
Ich habe alles an der Geschichte geliebt. Die Charaktere sind vielschichtig und undurchschaubar, der Enemies-to-Lovers-Trope perfekt umgesetzt und das Worldbuilding sehr gut durchdacht. Es gibt Intrigen, Machtspiele, Geheimnisse und einige überraschende Enthüllungen.
Fazit:
Ein genialer Reihenauftakt für alle, die gerne Romantasy lesen.
Rezensionen von April1985 :
Heir of Illusion von Madeline Taylor
Ein großartiger Reihenauftakt
Was für ein großartiger Reihenauftakt. Ich habe jede Seite davon geliebt.
In einer Welt, die von den Nachkommen der Gottheiten regiert wird, lebt Protagonistin Ivy bei Hofe auf. Im Unterschied zu den anderen Herrschern ist der skrupellose König Baylor ein Mensch und Ivy seine Assassinin, durch einen magischen Halsreif an den König gebunden.
Als der mysteriöse Seelenfänger Thorne im Auftrag des Gott des Todes geschickt wird ein magisches Artefakt zu finden, erhält Ivy von Baylor den Auftrag Thorne im Auge zu behalten. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche, nichts ahnend, dass jeder seine ganz eigenen Ziele verfolgt bzw. Interessen hat das Artefakt zu finden.
Ich habe alles an der Geschichte geliebt. Die Charaktere sind vielschichtig und undurchschaubar, der Enemies-to-Lovers-Trope perfekt umgesetzt und das Worldbuilding sehr gut durchdacht. Es gibt Intrigen, Machtspiele, Geheimnisse und einige überraschende Enthüllungen.
Fazit:
Ein genialer Reihenauftakt für alle, die gerne Romantasy lesen.
Rezensionen von leopol:
Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku'damm von Regina Stürickow
spannend, lehrreich- so lernt man Geschichte gerne kennen
Nahe des Berliner Kurfürstendamms wird im Januar 1936 ein Geldbote im Zuge eines Überfalls tödlich verletzt Lissy Kaminski, Frau von Reporter Max Kaminski, findet ihn gemeinsam mit Angestellten der Nahen Geschäfte. Das Team um Kommissar Gennat übernimmt die Ermittlungen, auch wenn diese sich auf Grund des Zeitgeistes schon etwas anders als früher gestalten.
Der Druck für erfolgreiche und rasche Ermittlungen ist hoch, möchte doch die neue Regierung der NSDAP ein makelloses Deutschland nach außen hin präsentieren, speziell da die Eröffnung der Winterolympiade bevorsteht.
Ein definitiv spannendes Werk, verknüpft es doch Tatsachen wie die Grundzüge des Falles und so mancher Personen mit fiktiven Charakteren wie dem Reporter Kaminski. So war Ernst Gennat, umgangssprachlich auf Grund der Körperfülle auch „Buddha“ oder „der Volle Ernst“ genannt, eine reale und vor allem wichtige Person in der Kriminalistik und in Berlin im Speziellen. War er doch maßgeblich dafür verantwortlich, dass Ermittlungen strukturierter abliefen und mehr systematisch dokumentiert wurde. So sollen das legendäre Mordauto – ein mobiles Büro für die Spurensicherung- und eine Verbrecherkartei auf seine Ideen zurückgehen.
Auch der Raubmord und den entsprechenden Täter hat es so auch gegeben und die Befragungen wurden nach originalen Protokollen nacherzählt. Die gesamte Ermittlungsarbeit wurde im Buch wirklich detailliert übernommen und macht das miträtseln zum Vergnügen.
Ebenso gelungen sind die allgemeinen Einblicke in das Berlin der Zeits, bzw. den Zeitgeist allgemein. Vieles davon wird durch die Erlebnisse der fiktiven Charaktere Max und Lissy Kaminsky und Georg Hawliczek transportiert. Erstere auf Grund ihrer Jüdischen Herkunft nicht mehr in ihren Berufen aktiv und in der Überlegung Berlin auf Grund des Antisemitismus zu verlassen. Letzterer als ausländischer Reporter mit Blick von außen auf das „Neue Deutschland“. Die Stimmung wird gut – und auch bedrückend transportiert. Ebenso die Tatsache, dass nicht alle zufrieden mit der neuen Situation waren.
Auch wenn dieses Werk, ein Band einer ganzen Reihe um die Person Kommissar Gennat ist, lässt es sich wunderbar eigenständig lesen. Ich bin froh die Reihe entdeckt zu haben, und werde in absehbarer Zeit auch die Vorgängerbände lesen.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Zsömle ist weg von László Krasznahorkai
Zsömle rührt
Onkel Józsi (eigentlich József Kada) ist 91, ehemaliger Elektriker und lebt zurückgezogen in einem ungarischen Dorf. Der Kontakt zur Tochter ist ambivalent, seine Frau ist schon vor Jahren gestorben, der alte Kettenhund Zsömle stirbt auch und wird durch einen neuen Zsömle ersetzt. Das Leben ist einfach und rhythmisch, Milch und Brot am Abend, der Blick von der Terrasse über eine Flusslandschaft, ab und zu Wein aus dem Kanister, wenig Kontakt zu den Nachbarn.
Das Holz im Sparherd legt er nicht mehr nach. Das Leben nähert sich dem Ende.
Nur wenige wissen es, Onkel Józsi stammt direkt von Dschingis Khan und diversen Árpaden-Königen ab und ist somit der rechtmäßige Thronfolger Ungarns. Er kennt die Geschichte Ungarns bis ins Detail, hat viele Beweise für seine eigentliche Bestimmung, die überfällige Inthronisierung, gesammelt und wird schließlich von einer schrillen und bunten Gruppe von Menschen entdeckt, die ihn zum König und Ungarn wieder zur Monarchie machen wollen. Krude Ideen eines alten Spinners? Bedrohung für das dem Niedergang geweihte ungarische Regime? Projektionsfigur für Verschwörungstheoretiker und „Reichsbürger“? Tapfer erträgt der alte Mann die Turbulenzen seiner letzten Monate, die Einsamkeit, die Instrumentalisierung, schmeichelnde Höhen, tiefe Fälle, Prozesse, Gefängnis und Psychiatrisierung. Immer wieder schafft er es, Menschen für sich zu gewinnen, Unterstützer zu finden, sich Lichtblicke zu verschaffen, doch zuletzt scheinen trotz Flucht aus der Psychiatrie mit dem co-depressiven Hund die Lebensgeister erloschen zu sein.
Das Buch und sein Protagonist rühren. Ist Onkel Józsi eine Metapher für die Monarchie, überaltet, unermüdlich um Restitution bemüht? Ist es schlicht der Rückblick eines alten Mannes auf Chancen und Verpasstes in einem langen Leben? Ist es Zsömle, das letzte liebende Lebewesen?
Ohne Punkt, doch nie atemlos führt uns der Nobelpreisträger durch die Kapitel, über Berge und Täler dieses märchenhaften Lebens eines Königs, eines sympathischen Manipulierers, eines Menschen, der bis zuletzt an seine besondere Rolle in dieser Welt glaubt.
Rezensionen von Dragon:
Das Signal von Ursula Poznanski
Geheimnisse unter der Oberfläche
Ein tragischer Unfall verändert Viola Deckers gesamtes Leben. Nicht nur, dass sie fortan mit einem schweren Handicap zu kämpfen hat, sie erinnert sich auch nur bruchstückhaft an die verhängnisvollen Ereignisse. Es ist, als würde eine Wolke über ihrer Vergangenheit hängen. Als nach und nach aber die Erinnerungen zurückkehren und sie feststellt, dass sie sehr vorsichtig damit sein muss, wem sie noch vertrauen kann, setzt sie alles daran, um Licht ins Dunkel zu bringen.
Dabei überraschen ihr Scharfsinn und Ideenreichtum und tragen damit wesentlich dazu bei, dass der Lesende kaum das Buch aus der Hand legen kann.
Wieder ein echter Pageturner von Ursula Poznanski, die aus Violas Sicht erzählt und somit den Lesenden direkt in ihre spannende Story holt. Durch diese Erzählweise ist man der Hauptfigur besonders nah und weiß zu keinem Zeitpunkt mehr als diese selbst, was das Buch bis zur Aufklärung sehr spannend macht. Ursula Poznanski gelingt es meisterhaft, sich in Violas Lage hineinzuversetzen und dem Leser ihre Gedanken und Gefühle greifbar zu machen. Mehrfach spürt man regelrecht mit, wie die Protagonistin sich in ihrer scheinbar ausweglosen Situation fühlt: verzweifelt, hilflos, überfordert und doch unbeirrbar auf der Suche nach Licht am Horizont. Ich mag die gut ausgearbeiteten Figuren des Thrillers, da jede auf ihre Art spannend und geheimnisvoll wirkt und offenbar alle etwas zu verbergen haben.
Überraschende Wendungen, gut recherchierte Details, undurchschaubare Charaktere und spannende Situationen halten den Lesenden in Atem und geschickt laufen die Fäden am Ende zusammen und bieten eine logische Aufklärung. Nicht nur für eingefleischte Poznanski-Fans, sondern alle, die gute Unterhaltung lieben.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Henri-Jette-Sausebahn von Cornelia Boese
Gelungene Fortsetzung eines Klassikers
1958 wurde erstmalig der Kinderbuchklassiker Henriette Bimmelbahn von James Krüss veröffentlicht. Nun 68 Jahre später gibt es eine Fortsetzung, in der es um die Enkel von Henriette geht. In lebendig geschwungener Schrift sausen Henri und Jette durch die Welt.
Die Reime haben bei mir direkt Erinnerungen hervorgerufen, da sie den gleichen Rhythmus haben wie bei der Bimmelbahn.
Sie sind leicht zu merken und gut verständlich. Auch die Illustrationen erinnern direkt an Henriette. Man sieht ihnen an, dass Henri und Jette ein wenig jünger sind, da alles ist ein wenig zeitgemäßer gestaltet ist.
Das Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Einen Klassiker fortzusetzen, ist eine Herausforderung und diese haben Cornelia Boese und Pina Gertenbach gelungen gemeistert. Auf jeder Seite gibt es neue Überraschungen und so viel zu entdecken, dass wir trotz des geringen Textanteils lange verweilen konnten. Das Buch lädt dadurch zum Dialog ein und fordert Interaktion.
Da es ein Buch zum Vorlesen ist, gefällt mir das große Format besonders gut, so kann auch von rechts und links ein Kind mit schauen, ohne das es ein Problem gibt.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Malinas Welt von Irène Marion
Eine Reise vom Grau in die Welt der Farben
„Malinas Welt – Das Geheimnis der sieben Farben“ ist eine wunderschöne, fantasievolle Geschichte über Mut, Freundschaft und das Entdecken neuer Welten. Malina lebt in einer grauen Welt, doch sie erhält die Chance, in eine bunte Welt voller Magie zu reisen. Auf ihrer Suche nach den sieben Farben begegnet sie sprechenden Tieren, Bäumen und einem Bach.
Gleichzeitig wird sie von den Hütern der grauen Welt verfolgt, die sie zurückholen wollen. Mit Hilfe ihrer Elfenfreundin und vieler neuer Weggefährten meistert Malina alle Herausforderungen. Dabei lernt sie, Menschen nicht nach dem äußeren Schein zu beurteilen, sich selbst zu vertrauen und die Natur zu schützen.











