Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ReiShimura:
Wieso? Weshalb? Warum? Stickerheft - Dinosaurier von
Großartige Mischung aus Spaß und Sachwissen
Der Ravensburger Verlag schafft es mit seiner „Wieso Weshalb Warum“ Reihe immer wieder das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Dieses Sticker Heft ist hierbei keine Ausnahme. Der Klebespaß steht zwar eindeutig im Vordergrund, aber nebenbei lernen die Kinder, aber auch die Erwachsenen, einige interessante und nützliche Fakten über Dinosaurier.
Das Sticker Heft gibt einen großartigen Überblick über den gesamten Themenbereich Dinosaurier. Es wird sowohl erklärt welches die ersten Dinosaurier waren, genauso wie die Welt im Jura ausgesehen hat. Natürlich werden auch die klassischen Fragen erörtert: Was fraßen die Pflanzenfresser, wie jagten die Fleischfresser und wer lebte im Wasser. Unter anderem wird natürlich auch noch erklärt, warum es heute keine Dinosaurier mehr gibt und welche heute lebenden Tiere Verwandte von ihnen sind.
Besonders gut gefallen hat mir, dass es, neben den Doppelseiten zur freien Gestaltung mit den Aufklebern, auch einige Rätsel gibt. Dazu zählt unter anderem auch ein Sticker Puzzle. Dieses ist bei uns besonders gut angekommen. Wobei hierbei auch wirklich Fingerspitzengefühl und eine gute Feinmotorik gefragt ist, damit die Aufkleber an die genaue Position geklebt werden.
Manche Aufgaben haben mich im ersten Augenblick ein wenig ratlos zurückgelassen. Dies lag vor allem daran, dass ich es nicht gewohnt war, dass die Aufkleber über die gedruckten Bilder im Buch geklebt werden müssen. Bei der ersten Doppelseite fand ich das besonders schade, da man nach dem Aufkleben die Skelette der Dinosaurier nicht mehr sehen kann. Diese haben dem kleinen Leser und mir aber besonders gut gefallen.
Die Textmenge ist verhältnismäßig gering, wenn auch deutlich größer als im vergleichbaren Heft für Kinder ab 2 Jahren. Das vorliegende Stickerheft Dinosaurier ist entweder eine perfekte Vorbereitung für das Sachbuch oder eine wunderbare Ergänzung dazu.
Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine informative und lustige Möglichkeit, um Kindern Wartezeiten zu verkürzen, wie zum Beispiel im Restaurant oder bei Arztterminen. Außerdem bietet es einen spaßigen und informativen Einstieg in die spannende Welt der Dinosaurier.
Der kleine Leser und ich sind begeistert und möchten daher dieses Stickerheft gerne weiterempfehlen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Die Entdeckung der Ewigkeit von Peter Seewald
Eine bunte Mischung an Gedanken zum Weiterleben nach dem Tod
Peter Seewald beschäftigt sich schon sein ganzes Leben lang mit Glaube und Kirche, war als Jugendlicher Ministrant, ist später aus der Kirche aus- und wieder eingetreten und hat schon einige religiöse Bücher verfasst. Vor diesem Hintergrund nimmt er sich nun im reifen Alter von über 70 Jahren dem Thema Tod und Hoffnung auf ein Weiterleben bei Gott an.
In diesem persönlichen und unterhaltsamen Werk umkreist er das Thema von verschiedenen Perspektiven, blickt auf sein eigenes Leben zurück, betrachtet Jugendwahn und die Anti-Aging-Industrie sehr kritisch, blickt auf die Coronazeit als Zäsur zurück, beschäftigt sich mit jenen, die auf der Suche nach der Abschaffung des biologischen Todes sind, setzt sich mit Schilderungen von Nahtoderlebnissen und anderen Religionen auseinander und kommt immer wieder zur christlichen Perspektive zurück, die insgesamt einen großen Teil des Buches einnimmt.
Vielleicht ist es auch diese christliche Perspektive, die insgesamt das so facettenreiche und vielfältige Buch abzurunden versucht, sodass es sich nicht in der Beliebigkeit verliert. Wer für diese Sichtweise offen oder selbst christlich gläubig ist, kann viele aufmunternde Gedanken und wertvolle Impulse aus diesem Buch mitnehmen. Wer solchen Perspektiven aber sehr kritisch entgegen steht und nicht wiederholt davon lesen will, was für ein Übel zum Beispiel die Abtreibung mit all den damit verbundenen verlorenen Leben darstellt, dem sei von diesem Buch eher abgeraten.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Belladonnas von Liann Zhang
Mehr Schein als Sein
Die Grundprämisse dieses Buches hat mich schon beim Lesen des Klappentextes neugierig gemacht: Eine Zwillingsschwester, die nach dem Versterben das Leben der anderen übernimmt. Dabei könnten die Leben der beiden Zwillingsschwestern, die nach ihrer Adoption durch unterschiedliche Personen nur kaum Kontakt miteinander hatten, nicht unterschiedlicher sein.
Dabei hat Autorin Liann Zhang gut herausgearbeitet, wie sich Protagonistin Julie in den Sozialen Medien verliert, ihren Wert von äußeren Zuschreibungen, Likes und Klicks abhängig macht und nach dem Zuspruch anderer strebt. Dabei wird auch immer wieder ein kristischer Blick aufs Influencer-Business geworfen, Dinge bewusst überspitzt dargestellt, wie beispielsweise die blatante Austauschbarkeit der einzelnen Akteur:innen und das verschwimmen jeglicher Individualität.
Diese erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen, sie ist atmosphärisch und stellt vor allem die Charakterveränderung von Protagonistin Julie gut in den Mittelpunkt. In der zweiten Hälfte hat das Buch für mich seinen Reiz verloren, insbesondere durch die Reise der 'Belladonnas', die in vielen Aspekten abgedreht und wirr ist. Auch das mag vielleicht metaphorisch für die Welt hinter den Kulissen stehen, konnte mich aber nicht abholen. Auf der Luxusinsel reiht sich eine Absurdität an die Nächste, die Auflösung kann den vorangegangen Geschehnissen auch nur bedingt gerecht werden.
Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten, auch durch interessante stilistische Mittel, die zwar etwas klischeehaft, aber dennoch wirkungsvoll mit kritischem Blick auf die Welt der Influencer geblickt haben.
Rezensionen von manu63:
Liebe im Sturm von Elena Winzer
Leichte Lektüre
Liebe im Sturm ist ein historischer Roman der Autorin Elena Winzer. Sie erzählt die fiktive Geschichte der Hofdame Fredericke von Berstein am badischen Hof in den Jahren 1870/1871.
Fredericke wird durch Vermittlung ihrer Mutter Hofdame bei der badischen Großherzogin Luise in Karlsruhe. Politisch interessiert bekommt Fredericke einige politische Machtspiele mit und als Leser erfährt man so einiges über die damalige Zeit und den Krieg von 1870/1871.
Die Geschichte wird leicht und locker erzählt und neben der Historie gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte, die aber eher nebenbei erzählt wird. Etliches ist Vorhersehbar und wirkliche Dramatik kommt nicht auf.
Für mich war es eine entspannende Lektüre die man auch gut aus der Hand legen konnte um sie später wieder fort zu setzen.
Die Charaktere wirken eher blass und zeigten wenig Tiefe.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Die stille Wirkung der Vergangenheit
Im ersten Licht von Norbert Gstrein lässt sich gut und flüssig lesen, auch wenn das Thema kein leichtes ist. Obwohl ich eigentlich nicht auf Kriegsgeschichten eingestellt war, hat mich das Buch dennoch erreicht – vielleicht gerade wegen seiner ruhigen, fast zeitreisenden Erzählweise. Gstrein erzählt Geschichte nicht laut oder dramatisch, sondern leise, nachdenklich und sehr lebendig, fast so, als würde man durch vergangene Zeiten wandern.
Im Mittelpunkt steht Adrian, eine Figur, die sich dem Leser nicht sofort erschließt. Er bleibt oft verschlossen, beobachtend und innerlich zerrissen – jemand, der vieles mit sich selbst ausmacht. Genau das hat es mir manchmal nicht leicht gemacht, ihm näherzukommen. Gleichzeitig passt diese Distanz gut zur Zeit und zur Stimmung des Buches. Man ist beim Lesen oft nah am Geschehen und fühlt sich trotzdem ein Stück davon entfernt. Gerade diese Distanz macht den Roman stellenweise anspruchsvoll.
Der Roman entfaltet seine Stärke vor allem dort, wo persönliche Schicksale mit historischer Realität verwoben werden. Gstrein zeigt, wie der Krieg auch nach seinem Ende nachwirkt – nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch: in Gedanken, in Beziehungen und im Alltag. Dabei verlangt das Buch Vorwissen und Aufmerksamkeit. Ohne geschichtlichen Hintergrund hätte ich manche Passagen wahrscheinlich als nüchtern oder sogar langatmig empfunden. Mit diesem Wissen wirken sie jedoch nach und verleihen dem Text Tiefe und Bedeutung.
Alles fühlt sich beim Lesen etwas verlangsamt an. Das Buch ist nicht anstrengend, aber auch keines, das man einfach so „verschlingt“. Man liest langsamer, denkt mehr nach, manchmal fühlt man sich sogar ein wenig beklemmt. Ich konnte nicht immer sagen, ob mich die Geschichte eher angezogen oder abgestoßen hat – genau das macht sie aber auch besonders.
Am Ende bleiben vor allem leise, menschliche Momente im Gedächtnis. Im ersten Licht ist kein typischer Roman, sondern ein stilles, etwas schräges Buch: nicht schwer zu lesen, aber auch nicht nebenbei konsumierbar – eines, das man auf sich wirken lassen muss.
Rezensionen von rewareni:
Hungergesang von Nicola Quaß
Emotionaler Hunger
In dem Debütroman ,, Hungergesang“ entführt die Autorin Nicola Quaß den Leser in eine Welt der märchenhaften Fantasie, die schon so nahe an der Wirklichkeit nagt, dass es einem beim Lesen oftmals seelische Schmerzen bereitet.
Die Geschichte erzählt von den dreizehnjährigen Drillingen Mara, Lara und Sara deren Eltern von einem Tag auf den anderen plötzlich verschwinden.
Von diesem Moment an beginnt das Buch des Lebens für die Mädchen eine neue Geschichte zu schreiben.
In ihrer heruntergekommenen Villa entdecken sie jeden Tag etwas Neues und sie dringen an Orte vor, die ihnen zuvor verschlossen geblieben sind. Dazu gehört das Zimmer ihrer Mutter, das sie nie betreten durften. Die Autorin schafft es dabei in nahezu jeder Szene eine Symbolkraft hinein zubringen, die sie bewusst in bildhaften Beschreibungen ausdrückt und dem Leser im Gedächtnis bleiben.
Wie fühlt es sich an, wenn man als Kind nie gesehen wird, wenn die emotionale Kälte der Mutter in jedem Satz und in jedem Blick zu spüren ist?
Die Drillinge verspüren einen ,,Hunger“ der nie gestillt wird und so können sie nur überleben, wenn sie als Symbiose auftreten, wo sie sich Liebe, Wärme und Geborgenheit gegenseitig geben, damit sie spüren, dass sie noch am Leben sind.
Ihr Mangel an Zuwendung und beachtet werden lässt sie Dinge tun, die für andere ,,verrückt“ erscheinen. So entwickeln sie eine eigene Geheimsprache, wo sich die Mutter ausgeschlossen fühlt und wütend darüber ist, aber wenigstens eine Reaktion zeigt, wenn auch eine negative.
Ihre Einsamkeit zeigt sich auch nach dem Wunsch immer wieder ihre Streifzüge durch den Friedhof zu machen, wo scheinbar das Leben ausgelöscht ist und nicht mehr existiert, für sie aber ein Ort ist wo man soviel noch sehen, hören und spüren kann.
Ihr Vater ist zwar körperlich anwesend, lebt aber in seiner eigenen Traumwelt wo er immer wieder versucht für sich etwas zu finden, was ihn glücklich macht, auch wenn er am Ende wieder merkt, dass es ihn nicht erfüllt oder er wieder gescheitert ist. Seine unsichtbare Grenze für eine Veränderung hindert ihn immer wieder einen Schritt aus seiner selbstgewählten Isolation heraus zu machen, wo es für ihn leichter ist immer wieder weg zu sehen als hinzusehen und bewusst zu erkennen, dass gerade seine Mädchen Hilfe brauchen.
Im übertragenen Sinne ist sogar auch die Mutter ein Opfer, die sich ihr Leben ganz anders vorgestellt hat. Überfordert mit drei Mädchen, wo sie eigentlich nur ein Kind wollte, im Dorf nie wirklich akzeptiert worden, wo sie immer eine von Außerhalb geblieben ist und so ist ihre Stimmung stets ,, Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“. Da sie selbst nie wirklich zufrieden und glücklich war, konnte sie schöne Gefühle und emotionale Nähe auch nie ihren Mädchen vermitteln
So bleibt den Drillingen nichts anderes übrig als eine Überlebensstrategie zu entwickeln, die sie oft an ihre körperlichen und psychischen Grenzen bringt. Ihre Erinnerungen an ihre frühe Jugend, wo sie sogar mediale Aufmerksamkeit erfahren haben und ihre ehemalige Haushälterin, die durch ihre Güte und Wärme gezeigt was, wie eine Mutter sein sollte, helfen ihnen schließlich zu erkennen, dass sich ihre Eltern wohl nie ändern werden. Da sie in ihren Fantasien, wo sie sogar in einem Buch mit leeren Seiten plötzlich ihre Lebensgeschichte lesen können, ihre Eltern und ihr Verhalten nicht ändern können wissen sie am Ende, dass die Vergangenheit für immer vorbei ist, dass die Gegenwart gezeigt hat, dass nun der richtige Moment ist für die Zukunft zu leben und so sein zu dürfen, wie sie sind. Selbst wenn es mit radikalen Mitteln passiert die teilweise erschüttern, aber zeigen wie verzweifelt die Drillinge sind. Ab nun sind sie keine Opfer mehr, da sie ein selbst bestimmtes Leben führen wollen.
,,Hungergesang“ ist ein literarisches Kleinod, wo man als Leser tief in die menschliche Seele eintauchen kann. Wo sich Fantasie und Realität gespenstisch miteinander verbinden und kafkaeske Züge den Roman noch lesenswerter und spannender machen.
Rezensionen von Wolfgang Suschnig:
Viper's Dream von Jake Lamar
Selten peinlich
Am Beginn des Buches freut man sich als Jazzhörer, wenn ein Teil der Handlung in Nica de Koenigswarters "CatHouse" spielt und Musiker wie Count Basie, Miles Davis oder Thelonius Monk Kurzauftritte haben. Die Hauptfigur sinniert während der Handlung über ihr bisheriges Leben nach der Bitte der "Jazzbaroness" Koenigswarter, dieser ihre drei Wünsche zu nennen (ein solches Buch existiert ja tatsächlich - "Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche").
Clyde 'Viper' Norton war aus Alabama ins New York der 30er Jahre gekommen, um Karriere als Jazztrompeter zu machen, konnte diesen Traum allerdings auf Grund zu geringen Talents nicht realisieren. Stattdessen wurde er ein einflussreicher Drogenhändler im Harlem der 40er und 50er Jahre, gleichzeitg ein erklärter Gegner des von der Mafia dominierten Heroin-Handels. Als Leser fragt man sich immer wieder, warum dieses Buch als Kriminalroman bezeichnet wird. Spannung kommt selten auf: dafür trieft es seitenweise von Kitsch. Eine gefährdete, unglückliche Liebe taucht immer wieder auf, deren sprachlicher Umsetzung Herr Lamar schlicht nicht gewachsen ist. Zu guter Letzt wird auch noch ein verkehrtes Ödipus-Motiv bemüht (wie im Hildebrandslied, wo Hildebrand seinen Sohn erschlägt). Passagenweise ist dieser sog. "Kriminalroman" richtig peinlich, bes. das Ende, das hier klarerweise nicht verraten werden soll (aber echt weh tut).
Fazit: Abzuraten!!!
Rezensionen von Gute_Laune:
Rechnen NERVT! - Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1) von Jens Schumacher
Mit Zahlen Spaß haben im Comic-Stil
Die Idee mit NERVT funktioniert offensichtlich prima. Nach bisher bereits vier Büchern ums Lesen ist nun hier das erste Buch ums Rechnen. Die Namen der Tierchen und Personen für Erwachsene schon lustig, für Kinder dürften die Wortwitze ein bisschen schwerer zu erkennen sein.
Die Zeichnungen sind witzig, die Aufgaben abwechslungsreich und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, sodass das Kind immer wieder mal ein Erfolgserlebnis hat und nicht nur drückend schwere Aufgaben lösen muss.
Dabei werden auch unterschiedliche Fähigkeiten geschult. Beispielsweise beim Zählen der Geräusche, die unterschiedlichen Dingen zugeordnet werden müssen. Hier ist Konzentration wichtiger, als Rechenkunst. Oder die Frage zu den Öffnungszeiten. Hier ist das Verstehen der Frage und der Angaben im Mittelpunkt. Alle einzelnen Aufgaben sind dem Rechnen insgesamt förderlich und sehr bunt gemischt. Das kommt der kindlichen Spielfreude sehr entgegen.
Die Aufgaben mit einer durchgehenden Geschichte zu verbinden, finde ich sehr schön. Das fördert automatisch den Drang des Kindes, weiter dran zu bleiben und zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Für Fans der Vorgänger-Bücher zum Thema Lesen findet sich ein ganz besonderer kleiner Leckerbissen, denn unsere Karoline Kneberwecht ist Kundin im ALLES-MARKT.
Ich finde das Buch sehr gelungen und hoffe, die Kinder merken wie Konstantin, dass Zahlen immer und überall um uns herum sind und richtig Spaß machen können. Wer weiß, vielleicht folgen ebenfalls noch weitere Bände, wie bei Karoline? Fände ich gut! Fünf Sterne von mir!
Rezensionen von peedee:
Herzenszauber in Thunder Point von Robyn Carr
Gut, aber nicht mehr
Thunder Point, Band 3: Devon McAllister hat es geschafft! Sie konnte mit ihrer 3-jährigen Tochter Mercy aus der Kommune „The Fellowship“ fliehen. Hoffentlich kann sie endlich ein „normales“ Leben führen. Rawley Goode hat sie unterwegs aufgelesen und ihnen vorübergehend einen Unterschlupf gewährt.
In Thunder Point wird sie mit offenen Armen aufgenommen, insbesondere von Spencer Lawson, einem frisch verwitweten Mann und alleinerziehenden Vater. Kann sie ihm ihr Herz öffnen?
Erster Eindruck: Wie immer ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir.
Dies ist Band 3 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (die Anzahl Protagonisten könnte dabei aber eventuell etwas verwirrend sein).
Die Flucht aus der Kommune, die Devon einst als ihr Zuhause ansah, ist dank einer „Schwester“ geglückt. Aber in Sicherheit fühlt sich Devon dennoch nicht. Jederzeit könnte der Gründer der Kommune, der zugleich Vater ihrer kleinen Tochter Mercy ist, sie zurückholen. Selbstverständlich nicht er selbst, dafür hat er seine Männer. Aber Devon musste einfach weg, sie fürchtete um die Sicherheit von Mercy. Der Hilfe von Rawley steht sie skeptisch gegenüber: Warum hilft er ihr, obwohl er sie gar nicht kennt?
Spencer, der unlängst den Job als Trainer an der High School angenommen hat, fühlt gleich eine gewisse Anziehung zu Devon. Aber das darf nicht sein, denn es ist noch nicht lange her, dass seine Frau verstorben ist. Und es würde auch seinen Sohn Austin verwirren. Doch Gefühle tun nicht zwingend das, was der Kopf sagt…
Rawley, der von Cooper – einer der Hauptfiguren der Reihe – eine „alte Auster“ genannt wurde, die von Devon aus seinem Versteck geholt wurde, hat mir gut gefallen. Schön, wie er sich für Devon einsetzte.
Was mir an Kleinstadtromanen immer so gefällt, ist der Zusammenhalt. Selbstverständlich mischen sich die Bewohner auch mal ein, aber wenn es hart auf hart kommt, halten sie zusammen. Der vorliegende Band hatte für mich ein paar Längen, war aber dennoch gut. Am Ende kam kurz etwas Spannung auf und dann stand auch schon „Ende“. Interessant war der Schluss, wo sich ankündigt, wer zu den neusten Bewohner in Thunder Point gehören wird. Von mir gibt es 3 Sterne.
Rezensionen von Streiflicht:
The Business Trip von Jessie Garcia
Entblättert sich erst nach und nach
Nachdem ich mehrfach von diesem Buch gehört und gelesen hatte, fand ich die Kurzbeschreibung immer spannender und wollte das Buch unbedingt gerne lesen. Kurzerhand kaufte ich es und hab es ziemlich schnell durchgelesen. Quasi fast in einem Rutsch.
Das Buch liest sich gut, erzählt interessant und spannend und ist sehr unterhaltsam.
Mich hat ein bisschen gestört, dass es trotz einiger interessanter Wendungen doch irgendwie vorhersehbar war und gleichzeitig auch einige Klischees bedient. Daher gibt es einen Stern Abzug, auch wenn ich das Buch gerne gelesen habe.
Die Story ist gut durchdacht, hat einen guten roten Faden und war umso interssanter, weil sie aus der Perspektive von verschiedenen Figuren erzählt ist. Jede bringt neue Aspekte und anderes Wissen mit rein und bringt den Leser so wieder auf neue Spuren und andere Fährten. Das war wirklich gut gemacht und hat mir gefallen. Ohne die Klischees und das von mir doch ziemlich so erwartete Ende wäre es perfekt gewesen.











