Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Arosa - wo auch Gauner Urlaub machen von Andreas Russenberger
Kurz und knackig
Normalerweise bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber ich habe schon einige Romane von Autor Andreas Russenberger mit großer Begeisterung gelesen, sodass ich doch trotzdem neugierig war. Arosa kenne ich leider gar nicht, aber die Welt des Skifahrens und der Berge schon. Das schöne Cover zeigt die winterliche Landschaft und lädt ein auf diese unterhaltsame Krimireise.
36 kurze Geschichten machen gute Laune und unterhalten bestens! Das Buch ist perfekt, wenn man einfach nur mal kurz etwas lesen möchte und abtauchen möchte aus dem Alltag oder verschiedene Geschichten nacheinander lesen möchte. Man merkt jeder einzelnen Geschichte an, dass sie mit großer Begeisterung geschrieben wurde, dass Herzblut darin steckt. Andreas Russenberger beherrscht das Spiel mit der Sprache ganz wunderbar und lässt einen auch immer wieder schmunzeln. Jede der Geschichten ist kurz und knackig, gleichzeitig aber auch ein kleines Kunstwerk für sich. Und macht trotz aller Gaunereien und Verbrechen auch Lust auf Arosa!
Rezensionen von nanu?!:
Schneemanntod von Susanne Oswald
Ärger im Weihnachtswunderland
Im Weihnachtswunderland, einer Art Erlebniskaufhaus rund zum Thema Weihnachten, treibt ein Unhold fiese Streiche. Bisher hielten sich die Vorfälle in Grenzen, doch nach einem besonders gemein-gefährlichen Zwischenfall, kann der Hausdetektiv Poldi nicht anders, als seinen alten Kumpel Schorsch um Hilfe zu bitten.
Schon früher haben Poldi und Schorsch knifflige Fälle bei der Polizei gelöst.
Ob sie den Übeltäter des Winterwunderlands das Handwerk legen können, muss sich aber erst noch zeigen.
Das "cozy" im "cozy crime" nimmt die Autorin Susanne Oswald ziemlich genau, denn es dauert nicht lange, bis die winterliche Stimmung des Weihnachtswunderlands einen komplett einlullt. Das Buch bereitet den Leser also perfekt auf die Adventszeit vor.
Gleichzeitig kommt aber auch der "crime" nicht zu kurz. Zu brutal oder blutrünstig wird es aber trotzdem nie. Die Gemütlichkeit bleibt dem Leser stehts erhalten.
Die Vorfälle beginnen sich zu häufen, es geschieht natürlich auch ein Mord, einige Verdächtige gibt es auch. Für meinen Geschmack hätten es aber ruhig ein paar mehr mögliche Täter sein können. Ab einen gewissen Punkt kommt man ein wenig zu leicht auf die Lösung.
Etwas kniffliger hätte es also ruhig sein können, was aber trotzdem okay ist, denn meiner Meinung nach macht das die Geschichte mit seiner Weihnachtsstimmung die es verbreitet, wieder wett.
Ganz zum Schluss gibt es als Dreingabe noch Rezepte und Strickanleitungen, die im Buch schon Erwähnung finden und zusätzlich für Stimmung sorgen sollen.
Rezensionen von begine:
Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt von Bodo Kirchhoff
Terese weiß nicht was sie will
Bodo Kirchhoff Roman, Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt, eine gute Geschichte erzählt.
Mich wundert immer wieder, warum Autoren ihre Frauen in Ichform erzählen lassen. Da bin ich skeptisch, ob sie das so objektiv sehen.
Das Ehepaar Vigo und Terese sind seit 50 Jahren zusammen.
Vigo geht auf Recherchereise nach Indien.
Als er sich nicht mehr meldet, meint Terese, sie will ihn mit einer Liebschaft erwischen und reist ihm nach.
Da ist schon eigenartig, denn sie geht doch selber andauernd fremd.
Für mich zog sich die Geschichte ein wenig. Vielleicht, weil ich mich in Tereses Sicht hineindenken konnte. Gut, am Ende scheint sie doch noch richtig zu ticken.
An und für sich liest es sich ganz gut.
Rezensionen von clematis:
Winterglück und Inselzauber: Ein Weihnachtsfest auf Borkum von Claudia Schirdewan
Funkeltage
Oma Thea hat mit ihrem Enkelsohn Leon stets Funkeltage verbracht in der Vorweihnachtszeit, mit ihm gebacken und gebastelt. Nun ist die Großmutter tot, die Freude auf das zauberhafte Fest getrübt und aufgrund eines Schneesturms auch noch die Reise ins Allgäu zu den Verwandten abgesagt, denn der Fährverkehr ist eingestellt und die Nordseeinsel Borkum vom Festland abgeschnitten.
Umgekehrt sind auch die Feriengäste der Pension Meereszauber, welche Leons Mutter Julia führt, auf der Insel gefangen. Notgedrungen richten sich Julia und ihre vier Gäste darauf ein, die Feiertage gemeinsam auf dem eingeschneiten Eiland zu verbringen.
Eine zauberhafte Geschichte mit tiefwinterlichem Flair eröffnet sich hier dem Leser, besonders der sechsjährige Leon wächst einem gleich ans Herz. Aber auch alle anderen Figuren überzeugen durch ihre realitätsnahe Zeichnung, selbst wenn sie auf den ersten Blick unnahbar wirken. Das Schicksal zwingt ein pensioniertes Ehepaar, eine aufstrebende Sängerin und einen gestressten Managertypen dazu, auf Borkum zu bleiben, da will Julia wenigstens das Beste herausholen aus der misslichen Lage. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn der Sohn um die geliebte Oma trauert und zwei von den Pensionsgästen alle naselang nervös die Internetverbindung überprüfen, weil sie daheim wichtigen Plänen nachgehen wollen. Der herzliche Schreibstil, das erzwungene Innehalten im allzu flotten Lebensfluss, die vorweihnachtliche Stimmung und das Blitzeis sorgen für ausreichend Abwechslung, jede einzelne Person muss danach trachten, etwas aus der angespannten Situation für sich mitzunehmen. Dies darzustellen gelingt Claudia Schirdewan auf unterhaltsame Weise, sodass der Roman rasch gelesen ist. Die Länge mit knapp 300 Seiten ist perfekt gewählt, weder kommt Langeweile auf, noch bleiben Fragen offen. Ob zu Weihnachten tatsächlich wieder alles funkelt?
Wie Notlagen das Leben verändern können und wie eine Geschichte mit Romantik und Tiefgang gleichzeitig punkten kann, das erleben wir hier auf Borkum. Leseempfehlung!
Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:
Wann kommt das Salz ins Nudelwasser? von Süddeutsche Zeitung Magazin
Man muss immer weiterlesen ...
Wann kommt das Salz ins Nudelwasser? Haben sie sich das auch schon einmal gefragt? Oder, ob das Frühstück wirklich die wichtigste Mahlzeit des Tages ist? Dann werden sie von dem Büchlein „Wann kommt das Salz ins Nudelwasser?“ Nicht so schnell wieder loskommen … zumindest ist es mir so ergangen.
Denn, hat man den Nudelwasserbeitrag fertiggelesen, lockt die nächste Überschrift „Verdampft Alkohol wirklich beim Kochen?“ zum Weiterlesen und von dort geht’s zur nächsten Küchenfrage.
Rezensionen von Marina M.:
Die Schwarzgeherin von Regina Denk
Begeisterung
Ich habe das Buch gewählt, da es mich schon optisch sehr angesprochen hat. Nachdem auch der Klappentext Gutes verheißen hat, habe ich es gekauft.
Ich habe es in zwei Tagen gelesen. Konnte mich aufgrund der spannenden Geschichte nicht mehr davon lösen.
Die Schwarzgeherin ist sehr vielfältig - manchmal will man sie umarmen, unterstützen und meist nur bewundern.
Man taucht ein in ein verschlossenes, ländliches Tirol und findet alles andere als „einfache Leut“.
Das Buch ließ mich mitfiebern, hoffen, weinen und hat mir einiges zum darüber Nachdenken mitgegeben.
Ich bedanke mich sehr für dieses Leseabenteuer.
Rezensionen von begine:
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Das Bücherdorf
Mathilde und Marie, ist eine berührende Geschichte von Torsten Woywod.
Das Bücherdorf Redu gibt es tatsächlich, ich habe mir die Bilder von Google zeigen lassen. Das ist ja mal ein Reiseziel für uns Bücherratten.
Die Personen hat sich der Autor ausgedacht, das ist ihm gut gelungen. Redu ist in dem Roman ein Ort, in denen sich gestresste Menschen erholen können.
Der Autor lässt die Emotionen Mathildes und Marie miterleben.
Marie kommt aus Paris, ihr wurde alles zu viel und zu laut.
Im Zug trifft sie eine ältere Frau, die sie mit nach Redu nimmt. Da kann sie regenerieren. Mathilde ist gegen die Fremde, aber sie ist sowieso ungesellig.
Es ist interessant wie die beiden Frauen sich näher kommen.
Der Roman ist fesselnd und zeigt noch die Fauna und Flora der Gegend.
Es ist ein berührender Roman, den ich gerne gelesen habe. Ich kann ihn wärmstens empfehlen.
Rezensionen von LeserinLu :
Real Americans von Rachel Khong
Großer amerikanischer Gesellschaftsroman
„Real Americans“ ist ein umfangreicher und zugleich sehr zugänglicher amerikanischer Roman über Herkunft, Zugehörigkeit und die Frage, wie sehr unser Leben von unserer Biografie bestimmt wird.
Die Geschichte beginnt in New York: Lily Chen, Tochter chinesischer Einwanderer, verliebt sich in Matthew, den privilegierten weißen Erben eines Pharmaimperiums.
Jahre später lebt Lilys Sohn Nick mit ihr zurückgezogen auf einer Insel. Er spürt, dass in seiner Familiengeschichte etwas nicht stimmt, und beginnt, nach seinem Vater zu suchen. Seine Suche führt ihn zu Geheimnissen, die weitreichende Folgen haben – nicht nur für ihn selbst. Ergänzt wird die Geschichte durch die Perspektive von Lilys Mutter May, die während der Kulturrevolution aus China in die USA fliehen musste.
Mich hat der Roman von Anfang an gepackt. Besonders gelungen ist, wie Rachel Khong die verschiedenen Generationen und ihre Erfahrungen miteinander verknüpft. Alle Figuren stehen auf unterschiedliche Weise zwischen Welten. Besonders spannend fand ich die Darstellung von Klassenunterschieden und Machtverhältnissen, die sich durch alle Ebenen der Geschichte ziehen. Der Roman stellt immer wieder die zentrale Frage: Wie viel von uns ist Schicksal, und wie viel ist Entscheidung?
Stilistisch liest sich Real Americans ausgesprochen flüssig. Auch die Übersetzung von Tobias Schnettler trägt dazu bei, dass die mehr als 500 Seiten schnell vergehen. Inhaltlich bietet der Roman vieles von dem, was ich an großen Gesellschaftsromanen mag: eine komplexe amerikanische Familiengeschichte, Verrat und Geheimnisse, sowie Einblicke in die Welt der Reichen und Schönen. Für mich ist der Roman insgesamt ein sehr gelungener moderner amerikanischer Gesellschaftsroman!
Rezensionen von ReiShimura:
Wieso? Weshalb? Warum? Band 60 - Alles über Wasser von Andrea Erne
Wasser für Wissensdurstige
Der Ravensburger Verlag hat meiner Meinung nach auch mit Band 60 der Reihe "Wieso Weshalb Warum" wieder alles richtig gemacht und ein informatives, spannendes und interessantes Sachbuch für Kinder auf den Markt gebracht.
Zur Reihe an sich brauche ich wahrscheinlich gar keine großen Worte mehr verlieren, da die Bücher meiner Meinung nach mittlerweile hinlänglich bekannt sind.
Auch bei uns im Regal sind diverse Exemplare sowohl aus der Serie für 2-4 Jahre als auch für 4-7 Jahre zu finden.
Als ich die Ankündigung für dieses Buch sah, war mir sofort klar, dass es unbedingt bei uns einziehen muss, immerhin ist der kleine Leser nicht nur eine Bücher- sondern auch eine Wasserratte. Ein Buch über das Element Wasser war damit ein absolutes Muss.
Besonders gut gefällt mir die Vielfalt der Themen in Bezug auf Wasser, die in diesem Buch abgedeckt werden. Einerseits geht es darum, warum Wasser für uns so wichtig ist und wofür wir es eigentlich brauchen, andererseits aber auch darum warum Wasser gefährlich sein kann und warum es nicht überall genug Wasser gibt. Das Klima und vor allem die Klimaveränderungen werden genauso angesprochen, wie die Frage wo kommt da Wasser her und wo geht das Abwasser hin.
Der kleine Leser ist altersmäßig noch nicht ganz im Zielalter für dieses Buch angekommen, dennoch hat er großen Gefallen an dem Buch gefunden. Manche Inhalte des Buches sind natürlich für ihn noch schwer zu verstehen und ein wenig zu komplex, ich denke aber, dass dies auch auf Kinder im Alter von 4 Jahren noch zutreffen wird. In gewisser Weise ist dies das grandiose an diesen Büchern: Man kann sie mit den Kindern oft lesen und je nach Alter werden sie andere Inhalte des Buches aufnehmen und etwas dazulernen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass man auch als erwachsene Person des Öfteren noch etwas dazulernt.
Die Klappen im Buch sind dann quasi noch das Tüpferl auf dem i. Sie runden das Ganze ab, geben dem Kind die Möglichkeit aktiv beim (Vor-)Lesen mitzuarbeiten und geben noch einmal zusätzliche Informationen preis.
Die Illustrationen gefallen mir in diesem Buch ausgesprochen gut und passen vom Stil her zu den anderen Büchern der Reihe, die wir bereits besitzen. Auch in diesem Buch wurde wieder auf Diversifikation bei den Charakteren geachtet.
Hier handelt es sich wirklich um ein Buch, dass nicht nur Wissen vermittelt, sondern Lust auf mehr macht und dies sowohl für kleine als auch große Wissenshungrige. Dieses Buch ist für alle die mehr über das faszinierende Element Wasser lernen wollen. Definitiv eine Bereicherung für jedes Bücherregal.
Rezensionen von ReiShimura:
Mika Mysteries - Die Spur der Meisterdiebin von Johan Rundberg
Ein Frühling voller Geheimnisse und Gefahren
Da mich bereits der erste Teil "Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben" begeistert hat, musste ich natürlich auch den zweiten Teil der Reihe lesen. Für all jene die keine Lust auf eine langatmige Rezension haben, sei hier gleich einmal gesagt, auch dieses Buch hat mich wieder verzückt und ich kann aus vollem Herzen eine Empfehlung aussprechen.
Im ersten Teil der Reihe durften die Leser und Leserinnen Mika durch einen langen und harten Winter des Jahres 1880 begleiten. Nun ist dieser endlich vorbei und Johan Rundberg nimmt aus noch einmal mit nach Stockholm zu Mika. Doch leider scheint auch der Frühling eine aufregende und nicht weniger harte Zeit zu werden, weder für Mika noch die anderen Kinder aus dem Waisenhaus.
Johan Rundberg knüpft relativ nahtlos an die Geschehnisse des ersten Bandes an, daher würde ich empfehlen, die Bücher wirklich in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen. Auch wenn die Kriminalfälle selbst im jeweiligen Band abgeschlossen werden, gibt es doch einige Nebenhandlungen, die sich durch die Bände hindurchziehen und das Hintergrundwissen aus dem ersten Teil ist, sicher von Nutzen um dieses Buch vollumfänglich verstehen und genießen zu können.
Bereits in meiner Rezension zum ersten Teil habe ich angemerkt, dass die Grundstimmung des Buches sehr düster ist und ich die Altersempfehlung des Verlages zwar angemessen finde, aber Erwachsenen empfehlen würde, das Buch vorab zu lesen bevor sie es einem Kind geben. Diese Meinung möchte ich hier noch einmal unterstreichen und hervorheben. Denn meiner Meinung nach ist dieser Teil sogar noch ein wenig düsterer und an manchen Stellen beklemmender. Manche Passagen können vor allem für sensible Kinder, die noch wenig Erfahrungen mit dieser Art von Literatur gemacht haben, eventuell zu viel sein.
Der Schreib- und Erzählstil des Autors gefällt mir sehr gut. Er hat ein Auge für Details und schafft es hervorragend Stimmungen zu transportieren und Gefühle beim Leser zu erzeugen. Dies ist sicher einer der Gründe, warum mich manche Teile des Buches so mitgenommen haben. Man spürt fast körperlich die verschiedenen Emotionen der Waisenkinder, sei es nun ihre Angst oder Verzweiflung aber auch ihre Hoffnung auf ein besseres Leben.
Nachdem ersten Band sind einige Fragen offengeblieben, diese werden in diesem Buch zwar nicht wirklich beantwortet, aber man kommt der Lösung des Rätsels wieder einen Schritt näher.
Es handelt sich hierbei wirklich um eine gelungene Fortsetzung, die die düstere Atmosphäre des ersten Bandes noch verstärkt und die Spannung hochhält. Wer Mika, so wie ich, bereits ins Herz geschlossen hat, wird auch dieses Mal nicht enttäuscht werden. Absolut empfehlenswert für alle, sowohl Kinder/Jugendliche wie auch Erwachsene, die historische Kriminalgeschichten mit Tiefgang lieben.











