Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte von Skye McKenna
Spannend & magisch
„Cassandra Morgan - Die magische Flöte“ ist nach „Cassandra Morgan - Der goldene Schlüssel“ der zweite Band der australischen Autorin Skye McKenna mit ihrer Protagonistin Cassandra Morgan.
Ich denke, dass es sinnvoll ist zunächst den ersten Band zu lesen, da Band zwei direkt an diesen anschließt und mit ein wenig Hintergrundwissen die Handlung besser verständlich ist.
Die Protagonistin Cassandra Morgan gehört einer Familie von Hexen an. Neben ihr sind auch wieder ihre Freunde Rue und Tabitha mit dabei. Gemeinsam stürzen sie sich in ein fantastisches, spannendes und magisches Abenteuer.
Im Dorf Hagley sorgt ein Fluch für Aufregung, der die Bewohner nach einem gefährlichen Artefakt suchen lässt. Von diesem müssen die Dorfbewohner befreit werden.
Der Schreibstil von Skye McKenna ist sehr lebendig und voller Fantasy. Sie beschreibt die Umgebung, die Fabelwesen und Sagengestalten so detailliert, dass die Atmosphäre richtig greifbar wird. Diese war dieses Mal deutlich düsterer als im vorherigen Band.
Cassandra hat sich im Verlauf der Handlung auf eine großartige Weise weiterentwickelt. Es ist so schön zu erleben, wie sie und ihre Freunde sich ergänzen, gemeinsam agieren und zusammenhalten.
Ein Highlight ist hier auch wieder die Buchgestaltung. Neben einem wundervollem Buchschnitt hat die Illustration Viktoria Gavrilenko die einzelnen Seiten liebevoll mit ihren Zeichnungen umrahmt.
Wir sind jetzt schon ganz gespannt auf den dritten Band, der allerdings leider erst im November diesen Jahres erscheinen wird.
Rezensionen von Tara:
Am helllichten Tag von Peter Probst
Ein Blick in die Abgründe der menschlichen Psyche
Nachdem der Vater der Journalistin Toni gestorben ist, findet sie in seinem Nachlass einen Brief mit einem rätselhaften Geständnis. Toni beginnt zu recherchieren und findet heraus, dass in ihrer Heimatstadt Pirmasens in Rheinland-Pfalz in den Sechzigerjahren drei Kinder spurlos verschwunden sind und die Fälle wurden nie aufgeklärt wurden.
Nun beschäftigt sich die Journalistin Toni mit diesen, da aus den Briefen ihres Vaters hervorgeht, dass er etwas mit dem Verbrechen zu tun hat. Toni kann die Vergangenheit nicht einfach auf sich beruhen lassen.
Gleichzeitig kommt es zu einem weiteren Verbrechen, das bei mir für Gänsehautmomente sorgte. Interessant ist dabei die Vorgehensweise der Polizei im Vergleich zu den Verbrechen in der Vergangenheit.
Nachdem ich einmal angefangen hatte zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören.
Der Schreibstil von Peter Probst liest sich leicht und hat mich von Beginn an gefesselt.
Er erzeugt eine bedrückende und beklemmende Atmosphäre, die dadurch, dass man weiß, dass es sich nicht um reine Fiktion handelt verstärkt wird.
Toni ist eine sympathische Protagonistin. Sie, sowie die übrigen Charaktere, werden authentisch und facettenreich dargestellt und die Dialoge machen die Handlung lebendig.
Die Ereignisse stecken voller Wendungen und Überraschungen, so dass keine Längen aufkommen und ein wahrer Lesesog entsteht.
Mir hat die Kombination aus Fakten und Fiktion sehr gut gefallen. Der Autor hat beides gelungen miteinander verbunden und nebenbei noch ein wenig der Pirmasenser Stadtgeschichte mit eingebaut. Wer Spannung mag und gerne in die Abgründe der menschlichen Psyche blickt, für den ist dieser Kriminalroman genau das Richtige.
Rezensionen von Gabriela:
Rührung von Herwig Oberlerchner
Berührend
Ein fulminant gelungener Abriss einer Autobiographie, der offenherziger, be-, anrührender nicht sein könnte. Ein Sieg (Gewinn) der Heranreifung. Äußerst feinsinnige, spannend gestrickte Assoziationsketten. Auch das Kreuz des Nationalsozialismus, das der Protagonist und viele Generationen auf den Schultern trägt, ist so spannend und nachvollziehbar geschildert, wie ich es noch nie gelesen habe.
Wunderschönes Werk!
Wagt es! - Das Wagnis.
Rezensionen von Piet1990:
Mit anderen Augen von Jane Tara
Ein Perspektivwechsel, der nachwirkt
„Mit anderen Augen“ ist ein ruhiger, nachdenklicher Roman, der sich intensiv mit Wahrnehmung, Beziehungen und persönlichen Sichtweisen beschäftigt. Im Mittelpunkt steht weniger die äußere Handlung als vielmehr die Frage, wie unterschiedlich Menschen dieselben Situationen erleben und deuten.
Der Schreibstil ist klar und zurückhaltend, oft sehr reflektierend.
Besonders gut gefallen hat mir, wie fein die inneren Gedanken und Emotionen der Figuren herausgearbeitet werden. Viele Szenen wirken leise, aber genau dadurch sehr eindringlich.
Das Tempo ist eher ruhig, was gut zur Thematik passt, an manchen Stellen aber auch etwas Geduld verlangt. Dafür entsteht eine dichte Atmosphäre, die zum Nachdenken anregt.
Fazit:
Ein stiller Roman über Perspektiven, Missverständnisse und das Verstehen anderer. Wer sich auf eine ruhige, introspektive Geschichte einlassen möchte, findet hier eine berührende und nachhaltige Lektüre.
Rezensionen von BR:
Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen
kein angenehmes Lesen
Die körperliche Nähe war schon lange aus der Ehe von Erika und Jan verschwunden. Trotzdem kam es für sie sehr überraschend als Jan ihr an einem letzten Urlaubstag offenbarte dass er seit ca. anderthalb Jahren eine Beziehung mit der jüngeren Marie hat.
Mich haben zwei Dinge gestört: Zum einen der Schreibstil mit vielen verschachtelten, langen Sätzen.
Ich wollte ein Beispiel zitieren habe dann aber aufgrund der Überlänge nur die Anzahl der Worte gezählt: 94 Worte! (Seite 92/93) Was soll man mit solch einem Satz anfangen?
Und die Hauptperson Erika deren Gedanken die ganze Geschichte tragen blieb mir unsympathisch. Wir lesen die ganze Zeit larmoyante und aggressive Betrachtungen ihrer jetzigen Situation. Besonders ihre Gedanken Marie gegenüber waren derbe und beleidigend.
Es war für mich kein angenehmes Lesen so dass ich froh war dass das Buch weniger als 200 Seiten hatte.
Rezensionen von Piet1990:
Ultramarin von Ann-Christin Kumm
Intensiv, ruhig und voller Zwischentöne
„Ultramarin“ ist ein leiser, sehr atmosphärischer Roman, der vor allem über Stimmungen und innere Prozesse funktioniert. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die Figuren und ihre Gedanken zu entfalten, und verzichtet dabei bewusst auf große dramatische Wendungen.
Besonders gefallen hat mir die dichte, fast melancholische Atmosphäre.
Die Sprache ist ruhig, klar und gleichzeitig sehr bildhaft, sodass viele Szenen lange im Kopf bleiben. Vieles wird eher angedeutet als direkt ausgesprochen, was dem Buch eine besondere Tiefe verleiht.
Allerdings erfordert die Erzählweise Geduld. Das Tempo ist langsam, und nicht jede Passage trägt gleichermaßen zur Spannung bei. Dafür entsteht ein intensives Gesamtbild, das vor allem durch seine Zwischentöne wirkt.
Fazit:
Ein ruhiger, stimmungsvoller Roman, der weniger durch Handlung als durch Atmosphäre überzeugt. Ideal für Leser:innen, die sich auf leise, reflektierende Geschichten einlassen möchten.
Rezensionen von Shilo:
Unser erster Sommer am See von Frida Luise Sommerkorn
Von Verlust, Mut und kleinen Momenten der Nähe
Manchmal muss man einen klaren Schnitt wagen, auch wenn es schwerfällt. Genau an diesem Punkt steht Elena. Sie lässt ihr altes Leben hinter sich und bricht ohne großen Plan nach Schweden auf.
Der Tod ihrer Mutter und die Trennung von Malte bringen sie völlig aus dem Gleichgewicht. Ihr Alltag wirkt leer, nichts passt mehr richtig zusammen.
Die Reise mit dem Camper ist kein Abenteuer, eher ein Versuch, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.
In Schweden trifft Elena auf die Familie ihres Vaters, die sie kaum kennt. Alles ist neu für sie, und sie muss sich erst zurechtfinden. Auch Jonas gehört zum Umfeld der Familie. Er ist still und hält Abstand.
Elena und Jonas kommen langsam näher. Man merkt, dass sie sich mögen. Kleine Gesten – ein Lächeln oder ein Blick – zeigen ihre Gefühle.
Der Schreibstil ist klar und einfach, aber trotzdem warm. Er trägt die Geschichte ruhig, lässt die Figuren lebendig wirken und macht das Lesen angenehm.
Der Roman endet ruhig und stimmig. Elena findet nach und nach ihren Platz. Man spürt, wie sie sich verändert. Die Gefühle bleiben leise, aber spürbar. Beim Lesen entsteht eine warme Stimmung, die das Loslassen und den Neuanfang nachvollziehbar macht.
Die Geschichte ist ruhig erzählt, die Figuren wirken glaubwürdig und die Gefühle kommen zurückhaltend, aber spürbar zum Ausdruck. Der Schreibstil ist einfach, aber warm und trägt die Geschichte angenehm. Wer leise Liebesgeschichten, Neuanfänge und persönliche Entwicklungen mag, wird hier gut unterhalten.
Für alle, die ruhige, gefühlvolle Geschichten mit echten Figuren und einem leisen Liebesfaden mögen, ist dieses Buch eine schöne Wahl. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Zu wenig vom Guten von Katinka Ruffieux
Sicher nicht zu viel des Guten
Eine Familie. Vater, Mutter, zwei Töchter. Und der Großvater, der mit dem zehnjährigen Sohn schon vor vielen Jahren von Ungarn eigentlich nach Amerika wollte, aber in der Schweiz hängen blieb. Hoher Anpassungsdruck, das Leben aller drei Generationen weit weg von den eigentlichen Wünschen und Sehnsüchten.
Tod des liebenswert-schrulligen Großvaters, Scheidung der Eltern, Zerbrechen der Familie, die Töchter leiden, die jüngere still, die ältere expansiv bis zur individuellen Katastrophe. Sprachlich sehr ansprechend, bildhaft klug, ein tiefer Einblick in die komplexe Soziodynamik einer Migrantenfamilie.
Rezensionen von Jule:
Tödliches Angebot von Marisa Kashino
Enttäuschend
Bei dem Buch "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino habe ich einen Psychothriller erwartet und etwas bekommen, das nicht wirklich ein Psychothriller war. Die Geschichte dreht sich um Margo, die für ihr Traumhaus über Leichen gehen würde – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Traumhaus zu bekommen ist allerdings alles andere als einfach, wenn man noch Stress mit dem Partner, einen Babywunsch hat und im Job nah an der Kündigung ist.
Im Laufe der Geschichte, wird immer offensichtlicher, wie krank Margo wirklich ist. Es offenbaren sich starke psychische Störungen und der krankhafte Wunsch, dieses eine Haus zu bekommen, was sie unbedingt will. Die ersten Seiten des Buches waren dementsprechend noch unterhaltsam, aber dann hat sich die Handlung gezogen und es geschieht eine ganze Weile kaum was. Die Protagonisten leben ihr Leben und Margos Probleme drehen sich im Kreis. Dazu gibt es immer wieder Rückblenden, die keinen wirklichen Mehrwert für die Geschichte haben und sie einfach nur in die Länge ziehen.
Dann deckt Margo etwas über einen Protagonisten auf, versucht alles darüber herauszufinden, aber am Ende war auch das unnötig.
Spannung ist bis zu den letzten ungefähr 80 Seiten nicht zu finden und dann geht es Schlag auf Schlag mit allen möglichen Dingen, sodass das Ende irgendwie zu einfach war. Es wurde recht emotionslos über die Bühne gebracht und bietet – wie die gesamte Geschichte – keinen wirklichen Mehrwert.
Margo als Protagonistin ist dabei super interessant gedacht, nur die Umsetzung ist für mich einfach nicht die beste. Man hätte hier so viel mehr rausholen können, wäre der Verlauf der Geschichte verändert worden und vielleicht nicht alles aus der Sicht von Margo geschrieben.
Für mich haben die anderen Protagonisten diese Geschichte erst attraktiver gemacht. Sie haben Farbe in das Leben von Margo gebracht und viele Möglichkeiten offenbart.
Dennoch war das Buch für mich einfach zu sanft und als Psychothriller falsch deklariert. Psycho passt – weil Margo definitiv einer ist – aber Thriller nicht so wirklich, weil das Buch sich dafür zu sehr zieht und phasenweise wirklich langweilig war.
Der Schreibstil konnte dem auch nicht entgegenwirken, auch wenn er wirklich angenehm war und der Humor nuanciert eingesetzt wurde. Ebenfalls haben die Beschreibungen der Szenerie, an den richtigen Stellen, dafür gesorgt, dass man sich das Setting bildlich vor Augen führen konnte.
Schlussendlich hat das aber nicht ausgereicht um dieses Buch – für mich – gut werden zu lassen. Es bietet keinen Mehrwert und hat definitiv zu viel verschenktes Potential. Wäre Margo zwischendurch in der Geschichte schon wirklich crazy gedreht und nicht erst am Ende ein bisschen, dann wäre die Geschichte schon um einiges unterhaltsamer geworden. Ebenfalls hätten die Rückblenden nicht sein müssen, die das Buch – wie erwähnt – unnötig in die Länge gezogen haben.
Von mir ist dieses Buch leider keine Empfehlung, auch, wenn das letzte Angebot wirklich tödlich war.
Rezensionen von Jule:
Dire Bound von Sable Sorensen
Bietet gute Unterhaltung
"Dire Bound" von Sable Sorensen entführt uns in die Welt der Schattenwölfe und in ein System, das für viele Menschen tödlich endet. Geheimnisse, Mord und Intrigen stehen an der Tagesordnung. Umso schwerer ist es für eine normale Bürgerliche, zu einer Wildgebundenen – und damit von einem Schattenwolf auserwählt – zu werden.
Doch Meryn würde alles dafür tun, um ihre Schwester Saela zu retten.
Die Schattenwölfe in diesem Buch sind interessante Wesen, besonders von den Beschreibungen her. Sie sind riesig und verfügen über eine immense Kraft. Besonders spannend wird es dann, wenn sie mit ihrem Reiter anfangen zu kommunizieren und sich den mörderischsten Prüfungen stellen. So wird in diesem Buch etwas recht Abwechslungsreiches aufgebaut, sowie ein unberechenbarer Faktor, denn die Wölfe haben stets ihren eigenen Kopf. Dennoch erinnert die Geschichte phasenweise sehr an „Fourth Wing“, nur, dass es sich hierbei nicht um Drachen handelt. Dies lässt die Geschichte zwar ein bisschen vorhersehbar werden, aber ändert nichts an der Tatsache, dass sie Handlung weiterhin interessant bleibt.
Dafür sorgt auch der Schreibstil: Sable Sorensen schreibt authentisch und eindeutig, sodass keine Missverständnisse auftreten. Sie schreibt direkt was die Charaktere denken und wird dabei auch häufig sehr explizit. Dies kommt auch in den Sexszenen zum Vorschein, die mir persönlich etwas zu oft im Buch vorkommen. So passiert es auch, dass es an manchen Stellen kurz etwas repetitiv wird. Doch die Protagonisten lassen die Geschichte wieder etwas aufleben, durch ihre Vielfältigkeit. So finde ich es super, dass zwei Protagonisten über Gebärdensprache kommunizieren und Tomison durch seine lockere Art immer wieder für einen Lacher sorgt. Meryn als Hauptprotagonisten ist taff und nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie setzt sich für sich ein und lässt sich nur schwer unterkriegen. Bei der Liebe, kommen allerdings ihre verletzlichen Seiten zum Vorschein... So ist der Romanceanteil ebenfalls nicht zu verachten und spielt einen enorm wichtigen Part, was das Vorangehen der Geschichte angeht.
Das Worldbuilding hätte dagegen noch etwas ausführlicher sein können. Man erfährt nur selten etwas über die verschiedenen Gebiete, aus denen die Protagonisten kommen. Die Karte von nocturna am Anfang und am Ende des Buches hilft aber dabei, sich zu orientieren. Ebenfalls ist es gut, eine Rudelübersicht am Ende des Buches zu haben, sowie ganz nett zu wissen, wie die verschiedenen Protagonisten ausgesprochen werden.
Insgesamt bietet "Dire Bound" gute Unterhaltung trotz kleiner Schwächen, und lässt die Realität für ein paar Stunden verschwimmen. Es ist eine Empfehlung für alle, die "Fourth Wing" mochten und eine sehr ähnliche Geschichte suchen.











