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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

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Kalle und Elsa lieben die Nacht von Jenny Westin Verona

Nächtlicher Besuch im Weltall

Kalle übernachtet heute bei Elsa und sie wollen die ganze Nacht wach bleiben um Eulen und den Mond zu beobachten. Dann kommen sie auf die Idee eine Rakete zu bauen und den Weltraum zu erforschen.

Jenny Westin Verona zeigt uns mit diesem wunderschönen Bilderbuch, dass man vor Nacht und Dunkelheit keine Angst haben muss.

Dass Elsa nicht gerettet werden muss. Dass sie selbst die Kapitänin und Ingenieurin ist – eine richtige Supernova. Und es ist fantastisch, was die beiden Kinder bei ihrer Reise in den Weltraum alles erleben. Uns gefällt auch der Wäsche waschende Vater im Hintergrund sehr gut, der wohl ein Auge auf die beiden Nachtwandler hat.
Auf den ganzseitigen farbenfrohen Bilder, mit denen Jesus Verona die Geschichte bereichert, gibt es so viel zu entdecken. Uns macht es auch großen Spaß, uns nur die Bilder anzuschauen, denn wir entdeckt immer wieder etwas Neues. Das regt auch die Fantasie unserer beiden Jungs an und wir schmieden eigene Abenteuer im Weltraum.

Ein wundervolles Buch, das den Kindern das Thema Raumfahrt näher bringt, Geschlechterrollen thematisiert, die Fantasie anregt und uns immer wieder sehr gut unterhält.

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Kalle und Elsa lieben die Nacht

Rezensionen von signalhill:

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Was vor uns liegt von Alba de Céspedes

Ein Blick in die Vergangenheit

"Was vor uns liegt" von Alba de Céspedes ist ein Roman aus den 1930er Jahren und somit für uns heute ein wertvolles Zeugnis aus der Vergangenheit, das eben nicht aus heutiger Sicht geschrieben wurde. Céspedes bringt uns das Leben von acht Frauen näher, die ihre Hoffnungen, Ängste, Sorgen und Wünsche mit in den Konvikt gebracht haben, in dem wohnen, während sie studieren.

Ich finde es anfangs eher verwirrend, dass es um so viele Charaktere geht, vier Frauen hätten mir vermutlich gereicht. Doch die Schicksale der Frauen sind sehr unterschiedlich, ihre Gemeinsamkeit beschränkt sich nur auf den Ort, an dem alle gemeinsam während ihrer Studienzeit leben. Der sehr strenge Konvikt schweißt alle zusammen, doch Freundinnen werden sie nicht wirklich; später gehen alle ihren (sehr unterschiedlichen) Weg.

In einer Zeit, in der das Frauenbild noch sehr traditionell und vorbestimmt war, sind die Frauen des Romans sehr fortschrittlich und unkonventionell. Was heute für uns selbstverständlich ist, ist es in vielen Teilen der Welt aber auch heute noch nicht. Die Frauen der Alba de Céspedes stehen für alle Frauen, die auch heute noch um ihren selbstbestimmten Platz in der Gesellschaft kämpfen müssen. Im Roman gelingt dies nicht allen, und so hat mich die Vielschichtigkeit der Emotionen, Sehnsüchte, Träume und Empfindungen der acht unterschiedlichen Frauen sehr eingenommen.

"Was vor uns liegt" ist daher ein gut gewählter, eher neutraler Titel, der die Sehnsüchte umfasst, aber auch impliziert, dass es nicht für alle gut werden wird. Dieser Roman ist sicher für Frauen geschrieben, aber ich würde ihn gern allen Leserinnen und Lesern empfehlen, die gute Literatur lieben.

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Was vor uns liegt

Rezensionen von signalhill:

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Tod zur Teestunde (Susan Ryeland ermittelt 3) von Anthony Horowitz

Wieder ein Meisterwerk!

Anthony Horowitz ist seit Jahren einer meiner absoluten Lieblingsautoren, einer der wenigen, dessen Bücher ich sofort nach Erscheinen unbedingt lesen muss. In gewohnter Roman-im-Roman-Manier geht es in "Tod zur Teeestunde" weiter, wie ich es schon von ihm kenne. Dabei muss man hier auch immer die Buchcover ganz genau anschauen, aber sie ergeben erst am Ende wirklich einen Sinn.

Die Lektorin Susan Ryeland hat ihr Leben in Griechenland satt und baut sich wieder ein bescheidenes Leben in London auf. Nun soll noch ein letzter Atticus-Pünd-Fall auf den Markt kommen (der 12. und letzte, obwohl es bisher nicht so viele gab), aber da der Autor verstorben ist, soll der Roman durch einen eher zwielichtigen Zweitautor beendet werden. Realität und Fiktion scheinen nicht mehr voneinander trennbar...

Ich liebe den flüssigen, unspektakulären Schreibstil des Autors. Schon nach den ersten Seiten möchte man den Roman nicht mehr aus der Hand legen. Wenn man die Susan-Ryeland-Romane kennt, ist man mit dem Roman-im-Roman bereits vertraut. Geschickt sind die Geschichten ineinander verwoben. Im Krimi muss Atticus Pünd den Mord an Lady Chalfont lösen, im Rahmenroman geschieht aber auch ein Mord, den Ryeland lösen muss.

Der Roman bleibt spannend bis zum Schluss. Es war für mich keine Überraschung, dass es am Ende doch noch viele Überraschungen gibt. Die Auflösung konnte ich auch diesmal wieder nicht vorhersehen. Alles ist genial verwoben, ein Meisterwerk des Kriminalromans. Mit Anthony Horowitz kann ich gut ein paar Stunden der Wirklichkeit entfliehen und mich voll und ganz vertiefen. Ich freue mich schon auf den nächsten niveauvollen Krimi mit 5-Sterne-Garantie!

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Tod zur Teestunde (Susan Ryeland ermittelt 3)

Rezensionen von Nele33:

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Tannengrab von Ines Buck

tlle Fortsetzung

"Tannengrab" ist der zweite Band um die resolute Ermittlerin Karla Sommerfeld der Autorin Ines Buck. Eingelesen wurde das Hörbuch von der Sprecherin Claudia Schwartz.

Was wie eine normale Geburtstagsfeier für Karlas Mutter beginnt, endet in ziemlich verworrenen Ermittlungen in dem kleinen Ort Birkenweiler.

Mathilda, das kleine Nachbarskind, zeigt Karla stolz ihren vermeintlichen "Wildschweinknochen", den sie in ihrem Waldkindergarten gefunden hat. Die Kinder finden dort des Öfteren Knochen, doch Karla sieht auf den ersten Blick, dass es sich hier anscheinend um ein menschliches Schlüsselbein handelt. Nach der kriminaltechnischen Untersuchung steht fest, dass Karla richtig lag. Die Vermissten-Kartei gibt mehrere Fälle preis, doch schnell stellt sich heraus, dass es sich um die vor 5 Jahren verschwundene Marie handelt.
Die Ermittlungen führen in Abgründe und gestalten sich aufgrund der Verschlossenheit und Abwehr der Familien schwierig und zäh. Karla und Henning können wieder einmal zeigen, dass sie trotz ihrer Unterschiedlichkeit sehr gut als Team funktionieren.

Das Hörbuch habe genossen, der Aufbau der Geschichte beginnt schon mit einem spannenden Prolog und die Spannung wird über das gesamte Buch gehalten. Das Privatleben von Karla hält sich mit den Ermittlungen die Waage und nimmt genau den richtigen Raum ein. Der Waldkindergarten als Ausgangspunkt und der dadurch erreichte Kontrast ist fantastisch gewählt.

Claudia Schwartz als Sprecherin hat genau die richtige Intonation, um die Geschichte zu unterstützen, dafür ein großes Lob von mir.

Tannengrab ist kein schneller, sondern ein in jeder Hinsicht gut durchdachter Kriminalfall mit der ein oder anderen Überraschung.

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Tannengrab

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Armenische Reise von Wassili Grossman

Interessanter Roman

Wassili Grossmann (1905-1964) war lange Jahre Reporter der Armeezeitung Roter Stern und linientreuer Schriftsteller der Sowjetunion, der das umfassende Werk „Stalingrad“ hervorgebracht hat. Allerdings hat der Stalin-Terror, der Zweite Weltkrieg und die Vernichtung der Juden, die ihn als Juden mit der Ermordung seiner Mutter, auch persönlich betroffen hat sowie die vielen Schicksalen, denen er als Journalist begegnet ist, sein Leben verändert.

Er wird zum Chronisten der Stalin-Zeit und der Jahre danach und beugt sich nicht den Vorschriften der Zensur. Das hat dann zur Folge, dass 1961 die Fortsetzung von „Stalingrad“, der Roman „Leben und Schicksal“ beschlagnahmt, verboten und sowohl Druckplatten als auch Manuskript vernichtet wird. Dass das Werk dennoch, allerdings erst 16 Jahre nach Grossmanns Tod, im 1980 in der Schweiz veröffentlicht werden kann, ist dem Umstand zu verdanken, dass es Fotos von den Manuskriptseiten gibt, die von Grossmanns Freunden unter Lebensgefahr außer Landes geschmuggelt worden sind.

Unter diesen Aspekten muss man das vorliegende Buch „Armenische Reise“ betrachten.

Wassili Grossmann wird nach Armenien geschickt, um die Werke eines bekannten armenischen Schriftsteller zu übersetzen. Er, Grossmann, kann aber nicht armenisch. Wie soll das funktionieren? Zumal niemand von seiner Ankunft in Jerewan informiert worden ist. So schlägt sich der Fremde Tag um Tag durch. Man spricht buchstäblich mit Händen und Füßen. Für ihn sieht alles grau in grau aus, nur manchmal unterbrochen von Frauen, die ihre Festtagstrachten, die mit bunten, vornehmlich roten Bändern verziert sind, anlegen. Die am häufigsten gebrauchten Wörter dieses Roman sind Steine, grau und arm.

Dieses letzte Werk des sowjetischen Schriftstellers, das er über seine Reise nach Armenien verfasst hat. ist nicht nur durch den Schreibstil interessant, sondern auch wegen der Vorbehalte, die Grossmann der Bevölkerung Armeniens gegenüber hat. Erst der Toast, den ein Armenier ihm, Grossmann ausspricht, in dem er die Shoah der Juden mit dem Völkermord an den Armeniern gleichsetzt, öffnet ihm die Augen.

Im Nachwort erfahren wir noch einiges über Grossmann und die Entstehung dieses Romans.

Fazit:

Ein interessantes Buch, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

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Armenische Reise

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Zeit der Mutigen von Dimitré Dinev

Trotz 1.152 Seiten eine Leseempfehlung

Dieser Roman von Dimitré Dinev hat den Österreichischen Buchpreis 2025 erhalten. Zunächst war ich so gar nicht von diesem 1.152 Seiten Schmöker angetan, weil ich einen anderen Favoriten für den Buchpreis im Auge hatte. Doch nach den ersten Seiten hat mich das Werk dann doch gepackt.

Dimitré Dinev spannt in seinem Roman, der mit Eva, die am Vorabend des Ersten Weltkrieges in der Donau Selbstmord begehen will, beginnt, einen Bogen, der rund hundert Jahren umfasst, und wieder mit einer Eva endet, auf.

Dazwischen liegen zwei Haupthandlungsstränge, einer in einem kleinen Ort in Österreich, der an der Donau liegt, die eine wichtige Rolle spielt, und ein anderer in Bulgarien. Daneben gibt es weitere Erzählstränge, die die Hauptstränge wie die Knoten in einem Fischernetz, an manchen Stellen treffen.

Der Erzählstrang, der in Österreich spielt, lässt sich leicht nachvollziehen: Armut, Ende der Monarchie, Ständestaat, Nazi-Diktatur, Zweiter Weltkrieg, Besatzung und deren Ende 1955 mit dem Staatsvertrag, Aufschwung, Demokratie, Ungarnaufstand 1956, Prager Frühling 1968 und den Fall des Eisernen Vorhangs 1989.

Das Schicksal der Menschen, die nach dem Zerfall der Donaumonarchie und vor allem nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in die Hemisphäre des Kommunismus geraten sind, ist außer politischer Willkür, Gulag, Mangel an allem und jedem, Profiteure in den Politkadern sowie Spitzelwesen, wenig bekannt. Wie der Staat, hier Bulgarien, mit seinem Volk umgeht, wird hier an Hand von einzelnen Schicksalen stellvertretend für viele, erzählt.

Bindeglied zwischen den beiden Welten ist Meto, ein Österreicher, der von den Sowjets hingerichtet werden sollte, aber mit einer Kugel im Kopf, überlebt. Er wird von einer bulgarischen Schafhirtin gefunden und gesund gepflegt. Die im Schädel steckende Kugel ist inoperabel und hat ihm sein Gedächtnis geraubt. Mit einem halb verbrannten Ausweis auf den Namen Helmut Nagorny tritt er die Reise ins besetzte Österreich an, ohne zu wissen wer er eigentlich ist. Nur manchmal, manchmal scheint er einzelne Worte im Tiroler Dialekt zu sprechen.

Meine Meinung:

Nach der Lektüre dieses Romans bin ich mit der Entscheidung der Jury, den Österreichischen Buchpreis 2025 an dieses Buch zu vergeben, einverstanden.

In jedem Kapitel, in jedem der Handlungsstränge sind es vor allem die Frauen, sich mutig den Herausforderungen des Lebens stellen. Dabei finden sie sich selbst gar nicht mutig. Was getan werden muss, wird einfach getan. Oft wird ihnen die Entscheidung ohnehin abgenommen.

Eine bewusste und mutige Entscheidung ist, den Mann mit der Kugel im Kopf, der Meto genannt werden will, als Helmut Nagorny anzunehmen, obwohl doch der eine oder andere Zweifel an seiner Identität besteht.

Die Charaktere sind außergewöhnlich lebendig. Wir dürfen mit ihnen nicht nur an der großen Weltgeschichte teilnehmen, sondern erleben auch ihre inneren Konflikte, wenn es um persönlichen Freiraum oder um das Wohl der Gemeinschaft wie z. B. des Roma-Clans geht.

Das eine oder andere aus der Geschichte Bulgariens habe ich nachgelesen, weil es mir nicht so bekannt war.

Das blaue Band, das sich auf dem weißen Cover dahin schlängelt, habe ich als Donau interpretiert, die in diesem Buch in beiden Hemisphären eine Rolle spielt.

Eine kleine Anmerkung habe ich für den Verlag für eine Neuauflage: Man möge doch die starke Beugung der Verben verwenden. Wenn ich melkte statt molk, oder flechtete statt flocht, lese, stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Wenig später treffe ich dann allerdings auf buk, das mir meine Volksschullehrerin schon 1966 als antiquiert in backte korrigiert hat.

Fazit:

„Die Zeit der Mutigen“ ist ein Roman, der lange nachhallt und den ich bestimmt wieder lesen werden. Von mit gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Zeit der Mutigen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Zurück unter Mördern von Michael Jensen

Eine klare Leseempfehlung!

Michael Jensen, dessen historischen Kriminalromane rund um die Brüder Sass sowie jene um Jens Druwe, der auch hier, im aktuellen Krimi eine Rolle spielt, ich gelesen habe, nimmt mich mit in das Nachkriegsdeutschland.

Oswald und Hertha Lassaly gehören zu den wenigen, von den Nazis Vertriebenen, die nach Hamburg zurückkehren.

Er hat mit der Hansestadt und Deutschland noch eine Rechnung offen: Er will einerseits das geraubte Eigentum der Familie zurück und andererseits den angeblichen Selbstmord seines Vaters Eduard aufgeklärt wissen.

Doch der befreundete Anwalt, der schon seinen Vater betreut hat, macht ihm wenig Hoffnung, denn die Firma, ein Kaffeeimport und die Familienbank, sind „verkauft“ worden, was durch Dokumente belegbar ist. Dass der Kaufpreis durch Drohungen auf einen Bruchteil des Wertes gedrückt worden ist, interessiert niemanden. Um Beweise dafür zu finden, dass einerseits der Kauf Betrug und der Selbstmord seines Vaters Mord war, wird der Kriegsheimkehrer und Privatermittler Hans Mahler beauftragt, Dokumente und Zeugen aufzutreiben. Mahler scheint dafür sehr gut geeignet, hat er doch vor dem Zweiten Weltkrieg Jura studiert, aber nicht abgeschlossen und als Gegner der Nazis selbst im Gefängnis. Allerdings wird Mahler von seinen eigenen Dämonen geplagt wird, ist doch seine Frau seit dem, als „Operation Gomorrha“ bekannten, Bombardement Hamburgs verschollen.

Je tiefer Hans Mahler in die Familiengeschichte der Lassallys eintaucht, desto mehr wird ihm bewusst, dass die Täter von damals durchwegs wieder in ihren alten Positionen arbeiten. Oswald und Hertha Lassaly sind zurück unter Mördern.

Meine Meinung:

Der Krimi beruht auf der wahren Familiengeschichte der jüdischen Familie Lassally aus Hamburg, die, wie Hunderttausende andere auch, systematisch gedemütigt, ausgeplündert, ihres Eigentums beraubt, teilweise in den Selbstmord getrieben und als sie nichts mehr hatten, was Nazi-Deutschland nützlich sein konnte, in den diversen Vernichtungslagern ermordet worden sind. Nur wenigen Mitglieder dieser jüdischen Familien ist es, wie Oswald Lassally, gelungen, das Land zu verlassen und noch viel weniger kehren in das Land der Mörder zurück.

Hans Mahler muss erkennen, dass die alten Parolen vom Durchhalten und der Volksgemeinschaft sind noch fest in den Köpfen der Menschen verankert ist. Zudem haben sie neue wie „nach vorne schauen“, „Wir haben auch gelitten.“ und „Wir haben nichts gewusst!“ gebildet haben und in einer Art Dauerschleife wiederholt werden. Schrecklich zu lesen ist das Selbstverständnis mit der Täter/Opferumkehr betrieben wird. Die Mehrzahl der Deutschen sieht sich als Opfer der Alliierten und der jüdischen Weltverschwörung. Unrechtsbewusstsein in kaum vorhanden, weshalb es kaum möglich ist, geraubte Gegenstände und Wohnungen den ursprünglichen Eigentümern zurückzugeben.

Michael Jensen hat mit diesem historischen Krimi die düstere und beklemmende Stimmung im Nachkriegsdeutschland sehr gut eingefangen. Die wahre Geschichte von Eduard Lassally und seiner Familie ist penibel recherchiert. Wie schon in den historischen Krimis rund um die Brüder Sass und um Kriminalkommissar Jens Druwe lässt sich dieser hier ebenso sehr gut lesen, auch wenn er keine leichte Kost ist. Zartbesaiteten Lesern könnte die eine oder andere Grausamkeit vielleicht Probleme bereiten.

Die Figur des Hans Mahler bietet sich gemeinsam mit dem Thema förmlich an, als Reihe weiter entwickelt zu werden. Denn leider ist die Familie Lassally kein Einzelfall.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Krimi aus dem Nachkriegsdeutschland 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Zurück unter Mördern

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Gamsalp von Christian Gauer

Hat mir nicht gefallen

Dieser Krimi ist der dritte einer Reihe rund um Elwood, einem Organisten und Privatermittler. Für mich ist es der erste Krimi vom Schweizer Autor Christian Gauer und ich befürchte, es wird wohl der einzige bleiben. Warum?

Elwood, mit bürgerlichen Namen Tobias Gottwald, trauert um seine tote Hündin Viva, die er sichtlich lieber mochte als seine Frau Ivy und die Menschen im Allgemeinen, und hat eine entsprechende Sinnkrise.

Die versucht er mit einer ausgedehnten Wanderung in der Umgebung zu bewältigen. Doch gleichzeitig spukt ihm die Meldung eines tödlichen Bergunfalls im Kopf herum. Als er bei seiner Wanderung auf eine Gruppe Motorradfahrer trifft, verquicken sich Wanderung, Trauer, Bergunfall und ein Alptraum zu einer eigenartigen Mischung, bei der nicht ganz klar ist, was Traum oder Wirklichkeit ist.

Meine Meinung:

Mir haben hier weder die Charaktere noch der Schreibstil zugesagt. Die Protagonisten, allen voran Elwood, wirken auf mich wenig einnehmend. Die Ermittlungen zu dem tödlichen Bergunfall kommen meiner Ansicht nach zu kurz. Es geht hauptsächlich um die Emotionen/Träume/Rückkopplungen von Elwood, bei dem ich nicht weiß, ob er bekifft durchs Leben stolpert. Und dann noch der eigenartige Schreibstil, der für mich ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Zahlreiche Sätze sind stakkatoartig hingeworfen und bei einigen ist die Satzstellung recht eigenwillig.

Gut gefällt mir, dass Schweizer Ausdrücke verwendet werden. Die tragen, gemeinsam mit dem Cover als auch mit der bildhaften Beschreibung der Natur dazu bei, diesen Regio-Krimi nicht zur Gänze als Flop zu bezeichnen.

Fazit:

Dieser Krimi von Christian Gauer, der mich tief in die Schweiz, nach Toggenburg im Kanton St. Gallen geführt hat, wird wohl eine Eintagsfliege bleiben, die ich mit 2 Sternen bewerte.

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Gamsalp

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Miez Marple und die Tatze der Verdammnis von Fabian Navarro

Hat mich nicht überzeugt

„Miez Marple und die Tatze der Verdammnis“ von Fabian Navarro ist 2025 im Haymon-Verlag erschienen. Der Krimi ist bereits der dritte Band der Cosy-Krimi-Reihe mit der Katzendetektivin Miez Marple. Für mich ist das die erste Begegnung mit dem Autor und seiner tierischen Detektivin.

Weil ihre Dosenöffnerin Agathe Christenson einen Wanderurlaub antreten möchte, wird Miez Marple kurzerhand in das Luxus-Tier-Ressort Bellagio verfrachtet.

Zunächst ist Miez Marple not amused, zumal sie das Zimmer mit dem alternden Schlagerkater Florian Silberschweif teilen muss, mit dem sie noch eine alte Rechnung offen hat.

Doch als am Tag nach der Ankunft eine der urlaubenden Showstar-Katzen tot aufgefunden wird, beginnt Miez Marple zu ermitteln, was nicht jedem Hotelgast in den Kram passt. Zudem ist ihr die Welt des Showbusiness nicht ganz so vertraut, weshalb sie über ihren Schatten springt und letztlich Silberschweif als ihren Assistenten akzeptiert. Doch der hat, wie so viele andere Hotelgäste, auch ein Geheimnis, das nicht enthüllt werden soll ....

Meine Meinung:

Meine Meinung zu diesem Krimi ist ziemlich zwiegespalten. Die Wortgewandtheit des Autors finde ich toll. So musste ich laut lachen, als ich von Gabriel zu Grundel, der Stockente gelesen habe, die am Finanzmarkt tätig ist, den Dachs beobachtet und mit Bitcorns handelt. Das muss einem erst einmal einfallen. Oder die Achtsamkeitsübung „Mensch barfuß auf Kies“, die Florian Silberschweif gerade übt. Welche menschliche Entsprechung gemeint ist, ist wohl klar.

„...Wie unhöflich von mir! Runter vom Sofa. Hasso runter vom Sofa ist mein Name. Ich bin hocherfreut, Sie zu treffen, ich bin ein großer Fan…“

Diese Vorstellung des Reisegefährten Labradoodle klingt stark nach „Bond, James Bond“ und ist wohl beabsichtigt. In ähnlicher Diktion geht es weiter.

Geschickt flicht Fabian Navarro auch Vorurteile und Befindlichkeiten, wie jene, die Miez Marple dem Schlagerkater Silberschweif gegenüber hat, ein.

Als Zeichentrickfilm ist der Plot sicherlich eine gute Grundlage, aber als Krimi hat mich die Handlung nicht wirklich überzeugt. Aber, vielleicht bin ich schon zu alt dafür oder zu realistisch. Ich mag ja auch das Genre Fantasy oder S/F nicht.

Fazit:

Es gibt, wenn ich die 5-Sterne-Rezensionen so ansehe, eine große Fan-Gemeinde von Miez Marple. Ich zähle mich nicht dazu und vergebe 3 Sterne.

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Miez Marple und die Tatze der Verdammnis

Rezensionen von leopol:

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Die Magnolientochter von Tessa Collins

aufwühlende Suche nach den eigenen Wurzeln

Magnolia, die in London lebt und sich privat und beruflich sehr für den Umweltschutz engagiert, kehrt wieder einmal zum Haus ihrer Großeltern zurück um dort Zeit mit ihrer weitern Familie zu verbringen. Man findet in den Unterlagen der Großmutter eine alte Rechnung und ein Flugticket – beides mit Bezug zu Neuseeland – der Heimat von Magnolias Mutter.

Getrieben durch diese Funde und der Tatsache, dass es Magnolias Mutter neuerlich sehr schlecht geht, macht sie sich auf den Weg nach Neuseeland. Ihr Ziel dort, ist neben der Suche nach den Geheimnissen um ihre Familie, auch mehr über den Umweltschutz in Neuseeland zu erfahren, wobei sie sehr engagierte und sympathische Mitstreiter findet.

Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt – der Ebene von Magnolia in der jetzt Zeit, die den Hinweisen folgt und Neuseeland entdeckt. Die zweite Ebene folgt ein junger Maori mit den Namen Amiri in den 1960er Jahren, die auf einer Farm arbeitet. Wie man natürlich von Beginn an erahnen kann, hängen beide Geschichten zusammen, jedoch rätselt man natürlich wie.
Speziell der Erzählstrang von Magnolia, ist natürlich der Suche nach Hinweisen gewidmet. Es ist allerdings auch viel mehr – man merkt auch an Magnolia eine Entwicklung, die sie in diesem Land vollzieht – sie wird zugänglicher und legt ihre doch eher dogmatischen Ansichten immer mehr ab. Die Entfernung zur Heimat, das neue Land und die Bekanntschaften verändern eben den Blick auf so manches. Wie nebenbei entwickelt sich auch eine Liebesgeschichte.
Die Geschichte um die Suche nach Hinweisen ist realistisch, wie ich meinen würde – immer wieder durch Rückschläge und Zufälle gekennzeichnet. Man jagt durchs ganze Land und lernt dadurch – nebenbei- die schöne Landschaft Neuseelands und einige Sitten der Maori kennen. Generell ist es eine sehr berührende Geschichte, die wenn auch fiktiv, sicher auch so passieren hätte können. Auch gibt die Geschichte Hoffnung – dass man Traumata überwinden kann. Man kann sein Glück finden, auch wenn es unwahrscheinlich scheint.

Auch wenn dies bereits der vierte Band um die Kinder bzw. Enkelinnen der Familie Carter ist, lässt sich der Roman auch ohne Probleme allein lesen. Bei der Übersicht hilft der Stammbaum zu Beginn durch die ersten Szenen.
Für mich war es definitiv ein Ansporn auch weiter Bände der Serie zu lesen, da es ein kurzweiliger und schön gestalteter Roman war.

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Die Magnolientochter