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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Ostseedämmerung von Eva Almstädt

Auf Pia Korittki ist Verlass

Die Buchreihe von Eva Almstädt um die Ermittlerin Pia Korittki finde ich toll und ich habe mich riesig auf Band 20 gefreut !
Wie von der Autorin gewohnt, wird man schon ab den ersten Seiten mitgerissen : Ein flüssiger und klarer Schreibstil ist man als Leser von Eva Almstädt gewohnt und so geht es auch in diesem Band weiter.

Die Hauptfigur Pia Korittki ist von der Autorin toll dargestellt; als begeisterte Leserin ab Band 1 ist das ein bisschen wie ein Treffen mit einer langen Freundin. Korittkis Figur wächst und entwickelt sich und das merkt man auch diesem Buch an. Sehr schön, wenn man als Leser bei diesen Entwicklungen dabei sein darf. Auch ihr Kollege Broders ist für mich mittlerweile fester Bestandteil dieser Buchreihe und passt hervorragend als Kollege zu Korittki.
Die Geschichte selbst ist spannend, ich habe mitgerätselt und ermittelt und die Wendungen, die die Autorin einbaut, sind wirklich packend : sie legt Spuren und Fährten sehr gekonnt.
So bin ich durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen – und habe das Buch und die Lesezeit dabei sehr genossen.
Von mir gibt es für Band 20 der Pia Korittki Reihe *Ostseedämmerung* eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung : absoluter Lesegenuss und ein Küstenkrimi, der begeistert !

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Ostseedämmerung

Rezensionen von Island :

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Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber

Ein ebenso wichtiges wie trauriges Thema beeindruckend erzählt

Von Jasmin Schreibers Romanen hat mich bisher noch keiner enttäuscht. Sie schreibt sprachgewaltig zu einer großen Vielfalt an interessanten und wichtigen Themen und zählt somit zu meinen liebsten Gegenwartsautorinnen.

Diesmal steht ein Femizid im Mittelpunkt der Handlung. Die dreißigjährige Emma wurde von ihrem gewalttätigen Ehemann ermordet.

Zurück bleiben ihre neunjährige Tochter Maja, deren Patentante und Emmas beste Freundin Liv sowie Emmas Eltern. Sie müssen lernen, mit der großen Lücke, die Emma hinterlässt, umzugehen und auch mit den Vorwürfen, die sie sich selbst im Zusammenhang mit deren Tod machen, ob sie etwas merken und alles verhindern hätten können.

Jasmin Schreiber findet immer wieder tolle sprachliche Bilder, um die unbeschreiblichen Gefühle, die mit dem Verlust und der Trauer verbunden sind, doch irgendwie in Worte zu fassen. Zudem wird das Buch aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Aus Sicht ihrer Freundin, ihrer Tochter und ihrer Eltern, aber in Rückblicken auch aus Emmas, sodass man als Leserin sehr nah dran an allem ist, wodurch man tief berührt wird von der Geschichte. Zwischendurch gibt es auch Notrufprotokolle oder den sachlich-nüchtern verfassten Obduktionsbericht als Kontrast zur persönlichen Sicht der Beteiligten. Optisch abgegrenzt finden sich kurze Szenen, die sich damit beschäftigen, wo noch ein Wendepunkt zu einem guten Ausgang möglich gewesen wäre.

Somit handelt es sich um einen recht außergewöhnlich gestalteten Roman zu einem wichtigen Thema, der niemanden kalt lässt.

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Da, wo ich dich sehen kann

Rezensionen von Island :

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Aufgeben können die anderen von Lena Johannson

Frauen können alles, wenn man(n) sie lässt

Lena Johannson widmet sich in ihrem neuesten historischen Roman der Geschichte der Olympischen Spiele mit dem Focus auf der Teilnahmemöglichkeit der Frauen, die hart erkämpft werden musste.

Die Geschichte beginnt kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Alice lebt mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in Nantes und besucht, obwohl ihre Eltern aus eher einfachen Verhältnissen stammen, ein Mädchengymnasium, was für die damalige Zeit, in der Frauen nicht einmal wählen durften, eher ungewöhnlich war.

Durch ihre erste Liebe kommt sie zudem zum Schwimmsport, findet aber kaum Möglichkeiten, als Frau diese und andere Sportarten auszuüben. Die Teilnahme an Wettkämpfen ist für Frauen gar utopisch. Nach mehreren schweren Schicksalsschlägen beginnt Alice dafür zu kämpfen, dass es auch Sportwettkämpfe für Frauen gibt und diese bald auch an den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.

Ich fand diese Hintergründe, von denen vieles auf wahren Begebenheiten beruht, sehr interessant. Ich mag historische Romane, über die Geschichte weiblichen Leistungssports habe ich bisher aber noch wenig gewusst. Alice ist mir sympathisch, wie sie nicht aufgibt, für ihr großes Ziel zu kämpfen und sich auch von Schicksalsschlägen und dominanten Männern nicht aus der Bahn werfen lässt. Die Autorin scheint sorgfältig recherchiert zu haben und schreibt gut nachvollziehbar.

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Aufgeben können die anderen

Rezensionen von Nele33:

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Ein stilles Mädchen Eddie Feber von Karin Fossum

bedrückend

"Ein stilles Mädchen" der Autorin Karin Fossum ist der dritte Band um den Ermittler Eddie Feber. Eingelesen wurde das Hörbuch von dem Sprecher
Frank Stieren.

Das Hörbuch beginnt mit der Entführung der kleinen fast 6-jährigen Kandiz, die von ihrem Vater als vermisst gemeldet wird. Die Familie besteht nur noch aus Vater und Tochter, nachdem die Mutter an Krebs verstorben ist.

Nach einem selbstverschuldeten Unfall leidet der Vater unter enormen Schmerzen und ist kaum in der Lage sein Leben zu bewältigen.

Dieser Krimi besticht nicht durch Tempo, sondern durch eine dichte Atmosphäre, die tief in die menschliche Psyche eindringt und ein damit bedrückendes Szenario erschafft. Eddie Faber, selbst Vater vieler Kinder und einer Tochter in Kandiz Alter unternimmt alles in seiner Macht Stehende, um das Kind zu finden.
Gleichzeitig konnte ich als Hörerin gebannt erleben, wie es Kandiz mit ihrem Entführer in der einsamen Hütte in den norwegischen Wäldern ergeht.
Das Teilnehmen an den Gedanken von Kandiz hat dieses Buch wunderbar abgerundet. Alle Protagonisten wurden sehr gut charakterisiert und wirkten dadurch sehr lebendig und authentisch.

Frank Stieren als Sprecher empfand ich als tolle Besetzung. Durch seine exzellente Art wurde der Inhalt und die Atmosphäre hervorragend transportiert.

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Ein stilles Mädchen Eddie Feber

Rezensionen von Lesestern:

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Kopf hoch, Kasimir! von Rebecca Martin

Jeder ist einzigartig

Es ist soweit!
Das Warten hat ein Ende - schon jetzt könnt ihr euch auf das neue Bilderbuch von Rebecca Martin und Bernd Lehmann freuen, dass Anfang Januar 2026 wieder bei Brunnen erscheinen wird.
Dank dem Verlag durfte ich es bereits vorablesen und genißen.

Alle, die bereits" Tilly traut sich" kennen, dürfen nun einen weiteren Waldfreund näher kennenlernen:
In " KOPF HOCH, KASIMIR" geht es diesmal um den kleinen wilden Fuchs, der mit seiner stürmischen und vorwitzigen Art oft aneckt und so manchen Waldbewohner auf die Palme bringt.

Eichhörnchen Lotte verkündet dann eines Tages, dass keiner mehr mit Kasimir spielen will.
Todtraurig zieht sich der kleine Fuchs zurück und verliert seine Fröhlichkeit. Für ihn gibt es nichts mehr zu lachen.
Doch es gibt einen, der ihn versteht und dem aufgrund seiner Stacheligkeit Gefühle der Ablehnung vertraut sind. Isidor, der kleine Igel begibt sich mit ihm zusammen auf die Suche nach seinem verlorenen Lachen ...

Mein Lese- und Bildereindruck:
Auch mit Kasimir ist Rebekka wieder eine tolle Identifikationsfigur für Kinder gelungen, die Bernd mit seinen gewohnt liebevoll gezeichneten Illustrationen wunderbar in Szene gesetzt hat.
Gefühle der Ausgrenzung und Ablehnung erfahren manche Kinder leider schon früh und werden mit dieser liebenswerten und warmherzigen Geschichte ermutigt, wie wertvoll sie sind.

Mein Fazit:
Ein Bilderbuch, das in seiner Gesamtgestaltung überzeugt und begeistert und nebenher die wunderbare Botschaft vermittelt, dass jeder einzigartig ist.

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Kopf hoch, Kasimir!

Rezensionen von gabiliest:

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Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht von Jörg Maurer

Jennerwein und die Literatur

Weimar im Jahr 1806. Bekannte Autoren aller Epochen flanieren durch die Straßen, alles ist lebensecht. Goethe und Kafka, Schiller und Bert Brecht unterhalten sich über Literatur. Virtual Reality macht es möglich.
Alle Beteiligten wollen etwas gegen den Niedergang der Lesekultur tun, daher sind sie Mitglieder von Salomes Lesekränzchen.

Doch wie Aufmerksamkeit generieren? Unter dem Motto “LESEN HILFT” stellen sie in der Literatur beschriebene Verbrechen nach. Besonders spektakulär agieren dabei drei Influencerinnen, Ene, Mene und Muh. Dass Autor Jörg Maurer den Dreien die Figur des Konfuzius zugeschrieben hat, zeugt von leiser Ironie. Aber auch von Verachtung, denn als die alltäglichen Klarnamen der Foristen, die über die ganze Welt verstreut leben, publik werden, bleiben die drei Frauen weiterhin Ene, Mene und Muh.

Jennerwein spielt in diesem sechzehnten Fall “Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht” eine völlig andere Rolle als in den bisherigen Bänden von Jörg Maurer. Diesmal reist er durch die Welt und hält Vorträge über den “besonderen Blick”, das sofortige Erkennen, was an einem Tatort ungewöhnlich ist. Doch Jennerwein greift ein, als ein Politiker ermordet wird, der die Sprache vereinfachen wollte. Können seine radikalen Ideen das Motiv für den Mord gewesen sein? Keine Groß- und Kleinschreibung mehr? Das geht gar nicht, findet der Autor und ich pflichte ihm bei, denn das kann den Sinn eines Satzes verändern. Zwischen “ich habe liebe Genossen” und “ich habe Liebe genossen” ist ein himmelweiter Unterschied! Und für einen zum Tode verurteilten Delinquenten kann ein Komma lebensrettend sein: “Wartet, nicht hängen!” ist etwas Anderes als “wartet nicht, hängen!”

Jörg Maurer betont in diesem Buch unter den Schlagwort “LESEN HILFT” die Wichtigkeit von Leseförderung und humanistischer Bildung. Der Erhalt der Schönheit der Sprache- wir sind ja das Land der Dichter- sowie ihrer Klarheit und Präzision- wir sind auch das Land der Denker- wird in zahlreichen Appellen betont. Allerdings meine ich, dass die Zielgruppe hier nicht erreicht wird, denn die in virtuellen Lesezirkeln Engagierten lesen sowieso mit Leidenschaft, Literaturverweigerer werden durch die Aufzählung vieler großer Namen, die den Betroffenen wenig sagen, eher abgeschreckt.

Und Jennerwein? Er hat seinen Auftritt vor allem im zweiten Teil des Buches, wo er Indizien sammelt, um den Politikermord aufzuklären. Leider wird sein Team nur in einer kurzen Sequenz erwähnt, die oft humorvollen gruppendynamischen Prozesse bleiben dabei auf der Strecke. Doch es gibt in der virtuellen Welt von Salomes Lesekränzchen humorvolle Szenen. So leidet die Figur des Shakespeare am Tourette-Syndrom und sondert ausschließlich Schimpfwörter ab. Eine künstliche Intelligenz wird ausgeknockt, indem man ihr Entscheidungsfragen stellt. Hinter phantasievollen Schilderungen verbergen sich jedoch ernste Überlegungen zum Zustand des Bildungssystems und zum Einfluss der Technik auf Sprache und Büchermarkt. Dennoch hätte ich mir von diesem Roman gewünscht, dass, wenn Jennerwein draufsteht, auch mehr Jennerwein drin ist.

Witzig ausgesucht sind die Schlussworte des Buches (da kommt sogar Uschi Obermaier zu Wort, die allerdings nur älteren Lesenden bekannt sein dürfte). Jörg Maurer zitiert Georg Christoph Lichtenberg, der Rezensionen als eine Art Kinderkrankheit bezeichnet, die neugeborene Bücher befällt. Der Büchergeburtstag dieses Romanes ist jetzt schon ein bisschen her, daher hoffe ich, dass diese Rezension nicht als Krankheitssymptom, sondern als Placebo verstanden wird, verabreicht von einem wohlwollenden Jennerwein- Fan. Wer Krimis, Literatur und virtuelle Welten mag, hat hier sicher zum richtigen Buch gegriffen.

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Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht

Rezensionen von Anno:

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Smeralda Bohms Bestiarium (Bd. 1) von Anja Fislage

Herausfordernder Schreibstil

Zugegeben, an den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen. Dieser ist in einer Art erzählerischen Tagebuch-Stil verfasst, bewusst etwas wissenschaftlich nüchtern und wird von zahlreichen Fußnoten und Infokästen unterbrochen. Trotzdem spricht der Autor durch seine Protagonistin Smeralda den Leser direkt an und baut auch immer wieder recht humorvolle Situationen in die Handlung mit ein.

Das Buch wird seitens des Verlags ab 11 Jahren empfohlen. In Bezug auf die Handlung stimme ich dieser Empfehlung zu, der Stil des Buches erfordert aber zugleich auch etwas Konzentration, wodurch ich es eher etwas älteren Kindern und/oder guten Lesern empfehle.
Mich selbst haben Smeraldas Erlebnisse und die vielen darin vorkommenden Wesen aber enorm fasziniert. Jedoch muss man zu Anfang auch akzeptieren können, dass man vieles aus der Handlung noch nicht einordnen kann. Dazu bin ich irgendwann dazu übergegangen die Anmerkungen separat zu lesen um nicht aus meinem Lesefluss gerissen zu werden.

In wieweit die hier im Buch vorkommenden Krypowesen aus bereits bestehenden Mythologien übernommen wurden, kann ich leider nicht genau bestimmen. Viele waren mir vom Hörensagen bereits bekannt, aber nicht alle. Ich sehe dieses Buch aber eh mehr als fantasievolles, magisches Lesevergnügen und weniger als mythologisches Lehrwerk.
Die Aufmachung des Buchs, beginnend beim Cover, aber auch dank des Design des Vorsatzpapiers und ganz besonders auch dem Druck samt den farbigen Portraits zeugt von einem durchdachten und recht hochwertigen Konzepts, das hier zumindest voll ins Schwarze traf.

Fazit: wenn dich ein quirliger und erfrischend andersartiger Schreibstil fasziniert, du Mystik, Rätsel und Abenteuer toll findest und dich auch von vielen Charakteren und wissenschaftlichen ‚Erklärungen‘ abschrecken lässt, ist dieses Buch wahrscheinlich genau das Richtige für dich!

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Smeralda Bohms Bestiarium (Bd. 1)

Rezensionen von fantasia:

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Mathilde und Marie von Torsten Woywod

Zwischen Marmeladengläsern und Lebensweisheiten


Mit einem Bild in warmen Farbtönen auf dem Cover und einem ansprechenden Klappentext lädt der Roman dazu ein, sich auf seine gut 300 Seiten einzulassen.
Der Plot: Traurige, überarbeitete, gestresste, verschuldete Pariser Studentin findet in einem 390 Seelendorf zu sich und hilft einer älteren Nachbarin aus ihrer Trauer und Einsamkeit.

Der Weg dorthin ist schnell erzählt: In Paris steigt sie spontan in einen Zug ins Nirgendwo und folgt der Einladung einer älteren Dame, mit ihr aufs Land zu kommen und dort zu wohnen.
Ab und zu bringt der nette Bäcker Brot vorbei, sie wird bekocht - keine Rede mehr von ihren erdrückenden Schulden, ihren Existenzängsten - sie findet sich im Einklang mit der Natur und erwacht - genau wie das Dorf am Morgen: „In den Häusern Redus glomm hinter einigen Fenstern bereits warmes Licht, und aus zahlreichen Schornsteinen stieg Rauch empor. Er kräuselte sich über den dunklen Schindeldächern, nahm dann die Form schmaler Fäden an und verschwand schließlich ganz. Die gesamte Szenerie mutete wie ein zaghaftes Erwachen des Dorfes an, in dessen Rahmen die ersten verstreuten Regungen des morgendlichen Lebens in den Tag hineinwuchsen.“ (S.316) Dieser Stil prägt den Roman, man erfährt etwas über die Vogelwelt, wie man Marmelade kocht, wie Papier geschöpft wird… gepaart mit Alltagsphilosphie.
Für mich definitiv zu viel des Guten, fast kitschig sowohl vom Inhalt als auch vom Stil.

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Mathilde und Marie

Rezensionen von Julia:

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Die Auferstehung von Andreas Eschbach

Ein Stück Nostalgie

Ich habe als Kind die Bücher der Drei ??? total gerne gelesen und wollte dieses Buch daher unbedingt lesen. Denn fragen wir uns nicht alle einmal, was aus unseren Kindheitshelden geworden ist?

Schon die ersten Seiten haben mir sehr gut gefallen, da man Einblicke in das Leben der erwachsenen Detektive erhält.

Schnell wird außerdem klar, dass zwischen den dreien etwas vorgefallen ist. Was genau passiert ist, erfährt man Stück für Stück im Laufe der Geschichte.
Parallel dazu arbeiten alle drei zeitgleich, diesmal jedoch unabhängig voneinander, am selben Fall. Was steckt hinter dem plötzlichen Auftauchen der verschollenen Tracy? Und warum ist ihre Tante so fest davon überzeugt, dass es sich nicht um die echte Tracy handelt?

Der Schreibstil ist sehr locker und angenehm zu lesen. Die Entwicklung der Geschichte verläuft ruhig, bleibt dabei aber durchgehend spannend. Auch wenn sich das Gesamtbild im Laufe der Handlung immer mehr zusammensetzt, wird es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es erinnert stark an die alten Fälle der Drei ???. Etwas Unerklärbares wird am Ende logisch erklärbar und selbst alte Ermittlungstechniken werden wieder ausgepackt, auch wenn einige Aspekte der Ermittlungsarbeiten sich durchaus auch weiterentwickelt und an das neue digitale Zeitalter angepasst haben.

Ein wirklich gelungener Krimi, der einen Hauch Nostalgie mit sich bringt. Ich habe ihn sehr gerne gelesen und würde durchaus auch weitere Fälle der mittlerweile erwachsen gewordenen Detektive lesen.

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Die Auferstehung

Rezensionen von Shilo:

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Mathilde und Marie von Torsten Woywod

Wo Zeit keine Rolle spielt

In Redu, einem kleinen Dorf, umgeben von Wäldern und Flüssen, geht alles langsamer. Die Menschen leben ruhig und wirken ein wenig aus der Zeit gefallen. Technik gibt es kaum, Ablenkung selten. Die Menschen haben ihre festen Gewohnheiten.
Marie kommt aus Paris und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich.

Nicht wegen eines großen Dramas, sondern weil sie merkt, dass ihr Leben so nicht weitergeht. Ohne genaues Ziel beginnt sie ihre Reise. Im Zug trifft sie Jónína, eine Isländerin, die schnell erkennt, wie es ihr geht. Jónína bringt sie nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung führt.
Marie findet nach und nach ihren Platz im Dorf. Sie beobachtet, hört zu und wird ein Teil des Alltags. Das Leben in Redu ist nicht perfekt, aber ehrlich. Die Menschen sind eigenwillig, manchmal verschroben, aber auf ihre Weise herzlich. Die Gemeinschaft zeigt sich still und selbstverständlich.
Mathilde fällt sofort auf. Sie wirkt abweisend und streng, fast unnahbar. Doch nach und nach zeigen sich Risse in ihrer harten Schale. Ihre Entwicklung geschieht langsam und wirkt echt. Kleine Veränderungen sagen viel über sie aus. Und genau das macht sie menschlich.
Die Geschichte erzählt ruhig. Große Höhepunkte gibt es nicht, dafür viele kleine Momente: Gespräche, Blicke, gemeinsame Tage. Gefühle werden nicht erklärt, sondern entstehen beim Lesen von selbst. Das sorgt für Nähe und lässt sich gut lesen.
Das Buch zeigt, wie wichtig Freundschaft, Vertrauen und Zeit sind. Es ist keine Geschichte, die drängt, sondern eine, die ruhig begleitet.
Für Leserinnen und Leser, die sich gern Zeit nehmen und die kleinen Dinge des Lebens genießen, ist dieses Buch eine schöne Wahl. 4 Sterne.

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Mathilde und Marie