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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von bine525:

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Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl von Fabio Nola

Ein lockerer Italien-Krimi mit solider Ermittlungsarbeit

Es hat mir großen Spaß gemacht, den zweiten Band dieser Neapel-Krimi-Serie zu lesen. Da der Autor früher in Neapel studiert hat und dadurch zu dieser Reihe inspiriert wurde, konnte er viele eigene Erfahrungen und viel Wissen in das Buch einfließen lassen. Schon der erste Band hatte mir sehr gut gefallen, und auch die Fortsetzung ist aus meiner Sicht perfekt gelungen.

Die Mischung aus einem guten Schreibstil, leichtem Humor, Einblicken in das Privatleben der Figuren und einer umfangreichen Ermittlungsarbeit funktioniert hervorragend. Dass ausgerechnet an Karfreitag ein Toter am Hafen gefunden wird und die Fischer darüber alles andere als begeistert sind, wirkt zwar fast schon wie etwas zu viel Zufall – meinem Lesevergnügen hat das jedoch keinen Abbruch getan.

Mit jeder Seite konnte ich die Atmosphäre Italiens spüren, und gleichzeitig wuchs die Vorfreude auf den nächsten Italien-Urlaub. Gerade zur jetzt kommenden Osterzeit passt auch das Erscheinungsdatum des Buches sehr gut, denn im Roman spielen zahlreiche österliche Bräuche eine Rolle.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Qualität des Buches selbst. Trotz der großen Seitenzahl sind die Seiten angenehm dünn, wodurch das Buch insgesamt leichter wirkt. Auch das Cover passt inhaltlich sehr gut zum Krimi.

Wer den ersten Band bereits kennt und somit mit den Figuren vertraut ist, wird sich beim Lesen etwas leichter tun. Um den Überblick zu behalten, habe ich mir von Anfang an ein paar Stichpunkte zu den einzelnen Personen und ihren Namen notiert – sonst hätte man bei der Vielzahl an Figuren leicht den Überblick verlieren können.

Zusammenfassend war es für mich ein Buch mit großem Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite.

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Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl

Rezensionen von Lesebegeisterte:

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Der Ernährungskompass von Bas Kast

Ein tolles Sachbuch zum Thema Ernährung, für alle die mehr wissen wollen.

In diesem Buch findet man eine sehr ausführliche Übersicht über Nahrungsmittel, die gesund sind und uns vor Krankheiten schützen, aber auch weniger gesunde Lebensmittel die uns auf Dauer krank machen. Man kann dieses ganze Wissen dann nutzen, um seine Ernährung umzustellen, was dann gar nicht wie eine Diät wirkt.

Der Ratgeber ist weder trocken noch fad, sondern aufschlussreich, motivierend und leicht lesbar. Es werden Themen wie zum Beispiel: Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, Proteine, Fette und diverse Diäten unter die Lupe genommen.
Wer dieses Buch liest, bekommt einen sehr informativen, detaillierten Überblick, basierend aus über tausend von Ernährungsstudien, was wirklich gesund ist und wie ich einfach meine Ernährung Schritt für Schritt umstellen kann.
Ich bin begeistert von diesem Buch. Es war total spannend und lehrreich. Ich hatte einige Aha-Momente und auch einiges erfahren, was ich noch nicht wusste. Ein Sachbuch für all jene, die sich so richtig mit dem Thema Ernährung auseinander setzten wollen. Dank des motivierenden Schreibstil, will man mit dem gelesenen Wissen gleich mal im Alltag loslegen.

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Der Ernährungskompass

Rezensionen von Lesebegeisterte:

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Apfelstrudel-Alibi von Rita Falk

Provinzkrimi mit Lachgarantie

Der Richter Moratschek beauftragt Franz den Unfall an seiner Patentochter Letitia aufzuklären. Es gibt da einige Ungereimtheiten und Moratschek glaubt, dass es Mord war und kein Unfall, wie die italienischen Kollegen behaupten. Deshalb muss Franz nach Südtirol um dort bei den Kollegen noch einmal alles aufzuwühlen.

Natürlich nicht ohne die Hilfe von seinem Spezi Rudi, der dann vor Ort die Stellung hält und inkognito ermittelt.
Doch der Susi gefällt dies gar nicht. Denn als neue Bürgermeisterin ist sie sowas von eingeteilt und beschäftigt, sie würde sich wünschen, dass Franz mehr im Haushalt und in der Kindererziehung hilft. Wer Franz kennt, weiß, dass ihn sowas so überhaupt nicht interessiert. Chaos und Streitigkeiten sind natürlich vorprogrammiert.
Dieser Teil der Eberhofer-Serie ist wieder einmal sehr lustig. An manchen Stellen musste ich laut lachen. Zahlreiche Szenen kann man sich so gut vorstellen, einfach herrlich. Ich freue mich schon sehr auf die Verfilmung und ebenso auf einen weiteren Band der Eberhofer-Serie.

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Apfelstrudel-Alibi

Rezensionen von Lesebegeisterte:

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Du gehörst zu uns von Claire Allan

Wer spielt hier ein falsches Spiel?

Sorcha wurde von ihrem Mann betrogen und ging aus der Krise gestärkt heraus. Jetzt ist sie eine bekannte Influencerin und macht anderen Frauen Mut. Deshalb hat sie die Gruppe Soul-Sisters gegründet.
Christina ist neu in dieser Gruppe, auch sie hat eine schwere Zeit hinter sich, wurde von ihrem Freund verlassen und findet seither einfach nicht mehr so richtig Anschluss.

Etwas verbindet Sorcha und Christina, sie hatten den gleichen Mann. Wegen Christina ist Sorchas Ehe zerbrochen. So etwas geht nie gut, wenn zwei Frauen dann aufeinandertreffen. Doch wer von den Beiden weiß was und wieviel?
Ich muss mit den vorigen Rezensionen anschließen, ich brauchte auch etwas, um in die Geschichte eintauchen zu können. Doch durchhalten lohnt sich, denn der Thriller wird dann noch so richtig spannend. Irgendjemand aus der Soul-Sister Gruppe spielt ein falsches Spiel. Die Situation spitzt sich Seite für Seite zu. Rachepläne werden geschmiedet, schnell wird klar, es wird vor nichts zurückgeschreckt.
Vom unbedingt dazugehören, Mobbing, Obsession und Psychospielchen, der Thriller enthält von allem was. Abwechselnd wird aus der Sicht von Sorcha und Christina erzählt. Jede Frau wurde verletzt und kämpft mit der Vergangenheit. Man versteht irgendwie beide Frauen, die Ex-Frau und die Geliebte. Wie wird die Geschichte wohl enden? Lesen Sie selbst! Mich hat das Ende überrascht.
Fazit: Ein Thriller, der ohne Blut auskommt, trotz anfänglicher Schwäche dann aber richtig spannend wird und mich gefesselt hat.

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Du gehörst zu uns

Rezensionen von begine:

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Moosland von Katrin Zipse

Sprachlos in Island



Moosland ist ein Roman der Schriftstellerin Katrin Zipse.
1949 konnten Frauen aus Landwirtschaft für ein Jahr nach Island gehen.
Die Autorin hat die karge Landschaft und die Wetterbedingungen perfekt erzählt.
Die Frauen konnten kein Wort Englisch, geschweige denn Isländisch.
Eigentlich sollten die Frauen Ahnung von der Landwirtschaft haben.

Aber Elsa wurde von ihrer Freundin überredet mitzukommen. Elsa hat eine Freundin brutal nach dem Krieg verloren und allen Lebensmut verloren.
Auf ihrem Gasthof gab es zwei Söhne, die sich beide um Elsa streiten.
Der Roman ist gut gemacht.

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Moosland

Rezensionen von Shilo:

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Moosland von Katrin Zipse

Außergewöhnlich und sehr lesenswert

Viele junge Frauen aus Deutschland machten sich kurz nach dem Krieg auf den Weg nach Island, um dort auf Bauernhöfen zu arbeiten. Auch Elsa gehört zu ihnen. Sie kommt im Sommer 1949 an, mit wenig Gepäck und mit einer Trauer, über die sie nicht spricht. Auf dem abgelegenen Hof trifft sie auf Menschen, deren Sprache sie nicht versteht, und auf eine Landschaft aus Wind, Licht und weiten Wiesen, die zunächst fremd wirkt.

Der Alltag auf dem Hof ist von Arbeit geprägt. Vieles läuft still und ohne viele Worte ab. Elsa versteht die Sprache der Menschen zunächst nicht, doch nach und nach entsteht ein vorsichtiges Miteinander. Mit der Zeit bekommt man beim Lesen ein klares Bild vom Leben auf diesem Hof und von dem einfachen Alltag dort. Auch die Landschaft spielt dabei eine große Rolle. Das weite Land, der Wind und das wechselnde Licht geben der Geschichte eine besondere Stimmung. Besonders im Mittelteil wird deutlich, wie der Alltag auf dem Hof aussieht und wie die Menschen miteinander umgehen.
Mit der Zeit wird spürbar, dass auf dem Hof nicht alles so ruhig ist, wie es zunächst scheint. Elsas Anwesenheit verändert das Zusammenleben, besonders im Umgang mit den beiden Bauernsöhnen. Erwartungen stehen im Raum, manche offen, andere unausgesprochen. Gleichzeitig liegt über der Familie ein Thema, über das niemand spricht. Die verschwundene Tochter des Hauses wird für Elsa immer mehr zu einer stillen Frage, die sich durch die Geschichte zieht.
Der Schreibstil wirkt am Anfang etwas ungewohnt. Die Sätze sind ruhig und oft knapp gehalten. Dadurch braucht die Geschichte etwas Zeit, bis man richtig hineinfindet. Nach und nach stellt sich jedoch ein ruhiger Lesefluss ein, der gut zu dieser Geschichte passt. Die Handlung entwickelt sich langsam und lässt Raum für die Gedanken und Gefühle der Figuren.
Die Geschichte lebt von leisen Momenten und von Menschen, die nach und nach greifbar werden. Zwischen Arbeit, Schweigen und vorsichtigen Annäherungen entsteht ein stilles Bild vom Leben auf dem Hof. Gleichzeitig bleibt die Frage nach der verschwundenen Tochter lange im Hintergrund spürbar. Am Ende bleibt eine ruhige und sehr stimmige Geschichte, die noch eine Weile nachklingt.
5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Moosland

Rezensionen von Katrin:

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Zum ersten Mal von Gesina Demes; Annika Prigge

Die Geschichte der ersten Male

Das Cover ist gute gewählt, da nun schon seit längerem die Kirschen als Symbol für Weiblichkeit/Frau sein stehen. Ansonsten finde ich es nicht sehr auffallend.

Story:

Gesina und Annika teilen im Wechsel ihre Geschichten über verschiedenste erste Male mit. Manchmal überschneiden sich die Storys auch, da es sich nicht nur um Kolleginnen (Podcast) sondern auch Freundinnen handelt.

Sie behandeln Themen wie: Die erste Periode, das erste Date, die erste Liebe, der erste Zusammenzug aber auch (leider) verschiedenste Arten von Problemen, Schamgefühlen, Tabuthemen und Übergriffigkeiten.

Fazit:

Das Thema fand ich wirklich gut, nur leider habe mich ein Großteil der Erinnerungen die hier niedergeschrieben wurden nicht wirklich überzeugt. Mir war es etwas zu oberflächig. Die zwei Frauen sind ungefähr im selben Alter wie ich, identifizieren konnte ich mich aber mehr mit Gesina. Manches konnte ich gut nachvollziehen, dennoch gefiel es mir nicht so 100%, daher auch nur 3 Sterne und somit Mittelmäßig.

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Zum ersten Mal

Rezensionen von brauneye29:

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Moosland von Katrin Zipse

Schöne Geschichte

Zum Inhalt:
Island im Sommer 1949. Rund 300 Frauen sind dem Aufruf der isländischen Bauernpartei gefolgt, ein Jahr dort auf den Höfen zu arbeiten. Die Bauern hoffen natürlich nicht nur auf Arbeitskräfte sondern auch Heiratskandidatinnen. Auch Elsa ist auf die Insel gekommen, auch sie will nicht bleiben, doch irgendwie wird sie dennoch immer mehr in das Leben hineingezogen.

Meine Meinung:
Was mir gleich gut gefallen hat, ist das Setting des Buches, so oft liest man nun nicht über Island. Aber auch die Stimmung der Neuankömmlinge, das Fremd sein, das langsame Ankommen kam in der Erzählung gut rüber. Irgendwie hatte das Buch ein melancholische Stimmung, die aber für mich zu Island und auch zu der Geschichte der Frauen gut passte. Insgesamt fand ich auch den Schreibstil sehr angenehm. Ich hatte auch die Chance das Hörbuch zu hören und auch das hat mir gut gefallen.
Fazit:
Schöne Geschichte

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Moosland

Rezensionen von Furbaby_Mom:

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Was ist in meinem Alter sonst noch üblich? von Wencke Mühleisen

Stilistisch top

Dieses Buch war … anders. Anders im Sinne von besonders intensiv, schonungslos, künstlerisch … aber leider konnte es mich nicht emotional erreichen.

Zunächst einmal: Das Cover im Gemäldestil gefällt mir außerordentlich gut. Es strahlt etwas Melancholisches, Reifes, Nachdenkliches aus, was ja die Grundstimmung des Romans visuell wunderbar einfängt.

Auch sprachlich merkt man sofort: Hier schreibt jemand mit Anspruch - klar, reflektiert, enorm tiefgründig. Keine leichte Unterhaltung, sondern ein literarisches Sezieren von Sehnsucht, Altern, Körperlichkeit und Beziehungsmustern.

Der Einstieg in Triest gefiel mir noch recht gut, ist atmosphärisch dicht - die gepflasterten Straßen, das gelbe Licht der Bars, dieses leise Unbehagen unter der Oberfläche, weil Erika spürt, dass irgendetwas nicht im Reinen ist, es jedoch nicht benennen kann … das alles ist eindrücklich beschrieben worden. Überhaupt ist der Schreibstil sehr bildhaft, fast essayistisch; viele Gedanken kreisen um Vergänglichkeit, Begehren, den alternden Körper, um das Gefühl, entliebt worden zu sein - und auch darum, selbst einmal Verrat begangen zu haben. Genau an diesem Punkt begann mein innerer Abstand.

Es fiel mir schwer, tiefes Mitgefühl für Erika zu entwickeln. Denn sie selbst hatte ihren Mann Jahre zuvor betrogen - und auch wenn jede Beziehung ihre eigenen Dynamiken hat und nichts jemals schwarz-weiß ist, war es für mich keine sonderliche Überraschung, dass a) eine Beziehung nach solch einem Vorfall angeknackst sein kann und b) diese Wunde möglicherweise nie ganz verheilt. Das Vertrauen hat Risse bekommen, die Nähe ist kompliziert geworden. Vielleicht war genau diese Ambivalenz gewollt, bei mir führte sie jedoch eher zu Distanz als zu Empathie.

Was ich zudem ganz ehrlich sagen muss: Die sehr explizite, direkte Sprache in einigen Passagen war für mich schlicht nicht stimmig. Ich lese durchaus gerne Romane mit sinnlicher Note, give me anything spicy, I love it! - das ist überhaupt nicht der Punkt. Aber hier empfand ich die Wortwahl stellenweise als zu derb, vulgär … und vor allem als nicht passend zur sonst eher literarisch-künstlerischen Tonlage. Sicherlich werden viele Leser:innen genau diese Offenheit feiern, auf mich wirkte sie eher befremdlich.

Ich hatte schlicht andere Erwartungen. Der Klappentext (und auch die Empfehlung, der Read sei "warmherzig" und "witzig") ließ mich auf eine Geschichte hoffen, die trotz aller Tiefe auch Leichtigkeit trägt. Vielleicht etwas in der Art von Susanne Fröhlich - mit realistischer Note, aber stets mit einem Augenzwinkern und vor allem: mit Hauptfiguren, die ich von Herzen mag. Stattdessen empfand ich die Atmosphäre des vorliegenden Werkes als deutlich deprimierender, beklemmender, fast schwer auf der Brust liegend. Nach der Lektüre fühlte ich mich nicht bereichert oder hoffnungsvoll, sondern eher bedrückt … und so sollte sich Lesen, zumindest für mich persönlich, nicht anfühlen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass dieses Buch schlecht ist, im Gegenteil: es ist literarisch höchst anspruchsvoll, reflektiert, kompromisslos ehrlich in seiner Auseinandersetzung mit Alter, Lust, Scham und Macht in Beziehungen. Es wird sicherlich viele Leser:innen finden, die genau diese Schonungslosigkeit schätzen und sich in Erikas Fragen wiederfinden. Für mich jedoch war es eindeutig nicht das richtige Buch zur richtigen Zeit. Daher vergebe ich 3 Sterne - aus Respekt vor der literarischen Qualität, auch wenn es inhaltlich einfach überhaupt nicht mein Fall war.

Fazit:
Manchmal passt ein Buch … und manchmal eben nicht, auch das gehört zum Lesen dazu. Stilistisch: top, inhaltlich: Geschmackssache.

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Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?

Rezensionen von Arambol:

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39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen

Enttäuschend


"Würden Kriminelle immer klug handeln, wären die Gefängnisse der Welt leer."

Der Kriminalroman "39 Grad Mord" von Jenny Lund Madsen erzählt von der dänischen Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix, die nach Sizilien reist, um ihre Schreibblockade zu überwinden und an ihrem neuen Kriminalroman zu arbeiten.

Doch der Aufenthalt nimmt eine unerwartete Wendung: Statt Inspiration findet sie eines Morgens in einer Villa eine ermordete Frau. Hannah gerät schnell selbst in den Fokus der Ermittlungen, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war. Um ihre Unschuld zu beweisen, beginnt sie auf eigene Faust nach der Wahrheit zu suchen.

Dieser Kriminalroman konnte mich leider so gar nicht überzeugen.
Die Grundidee – ein Mordfall in sommerlicher Atmosphäre auf Sizilien – hätte eigentlich viel Potenzial für einen spannenden Krimi geboten. In der Umsetzung bleibt die Geschichte jedoch überraschend flach und nimmt kaum richtig Fahrt auf.

Ein großes Problem ist die Hauptfigur Hannah. Statt mit ihr mitzufiebern, empfand ich sie über weite Strecken eher als anstrengend nervig und völlig unsympathisch. Ihre Vorgehensweise bei den Ermittlungen wirkt oft absolut überzogen und wenig authentisch, sodass ich mich zu keiner Zeit mit ihr identifizieren konnte. Auch ihr ständig betonter Alkoholkonsum trägt nicht dazu bei, die Figur sympathischer oder glaubwürdiger wirken zu lassen.

Hinzu kommt, dass auch alle weiteren Protagonisten recht blass bleiben und die Handlung gleichzeitig viel zu viele abgedroschene Klischees bedient.
So entsteht keinerlei Spannung, und die Handlung wirkt unglaubwürdig konstruiert.

Selbst das italienische Setting konnte für mich keine besondere Atmosphäre erzeugen – das typische Lebensgefühl, das man von einem sommerlichen Krimi auf Sizilien erwarten könnte, habe ich leider komplett vermisst.

Insgesamt bleibt das Gefühl zurück, dass aus der Idee deutlich mehr hätte gemacht werden können. Dieser Krimi ist weder besonders spannend noch unterhaltsam – und deshalb auch kein Buch, das ich als leichte Sommerlektüre empfehlen würde.

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39 Grad Mord