Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
KUNTH Europas schönste Weinrouten von KUNTH Verlag
Der Traum aller Weinliebhaber
Hier ist der Titel wirklich Programm. Dieses wunderbare Buch zeigt nicht nur die schönsten Weinrouten Europas, sondern auch wunderbare Genießertouren zwischen Riesling und Rioja. Wer nicht genug bekommt von Wein, der findet hier nicht nur Ausflugsziele in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Spanien, Ungarn, Portugal, Österreich, der Schweiz, Italien und Griechenland.
Die Qual der Wahl, da fällt die Auswahl schwer.
Mit diesem Buch kann man in Vorfreude schwelgen und es ist für jeden was dabei. Egal, welchen Wein oder welches Klima man bevorzugt, das Buch hat für jeden Geschmack die passende Route. Großformatige Fotos, detailreiche Landkarten, Infokästen und wunderbar anregende Texte machen Lust auf das Reisen und die Weinproben. Es gibt zahlreiche Ausflugstipps und Infos über die Weingüter, Orte und vieles mehr. Und das verteilt über ganz Europa. Perfekt für alle Weinliebhaber, die ihre Leidenschaft mit dem Reisen verbinden möchten und nach Neuem suchen. Hier wird jeder fündig!
Rezensionen von Krani:
Sieben Jahre von Tanja Kinkel
Anstrengend
An den europäischen Fürstenhöfen im 18. Jahrhundert herrschen Intrigen, Machtspiele, Verrat. Mittendrin: der deutsche König Friedrich der Zweite und seine Geschwister, allesamt Kinder des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I.
Das Buch ist schön gemacht mit Farbschnitt und Lesebändchen, ist aber mit über 800 Seiten auch ein dicker Wälzer.
Das Cover lässt vermuten, dass es um das Leben der Höflinge in den preussischen Schlössen geht, was so nicht stimmt. Es gibt eine Liste der Hauptpersonen. Eine Karte wäre hilfreich gewesen. Die auftretenden Personen sind historisch verbürgt, die Briefe echt.
Die ersten Szenen werfen ein emotionales Schlaglicht auf die grausame Erziehung der Kinder des Soldatenkönigs. Diese „dysfunktionale Familie“ steht im Zentrum der Geschichte, im Wesentlichen der älteste Sohn, Friedrich der Zweite, König von Preußen, und seine Brüder Wilhelm und Heinrich. Darüber hinaus werden weitere Hauptpersonen und Einzelschicksale geschildert. Das macht es schwierig, den Überblick zu behalten und dranzubleiben. Jede einzelne Persönlichkeit ist zwar glaubhaft und teilweise sehr emotional dargestellt, aber es sind einfach zu viele. Der „Mohr“ Hannibal, der eine Außenseiterrolle einnimmt, macht das Ganze ein wenig fassbarer.
Die politischen Beziehungen und all die Strategien und Schlachten im Einzelnen zu verfolgen und zu verstehen, ist mir leider nicht immer gelungen. Das ständige Töten und Zählen von Toten – tausende, ja zehntausende Menschen, jedes Mal - wirkt nicht nur grausam, sondern auch ermüdend. Die Autorin hat sehr umfassend und detailreich recherchiert, aber es hätte schärfer fokussiert, ein klarer Schwerpunkt gesetzt werden müssen.
Für mich war es in erster Linie anstrengend. Für die, die sich mit dieser Zeit in der deutschen Geschichte gut auskennen, ist es eine interessante Interpretation.
Rezensionen von leopol:
Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? von Rüdiger Bertram
ein spannendes, rasantes Abenteur eines Diebes in Ausbildung
Robin the Hood ist ein Nachfahre des berühmten Robins Hood und wie er ein Meisterdieb. Gemäß seinem Motto stiehlt er von den Reichen und gibt den Armen. Ganz im Gegensatz zu seinen Eltern, die ein Luxusleben führen und sich wenig um Robin kümmern. Loretta wurde mit der Aufgabe betraut Robin auszubilden und ihm Gesellschaft zu leisten.
Eines Tages wird er mit einem unwiderstehlichen Schatz konfrontiert, der „unklaubar“ sein soll. Doch all dies war die Falle eines internationalen Geheimdienstes. Um einer Strafe zu entgehen, bzw. auch um seine Großmutter zu befreien, wird er für eine Mission engagiert. Gemeinsam mit Mary, - der Hand- muss er eine Stadt klauen, die ein für die Menschheit tödliches Virus enthält.
Das Buch richtet sich an Leser ab zehn Jahren, unterhält aber auch ältere Leser.
In recht kurzen Kapiteln schreitet die Geschichte rasch dahin. Der Schreibstil ist leicht, witzig mit klarer Sprache. Unterbrochen werden die Textseiten immer wieder durch Comic Passagen, die auflockern, aber eben auch die Geschichte erzählen und nicht nur Dekoration sind.
Wir lernen Robins Familie kennen, und deren unterschiedlichen Wertvorstellungen. Robin im Sinne der Robin Hood Tradition, auch dem Wohle der Ärmeren verpflichtet und seiner Großmutter. Seine Eltern die Gegenpole. Sein Rückhalt ist einerseits seine Ausbildnerin Lauretta und im Ermitteln Mary. Die beiden ergeben ein interessantes Duo. Robin, der sehr auf Gerechtigkeit bedacht ist, ein paar Ängste mit sich trägt, sehr clever ist. Mary, die Hand, die eher etwas draufgängerischer ist, mutiger wie es so manchmal scheint, und die stiehlt, weil ihr fad ist.
Eine spannende Kriminalgeschichte, ja sogar mit Thriller-Elementen und am neuesten Stand der Technik. Man freut sich auf Band zwei.
Rezensionen von LeserinLu :
Medea von Rosie Hewlett
Sehr spannend
Ich mochte schon das Drama Medea von Euripides, deshalb wusste ich, dass der Stoff rund um Medea, die Nichte der Zauberin Circe, für diesen Roman einfach gut ist: eine mächtige Frau, eine toxische Liebe und ein Held, der bei näherer Betrachtung vielleicht gar keiner ist. In diesem Roman wird all das auf eine Weise neu erzählt, die spannend und modern ist.
Besonders überzeugend fand ich die kritische Perspektive auf Jason, die der Roman einnimmt. Statt als strahlender Anführer erscheint er hier als Paradebeispiel einer „red flag“ – ein Mann, der Selbstzweifel mit Charme übertüncht, Abhängigkeiten schafft und Medea letztlich in eine toxische Beziehung lockt. Ich habe mich beim Lesen richtig über ihn aufgeregt. Dieser Blick auf Jason verleiht dem alten Mythos eine hohe Aktualität und macht Medeas Entscheidungen und letztlich auch ihre Tragik greifbarer.
Trotz der über 500 Seiten blieb der Roman für mich durchgehend spannend. Ich habe den Roman fast in einem Zug verschlungen. Eine große Empfehlung für alle, die moderne Neuerzählungen griechischer Mythen lieben, besonders nach der Lektüre von Circe von Madeline Miller!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Der Cortisol-Code von Svea Golinske; Peter Heilmeyer
Augenöffnende Informationen über die Bedeutung von Cortisol
Wie kommt es, dass in der heutigen Zeit so viele Menschen immer nur erschöpft sind, trotz Bemühungen um eine gesunde Ernährung an Bauchfett zulegen, an Schlafstörungen leiden, jeden Infekt mitnehmen und kaum mehr so richtig erholt und glücklich sind? All diese scheinbar unverbundenen Symptome können eine gemeinsame Ursache haben: das Stresshormon Cortisol und dass es aus dem Gleichgewicht geraten ist, meist als Resultat von langen Stressphasen in Kombination mit einem daraus resultierenden ungesunden Lebensstil.
Das gelungene Buch "Der Cortisol-Code", verfasst von einem Facharzt und Ernährungsspezialisten gemeinsam mit einer Wissenschaftsjournalistin und Diabetes-Expertin, führt auf leicht verständliche und unterhaltsame Art und Weise in dieses Thema ein. Praxisnah gestaltet gibt es viele Symptom-Checklisten, Fragebögen, Mini-Selbsttests und Fallbeispiele, sodass es leicht fällt, zu überprüfen, ob man selbst oder Menschen im eigenen Umfeld von dieser Thematik betroffen sein könnten. Für interessierte medizinische Laien werden auch die biologischen Zusammenhänge anschaulich und gut verständlich erklärt, genauso wie die wichtige Rolle von Cortisol bei der Blutzuckerregulation, beim Fett- und Proteinstoffwechsel, aber auch die Auswirkungen auf Elektrolyt- und Wasserhaushalt, Immunsystem, Kreislaufsystem, Fruchtbarkeit sowie Psyche und Gedächtnis werden dargelegt. Das zeigt noch einmal anschaulich, wie viele körperliche Bereiche von einem Ungleichgewicht in diesem Bereich betroffen sein können.
Differenziert wird weiters auf die Unterschiede zwischen gesundem und ungesundem Stress eingegangen. Besonders mochte ich, dass im Buch auch Raum für Spezialgebiete war, etwa Stress bei Kindern in früher Krippenbetreuung oder auch, wie unterstützend es für Frauen sein kann, ihr Training an die jeweilige Zyklusphase anzupassen und in der zweiten Zyklusphase, nach dem Eisprung, etwas sanfter zu trainieren als in der ersten.
Etwa in der Hälfte des Buches beginnt es um Lösungsmöglichkeiten zu gehen, mit vielen wertvollen Tipps, wie man ein aus der Balance gekommenes System wieder in eine gesunde Cortisolbalance bringen kann: diese zeigt sich durch natürlich hohe Cortisolwerten am frühen Morgen, die das Aufstehen erleichtern, viel produktive Tagesenergie und niedrige Cortisolwerte am Abend, die beim Einschlafen helfen. Wichtige Bausteine für die Regeneration und Aufrechterhaltung eines gesunden Cortisolprofils sind Ernährung, Bewegung, Tageslicht, genügend gesunder Schlaf, Stressmanagement und Grenzen im Umgang mit Medienkonsum.
Für jene, die gerne mit strukturierten Plänen arbeiten, gibt es am Ende des Buches ein strukturiertes 4-Wochen-Programm, das man einfach befolgen kann: in der ersten Woche liegt der Fokus auf Schlaf und Ernährung und jede weitere Woche kommt ein neues Thema dazu: Training und Entspannung in Woche 2, Medien und Licht/Natur in Woche 3 und Mikronährstoffe und Achtsamkeit in Woche 4. Dazu gibt es exemplarische Tages- und Wochenpläne, die man einfach befolgen könnte, um sich die Umstellung zu erleichtern. Ganz am Ende finden sich dann noch ein paar Rezeptvorschläge für eine gesunde Ernährung.
Insgesamt ist es ein sehr gut geschriebenes, strukturiertes und ansprechendes Buch für alle, die ihren Lebensstil verbessern oder gesünder werden wollen oder sich für Prävention interessieren. Das Buch ist so übersichtlich und hilfreich gestaltet, dass vielbeschäftigte Menschen es nicht unbedingt von vorn bis hinten durchlesen brauchen, sondern sich auch gezielt die Kapitel und Impulse raussuchen können, die sie gerade am meisten interessieren und mit denen sie beginnen möchten auf dem Weg zu einem gesünderen, entspannteren Lebensstil. Ich kann das Buch allen, die sich für ein gesundes Leben interessieren, sehr empfehlen!
Rezensionen von Sophie H.:
In den Scherben das Licht von Carmen Korn
Trümmerleben
Mich haben schon immer Erzählungen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit fasziniert. „In den Scherben das Licht“ spielt im zerstörten Hamburg und umfasst die Jahre 1946 bis 1955. Eines guten Tages sucht die erst 14jährige Gisela einen neuen Unterschlupf. Sie klettert in einen Keller eines halb abgebrannten Hauses und fällt dabei sprichwörtlich Gert in die Arme.
Gert hat, wie auch Gisela, seine Familie in den Kriegswirren verloren. Beide freunden sich schnell an und leben von nun an gemeinsam im Keller. Das Haus gehört der ehemaligen Volksschauspielerin Friede Wahrlich, die froh ist, dass sie nun nicht mehr alleine in dem Haus lebt. Doch es bleibt nicht bei Gisela und Gert. Zu ihnen gesellen sich noch mehr Leute, die nach und nach das Haus bewohnen. Und dann gibt es da noch die Menschen, die in den Gedanken und Gefühlen der Bewohner herumspuken. Ist Friede wirklich verantwortlich für den Tod ihres jüdischen Liebhabers Victor? Wird es Gert gelingen, seine kleine Schwester ausfindig zu machen? Und was ist mit dem Vater von Gisela passiert?
Carmen Korn lässt den Leser nicht nur an den Leben der Protagonisten teilhaben, sondern schildert auch sehr ergreifend, wie das Leben damals im Trümmer-Hamburg sich so abgespielt hat. Wie war es, als es kaum Raum zum Leben und kaum etwas zu essen gab? Wie sah es aus, wenn man sich aus den Trümmern ein neues Leben aufbauen musste? Ich bin ein Nachkriegskind und mir hat das Buch sehr gut vor Augen geführt, wie lange dieser Prozess des Neuaufbaus gedauert hat.
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr gut. Er ist flüssig und man fliegt nur so durch die Kapitel. Carmen Korn hat sauber recherchiert und Hamburgkenner, werden mit ihr einen Spaziergang durch die Stadt unternehmen können. Ich kann dieses Buch nur empfehlen!
Rezensionen von woolbooksandcoffee:
Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln von Henrik Siebold
Enttäuschend
Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen, auch der junge Testleser war nicht begeistert. Das Cover gefiel uns zunächst beiden gut, die Illustrationen im Inneren hätten etwas mehr Liebe vertragen können. Darüber hinaus gefällt mir das Zusammenspiel aus Bild und Text nicht, insgesamt wirken die Seiten etwas lieblos gestaltet und bei mir entsteht ein leichtes Störgefühl.
Auch de Text vermag nicht zu überzeugen. Die Geschichte scheint belanglos und es fehlt in weiten Teilen an Witz und Spannung. Auch finde ich die Texte nicht wirklich für Zweitklässler geeignet, die versprochene Verbindung von Text und Bildern vermisse ich in weiten Teilen. Für uns insgesamt ein Buch, was zwar gut gedacht, aber leider nur mittelmäßig umgesetzt wurde. Sehr schade, die Erwartungen nach Cover und Klappentext waren hier definitiv andere.
Rezensionen von Genussleser:
Geheimnisvolle Bergweihnacht von Siegfried Weger
Ein Weihnachtsbuch für dunkle Winterabende
Dieses Buch ist perfekt für alle, die Weihnachten einmal von seiner ursprünglichen, geheimnisvollen Seite spüren wollen. Neun Erzählungen holen uralte Mythen in unsere Zeit herüber. Märchenhaft illustriert und atmosphärisch dicht und eindrucksvoll erzählt, bleibt Geheimnisvolle Bergweihnacht noch lange in Erinnerung und im Herzen – eine ideale Lektüre für stille Winterabende, an denen sich die Welt langsamer zu drehen scheint.
Rezensionen von brauneye29:
Medea von Rosie Hewlett
Lebendige Mythologie
Zum Inhalt:
Medeas Leben ist nicht gerade glücklich. Von den Schwestern getrennt, der Mutter gemieden und Vom Bruder und Vater verfolgt und gequält. Und das alles nur weil sie ein besonderes Talent hat, das der Hexerei. Als Jason bei ihrem Vater auftaucht, sieht sie die Chance zur Flucht gekommen.
Doch die Reise wird nicht einfach werden.
Meine Meinung:
Mal wieder so eine Geschichte bei der man glaubt, etwas von der Protagonistin zu wissen und dann im Verlauf des Buches merkt, dass man gar nicht wirklich viel über die Figur wusste. Mir hat das Buch, die Geschichte und auch die Figur Medea sehr gut gefallen. Sicherlich kann man nicht alle Handlungen nachvollziehen, aber es passte sehr gut zu Medea. Die Beziehung zwischen Jason und Medea ist nicht einfach, aber etwas anderes hätte man bei Medea wohl auch nicht erwarten können, denn sie ist schon speziell. Mir hat diese Erzählung und die Wissenserweiterung zur dieser Figur gut gefallen.
Fazit:
Lebendige Mythologie
Rezensionen von ReiShimura:
Organisch von Giulia Enders
Giulia Enders ist zurück: Ein persönlicher Blick auf unseren Körper
10 Jahre ist es bereits her, dass Giulia Enders etwas geschafft hat, was wohl niemand erwartet hat. Sie hat den Darm salonfähig gemacht. Mit ihrem Bestseller "Darme mit Charme" hat sie die Bestsellerlisten und die Wohnzimmer von Millionen Menschen gestürmt und es geschafft, dass es plötzlich ganz normal war sich über die Funktionen des Darms zu unterhalten.
Jetzt ist sie wieder zurück und widmet sich in ihrem neuesten Buch der Lunge, dem Immunsystem, der Haut, den Muskeln und dem Gehirn. Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich ihr erstes Buch leider nie gelesen, auch wenn es schon ewig auf meiner Leseliste steht. In Bezug auf die Bewertung dieses Buches sehe ich dies allerdings als kleinen Vorteil, da ich unvoreingenommen an das Buch herangehen kann und die Vergleiche zu ihrem Erstlingswerk wegfallen.
Jedes der Kapitel startet mit einer Einleitung. Eigentlich eine logische Tatsache und normalerweise nicht weiter erwähnenswert. In diesem Fall aber doch, denn die Einleitung der Kapitel besteht aus Anekdoten und Geschichten von Giulia Enders und ihrer Familie. Sehr oft geht es dabei um ihre Oma. Mir ist bewusst, dass dies im ersten Augenblick seltsam und nicht stimmig klingt, aber meiner Meinung nach, hat dies dem Buch einen ganz persönlichen Charme verliehen. Es ist mehr als nur ein weiteres Sachbuch. Ich würde sogar so weit gehen, dass dies ein Herzensprojekt der Autorin ist. Dafür spricht auch, dass 10 Jahre seit der Veröffentlichung ihres letzten Buches vergangen sind. Dies kann entweder bedeuten, dass sie dringend Geld braucht, weil alle Reserven aus dem Verkauf von "Darm mit Charme" aufgebraucht sind oder eben, dass es ihr wichtig war, dieses Buch zu schreiben. Nach der Lektüre des Buches bin ich definitiv ein Verfechter der zweiten Theorie.
Hervorstechend ist auch der Erzählstil der Autorin. Dieser hat dazu geführt, dass ich phasenweise vergessen habe, dass ich eigentlich ein Sachbuch höre bzw. lese. Giulia Enders Stil wirkt stellenweise ein wenig flapsig, aber durchwegs wertschätzend und informativ. Informativ ist ein gutes Stichwort, denn ja das Buch ist dies auf jeden Fall. Es enthält eine geballte Ladung an medizinischem, chemischem und anderem naturwissenschaftlichem Wissen. Die Autorin schafft es aber dieses Wissen so zu verpacken, dass auch Laien ihr folgen können und Spaß an der Thematik haben. Wer sich bereits intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, mag vielleicht die eine oder andere Unstimmigkeit in dem Buch entdecken. Für all jene die bis dato nur begrenztes Wissen über den Körper und seine Organe haben gibt es aber hier sehr viel Neues zu erfahren.
Überraschend war für mich auch, dass die Autorin ihr Hörbuch selbst liest. Meine Erfahrungen mit dieser Konstellation sind sehr durchwachsen. In diesem Fall kann ich die Entscheidung aber durchaus begrüßen. Es unterstreicht noch einmal die persönliche Note, den die Autorin bereits mit den Anekdoten gesetzt hat. Ich tendiere dazu andere Tätigkeiten auszuführen, während ich ein Hörbuch höre. In diesem Fall habe ich aber feststellen müssen, dass dies nicht immer eine gute Entscheidung ist, da kurze Ablenkungen dazu führen, dass man wichtige Zusammenhänge verpasst.
Viele Teile des Buches haben mich sehr angesprochen und diese wollte ich noch einmal genauer studieren. Da dies im Hörbuch eher schwierig ist, befindet sich mittlerweile auch noch das E-Book in meinem Besitz. Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es aber dennoch. Meiner Meinung nach hätte das Buch durchaus umfangreicher sein können. Obwohl es wirklich eine Fülle an Informationen enthält, habe ich das Gefühl erst an der Oberfläche gekratzt zu haben.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich dieses Buch wirklich sehr gerne weiterempfehlen an alle die mehr über den eigenen Körper und seine Funktionsweise wissen möchten.











