Kunden em pfehlungen
Rezensionen von tonton:
Dieses Buch ist gefährlich von Ben Clanton
Schöne Bilder, tolle Idee, aber irgendwie gemein
"Dieses Buch ist gefährlich" ist ein lustiges Mitmachbuch für Kleinkinder. Mein Vierjähriger hat mir diesem Buch viel Spaß gehabt (auch wenn es am Anfang ein bisschen verunsichert war) und hat es gleich zur Kita gebracht.
Die Geschichte ist ziemlich einfach. Eine kleine Qualle will sich vor Seeschlangen verstecken, wird von einer Kanone durch das Wasser geschossen, und dann von einem Hai aufgegessen.
Mit der Hilfe des Lesers wird die Qualle gerettet und sie findet ihren Freund den Narwal wieder.
Die Aufmachung ist wirklich wunderschön. Die Bilder sind ausdrucksstark und kleine Kinder können sofort verstehen, was gerade passiert. Das eine ist auch sehr süß.
Was weniger gelungen ist der Ablauf der Geschichte. Es ist ein Mitmachbuch, aber es ist nicht klar, was von den Kindern erwartet wird, und auch mein Kind war zuerst ein bisschen unsicher. Die Qualle bittet zum Beispiel dem Leser, ganz still zu sein, dann wirft ihn vor, nicht vor einer Gefahr gewarnt zu haben. Dann sollte der Leser die Kanone nicht anfassen, doch sie explodiert und irgendwie ist der Leser Schuld. Das finde ich ein bisschen gemein für Kleinkinder, die versuchen alles richtig zu machen. Bei der ersten Lektüre sah mein Kind an der Stelle nicht besonders glücklich aus, als hätte er was Falsches gemacht. Danach gibt es eine Flasche Chilisoße, die man auf keinen Fall schütteln sollte, aber eigentlich doch, denn dadurch wird die Qualle gerettet.
Also ich finde die Grundidee sehr toll, aber ich finde, dass die Leser gemein behandelt werden, was für die Zielgruppe nicht ganz passend ist.
Rezensionen von Nele33:
Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten von Anna Schneider
bedrückend
bedrückend
In ihrem 6. Fall bekommen es Kommissarin Alexa Jahn und der österreichische Chefinspektor Bernhard Krammer mit einer Unwetterlage zu tun, die mehr als bedrückend ist. Nach Unmengen von Regen, kommt es zur Katastrophe und man bekommt den Eindruck, die Dörfer und Orte versinken in einer Sintflut.
Es werden immer mehr vermisste Personen gemeldet und die Rettung der in ihren Häusern eingeschlossenen Menschen gestaltet sich aufgrund des immer noch vorherrschenden Unwetters mehr als schwierig.
Als in den Fluten ein Toter gefunden wird, stellt sich schnell heraus, er ist nicht ertrunken, sondern ermordet worden. So kommt es wieder auf ein Zusammentreffen von Alexa und ihrem Vater Bernhardt, und somit zu einer Zusammenarbeit.
Die Schilderungen des Unwetters und die schwierigen Rettungssituationen wurden so lebensnah geschildert, dass ich mich dem Szenario sehr nah fühlte. Äußerst bedrückend.
Der Fall an sich reicht bis weit in die Vergangenheit und die Auflösung hat mir sehr gut gefallen.
Ein gutes Team aus Vater und Tochter.
Eine klare Leseempfehlung von mir für diesen vielschichtigen Krimi.
Rezensionen von Gute_Laune:
Hochbeet für Ahnungslose von Anja Klein; Véro (Veronika) Mischitz
Richtig klasse!
Der Comic-Stil spricht natürlich direkt mal Kinder an und macht sie neugierig. Die eigentliche Zielgruppe sind jedoch eher Erwachsene. Vero Mischitz hat die Zeichnungen wunderbar hinbekommen und die Texte sind gut verständlich. Man fühlt sich nicht, wie in der Schule, sondern unterhalten und dennoch lernt man dabei dazu.
Die Informationen sind gut gegliedert und fangen wirklich komplett bei Null an. Ich finde, dennoch sind sie auch für jene nützlich, die schon ein paar erste Erfahrungen mit Hochbeeten gesammelt haben. Außerdem hab ich gern etwas zum Nachschlagen griffbereit, falls ich mal wieder etwas vergessen habe, das ich eigentlich wusste!
Anja Klein macht keine große Wissenschaft mit Verboten und Vorschriften aus den Hochbeeten, sondern lädt ein, zu experimentieren und vor allem Spaß und Freude daran zu haben. Alles ist verständlich und erstaunlich ausführlich für so wenig Seiten und Worte erklärt und beschrieben.
Die Kapitel Das kleine Hochbeet 1 x 1; Dein erstes Hochbeet; Hochbeet bepflanzen; Hegen und Pflegen; Endlich Ernte einfahren; Hochbeet-Pflanzpläne; Was tun wenn sind gelungen gestaltet und erklärt. Ich bin erstaunt, dass ich in diesem Buch, das relativ wenig Text hat,, tatsächlich sogar mehr Informationen finde, als in einigen anderen Hochbeet-Ratgebern, die mit weniger Humor und Spaß arbeiten. Am Ende des Buches ist dann auch noch ein Register, über das man ganz schnell zur gewünschten Information gelangt. Der Erntekalender gefällt mir sehr, aber ich fände es genial, wenn es auch einen Saat-/Pflanzkalender gäbe. Ein wenig verwirrt mich auch, dass die Anzahl der Pflanzen auf der vorderen Klappseite nicht mit der Anzahl auf den genannten Seiten übereinstimmt.
Wer nach diesem Buch nicht sofort loslegt, sich ein Hochbeet anzulegen, wird auch durch kein anderes dazu bewegt werden. Ich mag seit Jahren Hochbeete und inzwischen habe ich vier, dazu ein Rahmenbeet und ein fünftes wird dieses Jahr dazukommen. Mit den Tipps von Anja Klein dürfte meine Ernte noch bunter, vielfältiger und größer ausfallen. Ich freu mich drauf! Und ich gebe trotz der ein oder anderen Kleinigkeit, die mir auffiel, die vollen fünf Sterne!
Rezensionen von Harakiri:
Ungelöst - Die erste Zeugin von Arno Strobel
Die Schatten der Vergangenheit werfen lange Schatten
Ein neuer Thriller von Arno Strobel? Muss ich haben.
Mit „Ungelöst“ startet der Autor eine neue Reihe, die sich um Cold Cases dreht. Doch zuerst muss Kommissar Ramin Brunner noch einen aktuellen Fall lösen: das Verschwinden einer Frau sowie eines kleinen Mädchens.
Die Schatten der Vergangenheit werfen lange Schatten.
Mit dieser Tatsache konfrontiert ist es alles andere als einfach, den Fall zu lösen. Hilfe bekommt Ramin von Medizinstudentin Luisa, die über ein eidetisches Gedächtnis verfügt.
Strobel baut seinen Fall langsam auf, führt die neuen Charaktere behutsam ein und macht sie nahbar. Das führt dazu, dass die Handlung etwas braucht, bis sie den Leser richtig mitreißt. Aber dann entwickelt sich schnell ein Mahlstrom, der nicht mehr loslässt.
Ein wenig konstruiert war die Entführung Luisas, wobei ich die Idee dahinter eigentlich auch mal erfrischend neu fand. Der Täter spielt Katz- und Maus mit den Nerven der Ermittler und mit denen des Lesers. Dies führt unweigerlich dazu, dass man sich beim Lesen beim Spekulieren und Miträtseln ertappt.
Fazit: Eine Reihe, die ich gewiss weiterverfolgen werde.
Rezensionen von Shilo:
Gut Bradow – Jahreszeiten der Sehnsucht von Valentina May
Neuanfang und alte Spuren
Die Geschichte beginnt mit Jonna, die nach einer schweren Zeit ihr altes Leben hinter sich lässt. Sie fährt ziellos an die mecklenburgische Seenplatte und stößt dort auf ein altes Gut, das sie aus ihr noch unerklärlichen Gründen nicht mehr loslässt. Schon früh wird klar, dass dieser Ort für sie sehr bedeutungsvoll werden wird.
Gut Bradow wird Teil ihres Alltags. Jonna ersteigert den Gutshof und beginnt mit den Arbeiten. Dabei findet sie alte Briefe und Unterlagen, die auf eine Zeit nach dem Krieg hinweisen. Sie zeigen eine Verbindung zu ihrer Familie und ein verschwundenes Kind. Die Hinweise bleiben zurückhaltend, lassen aber erkennen, dass die Vergangenheit noch nicht abgeschlossen ist.
Auch das Dorf spielt eine Rolle. Es gibt freundliche Menschen, aber auch Zurückhaltung und Widerstand. Einige Bewohner möchten nicht, dass alte Dinge wieder aufgedeckt werden, und versuchen, Jonna zu vertreiben. Diese Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung.
Unterstützung bekommt Jonna von David, einem Anwalt aus Lübeck, mit dem sie bereits zuvor unliebsame Bekanntschaft gemacht hat. Zwischen beiden entwickelt sich Nähe, zugleich sind Zweifel und Misstrauen spürbar.
Die Geschichte ist ruhig erzählt und konzentriert sich auf Atmosphäre und Stimmung. Die Landschaft, das alte Gut und die Spuren der Vergangenheit sind deutlich spürbar. Es entsteht ein Gefühl für die Zeit und die Menschen, die hier gelebt haben.
Am Ende bleibt das Gefühl, eine Geschichte erlebt zu haben, die kurzweilig und nachvollziehbar ist. Gegenwart und Vergangenheit sind miteinander verbunden, die Figuren und ihre Gefühle werden nahbar beschrieben, ohne dass es übertrieben oder künstlich wirkt.
Mir hat dieses Buch kurzweilige und interessante Lesestunden bereitet. Gerne empfehle ich es weiter.
5 Sterne.
Rezensionen von Shilo:
Tage des Lichts von Megan Hunter
Sechs Tage, die ein Leben prägen
Im Mittelpunkt steht das Leben einer Frau, das sich langsam und oft unauffällig verändert.
Erzählt wird es entlang von sechs Tagen, die über acht Jahrzehnte verteilt liegen und die Richtung ihres Lebens immer wieder neu bestimmen.
Die Geschichte beginnt in England kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.
Eine junge Frau steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, umgeben von einer außergewöhnlichen, kreativen Familie und vielen Möglichkeiten. Ein tragisches Ereignis an einem einzigen Nachmittag verändert jedoch den Lauf ihres Lebens grundlegend. Aus Freiheit wird Anpassung, aus Sehnsucht wird Alltag. Ehe, Kinder und ein äußerlich geordnetes Leben prägen die folgenden Jahre, während innerlich eine Leere zurückbleibt.
Erst lange später rückt eine Begegnung wieder ins Bewusstsein, die einst von großer Bedeutung war. Eine Frau, die für einen anderen Lebensentwurf steht und für das, was hätte sein können. Zwischen beiden entwickelt sich eine heimliche, intensive Liebe. Sie bleibt begrenzt durch Zeit, Verantwortung und gesellschaftliche Erwartungen.
Der Roman erzählt von Schuld, Sehnsucht und von Entscheidungen, die ein ganzes Leben prägen können. Dabei wird nichts überzeichnet. Die leisen Momente, das Verschweigen und das Aushalten stehen im Vordergrund, nicht das große Drama. Besonders eindrücklich ist der Blick auf das Älterwerden und auf die Frage, wie viel Einfluss früh getroffene Entscheidungen noch im späteren Leben haben.
Der Schreibstil bleibt zurückhaltend und kontrolliert. Die Sprache ist klar, stellenweise fast nüchtern. Hier hätte etwas mehr Lebendigkeit gutgetan, vor allem in emotionalen Passagen. Dennoch trägt diese Zurückhaltung auch zur besonderen Stimmung des Romans bei und lässt Raum für eigene Gedanken.
4 Sterne und eine Leseempfehlung für Leserinnen und Leser, die ruhige, nachdenkliche Romane schätzen und sich gern auf leise Lebensgeschichten einlassen.
Rezensionen von Alais:
The Ordeals von Rachel Greenlaw
Mitreißende Fantasyerzählung in elegantem Gewand
Schon die Gestaltung dieses Buchs ist ein echtes Highlight: Cover, Vorsatz und Farbschnitt sind in einem eleganten Schwarz mit Gold gehalten, wirken geheimnisvoll und einladend. Der vordere und der hintere Vorsatz enthalten kurze Definitionen der vier magischen Künste Botanik, Alchemie, Maskerade und Illusion, die in dieser sorgfältig ausgestalteten Fantasywelt eine wichtige Rolle spielen.
Kurzum: Das Buch sieht exakt so aus, als wäre es selbst Teil der Fantasywelt und stünde in der Bibliothek einer Schule für Magie wie der magischen Elite-Akademie Killmarth.
So fühlte ich mich gleich in der richtigen Stimmung und tauchte schnell und voller Freude in die Geschichte ein. Die knisternde Romantasy-Spannung ist schnell zu spüren. Für mich aber ist es vor allem eine großartige Erzählung über Mut und Freundschaft, darüber, über sich hinauszuwachsen, um die Ecke zu denken und vor allem darüber, den Mut zu finden, einen ganz eigenen Weg einzuschlagen.
Die Autorin beschreibt ihre Romanwelt sehr anschaulich und stattet sie reichlich aus. In ihrer Welt bleiben auch altbekannte Fantasywesen spannend, da sie doch ein klein wenig anders sind, als wir sie aus anderen Erzählungen kennen.
Die Protagonistin Sophia empfand ich zunächst als ziemlich skrupellos, konnte mich im weiteren Verlauf aber immer mehr für sie erwärmen. Während eine unperfekte, aber taffe Heldin wie sie in Fantasyromanen keine Seltenheit ist, hat mich die Autorin mit Dolly überrascht - eine ältere Frau, die kein störendes Beiwerk oder gar eine Bösewichtin darstellt, habe ich in der Fantasyliteratur bisher selten angetroffen. Aber leider spielt sie nur kurz eine (wenn auch wichtige) Rolle, bevor Sophia in die düstere und gefahrvolle Welt der Killmarth-Akademie eintaucht. Aber auch an der Akademie begeisterte mich die Darstellung der verschiedenen Charaktere, die bewirkte, dass ich mich von der Erzählung mitgerissen fühlte und bei den verschiedenen zu meisternden Herausforderungen mitfieberte.
Dieses Buch ist einfach ideal, um alles um sich herum eine Weile zu vergessen und ganz in eine fantastische Welt einzutauchen, und ich freue mich nun sehr auf die Fortsetzung!
Rezensionen von begine:
Tage des Lichts von Megan Hunter
Spannend
Megan Hunter spielt in ihrem Roman, Tage des Lichts, virtuos mit den Gefühlen der Icherzählerin Ivy.
1938 ist Ivy 19 Jahre alt, als in die Familie einen traurigen Verlust erleiden musste.
Die Autorin hat ein besondere Familie geschaffen. Vater und Mutter sind Künstler. Außerdem leben noch andere Künstler mit aus dem Anwesen.
Da geht es oft hoch her.
Ivy erzählt ihr ganzes Leben, aus der Erinnerung bis sie 80 Jahre alt ist.
Sie heiratet und bekommt zwei Töchter. Während des Krieges erlebt sie eine Liebe mit einer Frau. Die ist auch verheiratet.
Ivys Emotionen erleben wir die ganze Zeit mit.
Das hat die Autorin gefühlvoll geschrieben.
Sie zeigt ein Frauenleben, mit allen Wünschen und Träumen und Rückschlägen.
Der Roman ist mit wohltönender Sprache geschrieben.
Es war eine gute Lektüre, die mich gefesselt hat.
Ich möchte den Roman gerne weiter empfehlen.
Rezensionen von tinten_fischchen:
Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab von Kristina Ohlsson
Gruselig aber schwächer als der Vorgänger
Nachdem wir „Flammenrad“ verschlungen haben, warteten wir sehnsüchtig auf den zweiten Teil der Reihe. Auch der Nachfolger bietet reichlich Spannung für Gruselfans und etwas ältere Leser, reicht jedoch nicht ganz an die durch das „Flammenrad“ hochgelegte Messlatte heran.
Positiv hervorzuheben ist, dass das Buch weniger düster ausfällt als der Vorgänger.
Damit eignet es sich auch für etwas zartbesaitetere Kinder. Zwar wird die Vorgeschichte in wenigen Sätzen angerissen, man kann der Handlung aber auch ohne Vorkenntnisse problemlos folgen.
Für Kenner des ersten Teils ist es jedoch enttäuschend, dass die Kinder ständig nach logischen Erklärungen für das Mysteriöse suchen und fürchten, man würde ihnen keinen Glauben schenken. In Anbetracht des gemeinsamen Abenteuers mit ihren Eltern im ersten Band wirkt dieses Verhalten völlig unlogisch. Hier zeigt sich eine weitere Schwäche. Während der erste Teil den Leser lange im Unklaren ließ, ob die Geschehnisse real oder eingebildet sind, wurde das Tor zum Übernatürlichen am Ende bereits weit aufgestoßen. Als Leser erwartet man nun, dass man es wieder mit Geistern zu tun hat und dadurch verliert das Buch an Spannung.
Zudem braucht die Handlung recht lange, bis sie an Fahrt gewinnt und gruselig wird. Dieser langsame Aufbau könnte dazu führen, dass jüngere Leser vorzeitig das Interesse verlieren.
Wir schwanken zwischen 3 und 4 Punkten
Rezensionen von begine:
Der andere Arthur von Liz Moore
Zwei Außenseiter
Der andere Arthur, von Liz Moore ist ein faszinierender Roman.
Es geht um Einsamkeit, soziale Defizite, Arme und Reiche Menschen.
Die Autorin fängt mit dem Professor Arthur Op an. Der geht seit langer Zeit nicht mehr aus dem Haus und wiegt 250 Kilo. Sowie Schwergewicht kann ich mir bildlich nicht richtig vorstellen.
Dann gibt es den 17jährigen Arthur, der sich Kel Keller nennt, so wie sein verschwundener Stiefvater hie0. Er lebt mit seiner Mutter in einem Haus. Die Mutter ist krank und war in ihrer Studienzeit in Arthur Op verliebt.
Die Autorin schreibt über diese beiden Schicksale mit viel Gespür.
Ich war von diesem Roman gefesselt und hoffte auf bessere Bedingungen der beiden Protagonisten.
Es ist ein lesenswerter Roman.











