Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anno:
Freiheit für die Waldwiesel von Stepha Quitterer
7x7 Talente und rosa Schaum
Es gibt so Bücher, da ist ganz schnell klar- die sind etwas besonderes. Und bei „Freiheit für die Waldwiesel“ war das bei uns so. Die Buchbeschreibung war ja schon recht interessant, aber was wir dann wirklich an Handlung bekamen, war einfach TIERISCH gut! Selbst mich als Erwachsene hat sie so richtig in den Bann gezogen.
Und das Kind, das las plötzlich tagelang bei jeder Gelegenheit. Und das heißt hier was, denn gelesen wird sonst kaum freiwillig.
Es geschieht richtig viel in dieser Geschichte, Längen existieren praktisch nicht. Dazu ist die Handlung auch wahnsinnig durchdacht und witzig. Sie ist eine Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit. Viele der tierischen Details sind echt, Piet und seine Freunde werden aber auch leicht vermenschlicht und müssen Hürden meistern und sich dem Stadtleben stellen, um die Wiesel-Population aus der ‚Fabrik‘ zu retten. Es geht um Vertrauen und Freundschaft, Mut und Durchhaltevermögen, darin das Richtige zu tun und Vorurteile zu überwinden. Die Tiere wurden allesamt sehr plastisch dargestellt und allen voran sind uns Piet und Hugo sehr rasch ans Herz gewachsen.
Die Geschichte enthält aber auch eine ungeahnte Tiefe, die sehr viel Gesprächsstoff liefern kann, manchmal ausgelöst durch einen einzigen Satz, wie „ das ist untierlich! Toni, du Mensch!“
Geht bitte darauf ein und lest das Buch dafür am besten gemeinsam mit dem Kind (oder zeitnah auch selbst). Was sich aus diesem Gesprächen ergibt ist sehr bereichernd. Und aus diesem Grund kann ich mir Piets Geschichte auch gut als Schullektüre vorstellen. Der Verlag stellt hierfür sogar begleitendes Material mit sehr schönen Impulsen bereit.
Rezensionen von Kwinsu:
Der Trailer (Donkerbloem 1) Donkerbloem von Linus Geschke
Abwechslungsreich, spannend, unerwartet
Als die momentan suspendierte Polizistin Frieda Stahnke Interviewgästin eines True Crime-Podcasts ist, um über eine verschwundene Studentin zu sprechen, die vor rund 15 Jahren auf einem belgischen Campingplatz spurlos verschwunden ist, ahnt sie nicht, dass sie damit den Fall wieder neu aufrollen lässt.
Der schmierige und zwielichtige Woud hört den Podcast und wird dazu überredet, mit Frieda in Kontakt zu treten - hat er die Studentin Lisa doch noch kurz vor ihrem Verschwinden gesehen. Es beginnt eine rasante und überraschende Jagd auf der Suche nach der Wahrheit...
So stelle ich mir einen gelungen Auftakt einer Thriller-Reihe vor! Mit gutem Tempo wird man in die Geschehnisse eingeführt, die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, peu á peu kommen neue Fakten an die Oberfläche, es geschehen allerhand widerliche, unvernünftige und überraschende Ereignisse, wir erfahren so einiges über die unterschiedlichen, handelnden Personen und bis zum Schluss ist nicht klar, was aus der verschwunden Lisa geworden ist. Die Polizistin Frieda, gerade suspendiert, bleibt an allen Spuren instinktiv dran, lässt sich nicht von ungustiösen Kollegen abschrecken. Woud hingegen ist ein windiger Klein- bis Mittelkrimineller, der sein Gehirn oft in der Körpermitte gelagert hat und außer den fleischlichen Gelüsten nur Geld im Kopf hat. Eine spezielle Figur ist Wouds Mieterin und ab-und-zu-Bettgenossin Katinka, eine blitzgescheite Frau, die vor Neugier und Andersartigkeit strotzt und sich selbst auf die Suche nach den damaligen Geschehnissen rund um Camp Donkerbloem macht - und durchaus erfolgreich Unglaubliches aufdeckt. Und generell - was sich dort bis heute abspielt, ist nicht jedermanns und jederfraus Sache...
Die Charaktere sind alle leicht überspitzt beschrieben, aber trotzdem in ihrer eigenen Art glaubwürdig und irgendwie auch sympathisch. Obwohl sie es nicht wahr haben wollen, sind sie alle von einander abhängig, um des Rätsels Lösung herauszufinden.
Ich habe das Hörbuch gehört und bin begeistert davon. Der Sprecher schafft das Kunststück, die unterschiedlichen Perspektiven einzunehmen, ohne die Sache zu übertreiben. Die Stimme ist sehr angenehm und packend.
Mein Fazit: Der Trailer ist ein absolut spannender, abwechslungsreicher und mit Überraschungen glänzender Thriller, der mich in seiner Hörbuchform die ganze Zeit über gefesselt hat, glaubwürdige Figuren aufweist und am Schluss auch noch einen kleinen Cliffhänger einbaut, weshalb der zweite Teil unbedingt gelesen oder gehört werden muss!
Rezensionen von Kwinsu:
Goodbye, Amerika? von Rieke Havertz
Der Beginn des Niedergangs
Rieke Havertz erzählt in diesem persönlichen, aber auch sehr differenzierten Buch über ihre Erfahrungen der (gesellschafts-) politischen Veränderung der Vereinigten Staaten von Amerika der letzten 25 Jahre. Sie studierte in Ohio und verliebte sich in das Land, das lange als jenes der unbegrenzten Möglichkeiten galt.
Doch zunehmend polarisierte sich die Politik - und somit auch die Gesellschaft - alles verdichtete sich in Richtung Schwarz oder Weiß - in mehrfacher Hinsicht. Havertz, die seit langer Zeit als Korrespondentin für die Zeit tätig ist, scheute nicht davor zurück, immer wieder mit erzkonservativen Menschen zu sprechen, um ihre Anliegen, die für viele von uns vollkommen unverständlich erscheinen, besser zu verstehen. Wenn es um die Menschen geht, zeigt sie Verständnis und Empathie, auch wenn sie sich klar gegen jegliche Segregationen positioniert und ihre persönliche Sicht nicht versteckt.
Gut nachvollziehbar ist der Unglauben über das Absurde und Gefährliche, das spätestens 2016 ins Weise Haus eingezogen ist. Sie spart aber auch nicht mit Kritik an den Demokraten, vor allem an Joe Biden, der den richtigen Zeitpunkt zum Rückzug schlicht verschlafen und somit seine Partei in eine starke Krise geworfen hat. Höchst spannend sind auch ihre Schilderungen über das was in Familien nicht besprochen werden sollte, damit es zu keiner Eskalation kommt.
Rieke Havertz hat das Hörbuch selbst eingesprochen. Ihre Stimme ist sehr angenehm und verleiht dem ohnehin schon persönlichem Buch eine zusätzlich persönliche Komponente. Es ist ein hochaktuelles Buch, das für jede und jeden, die oder der sich mit den aktuellen Entwicklungen der Weltpolitik und gesellschaftlichen Veränderungen in den USA interessiert, eine absolute Bereicherung ist! Ich kann nur eine absolute Lese- und Hörempfehlung aussprechen!
Rezensionen von Kwinsu:
Die Frau der Stunde von Heike Specht
Die Protagonistin als Nebenfigur
Die Protagonistin als Nebenfigur1978, ein Jahr, das Veränderung einläutet: Catharina Cornelius ist bereits nah an der politischen Machtzentrale, als sie durch eine grobe Verfehlung des Außenministers unverhofft dessen Position einnimmt. Als Frau hat sie es nicht nur schwer, nein, sie muss besonders hart kämpfen, um von der tief patriarchalen, internationalen Politikwelt ernst genommen zu werden: sie ist nicht nur eine Frau, sondern auch noch unverheiratet und kinderlos.
Während sich die Männerwelt irritiert, ignorant, intrigant und höchst chauvinistisch zeigt, steht sie ihre Frau, auch wenn sie im Privaten durchaus Sorgen hat. Ihre Affäre mit einem anerkannten Journalisten darf nicht an die Öffentlichkeit geraten, eine ihrer besten Freundinnen, eine iranische Dokumentarfilmerin, hofft inbrünstig auf die Revolution und Absetzung des Shahs und will vor Ort dabei sein und auch eine andere Freundin bereitet ihr Sorgen. Jetzt heißt es keine Schwäche zeigen…
Ich war ja von der inhaltlichen Beschreibung sehr angetan - politische Machtspiele und dann ist noch eine (fiktive) Frau im Mittelpunkt in dieser umbruchhaften Zeit - genau nach meinem Geschmack - dachte ich zumindest. Ehrlich gestanden hat es aber ewig gedauert, bis ich in das Buch gefunden habe, eigentlich habe ich das auch nur für einen kurzen Moment. Ich weiß nicht warum, aber über weite Strecken fand ich es schlicht langweilig. Der Schreibstil ist recht nüchtern, was ich grundsätzlich mag, aber irgendetwas fehlte mir. Die Geschichte plätschert so dahin, es passiert viel, aber es fehlt irgendwie jegliche Emotion, ich konnte nie wirklich in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin eintauchen. Ich hatte immer das Gefühl, als wäre die Hauptfigur nur eine Nebendarstellerin. Vielleicht war es von der Autorin beabsichtigt, eben nicht emotionsgeladen zu schreiben, ist die Hauptfigur doch eine Frau und ich mutmaße, dass sie dieser Frauen zugeschriebenen Eigenschaft der Emotionalität nicht stereotyp begegnen wollte, allerdings ist das beinah völlige Nichtbeschreiben von Emotionen halt auch unglaubwürdig. Im letzten Drittel des Buches wird es kurzzeitig wirklich spannend und ich dachte mir: jetzt kratzt die Geschichte die Kurve. Es war kurz fesselnd, nur um am Ende eine Geschichte nicht aus zu erzählen und uns mitten im Geschehen zurück zu lassen. Das finde ich so schade, weil die Geschichte wirklich gutes Potential hat: eine Frau in den 70ern kommt an die Macht, muss sich gegen konservativste Männer beweisen, während in einem anderen Teil der Welt ihre Freundin Hoffnung auf eine positive Änderung in einem schwenderisch aristokratischen Land hegt, die sich schon kurz nach dem Umsturz in Luft auflöst - und zudem erschreckend aktuell ist. Man kann nicht einmal sagen, das alles oberflächlich bleibt, denn mir fehlte hier jegliche Oberfläche, an der man sich irgendwie festhalten konnte.
Mein Fazit: "Die Stunde der Frau" verspricht eine höchst spannende Geschichte in einer Zeit des großen Umbruchs, sei es frauengesellschaftlich, als auch politisch - in Deutschland und im Iran. Leider kann sie das Versprechen nicht halten, ist sie doch für meinen Geschmack zu unrealistisch emotionslos und auch nicht sonderlich gut geplottet. Wie andere Buchbesprechungen zeigen, konnte sie aber andere Leser*innen durchaus überzeugen.
Rezensionen von Ryria:
Blackspell von Celine Leonora
Gelungene Atmosphäre passend zu Dark Academia
Jeden Sommer verbringt Eden bei ihrem Vater in seinem etwas heruntergekommenen Anwesen im Wald. Auch mit 18 kehrt sie dorthin zurück, jedoch aus einem eher traurigen Grund: Ihr Vater ist verstorben, sie soll der Testamentsverkündung beiwohnen. Dort wird ihr ein großes Erbe in Aussicht gestellt, jedoch geknüpft an die Bedingung, dass sie ihren Schulabschluss an der nahe gelegenen Wyndhouse Academy absolviert.
Dort erwarten sie Magie, Geheimnisse und Gefahren...
Schon von der ersten Seite an fiel mir die wunderbare, düstere Atmosphäre auf. Man konnte richtig gut eintauchen in die Welt der Academy und dem Wald drumherum, die Beschreibungen haben alles schön verbildlicht, ohne überladen zu wirken. Hierbei lässt die Autorin sich auch Zeit, man lernt in Ruhe alles kennen und wird nicht überfordert. Teilweise führte das zu minimalen Längen, überwiegend im Mittelteil, aber ohne dass es mich übermäßig gestört hätte.
Generell habe ich den Schreibstil als angenehm und sehr flüssig empfunden, ich bin quasi durch die Seiten geflogen.
Auch das Dark Academia Setting wurde gut getroffen, an einigen Stellen hat es mich auch öfters mal an Wednesday erinnert, Fans der Serie kommen hier durchaus auf ihre Kosten.
Passend dazu gibt es mysteriöse Morde mit Überraschungen und natürlich auch etwas Magie.
Ebenfalls positiv erwähnen sollte man auch die Gestaltung des Buches, von Farbschnitt, Playlist, Landkarten und hübschen Illustrationen ist alles vorhanden.
Für den nächsten Band wünsche ich mir jedoch, dass wir noch mehr von den Nebencharakteren erfahren, diese sind mir ein wenig zu kurz gekommen - generell bin ich aber schon sehr gespannt!
Rezensionen von Petra:
Alles auf Anfang von Jana DeLeon
Schräg
Der Sommer in Sinful geht zu Ende. Entweder muss Fortune sich ein anderes Versteck suchen oder aber sie findet ihren Verfolger zuerst. Als CiA Agentin kann sie so etwas und wenn sie eine Zukunft in diesen verrrückten Ort haben will muss sie der Sache ein Ende setzen.
Das Buch ist wieder so herrlich schräg wie alle seine Vorgänger.
Der Alligator Godzilla der so sehr Aufläufe liebt. Celia die Fortune und ihre Freundinnen hasst und dabei immer wieder über das Ziel hinaus schießt. Carter der Sheriff der Fortune liebt und sich trotzdem mit ihren Fähigkeiten schwer tut.
Hat man ein Band gelesen will man alle lesen. Schön ist es das man sie weitgehend unabhängig voneinander lesen kann. Es sind die einzelnen Abenteuer der Frauen die im Vordergrund stehen und die Lebensgesschichte von Fortune ist nur der Aufhänger für die Stories.
Auch wenn schon der Titel verheißt das es ein Ende geben wird, ist die Serie laut der Autorin nicht zu Ende. Das freut mich sehr denn der Ort ist so voller komischer Einfälle die möchte ich nicht mehr missen.
Rezensionen von ReiShimura:
Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel von Skye McKenna
Ein märchenhafter Start voller Zauber, Freundschaft und Mut
Ich gestehe, ich habe ein Faible für Hexen und bin immer wieder auf der Suche nach Büchern, die sich um dieses Thema drehen. So bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und die positiven Rezensionen haben mich davon überzeugt, dass ich es unbedingt lesen muss. So viel sei schon mal verraten, ich habe das Lesen des Buches auf keinen Fall bereut.
Mir ist bewusst, dass es sich hier um ein Buch aus dem Kinder-Fantasy Genre handelt und ich aufgrund meines doch eher fortgeschrittenen Alters nicht ganz in die empfohlene Altersklasse passe. Dennoch habe ich das Buch gelesen, habe das Lesen sehr genossen und möchte daher auch meine Meinung kundtun.
Das Buch richtet sich an eine Leserschaft mit einem empfohlenen Alter ab 10 Jahren und obwohl ich gerne Geschlechtszuordnungen vermeide, denke ich, dass sich dieses Buch vornehmlich an Mädchen des entsprechenden Alters richtet. Natürlich spricht nichts dagegen, dass auch Jungs dieses Buch lesen und auch ich würde meinem kleinen Leser dieses Buch geben, leider ist er noch ein wenig zu jung dafür. Der Grund, warum ich denke, dass sich dieses Buch eher an eine weibliche Leserschaft richtet, liegt schlicht und einfach an der Tatsache, dass es keine männlichen Identifikationsfiguren gibt.
Skye McKenna hat in diesem Buch eine zauberhafte Welt erschaffen, die Elemente des modernen Englands mit einer Märchen- und Fantasiewelt verknüpft. Diese Berührungspunkte zwischen Realität und Fiktion sind hervorragend gelöst und wirken an keiner Stelle konstruiert, sondern sehr realistisch.
Cassie ist eine sehr greifbare Hauptperson, in der sich das Zielpublikum des Buches, meiner Meinung nach, sehr gut hineinversetzen kann. Aus erwachsener Sicht waren ihre Handlungen teilweise zu unüberlegt und sie wirkte manchmal ein klein wenig zu naiv. Doch dies alles passt perfekt zu ihrem Alter und macht Cassandra als Charakter glaubwürdig. Besonders gut gefallen hat mir, dass in diesem Buch die Themen Zusammenhalt, Füreinander einstehen und Freundschaft einen großen Stellenwert hatten. Leider sind einige der Nebencharaktere recht farblos geblieben, ich erhoffe mir aber, dass dies im zweiten Teil der Reihe ein wenig verbessert wird.
Der Schreib- und Erzählstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ist meiner Meinung nach absolut passend für die Zielgruppe des Buches, aber auch für Erwachsene. Die kleinen Illustrationen am Kapitelanfang haben mir sehr gut gefallen und sind definitiv ein zusätzlicher Pluspunkt.
Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass die Handlung nicht immer ganz logisch war und ich an der einen oder anderen Stelle ein klein wenig irritiert war. Dies sei der Autorin aber verziehen, da sie ansonsten eine sehr solide Arbeit abgeliefert hat.
Autorin Skye McKenna hat ihr wirklich einen sehr guten Reihenauftakt geliefert. Das Buch an sich macht Spaß, aber vor allem macht es auch Lust auf die Fortsetzungen.
Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die an Hexen und Feen glauben, die Freundschaft schätzen und ein klein wenig Magie in ihrem Leben brauchen, unabhängig von ihrem Alter.
Rezensionen von Ryria:
The Blackgate Invitation von Sarah Henning
Coole Idee, schwieriger Schreibstil
Ruby und Wren sind Schwestern und erhalten ein verführerisches Angebot: Einen Abend lang auf einer privaten Feier die Enkeltöchter von Mrs Blackgate spielen und dafür 4000 Dollar kassieren. Klingt zu gut um wahr zu sein? Ist es auch, denn der Haken wird schnell klar: Die Gastgeberin wird ermordet und sperrt sie auf dem Anwesen ein, wo sie nun Rätsel lösen müssen.
Noch dazu sind alle anderen Gäste und Familienmitglieder Hexen...
Super interessante Idee, die Kombi aus Magie, Rätseln, Krimi und ein bisschen Romance hat mir echt gut gefallen. Auch die wechselnden Perspektiven zwischen Ruby und Auden waren gut gewählt, generell waren die Beziehungen der Charaktere untereinander ein Pluspunkt des Buches. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht komplett überzeugen, hier hätte ich mir noch etwas mehr Gefühle gewünscht.
Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als doch etwas sehr verwirrend: Es gibt viele Charaktere/Familien auf einmal, dazu noch die magischen Elemente. Hier habe ich eine Weile gebraucht, bis ich dann doch mal durchgeblickt habe.
Erschwert wurde dies zusätzlich auch von dem Schreibstil, mit dem ich mich leider so gar nicht anfreunden konnte. Ich weiß nicht, ob es teilweise der Übersetzung geschuldet ist, aber ich fand viele Sätze und Beschreibungen einfach so unnötig kompliziert: Verschachtelungen, künstlich aufgebauschte Beschreibungen, unnatürlich wirkende Dialoge.
Ich musste manche Sätze mehrmals lesen, weil ich immer wieder ins Stocken geraten bin, auch weil gefühlt zwanghaft hochtrabende Formulierungen verwendet wurden. Der Schreibstil hat meinen Geschmack leider gar nicht getroffen und nicht zum Genre gepasst, wodurch es teilweise etwas zäh für mich wurde.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Marianne Schaffer-Schellander:
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
„Wir hätten das Meer nicht verlieren dürfen.“
Norbert Gstrein verwendet in seinem Buch eine ausgewählte, bedachte Sprache und lässt den Leser am Leben des Protagonisten Adrian teilhaben. Er spannt einen Bogen fast über ein ganzes Jahrhundert und da es sich um das 20. Jahrhundert handelt, geht es natürlich auch um die Sinnhaftigkeit von Krieg, um Kriegsverletzte und Kriegsverweigerer.
Ich finde, es ist dem Autor großartig gelungen dieses leider zeitgemäße und tagesaktuelle Thema sehr fein und nicht mit erhobenen Zeigefinger sondern äußerst spannend mit dieser Geschichte zu erzählen. Was es mit meinem Lieblingssatz „Wir hätten das Meer nicht verlieren dürfen“, auf sich hat, erfahren Sie, wenn Sie dieses besondere Buch lesen.
Rezensionen von Lilli33:
Die Farm der Mädchen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Hans Rosenfeldt
Fesselnde Story
Fesselnde Story
Vor einem Jahr verlor die Polizistin Hannah Wester ihren Mann. Nach einer beruflichen Auszeit ist sie nun wieder am Start und bekommt es gleich mit einem für sie äußerst harten Fall zu tun, dem Fund eines toten Babys. Von dessen Mutter fehlt zunächst jede Spur. In schwierigen Ermittlungen kommt die Polizei einer Organisation auf die Spur, die junge Frauen zur Leihmutterschaft zwingt und ihnen dann die Kinder wegnimmt.
Während Hannah sich in den Fall kniet, kämpft sie gleichzeitig auch gegen private Probleme an, denn nicht nur ihr Mann wurde ihr genommen, sondern vor vielen Jahren auch ihre Tochter. Dass ihr dementer Vater sich ihr gegenüber ziemlich boshaft verhält, sorgt auch nicht gerade für ihr Wohlbefinden.
Nachdem ich von Hans Rosenfeldt schon einige super Bücher gelesen habe, konnte mich auch „Die Farm der Mädchen“ begeistern. Obwohl man ja schon ziemlich früh hinter die Kulissen blicken darf und weiß, wie die Zusammenhänge sind, bleibt die Handlung spannend und fesselnd. Zwar wissen die Lesenden, wer die Guten und wer die Bösen sind, aber die Frage ist durchgehend, wessen Pläne aufgehen und wessen vereitelt werden. Dabei geht es oft um Leben und Tod.
Mir gefiel die Ausarbeitung der verschiedenen Charaktere sehr gut. Auf der einen Seite die jungen schwangeren Frauen, deren Leben skrupellos zerstört wurde. Auf der anderen Seite reiche Menschen, die meinen, mit Geld alles kaufen zu können. Dann natürlich die Mitglieder der Organisation, denen ein Menschenleben gar nichts bedeutet - solange es nicht das eigene ist. Und schließlich die Polizist*innen, die zwischen Vergangenheit und Zukunft gefangen sind und dabei auch nur allzu menschlich wirken.
Ich habe mir dieses Hörbuch von Vera Teltz vorlesen lassen. Die gekürzte Ausgabe umfasst 10 Stunden, 42 Minuten. Die Sprecherin macht dabei ihre Sache ganz hervorragend. Es ist ein Vergnügen, ihrer angenehmen und vielfältigen Stimme zu lauschen, mit der sie die Atmosphäre passend darstellt.











