Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Dragon:
Emilia Blumenherz, Band 1 - Das geheime Pflanzeninternat von Usch Luhn
Pflanzenflüsterin Emilia
Von ihren Eltern in ein geheimes Internat geschickt, soll Emilia als Pflanzenwächterin eine ganz besondere Pflanze beschützen, die Ziel von gemeinen Pflanzendieben ist. Was sie in dieser speziellen Schule so alles kennenlernt und erlebt, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können.
Doch die Aufgaben als Wächterin ihres Pflanzenschützlings sind wahrlich nicht einfach und ungefährlich. Das merkt Emilia, als tatsächlich die besondere Pflanze gestohlen wird und sie nicht mehr so recht weiß, wem sie vertrauen kann…
Mit dem verspielten Cover und der wunderschönen Gestaltung des Vorsatzpapiers stimmt Illustratorin Flor Persichini schon von Anfang an auf die zauberhafte, magische und blumige Stimmung des Buches ein. Auch im Buchinneren finden wir zahlreiche atmosphärische schwarz-weiß-Bilder.
Dass Emilia kein alltägliches Leben führt, wird sofort klar, als sie von ihrer verborgenen Insel auf das geheime Pflanzeninternat geschickt wird und dort zum ersten Mal eine echte Gemeinschaft unter Gleichaltrigen und einen gemeinsamen Schulunterricht erlebt. Der Kontrast zu ihrem bisherigen Leben könnte nicht größer sein und umso glaubhafter sind ihre Emotionen, mit denen Autorin Usch Luhn sie ausgestattet hat. Man nimmt ihr zu 100 Prozent ab, dass sie Heimweh hat, Sehnsucht nach den Eltern, Zweifel an ihrer Aufgabe und Eifersucht auf die Mitschülerin. Zudem beweist sie aber großen Mut, Stärke und Ausdauer, kann sich auf Neues einlassen und Freundschaften knüpfen. Mir gefällt, dass Emilia Zeit gegeben wird, sich zu entwickeln und sie nicht von Anfang an die geborene Pflanzenwächterin ist, ja, sie sieht sich sogar eher den Tieren verbunden und hat große Zweifel, ob sie für die gestellte Aufgabe die Richtige ist. Das macht sie nahbar und echt.
Die Autorin sprudelt nur so von neuen Ideen und obwohl es bereits eine Menge Buchreihen über besondere Internate, außergewöhnliche Tiere und etliche Akademien und Gilden gibt, ist es Usch Luhn gelungen, eine eigene neue und völlig andere Welt zu erschaffen, die nur so von phantasievollen Einfällen wimmelt.
Die Story ist vom Umfang, Aufbau und Thema sowie Ausdruck genau richtig für die Zielgruppe ab etwa 10 Jahren. Es kommen zwar etliche Fremdwörter und lateinische Pflanzennamen vor, die aber am Ende des Buches in einem Glossar noch extra erläutert werden. Grundsätzlich kommen einige Fremdwörter wie Kleinod vor, die den Lesenden vielleicht nicht bekannt sein werden. Ich mag es aber, wenn man Neues dazu lernen kann, denn die schwierigen Begriffe werden weitgehend sofort erklärt.
Ein lustiger, fast schelmischer Kontrast kommt durch Emilias besonderen Freund zustande, der sich ganz altertümlich ausdrückt. Das verleiht der Szene Charme und sorgt für humorvolle Leichtigkeit in einer ansonsten eher spannenden Handlung. Es ist interessant, wie dieser Stil dem Buch eine zusätzliche Note von Wärme und Wiedererkennung verleiht.
Abschließend lässt sich sagen, dass das Buch eine wundervolle Mischung aus Mut, Selbstzweifel, Freundschaft und Spannung ist und damit perfekt geeignet für Lesende ab 10 Jahren, die gerne in fremde Welten abtauchen, Neues lernen und sich dabei emotional berühren lassen. Man merkt, wie viel Herz, Fantasie und Feingefühl in jeder Seite stecken. Ein wirklich gelungenes Werk von Usch Luhn.
Rezensionen von Goejos:
Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig
Unruhestand
Die pensionierte Erzieherin Angelika zieht mit ihrem Mann Hans aus Augsburg in ihr neurenoviertes Haus an der Atlantikküste in Olhao. Die Feier ihres 70. Geburtstages steht bevor. Ihre Tochter Sandra ist Fernfahrerin, deren Sohn Finn wohnt in Schöneberg. Sie machen sich in ihrem Kleinwagen auf den Weg zu Ihnen.
Dort angekommen ändert sich ihr Leben von heute auf Morgen. Denn bei einem Ausflug von Angelika und Hans steht plötzlich ein abgemagerter Hund vor ihrem Auto, welcher sich nicht abschütteln lässt. Sie nehmen in mit nach Hause. Eine Entscheidung, welche ihr gemeinsames Leben voll auf den Kopf stellt. Der Hund, sie nennen ihn ab sofort Fellina, wird zum Mittelpunkt ihres Lebens. Neben der Geburtstagsfeier entwickeln sich persönliche Veränderungen und neue Beziehungen in nicht geahnten Ausmaßen. Humorvolle Geschichte in einer spannenden Umgebung, ungeplante Entwicklungen, und passendes Finale. Leicht und glaubhaft zu lesen.
Rezensionen von gerlisch:
Das Dreizehnte Kind von Erin A. Craig
Die Pläne der Götter
Das dreizehnte Kind von der Autorin Erin A. Craig startet mit einer fesselnden und märchenhaft-düsteren Atmosphäre, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, sie ist kreativ und wunderbar erzählt. Besonders die Götterwelt ist klar, verständlich und faszinierend aufgebaut – ein echtes Highlight des Buches.
Im weiteren Verlauf hat mich die Geschichte immer mal wieder verloren, einige Handlungen gingen zu sehr ins Detail und wirkten dadurch stellenweise langatmig. Der sehr angenehme Schreibstil der Autorin, hat mich jedoch an der Geschichte festgehalten.
Hazel ist eine charismatische Protagonistin, aber emotional blieb sie für mich schwer greifbar. Auch Leopold (über den Namen bin ich immer wieder gestolpert) ist ein typischer „Playboy-Prince“ und mit seiner Art konnte er mich nicht vollständig überzeugen. Die Slow-Burn-Romance ist eher sanft ohne ein emotionales Feuerwerk.
Thematisch schlägt der Roman eine deutlich düstere Richtung ein: Krankheit, Krieg und Tod sind allgegenwärtig und verleihen der Geschichte schwere Grundstimmung und Tiefe.
Ein atmosphärisch dichtes, märchenhaftes Fantasybuch mit starker Welt, das auch prima ohne Aktion auskommt.
Rezensionen von fantasia:
Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton
Mehr als nur Magie
Die Aufmachung des Buches ist äußerst ansprechend. Der Prägedruck auf dem Cover, die stimmungsvolle Kulisse von London mit den beiden Hauptfiguren und nicht zuletzt das schillernde Farbenspiel der Buchseitenkanten überzeugen auf den ersten Blick und machen Lust, das Buch in die Hand zu nehmen. Schon äußerlich deutet sich an, dass die Leserinnen und Leser eine besondere Geschichte erwartet.
Die zentrale Aussage des Buches ist berührend: Was man in seinem Herzen trägst, kann man nicht verlieren. Und das wird an den Schicksalen der beiden Hauptfiguren, dem Flussmächen Bo und Billy River, sehr deutlich. Die beiden magischen Münzen, die Bo im Schlamm der Themse entdeckt, verhelfen zu dieser Einsicht und führen zu wichtigen Erkenntnissen über Freundschaft, Familienzusammenhalt, aber auch Tod.
Natürlich dürfen auch negative Figuren nicht fehlen. Sie handeln egoistisch, sind gierig nach finanziellem Gewinn.
Empfohlen ist das Buch für Leserinnen und Leser ab 12 Jahren. Der Stil ist gut verständlich, die Handlung zieht einem sehr schnell in die magische Szenerie hinein. Auch Ältere werden an dieser Geschichte ihre Freude haben.
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller
Stille Lebenskunst
Wir begleiten Lina, geboren 1911, aus der Sicht ihrer Enkelin durch ihr 93 Jahre währendes Leben von der Geburt bis zum Tod. Rührend, warmherzig, einfühlsam werden diese Frau und die Beziehung der Erzählerin und Enkelin zu ihr in 49 Kapitel beschrieben. Wir driften so durch eine karge Kindheit, sehr arbeitsame Jahre, den aufkeimenden Fremdenverkehr, Frauenfreundschaft, Krieg und Nationalsozialismus und seine Verleugnung bis heute, Lottoglück und stille Lebenskunst.
Die Männer fehlen, sind im Krieg, grob, sterben bald, tauchen auch sonst nur selten auf, zuletzt als sechs Motorradfahrer im französischen Traumbett und ganz zuletzt in einem „Du“, wohl dem Vater von Linas Tochtertochtertochter. Ein zartes Buch vom kleinen Glück.
Ansprechender Stil, poetisch, gemächlich, ungehetzt, inhaltlich durchsetzt von schönen Neurosen.
Rezensionen von goejos:
Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig
Unruhestand
Die pensionierte Erzieherin Angelika zieht mit ihrem Mann Hans aus Augsburg in ihr neurenoviertes Haus an der Atlantikküste in Olhao. Die Feier ihres 70. Geburtstages steht bevor. Ihre Tochter Sandra ist Fernfahrerin, deren Sohn Finn wohnt in Schöneberg. Sie machen sich in ihrem Kleinwagen auf den Weg zu Ihnen.
Dort angekommen ändert sich ihr Leben von heute auf Morgen. Denn bei einem Ausflug von Angelika und Hans steht plötzlich ein abgemagerter Hund vor ihrem Auto, welcher sich nicht abschütteln lässt. Sie nehmen in mit nach Hause. Eine Entscheidung, welche ihr gemeinsames Leben voll auf den Kopf stellt. Der Hund, sie nennen ihn ab sofort Fellina, wird zum Mittelpunkt ihres Lebens. Neben der Geburtstagsfeier entwickeln sich persönliche Veränderungen und neue Beziehungen in nicht geahnten Ausmaßen. Humorvolle Geschichte in einer spannenden Umgebung, ungeplante Entwicklungen, und passendes Finale. Leicht und glaubhaft zu lesen.
Rezensionen von Goejos:
Das letzte Kind hat Fell von Tessa Hennig
Unruhestand
Die pensionierte Erzieherin Angelika zieht mit ihrem Mann Hans aus Augsburg in ihr neurenoviertes Haus an der Atlantikküste in Olhao. Die Feier ihres 70. Geburtstages steht bevor. Ihre Tochter Sandra ist Fernfahrerin, deren Sohn Finn wohnt in Schöneberg. Sie machen sich in ihrem Kleinwagen auf den Weg zu Ihnen.
Dort angekommen ändert sich ihr Leben von heute auf Morgen. Denn bei einem Ausflug von Angelika und Hans steht plötzlich ein abgemagerter Hund vor ihrem Auto, welcher sich nicht abschütteln lässt. Sie nehmen in mit nach Hause. Eine Entscheidung, welche ihr gemeinsames Leben voll auf den Kopf stellt. Der Hund, sie nennen ihn ab sofort Fellina, wird zum Mittelpunkt ihres Lebens. Neben der Geburtstagsfeier entwickeln sich persönliche Veränderungen und neue Beziehungen in nicht geahnten Ausmaßen. Humorvolle Geschichte in einer spannenden Umgebung, ungeplante Entwicklungen, und passendes Finale. Leicht und glaubhaft zu lesen.
Rezensionen von Thaliomee:
Willkommen in Gravity Falls - Dippers und Mabels Leitfaden zu Mysterien und endlosem Spaß von Disney; Alex Hirsch; Shane Houghton
Bunt und chaotisch
Ich kannte Gravity Falls bisher nicht, denke aber das Buch ist auch gut als Einstieg in die Welt geeignet. Schon das Cover ist bunt, chaotisch, mit Glitzer und „Anmerkungen“ versehen.
Innen geht es mit vollgestopften und bunten Seiten weiter. Viele Kinder mögen diesen lockeren Tagebuchstil und werden von den Zwillingen Dipper und Mabel Pines vollkommen abgeholt.
Es werden auch andere Figuren vorgestellt und alles gut eingeführt, man muss also die anderen Bücher der Serie nicht gelesen haben.
Neben Geschichten gibt es Bastelanleitungen, Tipps und kleine Rätsel. Alles sehr kindgerecht, das Buch ist ab 8 Jahren empfohlen und ich denke das passt auch so. Auch etwas ältere Kinder werden hier noch ihren Spaß haben. Es gibt einige Seiten zum Ausfüllen oder sogar Ausschneiden.
Alles in allem ein verrücktes, chaotisches Buch in dem es wirklich viel zu entdecken gibt.
Rezensionen von S.L. :
Imperia - you let the fire in von Cleo B. Moon
Gefährliche Gefühle
In Imperia leben nur Frauen. Ein Virus hat alle Männer getötet. Egal, es waren sowieso nur Schwächlinge. Jara wurde dort zu einer knallharten, möglichst gefühllosen Kämpferin erzogen. Als ihre einzige Freundin in die Randbezirke verbannt wird, folgt sie ihr und entdeckt nicht nur eine wunderbare Welt, - bis hier stimmig, interessant, gut geschrieben - sondern auch den Supermann und wandelt sich zum liebeshungrigen gehorsamen und wimmernden … Weibchen.
Im Hintergrund geht es um eine eifersüchtige Ex-Freundin, nette Bewohner mit wirklich interessanten Fähigkeiten (das dürfte gern ausgebaut werden) und die Vorbereitung auf den Kampf, in dem Imperia besiegt werden soll.
Im Buch ist für mich ein Bruch. Zunächst spannend, gut erzählt, dann überwiegend auf ein Thema fokussiert. Interessante Nebencharaktere geben etwas Salz, der zweite Teil ist aber eher einseitig. Nur ein kurzes, aber heftiges Aufflackern von Spannung. Das wars.
Rezensionen von Danislesestube:
PRISM von Katherina Ushachov
Grundsolider Kurzroman
Dieses Buch habe ich mit einem anderen Buch zusammen vom ohneohren Verlag im E-Book Format erhalten. Vielen Dank an dieser Stelle. Meine Meinung wird davon wie immer nicht beeinflusst. Wenn es etwas zum Meckern gibt, dann ist das eben so. ????
Menschen und Zukunftstechnik sind vor allem in Filmen nicht selten eine eher ungünstige Kombination.
Was mit einer kleinen Idee beginnt, entwickelt sich oft in eine schräge und ethisch fragwürdige Richtung. Der Grundgedanke ist ja oft, der Menschheit einen Gefallen zu tun. Aber zu welchem Preis? Hier bekommen wir es beispielsweise mit PRISM zu tun. Damit soll es möglich sein, Menschen nach ihrem Tod beispielsweise zu den Umständen ihres Ablebens befragen zu können. Zum Verbrechen aufzuklären sicher eine feine Sache. Einfach den toten Körper an einen Computer anstecken, den Verstand hochladen und auf geht es. Die Oberfläche wird im Buch z. B. mit einem Point & Click Adventure (kennt das noch jemand von meinen jüngeren Lesern?) verglichen. Pixelmatsch und etwas Hilflosigkeit inklusive. Was kann da bloß schiefgehen? Etwa Missbrauch? Nein. Also wirklich. ????
Wir begleiten die Charaktere Penelope, Sofie und Kader, welche mit dem Projekt PRISM vertraut sind, damit zu arbeiten und im besten Fall weiterzuentwickeln. Deren Alltag las sich spannend. Mögliche Risiken wurden erwähnt. Genauso wie Bedenken, ob man das Richtige tut. Immerhin lässt man eine tote Person ihren Tod in der Theorie noch einmal erleben. Zumindest gedanklich. Denn, ob die Person bzw. der Verstand, der ja eigentlich nur ein Abbild der zuvor noch lebenden Person ist, wirklich in dieser digitalen Welt „lebt“ kann man durchaus hinterfragen.
Das Protagonisten-Trio hat mir gut gefallen. Drei unterschiedliche Charaktere, die in dieser kurzen Zeit mit dem Roman sehr viele Facetten gezeigt haben. Selbstverständlich wurde hier, wie im Klappentext angedeutet, mit einer Prise Queerness und als Garnitur Diversität gewürzt. Bin froh, dass aus der Beziehung der drei kein großes Drama gemacht wurde. Es ist, wie es ist. Punkt. Danke. Zwischendurch gab es rasante Momente, aber insgesamt tuckert die Geschichte eher gemütlich vor sich hin.
Viel spannender war, wie sich PRISM weiterentwickelt hat und was damit möglich ist. Es wurde von der Autorin ausreichend Infos hinzugefügt, dass man sich etwas darunter vorstellen kann. Drumherum schmiegt sich eine spannende Geschichte, die relativ abrupt endete. So 30, 40 Seiten mehr hätten der Geschichte gut getan. Aber insgesamt bin ich zufrieden.









