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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Dorsay:

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Himmelerdenblau von Romy Hausmann

Schmerzliche Wahrheit erkennen

Nunmehr ist der vierte Thriller von Romy Hausmann, Himmelerdenblau, erschienen, damit ist ihr wieder ein fesselndes Werk gelungen, das möglicherweise so wie einer ihrer Vorgängerromane Liebes Kind verfilmt wird.
Seit zwanzig Jahren gibt es kein Lebenszeichen von Julie. Was ist damals mit ihr passiert? Diese Ungewissheit lässt Julies Familie verzweifeln.

Die True Crime Podcasterin Liv rollt den Fall erneut auf und Theo, der Vater von Julie, der an rasant fortschreitender Demenz leidet will Klarheit und beginnt mit Hilfe der Podcasterin zu recherchieren. Ein vielschichtiger, aufregender Thriller von Romy Hausmann, der im Mittelteil etwas langatmig wirkt und ein paar Schwächen aufweist. Dafür überschlagen sich im letzten Teil die Ereignisse und alle Verdachtsmomente gegen mögliche Täter lösen sich in nichts auf. Spannungsgeladener Countdown mit überraschendem Ende.

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Himmelerdenblau

Rezensionen von Dorsay:

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Himmelerdenblau von Romy Hausmann

Schmerzliche Wahrheit erkennen

Nunmehr ist der vierte Thriller von Romy Hausmann, Himmelerdenblau, erschienen, damit ist ihr wieder ein fesselndes Werk gelungen, das möglicherweise so wie einer ihrer Vorgängerromane Liebes Kind verfilmt wird.
Seit zwanzig Jahren gibt es kein Lebenszeichen von Julie. Was ist damals mit ihr passiert? Diese Ungewissheit lässt Julies Familie verzweifeln.

Die True Crime Podcasterin Liv rollt den Fall erneut auf und Theo, der Vater von Julie, der an rasant fortschreitender Demenz leidet will Klarheit und beginnt mit Hilfe der Podcasterin zu recherchieren. Ein vielschichtiger, aufregender Thriller von Romy Hausmann, der im Mittelteil etwas langatmig wirkt und ein paar Schwächen aufweist. Dafür überschlagen sich im letzten Teil die Ereignisse und alle Verdachtsmomente gegen mögliche Täter lösen sich in nichts auf. Spannungsgeladener Countdown mit überraschendem Ende.

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Himmelerdenblau

Rezensionen von Dorsay:

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Himmelerdenblau von Romy Hausmann

Schmerzliche Wahrheit erkennen

Nunmehr ist der vierte Thriller von Romy Hausmann, Himmelerdenblau, erschienen, damit ist ihr wieder ein fesselndes Werk gelungen, das möglicherweise so wie einer ihrer Vorgängerromane Liebes Kind verfilmt wird.
Seit zwanzig Jahren gibt es kein Lebenszeichen von Julie. Was ist damals mit ihr passiert? Diese Ungewissheit lässt Julies Familie verzweifeln.

Die True Crime Podcasterin Liv rollt den Fall erneut auf und Theo, der Vater von Julie, der an rasant fortschreitender Demenz leidet will Klarheit und beginnt mit Hilfe der Podcasterin zu recherchieren. Ein vielschichtiger, aufregender Thriller von Romy Hausmann, der im Mittelteil etwas langatmig wirkt und ein paar Schwächen aufweist. Dafür überschlagen sich im letzten Teil die Ereignisse und alle Verdachtsmomente gegen mögliche Täter lösen sich in nichts auf. Spannungsgeladener Countdown mit überraschendem Ende.

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Himmelerdenblau

Rezensionen von Ryria:

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Velvet-Dilogie 1: Velvet Falls, but the Gods forgot to die von Julia Dippel

Im Sog der Götter

Stellt euch unsere Welt vor, dann fügt moderne Götter des Internets, Social Media und Kapitalismus hinzu, mit einer guten Prise Magie und dem daraus resultierenden Fortschritt - oh, und Dämonen und Geheimorganisationen natürlich. Eine wilde Mischung, die aber erstaunlicherweise richtig gut funktioniert.

In dieser Welt sucht Dämonenreiterin Velvet nach einem Heilmittel für einen Göttervirus und ist dafür auf die Hilfe von ihrem Ex (ein Göttersohn) angewiesen.

Schon die ersten paar Seiten haben mich mit ihrer düsteren Atmosphäre komplett in ihren Bann gezogen. Man ist direkt mittendrin in der Action und merkt schnell, dies ist keine nette Welt und unsere Protagonistin eine verdammt taffe und coole Heldin, die durch ihre Schwächen jedoch auch wieder menschlich gemacht wird.
Auch Göttersohn Kash konnte mich überwiegend überzeugen, man konnte sowohl die Anziehung zwischen den Beiden gut herauslesen, jedoch auch die verletzten Gefühle. Insgesamt mochte ich ihre Dynamik sehr.

Das Worldbuilding hat mir ebenfalls gut gefallen: Man wird Schritt für Schritt in diese Welt eingeführt, ohne dass es zu viel auf einmal wird. Gut durchdachte Details machen alles schön rund, während die "Hauptsysteme" ausführlich erarbeitet und vorgestellt werden. Für die verschiedenen dämonischen Kräfte und Götter gibt es hinten im Buch auch eine nützliche Übersicht.
Zuletzt sollte noch der Schreibstil erwähnt werden: Die Kapitel haben eine angenehme Länge, die Sprache ist gut verständlich, die Dialoge wirken natürlich. Ich mochte vor allem auch den Humor und Sarkasmus, der sich immer wieder in diese düstere Welt hineinstiehlt.
Dies ist eins dieser Bücher, bei dem man nur noch ein paar Seiten lesen will und plötzlich sind zwei Stunden vergangen - sehr spannend!

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Velvet-Dilogie 1: Velvet Falls, but the Gods forgot to die

Rezensionen von barbara.liest:

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Rauhnächte - Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum von Tanja Suppiger

eine Bereicherung

Ich praktiziere die Rauhnächte schon seit einigen Jahren und hab auch schon einige Bücher und Anleitungen dazu gelesen und angewandt.
Der Fokus auf das Nervensystem den Tanja Suppinger in ihrem Buch legt ist für mich ganz neu und ich kann nur sagen ich bin begeistert von ihrem Ansatz.

Auch das Einbeziehen der Sperrnächte finde ich sehr wertvoll und werde dies heuer bestimmt auch praktizieren.

Das Buch ist sehr schlüssig aufgebaut.
Nach einer Einführung in das Thema und der Erklärung wie das Nervensystem funktioniert gibt es für jeden Tag in den Sperr- und Rauhnächten eine Erklärung mit Übungen und Fragestellungen.
Die Übungen zur Stärkung des Körperbewusstseins fand ich auch ganz toll.

Das Buch ist sehr lesefreundlich gestaltet, hat angenehme Farben und von der Größe her liegt es gut in der Hand.
Jetzt brauch ich dann nur noch genügend Zeit um die Sperr- und Rauhnächte zu zelebrieren.

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Rauhnächte - Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum

Rezensionen von Liselottchen:

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Touchdown fürs Herz von Karla Sorensen

Nachhilfeunterricht im »Sexy-Sein«

Ruby lebte immer brav und angepasst, Musterschülerin, schlug nie über die Stränge und erlaubte sich niemals, die Regeln zu brechen. Nach einem unschönen Erlebnis hat sie mit Sex abgeschlossen und verbirgt sich hinter der Maske des grauen Mäuschen. Ihr Beruf als Bibliothekarin trägt auch nicht dazu bei, dass sie Menschen kennenlernt.

Als ihre Freundin Lauren ihr ein schlüpfriges Geburtstagsgeschenk macht, beschließt sie, ihr Leben zu ändern. Nur wie? Sie engagiert einen Escort, der ihr beibringen soll, wie sie auf Männer wirken kann. Doch es kommt zu einer Verwechslung: Griffin King, den sie aus ihrer Jugend kennt, kreuzt ihren Weg und als er von ihrem Problem hört, möchte er ihrem Sex-Appeal auf die Sprünge helfen ...

In die Geschichte kam ich schnell hinein, der Schreibstil ist locker und flüssig lesbar. Auch die Idee fand ich gut: gefeierter Footballstar und schüchterne Bibliothekarin. Leider konnte mich die Story nicht wirklich fesseln, es blieb alles ein wenig oberflächlich. Beispielsweise hatte Ruby eine Herztransplantation, lebt aber weitgehend unbeschwert. Es ist nicht von ärztlichen Kontrollen oder Medikamenten (sowie deren Nebenwirkungen) die Rede, erst am Schluss wird das am Rande gestreift. Griffins Charakter bleibt ein wenig blass, als ob die Autorin sich nicht entschließen könnte, ihn zum wirklichen Bad Boy zu machen. Auch den Bruderzwist konnte ich nicht nachvollziehen, ich hätte mir auch am Ende eine richtige Versöhnung der beiden gewünscht, nicht in zwei Nebensätzen abgehandelt.
Alles in allem eine nette Wohlfühlgeschichte, mit wenig Tiefgang, als Lektüre für zwischendurch zum Entspannen.
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Touchdown fürs Herz

Rezensionen von tonton:

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Aus! Die Wissenschaft vom Ende von Science Busters

Wissenschaft trifft Witz

Dieses Buch hat mir gut gefallen. Die Autoren haben einen ganz besonderen Humor, und ich denke, man muss schon ein bisschen nerdy sein, um ihn richtig zu genießen.
Die Science Busters kannte ich bisher nicht. Sie sind Kabarettisten, die Wissenschaft humorvoll und lebendig erklären. Der Ton ist entsprechend frech und ironisch, und der Schreibstil ist bildhaft und unterhaltsam.

Im Buch wird das Ende ganz unterschiedlicher Dinge besprochen: dem Universum, der Erde, von Ressourcen, Corona, und mehr.
Wie es für Kabarettisten typisch ist, sind manche Themen politisch gefärbt und werden auch entsprechend pointiert behandelt.  Mir haben die inhalte gut gefallen, aber ich kann auch verstehen, dass Leser, die z.B. mit den Coronamaßnamen nicht einverstanden waren, davon vielleicht weniger begeistert sein werden.
Der Humor, mal frech, mal absurd, hat meinen Geschmack getroffen. Allerdings wirkt der Inhalt ab und zu wie Inside-Jokes für Wissenschaftler. Ich hatte eher ein Buch erwartet, das komplexe Themen mit Humor erklärt. Zwar werden viele Dinge wissenschaftlich erklärt, aber der Witz bezieht sich oft auf Meinungen und gesellschaftliche Kommentare.
Was mir aber besonders gefallen hat, ist, dass das Buch wichtige Fragen stellt und der Leser zum Mitdenken anregt. Insgesamt fühlt es sich ein bisschen an wie ein Kabarettprogramm. Ich habe es sehr unterhaltsam gefunden und es hat mir richtig gut gefallen.

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Aus! Die Wissenschaft vom Ende

Rezensionen von Elena Varia:

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Von der Seelenruhe. Vom glücklichen Leben von der Jüngere Seneca

Meisterhafte Übersetzung - bereichernde Gedanken

2.000 Jahre soll dieses Werk alt sein? Und es fühlt sich an, wie wenn von damals bis heute sich nichts geändert hat in der Einstellung der Menschen? Seneca schreibt von Stress aufgrund zu viel Geschäftigkeit und Aufgaben, auf der anderen Seite von jenen, die sich nur den Sinnenfreuden (Essen, Spiele, und so weiter :-)) hingeben.

Von Depression und wie man ihr begegnet. Von Jenen, die so viel besitzen (Häuser und Landgüter in Rom aber auch jenseits des Meeres) dass ihr Leben von der Verwaltung eingenommen wird. Er beschreibt, wie man mit Sorgen und Bedenken umgehen sollte und wie man den Wert der Lebenszeit rechtzeitig erkennen kann um nicht in nicht sinnstiftenden Aufgaben sein Leben zu verbringen.
Dazu diese wundervolle Sprache, die vom Satzbau und der Komplexität und der exakten Wortwahl ganz der Italienischen entspricht und so wundervoll übersetzt wurde - einfach das Schönste und lehrreichste, das ich je gelesen habe.
Es hat mich auch gelehrt, dass die Menschheit sich in 2.000 Jahren um nichts fortentwickelt hat, gar nichts.

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Von der Seelenruhe. Vom glücklichen Leben

Rezensionen von Ruth:

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No Way Home von T.C. Boyle

Der Titel ist Programm

Als seine Mutter starb, hatte er Dienst.“. Terry, 31, ein junger Assistenzarzt kurz vor dem Examen wird völlig unvorbereitet mit dem Tod seiner Mutter konfrontiert. Normalerweise ist er es, der die Angehörigen vom Tod eines Menschen unterrichtet. Doch nun ist er persönlich gefordert. Er muss sich in Boulder City, einer Kleinstadt mitten in der Wüste von Nevada, um die Beerdigung und den Nachlass seiner Mutter kümmern.

Eine Aufgabe, die ihn überfordert. Hilfe bekommt er von Bethany, einer jungen, attraktiven Frau, die er in einem Café kennenlernt. Nach einer gemeinsamen Nacht bietet sie ihm an, sie könne sich, während er in L.A. seiner Arbeit nachgeht, um das Haus seiner Mutter und deren Hund Daisy kümmern. Ihr Angebot ist keineswegs uneigennützig, denn Bethany ist nach ihrem Auszug aus der Wohnung ihres Ex-Freundes Jesse ohne Bleibe.
Gegen Terrys Willen quartiert sich Bethany im Haus der verstorbenen Mutter ein und feiert dort sogar während seiner Abwesenheit wilde Partys mit ihren Freunden. Doch als Terry anreist, um sie rauszuschmeißen, landen sie wieder im Bett.
Richtig Probleme gibt es dann, als Jesse auftaucht und auf seinen alten Rechten beharrt. Er ist keineswegs gewillt, seinen Anspruch auf Bethany aufzugeben. „ Sie ist Gift. Das weißt du noch nicht, aber du wirst es bald rausfinden.“ warnt er Terry.
Aber die Warnung kommt zu spät. Terry ist Bethany verfallen und der Kampf zwischen den beiden ungleichen Männern beginnt. Ein Streit um eine Frau, der bald immer drastischere Formen annimmt.
T.C.Boyle beschreibt hier eine Dreiecksgeschichte, bei der es weniger um Liebe als vielmehr um Obsessionen, Abhängigkeiten und Besitzansprüche geht.
Für keine der drei Figuren kann der Lesende Sympathien entwickeln. Terry ist zwar ein Arzt, der sich fürsorglich um seine Patienten kümmert, doch ansonsten wirkt er höchst unreif und unreflektiert. Man fragt sich, warum er sich auf diese unheilvolle Liaison einlässt. Schließlich ist offensichtlich, dass er und Bethany nicht zusammenpassen. Trotzdem trifft er eine fatale Entscheidung nach der anderen. Als Leser kann man nur den Kopf schütteln.
Obwohl Terry und Jesse auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Typen sind , so eint sie doch ihr Anspruch auf Bethany. Beide sehen in ihr das Objekt ihrer Begierden, weniger eine eigenständige Frau.
Jesse ist ein Macho wie aus dem Bilderbuch. Er akzeptiert keine Zurückweisung, nimmt sich, notfalls mit Gewalt, was ihm vermeintlich zusteht. Aber auch ihn zeichnet Boyle nicht eindimensional. Er ist nicht nur Trinker und Biker, sondern auch Lehrer und versucht sich in der Schriftstellerei. Inwiefern diese unterschiedlichen Rollen zusammenpassen und glaubwürdig sind, muss jeder Lesende selbst entscheiden.
Und Bethany ist eine Frau, die sich einerseits treiben lässt, gerne Party macht und sich mit Alkohol und Drogen zudröhnt, aber trotzdem Sicherheit sucht. Von Jesse kommt sie nicht los, mit ihm ist das Leben aufregender als mit dem Langweiler Terry. Der verspricht dafür finanzielle Sicherheit als zukünftiger Arzt und ein höheres gesellschaftliches Ansehen. Ihr größtes Pfund ist ihr Aussehen, das weiß sie und das setzt sie ganz gezielt auch ein.
Während man Bethany manipulatives Verhalten vorwerfen muss, so kann man Jesse und Terry toxische Männlichkeit attestieren, dem einen mehr, dem anderen weniger.
Von wirklicher Liebe zwischen den Figuren ist wenig zu spüren, auch wenn sie diese behaupten.
Der einzig wirkliche Sympathieträger ist Daisy, die Hündin. Auch wenn sie nach einem gewalttätigen Zusammenstoß mit Jesse nur noch ein Auge hat, so ist sie doch weniger blind als die anderen Figuren.
Boyle erzählt diese Dreiecksgeschichte chronologisch, aber aus wechselnden Perspektiven. Das hat seinen besonderen Reiz, denn so zeigen sich oftmals verschiedene Versionen der Geschichte und neue Facetten in den Charakteren.
Nicht nur Jesse und Terry sind Gegenspieler, auch der Kontrast zwischen Stadt und Land wird anschaulich herausgearbeitet. Ist Terry als Arzt in der Notaufnahme seiner Klinik mit den Gestrandeten, den Obdachlosen und Armen in der Multikulti-Stadt L.A. konfrontiert, so trifft er in Boulder City auf die Tristesse einer heruntergekommenen Kleinstadt, wo sich die Menschen mit billigem Fast Food, Alkohol, Drogen und Sex betäuben.
Der Titel des Romans ist Programm. Keiner hier hat ein Zuhause, jeder sucht es, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Es ist kein Zufall, dass Boyle den einen Handlungsort in der Wüste ansiedelt, auch dies ein unwirtlicher Ort.
„No Way Home“ ist kein typischer Boyle. Behandelte er in seinen meisten Romanen doch politische und ökologische Themen, so kommen diese hier nur am Rande vor.
Da lässt er den Möchtegern-Schriftsteller Jesse an einem Roman schreiben, der vom Bau des Hoover-Damms und seinen Folgen für Mensch und Umwelt erzählt. Hier am Lake Mead zeigt sich der Klimawandel ganz massiv. Seit Jahren sinkt der Wasserspiegel und legt tote Tiere und menschliche Skelette bloß.
Möglicherweise lässt sich „No Way Home“ als Parabel lesen, wie Menschen sich von zerstörerischen Kräften manipulieren und instrumentalisieren lassen, obwohl offensichtlich ist, wie sehr diese ihnen schaden.
Auf jeden Fall zeichnet der Roman das Bild einer Gesellschaft, die nur auf sich bezogen ist und Beziehungen nach dem Nutzprinzip eingeht.
„No Way Home“ ist sicher nicht Boyles bestes Buch. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Es liest sich süffig, bleibt spannend und auch sprachlich konnte es mich überzeugen. Ihm gelingen großartige Bilder ( „ Und dann stürzte der Nachmittag krachend in den Abend.“), atmosphärische Beschreibungen von Landschaft und Milieu, und entlarvende Dialoge.
Das Ende mag manchen enttäuschen, für mich ist es stimmig.

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No Way Home

Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

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22 Bahnen von Caroline Wahl

Kinder suchtkranker Eltern

Eigentlich möchte Tilda ihr Leben genießen, unbeschwert sein, ohne Sorgen und Ängste ihren Weg gehen. Doch sie hat keinen Kontakt zum Vater und die Mutter ist alkoholkrank, mal aggressiv und impulsiv, mal suizidal, fast immer betrunken. Die Halbschwester Ida, um Jahre jünger, wäre der Willkür, der Aggression und Depression der Mutter hilflos ausgeliefert, wenn sie nicht durch Tilda beschützt, begleitet, erzogen und gefördert werden würde.

Ein kluges Buch, ein tiefer, berührender Einblick in die Psychodynamik traumatisierter Kinder suchtkranker Eltern im Spektrum stressbedingter Entwicklungshemmung, Resilienz, Überforderung und Sehnsucht.

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22 Bahnen