Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gabiliest:
Mord in besserer Gesellschaft von Josie Lloyd
Bei guter Haushaltsführung Mord
Die bekannte britische Autorin Josie Lloyd hat mit “Mord in besserer Gesellschaft” einen Cosy Crime Roman vorgelegt, der in eine Welt der Reichen und Schönen entführt. Schon auf dem stimmungsvollen Cover ist Miss Beeton abgebildet, die wider Willen in einem Mordfall ermittelt.
Alice Beeton ist in einem englischen Herrenhaus aufgewachsen, geerbt hat ihr Bruder.
Sie betreibt nun eine Vermittlungsagentur für Hausangestellte in London und hat sich damit einen guten Ruf erworben. Mit an Bord ist auch Freundin Jinx, glamourös und mit vielen guten Kontakten, wo hingegen Alice eher der bodenständige Typ ist. Als eine betuchte Kundin, Camille Messent, dringend eine neue Hauswirtschafterin sucht, sitzt gerade Enya bei Alice im Büro für ein Bewerbungsgespräch, für Alice die perfekte Kandidatin. Doch im Hause Messent ist nicht alles wie es scheint….
Josie Lloyd hat mit Alice eine sehr freundliche, zugängliche und tüchtige Frau geschaffen, die Krimis liebt und ihren Hund daher Agatha getauft hat, natürlich nach Agatha Christie. Dieser Hund begleitet sie überall hin, auch in das Haus der Messents, als Enya dort tot aufgefunden wird. Nun ermittelt Alice undercover als Haushälterin, alle Haushaltsmitglieder, Camille, ihr Mann Alex und auch die Sekretärin sind verdächtig. Bedauernswert ist Tochter Laura, um die sich in dieser Familie niemand kümmert. Alice findet immer wieder Spuren, unterstützt von guten Freunden gelingt es ihr, den Tatort zu untersuchen. Denn ihrer Meinung nach hat die Polizei den Fall zu schnell an eine höhere Dienststelle abgeben müssen. Nun stellt es sich als Glücksfall heraus, dass ihr Bruder Jasper, der ständig in Geldschwierigkeiten ist, das Herrenhaus für eine besondere Veranstaltung zur Verfügung stellen kann. Denn hier geht es um die Lösung eines internationalen Kriminalfalles und genau im Elternhaus von Alice soll die Falle zuschnappen.
Ein heimlicher Star des Buches ist die Hündin Agatha, die nicht von der Seite ihrer Herrin weicht, zumindest nicht freiwillig. Sie lockert die Geschichte immer wieder auf und man kann Alice gut verstehen, die der Hündin ihre ganze Liebe schenkt. Denn obwohl die Agentur gut läuft, hat Alice immer wieder Pech. Ihre Wohnung wird zerstört und bei ihren Ermittlungen zu Enyas Ableben gerät sie selbst in große Gefahr. Dennoch findet der Roman ein positives und versöhnliches Ende und selbstverständlich löst Alice diesen spektakulären Kriminalfall.
“Mord in besserer Gesellschaft” ist ein spannendes Buch, das man ganz entspannt lesen kann. Der Schreibstil ist phantasievoll, flüssig und bildhaft, alle Protagonisten werden pointiert und kurzweilig beschrieben, man kann sich gut in die Situation von Alice einfühlen. Da Alice gerne kocht und bäckt finden sich oft Rezepte im Text, die den Lesenden die englische Küche näher bringen, leider sind nicht alle Bezeichnungen auch im Deutschen gebräuchlich. Das Buch lebt von liebevoll gezeichneten Charakteren und natürlich, wie könnte es anders sein, von Agathas “Wuff”. Fans von Miss Marple und Hercule Poirot haben hier genau zum richtigen Buch gegriffen, das ich für entspannte Stunden gerne empfehle.
Rezensionen von peedee:
Immer muss man selber feiern von Ellen Berg
Friede, Freude… Pustekuchen!
Neles favorisierte Zeit im Jahr ist gekommen: die Weihnachtszeit. Sie liebt Weihnachten, ist aber aufgrund der vielen Verpflichtungen in dieser Zeit auch sehr angespannt. Dieses Jahr kommt noch etwas Neues dazu: Nele und ihre beiden Kinder leben nun mit Nick zusammen – einem waschechten Grinch! Warum nur haben sie vorher nie über die Weihnachtszeit gesprochen und darüber, was man sich für diese Zeit erhofft? Als ihre teuren Geschenke für die Kinder verloren gehen, spielt Nele mit ihren Freundinnen Detektiv.
Bei der Beziehungskrise kann jedoch nur noch ein Wunder helfen!
Erster Eindruck: Das Cover ist wie gewohnt detailreich und witzig – gefällt mir sehr gut. Witzig ist auch, dass als Kapitelüberschriften Weihnachtslieder gewählt wurden.
Ui, ui, ui, das wird wohl nix mit „Stille Nacht, heilige Nacht“! Nele ist völlig gestresst, aber in erster Linie von Nick, ihrem eigentlichen Traummann, der sich aber als Weihnachtshasser herausstellt! Die Stimmung ist angespannt – diplomatisch gesagt –, ach was, nennen wir es, wie es ist: sie ist unterirdisch! Neles Vorstellung von ihrer traditionellen Weihnachtsfeier wird durch Nicks Ankündigung, seine Eltern zum Sauerbraten bei sich einzuladen, torpediert. Nicks Mutter Gabriele ist ein Schwiegermonster de luxe: Sie schiebt Nele alle Schuld in die Schuhe bei der Beziehungskrise, denn an ihrem Liebling könne es ja nicht liegen – sie habe Nick zu einem prächtigen Menschen erzogen. Danke, alles klar!
Nele begegnet dem Genderwahn: Nikolaus ist passé, neu sollte es Nikolausin oder Nikomensch heissen. Auch der Schneemann, adieu! Stattdessen Schneemensch. Nicht nur das Gendern macht den Alltag schwierig, auch rund ums Essen tummeln sich Fettnäpfchen, denn die Schnitzeljagd sollte aus Rücksicht auf vegan lebende Menschen in Tofujagd umbenannt werden. Hach, das hat mich amüsiert, zugleich habe ich aber auch die Augen verdreht, denn wenn man heute den Mund aufmacht und etwas sagt, ist es sicherlich schon falsch. Schwierig…
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und hat mir gut gefallen – 3 Sterne.
Rezensionen von Anilam:
In der Komfortzone wächst nichts. Die schönsten Gärten blühen außerhalb. von Gitta Jacob
Ein Buch, das motiviert, berührt und sanft zum Nachdenken bringt
Nach dem Lesen von In der Komfortzone wächst nichts Die schönsten Gärten blühen außerhalb von Gitta Jacob fühlt es sich an, als hätte ich mit einer guten Freundin ein schönes, ehrliches Gespräch geführt. All die motivierenden und verständnisvollen Sätze in diesem Buch bringen einen ins Nachdenken und ins positive Reflektieren.
Mir hat besonders gefallen, wie einfühlsam und klar Gitta Jacob schreibt. Man merkt, dass sie genau weiß, wie sich Zweifel, Unsicherheiten oder festgefahrene Gedanken anfühlen und trotzdem vermittelt sie auf jeder Seite Mut und Leichtigkeit. Es geht nicht darum, sich komplett neu zu erfinden, sondern darum, kleine Schritte zu gehen, die etwas verändern und bewirken.
Jeder der 52 Sätze ist wie ein kleiner Impuls fürs Leben – ehrlich und wohltuend. Ich finde, man kann das Buch wunderbar immer wieder zur Hand nehmen, wenn man einen Denkanstoß sucht oder einfach ein bisschen Motivation braucht. Mein Buch wird ab sofort ganz oben im Bücherschrank stehen, damit ich es immer mal wieder nehmen kann.
Auch die Gestaltung ist sehr gelungen: übersichtlich, ruhig und schön anzusehen – perfekt, um beim Lesen zur Ruhe zu kommen.
Für mich ist In der Komfortzone wächst nichts ein Buch voller Wärme, Achtsamkeit und Ermutigung. Kein trockener Ratgeber, sondern ein echtes Herzensbuch, das daran erinnert, dass Wachstum oft genau dort beginnt, wo wir uns trauen, Neues zu wagen.
Rezensionen von buchina:
Der große magische Haus-Test. Das inoffizielle Harry Potter Testbuch von Marisa Hart; Lillian Hart; Juliana Dörstel
Ein schönes Spaßbuch für Potterfans
Der Topp Verlag hat ein schönes Buch für Harry Potterfans herausgebracht: „Der große magische Haus-Test“. Dieses Buch im Hardcover beinhaltet viele sogenannte Psychotests, die entscheiden, welches Hogwartshaus zu dir passt, welcher Zauberstab, Flugbesen oder Patronus du hast und vieles andere.
Die Fragen sind einfach und nicht wirklich mit großem psychologischem Hintergrund. Ähnlich wie in Zeitschriften. Aber es macht dennoch Spaß, die Tests auszufüllen, gerade wenn man es vielleicht zusammen mit Freunden macht. Die Illustrationen sind sehr gut gelungen. Jede Seite ist individuell, dadurch gibt es viel zu entdecken. Am Ende kann man die die Ergebnisse der Test in einem Steckbrief ausfüllen, was mir besonders gut gefallen hat.
Sehr persönlich wird das Buch auch dadurch, dass die Autorinnen am Ende ihren eigenen Steckbrief abgedruckt haben. Diese persönliche Note mag ich sehr und es zeigt, dass Buch haben wirklich Potterfans gestaltet.
Insgesamt ein schönes Buch für Potterfans, die keine tiefgründigen Psychotests erwarten, sondern einfach Spaß an einfachen Fragen und lustigen Antworten haben. Ich würde das Buch eher für ein jüngeres Publikum empfehlen, obwohl es mir auch Freude gemacht. Das Format ist handlich, ein wenig größer als A5 und durch den Hardcover Einband wirkt es wertig und ist ein schönes Geschenk.
Rezensionen von Mona :
Wolfgang Graf Berghe von Trips von Schmale Manfred
Eine eindrucksvolle und würdige Hommage an eine Legende
Ein außergewöhnlich einfühlsames Buch, das neben den Erfolgen – als erster deutscher Weltklasse-Rennfahrer der Nachkriegszeit – auch den Menschen Wolfgang Graf Berghe von Trips in würdevoller Weise in den Mittelpunkt stellt. Sorgfältig recherchiert, bewegend erzählt und bereichert durch beeindruckende Originaldokumente.
Ein Werk, das in seiner Fülle und Authentizität einzigartig ist – absolut empfehlenswert!
Rezensionen von Katzenmicha:
Düsteres Tal von Ruth Lillegraven
Super spannend und fesselnd
Clara Lofthus lebt mit ihren Zwillingssöhnen Andreas und Nikolai und ihrem Lebensgefährten Alex in Nairobi, wo sie ein Hilfsprojekt leitet.Dort baut sie für UNICEF eine Schule auf,während eines Terroranschlags stirbt der norwegische Entwicklungshilfeminister .Clara rettet die meisten Kinder,Clara kehrt darauf als Heldin nach Oslo zurück.
Die Ministerpräsidentin bietet ihr den Posten als Justizministerin an, den sie schon einmal bekleidete.Sie nimmt den Posten an,es taucht plötzlich eine Leiche auf.Die hat Auswirkungen auf Claras Leben, den der Podcaster Erik Heier kommt Claras dunkler Vergangenheit immer näher……
Die Autorin Ruth Lillegraven hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Die Charaktere und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben,man meint dabei zu sein.Für mich war es das erste Buch der Reihe,was aber nichts machte ich bin gut in die Geschichte gekommen.Das Cover zeigt ein alleinstehendes Haus in einem Tal mit einem düsteren Himmel -es passte super zu dem Thriller.Und war sehr spannend erzählt -5 Sterne.
Rezensionen von Harakiri:
Elbnächte. Schatten über St. Pauli von Henrike Engel
Gelungene Fortsetzung
Die Fortsetzung von Elbnächte – Die Lichter über St. Pauli
Man sollte den 1. Band gelesen haben bevor man den 2. zur Hand nimmt, denn sonst fehlt einiges an Verständnis. Auch wenn die Autorin zu Beginn einige Geschehnisse aus Band 1 noch einmal Revue passieren lässt.
Das Buch startet direkt im Anschluss an seinen Vorgänger mit der Gerichtsverhandlung gegen Louises Exmann.
Und dann ist da ja auch noch der Bruder von Paul – der diesen in Gewissensnöte bringt.
Viel Spannung vor historischem Hintergrund also. Der Genre-Mix aus Histo und Krimi ist wirklich gut gelungen. Zudem gefällt mir, dass die Autorin zwei starke Frauen in den Vordergrund stellt, die sich nicht unterkriegen lassen. Da muss sogar manch ein Mann hintanstehen.
Was sich im ersten Band schon angedeutet hat, wird in diesem vertieft: Ella und Louise finden ihr neues Glück. Vorher müssen aber einige Hindernisse und Gefahren überwunden werden.
Fazit: der neue Roman von Henrike Engel besticht durch den historischen Hintergrund, die Spannungselemente und zwei starken Frauen.
Rezensionen von Nele33:
Sieben Gräber für den Winter von Christoffer Petersen
guter Auftaktband
" Sieben Gräber für den Winter" des Autors Christoffer Petersen ist der Auftaktband um Constable David Maratse und spielt im grönländischen Inussuk .
David Maratse wird nach einem Folterangriff mit einem Elektroschocker auf ihn in den Vorruhestand geschickt und zieht sich nach Inussuk zurück.
Dort will er fischen und die Einsamkeit genießen. Bei seiner Ankunft wird er von einem übermütigen Huskywelpen begrüßt, der ihn an seinem Traum von einem Hundegespann näher kommt.
Gleichzeitig verschwindet Tinka, die Tochter der Ministerpräsidentin Nivi Winther, die sich gerade im Wahlkampf gegen den in der Wählergunst vorne liegenden Malik Uutaaq .
Als eine Frauenleiche gefunden wird, nimmt die Geschichte bizarre und erschreckende Formen an, die Kreise bis in die höchsten Etagen der Politik ziehen.
David möchte die Ermittlungen unterstützen, doch der ermittelnde Beamte hält nicht viel von ihm und wirft ihm Steine in den Weg.
Mir hat der Auftaktband sehr gut gefallen, besonders die interessant gestalteten Charaktere, die vielseitig agieren und ein hohes Entwicklungspotential haben, machen mich neugierig auf die Folgebände.
Rezensionen von Ameland:
Nordseerätsel von Heike Denzau
Tödliches Spiel
Hermann Suhrkamp bekommt seltsame Postkarten zugeschickt, die vom Tenor her immer gefährlicher klingen. Freersen wird von der Nichte für die Aufklärung engagiert. Aber Suhrkamp spannt den Detektiv für sein Ratespiel à la Agatha Christie mit einem ausgelobten Gewinn von 100.00 Euro ein. Angeblich hat ein Familienmitglied es nämlich auf seinen vorzeitigen Tod abgesehen und Freersen soll ein Auge auf alle haben und dem Alten Bericht erstatten.
Was als lustiges Rätselraten beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel mit überraschenden Wendungen.
Diese Reihe mit dem Inseldetektiv Raphael Freersen von Heike Denzau kannte ich bisher noch nicht und war daher gespannt, ob Raphael Freersen Lyn Harms aus der anderen Reihe das Wasser reichen kann. Er ist ein ganz anderer Typ und bedient einige Klischees: er raucht, trinkt, immer knapp bei Kasse und Frauen sind für ihn ein reiner Zeitvertreib. Nicht gerade ein sympathischer Zeitgenosse. Aber gerade diese Eigenheiten machen ihn für mich greifbar und ich habe eine konkrete Vorstellung von diesem Mann. Aber auch die anderen Protagonisten sind lebendig und damit realistisch beschrieben.
Unangenehm überrascht hat mich der Prolog, in dem es um Verschickungskinder aus den 60-er Jahren geht. Über dieses düstere Kapitel in der deutschen Vergangenheit habe ich schon einiges gelesen und jedes Mal blieb ich betroffen und mit Tränen in den Augen zurück. Diese Taten dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden und daher finde ich es gut, dass es auch in diesem Krimi zur Sprache kommt.
Der Schreibstil ist locker und mit einer guten Prise Humor gewürzt. Spannung ist von Beginn an gegeben und hält auch bis zum Ende an. Bei der Lösung der gestellten Rätsel konnte ich leider nicht viel beitragen, da man Insiderwissen benötigte bzw. eine Recherche vor Ort notwendig war. Als absoluter Nordseefan hat mir natürlich die Meereskulisse besonders gefallen.
Ein gut gemachter Krimi mit einem verrückten Plan, der mich gut unterhalten hat, aber ein wirklicher Fan vom Inseldetektiv bin ich noch nicht.
Rezensionen von robertp:
Adama von Lavie Tidhar
„Die Patinnen“ aus Isael
Das Titelbild wird erst auf dem zweiten Blick erkennbar. Es zeigt prominent eine Getreideähre, gehalten von einer, rot, behandschuhten Hand. Schaut man genauer, bemerkt man, dass die Ähre aus einem Maschinengewehr entspringt. Ein Synonym für Palästina, das seine wirtschaftlichen Erfolge nur durch ständige Militärpräsenz und Landwirtschaft erzielt? Jedenfalls ein aktuelles Buch, angesichts des Krieges in Israel.
Es ist eine Familensaga aus der Sicht der weiblichen Familienmitglieder über die Jahrzehnte hinweg er zählt. Die Geschichte ist getränkt in Blut und Tod, der seit Anbeginn des Staates Israel das Leben ihrer BewohnerInnen prägt.
Als Staat im Staat steht hier der Kibbuz Trashim, eine Siedlung mit gemeinschaftlichem Eigentum und basisdemokratischer Verwaltung, dessen Entwicklung sich im Roman entdecken lässt. Wozu brauchen Menschen Geld fragen die Kinder sich hier. Sie werden den Müttern nach der Geburt entzogen, wachsen in einer eigenen Sozietät – überwacht von der Metapelet (Kindergärtnerin) – auf und sind aller Sorgen enthoben. Eltern – meist die Mütter – kennen sie nur von flüchtigen Besuchen, sie spielen keine Rolle. Dementsprechend schwierig ist es die Gemeinschaft zu verlassen, Beziehungen zu „Fremden“ aufzubauen, weil sich alles innerhalb des kleinen Kosmos Kibbuz abspielt. Im Roman schaffen das nur einige Männer (und kommen dabei auf die „schiefe Bahn“). Innerhalb des Kibbuz kennen alle jedes Geheimnis der anderen, auch wenn es noch so tief vergraben wird (Tote, Folterkammern, Waffenverstecke u.a.m.).
Der Roman beschreibt anhand einer Familie (kann man diese losen Verbindungen überhaupt Familie nennen?) die Entstehung Israels aus der Perspektive der Kibbuzim. Diese Geschichte ist gewalttätig, Liebe und Verrat spielen Hauptrollen in der Beziehung zwischen den Menschen.
Die Frauen im Kibbuz bestimmen den Fortschritt der Kommune, sie sind die „Gründerinnen“ und gehen dabei auch über Leichen. Das Lesen des Buches erforderte von mir enorme Anstrengung. Die handelnden Personen werden erst nach und nach in ihren Positionen zueinander erkennbar. Die Lebensgeschichten werden ineinander verschachtelt abgehandelt und als LeserIn muss man auf jedes Detail achten, es kann wichtig in einem anderen Buchabschnitt sein. Die Gewalt, die die agierenden Personen ausüben scheint ihnen immanent, sie kennen kaum ein Gewissen.
Anmerkung: Eine Art Stammbaum der Familie um Hanna, Esther und Ruth wäre hilfreich. Ich habe ihn mir beim Lesen angefertigt, um den Überblick zu bewahren.
Für alle die das heutige Israel besser kennenlernen wollen. Wir erfahren die Leiden und Freuden einer Generation von Siedlern, die ein neues Leben in gemeinschaftlicher Verantwortung führen wollen und erkennen beim Lesen, dass Probleme sich bis in die Neuzeit nicht lösen lassen. Überaus spannend zu lesen, aber man muss verdammt aufpassen um nichts zu versäumen.











