Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Allesleser:
Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln von Henrik Siebold
Freundschaft braucht nicht viele Worte
Aufregende Detektivromane stehen gerade ganz oben auf der Lese-Wunschliste unserer Kinder.
Dafür geht es dieses Mal etwas weiter weg. Gemeinsam mit Ben und seinen Eltern reisen wir nach Japan!
Die große Schrift, wenig Text und die vielen farbigen Bilder sind genau richtig für Leseanfänger. So stellen sich schnell Leseerfolge ein und diese Geschichte wird zum Erlebnis.
Neben der aufregenden Geschichte rund um den Schatz zeigt der Autor hier vor allem, dass Kinder sich auch ohne viele Worte verstehen. Die beiden Jungs schließen schnell Freundschaft und Ben lernt so ganz nebenbei einiges über Land, Leute und japanisches Essen.
Das Buch vermittelt Freundschaft, Mut und Zusammenhalt.
Passend zur Geschichte gibt es Illustrationen im Manga-Stil. Das macht es noch ein bisschen authentischer und hat den Kinder gut gefallen.
Rezensionen von Gavroche:
A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1 von Sophie Jordan
Prügelmädchen
Tamsyn wächst gemeinsam mit den drei Prinzessinnen von Penterra auf und ist in vielen Dingen mit ihnen gleich gestellt, allerdings nicht in allen entscheidenden Aspekten. Denn wenn eine Prinzessin etwas Falsches getan hat oder sich ungebührlich verhalten hat, dann muss Tamsyn an ihrer Stelle die Prügel einstecken und die Prinzessin muss bei der Bestrafung zuschauen.
Eigentlich hat sich Tamsyn dennoch recht gut mit diesem Leben arrangiert, denn sie kennt ihre leibliche Familie nicht, wurde als Baby im Palasthof abgelegt.
Doch dann muss sie den Fell, den Krieger der Grenzlande, heiraten, da der König keine seiner Töchter hergeben möchte. Fell wird getäuscht und ist zwar wütend, allerdings spüren die beiden dennoch eine Anziehung zueinander, die über das normale Maß hinausgeht. Tamsyn begleitet Fell in seine Heimat, der mit einer Prinzessin als Pfand Pläne hatte, die sich so jetzt allerdings nicht umsetzen lassen.
Ihr bester Freund am Hof schafft es nicht, Tamsyn zum Bleiben zu überreden.
Die Geschichte lässt sich Zeit und ja, es ist eine Geschichte mit Drachen, die allerdings schon lange nicht mehr gesichtet wurden, genau wie die Hexen. Doch die Magie ist nicht verschwunden.
Erzählt wird die Geschichte vorrangig aus der Sicht von Tamsyn, aber auch einige Kapitel aus der Sicht von Fell und aus der Sicht ihres Freundes. Gut gefallen haben mir jedoch die Sprecher und ich mag es, wenn es pro Perspektive immer einen anderen Sprecher bzw. eine Sprecherin gibt.
Die Sexszenen waren nicht so mein Ding und manches konnte ich nicht unbedingt nachvollziehen. Insgesamt recht gut, aber nicht überragend. Dennoch bin ich neugierig, wie es weitergehen wird.
Rezensionen von LeserinLu :
Zwei Papas für Tango von Edith Schreiber-Wicke
Liebe für alle
*Zwei Papas für Tango* erzählt die wahre Geschichte der beiden Pinguine Roy und Silo aus dem Zoo im Central Park, die gemeinsam ein Ei ausbrüten und ein Junges großziehen. Das Bilderbuch möchte Kindern zeigen, dass Familie viele Formen haben kann und Regenbogenfamilien ganz normal sind.
Die Geschichte ist kindgerecht erzählt und wird mit passenden Bildern begleitet, die beim Vorlesen zusätzliche Gesprächsanlässe schaffen.
Für Kinder bietet das Buch einen guten Einstieg, um über Familie, Fürsorge und Verantwortung zu sprechen. Kritisch sehe ich allerdings die sprachliche Entscheidung, Roy und Silo ausschließlich als „befreundet“ zu beschreiben. Das greift für mich zu kurz. Die beiden sind kein Freundespaar, sondern ein Liebespaar, das gemeinsam ein Kind großziehen möchte. Gerade weil kleine Kinder sehr wohl verstehen können, dass zwei Männer oder zwei Frauen sich lieben, finde ich es schade, dass diese Chance verpasst wurde. Statt gleichgeschlechtliche Liebe klar zu benennen und zu normalisieren, wird sie hier durch den Begriff Freundschaft abgeschwächt. Ich kenne eine englischsprachige Version dieser Geschichte für Kinder, die das weitaus klarer benennt und die ich deshalb für gelungener halte. Abgesehen davon bleibt die Geschichte natürlich sehr berührend – schon allein, weil sie auf realen Ereignissen basiert und zeigt, wie vielfältig Familie sein kann.
Rezensionen von peedee:
Ein Job für Neill Archer von Karen Witemeyer
Ein grosser Seufzer…
The Archer Brothers, Band 3: Sommer 1893, Panhandle, Texas. Neill Archer, der jüngste der Archer-Brüder, will auf eigenen Füssen stehen. In Dry Gulch sucht er eine Arbeit, um mehr Geld für eigenes Ackerland auf die Seite legen zu können. Als ein Dachdecker benötigt wird, um das Heim einer Witwe zu reparieren, zögert er nicht und sucht die angegebene Adresse auf.
Der Empfang ist schwierig, denn die Witwe ist sehr misstrauisch, hochschwanger und scheint in grosser Gefahr zu sein…
Erster Eindruck: Ein schön gestaltetes Cover der Edition „Kleine Auszeit“ – gefällt mir sehr gut.
Dies ist Band 3 einer Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Wie ich soeben festgestellt habe, lese ich in der umgekehrten Reihenfolge, denn ich habe zuerst Band 4 und nun Band 3 gelesen.
Schon nach den ersten paar Zeilen war ich ganz in der Szenerie von vor 130 Jahren drin. Ich konnte mir gut vorstellen, wie Neill Archer in die Kleinstadt reitet und dort um Arbeit fragt. Er erhält auch ein Arbeitsangebot, aber er weiss nicht von wem, denn ihm wurde während des Gottesdienstes nur ein Zettel zugesteckt mit Angaben, wann und wo er sich einzufinden habe, wenn er die Arbeit wolle. Als er beim Haus der Witwe ankommt, erwartet ihn nicht eine vermeintlich alte Frau, sondern ein sehr junge, attraktive und zugleich hochschwangere Frau: Clara Danvers. Er spürt gleich die Anziehung zu Clara – es ist ihm sein grösster Wunsch, ihr zu helfen, sie zu beschützen. So etwas hat er noch nie verspürt. Gott möge ihm helfen, Clara beizustehen.
Die Autorin schreibt über sich, dass sie historische Romane mit Happy-End-Garantie liebt. Dies ist hier sehr gut spürbar. Obwohl die „kleine Auszeit“ nur 142 Seiten lang dauerte, und alles in einem wunderbar glücklichen Ende gipfelte, wirkte die Kurzgeschichte nicht gehetzt. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten, bin ein Fan der Archer-Brüder und freue mich, noch die anderen zwei Bände zu lesen. Von mir gibt es 5 Sterne.
Rezensionen von Gavroche:
Loki - Her Twisted Heart von Franka Neubauer
Mythologie Mix
Die Kriegerin Harlow ist eine sogenannte Agrai, deren Aufgabe es ist, die Welt der Menschen zu beschützen. Doch Harlow kennt ihre Mutter nicht, da diese als Verräterin gilt, weil sie sich mit einem Gott eingelassen hat. Harlow hat es nicht einfach in der Gesellschaft der Kriegerinnen, aber zum Glück hat sie ihre Freundin Asra.
Die Agrai wurden einstmals von der Göttin Artemis geschaffen und sind nun die Letzten, die in der Welt der Menschen existieren und übernatürlicher Herkunft sind. Da sie von Artemis abstammen, ist es ihnen nicht erlaubt, sich zu verlieben.
Als die Agrai angegriffen werden, wird Asra verwundet. Die Freundin schickt sie nach Abyssos, um ihr zu helfen und so trifft Harlow dann auf Loki. Der Roman wird vorrangig aus der Sicht von Harlow erzählt, so dass wir auf dem Wissensstand wie sie sind. Aber einige Kapitel gibt es auch aus der Sicht von Loki, was eine gute Abwechslung war.
Eine interessante Verknüpfung unterschiedlicher Götterwelten, der griechischen und der nordischen Mythologie, die mir gut gefallen hat und die interessant ausgestaltet wurde.
Ein guter erster Teil, der manchmal ein wenig spannender hätte sein können, mir aber insgesamt doch gut gefallen hat und ich freue mich schon, wenn der Folgeband erscheinen wird.
Rezensionen von clematis:
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder
Lebensentwürfe
Marlen aus Güstrow und Hannah in Berlin sind die zwei Hauptfiguren, um die sich dieser Roman auf zwei Zeitebenen dreht. Während Marlen zum Kriegsende, im Mai 1945, in einem verlassenen Forsthaus Zuflucht sucht, grübelt Hannah im Jahre 2023, wie sie damit umgehen soll, dass ihre beste Freundin aufs Land zieht und ihr Vater nach 34 Jahren plötzlich in ihrem Leben auftaucht.
Zwei höchst unterschiedliche Geschichten, beide mit ihrem eigenen Reiz, welche verbunden sind durch ein verbindendes kleines Ölbild, erzählt Alena Schröder in diesem bunten Roman. Viel Leid, schwere Schicksalsschläge und die Gabe, sich fürs Richtige zu entscheiden, scheinen mir wesentliche Elemente zu sein, dazu die Beziehungen innerhalb einer Familie und die Bürde, welche einem mitunter von seinen Vorfahren mitgegeben wird. Der Erzählfluss ist angenehm, viel schwingt zwischen den Zeilen mit, sodass nicht alles ausgesprochen werden muss, da und dort leidet dadurch allerdings auch die besondere Nähe zu den Figuren, welche ich mir beim Lesen immer wünsche. Die namenlose Leinwand zieht sich wie ein roter Faden durchs Geschehen, bleibt aber in seinem Effekt am Ende hinter den Erwartungen zurück. Die Berührung zwischen den beiden Handlungssträngen bleibt zart wie ein Stückchen Seide, was ich sehr schade finde. Möglicherweise könnte ich das Geschehen besser einordnen, hätte ich die anderen beiden Bücher über Hannah, Silvia und Evelin gelesen, dies war mir leider zu Beginn nicht klar. Die Lebensentwürfe von Marlen und Hannah werden jedoch sehr anschaulich skizziert, was daraus wird … lest selbst!
Mein ganzes Leben wird stimmungsvoll erzählt und besticht durch die leicht melancholische Stimmung in beiden Zeitebenen.
Rezensionen von BarbaraM:
National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt von Maya Myers
Tierisch schön & lehrreich
Mir hat das Buch „Die tollsten Tierbabys aus aller Welt“ aus der Reihe National Geographic Kids supergut gefallen. Die vielen Fotos – teilweise auch großformatig – sind wunderschön und laden richtig zum Staunen ein.
Die Texte sind nicht überladen, enthalten aber dennoch viele interessante Informationen.
Besonders schön finde ich, dass die kleinen Leser immer wieder direkt angesprochen werden, zum Beispiel beim Fennek mit der Frage: „Was hörst du, wenn du nach draußen gehst?“ oder beim gelbbraunen Kofferfisch: „Kennst du andere Dinge, die kastenförmig sind?“ Dadurch wird das Buch sehr lebendig und regt zum Mitdenken an.
Besonders gut haben mir und meinen Kindern die Belugamutter und ihr dunkelgraues Kalb gefallen. Die Frage, welche unterschiedlichen Geräusche meine Kinder machen können, hat für unglaublich viel Spaß gesorgt – es wurde gezeigt, ausprobiert und ganz viel gelacht.
Auch die kleine Säule mit dem Faktenwissen zu jedem Tier gefällt mir richtig gut: kompakt, übersichtlich und dennoch sehr informativ.
Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass das Buch aufgrund seiner Größe und seines Gewichts für jüngere Kinder nicht gut zum eigenständigen Entdecken geeignet ist. Zum gemeinsamen Betrachten oder Vorlesen eignet es sich jedoch hervorragend.
Insgesamt ist es ein tolles Sachbuch, das Wissen vermittelt und dabei viel Freude macht.
Rezensionen von Allesleser:
Einfach Sunny von Maren Graf
Sunny Sonnenschein
Sunny.
Schon das Buchcover verbreitet gute Laune und der Name kommt hier voll zur Geltung! Frisch, fröhlich, farbenfroh! Da bekommt man sofort Lust zu lesen.
Es handelt sich hier um eine tolle Detektivgeschichte für Jungs und Mädchen, die etwas anders ist.
Sunny ist ein fröhliches, selbstbewusstes Mädchen, dass sich zu "professionellen Sachen-Sucherin" ernannt hat.
Wenn Hilfe benötigt wird, dann ist sie zur Stelle!
Eine kindgerechte Geschichte, die ihre Buchfiguren gut in Szene setzt und sie authentisch agieren lässt. Mitten aus dem Leben gegriffen, findet sich hier bestimmt der ein oder andere wieder.
Alltägliche Themen, die Kinder beschäftigen wurden in diese lustige und aufregende Geschichte eingewoben. Sie bieten damit auch die Möglichkeit sich damit auseinanderzusetzen und darüber zu reden.
Uns hat das Buch sehr gut gefallen!
Rezensionen von peedee:
Träume sind wie Segel, Erinnerungen wie Ruder von Tomas Sjödin
Gut. Punkt.
Ruhe und Achtsamkeit, Band 6: Beim Navigieren durchs Leben benötigt man Segel und Ruder. Segel und Ruder stehen hier für Träume und Erinnerungen. Tomas Sjödin, schwedischer Pastor und Schriftsteller, erzählt in 40 Kolumnen, dass Erinnerungen nicht melancholisch oder Träume realitätsfern sein müssen.
Er lädt dazu ein, aus diesen Dingen Kraft zu ziehen.
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir, es ist jedoch überraschend, dass es von der Gestaltung so von den Vorgängerbänden abweicht. Buchtitel und -untertitel finde ich sehr gut.
Für mich war es das vierte Buch aus der Reihe „Ruhe und Achtsamkeit“. Die vorliegenden Texte sind zwischen Herbst 2019 und Frühjahr 2024 als Kolumnen in einer Göteborger Zeitung erschienen. Es überrascht daher nicht, dass u.a. die Corona-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine mehrfach thematisiert wurden. Der Autor schreibt aber auch über Alltägliches oder Banales, wie z.B. das Wetter, Anglerglück oder Meinungsverschiedenheiten.
„Träume sind etwas, wonach man sich ausstreckt, und Erinnerungen kümmern sich um das Leben, das hinter einem liegt.“
Tomas Sjödin erwähnt, dass er Probleme mit Geduld habe: „Geduld zu haben ist für mich genauso schwer wie langsam zu gehen oder mich zu erinnern, wo ich die Kassenzettel aufbewahre.“ Das hat mich amüsiert, denn mir geht es vielfach genauso. Wie schnell kann man sich im Alltag über andere – aber auch über sich selbst – aufregen? Aber ist die Aufregung wirklich die Energie wert? Ich denke, nicht. Mich immer wieder in Geduld zu üben, ist ein Dauerprojekt. Aber auch, mir immer wieder zu verzeihen, wenn die Ungeduld sich durchgesetzt hat.
Sehr interessant fand ich, dass Sjödin sich als Grübler bezeichnet und „dem nichtexistierenden Klub der Grübler“ angehört. In der sogenannten Wolfsstunde werden seine Probleme riesengross und das Gedankenkarussell dreht und dreht. Tja, DAS kenne ich nur zu gut. Irgendwie beruhigend, dass es anderen zuweilen genauso geht.
Ich habe viel länger für dieses Buch gebraucht als gewöhnlich. Bei der Inhaltsbeschreibung steht „Ein warmherziges Buch für alle, die nach Sinn, Orientierung und der spürbaren Nähe Gottes suchen.“ Gerade Letzteres habe ich bei diesem Buch leider nicht verspürt. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gefallen – 3 Sterne.
Rezensionen von rewareni:
Das Grauen der Abyss-Arkaden von Marshall Flynn
Kämpfen, bis zum bitteren Ende
Eigentlich sollte es für Bob und seine Frau Laura ein besonderer Tag werden, als sie zur Eröffnung des gigantischen unterirdischen Einkaufszentrums der Abyss Arkaden, gehen wollten. Denn plötzlich lassen Explosionen dieses einstürzen und begraben darunter viele Menschen.
Bob schafft es sich schwer verletzt zu befreien und setzt alles daran seine geliebte Frau zu retten.
Doch niemand scheint ein ernsthaftes Interesse daran zu haben, eine Rettungsaktion zu starten. So beginnt für ihn ein aussichtsloser Kampf gegen die Justiz und auch gegen den skrupellosen Investor Ambrose Virell. Doch Aufgeben ist für Bob keine Option. Gegen alle Widerstände schafft er es nach 3 Jahren einen Zugang und somit einen Abstieg in die Arkaden zu finden. Doch was ihn da erwartet, hätte er nie im Leben gedacht und schneller als ihm lieb ist, beginnt ein gnadenloser Kampf um Leben und Tod.
,, Das Grauen der Abyss Arkaden“ ist ein düsteres Mysterydrama, wo es der Autor Marshall Flynn schafft mehr als einmal dem Leser ein Gänsehaut Gefühl zu verschaffen.
Seine Beschreibungen von blutigen, brutalen und gruseligen Szenen sind oftmals so bildhaft, dass sich dabei selbst der Altmeister des Horrors , Stephen King, vor lauter Gruseln unter der Bettdecke verstecken würde. Der Autor erzeugt tolle Bilder im Kopf mit detaillierten Beschreibungen von Szenen, die zeigen, dass er ein guter Beobachter ist.
Man darf sich beim Prolog nicht wundern, dass man in einer historischen Vergangenheit mit einem unheimlichen Protagonisten gelandet ist, denn sein Auftreten wird noch eine wichtige Rolle spielen.
Bob ist kein typischer Held und gerade das macht ihn mit all seinen Schwächen mehr als sympathisch. Er hat Gegner, die ihn jederzeit vernichten oder töten könnten. Da hat es ihm der Autor wahrlich nicht leicht gemacht.
Die Geschichte bietet alles, was man sich wünschen kann. Sie ist emotional und berührend wie sich Bob für andere einsetzt, egal, wie schlecht es ihm dabei geht oder wie gefährlich es ist.
Sie ist spannend und unheimlich und man fiebert ständig mit, was als nächstes passiert, wo einem der Autor immer wieder überrascht.
Wer Horror mag, wo es brutale, blutige und erschütternde Szenen gibt, kommt hier voll auf seine Kosten.
Dass es in so einem Roman aber auch humorvolle und zumeist zynisch angehauchte Momente gibt, würde man nicht glauben, aber sie passen perfekt dazu.
Aber auch Gesellschaftskritik ist darin zu finden, wenn einzelne Personen oder höhere Institutionen für Macht und Reichtum vieles unter den Tisch kehren und die eine Hand die andere wäscht, wenn es etwas zu verdienen gibt.
Schön ist, dass auch immer wieder Protagonisten aus vorherigen Romanen einen kurzen Auftritt haben und es so für den Leser noch ein extra Highlight ist.
Ein spannender Roman von Beginn bis zum Ende, wo einem der Autor gefangen hält und man hofft, dass man heil heraus kommt, denn in diesem Alptraum möchte man nicht landen.
Ein fieser Cliffhanger am Ende macht schon mehr als neugierig auf ein Wiedersehen in der gruseligen Stadt Everly Falls.











