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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Reiseweise:

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Alle weg von Stefan Maiwald

Geruhsamer Winter

Wenn die Sommerhitze abklingt, die letzten Tourist:innen der Nebensaison den Strand verlassen haben und wieder die Ruhe einkehrt, dann beginnt in der kleinen Lagunenstadt Grado zwischen Venedig und Triest der Winter. Der ist nämlich für den Autoren, der seit 20 Jahren dort lebt, nicht durch die Jahreszeiten definiert, sondern durch das Gefühl der Einkehr und den Wechsel der Gesprächsthemen in seiner Lieblingsbar.

Diese Gesprächsthemen und die einsetzende Beschaulichkeit beschreibt er sehr atmosphärisch und beim Lesen stellt sich direkt ein Gefühl der Gemütlichkeit ein. Man lernt einige unterhaltsame Charaktere aus dem Örtchen kennen (manche haben auch schon in den anderen Büchern des Autoren eine Rolle gespielt) mit all ihren Eigenheiten, lernt etwas über das Leben abseits des Tourismus in Grado und über italienische Feiertage. Zudem ist das Cover wirklich sehr schön gestaltet - ein Buch für gemütliche Herbst- und Winterstunden.

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Alle weg

Rezensionen von CanYouSeeMe:

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These Ancient Flames 1: Awake These Ancient Flames von Melanie Lane

Fantastisch

"These Ancient Flames: Awake" von Melanie Lane ist in der Hörbuchfassung von Sarah Dorsel und Leonard Hohm gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen.

Die Stimme der Sprecherin und des Sprechers kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit waren diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Schön finde ich auch, dass die Stimmvariation, wenn andere Charaktere sprechen, die Unterscheidung deutlich vereifacht.
"These Ancient Flames: Awake" ist der Auftakt einer Romantasy-Dilogie, in denen Drachen als magische Wesen im Fokus stehene. Als bekennender Drachen-Fan war ich sofort Feuer und Flamme und bin in diesem Buch wirklich positiv überrascht worden. Das World-Building ist sehr detaillreich, ich konnte mir die Welt, ihre Strukturen und die Magie sehr gut vorstellen. Die Idee der magischen Kraftlinien gefällt mir sehr gut.
Sprache und Schreibstil der Autorin tragen gut durchs Buch und lassen sich sehr leicht lesen. Die Handlung ist gut aufgebaut und der Spannungsbogen zieht sich durch das gesamte Buch. Wendungen und Geschehnisse konnte ich nicht zu sehr voraussehen, somit wollte ich immer wissen, wie es weiter geht und war an keiner Stelle gelangweilt. Auch die 'Charakterdarstellungen haben mir gut gefallen, alle Charakter waren vielschichtig, erwachsen und vor allem: Sie konnten miteinander kommunizieren und somit Missverständnisse aufklären. Diese Kompetenz gibt es nicht so häufig, da war ich hin und weg! Zudem gefällt mir, dass die Charaktere komplex und facettenreich sind. Die Emotionen, die zwischen Mei und Raven entstehen war gut und mitreißend dargestellt.
Insgesamt ein Buch, das mich in allen Apsketen begiestert hat und mich sehnsüchtig auf den zweiten Band warten lässt!

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These Ancient Flames 1: Awake These Ancient Flames

Rezensionen von Petra Gruber:

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Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels von Vea Kaiser

Das Leben der Angelika Moser

Endlich ist er da. Der neue Roman von Vea Kaiser, lange mussten wir darauf warten. Recherche, ein zweites Kind, Schreiben neben Kleinkind und Baby. Aber jetzt ist es so weit.
Vea Kaiser ist einfach eine wunderbare Erzählerin. Ihr Stil ist flüssig, humorvoll, unterhaltsam und hat dennoch Tiefgang. Ich habe das Buch in nur wenigen Tagen ausgelesen.

Die Geschichte:
Angelika Moser ist im Gemeindebau aufgewachsen. Ihre Mutter Hausbesorgerin, streng, nicht sehr liebevoll, aber immer bedacht, dass es ihrer Tochter gut geht. Den Vater würde sie nicht kennen, behauptet sie. Und da sind noch die anderen Bewohner des Vera-Veza-Hofs, die für Angelika da sind.
Anfang der 80er ist Angelika ein Partygirl, am liebsten ist sie mit ihrer Freundin Ingi im U4. Ihren Job als Buchhalterin im Traditionshotel Frohner erledigt sie aber engagiert und genau. Zahlen, Ordnung, auch das ist ihre Welt.
Von Anfang an wissen wir, dass sie über die Jahre große Summen aus dem Hotel abgezweigt hat. Ihre Erklärung: „Sie wollte das Beste für ihren Buben Basti.“
Und so warten wir, wie der Betrug beginnt. Wie das alles gelaufen ist.
Mit den Männern hat sie nicht so viel Glück, wechselnde Beziehungen, ein Sohn, Alleinerziehend.
Und so wird ihr Leben bis in die aktuelle Zeit erzählt. Und das ihres Umfelds, das der Mutter, die an „Vergesslichkeit“ erkrankt, ihres Sohnes, des Direktors des Hotels, seines Sohnes.
Sehr gelungen sind die eingeschobenen Besuche der Autorin in der Haftanstalt, in der Angelika landet, nachdem ihr Betrug aufgeflogen war.
Man mag diese Protagonistin. Sie ist eine Kämpferin, eine gute Seele. Den Betrug sieht man ihr irgendwie nach.
Und nebenbei fließen auch ganz viele gesellschaftskritische Themen ein: berufstätige Mütter, Privileg durch Reichtum, Umgang mit alten Menschen, Klassenunterschiede, Benachteiligung im Bildungswesen …
Ich mochte den Roman wieder sehr. Gute Unterhaltung mit Tiefe, Wiener Schmäh und vielen Details.
Von mir gibt es eine klare Empfehlung!

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Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels

Rezensionen von Shilo:

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Als der Golem die Augen schloss von Boris Sandler

Bewegend, präzise und erschreckend aktuell

Die Geschichte setzt ganz ruhig ein und schildert ausführlich das Leben im Schtetl: den Umgang der Nachbarn, die kleinen Freuden, die tägliche Arbeit und die vertrauten Rituale von Festen und Märkten. Alles wirkt lebendig und nah. Man spürt die Sorgen und Hoffnungen der Menschen, aber auch, wie fragil dieses Gefüge ist und wie leicht es ins Wanken geraten kann.

Schon früh legt sich ein düsterer Schatten über die Geschichte: Der Mord an dem Knaben Michail Ribatschenko in Dubossary steht sinnbildlich für die wachsende Gefahr. Schritt für Schritt zeigt sich, wie Verdächtigungen und Gerüchte Kreise ziehen, Misstrauen wächst und alte Vorurteile eine zerstörerische Dynamik annehmen. Die zunehmende Verunsicherung und die drohende Eskalation sind klar und nachvollziehbar dargestellt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie sensibel und zugleich ungeschönt der Autor diesen Wandel beschreibt. Die Brutalität des Pogroms wird greifbar, ohne reißerisch zu wirken. Gleichzeitig macht Boris Sandler das vielschichtige Leben im Schtetl sichtbar: die Feste, die religiösen Bräuche, die familiären Bindungen – und rückt die Menschen in ihrer ganzen Menschlichkeit ins Licht. Dieses Nebeneinander von Alltagsnähe und drohender Katastrophe erzeugt eine intensive Spannung.
Mich hat das Buch sehr bewegt, weil es nicht nur die Grausamkeit zeigt, sondern auch den Zusammenhalt, die Kultur und die Widerstandskraft der Menschen würdigt. Ihre Angst, ihre Unsicherheit und ihre Hoffnung konnte ich beim Lesen mitfühlen.
Das Buch macht deutlich, dass Geschichte nie abstrakt ist. Sie besteht aus Menschen, die lieben, leiden, hoffen und kämpfen. Für mich war die Lektüre ein stiller, eindringlicher Moment, der nachhallt. Ein starkes, wichtiges Werk, das ich uneingeschränkt mit fünf Sternen empfehle.

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Als der Golem die Augen schloss

Rezensionen von LeserinLu :

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Das Geschenk von Gaea Schoeters

Überraschend

Ein Elefant in Berlin wäre schon ungewöhnlich genug – Gaea Schoeters lässt gleich 20 000 von ihnen durch die Hauptstadt marschieren. Mit dieser Ausgangsidee erzählt sie eine bissige und zugleich sehr unterhaltsame Satire über globale Abhängigkeiten, Verantwortung und Machtgefälle. Das „Geschenk“, das aus Botswana als Reaktion auf ein neues Einfuhrverbot von Elfenbein geschickt wird, konfrontiert die deutsche Regierung direkt mit den Folgen ihrer Entscheidungen: Wer anderen vorschreibt, wie sie zu leben haben, muss sich vielleicht selbst einmal diesen Bedingungen stellen.

Mir hat das schmale Büchlein ausgezeichnet gefallen. Ich habe beim Lesen nicht nur viel über Elefanten, ihre Lebensräume und die komplexen sozialen wie ökologischen Fragen rund um Reservate gelernt, sondern war auch überrascht, wie scharf und pointiert Schoeters den Berliner Politikbetrieb kommentiert. Sie zeigt, wie sehr Politainment, Inszenierung und Populismus heute den Diskurs prägen – und das auf leicht zu lesende, amüsante Weise.„Das Geschenk“ ist damit eine kluge, witzige und aktuell relevante Lektüre, die ich gerne weiterempfehle!

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Das Geschenk

Rezensionen von buch4ever:

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Aufsteiger von Peter Huth

Alles für die Karriere opfern

Darum gehts:
Felix Licht ist ein erfahrener und hochrangiger Journalist des wohl wichtigsten Magazins des Landes, welches für seine Pressefreiheit und Gesellschaftskritik sehr bekannt ist.
Felix hat alles für seine Karriere geopfert und sieht sich als Nachfolger des amtierenden Chefredakteurs, der nun zu alt und nicht mehr zeitgemäß ist.

Aber es kommt, wie es kommen muss - der begehrte Posten des Chefredakteurs wird nicht durch Felix besetzt, sondern ausgerechnet eine junge, woke Frau schnappt ihm diesen Job vor der Nase weg, Zoe Rauch heißt sie. Für Felix bricht eine Welt zusammen und dies hat weitreichende Folgen. Denn von diesem Moment an beginnt nicht nur für Felix, sondern auch in seinem Umfeld einiges schiefzulaufen ...

Meine Meinung
Der Autor, Peter Huth, beleuchtet in seinem Roman nicht nur die persönliche Krise des Protagonisten Felix, sondern auch die Folgen dieser Entscheidung für Felix' Umfeld.
Der Schreibstil des Autors ist prägnant und auf den Punkt gebracht, was die Tiefgründigkeit des Romans unterstreicht. Er ist in drei Teile gegliedert. Und obwohl das Buch stellenweise, insbesondere im ersten Teil, etwas zäh wirken kann, entwickelt sich im dritten Teil eine wendungsreiche Spannung.
Selbst die Nachnamen der Hauptcharaktere sind mit bedacht gewählt - ein Detail, das mir sehr gut gefällt.
Der Roman greift eine Vielzahl gesellschaftlicher Themen auf, darunter die Debatte um Klimakleber, Windräder, die Gendersprache, die Daseinsberechtigung des Feminismus und mehr. Der Autor selbst gendert im Buch kaum, was seine Auseinandersetzung mit diesem Thema widerspiegelt.
Das Cover ist in unauffälligen Farben gestaltet und passt gut zur Story.

Fazit
In seinem Roman "Aufsteiger" greift Peter Huth gekonnt komplexe und oft kontrovers diskutierte gesellschaftliche Themen auf.
Obwohl die Spannung im Buch variiert, bleibt der Roman durchweg interessant und nachvollziehbar, wodurch der Autor den Nerv der Zeit trifft.
Mich konnte dieses Buch aber nur teilweise fesseln und abholen. Dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Aufsteiger

Rezensionen von Katja K.:

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Till the End of the Moon 1 von Teng Luo Wei Zhi

Asiatischer Zauber mit Längen

Vorab zur Ästhetik: Das Buch ist wunderschön gestaltet mit einem tollen Farbschnitt, Illustrationen im Buch und einer angenehmen Haptik. Was den Inhalt angeht, so hat mich zunächst einmal das asiatische Setting mit den vielen Hinweisen auf Kultur, Religion, Daoismus und Buddhismus völlig begeistert und gefangen genommen.

Auch der behutsame Sprachstil mit sorgfältig gewählten Worten, stellenweise poetisch und anmutig, passt dazu perfekt. Dieser hat mich von Beginn an fasziniert; er wirkt würdevoll, teilweise ein wenig altmodisch, und selbst die grausamsten Szenen werden fast sanft anmutend geschildert. Leider haben sich manche eher belanglosen Schilderungen wiederholt, wodurch unnötige Längen entstanden sind. Die Sprache wirkte dann etwas umständlich. In Bezug auf die Handlung lässt sich feststellen, dass wir es hier mit einer echten Enemies (to Lovers?) - Story zu tun haben. Es gibt bislang kein erlösendes "Ach, er ist ja doch nicht so böse / hat eigentlich einen guten Kern". Im Gegenteil, der Dämonenprinz wird als abgrundtief kalt und bösartig dargestellt (wenn auch mit einer heftigen Vergangenheit, die Gut und Böse dann eben doch verschwimmen lässt) und der Hass zwischen ihm und Li Susu ist deutlich spürbar. Das hat mir sehr gut gefallen und ich denke, es handelt sich hier um eine der "Slowest Burn"- Geschichten im Bereich der Romantasy. Zu dem Charakter von Li Susu konnte ich direkt eine Beziehung aufbauen; sie ist eine gelassene, mutige und teilweise auch verschmitzte starke junge Frau, die ihre Mission erfolgreich erfüllen möchte. Tantai Jin dagegen bleibt in seiner Persönlichkeit wenig spürbar, was natürlich in seiner Natur liegt. Dennoch führte dies zusammen mit der teilweise umständlichen Erzählweise dazu, dass ich ungefähr in der Hälfte des Buches etwas zu kämpfen hatte und mir zeitweise recht egal war, wie es mit den Figuren weiterging. Dies hat sich im weiteren Verlauf wieder gegeben. Die vielen chinesischen Namen und Begriffe waren am Anfang verwirrend. Es gibt jedoch eine Ahnentafel, Fußnoten und ein umfangreiches Glossar. Mein Fazit: Dieses Buch ist für mich asiatische Fantasy pur. Wer sich für die asiatische Kultur und Mythologie interessiert, wird hier wunderbar eintauchen können. Man sollte sich allerdings auf eine ruhigere Erzählung mit einer speziellen poetischen und manchmal auch umständlich-anstrengenden Sprache gefasst machen und dazu bereit sein, ein paar Längen auszuhalten. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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Till the End of the Moon 1

Rezensionen von Marie aus E.:

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Hustle von Julia Bähr

Rache macht Spaß

Meine Lieblingsszene ist leider gleich zu Beginn. Leonie wird gefeuert, ihr Ex-Chef ist in jeglicher Hinsicht ein Ekel und Leonie rächt sich. Und zwar auf so eine originelle Weise, ich feiere sie dafür und muss gleichzeitig so lachen. Dann verschlägt es sie nach Bayern und zwar nach München. Alles ist exotisch bis horrend, vom Ladenschlussgesetz bis zu den Mieten.

Bis Leonie drei Frauen kennenlernt, die zu Freundinnen werden und ein einträgliches Geschäftsmodell findet. Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Ich mag Leonie und ihre pragmatische Art bezüglich ihres neuen Jobs. Also des legalen Jobs. Ebenso ihre kreative Art bezüglich ihres Zweitjobs. Auch ihre Beziehungen zu den Freundinnen, den Eltern, ihren Freunden fand ich lesenswert. Und die München-Vibes sowieso. Das Buch ist witzig und macht einfach Spaß. Im Verlauf nutzt sich die Idee etwas ab, irgendwann war es nicht mehr sternchenfunkelndvergnüglich, sondern nur noch nett. Aber das ist ja auch schon was!

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Hustle

Rezensionen von dorli:

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Lügennebel von Viveca Sten

Spannende Ermittlungen in Åre

Die Studentinnen Fanny Smedsås und Olivia Hallin wollen gemeinsam mit vier Kommilitonen eine Woche Urlaub in dem verschneiten Bergdorf Åre verbringen - Skifahren und jede Menge Party stehen auf dem Plan. Die Stimmung ist ausgelassen, der Alkohol fließt in Strömen. Doch was mit reichlich Spaß beginnt, endet bereits am ersten Morgen nach ihrer Ankunft in einer Tragödie: Fanny liegt tot im Schnee und keiner der jungen Leute kann erklären, was in der Nacht geschehen ist…

„Lügennebel“ ist bereits der vierte Einsatz für das Ermittler-Duo Hanna Ahlander und Daniel Lindskog - der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.

Es begeistert mich immer wieder aufs Neue, wie vielschichtig und lebensnah Viveca Sten ihre Akteure beschreibt und deren Beziehungen zueinander schildert. Kaum haben die impulsive Hanna und der nachdenkliche Daniel mit ihren Ermittlungen begonnen, bin ich auch schon mittendrin in dem Fall und grüble mit den Kommissaren mit. Jeder Einzelne der Befragten wird dabei von mir skeptisch und wachsam beäugt: Sind die Studenten wirklich so gut befreundet, wie es auf den ersten Blick erscheint? Was ist mit dem Nachbarn Åke Carlsson, der sich sehr über die Anwesenheit der lautstarken Jugendlichen ärgert? Und warum Hausmeister Staffan Berg ständig um das Ferienhaus herum? Wer lügt? Wer sagt die Wahrheit? Fast jede der von Hanna und Daniel vernommenen Personen macht sich irgendwie verdächtig, so dass die Spannung bis zum Schluss auf einem hohen Level bleibt.

Viveca Sten lässt mich auch die privaten Angelegenheiten ihrer Ermittler sehr intensiv miterleben - es gefällt mir außerordentlich gut, dass ich an den Alltagsproblemen der Polizisten teilhaben kann und mehr über ihre persönlichen Hintergründe erfahre. Das rundet die Krimihandlung prima ab und macht das gesamte Geschehen authentischer.

Die Kapitel sind kurz, die Perspektive wechselt ständig - auch hier trifft Viveca Sten genau meinen Geschmack. Besonders der stetige Blickwinkelwechsel gefällt mir, da ich so von den Gedanken, Ansichten und Motivationen aller Akteure Kenntnis habe und bestens mitverfolgen kann, wie jeder auf unerwartete Ereignisse reagiert oder Aufgaben und Konflikte meistert.

„Lügennebel“ hat mir sehr gut gefallen - ein abwechslungsreicher und unterhaltsamer Krimi mit einer für mich genau richtigen Mischung aus Ermittlungsarbeit und Privatangelegenheiten.

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Lügennebel

Rezensionen von Elisabeth Stuerz :

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Kochduell im Berghotel von Mira Frey

Kurzweilige Geschichte, der es bei aller Leichtigkeit nicht an Tiefe fehlt.

Der Roman "Kochduell im Berghotel" von Mira Frey ist der 3. Band der Reihe um das Berghotel Liebelei. Der Einstieg gelingt problemlos, auch wenn man die ersten beiden Bände nicht gelesen hat.
Sofort ist man mittendrin in der Geschichte und ganz nah bei den Hauptfiguren Friederike und Sascha.

Die beiden haben sich unter wenig günstigen Umständen kennengelernt und treffen im Hotel Liebelei zufällig aufeinander - beide in einer Ausnahmesituation. Sie liefern sich amüsante Auseinandersetzungen und auch die facettenreichen Nebenfiguren sorgen für eine angenehm lesbare, kurzweilige Geschichte der es trotz aller Leichtigkeit nicht an Tiefe fehlt.
Das Hotel Liebelei mit seinem magischen Wasserfall und den sehr speziellen Bewohner*innen ist sehr einladend und man würde es oft eher mit einem Augenzwinkern als Hotel Kuppelei bezeichnen.
Ob es zu einem Happy End kommt oder die gemeinsame Leidenschaft der Hauptfiguren fürs Kochen doch nicht ausreicht, wird hier selbstverständlich nicht verraten. Aber einen guten Rat kann ich liefern: Man sollte das Buch auf keinen Fall hungrig lesen.

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Kochduell im Berghotel