Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PucKker:
Hustle von Julia Bähr
Gesellschaftskritik ohne Richtung
Schon die ersten Seiten haben mich sofort in Leonies Situation hineingezogen: München als Stadt, in der das Gehalt nicht für die Miete reicht, wo Einsamkeit, Überforderung und ständige Geldsorgen den Alltag bestimmen. Diese Verzweiflung wird durch den kurzen, prägnanten Schreibstil sehr eindringlich transportiert.
Die Sprache ist knapp, voller schwarzem Humor, manchmal fast schneidend. Ich habe beim Lesen mehrfach geschmunzelt, obwohl die Lage selbst oft trostlos ist.
Thematisch greift das Buch wahnsinnig aktuelle Fragen auf: Wohnungsnot, soziale Isolation, Kapitalismus und die Ausbrüche, die daraus folgen können. Gerade dieser Ansatz hat mich zu Beginn begeistert. Ich hatte das Gefühl, hier könnte eine radikale, schonungslose Gesellschaftskritik erzählt werden, die mich noch lange beschäftigen würde. Doch dieser Eindruck verläuft sich leider. Die großen Themen bleiben im Hintergrund, es gibt kaum Reflexionen oder tiefergehende Gedanken dazu, und so werden sie zwar angerissen, aber nicht zu Ende geführt.
Stattdessen verlagert sich die Handlung auf Leonies unkonventionelle Wege, sich über Wasser zu halten – von Racheaktionen für andere bis hin zu einem sozialen Aufstieg in eine Clique von Frauen, die eigentlich einer ganz anderen Schicht angehören. Dass sie am Ende keine Geldsorgen mehr hat und sich angekommen fühlt, wirkte auf mich zu plötzlich, fast wie ein Sprung. Ob das eine wirklich positive Entwicklung ist, bleibt für mich fraglich. Entgegen des groß beworbenen Zitats auf dem Cover hatte ich nicht das Gefühl, motiviert zu sein, selbst „Banden zu bilden“, sondern eher, dass die Geschichte offen und unfertig zurückbleibt.
Unterm Strich bleibt für mich ein Buch, das stark beginnt, mit einem tollen Schreibstil und einer sehr eindringlichen Protagonistin, dann aber zu sehr ins Offene läuft. Vieles, was am Anfang spannend und kritisch eingeführt wird, verpufft, ohne weitergedacht zu werden. Für mich macht es das Buch zwar lesenswert, aber am Ende nicht ganz so radikal, gesellschaftskritisch oder prägend, wie es hätte sein können.
Rezensionen von Meli:
Lost Girls - Breathing for the First Time von Nikola Hotel
Emotional und mitreißend
Alle beneiden Darcy um ihr Leben und um ihren erfolgreichen Ehemann, aber sie möchte ihm nur noch entkommen. Je mehr sie versucht, von ihm wegzukommen, desto mehr kontrolliert er jeden ihrer Schritte und verstärkt seinen grausamen Griff um ihr Leben.
Nach ihren Erfahrungen mit ihrem Ehemann Jason und dessen Footballmannschaft mit all ihrem Machogehabe, hat Darcy schon genug von Männern und ist fasziniert von der Möglichkeit eines Frauencolleges, wo sie keine Angst haben müsste.
Doch sie lernt Ellis kennen, der nicht nur nicht bedrohlich wirkt, sondern freundlich ist und sich wirklich für sie zu interessieren scheint. Bei all ihren Problemen hat sie aber eigentlich auch gar keinen Kopf für charmante Engländer.
Es gibt auch viele Momente, in denen ich dachte “sie könnte dies tun” oder “es wäre besser, wenn sie dies täte”, aber bei Opfern von solchen Manipulationen kann die Logik auch zu kurz kommen, wenn die Angst so groß ist. Außerdem will ich ihr auch nicht vorwerfen, dass sie Angst hat und nicht immer so mutig ist, wie ich es gern hätte. Andererseits waren mir ihre Selbstreflexionen teilweise dann doch zu passend und hätte nicht erwartet, dass sie selbst drauf kommt, weil ich da wiederum fand, dass das etwas weniger gut zu ihren Taten passte.
Auch wenn es im Mittelteil so ein paar Dinge gab, die ich etwas albern und oberflächlich fand, hat mir Darcys Geschichte insgesamt sehr gut gefallen, denn ich fand sie sowohl emotional als auch spannend. Auch wenn mir dieses Buch mit den ernsten Themen sehr gut gefallen hat, werde ich die Fortsetzung vermutlich nicht lesen, weil sie wohl einen anderen Fokus haben wird.
Rezensionen von Lilli33:
Die Farbe des Schattens von Susanne Tägder
Atmosphärischer Kriminalroman
Atmosphärischer Kriminalroman
Inhalt:
Mecklenburg, 1992. Im Mönkebergviertel von Wechtershagen wird der 11-jährige Matti vermisst. Nach wenigen Tagen wird seine Leiche entdeckt, und auch ein Tatverdächtiger ist schnell gefunden. Nur für Kommissar Groth ist die Lösung nicht stimmig. Gegen den Widerstand seines Chefs ermittelt er weiter und zieht auch den gekündigten Ex-Kollegen Gerstacker hinzu.
Meine Meinung:
Dies ist Band 2 der Reihe um den Kriminalkommissar Arno Groth, der nach 25 Jahren in Hamburg wieder in seine Heimatstadt Wechtershagen (das stark an Neubrandenburg erinnert) zurückgekehrt ist. Der Band lässt sich gut auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Susanne Tägder schreibt sehr atmosphärisch. Die düstere Stimmung im kalten, dunklen Januar hat mich sofort gepackt. Die Autorin beschreibt die Umgebung sehr detailliert und relativ sachlich, sodass man sich die Örtlichkeiten gut vorstellen kann. Im Gegensatz dazu empfand ich die Protagonisten als eher blass.
Der Kriminalfall ist an Verbrechen angelehnt, die sich tatsächlich ereignet haben. Jedoch hat Tägder daraus ihre eigene Story entwickelt. Mir gefiel sehr gut, wie sie die Polizeiarbeit akribisch beschreibt. Das wirkt alles recht realistisch - das mühsame Befragen der Nachbarn, das Wälzen alter Akten und die mentale Erschöpfung, wenn man mit der Lösung des Falles einfach nicht weiterkommt.
Die Handlung ist von Anfang bis Ende spannend, aber durch die vielen privaten Probleme bricht die Spannung immer wieder ein wenig ein. Nichtsdestotrotz habe ich den Krimi gerne gelesen und einige interessante Einblicke in die Zeit nach der Wende bekommen.
Die Reihe:
1. Das Schweigen des Wassers
2. Die Farbe des Schattens
Rezensionen von Claudia R.:
BLAU von Nana Ekua Brew-Hammond
nur eine Farbe ?
Klappentext / Inhalt:
Blau wie deine Lieblingsjeans – eine Farbe voller Geheimnisse aus aller Welt
Weißt du, warum Blau früher wertvoller war als Gold? Wie kann eine Farbe so kostbar sein – und was hat sie mit Steinen, Schnecken und Pflanzen zu tun?
In diesem besonderen Bilderbuch begibst du dich auf eine faszinierende Entdeckungsreise rund um die Farbe Blau.
Du erfährst, wie Menschen in verschiedenen Kulturen und Zeiten aus Naturmaterialien das seltene Blau gewannen – und warum es einst so begehrt war, dass man dafür kämpfte, damit handelte und es wie einen Schatz bewachte. Und wie wurde es zu dem Blau, das wir heute ganz selbstverständlich tragen?
Mit eindrucksvollen Bildern und einer fesselnden Erzählweise zeigt dir dieses Buch, dass Farben viel mehr sind als nur bunt. Sie sprechen von Geschichte, Macht, Schönheit – und davon, wie alles miteinander verbunden ist.
Ob Himmel, Meer oder Jeans: Blau steckt voller Geschichten. Geschichten über Menschen, Länder, Kunst – und über eine Farbe, die einmal die Welt veränderte.
Die vielfach ausgezeichnete Autorin Nana Ekua Brew-Hammond und der renommierte Illustrator Daniel Minter haben ein außergewöhnliches Bilderbuch geschaffen, das Kunst, Geschichte und kulturelles Bewusstsein miteinander verwebt.
Ein ideales Geschenk für Kinder ab 6 Jahren und ihre Familien, ein inspirierendes Werkzeug für den Unterricht – und ein echtes Leseerlebnis für alle, die den Zauber von Blau neu entdecken wollen.
Entdecke die Geschichte einer Farbe, die Augen öffnet und Herzen berührt – jetzt aufblättern, lesen und staunen!
Cover:
Die Farbe blau spielt hier eine zentrale Rolle und dies wird auch auf dem Cover sehr deutlich und sehr schön umgesetzt. Farblich und optisch finde ich es gut und passend gelungen.
Meinung:
Eine wundervolles Buch über die Farbe blau, welches allerhand wissenswerte Informationen darüber enthält und sehr anschaulich und kindgerecht umgesetzt wurde.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Informationen und Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist klar und verständlich und dabei flüssig und angenehm lesbar. Die Erzählung ist bildlich und anschaulich und mit allerhand Wissen und Informationen gespickt. Das Ganze ist auch optisch sehr schön umgesetzt. Die einzelnen Textpassagen haben eine angenehme und gute Länge und auch das Text-Bild Verhältnis ist sehr schön und passend gewählt.
Die wundervolle farbigen Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab und veranschaulichen zugleich das Gelesene.
Es ist interessant, was es alles über die färbe zu erzählen gibt und man folgt der Geschichte und Erzählung sehr gern. Gliederung und Gestaltung gefallen mir sehr gut und auch die Idee des Buches finde ich sehr schön umgesetzt.
Auch die Zusammenfassung und die Fakten am Ende, greifen das Gelesene nochmals auf und vertiefen dies und auch die zusätzlichen Fakten sind sehr spannend und wertvoll.
Eine wundervolle und runde Sache, die die Farbe blau in ein anderes Licht rückt und viel wissenswertes dazu Preis gibt. Blau, nur eine Farbe? Wieviel wirklich dahinter steckt... lest selbst!
Fazit:
Eine wundervolles Buch über die Farbe blau, welches allerhand wissenswerte Informationen darüber enthält.
Rezensionen von Kapitel60:
Stachel und Stunk von Juli Wind
Ein wenig enttäuscht
Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Inhaltsangabe und Cover versprechen einiges. Ich habe mir eine warmherzige Freundschaftsgeschichte erwartet – über zwei Außenseiter, die durch ihre Eigenwilligkeiten zueinander finden.
Leider ist die Botschaft nicht bei uns angekommen. Stachel finden wir sehr niedlich und nett, und Stunk ist leider überhaupt nicht so unser Fall.
Kinder in diesem Alter finden es natürlich lustig, wenn gepupst wird, aber die Ausdrucksweise und Redensart von Stunk finden wir gar nicht lustig. Wir finden ihn sehr unsympathisch und verstehen gar nicht, warum Stachel ihm so nachläuft. Denn das tut er. Die beiden finden nicht zueinander, weil sie beide Außenseiter sind, sondern weil der gutmütige Stachel nicht locker lässt. Man darf sich also wie ein Rüpel aufführen und wird trotzdem gemocht. Die Pädagogin Frau Bär muss man auch sehr in Frage stellen, da sie noch seelenruhig zusieht, statt den Streit zu schlichten.
Alles in allem wurden hier unsere Erwartungen nicht erfüllt und wir sind somit eher enttäuscht vom Buch. Positiv zu erwähnen sind die Illustrationen, die wirklich sehr zauberhaft sind.
Rezensionen von Tara:
Der Friesenhof von Fenja Lüders
Fesselnd & dramatisch
„Der Friesenhof: Schicksalstage“ ist nach „Der Friesenhof: Auf neuen Wegen“ der zweite Band der Teehändler-Saga der in Oldenburg lebenden Autorin Fenja Lüders.
Das Buch lässt sich unabhängig vom ersten Band lesen, da die wichtigsten Ereignisse der Vergangenheit zu Beginn mit der laufenden Handlung verwoben und wiederholt werden.
Allerdings würde ich dennoch empfehlen die Bücher der Reihe nach zu lesen, weil es sich einfach lohnt mehr über die Entwicklung der Charaktere zu erfahren.
Nachdem Onno de Fries vor zwei Jahren gestorben ist, scheint das Leben auf dem Friesenhof so langsam wieder etwas Normalität anzunehmen. Hanna und Tomek sind verheiratet, haben eine Tochter und erwarten ihr zweites Kind. Sie könnten kaum glücklicher sein, wenn da nicht die tratschende Dorfgemeinschaft wäre, die Tomek einfach nicht akzeptieren will, da er aus Polen stammt. Auch mit Gesas Teehandel tun sie sich schwer, obwohl dieser richtig gut läuft und Gesa inzwischen sogar Gewinne erzielt. Sie hat sich inzwischen damit abgefunden, dass ihr Verlobter Gerold im Krieg verschollen ist und fühlt sich zu Keno – dem Sohn des Teekontors Kruse & Sohn für das sie neben ihrem eigenem Teehandel arbeitet – hingezogen. Helga hilft auf dem Reinshof aus, da Elsa Reins erkrankt ist und ihr Mann Egon Hilfe im Haushalt und mit den drei Kindern benötigt.
Fenja Lüders Schreibstil liest sich angenehm leicht und flüssig. Sie hat mich direkt mit nach Ostfriesland und in vergangene Zeiten mitgenommen.
Ich habe mich von Beginn an im Friesenhof richtig wohl gefühlt.
Neben den drei Schwestern sind u.a. wieder ihre Mutter Henrike sowie Tanti mit dabei. Die fünf Frauen haben den Hof gut im Griff und jeder hat seine Aufgabe.
Die Charaktere sind facettenreich, wirken authentisch und lebendig, hier bleibt keiner blass. Besonders die Entwicklung von Helga hat mir gut gefallen und Tanti ist nach wie vor eine tolle Persönlichkeit. Trotz ihres Alters entgeht ihr nichts und sie hat immer die richtigen Worte parat.
Es passiert sehr viel und es wird dramatisch. Ich habe mit den Charakteren gehofft, gelitten und mich gefreut. Die Handlung passt in die Zeit.
Mir hat auch dieser zweite Band wieder richtig gut gefallen. Es ist eine tolle Fortsetzung, der die Atmosphäre Ostfrieslands, den Zeitgeist und den Zusammenhalt innerhalb einer Familie richtig gut wiedergibt. Ich würde total gerne noch mehr über das Leben der drei Schwestern erfahren.
Rezensionen von Claudia R.:
Mäusemut von Michael Engler
mäusestark
Klappentext / Inhalt:
Eine bezaubernde Bilderbuchgeschichte für Kinder ab 4 Jahren über das Ängstlich-Sein und wie man seinen Mut findet
Die Maus Stanislav lebt im Käsehaus und es fehlt ihm an nichts. Nur einsam ist er manchmal schon. Es wäre vermutlich einfach, Freunde zu finden, wenn Stanislav mal das Haus verließe.
Aber nein, die Welt da draußen ist zu gefährlich! Eines Tages jedoch entdeckt die wagemutige Martha das Käsehaus und die beiden werden Freunde. Sie teilen den Käse und die schöne Aussicht. Als Martha an einem stürmischen Abend in Gefahr gerät, muss Stanislav sich entscheiden: Ob er den Schritt in die Welt wagen wird, um Martha zu retten?
Hilft Kindern behutsam, Neues zu wagen und die Welt zu entdecken – vom viel geliebten Bestseller-Duo Michael Engler & Joëlle Tourlonias
Cover:
Das Cover ist sehr liebevoll, mutig und stark umgesetzt. Zwei Mäuse sind hier im Vordergrund erkennbar und viele Häuser dahinter im Hintergrund ersichtlich. Die Mäuse wirken stark und mutig und sind toll skizziert und dargestellt. Optisch und farblich ist das Ganze sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Eine wundervolle Geschichte über Ängste, Stärke, Mut und Selbstbewusstsein. Ein mäusestarkes Abenteuer voller Spannung und einer mutigen Suche.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und locker lesbar. Man kann dem Ganze sehr gut folgen und die Geschichte ist sehr schön und verständlich erzählt. es liest sich flüssig und angenehm, daher kommt man gut voran.
Das Bild-Text Verhältnis ist passend gewählt und die wunderschönen bunten Illustrationen geben den Inhalt und die Geschehnisse sehr gut wieder. Man kann der Geschichte auch anhand der tollen Illustrationen sehr gut folgen. Die Bilder geben das Gelesene sehr gut wieder und setzen es sehr schön um. Auch die Charaktere sind hier sehr schön und niedlich gezeichnet und auch der Ausdruck von ihren Gesichtern gibt die Emotionen und Stimmungen gut wieder.
Die einzelnen Textpassagen habe eine angenehme Länge. Die Sätze sind nicht zu kompliziert oder zu lang, sondern die Geschichte wird gut und anschaulich erklärt und erzählt. Mut und Gefahren, aber auch Ängste und Freundschaft spielen hier eine wichtige Rolle. Die Botschaft dahinter ist sehr schön und liebevoll umgesetzt. Das Ende ist sehr schön und die Geschichte in sich einfach toll gemacht.
Fazit:
Eine Geschichte über Ängste, Mut und Freundschaft.
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Der Friesenhof von Fenja Lüders
Eine sehr gelungene Fortsetzung
Der zweite Teil der Teehändler-Saga hat mich wunderbar unterhalten.
In diesem Band geht es um Gesa und ihre Geschwister. Sie alle wohnen zusammen im Ostfriesland. Die Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs sind auch für Familie de Fries herausfordernd.
Es ist das Jahr 1951 und Gesa arbeitet im Teekontor Kruse & Sohn als Assistentin von Keno Kruse.
Schnell verlieben sich die zwei ineinander. Keno ist jedoch verheiratet. Leider war es keine Heirat aus Liebe, sondern aus finanziellen Gründen. Und das Geld seiner Gattin steckt auch noch im familieneigenen Teehandel. Ob er sich problemlos scheiden lassen kann?
Helga musste mit ihren Kindern zurück zu ihrer Familie ziehen. Ihr Mann Günther hat all ihr Geld genommen, und ist nach Argentinien geflüchtet. Ob sie wohl endlich die Kraft aufbringt die Scheidung einzureichen?
Hanna ist glücklich mit ihrem Mann Tomek und freut sich auf die bevorstehende Geburt. Nur die Leute im Dorf können sich noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass Tomek Pole ist. Ob er je die verdiente Akzeptanz bekommt?
Und da sind auch noch die Mutter und Tanti. Beide sehr weise und hilfsbereit mit einer guten Portion Humor.
Als eines Tages Gerold, Gesas verschollener Verlobte plötzlich und unerwartet auf dem Friesenhof auftaucht muss Gesa sich mit ihren ambivalenten Gefühlen auseinandersetzen. Aber kann ein Versprechen in so jungen Jahren ewig gelten?
Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Ich konnte es kaum aus den Händen legen. Fenja Lüders schreibt sehr einnehmend und flüssig. Ich war sehr gerne auf dem Friesenhof und habe mit der Familie de Fries gelacht, getrauert und gehofft. Die Autorin schreibt sehr authentisch, vor allem werden die Gefühle nachvollziehbar und realistisch dargestellt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es sehr gerne gelesen. Daher absolute Leseempfehlung meinerseits!
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
KI und du von Diana Knodel; Hannah Lesch
Empfehlung für Eltern, Lehrende und Lernende
Sowohl der Titel wie auch die Covergestaltung des Buches "KI und DU. Künstliche Intelligenz interaktiv erleben und verstehen" von Diana Knodel und Hannah Lesch haben sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Die Illustrationen von Manuel Kilger lockern den Inhalt auf und ermutigen auch Kinder und Jugendliche, die nicht gerne lesen, ein analoges Buch in die Hand zu nehmen.
Als Lehrerin für naturwissenschaftliche Fächer, Lehrende für angehende Primarstufenlehrkräfte und Mutter eines 13-Jährigen ist das Thema KI für mich permanent präsent.
Mein absolutes Highlight sind die Interviews mit Menschen, die beruflich mit KI zu tun haben. Gerade für den Bereich der Berufsorientierung ergeben sich damit interessante Optionen für Jugendliche, die viele Lehrpersonen in dieser Form gar nicht kennen oder unmittelbar im Kopf haben, wenn sie Bildungsberatung oder Beruforientierung machen. Und das sogar mit einem "Blick in die Zukunft" - ich bin gespannt.
Thematisch ist das Buch breit aufgestellt und deckt das Thema aus vielen Perspektiven ab. Viele Übungen sind darauf ausgelegt, dass man das erworbene Wissen gleich anwenden und ausprobieren möchte - und mit dem Buch ist es auch möglich. Durch die Links auf die Seiten des Ravensburger-Verlags kann man sich als Elternteil oder Lehrperson auch auf sorgsam ausgewählte und gut geprüfte Anwendungen verlassen, was einen Einsatz einiger Übungen auch im Unterricht erlaubt und so einige Lernende auf den Geschmack bringt, das ganze Buch zu lesen.
Auch viele gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Fragestellungen werden aufgeworfen und kindgerecht erörtert. Im Kapitel "Wird KI immer menschlicher?" hat es mich zum Schmunzeln gebracht, wie KI in Zukunft mit Aufgaben wie Wäsche waschen und Tisch decken umgehen könnte, und wie weit wir als Menschheit auf diesem Weg schon sind.
Fazit: ein hervorragendes Buch, das in keiner Schulbibliothek fehlen sollte.
Rezensionen von vianne:
Soulmates and Other Ways to Die von Melissa Welliver
Seelenverwandt bis in den Tod - aber etwas zu kindlich erzählt
„Soulmates and other ways to die“ von Melissa Welliver ist für alle, die Geschichten über Schicksal, Verbundenheit und die Suche nach sich selbst mögen.
Wir begleiten Milo und Zoe in einer Welt, in der jeder Mensch einen KinTwin hat - einen Seelenverwandten, mit dem man bis auf den Tod verbunden ist, die Schmerzen, Gefühle und körperlichen Zustände seines KinTwins spürt man genau so.
Als Zoe einen gefährlichen Unfall hat, finden sie und Milo heraus, dass die beiden KinTwins sind. Da die beiden aber wirklich unterschiedlicher nicht hätten sein können, versuchen sie diese Verbindung irgendwie zu lösen und kommen auf ihrem Weg sowohl vielen Geheimnissen über die KinTwin-Verbindung als auch einander immer näher.
Sehr gefallen hat mir die Idee des Buches. Irgendwo da draußen gibt es einen Seelenverwandten und meistens leitet das Schicksal einen früher oder später zusammen - oder ist es vielleicht doch die KinTwin-Verbindung?
Außerdem ist die Welt in völligem Chaos versunken, es fallen Flugzeuge vom Himmel, weil Piloten plötzlich sterben, die Bevölkerung wird immer kleiner, denn wenn einer stirbt, dann stirbt auch immer der KinTwin.
Das Buch ist jeweils aus Zoe’s und aus Milos Sicht geschrieben, was mir eigentlich immer sehr gefällt. Allerdings fand ich die beiden noch sehr kindlich, was sich durch die ganze Geschichte gezogen hat. Die Kapitel waren aus der Ich-Perspektive und der Schreibstil war sehr ähnlich zu einem Tagebuch. Man hatte das Gefühl, dass die beiden einem die Geschichte direkt erzählen, anstatt als Leser selber dabei zu sein. Dadurch hat sich dieses „kindliche“ Verhalten und die Formulierung durch das ganze Buch gezogen und an manchen Stellen hat es mich etwas gestört. Ich würde das Buch eher als Jugendbuch einstufen.
Leider habe ich auch etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen. Ich fand, dass vieles relativ vorhersehbar war. Ich habe mir oft gedacht, wenn das Buch ein Film wäre, den ich gucken würde, dann würde ich ihn unglaublich gut finden. Die Geschichte in dem Buch hat sich dann leider aber etwas gezogen.
Die letzten 100 Seiten fand ich dann nochmal ganz spannend.
Insgesamt fand ich die Geschichte gut, mochte die Charaktere und das Setting.
Dem Buch gebe ich 3/5, da mir leider etwas die Tiefe und die Spannung sowie eine etwas knisterndere Charakterentwicklung zwischen Zoe und Milo gefehlt hat.










