Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Peachybookdreams :
Enchantra - Verrate die Liebe, rette dein Herz von Kaylie Smith
Tödliche Jagd
Enchantra hat mir wie der Vorgänger Phantasma sehr gut gefallen. Ich liebe einfach die düstere und spannende Atmosphäre der Wicked Games Reihe. Deshalb würde ich beide Bücher auch für die Herbstzeit empfehlen, weil die Stimmung einfach perfekt dazu passt.
Genevieve hat schon in Phantasma mit ihrer charmanten Schlagfertigkeit mein Herz erobert, auch in dieser Geschichte sticht dieser Persönlichkeitsanteil sehr heraus und sorgt für viele unterhaltsame Auseinandersetzungen.
Was mir besonders an Genevieve gefällt, ist ihre Selbstbestimmtheit, sie weiß, was sie will, und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, bringt sie niemand so leicht davon ab.
Genevieve hat viele Fragen, doch als ihre Mutter verstorben ist, gab es noch viel Ungesagtes zwischen den beiden. Doch als sie ein Foto von einem Mann und ihrer Mutter entdeckt, erhofft sie sich endlich, Antworten zu bekommen. Als sie mit einer Einladung vor dem Haus Enchantra steht, wird sie nicht wie erwartet herzlich empfangen, sondern abgewiesen. Genevieve lässt natürlich nicht locker, sie ahnt nicht, in was für ein gefährliches Spiel sie gerade hineingeraten ist.
Rowington Silver und seine Geschwister waren für mich ein Highlight. Durch einen Fluch ist die Familie Silver verdammt, sich immer wieder gegenseitig zu jagen, um die paranormalen Wesen zu unterhalten. Außerdem steht für sie auch etwas Großes auf dem Spiel. Dennoch fehlt es den Geschwistern nicht an Humor, um die tragische Situation etwas erträglicher zu machen. Ich fand die Jagd super spannend und es gab viele haarsträubende Momente voller Action.
Fazit: Für mich war Enchantra sogar etwas besser als Phantasma, die Spannung und die Nebencharaktere waren viel besser ausgearbeitet. Auch die Entwicklung der Liebesbeziehung und die Spice Momente waren perfekt eingearbeitet, ohne Nervenkitzel und Spannung zu verlieren. Ich bin schon sehr neugierig, wie und mit wem es im nächsten Buch weitergehen wird.
Rezensionen von ReiShimura:
Die Tage im Café Torunka von Satoshi Yagisawa
Zwischen Kaffeeduft und Lebensfragen – ein stiller Ort zum Innehalten
Satoshi Yagisawa hat mich bereits mit seiner Buchhandlung Moriasaki verzaubert, daher habe ich sehr gespannt darauf gewartet, endlich sein Café Torunka besuchen zu dürfen.
Ich bin ein großer Liebhaber von asiatischer Literatur, insbesondere den Romanen aus Japan und Korea. Besonders gut gefällt mir der poetische Erzählstil und die leisen Töne.
Die Bücher, die ich bis dato gelesen habe, haben alle nachgewirkt und mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben. Gerade im Zusammenhang mit japanischen Romanen wird gerne das Wort Wohlfühlroman verwendet. Auch ich selbst neige dazu dies zu tun. In diesem Fall bin ich mir aber nicht sicher, ob es eine adäquate Beschreibung ist.
Wobei ich nicht sagen möchte, dass mir dieses Buch nicht phasenweise ein gutes Gefühl gegeben hat. Ganz im Gegenteil, ich habe mich in der heimeligen Atmosphäre des Café Torunka unglaublich wohlgefühlt und konnte sogar den Kaffeeduft während des Lesens riechen. Die Charaktere sind sympathisch und am liebsten hätte ich mich auf den Weg nach Tokio gemacht. Dennoch sind die Themen die Yagisawa-san in diesem Buch behandelt keine leichte Kost, wohl aber leicht verpackt. In den drei Geschichten, die mehr oder weniger eigenständig sind, geht es um Liebe, aber auch um Trauer, Verlust, Angst und Reue. Die vage Formulierung mehr oder weniger eigenständig verwende ich deshalb, weil es verbindende Glieder zwischen den Geschichten gibt, wie das Café an sich und die Belegschaft dessen.
Wie so oft in dieser Art von Roman werden nicht alle Fragen beantwortet und es bleibt viel Raum für die eigenen Gedanken. Dadurch wirkt das Gelesene nach und bleibt meiner Meinung nach auch deutlich länger im Gedächtnis. Mir persönlich haben alle drei Geschichten sehr gut gefallen, wobei ich mich mit der einen Episode besser identifizieren konnte als mit einer anderen. Ich denke, dass es (fast) jeden so gehen wird, aber man kann aus allen dreien etwas Wertvolles lernen.
Der Schreib- und Erzählstil von Satoshi Yagisawa gefällt mir sehr gut und lässt sich auch gut lesen. Die japanische Art Geschichten zu erzählen, unterscheidet sich meiner Meinung nach deutlich und entweder man mag diesen Stil oder man sollte besser die Finger davonlassen. Ich persönlich genieße diese ruhigen Töne und die poetische Sprache sehr. Leserinnen und Leser die eher Bücher bevorzugen, die eine komplexe Handlung und viel Action erwarten, werden mit diesem Buch sicher nicht glücklich werden. Denn der Hauptfokus liegt auf Gesprächen, Gefühlen und mehr oder weniger zufälligen Begegnungen.
Das Café, der Besitzer, die Gäste und alle anderen vorkommenden Personen sind so realistisch beschrieben, dass man glauben möchte, dass der Autor wahre Begebenheiten beschreibt. Vielleicht tut er dies ja auch, wer weiß. Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, dass ich Stammgast im Café Torunka sein könnte. Und eventuell werde ich das auch, wenn uns Autor Satoshi Yagisawa noch einmal die Türen zum Kaffeehaus öffnet. Potential für einen weiteren Band wäre auf jeden Fall vorhanden.
Hierbei handelt es sich wieder einmal um ein Buch, dass ich gerne weiterempfehle und wahrscheinlich auch das eine oder andere Mal verschenken werde. Es eignet sich perfekt für alle, die eingefleischten Fans japanischer Literatur, aber auch für alle die sich erstmalig in dieses Genre vorwagen möchten.
Rezensionen von Claudia H.:
Ellen von Carolin Schairer
Einer der besten lesbischen Romane, die ich je gelesen habe
Worum es geht:
Nina ist gerade mit ihrem Freund Lukas nach Wien gezogen, wo Lukas eine Tanzausbildung machen möchte. Da irgendjemand auch Geld verdienen muss, liegt es nun an Nina einen Job zu finden. Sie bewirbt sich bei einem Pharmakonzern, flunkert dabei allerdings ein wenig über ihre tatsächlichen Fähigkeiten.
Und es klappt, sie bekommt den Job. Anfangs läuft auch alles soweit ganz gut, bis sie ihre Vorgesetzte Ellen kennenlernt. Ellen, eine eiskalte Frau, die Nina vom ersten Augenblick an klarmacht, dass sie sie nicht hier haben will.
Mein Fazit:
Dies ist eine Neuauflage mit einem neuen und ganz anderen Ende. Mich hat der Roman von Anfang an sehr beschäftigt. Ich habe ihn inzwischen schon zum 4. Mal gelesen. Man ist sofort mittendrin in der Story, was ich immer klasse finde. Bei Nina und Ellen gibt es ständig Hochs und Tiefs, ein absolutes Gefühlschaos. Die Beiden haben mich echt fertig gemacht. Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, hatte ich teilweise ganz heiße Wangen und heiße Ohren, so sehr hat es mich mitgenommen. Ich finde, es ist auch ein hervorragendes Buch für eine Leserunde. Ich hatte auf alle Fälle danach sehr starken Redebedarf.
Ob es sich nun für Kenner der Vorgängerversion lohnt, die neuen Ellen-Roman zu kaufen? Ich finde, Ellen ist ohnehin ein Roman, den man immer wieder lesen kann.
Ich habe tatsächlich die Vorgängerversion nochmal hervorgeholt und nachgesehen, wenn ich dachte, hier könnte eine Änderung sein. Das war sogar ganz spannend.
Außerdem hat die neue Version noch so einiges zu erzählen und ein ganz anderes Ende, sodass es sich definitiv lohnt, die neue Version zu lesen.
Für mich ist Ellen einer der besten Romane, die Carolin Schairer geschrieben hat. Deshalb gibt es natürlich eine ganz klare Leseempfehlung mit vollen von 5 Sternen von mir.
Rezensionen von MarcoL:
Ungeheuer am Nordpol von Charles Derennes
Köstliches Abenteuer ganz im Stile von Jules Verne
Dieses Buch hat mich köstlich unterhalten. 1907 im Original erschienen, darf der Roman nun die deutschsprachige Leserschaft begeistern. Ganz im Stile eines H.G. Wells oder des Großmeister der frühen SF – Jules Verne – bekommen wir den Reisebericht des wagemutigen Abenteurers Jean-Louis de Vénasque zu lesen.
Als Kind wohlbehütet und eingesperrt drängt es ihn, kaum das Erwachsenenalter erreicht, in die große Welt hinaus.
S.27: „Sehen was menschliche Augen noch nie gesehen haben! Das wurde mir zur fixen Idee und in jeder Sekunde zur Qual.“
Mit einem stattlichen Erbe im Gepäck und von Langeweile geplagt, trifft er auf Jacques Ceintras, der seine glühende Begeisterung für die erwachende Avionik nicht verbergen kann. Schnell waren sie sich einig. Geld war vorhanden, und so planten sie, als erste Menschen der Welt den Nordpol mit einem Lenkballon zu erreichen.
Kurzum: es gelang. Die Wesen und deren kleine Welt rund um den Pol, auf die sie dabei stießen, traf sie völlig unvorbereitet. Man könnte das Volk im weitesten Sinne als Echsenmenschen bezeichnen. Abgeschirmt vom Eis der Arktis haben sich diese Wesen ihren eigenen kleinen Kosmos geschaffen, mit eigenen Regeln, und, man staune, einer eigenen Technik. In manchen Dingen schienen sie den Menschen voraus zu sein, in anderen Sachen wiederum weit hinterher zu hinken.
Als Leser dürfen wir diese fiktive Welt mit entdecken – mit allen Herausforderungen und Gefahren. Und mit all den vielen Gedanken und Emotionen der zwei Abenteurer. Gekonnt vermittelt der Autor die Eindrücke der beiden Reisenden, und lässt uns mit deren Sinne die Geschehnisse wahrnehmen. Er zeichnet auch ein kritisches Bild der Menschheit – denn was würde/könnte denn passieren, wenn der Rest der Menschheit von dieser Enklave erfahren würde (sehr fortschrittlich für die damalige Zeit, in der der Kolonialismus immer noch salonfähig war).
Die Übersetzung finde ich genial – spiegelt sie doch sehr den Sprachgebrauch der damaligen Zeit wider, ohne zu sehr darin zu verhaften, wie es zum Beispiel bei den Übersetzungen von Jules Verne war.
Fazit: ein wunderbarer Science-Fiction Roman aus dem Jahre 1907, und richtiggehend verschlungen. Ein informatives Nachwort des Übersetzers rundet dieses Buch perfekt ab.
Große Leseempfehlung für alle Freunde dieses Genres und die es noch werden möchten.
Rezensionen von DoraLupin:
Suri, die Monsterjägerin von Jo Rioux
Gelungener Auftakt der Comic- Monsterjägergeschichte
Ich bin immer wieder auf der Suche nach gutem Lesestoff für meinen Sohn. Als ich von diesem Buch hier erfahren habe, war ich gleich sehr neugierig darauf, denn der Klappentext hat mich schon einmal überzeugt und da er alles rund um Fantasy, Monster und Comics liebt, ist diese Geschichte ein echter Pluspunkt.
Inhaltlich geht es um Suri, diese ist die ultimative Monsterexpertin! Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt damit, die faszinierendsten Geschichten über Monster und wie man sie bändigen kann, zu erzählen. Aber Suri möchte nicht für immer von den Abenteuern anderer erzählen. Ihr Ziel ist es, selbst Monsterbändigerin zu werden und selbst einmal Teil der fantastischen Geschichten zu sein. Als sie im Wald ein goldenes Knäuel entdeckt, ahnt sie nicht, dass der goldene Faden ihr dabei helfen wird, Monster zu zähmen. Und auch nicht, dass der Faden einem gefährlichen Trio von Katzengeistern gehört, die ihn unbedingt wiederhaben möchten. Aber zum Glück hat Suri einen ganz besonderen Freund auf dem Jahrmarkt gefunden. Einen sehr großen, sehr lauten und sehr ungeheuerlichen Freund! Wird Suri es schaffen, den Katzengeistern zu entkommen und selbst zur berüchtigtsten Monsterbändigerin zu werden?
Bei diesem Reihenauftakt handelt es sich um einen Comic, es finden sich auf jeder Seite viele bunte Zeichnungen die betrachten einladen und die Illustrationen sind ausserdem sehr schön anzusehen und unterstützen die Geschichte gut. Der Text lässt sich gut lesen und das Bild-Textverhältnis passt gut zu etwas geübteren Lesern so ab Klasse 2-3. Mein Sohn und ich haben ein paar Seiten gebraucht um ganz in die Geschichte reinzufinden aber als der rote Faden dann gefunden war, konnten wir das Buch nicht mehr aus der Hand legen und haben die Geschichte in einem Rutsch verschlungen. Suri ist eine sympathische Protagonistin, die für ihre Träume einsteht und sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Dabei ist sie aber auch klug und hinterfragt auch mal sich selbst. Generell bleibt dieser Comic, wenn man hineingefunden hat, bis zum Ende spannend und mitreißend zu lesen. Wir wurden davon wirklich gut unterhalten und würden uns auf weitere Bände freuen, vorallem da dieser Comic mit einem kleinen Cliffhanger endet. Wir vergeben 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung für Fans von Comics und Fantasygeschichten.
Rezensionen von verhei:
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Agatha Christie trifft Computerspiel- ein etwas anderer Cozy-Crime
Rosemary MacLaine, 77jährig auch Mimi genannt, wird von ihrer reichen und extravaganten Nachbarin Jane zu einer Party und Auktion im Stile der Zwanzigerjahre geladen. Eigentlich möchte Mimi absagen, doch die Gastgeberin lässt ihr keine Wahl. Mimis Enkelin Addie, Computerspieldesignerin, soll sie begleiten.
Im Herrenhaus treffen sie auf eine illustre Schar aus Gästen und Angestellten. Nach der Auktion überschlagen sich die Dinge- Jane wird tot aufgefunden und ein Schneesturm gigantischen Ausmaßes schließt die Gäste und das Personal im Haus ein. Mimi und Addie machen sich auf die Suche nach dem Täter, da die Polizei wohl für einige Stunden nicht auftauchen wird.
Das Ermittlerduo aus Mimi und Addie ist definitiv gelungen. Passend zu Miss Marple- eine ältere souveräne und grantelnde Mimi, die sehr scharfsinnig ist. Unterstützt von ihrer Enkelin, die nach der Trennung von ihrem Freund und dem Verlust ihres „Babys“, dem gemeinsam entwickelten Computerspiels, sehr an sich zweifelt. Ein sehr unterschiedliches Ermittlerduo, das im Zuge der Untersuchung und natürlich auf Grund der nahen Gefahr, auch seine eigenen Differenzen versucht zu lösen. Die weiteren Charaktere muten vielleicht etwas skurril und klischeehaft an. Jedoch wir alles sehr plastisch beschrieben. Besonders gelungen fand ich in diesem Zusammenhang jedoch vor allem die Gestaltung des Covers, in dem die jeweiligen Personen abgebildet sind.
Generell wird die Geschichte mit sehr viel Humor erzählt. Der Text nimmt Anlehnungen an Agatha Christies Ermittlern und greift auch weitere berühmte Ermittler immer wieder im Text auf. Außerdem gibt es etliche Referenzen zu Popkulturthemen. Spannend ist auch das Theorien des Storytellings und der Spielentwicklung durch Addie erklärt werden. Ermittlungstechnisch ein klassischer Cozy-Crime-Roman, bei dem man dem Ermittlerduo auf seinen Befragungen folgt. Passend zu einem Computerspiel befindet man sich auch in einem Haus, das vor Geheimgängen nur so strotz.
So manches muss man meiner Meinung nach mit Humor nehmen und darf es nicht zu ernst sehen. Beispielsweise die vielleicht etwas klischeehaften, Charaktere, die dadurch jedoch erst wieder unterhaltsam sind. Auch der übermäßige Alkoholkonsum, der doch sehr fraglich ist, sollte einen wohl nicht zu sehr stören, sondern vielleicht passend sehen, denn immerhin befindet man sich in einem Herrenhaus, das den Alkoholschmugglern aus Prohibitionszeiten gehörte.
Für mich ein gutes Cozy-Crime Buch, mit Rätseln, Wendungen und Seitenhieben.
Rezensionen von ReiShimura:
Spookily Yours Pleasant Grove von Jennifer Chipman
Pleasant Grove: Ein Hexendorf mit Potenzial, das im Bett verloren ging
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da der Klappentext nach einer zauberhaften Geschichte klang. Denn versprochen wurde ein Hexenstädtchen, Herbststimmung und eine romantische Liebesgeschichte. In Ansätzen habe ich das alles auch bekommen, aber eben nur in Ansätzen. Denn der Großteil des Buches besteht aus einer fadenscheinigen Handlung und ganz viel schlechter Bettgeschichten.
Doch fangen wir ganz von vorne an. Der Einstieg ins Buch hat mir gut gefallen, man lernt Willow, ihre Schwester Luna und das Hexendorf Pleasant Grove kennen. Die Stimmung hat mir gut gefallen und ich war neugierig, wie es weitergehen würde. Ein wenig irritiert war ich aber bereits an diesem Punkt, weil ich das Gefühl hatte, dass die Autorin ein wenig durch die Handlung hetzt. An vielen Stellen hätte ich gern mehr Details und Beschreibungen der Örtlichkeiten oder der Personen gehabt. Dennoch war ich noch guter Dinge und dachte mir, dass dies später sicher noch kommen würde.
Allerdings musste ich recht schnell feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Denn nach ca. einem Drittel des (Hör-)Buches war der Großteil der im Klappentext angekündigten Handlung bereits erledigt. Natürlich gab es noch den einen oder andere Handlungsstrang, der nicht vorangekündigt war. Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass die Verwandlung vom Dämonenkater Damien bereits so früh und vor allem ohne Schwierigkeiten von der Bühne gehen würde.
An diesem Punkt kamen bei mir die ersten Befürchtungen auf in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Und leider habe ich damit genau ins Schwarze getroffen. Denn ungefähr zwei Drittel des Buches geht es nur darum wie heiß sich die beiden finden und wann sie es endlich tun können. Abgesehen von der Tatsache, dass dies über lange Zeit die einzige Handlung in dem Buch war, waren diese Szenen auch noch wirklich grauenvoll. Für mich war da keine Romantik und keine Liebe spürbar und Wortwahl war einfach unterirdisch. Spätestens an dem Punkt, wo Damien seine Körperflüssigkeiten wieder in Willow zurückschiebt, war es dann endgültig vorbei.
Vor dem Lesen hatte ich die Erwartung, dass Willow eine sympathische und lustige Hexe sein würde, die auf der Suche nach sich selbst und ihrer Bestimmung eben auch zufällig noch ihre große Liebe findet. Leider war davon in dem Buch absolut nichts zu spüren. Verwirrend fand ich auch, dass immer wieder thematisiert wurde, dass sich Hexen nicht mit Dämonen einlassen sollen, Willow aber mehr als bereitwillig mit Damien ins Bett geht, ohne einmal weiter darüber nachzudenken. Warum Damien überhaupt in eine Katze verwandelt wurde, ist mir nach Abschluss des Buches auch noch immer nicht klar.
Ich bin von dem Buch besonders enttäuscht, weil in der Geschichte Potenzial gewesen wäre. Die Charaktere hätten interessant sein können, wenn sich Jennifer Chipman die Mühe gemacht hätte, den beiden etwas Tiefe zu geben und eine Charakterentwicklung im Laufe der Geschichte. Auch das Drum herum, mit dem Hexendorf und der Dämonenwelt hätte man stärker in die Handlung einbinden können.
Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle aber die Stimmen von Marie Langenfeldt und Leon Wander die das Hörbuch gesprochen haben. Auch wenn die mit dem, was sie gesagt haben, nicht glücklich bin, haben mir zumindest ihre Stimmen gefallen. Dafür gibt es auf jeden Fall Pluspunkte und bewahrt das Hörbuch vor einer 1 Sterne Rezension.
Rezensionen von Michael150:
Peggy Guggenheim von Mona Horncastle
Lesenswert
Ich habe mich schon öfters mit Peggy Guggenheim beschäftigt und bin regelmäßiger Besucher der Guggenheim-Collection in Venedig. Umso neugieriger war ich auf dieses Buch und ob ich etwas Neues über Peggy-Guggenheim erfahren würde.
Nach dem Lesen dieses Buches muss ich zugeben, dass ich in keinster Weise enttäuscht wurde.
Ganz im Gegenteil, ich habe völlig neue und unbekannte Seiten an Peggy Guggenheim kennengelernt und kann sie nun als Kunstmäzenin noch besser einordnen.
Das Buch schafft es sehr gut, die Person Peggy Guggenheim in all ihren Facetten darzustellen. Es erzählt von ihrer Geburt, ihrer Kindheit, ihr schwieriges Verhältnis zu Männern sowie ihrer Leidenschaft, der Kunst.
Ich kann dieses Buch zweifellos weiterempfehlen, sowohl an Kenner Guggenheims sowie an Menschen, die die wichtige Kunstmäzenin erst kennenlernen wollen.
Rezensionen von Merri:
tiptoi® - Die Erde: Ozeane, Wetter und Vulkane von Luise Terstegen
Einblicke in die Themenbereiche der physischen Geographie
Das Tiptoi-Buch "Die Erde" präsentiert eine vielfältige Sammlung verschiedenster Themen der Physischen Geographie.
Kinder entdecken spielerisch die Geheimnisse der Ozeane, lernen etwas über Klimatologie und ihnen wird Vulkanologie näher gebracht. Auch komplexe Themen wie Gesteinskreislauf, Kohlenstoffkreislauf, Plattentektonik werden behandelt.
Einigen Klimazonen, wie den Tropen und der Polarzone werden ganze Seiten gewidmet.
Die interaktiven Elemente machen schwierige Zusammenhänge verständlich. Die detailreichen Zeichnungen und Grafiken veranschaulichen vieles, auch wenn echte Fotos fehlen. Der Tiptoi-Stift ergänzt dies mit spannenden Erklärungen und Spielen. Das Buch richtet sich an Kinder ab 6 Jahren und setzt echtes Interesse voraus - die vielen Fachbegriffe und komplexen Zusammenhänge erfordern Konzentration. Man muss schon der auditive Lerntyp sein, um alles nachvollziehen zu können. Für naturwissenschaftlich begeisterte Kinder ein faszinierendes Lernerlebnis.
Rezensionen von Ruth:
Schwanentage von Zhang Yueran
Kritischer Blick auf die chinesische Gesellschaft
Zhang Yueran, 1982 geboren, gilt als eine der wichtigsten Stimmen der jungen chinesischen Literatur. Mit „Schwanentage“ kann sie nun der deutsche Leser entdecken und es ist zu hoffen, dass auch ihr Roman „ Cocoon“, den die New York Times zu den besten Büchern des Jahres 2022 gewählt hat, ins Deutsche übersetzt wird.
Im Zentrum von „ Schwanentage“ steht die dreißigjährige Yu Ling, die als Kindermädchen bei einer wohlhabenden und einflussreichen Familie in Peking angestellt ist. Sie kümmert sich liebevoll um den siebenjährigen Sohn Kuan Kuan. Die Eltern, er ein erfolgreicher Geschäftsmann, sie eine ambitionierte, aber wenig erfolgreiche Künstlerin, haben wenig Zeit für ihr einziges Kind und so wundert es kaum, dass der Junge eine intensive Bindung zu seinem Kindermädchen entwickelt hat. Diese aber plant nun mit ihrem Freund zusammen die Entführung des Kindes. Das Lösegeld soll ihnen beiden eine gemeinsame Zukunft ermöglichen. Doch, das ist Yu Ling wichtig, dem Kind soll nichts geschehen. Die Entführung wird als vergnüglicher Ausflug getarnt, aber dann bringt eine Radiodurchsage die Pläne zum Platzen. Der Großvater des Jungen, ein hochrangiges Parteimitglied, wird wegen Korruption verhaftet, der Vater zum Verhör abgeholt und die Mutter taucht unter.
Yu Ling kehrt mit dem Kind in die Villa im noblen Golden Lake Viertel zurück und ist nun ganz allein auf sich gestellt. Den Jungen im Stich zu lassen kommt für sie nicht in Frage. Doch wie soll es weitergehen?
Der Roman wirft einen kritischen Blick auf die chinesische Gesellschaft. Unrechtsbewusstsein scheint es auf allen Ebenen wenig zu geben. So rechtfertigen Yu Ling und ihr Freund die geplante Entführung damit, dass das Geld der reichen Familie von den einfachen Leuten kommt, „ was ist schon dabei, wenn wir uns etwas davon zurückholen?“ Auch ist Yu Ling nicht sehr überrascht über die Anschuldigung gegen ihren Arbeitgeber, viel Geld veruntreut zu haben. „Machen das nicht alle Staatsfunktionäre so? Warum sonst wird man das denn?“
Überall herrscht das Prinzip „ Eine Hand wäscht die andere.“ Reich zu sein bedeutet Einfluss zu haben. Schnell aber kann sich das Blatt wenden.
Allerdings gelten nicht für alle die gleichen Regeln. Wie stark die Klassenunterschiede in der chinesischen Gesellschaft sind, auch das zeigt ausdrucksvoll dieser Roman. Yu Ling hat wenig Chancen auf eine Veränderung ihrer Lebenssituation. Ihre einfache Herkunft und ihre mangelhafte Schulbildung sowie ein dunkler Fleck in ihrer Vergangenheit verhindern dies. Obwohl ihre Arbeitgeber zufrieden sind mit ihrer Leistung, so bekommt sie doch keine Anerkennung dafür. Ein Dienstmädchen oder Kindermädchen mag noch so sehr in den Alltag ihrer wohlhabenden Arbeitgeber eingebunden sein, deren intimsten Geheimnisse kennen, ihre Rolle ist die einer Dienenden, nicht mehr.
Und China mag noch so sehr eine moderne Großmacht sein, Frauen stehen immer noch in der Hierarchie an zweiter Stelle. Yu Ling kämpfte vergebens um die Anerkennung ihres Vaters, ihre Mutter bevorzugt stets den Sohn und ihr Chef behandelt seine eigene Frau mit einer gewissen Herablassung. „ Früher hatte sie (Yu Ling) sich immer gefragt, woher diese Männer eigentlich ihre Autorität nahmen. Sie saßen auf den Stühlen der Macht, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.“
Der Titel „Schwanentage“ ist bewusst mehrdeutig gehalten. Er bezieht sich zum einen auf eine Episode bei dem eingangs geschilderten Ausflug. Der Junge Kuan Kuan befreit dort eine Gans aus einem Tiertransport und hält die Gans fälschlicherweise für einen Schwan. Er richtet ihr ein Zuhause in der Villa ein und für ihn und Yu Ling beginnen die „Schwanentage“, einen Zeitraum, in dem die alten Hierarchien außer Kraft gesetzt sind. Doch so wenig wie aus einer Gans je ein fliegender Schwan werden kann, so wenig kann Yu Ling aus der ihr zugewiesenen Rolle ausbrechen.
Die Autorin überzeugt aber nicht nur mit ihrem Blick auf die chinesische Gesellschaft, sondern auch mit einer Sprache, die zugleich präzise und klar ist, dabei aber Platz für Zwischentöne lässt. Bis zum Ende gibt es immer wieder überraschende Wendungen.
Durch Rückblicke in die Vergangenheit bekommt die Hauptfigur Tiefe und Profil. Aber auch die anderen Charaktere sind wiedersprüchlich und komplex.
Intertextuelle Bezüge schafft Zhang Yueran mit einem Verweis auf den Roman „ Was vom Tage übrig blieb“ vom Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro. Titel und Autor werden zwar nicht genannt, aber eine Parallele gezogen.
„Schwanentage“ liest sich leicht, bietet aber viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. Ich empfehle den Roman allen, die sich für chinesische Literatur und die Machtstrukturen innerhalb der chinesischen Gesellschaft interessieren.











