Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sophie H.:
101 x Bibelspass von Bethan James
Spass mit der Bibel
In diesem Büchlein finden sich 20 bekannte Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testament. Auf jeder Doppelseite wird eine Geschichte erzählt. Zu den Geschichten gibt es passende Rätsel oder Aufgaben. Diese Rätsel und Aufgaben sind so gestalten, dass Kinder in unterschiedlichen Altersstufen angesprochen werden.
Mithilfe der Eltern sollten aber auch jüngere Kinder etliche Rätsel schon lösen können. Und natürlich gibt es am Ende des Buches auch die Lösungen. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Rätsel sehr abwechslungsreich gestaltet sind. Es kommt keine Langeweile auf und motiviert die Kinder, sich mit den Geschichten auseinanderzusetzen.
Besonders ins Auge fallen die fröhlichen und farbenfrohen Illustrationen. Es gibt so viel zu entdecken, dass man auf den einzelnen Seiten auch länger verweilen kann und sich über das Gesehene austauchen kann. Dieses Buch eignet sich sehr gut, wenn man ein Abendritual mit seinem Kind gestalten möchte. So kann man jeden Abend gemeinsam eine kurze Geschichte lesen und dann gemeinsam rätseln. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen!
Rezensionen von Lili-Marie:
Der Laden in der Mondlichtgasse von Hiyoko Kurisu
Süße Geschichte
Auf "Der Laden in der Mondlichtgasse" war ich sehr gespannt, da mich das Konzept sowie die Thematik interessiert hat. In der Mondlichtgasse führt Kogetsu, ein Fuchsgeist, seine einzigartige Confiserie in der er magische Süßigkeiten verkauft. Allerdings zeigt sich der Laden nicht jedem, sondern nur denen, die zu einer bestimmten Zeit Hilfe benötigen, ohne dies zu wissen.
Sie sind meist unzufrieden mit sich selbst oder ihrem Leben. Damit will Kogetsu nicht nur den Menschen helfen, er möchte sie dadurch auch etwas besser verstehen und versuchen herauszufinden, wie sie ticken.
Der Schreibstil ist flüssig und ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen. Das Konzept aus mehreren Kurzgeschichten, die alle ihren roten Faden in der Confiserie finden, hat mir sehr gut gefallen. Allerdings waren die einzelnen Geschichten sehr ähnlich und dadurch etwas weniger spannend als es hätte sein können. Doch jede dieser Geschichten beinhaltet eine Botschaft und regt zum Nachdenken über die eigenen Gedanken und das eigene Handeln an.
Insgesamt konnte mich das Buch trotz des interessanten Themas und Konzepts nicht ganz überzeugen.
Rezensionen von Claudia R.:
Das vergessene Museum von Andreas Suchanek
komplex und rasant
Klappentext / Inhalt:
Vom Fahrradkurier zum Magier. Ein Vermächtnis, das ihn alles kosten könnte.
Liam hat es nicht leicht. Aufgewachsen in eher ärmlichen Verhältnissen, hält er sich in London als Fahrradkurier über Wasser. Als er ein Paket zu einem Privatmuseum liefert, wird er dort Zeuge eines Überfalls.
Er kann nichts mehr für den sterbenden Kurator tun, doch dieser überträgt ihm ein Symbol aus schwarzer Tinte auf seine Haut – und macht ihn somit zum neuen Siegelwahrer des Museums. Liam wird in die Welt eines international agierenden Museumsnetzwerks katapultiert, welches magische Artefakte sicher verwahrt – denn mit diesen lassen sich gefährliche Kräfte kanalisieren. Doch die Museen werden von einem gefährlichen Gegner bedroht und schnell wird klar: Liams eigene Vergangenheit ist eng mit den Geschehnissen verknüpft.
Cover:
Das Cove ist toll gestaltet und bei genauerer Betrachtung kann man hier so einiges in Bezug auf das Buch entdecken. Die Skyline von London ist hier sehr schön erfasst, aber auch weitere Gegenstände, wie ein Fahrrad, eine Buch, eine Taschenuhr und einiges mehr sind hier erkennbar. Manches ist nur leicht skizziert angedeutet und in Gesamten wirkt die Umsetzung durchaus auch geheimnisvoll. So verspricht das Cover Spannung und weckt das Interesse. Optisch und farblich finde ich es auch sehr schön gewählt.
Meinung:
Bei einem ganz gewöhnlichen Kurierauftrag stolpert Liam gradewegs in ein völlig neues Leben und wird zum Siegelwahrer eines geheimnisvollen Museums. Plötzlich ist er in einer Welt voller Magie, Artefakte und voller Gefahren und Intrigen.
Ein spannendes und rasantes Abenteuer, welches kaum Zeit zum Durchatmen lässt.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details dazu zurück.
Der Schreibstil ist bildlich und beschreibend und auch auf so manche Details wird hier geachtet. Die vielen Zeitbrücken sind gut konstruiert, jedoch muss man auch genau acht geben und manches ggf. auch ein weiteres mal lesen, um es zu verstehen, da es doch auch etwas verwirrend sein kann, aufgrund des umfangreichen Konstruktes, aber doch ist es auch schlüssig und stimmig in sich, so weit ich folgen konnte. Auf jeden Fall fand ich es extrem fesselnd und spannend und es wurde zu keiner Zeit langweilig oder langatmig. Ganz im Gegenteil, es erschien eher rasant voran zu schreiten.
Auch die Charaktere fand ich gut durchdacht und für sich genommen interessant und auch facettenreich. Man findet sich in diese hinein und schreitet mit ihnen in der Geschichte weiter voran. Auch die Entwicklungen dazu waren gut gemacht.
Die Gestaltung und Gliederung hat mir gut gefallen. Die Kapitel haben eine schöne und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut hervorgehoben und dadurch gut ersichtlich. Die Überschriften sind passend, ohne zu viel zu verraten.
Spannend fand ich die Welt des magischen Museumsnetzwerks und das komplexe Magiesystem. Es ist extrem faszinierend und fantastisch umgesetzt und beschrieben.
Die Neugier auf den nächsten Band ist auf jeden Fall geweckt.
Fazit:
Ein spannendes und rasantes Abenteuer, welches kaum Zeit zum Durchatmen lässt. Manchmal fast schon ein wenig zu komplex, aber dennoch gut konstruiert.
Rezensionen von Lilli33:
Mumien morden mittwochs nie von Tatjana Kruse
Geballter Wortwitz
Geballter Wortwitz
Inhalt:
Dr. Apollonia Obermoser, genannt Polly, strebt dem Höhepunkt ihrer Karriere zu, der Ausstellung von unglaublichen altägyptischen Artefakten im Museum Gamser. Doch schon bei der Pressekonferenz bekommt Polly einen empfindlichen Dämpfer: Ein Mitarbeiter des Museums kommt auf unerklärliche Weise zu Tode.
Liegt etwa ein Fluch auf den Artefakten?
Meine Meinung:
Ich habe nun schon einige Bücher von Tatjana Kruse gelesen und habe sie alle sehr genossen. Ich liebe ihren genialen Schreibstil, der locker, aber nicht zu einfach ist und jede Menge Wortwitz enthält. So auch hier bei „Mumien morden mittwochs nie“. Von Anfang bis Ende hat mich die Autorin mit Wortwitz und Situationskomik in hohem Maß erfreut. Da kommt der Krimi zunächst fast ein bisschen zu kurz. Natürlich kann man auf knapp 250 Seiten, von denen etliche auch noch leer sind, weil Kapitel grundsätzlich auf einer rechten Seite beginnen, keine so hoch komplexe Handlung entwerfen. Trotzdem entwickelt sich der Kriminalfall nach einem eher gemächlichen Anfang dann immer rasanter und spannender. An der Seite von Polly schleichen wir durch das Museum, immer auf der Hut vor dem Mörder. Manche Szene ist recht gruselig, anderes einfach nur witzig. Im Prinzip sind alle anwesenden Personen verdächtig, zumindest solange sie noch leben. ;-) Doch die Auflösung konnte mich dann wirklich überraschen.
Fazit:
Ein herrliches Lesevergnügen, für das ich mir ein paar Seiten mehr für eine komplexere Handlung gewünscht hätte.
Rezensionen von Danislesestube:
Sera: Verborgene Macht von Rebecca L. Knippen
Ein gelungener Einstieg
Sera hat es nicht leicht im Leben. Ihre leiblichen Eltern hat sie schon früh verloren. Aufgrund ihrer mangelnden Fähigkeiten wird sie nicht als Wächterin akzeptiert und muss dementsprechend „niedere Arbeiten“ verrichten. Trotz all dem haben wir es hier mit einer recht fröhlichen und sympathischen Protagonistin zu tun, die bislang nicht aufgegeben hat, den Wächtern zu beweisen, dass sie dennoch etwas wert ist, auch wenn ihr in aller Regelmäßigkeit das Gegenteil entgegen gedonnert wird.
Ihre neuen Eltern samt Geschwistern geben ihr zusätzlich Kraft, ebenso ihre näheren Bekannten und Freunde. Diese Charaktere waren mir neben der Protagonistin am sympathischsten. Bei den Wächtern scheiden sich die Geister, ein paar sind echt in Ordnung, andere wiederum hätte ich gerne zum Mond geschossen. Insgesamt sind die Charaktere gut gelungen, nicht zu detailreich, nicht zu künstlich, jeder erfüllt seine/ihre Rolle. Apropos Rolle.
Sera spielt zumindest am Anfang nicht wirklich die Hauptrolle. Ihre Schwester hingegen steht bis gut über die Hälfte des Buches im Rampenlicht. Was ungewöhnlich, aber sehr abwechslungsreich ist. Erst als der Fremde auftaucht, rückt Sera mehr in den Fokus. Dann geht es nicht nur richtig rund, sondern wir bekommen endlich eine Erklärung, wie Seras Schicksal zustande gekommen ist. Klingt nicht nur spannend, sondern macht auch Lust auf den zweiten Teil. Die Geschichte endet mit einem gelungenen Showdown und dazu passenden Cliffhanger. Jetzt habe ich Lust auf Teil zwei.^^
Optisch ist das Buch ebenfalls gelungen. Mag die Farbe sehr. (Zugegeben, violett ist eine meiner Lieblingsfarben^^)
Rezensionen von Eternal-Hope:
Freundschaft - Eine andere Form von Liebe von Kerstin Schweighöfer
Sehr berührendes persönliches Buch über wahre Freundschaftsgeschichten
Freundschaften sind für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil des Lebens, umso mehr in Zeiten, in denen so vieles andere unsicher geworden ist. Kerstin Schweighöfer hat eine sehr enge Freundin, Jantina, die sie lange treu begleitet hat, durch einen unbarmherzigen, rasch voranschreitenden und metastasierenden Krebs an den Tod verloren.
Ihr und der Erinnerung an die gemeinsame Freundschaft hat sie dieses besondere Buch gewidmet.
In diesem Buch werden verschiedene Menschen porträtiert, die schon lange in tiefer Freundschaft miteinander verbunden sind. Es geht um solche Freundschaften, die auch die Stürme des Lebens ausgehalten haben und sich auch in schlechten Zeiten bewährt haben. Es sind wahre Geschichten, die die Autorin da erzählt und für die sie ganz besondere Interviewpartnerinnen und Interviewpartner gefunden hat, die Außergewöhnliches miteinander erlebt haben: zwei blutjunge holländische Blauhelmsoldatinnen, die zur Zeit der Jugoslawienkriege in Bosnien stationiert waren und die unglaubliche Hilflosigkeit der unterlegenen holländischen Truppen gegenüber der Übermacht der Serben, die letztendlich das Srebrenica-Massaker verübten, erleben mussten, dadurch traumatisiert wurden und sich doch gegenseitig stützen und beistehen konnten. Eine Gruppe von Freunden, bei denen eine eine schlimme Diagnose bekommt und die dennoch gemeinsam noch möglichst viel erleben möchten. Zwei Sandkastenfreundinnen, eine mit unerfülltem Kinderwunsch, eine gewollt kinderfrei, und letztere wird schließlich ersterer selbstlos eine eigene Eizelle spenden. Und noch weitere Geschichten.
Ja, es sind nicht irgendwelche Geschichten, die hier erzählt werden, es sind ganz besondere, und jede ist auf ihre Weise emotional tief berührend und macht nachdenklich über das, was das Leben auf diesem Planeten und unsere menschlichen Verbindungen zueinander ausmacht. Ergänzend werden die Geschichten jeweils durch persönliche Gedanken der Autorin zum Thema Freundschaft und insbesondere durch ihre Erinnerungen an ihre verstorbene Freundin Jantina. Dadurch wird das Buch gut abgerundet und genau diese persönlichen Kommentare machen ein stimmiges und persönlich berührendes Gesamtkonzept daraus.
Leseempfehlung für alle, denen Freundschaft etwas bedeutet und die sich von eindringlichen wahren Geschichten zu diesem Thema berühren lassen wollen.
Rezensionen von Claudia R.:
Die Igelkinder von Erwin Moser
liebevolles Abenteuer
Klappentext / Inhalt:
Die Igelkinder Max und Mara sind überhaupt nicht müde, obwohl es draußen bereits Dunkel ist. Sie begeben sich auf ein nächtliches Abenteuer in den Wald. Denn vor dem langen Winterschlaf gibt es noch so viel zu entdecken.
Cover:
Das Cover ist sehr niedlich und liebevoll umgesetzt.
Dies zeigt eine Igelfamilie eingekuschelt in ihrer Baumhohle. Es ist super süß umgesetzt und total niedlich gezeichnet. Auch farblich und optisch ist es sehr schön abgestimmt.
Meinung:
Max und Mara, die beiden Igelkinder sind noch gar nicht müde und als ihre Eltern bereits schlafen schleichen sich die beiden raus und erleben im Wald so manche Abenteuer und Gefahren, haben dabei aber auch Unterstützung und lernen verschiedene Waldbewohner kennen und helfen sich gegenseitig. Eine sehr liebevolle und herzerwärmende Geschichte für Zwischendurch.
Zu viel vom Inhalt sei hier jedoch noch nicht verraten mit weiteren Details dazu halte ich mich zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und locker lesbar und zudem auch gut verständlich. Die kurzen Sätze sind angemessen und den Geschehnissen können auch die Kleinen gut folgen.
Die bunten Bilder und Zeichnungen runden das Ganze sehr gut ab. Die Illustrationen geben die Geschehnisse gut wieder und setzen die Geschichte sehr schön um. Die Bilder sind liebevoll gestaltet und illustriert und besonders auch die Charaktere sind hier sehr niedlich dargestellt.
Ein wundervolles kleines Büchlein für Zwischendurch. das Format ist sehr handlich. Die Charaktere sehr niedlich dergestalt und die Geschichte liebevoll umgesetzt und sehr schön illustriert.
Fazit:
Eine sehr liebevolle und herzerwärmende Geschichte für Zwischendurch.
Rezensionen von LeserinLu :
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Gemeinsam auf Spurensuche
Was für ein rasanter Auftakt: Kelly Mullens „Die Einladung“, übersetzt von Katharina Naumann, beginnt atmosphärisch dicht und mit einem richtig motivierenden Start ins Rätselraten. Schon nach den ersten Seiten wollte ich selbst mit Stift und Zetteln loslegen, um die Verdächtigen und ihre Geheimnisse zu sortieren.
Besonders hilfreich fand ich dabei die Übersicht über die Figuren im Einband – auch wenn die Figuren in meinem Kopf deutlich weniger glatt und perfekt aussehen als dort gezeichnet.
Schnell ins Herz geschlossen habe ich Mimi und Addie, die beiden eigenwilligen Ermittlerinnen im Zentrum des Romans, die Zeuginnen eines Mordfalls in einem eingeschneiten Herrenhaus werden. Ihre Dynamik hat für mich den größten Reiz des Romans ausgemacht: Mimi, die mit 76 Jahren eigenwillig und sehr direkt ist, und ihre Enkelin Addie, die gerade verunsichert aus einer schweren beruflichen und privaten Trennung kommt. Auch wenn die Charaktere insgesamt nicht in besonders großer Tiefe entwickelt werden, haben sie mir gut gefallen und Charakterstudien erwarte ich bei dem Genre auch nicht.
Nett fand ich außerdem die herbstlich-winterliche Atmosphäre und das alte Herrenhaus-Setting, das genau die richtige Mischung aus Gemütlichkeit und Beklemmung vermittelt. Manches hätte für mich allerdings weniger konstruiert sein dürfen – auch wenn ich am Ende Freude an den Auflösungen hatte, wirkten manche Zufälle und Wendungen auf mich zu abstrus. Trotz kleiner Schwächen bleibt „Die Einladung“ für mich ein kurzweiliger Wohlfühl-Krimi, wie ich ihn mir erwartet hatte.
Rezensionen von qq:
Vulva! von Nadine Beck; Rosa Schilling
den Körper kennenlernen
den Körper kennenlernen
„Vulva!“ ist mehr als nur ein Aufklärungsbuch, es ist eine liebevolle, ehrliche und mutige Einladung, den eigenen Körper besser kennenzulernen. Schon beim ersten Durchblättern der über 200 Seiten spürt man: Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen!
Es wird mit viel Humor, Gefühl und Respekt über Themen geschrieben, die sonst nicht wirklich angesprochen werden.
Es geht um Aufklärung, Körperwissen und Selbstliebe.
Besonders hervorheben möchte ich die Illustrationen im Buch, welche absolut klasse gelungen sind. Sie sind bunt und lebendig. Sie zeigen, wie vielfältig und wunderschön unsere Körper sind – ganz ohne Scham oder Tabus.
Das Buch ist in größere Themenbereiche gegliedert - und wird in einer Fragen und Antwortenstruktur abgearbeitet.
Die Botschaft ist eine wichtige: ""Es ist gut so wie du bist"
Von mir gibt es eine Empfehlung für dieses Buch.
Rezensionen von LeserinLu :
Beste Zeiten von Jenny Mustard
Schmerz und Wachstum
„Beste Zeiten“ erzählt von Sickan, die es aus der Provinz in Südschweden nach Stockholm schafft und dort ihr Studium und vor allem ihr eigenes Leben beginnen möchte. Durch die Übersetzung von Lisa Kögeböhn kann man außerdem so richtig in den schwedischen Alltag und die schwedische Sprache eintauchen.
Was anfangs nach einem unbeschwerten Neustart für Sickan klingt, ist allerdings gleichzeitig geprägt von den Narben ihrer Vergangenheit: massives Mobbing, wenig einfühlsame Eltern und verlorenes Vertrauen belasten sie noch immer. Jenny Mustard beschreibt einfühlsam, wie Sickan Schritt für Schritt lernt, sich selbst zu spüren, Grenzen zu setzen und ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen – ohne dabei die Unsicherheiten und Widersprüche einer jungen Erwachsenen zu verschweigen.
Mir gefiel, wie realistisch das Uni-Setting und das WG-Leben dargestellt sind, wie intensiv Freundschaften und erste Beziehungen erlebt werden und wie Sickan trotz Schmerz und Fehlern immer wieder kleine Wachstumschancen ergreift. Die Nebenfiguren sind interessant und vielfältig, das Campus-Setting bildete für mich einen vertrauten, lebendigen Rahmen - auch wenn der Roman für mich definitiv kein Pageturner war.
Obwohl der Roman an manchen Stellen ein wenig vor sich hinplätschert, überwiegt für mich der positive Eindruck: Die Mischung aus Schmerz, Liebe und Selbstfindung macht „Beste Zeiten“ zu einem nachdenklichen und zugleich leicht zugänglichen Coming-of-Age-Roman. Dass die langfristigen Folgen von Mobbing thematisiert werden, habe ich so auch noch nicht in einem Roman gelesen.











