Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Goejos:
Alle weg von Stefan Maiwald
Beruhigtes Grado
Ein wunderbares Buch, welches schon beim Lesen eine gewisse Ruhe ausstrahlt. Stefan Maiwald gelingt es hervorragend, das Flair von Grado nach dem Verlassen der Touristen in dieser Zeit zu beschreiben. Man spürt die Ruhe und Gelassenheit, auch in Pinos Bar, wo wir uns mit dem Verfasser öfters treffen.
Auch erfahren wir sehr viel über die Bräuche der Einheimischen zu der jeweiligen Jahreszeit. Maiwald berichtet aber auch von seiner persönlichen Verbindlichkeit zu dieser Gegend. Ob er seine Frau jemals im Tennis schlagen kann? Er verrät auch das beste Gulaschrezept des Einheimischen. Und auch über die Essgewohnheiten zu den Feiertagen und Festen werden wir informiert. Alle weg ist ein Werk, welches man in die Hand nimmt, zu lesen beginnt und ungern weglegt, bevor man fertig ist. Was kann man über ein Buch Besseres sagen. Auch das Cover passt sich dem Innenleben an.
Rezensionen von Morten:
Beste Zeiten von Jenny Mustard
Verdammt realistische Coming-of-Age-Geschichte
Das Leben Anfang 20? Oft gar nicht mal so einfach. Auch nicht für Sickan. Ihrer Heimat ist sie in Richtung Stockholm entflohen. Weg vom Mobbing der Schulzeit, von der südschwedischen Langeweile, den Eltern, die zwar Akademiker sind, aber nichts aus sich machten. Stattdessen Studium, WG-Leben, erste Beziehungen – und alles, was daran doch nicht so golden ist, wie sie es sich ausgemalt hat.
„Beste Zeiten“ passt am besten in Anführungszeichen, denn so richtig rund läuft es nicht. Zwar wohnt sie nach einem Anfang in einem Wohnheim in einer WG mit Hanna und das in einer teuren Stockholmer Wohnung (für die sie dank Hannas wohlhabender Mutter kaum mehr zahlt als vorher). Zwar hat sie irgendwann eine Beziehung mit Abbe. Zwar ist sie die beste Studentin ihres Fachs. Aber Hanna kennt keine Grenzen, Abbe ist seltsam abwesend und plant einen Umzug nach Mexico City und das Studium lässt sie schleifen, um für andere Leute Hausarbeiten zu schreiben.
Wie schon in „Okaye Tage“, das übrigens auch immer am besten in Anführungszeichen stand, überzeugt Jenny Mustard mit einem ruhigen und doch schonungslos ehrlichen Realismus. Nichts wird beschönt, gleichzeitig aber auch nicht unnötig prekär dargestellt. Sickan erlebt typische Situationen wie Partys, Liebe und Krach. Und leider auch für viele junge Frauen typische Situationen wie Mobbing und sexuelle Übergriffe.
„Beste Zeiten“ ist dabei ein wirklich guter Coming-of-Age-Roman, wenn das Leben Anfang 20 noch zu diesem Genre zählt. Aber auch die Rückblenden sind schockierend und eindrucksvoll, besonders Sickans Erlebnisse mit 13, ohne zu spoilern. Manchmal scheint die Geschichte etwas an Fahrt zu verlieren, ein paar Seiten plätschert es mal dahin, was aber auch irgendwie gut zum Leben in diesem Alter passt, bevor es wieder an Fahrt aufnimmt. Und zu einem passenden, guten, realistischen Ende kommt.
Etwas kurios wirkt es manchmal, dass schwedische Wörter unübersetzt bleiben, in einem Roman einer Schwedin, der in Schweden spielt. Aber das scheint schon im Original so zu sein, ist „Beste Zeiten“ doch zunächst auf Englisch erschienen. Irgendwann liest man es auch einfach so mit, die meisten Wörter sind eh verständlich, der Rest lässt sich googlen.
Ganz an „Okaye Tage“ kommt ihr Zweitwerk nicht ganz, emotional zumindest. Aber Jenny Mustard entwickelt sich zu einer bedeutenden Stimme der Twenty-Somethings. Und ich bin schon sehr gespannt, welche Geschichte sie als nächstes erzählen wird – und ob der Titel zu den Vorgängern passt. Vermutlich schon.
Rezensionen von Claudia R.:
Sturmtänzer von Matthias Daxer
Alpen-Mythologie
Klappentext / Inhalt:
„Ich habe einen Auftrag für dich, Leon. Du musst etwas zu Ende bringen. Den Fehler eines alten Mannes geradebiegen.“
Nach dem mysteriösen Tod seines Großvaters liegt Leons Welt in Scherben. Die Briefe, die sein Opa ihm am Sterbebett hinterlassen hat, werfen nur weitere Fragen auf: Wer ist der Avergeist, und was hatte er mit Opa zu schaffen? Alle Nachforschungen führen ins Nichts, bis eine junge Frau namens Mela auftaucht und ihm von uralten Dämonen, fremden Welten und dem Zirkel der Sturmtänzer erzählt.
Sie will dem Avergeist die Stirn bieten, aber er ist nicht ihr einziger Feind. Zuerst muss sie die Wolkenbarke erobern, auf der die Sturmtänzer ein tyrannisches Regime errichtet haben, das Seelen aus allen sieben Welten entführt und dem Avergeist ausliefert.
Mela und Leon geraten ins Zentrum eines jahrhundertealten Konflikts, in dem nicht nur ihr Leben, sondern das Schicksal aller Welten auf dem Spiel steht. Eine Geschichte über Unterdrückung, Rebellion, Verrat und Selbstbestimmung – der Auftakt einer Fantasy-Reihe aus Tirol, inspiriert von Sagen und Mythen aus dem Alpenraum und darüber hinaus.
Cover:
Das Cover verspricht Abenteuer und Spannung. Zentral ist hier ein großes Schiff erkennbar mit einer starken Brandung darunter, aber auch felsiger Natur und Bergen dahinterliegend. Eine weibliche Gestalt im Vordergrund scheint mit den Geschehnissen zu interagieren und auch die Blitze am Himmel versprechen leuchtende Lesemomente. Farblich etwas düsterer gehalten macht es so einen spannenden und zugleich auch mystischen Eindruck. Optisch und farblich ist das Ganze passend umgesetzt und weckt so das Interesse auf das Buch.
Meinung:
Fesselndes Fantasy Abenteuer mit Alpen Mythologien. Gelungener Mix aus Realität und Fiktion, der stimmig verwoben wird. Leon erhält am Sterbebett seines Großvaters seltsame Briefe, und damit beginnt ein besonderes Abenteuer. Die Grenzen zwischen Realität und Mythologie verschieben sich sehr und mehr. Man wird in eine fesselnde Welt voller Mythologie und Fabelwesen hineingezogen und lernt mehr über Habergeiß, Krampus, Perchta und so manch andere Sagengestalten.
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten oder gar vorweg nehmen und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist bildlich und beschreibend. Man kann den Geschehnissen sehr gut folgen und auch in die Charaktere findet man sehr gut hinein. Viele der Sagenfiguren waren mir weniger bekannt, einzig der Krampus und über Pferchst habe ich schon einmal etwas gelesen und gehört. daher fand ich es umso spannender mehr darüber zu erfahren.
Im Glossar im Anhang kann man dazu auch nochmal einige Erklärungen und Beschreibungen finden. Dies fand ich sehr hilfreich und auch das Glossar war sehr schön ausgearbeitet.
Die Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Die Unterteilung in 3 größere Teile und diese wiederum in mehrere Kapitel fand ich sehr gut gemacht und stimmig. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme und gute Länge und bringen so auch Spannung und Tempo hinein. Die Anfänge der einzelnen Kapitel sind gut erkennbar und auch die Überschriften sind passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.
Die Geschichte ist spannend und fesselnd angelegt. Auch eine düstere Atmosphäre und eine gewisse mystische Spannung schwingt die ganze Zeit mit. Die bildlichen Beschreibungen machen es sehr gut vorstellbar. Die Charaktere sind facettenreich umgesetzt und sorgen wo ebenfalls für Spannung und Unterhaltung. Mir haben die Charaktere sehr gut gefallen und ich habe schnell in Handlung und Geschichte hineingefunden. Die Erzählungen konnten mich fesseln und mitnehmen. Man taucht eine in eine fantastische Mythologie Welt, aber auch die Geschichte - in der Geschichte ist spannend und interessant umgesetzt. Eine gelungene Mischung aus Alpenmythlogie und Realität mit einem Funken Düsternis und allerlei packenden Ereignissen.
Klasse fand ich auch den wundervollen Farbschnitt, welcher das Bild vom Cover geschickt fortführt.
Die Geschichte und auch das Setting sind beeindruckend. Die Charaktere überzeugen durch Facettenreichtum. Für spannende und fesselnde Unterhaltung ist gesorgt. ein gelungner Auftakt und ich bin gespannt, wie es weitergeht, auch wenn ein kleines Zwischen Happy End zu verzeichnen ist.
Fazit:
Eine gelungene Mischung aus Alpenmythlogie und Realität mit einem Funken Düsternis und allerlei packenden Ereignissen.
Rezensionen von Katzenmicha:
Stummes Trauma von Helena Kubicek-Boye
Spannender Thriller
Es wird eine tote junge Frau forensischen Psychiatrie in Säter im Schnee gefunden, kurze Zeit darauf stirbt eine weitere Frau, die Mitglied im hiesigen Jagdverein ist.Anna Varga, die Psychologin erfährt, das es dabei um ihre Patienten handelt sie hat das Opfer therapiert.Die Patientin Felicia soll sich das Leben genommen haben,hätte Anna das erkennen müssen?Anna kann es nicht fassen und beginnt selbst Nachforschungen anzustellen.
Was sie dabei nicht ahnt, sie ist dabei in ein großes Wespennest aus Familienproblemen zu stechen.Was hat es außerdem mit dem toten Wolf auf sich, der in der Nähe der Toten gefunden wurde?Und eine weitere Frauenleiche entdeckt wird kurz drauf gefunden…
Die Autorin Helena Kubicek Boye hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Spannend schildert sie den Thriller der mit seiner dichten, winterlichen Kulisse für spannende Ermittlungen sorgt.Sehr gerne 4 Sterne und mehr von spannenden Thriller der Autorin.
Rezensionen von Silvia Fleck:
Mei liabste Speis von Eva Kamper-Grachegg
Toller Alltagsbegleiter
Ich bin Wiederholungstäterin was Eva Kampers Kochbücher angeht. Ich habe sie alle. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Die Gerichte sind unkompliziert zuzubereiten und schmecken toll. Vor allem die Salate finde ich wunderbar. Grün und Kernöl in Ehren, aber es geht eben auch anders.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Silvia FleckRezensionen von @lust_auf_literatur:
Die Kröte von Simone Hirth
Zeitgenössische und feministische Neuerzählung eines Märchenklassikers
Vor ungefähr zwei Jahren erschien der Roman „Malus“ von Simone Hirth, der für mich ein aufregendes, feministisches Highlight war und in mir den dringenden Wunsch geweckt hatte, mehr Literatur der wahlösterreichischen Schriftstellerin zu lesen.
Jetzt ist mit „Die Kröte“ ihr neuer und fünfter Roman erschienen und gleich bei mir eingezogen.
Und auch in „Die Kröte“ bewegt sich Hirth weit im Reich der Metaebene und verwandelt ein bekanntes Märchen in eine zeitgenössische und feministische Geschichte.
Ich bin jetzt literaturgeschichtlich nicht ganz so sattelfest, aber die Grundzüge des Grimmschen Märchens „Der Froschkönig“ sind mir noch vage aus meiner Kindheit bekannt, was für die Lektüre von „Die Kröte“ von Vorteil, aber vielleicht nicht unbedingt notwendig ist.
Hirth Erzählerin Milena teilt ihr Leben ganz plötzlich mit einer Kröte. Naja, so ganz plötzlich ist die Kröte nicht erschienen. Du kennst es vielleicht: Dein Smartphone fällt ins Wasser und da gehst du auf das Angebot einer Random Kröte ein, es dir wieder zu besorgen. Natürlich nicht so ganz ohne Gegenleistung. Und so ist die Kröte jetzt eben da und verbreitet mit ihren ungebetenen Untertiteln eine immense Unsicherheit im Leben der Erzählerin.
“Seit die Kröte in mein Leben getreten ist, haben Verlust und Verlassen, Halt und Sicherheit eine andere Bedeutung, eine andere Dimension und Dringlichkeit für mich bekommen.”
Schnell merkt Milena, dass die Kröte nicht unbedingt ihr Bestes will, sondern Unwahrheiten verbreitet, sie manipulieren und Kontrolle ausüben will.
Außerdem greift die Kröte ihre unbewusste Gedanken und Wünsche auf, vereinfacht und verzerrt sie, bis Milena selbst nicht mehr weiß, was sie eigentlich gedacht hat.
Und jetzt verschwindet die Kröte nicht mehr so einfach, sie hat sich in Milenas Leben eingenistet.
Wie schon erwähnt, funktioniert Hirths parabelartiger Roman hauptsächlich über die Metaebene und ermöglicht so einen unendlichen Interpretationsspielraum.
Für mich symbolisiert die Kröte eine individuelle und gesellschaftliche Stimme, die scheinbar Hilfe und Orientierung anbietet und zunächst wie ein Mittel gegen Einsamkeit aussieht, dabei aber verunsichert und manipuliert.
Dabei denke ich konkret an rechte und populistische Strömungen, die komplexe Probleme bewusst vereinfachen und auf falsche Zusammenhänge reduzieren und so eine vermeintlich einfache Lösung anbieten.
“Im Märchen hat Komplexes, Vielseitiges, haben Nuancen keinen Platz. In der Wirklichkeit übrigens viel zu oft auch nicht.”
Die Kröte verhält sich zudem übergriffig und ihr Verhalten gegenüber Milena lässt sich als toxisch bezeichnen.
Der wirklich spannende Schluss auf den letzten Seiten unterstreicht diese Lesart. Es würden sich aber auch ganz andere Interpretationsansätze anbieten, wie das so oft bei Märchen der Fall ist.
Grundsätzlich ist „Die Kröte“, genauso wie es auch „Malus“ bereits thematisiert hatte, ein Roman, der die emanzipatorische Kraft des Erzählens und der Literatur betont. Und so stehen Milena auch wieder ein weiblicher Kanon aus literarischen Stimmen zur Seite.
“Es ist doch das Privileg und die Stärke der Literatur, dass sie Dinge beschreiben kann, die jenseits von wahr und unwahr liegen. Jenseits von real und irreal oder surreal.”
„Die Kröte“ war für mich jetzt vielleicht nicht so ganz das Highlight wie es „Malus“ für mich war, aber gerade der aufregende Schluss hatte mich jetzt auf den letzten Seiten wieder ganz gut aus dem etwas langwierig geratenen Metauniversum zurück auf die Erde geholt.
Rezensionen von Birgit Ettinger:
Kleine Fenster zum Glück von Elmar Simma
Was zählt in einer fragilen Welt?
Jede Karte enthält eine Fabel, Parabel, biblische Weisheit, japanische Kintsugi, oder chassidische Geschichte – auf der Rückseite ein passender Impuls – ein Denkspiel, das uns kurz innehalten lässt - gleichzeitig eine Anregung, den Moment besser zu gestalten.
Dear Autor, selbst Seelsorger, ist offen für Kulturen und Religionen – und gibt praktische Anregungen für Alltag und Entwicklung – öfter mal lächeln, Beziehungen pflegen, weniger Reue – mehr Genuss – ohne jemanden unter die Räder geraten zu lassen.
Ein Bervier für jeden Tag – oder als Geschenk.
Rezensionen von Shilo:
Im Bann der Freibeuter von Johann Christian Lotter
Unter Piratenfahne – ein Roman zwischen Freiheit und Verrat
Johann Christian Lotter hat mit "Im Bann der Freibeuter" einen historischen Abenteuerroman geschaffen, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Der Einstieg wirkt noch ruhig, fast nachdenklich, doch dann nahm die Geschichte Fahrt auf, und ich fühlte mich mitten drin in einer Welt voller Gefahren, Entscheidungen und unerwarteter Wendungen.
Besonders eindrücklich fand ich die Erzählweise: Richard Kreutzner schildert seine Erinnerungen im Rückblick, was dem Ganzen eine besondere Schwere verleiht. Man spürt von Anfang an, dass es nicht nur um Abenteuer auf See geht, sondern auch um Schuld, um Loyalität und darum, was man für seine Ziele opfert. Dass Figuren wie William Kidd tatsächlich existiert haben, machte die Handlung für mich noch greifbarer und gab ihr eine glaubwürdige Basis. Dieser Roman beruht auf tatsächlichen Ereignissen am Ende des 17. Jahrhunderts. Die Hauptfiguren sind zwar fiktiv, aber viele Nebenfiguren gab es wirklich – das verleiht dem Ganzen zusätzliches Gewicht.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst an Deck zu stehen: das Knarren der Planken, das Ringen um Macht und das ständige Risiko, das dieses Leben mit sich bringt. Gleichzeitig bleibt der Blick auf Richard als Menschen spürbar – seine Sehnsucht nach Anerkennung, sein inneres Schwanken und seine Liebe, die wie ein roter Faden immer wieder aufscheint. Manchmal musste ich schmunzeln über seine kleinen Eigenheiten, und an anderen Stellen war ich richtig angespannt.
Der Schreibstil ist lebendig, was das Lesen zu einem Vergnügen macht. Manche Passagen waren mir etwas detailreich, da habe ich kurz den Lesefluss verloren, aber das hat dem Gesamterlebnis keinen Abbruch getan. Insgesamt habe ich den Roman mit Spannung und Freude gelesen. Er bietet Atmosphäre, Historienflair und Abenteuer, ohne ins Märchenhafte abzudriften.
Für mich sind es starke vier Sterne. Ein packender Roman mit viel Atmosphäre, einem lebendigen Erzählstil und einem Protagonisten, der mich bis zur letzten Seite beschäftigt hat.
Rezensionen von brauneye29:
Alle weg von Stefan Maiwald
Schöne Geschichte
Zum Inhalt:
Die Nebensaison beginnt in Pinos Bar in Grado dann, wenn der Fernseher wieder läuft und die Stammgäste wieder über die ganz normalen Dinge wie Politik, Fußball, Kriminalfälle reden oder auch streiten. Es wird für einander gekocht, gelacht, diskutiert und aufs Leben angestoßen. Das ganz normale Leben eben wird wieder Normalzustand statt Touristenströme abzuwickeln.
Meine Meinung:
Ich mach zwar keinen Urlaub an der Adria, aber in Italien am Gardasee und so lange bin ich auch noch gar nicht zurück und ich kann mir vorstellen, dass es auch dort ähnlich abläuft. Wenn es ruhiger wird, wird es für die Italiener wieder normaler und irgendwie auch lebhafter auf andere Art und Weise. Irgendwie habe ich mich total abgeholt gefühlt von dem Buch, denn ich hatte fast das Gefühl als säße ich bei manchen Szene als stiller Beobachter daneben.
Fazit:
Schöne Geschichte
Rezensionen von Claudia R.:
Ich war das nicht! von Lydia Hauenschild
streiten und vertragen
Klappentext / Inhalt:
Entschuldigung sagen und Fehler eingestehen: So können Kinder ihre Konflikte lösen
Streit, Neid und Eifersucht – solch starke Gefühle erleben Kinder häufig. Wie können sie lernen, damit umzugehen? Gibt es einen Weg, „richtig zu streiten“? Warum sind Entschuldigungen so wertvoll?
Lydia Hauenschild erzählt in diesem Buch ganz empathisch die Geschichte von Leo und Klara, die einen handfesten Krach haben und denen es trotzdem gelingt, Freunde zu bleiben.
Streiten lernen und Versöhnung schaffen: Kinderbuch ab 4 über eine wichtige soziale Kompetenz
Nah am Kinderalltag: realistische Geschichte über einen Konflikt bei Kindern und seine Lösung
Verzeihen und Fehler wieder gut machen: wWertvolle Strategien zu Streit bei Kindern und Streit in der Familie
Streit schlichten und Werte vermitteln: eine Geschichte, die zu weiterführenden Gesprächen einlädt
Beispielgeschichte für die Konfliktlösung mit Kindern und Streitregeln im Kindergarten und in der Grundschule
Soziale Interaktion bei Kindern fördern und mit ihnen Lösungen entwickeln
Wie verhalte ich mich, wenn es zu einem Wortgefecht kommt, und wie sage ich am besten Entschuldigung? Die Geschichte von Klara und Leo passiert genau so täglich in Kitas und Kinderzimmern: Leo ist stolz auf seinen Elefanten aus Bauklötzen, Klara macht ihn versehentlich kaputt und traut sich nicht, ihre Schuld einzugestehen. Doch den Kindern gelingt es, ihren Streit zu klären und neu zu beginnen.
Mit der von Antje Bohnstedt illustrierten Geschichte können Eltern und Erzieher:innen die emotionale Kompetenz bei Kindern fördern. Die Versöhnungsgeschichte zeigt schon Kita-Kindern, wie sie Konflikte austragen und einander verzeihen können. Ein pädagogisch wertvolles Kinderbuch ab 4 Jahren, das beim Erlernen wichtiger sozialer Fähigkeiten unterstützt.
Cover:
Ärger liegt hier förmlich in der Luft. Zwei Kinder stechen sich gegenüber, wobei einer den anderen anschreit und es ziemlich doll nach Streit aussieht. Die Thematik ist hier auf dem Cover sehr gut und ausdrucksstark erfasst. Optisch und farblich ist es auch sehr gut umgesetzt.
Meinung:
Ein kleinen Missgeschick kann manchmal einen Streit entfachen, doch wichtiger ist, dass man dann wieder zueinander findet. Leo hat sich etwas tolles gebaut und als dieses kaputt geht, weil Klara es aus dem Regal holt, wird Leo wütend, aber auch traurig. Was kann Klara machen?
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verstehen, aber solche Situation kennt sicherlich jeder und wie geht man dann damit um. Jemanden zu verzeihen ist nicht leicht, aber auch um Verzeihung zu bitten, oder etwas wieder gut zu machen erfordert Mut und Stärke.
Der Schreibstil ist angenehm und gut nachvollziehbar. Man kann der Situation und dem Geschehen sehr gut folgen. In die beiden Kinder kann man sich sehr gut hineinversetzen. Schnell versteht man, was lost ist und bekommt auch die Gefühle und Emotionen sehr gut mit. Was tun bei einem Streit? Und wie wichtig ist vertragen?
Liebevoll wird auf die Situation eingegangen und das Ende zeigt ein sehr schönen Verlauf.
Optisch ist das Ganze auch klasse umgesetzt. Die bunten Illustrationen geben das Ganze sehr gut wieder und veranschaulichen es sehr schön. Die bunten Bilder geben das Ganze gut wieder und runden die Geschichte perfekt ab. Auch die Emotionen sind auf den Bildern gut zu erkennen und man kann dem Verlauf anhand der Bilder sehr gut folgen.
Ein Alltagssituation sorgt hier für Gesprächsstoff und die Lösung am Ende hat uns gut gefallen. Ein Kinderbuch, welches das Thema Streit und Vertragen sehr gut thematisiert und kindgerecht, sowie gut verständlich umsetzt,
Fazit:
Streiten und vertragen, ist nicht immer leicht, wird hier aber sehr schön veranschaulicht und kinderleicht erzählt.











