Kunden em pfehlungen
Rezensionen von warda:
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher
So lala...
In „Lügen über meine Mutter“ schilderte Daniele Dröscher die Geschichte einer Mutter, die aufgrund ihrer Körpermaße nicht unbedingt dem Durchschnitt entspricht. In ihrem neuen Roman forciert Dröscher nun die Perspektive von Ela, die gesundheitliche Veränderungen durchmacht und sich mit ihren Lebensumständen auseinandersetzt.
So findet sich Ela unter anderem zwischen beruflicher Überlastung und familiären Verpflichtungen wieder.
Leider hat mich Elas Geschichte vergleichsweise nicht abholen können, teilweise fiel es mir schwer, ihre starken Reaktionen nachzuvollziehen. Ihre Baustellen sind zum Teil von ihr selbst gemacht und sie müsste sich mal aus der ganzen Situation herausnehmen, um die Gegebenheiten neu zu betrachten und zu bewerten. Zudem hätte ich mich gewünscht, dass die familiären Verflechtungen in ihrer Tiefe präsenter gewesen wären.
„Junge Frau mit Katze“ ist trotz dessen lesenswert und Daniela Dröscher versteht ihr Handwerk.
Rezensionen von Anndlich:
3 Streuner und der sprechende Berg von Anja Fröhlich
Streuner in der Schule
Die drei Streuner King Kerl, Big Ben und Flirty fühlen sich bei Joy mittlerweile heimisch, doch nun ist in Joys Schule Wohlfühlwoche angesagt und King Kerl soll Joy begleiten. In die Schule? Für die drei Streuner eine absolute Katastrophe und dann auch noch ohne seine beiden besten Kumpel. Doch die Drei sind untrennbar und daher finden Flirty und Big Ben ihren ganz eigenen Weg, um dabei zu sein und das Geheimnis um Pepes Verhalten gegenüber Joy zu klären.
3 Streuner und der sprechende Berg von Anja Fröhlich ist ein Kinderbuch für Kinder ab acht Jahren, das eine Menge Spaß für die kleinen Leser:innen verspricht. Die Geschichte wird aus der Perspektive King Kerls erzählt, dadurch werden die Erlebnisse des Trios in kinngerechter Sprache übermittelt und für die Kinder die Welt aus der Sicht des Hundes dargestellt, der vielleicht auch das eigene Denken und Verhalten gegenüber Hunden prägen kann.
Das Abenteuer der drei Hunde ist super lustig erzählt und hat die Kinder einige Male zum Lachen gebracht, vor allem die unverblümte Sprache, die zu den Streunern passt und zu einer Situationskomik führt, konnte besonders überzeugen. Durch tolle schwarz-weiß Zeichnungen von Pe Grigio gab es zwischendurch auch immer etwas zum Anschauen und auch Schildkröte Schildegard gibt wieder ein paar ihrer Weisheiten mit auf den Weg. Sie überzeugte jedoch vor allem mit ihrer Aktion auf dem Rasenmäher. Die drei Streuner zeigen außerdem, was Freundschaft und Loyalität ausmacht!
Was ich etwas unnötig empfand, war die Darstellung der vermeintlichen Veganerin, die dann doch keine war. Ich finde, der Szene hätte es keinen Abbruch getan, wenn das Essverhalt unbenannt oder sie als Vegetarierin vorgestellt worden wäre.
Rezensionen von Tara:
Lügennebel von Viveca Sten
Hier tun sich menschliche Abgründe auf
„Lügennebel“ ist bereits der vierte Fall für Hanna Ahlander und ihren Kollegen Daniel Lindskog aus der Polarkreis-Reihe der in Schweden lebenden Autorin und Juristin Viveca Sten. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und können ohne Vorwissen aus den vorherigen Büchern gelesen werden.
Die Studenten Fanny, Olivia, Wille, Amir, Pontus und Emil wollen ihre Ferien in einem abgelegenem Ferienhaus in dem schwedischen Bergdorf Åre verbringen.
Schon die Zugfahrt beginnt feucht-fröhlich, allerdings schwingt immer wieder ein scharfer Unterton durch. Für Fanny endet der Ausflug tödlich. Keiner der fünf Verbliebenen kann erklären was passiert ist.
Ob es sich um einen Unfall oder einen Mord handelt, müssen nun Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ermitteln.
Wie schon in den vorherigen Bänden sind die Kapitel sehr kurz – 130 auf 528 Seiten. Sie berichten im Wechsel über die Ermittlungsarbeiten und die Ereignisse bei den Studenten. Dadurch liest sich das Buch sehr abwechslungsreich und ich fand es schwierig eine Pause einzulegen. Der Schreibstil ist durch die vielen Dialoge sehr lebendig und leicht zu lesen. Die Spannung steigt stetig.
Neben dem Fall gibt es immer wieder Informationen aus dem dem Privatleben von Hanna und Daniel. Für mich ist es genau die richtige Menge, um sie und ihr Handeln zu verstehen und eine gute Vorstellung von ihnen zu bekommen, ohne dabei zu sehr vom eigentlichen Fall abzuschweifen.
Besonders schön finde ich immer wieder die Beschreibung der winterlichen Landschaft. Sie sorgt bei mir direkt für Kopfkino und ich kann die Kälte regelrecht spüren. Es wird auch deutlich, dass die Autorin ihre Schauplätze ausgesprochen gut kennt und diesen beim Schreiben sicherlich direkt vor Augen hatte.
Das Ende hat mich verblüfft, aber es ist rund und stimmig.
Ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Hanna Ahlander und ihrem Kollegen Daniel Lindskog.
Rezensionen von brauneye29:
Das Flüstern der Marsch von Katja Keweritsch
Berührende Familiengeschichte
Zum Inhalt:
Eigentlich will Mona in der Marsch nur den 80. Geburtstag von Opa Karl feiern, doch jetzt ist Oma Annemie spurlos verschwunden. Opa macht sich kaum Sorgen, Mona schon. Mit einem Freund aus Kindheitstagen macht Mona sich auf die Suche nach Oma Annemie. Das diese ein schmerzhaftes Geheimnis hütet, dass das Leben der gesamten Familie beeinflusst, weiß niemand.
Meine Meinung:
Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, von denen einem zwei schon ein wenig bekannt sind, das sind Mona und Annemie. Weiter gibt es aber auch noch Freya und Janne. Was schon schräg ist, dass es scheinbar außer Mona keinen so richtig interessiert, dass Annemie weg ist. Aber dafür gibt es natürlich nach und nach auch eine Erhellung. Ich fand die Geschichte interessant und besonders die Geschichte der Annemie hat mich nicht mehr losgelassen. Unglaublich wie die Familiengeheimnisse so lange aufrecht erhalten bleiben konnten. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es einfach nur empfehlen.
Fazit:
Berührende Familiengeschichte
Rezensionen von DoraLupin:
Unbeugsam wie die See von Emilia Hart
Mystik und Krimi vereint
Bereits der Klappentext hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht, denn ich mag Geschichten sehr, die auf mehreren Zeitebenen spielen und nach und nach ein Familiengeheimnis offenbaren. Und was soll ich sagen? Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, denn von der Handlung wurde ich mehr als mitgerissen.
Die Story spielt in drei Zeitebenen: 2019: Lucy erwacht aus einem Albtraum und findet ihre Hände an der Kehle ihres Ex. Entsetzt flieht sie zu ihrer Schwester Jess an die australische Küste, doch diese ist verschwunden. Während Lucy auf ihre Rückkehr wartet, erfährt sie von seltsamen Ereignissen in der Kleinstadt: Männer sind verschwunden, ein Baby wurde in einer Höhle gefunden, und Seeleute hören Frauenstimmen auf den Wellen. 1999: Jess ist eine einsame Sechzehnjährige in einer ländlichen Stadt in der Mitte des Kontinents. Mit einer seltenen Wasserallergie diagnostiziert, hat sie sich schon immer anders gefühlt, bis ihr junger, charmanter Kunstlehrer sich für ihre Zeichnungen interessiert. 1800: Die Zwillingsschwestern Mary und Eliza wurden von ihrem Vater in Irland getrennt und nach Australien verbannt. Auf der langen Reise beginnen sie, seltsame Veränderungen an sich zu bemerken und spüren, wie das Meer sie zu rufen scheint...
In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil gefällt mir absolut gut, denn er ist mystisch und schön bildlich gewesen und konnte mich begeistern und mitreißen. Ich habe mich die ganze Zeit inmitten des Geschehens gefühlt und es hat sich auch ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Die einzelnen Charaktere wurden interessant beschrieben und vor allem Lucy, Mary und Eliza sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich habe alle drei Zeitebenen sehr gerne gelesen, 2019 geht es mehr um Nachforschungen was an einen Krimi erinnert, im Jahr 1999 ist es eher ein Drama und das Jahr 1800 ist einem historischen Roman angelehnt, aber alle drei Handlungsstränge vereinen mystische Frauenwesen, die von der See gerufen werden. Ich fand die Geschichte wirklich packend und wollte in jeder freien Minute weiterlesen. Langweilig wurde es bei dem Buch nie. Im Gegenteil: Mitreißend wird die Storyline erzählt mit einigen überraschenden Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Ich wurde auf jeden Fall unglaublich gut von dem Roman unterhalten und vergebe ganz klar 5 Sterne und eine Leseempfehlung die Mystik verbunden mit ein wenig Krimi und historischem Roman mögen.
Rezensionen von Immenhof:
Wir schaffen das, kleines Faultier! von Chris Saunders
Geben und Nehmen
Das Buch ist angenehm gross und das Format lässt sich gut in den klassischen Regalen verstauen. Die Bilder haben einen modernen Illustrationsstil und die verwendeten Farben sind sehr angenehm und haben teilweise wunderschöne Farbübergänge. Die Bilder lassen Raum zum Entdecken und man kann immer wieder neue Sache finden.
In anderen Bewertungen wird angemerkt, dass die Geschichte nicht immer alle Hintergründe liefert, z.B. warum ein Boot im Baum hängt. Dies stimmt natürlich, jedoch lassen sich mit den Kindern bei Bedarf Erklärungen finden und die Fantasie wird angeregt. Für uns ist dies daher kein Nachteil. Wichtiger ist für uns die Botschaft, welche das Buch vermittelt: Andere benötigen unsere Hilfe und so benötigen wir jedoch genauso die Hilfe von anderen. Einziger kleiner Kritikpunkt ist vllt. das die anderen Tiere nur bei den Transportmitteln Hilfe benötigen. Hier hätte es nach meiner Meinung mehr Auswahl geben dürfen. Ich finde es auch schön, dass Zeppeline vorkommen. Bei uns sind diese häufiger zu sehen und selbst, wenn dies nicht der Fall wäre, wäre es ein guter Gesprächsanlass.
Insgesamt eine schöne Botschaft mit tollen Illustrationen.
Rezensionen von Flaminelli:
Ebse probiert was Neues von Maike Siebold
Über die Freiheit Neues auszuprobieren
Eberhard Erdmann ist ein Erdmännchenwächter und kennt jeden Grashalm seiner Umgebung. Doch dann passiert etwas vollkommen Unerwartetes. Unter ihm sackt der Sand weg. Ein Loch tut sich auf, füllt sich mit Wasser und daraus taucht Kira Krake auf. Die Krake fragt sofort: „Hast du Lust, eine Sandburg zu bauen?“.
Doch Eberhard weiß was er ist und lehnt höflich ab. Darauf beginnt Kira zu rappen. „Neues ist fresh, Neues muss sein, Neues macht locker Kopf, Herz und Bein!“ Eberhard ist natürlich nicht von gestern und reimt: „Neues ist gut, Neues muss sein? Ich mag, was ich kenne, präg dir das ein!“. Aber Kira gibt nicht auf. Am nächsten Tag lädt sie wieder ein, eine Sandburg zu bauen und nennt ihn zudem Ebse. Dieses Mal frägt Ebse zurück, ob Kira mit ihm Wache halten will. Doch Kira lacht und verschwindet. Es wird still um das Wasserloch, bis Erik Erdferkel kommt. Dieser zögert zunächst, doch dann probiert er etwas für sich vollkommen Neues. Auch Leni der Löffelhund wagt sich schnell an neue Erfahrungen. Ebse ist nun etwas offener und unternimmt die ersten tapsigen Schritte Richtung Austausch. Doch für den letzten Sprung ins kalte Wasser braucht es etwas mehr.
In diesem Kinderbuch wird die Botschaft vermittelt, dass etwas Neues oft unerwartet Schönes mit sich bringt. Dabei eignet sich das Buch nicht nur für Kinder, die sich etwas zögerlich dem Unbekannten öffnen, sonder vermittelt allgemein die Botschaft dem Neuen gegenüber aufgeschlossen zu sein. Zudem findet der Leser den „Alles Neu!-Rap“ auf den Seiten 36/37, den man sich auch über einen QR-Code anhören kann. Dieses Buch wird von „Evangelischen Kirche im Rheinland“ herausgegeben und bietet zudem didaktisches Begleitmaterial (siehe: „Ebse probiert was Neues. Begleitmaterial zur Jahreslosung 2026 für die Arbeit mit Kindern“), um die Jahreslosung 2026 „Gott spricht: siehe, ich mache alles neu!“ mit Kindern zu entdecken (z.B. mit der Bekehrung des Paulus). Ebenso kann man über einen QR-Code die Lautsprachunterstützenden Gebärden zur Jahreslosung als Video abrufen.
Dieses Buch bietet eine unterhaltsame Geschichte, die sich mit dem Thema „Sich an Neues wagen“ befasst, ohne dabei den religiösen Kontext zu betonen. So eignet sich das Buch hervorragend für alle, die sich mit dem Thema befassen oder einfach eine tolle Geschichte lesen möchten.
Rezensionen von brauneye29:
Über die Toten nur Gutes von Andreas Izquierdo
Hat mir gefallen
Zum Inhalt:
Mads Madsen ist Trauerredner und das ist gar nicht mal so leicht, denn selten wird so viel gelogen wie in Trauerreden. Als ihn eine Nachricht von seinem alten Freund Patrick erreicht, der sich eine Trauerrede von ihm wünscht, macht er sich auf den Weg, obwohl er schon ewig keinen Kontakt mehr hatte.
Angekommen, stellt er fest, dass Patrick nicht wirklich nett war und findet sich schnell in einem Netz auch Geheimnissen und Lügen wieder
Meine Meinung:
Was mir gut gefallen hat, ist dass das Buch eine gute Mischung aus Humor, Melancholie und Krimielementen hat. Mads gefällt mir gut, denn er ist eine interessante Person, über die man gerne noch mehr erfahren würde. Die vielen Geheimnisse und Lügen werden nach und nach entschlüsselt und insgesamt ist das Buch einfach gut zu lesen und bietet gute Unterhaltung. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich hoffe, von Mads nochmal was lesen bzw. hören zu können.
Fazit:
Hat mir gefallen
Rezensionen von brauneye29:
Mit kalter Hand von Michael Tsokos
Wieder sehr spannend
Zum Inhalt:
Diesmal hat es Sabine Yao nicht nur mit menschlichen sondern auch mit tierischen Opfern zu tun. Sie wird Teil einer Sonderkommission zum Pferderipper von Lübars. Zeitgleich werden an verschieden Orten Berlins Leichenteile gefunden, bei denen es allerdings die ein oder andere Besonderheit gibt.
Meine Meinung:
Was ich bei den Büchern von Herrn Tsokos immer wieder habe, ist dieses Grauen, dass das Beschriebene auf realen Geschichten beruht, dass macht das Ganze irgendwie noch gruseliger. Hier werden wir in eine Welt entführt, die den meisten von uns wohl fremd sein sollte und das macht es auch ein Stück unverständlich, dass man an solchen Handlungen Vergnügen oder noch mehr haben kann. Manche der Beschreibungen sind wieder sehr detailliert, also nichts für empfindsame Gemüter, aber sehr spannend erzählt. Ich habe ich wieder gut unterhalten gefühlt und kann das Buch nur empfehlen.
Fazit:
Wieder sehr spannend
Rezensionen von Julia:
Nachtschattengewächse von Jill Johnson
Mal ein etwas anderer Krimi
Dieses Buch ist definitiv anders, als ich es erwartet hatte – und genau das macht vielleicht seinen besonderen Reiz aus. Wir begleiten Eustacia auf der Suche nach ihrer verschwundenen Nachbarin. Dabei bringt sie sich nicht nur immer wieder selbst in Gefahr, sondern gerät auch zunehmend ins Visier der Polizei.
Eustacia ist eine Figur, bei der ich mir nie ganz sicher war, ob ich sie sympathisch finde. Sie ist auf jeden Fall interessant und in vielen Momenten auch durchaus sympathisch. Gleichzeitig handelt sie oft unerwartet und unkonventionell – was es etwas schwer macht, eine tiefere emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen. Trotzdem mochte ich es, sie durch die Geschichte zu begleiten, auch weil ich ihre persönliche Entwicklung als sehr positiv empfunden habe.
Einen ganz besonderen Charme verleiht dem Buch der Umgang mit giftigen Pflanzen, die eine zentrale Rolle in der Handlung spielen. Wer für dieses Thema so gar kein Interesse mitbringt, wird mit dem Buch möglicherweise nicht warm. Für alle anderen bietet es jedoch eine spannende und ungewöhnliche Facette.
Die Geschichte stellt eine Vielzahl an Figuren vor, deren Verbindungen untereinander nicht sofort klar sind. Anfangs hatte ich deshalb die Befürchtung, am Ende mit offenen Fragen zurückzubleiben. Diese Sorge war jedoch unbegründet: Die Zusammenhänge werden im Verlauf der Handlung stimmig und nachvollziehbar aufgelöst, und die Geschichte findet ein rundes, gelungenes Ende.
Ja, das Buch ist anders, als man es vielleicht zunächst vermuten würde – aber gerade das macht es lesenswert. Ich habe es mit großer Freude gelesen und kann es allen empfehlen, die Krimis mögen und sich für die Welt der Pflanzen begeistern können.











