Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marw76:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Unbeugsam wie die See von Emilia Hart

Großartig gelesen

Cover: Das Cover passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte, denn es geht immer wieder um den Ruf des Ozeans, die raue See und mystische Kreaturen im Wasser.

Inhalt: 2019: Lucy erwacht aus einem Albtraum und findet ihre Hände an der Kehle ihres Ex. Entsetzt flieht sie zu ihrer Schwester Jess an die australische Küste, doch diese ist verschwunden.

Während Lucy auf ihre Rückkehr wartet, erfährt sie von seltsamen Ereignissen in der Kleinstadt: Männer sind verschwunden, ein Baby wurde in einer Höhle gefunden, und Seeleute hören Frauenstimmen auf den Wellen. 1999: Jess ist eine einsame Sechzehnjährige in einer ländlichen Stadt in der Mitte des Kontinents. Mit einer seltenen Wasserallergie diagnostiziert, hat sie sich schon immer anders gefühlt, bis ihr junger, charmanter Kunstlehrer sich für ihre Zeichnungen interessiert. 1800: Die Zwillingsschwestern Mary und Eliza wurden von ihrem Vater in Irland getrennt und nach Australien verbannt. Auf der langen Reise beginnen sie, seltsame Veränderungen an sich zu bemerken und spüren, wie das Meer sie zu rufen scheint...

Meine Meinung: In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil gefällt mir absolut gut, denn er ist mystisch und schön bildlich gewesen und konnte mich begeistern und mitreißen. Ich habe mich die ganze Zeit inmitten des Geschehens gefühlt und es hat sich auch ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Die einzelnen Charaktere wurden interessant beschrieben und vor allem Lucy, Mary und Eliza sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich habe alle drei Zeitebenen sehr gerne gelesen, 2019 geht es mehr um Nachforschungen was an einen Krimi erinnert, im Jahr 1999 ist es eher ein Drama und das Jahr 1800 ist einem historischen Roman angelehnt, aber alle drei Handlungsstränge vereinen mystische Frauenwesen, die von der See gerufen werden. Ich fand die Geschichte wirklich packend und wollte in jeder freien Minute weiterlesen. Langweilig wurde es bei dem Buch nie. Im Gegenteil: Mitreißend wird die Storyline erzählt mit einigen überraschenden Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Das Hörbuch wird wirklich großartig gelesen, in jeder Zeitebene liest eine andere Sprecherin vor und alle passen sehr gut zu den jeweiligen Charakteren und machen die Geschichte lebendig und schön. Ich kann die Geschichte deshalb gerade auch als Hörbuch sehr empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marw76
Unbeugsam wie die See

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Das Schwarze Kreuz von Margarete von Schwarzkopf

Fesselnd bis zur letzten Seite

Als Kunsthistorikerin Anna Bentorp ihren Schreibtisch wegen der bevorstehenden Professur in Dublin zusammenräumt, entdeckt sie unter anderem den Brief von einer Studentin namens Anja Großknecht, der schon seit 2017 unbeantwortet unter zahlreichen Papieren schlummert. Sie weist auf einen Diebstahl von sakralen Kunstgegenständen, die nicht mehr aufgetaucht sind und möglichen Mord hin, der während der Napoleonischen Kriege im Jahr 1801 in der Nähe von Bonn, inTrondorf, stattgefunden hat.

Anna findet das Thema zwar interessant, kontaktiert den Diakon von Trondorf Gregor Bauers, um mehr über die Gegenstände zu erfahren und versucht Anja Großknecht zu erreichen, die seit sieben Jahren spurlos verschwunden zu sein scheint. Eine klare Sache für die Polizei, daher kontaktiert sie Hans Schumann, mit dem sie schon in der Vergangenheit mehrere Verbrechen aufgeklärt hat. Damit ist Anna Bentorp einmal aus dem Spiel und reist nach Irland.

Für Schumann und seinen Kollegen Markus Fechter aus Hannover beginnt nun die Suche nach der Vermissten Anja Großknecht, die letztlich zu einem Cold Case wird, der nun brandheiß wird. Denn Anja wird nicht die Einzige sein, die in diesem mysteriösen, mehr als 200 Jahre zurück liegenden Verbrechen, ermordet wordrn ist. Auch Diakon Bauers gerät in das Visier skrupelloser Täter.

Meine Meinung:

In diesem 9. Fall spielt Margarete von Schwarzkopf ihre ganze Klasse aus! Auch wenn Anna Bentorp nicht persönlich ermittelt, so sind es ihre Neugier sowie ihr Gerechtigkeitssinn, die den Anstoß dazu geben, die alten Verbrechen und die damit verbundenen aktuellen aufzuklären. Crimen criminem invocat - ein Verbrechen zieht ein anderes nach sich - sagten schon die alten Römer.

Hauptrolle diesmal darf der Diakon Gregor Bauers spielen, der durch seine umfangreichen Kenntnisse der Kirchenbücher sowie der Geschichte des Kunstraubs von anno 1801, die Polizei unterstützt.

Mir hat dieser Krimi außerordentlich gut gefallen, der durch seine komplexen Handlungsstränge, die auf mehreren Zeitebenen spielt, besticht. Seit Jahren beschäftige ich mich mit Napoleon, der ganz Europa mit seinen Eroberungskriegen überzogen hat. Seine Raubzüge durch Residenzen besiegter Fürsten, Museen sowie Kirchen und Klöster sind legendär. Auch die Säkularisierung von Klöstern und der Missbrauch von Kirchen als Pferdeställe ist gut bekannt.

Daneben spricht Margarete von Schwarzkopf Themen wie #metoo, Kunstfälschungen und Kunstgegenstände zweifelhafter Provenienz an. Ein Thema, das sich durch die gesamt Reihe rund um Anna Bentorp zieht.

Ich hätte noch Dutzende Seiten weiterlesen mögen. Hoffentlich spinnt Frau Autorin die Reihe weiter.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Kunstkrimi, der auch ohne die tatkräftige Unterstützung von Anna Bentorp, fesselt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis
Das Schwarze Kreuz

Rezensionen von brauneye29:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum Merkel Krimi von David Safier

Wieder mal gut

Zum Inhalt:
Zu Weihnachten möchte man ja eher Ruhe und Frieden, aber ganz sicher keinen toten Weihnachtsmann im Kamin. Es sei denn, man ist Angela Merkel und freut sich auf neue Ermittlungen. Der tote Weihnachtsmann ist ein professioneller Santa und so geraten schnell konkurrierende Santas in die Reihe der Verdächtigen, besonders schräg ist einer davon, der sich für den echten Weihnachtsmann hält.

Meine Meinung:
Ich freue mich immer wieder, wenn es ein weiteres Buch mit Miss Merkel gibt, denn diese sind einfach sehr unterhaltsam. Besonders amüsant fand ich diesmal, den "echten Santa", der dann letztendlich auch noch zum Lebensretter wird. Das Buch war kurzweilig, ein bisschen spannend, aber vor allem eins, amüsant und dafür liebe ich die Bücher und freue mich schon jetzt auf ein weiteres Mordabenteuer mit Miss Merkel.
Fazit:
Wieder mal gut

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29
Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum Merkel Krimi

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Das erkaufte Glück von Anna Johannsen

Hier ist wenig, wie es scheint

Kriminaloberkommissarin Lea Nielsen tritt, nach einigen Jahren als höchst erfolgreiche Ermittlerin beim LKA Hannover ihre neue in Wittmund, Ostfriesland an. Dieser berufliche Abstieg hängt mit ihrer privaten Situation zusammen, denn ihr alleinstehender Vater, den sie zwar lange Jahre nicht gesehen hat, ist an Demenz erkrankt und braucht langsam Hilfe.

Doch mit der geruhsamen Verfolgung von Fahrraddieben und Einfangen verlorener Schafe wird es nichts, denn kurz nach ihrer Ankunft hält die Suche nach der vermissten Maya van Berg die ganze Dienststelle in Atem.

Auch die Kollegen sind von Lea, die noch dazu gleich als Vertreterin des Dienststellenleiters Robert Petersen, fungiert, nicht sonderlich begeistert. Besonders Lars, der sich ebenfalls für diese Stelle beworben hat, macht mit seiner ruppigen Art, sowohl Lea als auch Verdächtigen und Zeugen das Leben schwer.

Dann erhält die Familie ein Video mit der gefangenen Tochter und eine Lösegeldforderung sowie die Anweisung, auf der Website ihrer Mutter eine Sachverhaltsdarstellung zu veröffentlichen. Mayas Mutter ist, ohne entsprechend fundierte Ausbildung, eine erfolgreiche Coachin, deren Methoden ein an eine Sekte erinnern. Zudem ist sie bissig und kooperiert nicht mit der Polizei, der sie unverhohlen mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde droht.

Als dann die Vermisste plötzlich wieder auftaucht und vehement abstreitet entführt worden zu sein, entwickelt dieser Krimi eine Eigendynamik, in der Konflikte in der SoKo aufbrechen und in deren Folge Lea von ihrer Funktion als stellvertretende SoKo-Leiterin enthoben wird.

Doch aufgeben ist Leas Sache nicht und so ermittelt sie gemeinsam mit Julia auf eigene Faust, denn Lea hat ihre ganz eigene Theorie zu diesem mysteriösen Kriminalfall.

Meine Meinung:

Ich kenne schon einige von Anna Johannsens Krimis. Dieser hier hat das Potenzial Auftakt einer neuen Krimi-Reihe zu werden, denn Eintagsfliegen sind nichts für die Autorin.

Mir hat der Krimi sehr gut gefallen spricht er doch mehrere brisante Themen an. Zu einem halten sich auch nach Jahrzehnten Männerbündnisse im Polizeidienst. Selbst der dämlichste Mann wird gut ausgebildeten und toughen Frauen beim Aufstieg vorgezogen. Ein weiteres interessanter Fokus liegt zum einem auf die Machenschaften von selbst ernannten Coaches, die mitunter mit sektenartigem Mehtoden den Ratsuchenden viel Geld aus der Tasche ziehen, und das auch in Deutschland schwierige Thema der Betreuung von Demenzkranken. Hier scheint sich für Leas Vater eine Lösung abzuzeichnen. Schauen wir einmal, was die Zukunft bringt.

Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Sie haben alle ihre Ecken und Kanten, die unterschiedlich scharf ausgebildet sind. Auffällig ist, dass aktuell kaum eine Krimi ohne eine lesbische Ermittlerin oder einen schwulen Ermittler auskommt.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem komplexen Krimi, der mich gut unterhalten hat, 5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis
Das erkaufte Glück

Rezensionen von brauneye29:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Wilder Honig von Caryl Lewis

Gefällt mir

Zum Inhalt:
Das Buch erzählt die Geschichte von drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber dennoch miteinander verbunden sind. Hannah, die ihren Mann verloren hat, ihre Schwester Sadie und die uneheliche Tochter des Verstorbenen. Der Verstorbene hat Hannah elf Liebesbriefe, aber auch ein Geheimnis hinterlassen, dass die drei Frauen zusammenführt und auf eine Reise in die Erinnerung schickt.

Meine Meinung:
Das Buch besticht durch seine Erzählweise, ruhig aber sehr intensiv bringt es einem die Natur in Wales sehr nahe, aber auch die Beziehungen der drei Frau, die unterschiedlich sind, aber sich immer näher kommen. Man spürt die Traurigkeit der Figuren, aber auch den Wunsch danach wieder nach vorne zu blicken. Das Buch hatte irgendetwas Besonderes, dass ich aber nicht so richtig packen konnte oder benennen könnte. Also lassen wir es so stehen und stellen fest, es war ein schönes Buch.
Fazit:
Gefällt mir

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29
Wilder Honig

Rezensionen von Shilo:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Und Hedi springt von Tom Saller

Ein Stück Zeitgeschichte voller Gefühl und Lebendigkeit

Schon die ersten Seiten haben mich tief in die Zeit nach dem Krieg hineingezogen. Tom Saller gelingt es, mit klarer Sprache und einem sehr lebendigen Stil das Lebensgefühl der Jahre 1946/47 einzufangen. Besonders bewegend war für mich, wie er die Kälte und den Hunger des Winters beschreibt, ohne sich in Schilderungen zu verlieren.

Ich konnte mir Hedis Situation als junge Flüchtlingsfrau gut vorstellen und habe gespürt, wie viel Mut und Kraft sie in dieser Phase aufbringen musste.
Was mich besonders berührt hat, war Hedis Unbeirrbarkeit. Trotz aller Rückschläge, der Skepsis ihrer Umgebung und der Unsicherheit der Nachkriegszeit gibt sie nicht auf. Gerade als sie in die Welt von Alfons Müller-Wipperfürth eintritt, diese Mischung aus Glanz, Ehrgeiz und zwielichtigem Charme, spürt man die Gegensätze sehr stark. Mich hat beeindruckt, wie sie in dieser Umgebung ihren Platz behauptet und sich nicht unterkriegen lässt.
Die Einblicke in den Aufstieg und späteren Fall des Hosenkönigs fand ich spannend, aber noch wichtiger war für mich Hedis eigene Entwicklung. Es ist nicht nur ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte, sondern vor allem eine sehr persönliche Geschichte über Hoffnung, Vertrauen und die Suche nach Liebe. Dass es dabei um die Großmutter des Autors geht, verleiht dem Ganzen zusätzlich Gewicht und Authentizität.
Ich habe das Buch auf einen Rutsch gelesen, so sehr hat es mich gefesselt. Manche Szenen wirkten so unmittelbar, dass ich das Gefühl hatte, direkt dabei zu sein. Und obwohl es ein Roman über Entbehrung, Verlust und Neubeginn ist, habe ich die Lektüre nie als bedrückend empfunden – eher als kraftvoll und auf eine stille Art ermutigend.
Für mich ist „Und Hedi springt“ ein Roman, der zeigt, wie stark Menschen sein können, wenn sie keine andere Wahl haben, und wie sehr Durchhaltevermögen und die Suche nach Liebe das Leben tragen. Ein Buch, das man nicht so schnell vergisst. Von mir gibt es dafür klare fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Shilo
Und Hedi springt

Rezensionen von pandas_bücherblog:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Anima Daemonis von Mandy Rauch

Höllenreise mit Potenzial und einem überraschenden Finale

Das Cover von Anima Daemonis hat mich sofort angesprochen. Düster, geheimnisvoll und einfach stimmig – genau die Art von Buch, die ich schon vom Aussehen her in die Hand nehmen möchte. Die Autorin hat einen klaren, bildhaften Stil, der sich leicht lesen lässt und die Atmosphäre gut einfängt. Gerade zu Beginn fand ich es allerdings etwas herausfordernd, weil man sehr direkt ins Geschehen hineingeworfen wird und gleich mehrere Namen auftauchen, die man sich merken muss.

Nach einer kurzen Eingewöhnung bin ich aber besser hineingekommen und habe die dichte Atmosphäre geschätzt, die der Geschichte von Anfang an einen besonderen Ton gibt.

Änlin als Protagonistin hat mich zwischendurch zwiespältig zurückgelassen. Anfangs wirkte sie noch unschuldig und fast zerbrechlich, doch mit der Zeit zeigten sich andere Seiten an ihr. Manche ihrer Entscheidungen fand ich schwer nachvollziehbar, und nicht selten habe ich mich gefragt, ob man ihr überhaupt trauen kann. Gerade diese Ambivalenz macht sie interessant, aber sie hat es mir auch nicht leicht gemacht, eine wirkliche Bindung zu ihr aufzubauen. Spannend fand ich dagegen, wie stark sie sich im Laufe der Handlung verändert und wie man immer mehr das Gefühl bekommt, dass sie nicht die typische Heldin ist.
Mephisto konnte mich ebenfalls nicht ganz für sich gewinnen. Seine Gefühle für Änlin wirkten für mich stellenweise zu intensiv und zu schnell, sodass ich nicht immer mit seiner Sichtweise mitgehen konnte. Gleichzeitig hat mich seine Treue beeindruckt, auch wenn sie fast schon schmerzhaft naiv wirkt. In gewisser Weise war er für mich die tragische Figur des Buches, weil er sich so sehr an eine Hoffnung klammert, die immer wieder zerbricht. Ich habe mich oft gefragt, was er eigentlich wirklich in ihr sieht, und ob es nicht eher die Hoffnung ist, an die er sich klammert, als die Person selbst.
Sehr spannend fand ich Nepthys. Sie bringt eine ganz eigene Dynamik in die Geschichte und ihre Beziehung zu Änlin hat mich oft mehr interessiert als die zwischen Änlin und Mephisto. Gerade weil sie anfangs so abgeklärt wirkt, fragt man sich ständig, ob in ihr nicht doch eine weichere Seite steckt. Ich hätte mir sogar noch mehr Szenen mit ihr gewünscht, weil sie für mich eine der facettenreichsten Figuren ist. Auch Morwen hat im Verlauf deutlich gewonnen. Anfangs erschien sie mir nur als kalte Herrscherin, doch später wird klar, dass sie weit mehr ist und ihre Handlungen von einer konsequenten Logik getragen sind, die sie in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt.
Das Worldbuilding war für mich gleichzeitig ein Highlight und ein Schwachpunkt. Ich fand die Grundidee sehr interessant und mochte es, dass die Hölle hier einmal anders gezeichnet wird. Aber es fehlte mir eine gewisse Klarheit in der Ausgestaltung, sodass ich mich nicht immer orientieren konnte. Eine Karte hätte hier enorm geholfen. Besonders in den Rückblenden kam es mir manchmal so vor, als würde die Handlung ins Stocken geraten. Da hätte ich mir mehr Tempo und eine stärkere Verknüpfung zur Haupthandlung gewünscht.
Trotz dieser Kritikpunkte hat mich die Geschichte nicht losgelassen. Vor allem gegen Ende gelingt es der Autorin, noch einmal alles auf den Kopf zu stellen. Dieser Twist hat mich wirklich überrascht und viele vorherige Fragen plötzlich in einem anderen Licht erscheinen lassen. Das hat die Geschichte für mich deutlich aufgewertet und gezeigt, wie durchdacht sie eigentlich konstruiert ist.

Fazit:
Am Ende bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück. Manche Entwicklungen waren für mich nicht ganz nachvollziehbar und das Pacing hätte an einigen Stellen straffer sein können. Aber die Atmosphäre, die Charakterkonflikte und vor allem das konsequente Ende haben mich beeindruckt.
3/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog
Anima Daemonis

Rezensionen von pandas_bücherblog:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Anima Daemonis von Mandy Rauch

Höllenreise mit Potenzial und einem überraschenden Finale

Das Cover von Anima Daemonis hat mich sofort angesprochen. Düster, geheimnisvoll und einfach stimmig – genau die Art von Buch, die ich schon vom Aussehen her in die Hand nehmen möchte. Die Autorin hat einen klaren, bildhaften Stil, der sich leicht lesen lässt und die Atmosphäre gut einfängt. Gerade zu Beginn fand ich es allerdings etwas herausfordernd, weil man sehr direkt ins Geschehen hineingeworfen wird und gleich mehrere Namen auftauchen, die man sich merken muss.

Nach einer kurzen Eingewöhnung bin ich aber besser hineingekommen und habe die dichte Atmosphäre geschätzt, die der Geschichte von Anfang an einen besonderen Ton gibt.

Änlin als Protagonistin hat mich zwischendurch zwiespältig zurückgelassen. Anfangs wirkte sie noch unschuldig und fast zerbrechlich, doch mit der Zeit zeigten sich andere Seiten an ihr. Manche ihrer Entscheidungen fand ich schwer nachvollziehbar, und nicht selten habe ich mich gefragt, ob man ihr überhaupt trauen kann. Gerade diese Ambivalenz macht sie interessant, aber sie hat es mir auch nicht leicht gemacht, eine wirkliche Bindung zu ihr aufzubauen. Spannend fand ich dagegen, wie stark sie sich im Laufe der Handlung verändert und wie man immer mehr das Gefühl bekommt, dass sie nicht die typische Heldin ist.
Mephisto konnte mich ebenfalls nicht ganz für sich gewinnen. Seine Gefühle für Änlin wirkten für mich stellenweise zu intensiv und zu schnell, sodass ich nicht immer mit seiner Sichtweise mitgehen konnte. Gleichzeitig hat mich seine Treue beeindruckt, auch wenn sie fast schon schmerzhaft naiv wirkt. In gewisser Weise war er für mich die tragische Figur des Buches, weil er sich so sehr an eine Hoffnung klammert, die immer wieder zerbricht. Ich habe mich oft gefragt, was er eigentlich wirklich in ihr sieht, und ob es nicht eher die Hoffnung ist, an die er sich klammert, als die Person selbst.
Sehr spannend fand ich Nepthys. Sie bringt eine ganz eigene Dynamik in die Geschichte und ihre Beziehung zu Änlin hat mich oft mehr interessiert als die zwischen Änlin und Mephisto. Gerade weil sie anfangs so abgeklärt wirkt, fragt man sich ständig, ob in ihr nicht doch eine weichere Seite steckt. Ich hätte mir sogar noch mehr Szenen mit ihr gewünscht, weil sie für mich eine der facettenreichsten Figuren ist. Auch Morwen hat im Verlauf deutlich gewonnen. Anfangs erschien sie mir nur als kalte Herrscherin, doch später wird klar, dass sie weit mehr ist und ihre Handlungen von einer konsequenten Logik getragen sind, die sie in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt.
Das Worldbuilding war für mich gleichzeitig ein Highlight und ein Schwachpunkt. Ich fand die Grundidee sehr interessant und mochte es, dass die Hölle hier einmal anders gezeichnet wird. Aber es fehlte mir eine gewisse Klarheit in der Ausgestaltung, sodass ich mich nicht immer orientieren konnte. Eine Karte hätte hier enorm geholfen. Besonders in den Rückblenden kam es mir manchmal so vor, als würde die Handlung ins Stocken geraten. Da hätte ich mir mehr Tempo und eine stärkere Verknüpfung zur Haupthandlung gewünscht.
Trotz dieser Kritikpunkte hat mich die Geschichte nicht losgelassen. Vor allem gegen Ende gelingt es der Autorin, noch einmal alles auf den Kopf zu stellen. Dieser Twist hat mich wirklich überrascht und viele vorherige Fragen plötzlich in einem anderen Licht erscheinen lassen. Das hat die Geschichte für mich deutlich aufgewertet und gezeigt, wie durchdacht sie eigentlich konstruiert ist.

Fazit:
Am Ende bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück. Manche Entwicklungen waren für mich nicht ganz nachvollziehbar und das Pacing hätte an einigen Stellen straffer sein können. Aber die Atmosphäre, die Charakterkonflikte und vor allem das konsequente Ende haben mich beeindruckt.
3/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von pandas_bücherblog
Anima Daemonis

Rezensionen von Katja K.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson

Gut geschriebener Skandinavien-Krimi mit verschiedenen Facetten

Dieser Krimi war für mich ein typischer Skandinavien-Krimi, so wie ich es mir erhofft hatte: Der Sprachstil ist flüssig, teilweise sarkastisch-nüchtern, der Fall ungewöhnlich und das Ermittlerteam sympathisch und authentisch mit Ecken und Kanten der einzelnen Charaktere. Im Prinzip kann man fünf Ebenen unterscheiden, auf denen Spannung erzeugt wird und die zum Miträtseln und Spekulieren einladen.

Da gibt es einmal den herrlich unheimlichen Prolog, dann in der Gegenwart die Arbeit des Ermittlerteams zum vorliegenden Mordfall und die jeweils heimlichen privaten Ermittlungen von sowohl Karhuu als auch Nordh in eigener Sache sowie kursiv gedruckt eine Erzählung aus der Vergangenheit aus Sicht eines Mannes, bei dem man annehmen muss, dass er irgendetwas mit den aktuellen Morden zu tun hat. Die Morde selbst sind sehr grausam und brutal, werden aber nicht reißerisch oder unnötig detailliert beschrieben. Generell wird ausschließlich aus Sicht des Ermittlerduos Karhuu und Nordh erzählt, es gibt also keine Opferperspektive. Das mag manche hartgesottenen Krimi-Leser*innen vielleicht stören, weil dadurch Spannung verloren gehen kann. Ich persönlich fand es angesichts der vielen verschiedenen Ebenen definitiv übersichtlicher. Für mich lagen der Reiz und die Spannung dieses Krimis neben der Verfolgung des aktuellen Falles vor allem in dem sehr differenziert dargestellten Ermittlerduo; Karhuu jung und fit, relativ neu dabei, clever und ambitioniert; Nordh dagegen ruhiger, erfahren, aufgerieben zwischen der Familie als alleinerziehender Vater und dem Beruf, dazu etwas verbittert. Beide haben ein interessantes Privatleben mit jeweils gefährlichen Geheimnissen und heimlichen Ermittlungen, die sich ebenso wie der gemeinsame Mordfall durch die Geschichte und vermutlich durch die ganze Krimireihe ziehen. Abgesehen davon hat mir besonders gut gefallen, dass wir in diesem Krimi etwas über die ägyptische Mythologie lernen. Fazit: Ein spannender Schweden-Krimi mit verschiedenen Facetten für Leser*innen, die gerne intensiv in die Arbeit des Ermittlerteams einbezogen werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katja K.
Schwüre, die wir brechen

Rezensionen von inya:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Meine zauberhafte Dekowelt von Michaela Waldl

schön

Ich finde Do it Yourself Projekte und basteln total interessant und wird es am liebsten viel öfter machen als ich es eigentlich tue. Deshalb finde ich solche Bücher immer schön, weil man einfach dadurch blättern kann um sich inspirieren lassen kann von den projekten. Ich finde es besonders schön, da es einen durch jahreszeiten führt.

Für jede Jahreszeit gibt es die verschiedenen Projekte und man arbeitet vor allem mit Naturmaterialien. Diese Kombination aus Nachhaltigkeit und Kreativität finde ich toll umgesetzt. Auch wenn ich ein wenig die Gestaltung mit den Zwergen und wichteln etwas kitschig finde konnte ich trotzdem viele schöne Ideen für mich aus diesem Buch herausnehmen. Ich kann als Allen Kreativen Bastler und denen die Es noch werden wollen empfehlen um sich inspirieren zu lassen ich werde auf jeden Fall den Igel mit denen. Tannenzapfen nachbauen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von inya
Meine zauberhafte Dekowelt