Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nele33:
Endzeitgemäß von Helena Kühnemann
erfrischender Schreibstil
"Endzeitgemäß"ist das für mich überraschende Debüt der Autorin Helena Kühnemann. Sie beschreibt in einem modernen Schreibstil das Leben einer jungen Frau nach ihrem Platz in einer Gesellschaft, zu der sie unbedingt dazugehören möchte.
Merve hat nur einen Traum, sie möchte zu den Aufsteigern gehören, dem Teil der Gesellschaft, in dem alles klar ist, in dem die Menschen ihren Weg gehen und nicht wie sie mit ihrem Vater und Großvater in einer Hochhaussiedlung in einer Art Endzeitstimmung auf das Ende warten.
Bei dieser Suche und dem Bestreben nach dem "Aufstieg" lernt sie Sven kennen. Sven lebt im Transit und hat nicht die Ambitionen und Lebensvorstellungen, die sie für sich entwickelt hat.
Sven wird ihr immer wichtiger und bringt doch gleichzeitig ihr Weltbild massiv ins Wanken. Ist sie auf dem richtigen Weg um glücklich zu werden, oder gibt sie das, was im Leben wirklich zählt, für einen nach Außen hin wirkenden gut aussehenden Schein auf?
Durch den angenehmen Schreibtsil war ich schnell im Leben von Merve und der Welt in der sie lebt angekommen. Die Autorin versteht es, die Protagonisten ausführlich und authentisch zu charakterisieren, sodass vor allem Merve mit ihren Gefühlen und Gedanken schnell nahbar wurde.
Einordnen würde ich die Story in den Bereich der Dystopie, mit starkem Bezug zu Wünschen, die Menschen auf der ganzen doch immer wieder haben:
Dazuzugehören.
Eine erfrischende Neuentdeckung für mich, die ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von DoraLupin:
Bearbind Lyceum - Thilda von Annina Safran
Leben auf einem düsteren Internat
Ich lese immer wieder gerne Fantasyromane und nachdem ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich gleich Feuer und Flamme dafür. Außerdem fand ich es erfrischend ein Buch in diesem Genre zu finden, dass einmal ganz ohne Romance und Liebesgeschichte auskommt, ein echter Pluspunkt in meinen Augen!
Die Story dreht sich um die 16-jährige Thilda die gegen ihren Willen auf das Bearbind Lyceum geschickt wird, ein Internat, das einst schon ihre Stiefmutter besuchte.
Der düstere Ort, der an eine strenge Erziehungsanstalt erinnert, ist eine Hexenschule. Statt sie willkommen zu heißen, schlagen Thilda dort Hass und Schikanen entgegen. Mehr noch: Durch ein dunkles Ritual wird ein uralter Dämon an sie gebunden und ihr Schutzgeist meldet sich zu Wort, der sie seit vielen Jahren begleitet, von dem sie aber bisher nichts wusste. Gelingt es Thilda, mit seiner Hilfe die dunklen Geheimnisse von Bearbind zu ergründen und das wahre Motiv zu enthüllen, warum ihre Stiefmutter sie genau in dieses Internat abgeschoben hat?
In die Handlung habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil passt gut zu dem Genre und ist schön bildlich, sodass man sich als Leser das Internat und seine verschiedenen Orte und Charaktere gut vorstellen konnte. Es hat sich auch ein schöner Lesefluss ergeben, auch wenn manche Passagen etwas langatmig gehalten wurden, was sicherlich auch an der Dicke des Buches liegt. Etwas gerafft hätte mir die Story noch ein wenig besser gefallen.
Die Hautfigur Thilda ist anders, als ich das von anderen Fantasyromanen gewohnt bin. Sie ist kein gewöhnliches, hübsches Mädchen mit einem intakten Leben, sondern hat schon einiges mitgemacht und erinnert eher an Aschenputtel. Dennoch war sie mir schnell sympathisch und ich konnte ihr Handeln auch nachvollziehen, ihr wurde es zu anfangs auch einfach nicht leicht gemacht.
Anfangs hat sich die Story doch etwas gezogen und mir hatte zwischenzeitlich etwas der "rote Faden" gefehlt, doch am Schluss wurde die Spannungsschraube noch einmal mächtig angezogen und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen. Es blieb auf jeden Fall spannend bis zum Schluss und es kam dann doch ganz anders, als ich gedacht habe. Die Auflösung hat mir dabei dann sehr gut gefallen.
Hier handelt es sich um einen Fantasyroman, auf den man sich einlassen muss. Er ist ganz anders, als andere Romane dieses Genres, was nicht schlecht ist und was sich von der vielen Romantasy abhebt, die es im Moment gibt. Ich vergebe gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung an alle, die Spaß an einem Hexeninternat mit Kräuterlehre und vielen coolen Dämonen und Charakteren haben und die mal ohne eine Liebesgeschichte auskommen können.
Rezensionen von Buchseelensammlerin:
Beautiful Venom (Vipers, Band 1) von Rina Kent
Intensive Dark Romance
Beautiful Venom ist der erste Band der neuen "Vipers" Reihe von Rina Kent. Es ist eine sehr intensive Dark Romance Geschichte und meiner Meinung nach nicht für Dark Romance Einsteiger geeignet.
Wie auch bei ihren anderen Büchern hat Rina Kent in Beautiful Venom eine fesselnde, emotionale und bedrohliche Atmosphäre erschaffen, die man beim lesen spüren kann.
Die Protagonisten Dahlia und Kane wurden von Rina Kent perfekt ausgearbeitet, was bei zwei so starken, misstrauischen und von ihrer Vergangenheit geprägten Charakteren sicherlich nicht einfach ist.
Mir hat die Entwicklung der Beiden im Laufe des Buches sehr gut gefallen, vor allem von Kane, der zu Anfang recht distanziert und unnahbar für mich war.
Beautiful Venom ist für mich ein sehr guter Reihenauftakt mit einem schönen sowie passenden Cover und Farbschnitt. Warte jetzt sehnsüchtig auf Band 2.
Rezensionen von Gaby 2707:
Wundervolle Welt der Vögel von Ben Hoare
Ein großartiges Sachbuch über Vögel
Schon der erste Eindruck dieses mit Goldschnitt, Goldfolie und blauem Lesebändchen versehenen Sachbuches ist einfach gigantisch und wird in unserem Bücherregal zu einem absoluten Highlight.
Nach einer kurzen Einführung durch den Autor Ben Hoare bekommen wir anhand des Inhaltsverzeichnisses mit dem wir die einzelnen Vögel sehr schnell finden können, einen ersten Eindruck, was uns hier alles erwartet.
Jedem der über 90 außergewöhnlichen Vogelarten, die hier vorgestellt werden, ist eine Doppelseite mit einem brillanten Foto und einer detailreichen Illustration gewidmet. In kurzen kindgerecht formulierten Texten bekommen wir Informationen und erstaunliche Tatsachen zu jedem einzelnen dieser Flugkünstler.
Hier lernen wir nicht nur bekannte Vögel wie Fasane, den Kuckuck oder den Wellensittich näher kennen. Auch außergewöhnliche Arten wie der Sekretär, der Bindenfregattvogel oder der Gelbschopflund wird uns vorgestellt. Dazu je eine Doppelseite mit den verschiedenen Schnäbeln, Federn, Nestern, Eiern, Flügeln und Füßen, die veranschaulichen, wie vielfältig die Natur hier die Vögel ausgestattet hat. Es macht uns jedes mal wieder von neuem großen Spaß, die schillernde Pracht der Vogelwelt anzuschauen.
Am Ende des Buches erklärt ein Stammbaum, wie die einzelnen Vogelarten miteinander verwandt sind. Das anschließende Glossar punktet mit kurzen Begriffserklärungen. Und kurze Steckbriefe zu den verschiedenen Vögeln, die im Buch vorgestellt wurden, runden das Ganze gekonnt ab.
Ein wundervolles Sachbuch für alle kleinen und großen Vogelkundler, das meinen Mann und mich genauso fasziniert, wie unsere beiden Enkel.
Rezensionen von Normanfips:
Beautiful Venom (Vipers, Band 1) von Rina Kent
Konnte mich nicht überzeugen
Mit Vorfreude habe ich das neue Buch von Rina Kent erwartet. Das tolle Cover macht auch gleich neugierig auf die neue Geschichte, die dieses Mal in einem Elite-College spielt, wobei hier auch Sport-Romance vorkommt. Es handelt sich nämlich um das dortige Eishockeyteam und ganz besonders um dessen Teamkapitän Kane Davenport.
Hat er etwas mit dem Angriff auf Dahlia Thornes Schwester zu tun? Um das herauszubekommen und dann Rache üben zu können, versucht Dahlia sich bei dem Geheimbund ‚Vipers‘ einzuschleichen. Dieser Weg führt über Kane. Rina Kents Schreibstil ist gewohnt flüssig und wirklich angenehm zu lesen. Die abwechselnden Erzählperspektiven schätze ich ebenso. Aber der Inhalt ließ zu wünschen übrig. Zum einen Teil fand ich die Szenen völlig übertrieben und zum anderen Teil wieder zu oberflächlich. Es kam mir vor, als hätte die Autorin altbewährte Plots genommen, zusammengewürfelt und einfach noch eins draufgesetzt. Die Glaubwürdigkeit und die Spannung blieben für mich dabei auf der Strecke. Teilweise musste ich den Kopf schütteln, wenn Kane seine Abgründe gezeigt hat. Der softe Schluss passt für mich auch nicht, nachdem zuvor alles so überdramatisiert wurde. Auch die Nebenfiguren blieben blass. Wirklich schade, da ich bisher gerne ihre Bücher gelesen habe. Mal sehen, wie es in ‚Sweet Venom’ weitergehen wird.
Rezensionen von Andreas Wolfgang Lenzmann:
HOMO TAPIR von Regine Koth Afzelius
Regine Koth Afzelius – HOMO TAPIR – Roman
Kann der Tapir gefangen werden?
„Nicht die Geliebte in der Entfernung, sondern die Entfernung ist die Geliebte.“ Dieses Aperçu von Karl Kraus scheinen Tapire als Lebensmotto internalisiert zu haben. Zumindest jener der humaoiden Spezies. So ist die Beziehungsgrundlage mit einem Tapir stete Distanz.
Wie diese selbst auf engstem Raum suggeriert werden kann, um nichtsdestotrotz eine Form von Nähe zu erfahren, beschreibt die Autorin eindrücklich. Ihre Befremdlichkeiten, ob der selbstverständlichen Nonchalance des sofabewohnenden Erdnussessers, werden mit erheiternder Akkuratesse geschildert.
Wie lebt der Tapir in dem bald auch einem selbst fremden Habitat; am Land?
Wenn im Buch auch manchmal auf Thomas Bernhard und seinen Ohlsdorfer Bauernhof rekurriert wird, erinnert die Szenerie eher an das Kalkwerk. Doch anders als bei Bernhard speist sich hier die Komik nicht aus genuiner Bösartigkeit, welche dessen Oeuvre durchzieht. Bernhard gibt seinen Protagonisten der Lächerlichkeit preis. In diesem sofazentrischen Weltbild wird die Lächerlichkeit der Alltäglichkeit aufs Korn genommen doch wird nie der Rubikon der Entwürdigung überschritten. Hier durchstreift ein liebevoller Wimpernschlag des Augenzudrückens die Erlebnisse, welche die Autorin mit sprachlicher Fulminanz zum Ausdruck bringt. Die Dichotomie von Brehms Tierleben und der hartmannschen Philosophie wird pointiert verkürzt und zum Schreien komisch entfaltet. Hier paart sich Yin/Yin und Yang/Yang und treffen am Ende virtueller sozialer Parallelen wieder aufeinander Mit stifterischer Gründlichkeit werden paarende Borkenkäfer und in Hüftfleisch schneidende Skalpelle mit makartscher Opulenz vor dem geistigen Auge ausgemalt.
Kann der Tapir gezähmt werden?
An sich ja, beweist das Buch, aber nicht im herkömmlichen Sinn. Die Zähmung erfolgt durch die der eigenen Ansprüche, welche man irrigerweise an den Tapir adressierte. Ausnahmen werden von jenem nur in ausgesprochenen Notsituationen akzeptiert, hier wird er zum verlässlichen, zwar eigenen Rhythmen folgenden Verantwortungsträger. Dann findet statt, was kein noch so eifrig ausgefülltes Mitteilungsheft vermochte. Strikte Abarbeitung des akzeptierten Unumgänglichen.
Resümee oder gelingt die Vertapierung der Welt?
Kurz gesagt, ja, wenn man sie klein genug hält.
c) andreas wolfgang lenzmann 2025
Rezensionen von ReiShimura:
Die Spurenfinder und das Drachenzepter von Marc-Uwe Kling; Johanna Kling; Luise Kling; Elisabeth Kling
Ein würdiger Nachfolger voller Humor und Abenteuer
Elos von Bergen ist zurück. Und natürlich sind auch wieder seine Zwillinge Ada und Naru mit von der Partie. Denn auch wenn Elos es nicht gerne zugibt, die beiden sind ihm immer wieder eine große Hilfe. Apropos Hilfe, natürlich dürfen wir uns auch auf das Wiedersehen mit anderen mehr oder weniger geliebten Charakteren aus dem ersten Teil freuen.
Und ein paar neue „Freunde“ kommen noch dazu.
Wie man vielleicht schon an der Formulierung meines ersten Satzes merken kann, handelt es sich hierbei um einen Fortsetzungsroman. Dies ist der zweite Teil der Spurenfinder und ohne zu viel verraten zu wollen, wird es wohl eher nicht der letzte sein. Denn einerseits bleiben wieder einmal einige Fragen offen, wobei dies allein noch nie einen Autor oder eine Autorin davon abgehalten hätte, eine Serie zu beenden. Andererseits hat sich Marc-Uwe Kling in den letzten Jahren eine beständig größer werdende Fanschar, sowohl unter Erwachsenen wie auch Kindern, aufgebaut.
Ich selbst stimme mittlerweile nicht mehr leichtfertig in die Lobeshymnen mit ein, ich befürchte, dass ich langsam eine Überdosis des Autors und seiner Werke abbekommen habe. Allerdings muss ich für dieses Buch eine Ausnahme machen. Der erste Teil hat mich bereits begeistert und ich habe mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut. Meine Befürchtungen, dass der zweite Teil schlechter sein könnte als der erste, waren zum Glück völlig unbegründet.
Auch dieses Buch besticht wieder durch jede Menge skurrile Charaktere und eine interessante Genre-Mischung. Die ansprechenden Illustrationen runden den sehr guten Gesamteindruck noch einmal ab. Die Spannungskurve ist zwar nicht durchgehend hoch, dennoch gab es keine Stelle, die mir langatmig oder langweilig vorgekommen wäre. Gerade die Gespräche zwischen den verschiedenen Charakteren sind es, die dieses Buch zu etwas besonderem machen. Vor allem die Diskussionen von Elos mit seinen Zwillingen oder zwischen Naru und Ada haben mich oft genug zum Lächeln gebracht.
Ein Vergleich des ersten und zweiten Buches drängt sich, wie so oft bei Fortsetzungsromanen, quasi auf. In vielen Punkten sind die Bücher miteinander vergleichbar, die Welt und die Personen sind immerhin die gleichen. Bedeutet eben auch, wer mit dem ersten Band nichts anfangen konnte, wird es mit Band zwei wohl eher auch nicht können. Meiner Meinung nach war der erste Band aber fantasiereicher und hat sich stärker auf die Beschreibung der Umgebung konzentriert. Außerdem musste einiges an Zeit aufgewendet werden, um alle Personen einzuführen. Dies fällt im zweiten Teil verständlicherweise weg. Dafür wird hier der Fokus mehr auf die Gilde der Spurenfinder und die politische Situation gelegt. Humorvoll und lustig sind beide Teile, wobei ich in diesem Buch öfters mal das Gefühl hatte, dass es ein wenig zu viel des Guten war.
Besonders gut gefallen hat mir, dass Ada und Naru noch stärker in den Fokus der Geschichte gerückt sind. So gern ich Elos von Bergen auch habe, seine Zwillinge sind noch immer meine heimlichen Favoriten. Ich liebe ihren flapsigen und manchmal auch zänkischen Umgang miteinander. Wobei wenn es hart auf hart kommt, halten die beiden zusammen wie Pech und Schwefel.
Marc-Uwe, Johanna, Luise und Elisabeth Kling haben bei diesem Buch wieder ganze Arbeit geleistet und eine solide und unterhaltsame Fortsetzung geschrieben. Theoretisch könnte man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, aber ich persönlich würde es nicht empfehlen.
Die Mischung aus Abenteuer-, Kriminal- und Fantasieroman hat auch dieses Mal wieder wunderbar funktioniert und hat das Zeug nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zu begeistern.
Rezensionen von Katja K.:
Die kleine Inselbibliothek von Savannah Carlisle
Süß und vorhersehbar
Dieses Buch war für mich eine nette, unterhaltsame Lektüre, die nicht groß nachwirken wird. Der Schreibstil ist flüssig und detailliert und es wird abwechselnd aus Lucys und Logans Perspektive (aus Beobachtersicht in der dritten Person) geschrieben. Insgesamt lässt sich das Buch sehr leicht lesen, auch wenn es mich erst im letzten Drittel mehr fesseln konnte.
Sowohl Lucy als auch Logan sind liebevoll dargestellt, mit Eigenarten und Unsicherheiten. Besonders Lucy habe ich direkt ins Herz geschlossen. Mir hat sehr gut gefallen, dass Bücher eine zentrale Rolle in der Geschichte spielen und auch die Passagen zum wirtschaftlichen Dilemma der Insel und die unterschiedlichen Perspektiven dazu fand ich sehr interessant. Allerdings hat mir dieses Thema insgesamt etwas zu viel Raum eingenommen und dadurch Längen verursacht. Die Liebesgeschichte ist niedlich und vorhersehbar und erinnert tatsächlich stark an "E-Mail für dich", worauf im Buch auch explizit Bezug genommen wird. Mein Fazit: Ich würde diese Lektüre für den Urlaub empfehlen oder für sonstige leichte Lesestunden zwischendurch.
Rezensionen von Ulgu1978:
Wem du traust von Petra Johann
Ein echter Pageturner
Ein Mädchen verschwindet - eigentlich in Krimis nichts Neues. Hier auch?
Sofia wird nach dem Babysitten von dem Vater des kleinen Linus nach Hause gefahren und ist seit dem spurlos verschwunden. Schnell erhärtet sich der Verdacht, dass dieser etwas mit dem Verschwinden zu tun hat, schließlich hat er das Mädchen als Letzter lebend gesehen.
"Wem du traust" ist das erste Buch, das ich von Petra Johann gelesen habe und ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte sein wird. Ihr Krimi liest sich flüssig und versteht es, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten.
Die beiden Hauptfiguren Susanne (Mutter des verschwundenen Mädchens) und Eva (Mutter von Linus und beste Freundin von Susanne) werden der Leserschaft ausführlich vorgestellt und auch ihre besondere Beziehung zueinander wird plausibel erklärt. Selbst in dieser Extremsituation halten beide fest zusammen, was manchmal etwas unglaubwürdig erscheint. Trotzdem konnte ich mich sehr gut in beide Charaktere hineinversetzen.
Petra Johann versteht es sehr gut, die Gefühlslage der agierenden Personen zu beschreiben.
Auch wem man zum Schluss hin zu ahnen beginnt, was Sofia zugestoßen ist, kann man das Buch nicht aus der Hand legen und hofft auf ein glückliches Ende.
Ich kann das Buch allen Krimifans uneingeschränkt empfehlen.
Rezensionen von liesmal:
Eden von Auður Ava Ólafsdóttir
Die Welt von oben sehen
Audur Ava Ólafsdóttir. Ich beginne mit dem Namen der Autorin, damit ich ihn nicht vergesse, denn ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen.
Island kenne ich aus Erzählungen und Büchern. Für mich ist es ein faszinierendes Land, rau und weit, still und herzlich. Diese Eindrücke vertiefen sich durch die Protagonistin Alba, eine Sprachwissenschaftlerin, die ihr Leben in Reykjavik hinter sich lässt, um auf einem eigenen Stück Land in einem kleinen Dorf außerhalb der Stadt zu leben.
Die Menschen, deren Neugier für mich eher Mitmenschlichkeit bedeutet, kennen den Sinn von Integration. Mir gefällt die Ruhe, die über allem liegt. Vorsichtig versuchen die Dorfbewohner, Alba in ihre Gemeinschaft einzubeziehen. Dadurch sollen auch Flüchtlnge die Chance bekommen, die Sprache zu erlernen. Besonders die Beziehung zwischen Alba und dem Waisenjungen Danyel ist von Warmherzigkeit geprägt.
Mir gefällt dieses Buch, das ich nicht in einem Rutsch weglesen kann, sondern dem ich viel Zeit widme. Auf der einen Seite ist es Albas vielleicht berufsbedingte Art, sich immer wieder Gedanken zu machen über einzelne Wörter, das mag ich. Doch auch ihre Liebe zur Natur und ihre Überlegungen zu Menschen, Tieren, Pflanzen in einer Welt ohne Grenzen lassen mich träumen von einer friedlichen Welt. Wunderschön wird die Welt – von oben gesehen – beschrieben. Meine volle Leseempfehlung!










