Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Die Künstlerin von Rom von Pia Rosenberger

Als Junge verkleidet in der Sixtinischen Kapelle

Pia Rosenberger erzählt in "Die Künstlerin von Rom" die fiktive Geschichte von Delia, die nach Rom reisen wird, um ihren Bruder zu suchen. Er soll die Werkstatt ihres Vaters übernehmen, damit Delia weiterhin als Bildhauerin arbeiten kann - das zumindest wäre ihr grösster Wunsch. Damit ihr nichts passiert, wird sie als Junge verkleidet und reist mit der Gauklerfamilie eines Mitarbeiters Richtung Rom.

Aus Delia wird Dario und ihr wird schnell klar, dass sie als Junge viel mehr Freiheiten hat, als wenn sie als junge Frau unterwegs ist. Vor allem in Rom wäre ihr Bewegungskreis zu klein, was ihr bei der Suche nach Rodolfo hinderlich wäre. Auch würde Delia nie als Schülerin von Michelangelo arbeiten können - dies gelingt ihr als Dario, vor allem aber durch ihr Talent.

Wäre da nur nicht Dottore Fabio di Pasquale, den sie auf der Reise kennengelernt hat und für den sie etwas empfindet. Doch der ist der seiner Cousine Bella, einer zickigen jungen Frau, versprochen.

Kyra, eine Seiltänzerin aus der Gauklerfamilie, soll ebenfalls bald verheiratet werden. Doch auch sie will wie Delia selbst entscheiden, ob und wen sie heiraten wird. Eigentlich wäre sie die perfekte Freundin für Delia, aber selbst sie darf nicht wissen, wer Dario in Wirklichkeit ist. Bald gelangt auch Kyra nach Rom, allerdings in ganz andere Kreise als Delia.

Rosenberger zeigt der Leserschaft die Stadt aus zwei Perspektiven: die der Unterwelt, in der Kyra verkehrt und die Welt der Kleriker und Künstler, in der Delia als Dario alle Freiheiten besitzt. Die Geschichte spielt zur Zeit als Papst Julian Geld brauchte, um den Petersdom zu vergrössern, was aber nur nebenbei erwähnt wird. Das verbindende Glied der beiden dargestellten Welten ist die Macht - und einige der Charaktere, die sich in beiden Szenerien bewegen.

Mir gefiel, wie Rosenberger die Szenen in der Sixtinischen Kapelle beschrieb und alles was mit Michelangelo und den Künstlern zu tun hatte. Kyras Liebesgeschichte fand ich am Ende vorhersehbar, aber der Twist hat mir trotzdem gefallen.

Weniger lesenswert fand ich einige Szenen um Dankwart und Kardinal Orsini, da hätte man vielleicht etwas kürzen können, denn insgesamt war mir die Geschichte mit ihren 525 Seiten zu lang. Zudem empfand ich einige Ausdrücke als zu modern, die passen nicht ins 16. Jahrhundert.

Fazit: Unterhaltend, aber die Geschichte vermochte mich nicht zu fesseln, auch wenn einige sehr gute Aspekte dabei sind.
3.5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bücher in meiner Hand
Die Künstlerin von Rom

Rezensionen von div:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Grand Hotel Avalon von Maggie Stiefvater

Luxushotel zu Kriegszeiten

Luxushotel zu Kriegszeiten

Das Buch Grand Hotel Avalon von Maggie Stiefvater hat mich sehr angesprochen. Es ist Januar 1942, mitten im Zweiten Weltkrieg. Maggie Stiefvater verbindet die historische Atmosphäre des Kriegs mit der Magie eines Grand Hotels. Die Grenze zwischen Realität und Mystik verschwimmt.

Das macht die Geschichte emotional und geheimnisvoll. Das Avalon ist nicht einfach ein Hotel: Es steht für Luxus, Raffinesse und hat ein ganz besonderes Heilwasser.
June leitet das Hotel und ist verantwortlich dafür, dass alles funktioniert. Anfangs ist alles relativ stabil, wenn auch herausfordernd. Aber mit Kriegseinbruch ändern sich die Rahmenbedingungen dramatisch.
Gut finde ich, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist.

Leider fehlt mir in der Geschichte an einigen Teilen der rote Faden bzw. für einige Dinge fehlen mir auch die Erklärungen - somit habe ich zum Schluss doch das ein oder andere Fragezeichen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von div
Grand Hotel Avalon

Rezensionen von Claudia R.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Zwei schmollen im Schnee von Jan Kaiser

vertragen ist wichtig

Klappentext / Inhalt:

Entschuldigen und Vertragen braucht Mut! Ein humorvolles Bilderbuch übers Streiten, Schmollen und Versöhnen
Es gibt Streit bei Schneemann Schorsch und Schneehase Holm, obwohl sie doch allerbeste Freunde sind. Aus einer guten Idee – Schneeolympiade! –, wurde ein großer Krach.

Beide sehen sich als Gewinner! Aber als Schorsch und Holm dann schmollend im Schnee sitzen, werden sie doch traurig ... und merken, dass es gar nicht so leicht ist, sich nach einem Streit wieder zu vertragen. Mit etwas Mut und Fantasie schaffen es die zwei, wieder aufeinander zuzugehen. Und erleben am Ende noch eine große Überraschung!
Eine Wintergeschichte ab 4 Jahren über echte Freundschaft – mit Versöhnungslied und Wiedervertragungs-Gedicht!

Cover:

Das Cover ist super niedlich und liebevoll umgesetzt. Ein Schneemann und ein Hasen sitzen Rücken an Rücken und recken die Nasen nach oben. Beide sehen sehr eingeschnappt aus und es liegt Streit in der Luft. Auch die winterliche Atmosphäre wird sehr gut erfasst und die Thematik wird hier sehr gut optisch herübergebracht. Das Cover ist sehr schön gezeichnet und toll umgesetzt.

Meinung:

Eine liebevolle Geschichte übers Streiten und Vertragen. Vertragen ist zudem nicht immer leicht und der Mut auch dem anderen etwas zuzugestehen ist manchmal eine große Herausforderung.

Bei einem Wettrennen bzw. einer Olympiade geben sich die beiden Charaktere nichts und wollen beide jeweils die besten sein, dem anderen den Sieg zu gönnen, ist hier nicht wirklich leicht und so wird aus den beiden Freunden richtige Kontrahenten. Ob sie sich wohl wieder vertragen können?

Inhaltlich möchte ich hier noch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit Weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Die Umsetzung des Ganzen ist sehr herzerwärmend und liebevoll gelungen. Die kurzen Texte sind gut verständlich und man kann dem Ganzen sehr gut folgen. Die Geschichte ist toll erzählt und auch die Kleinsten können dem Ganzen sehr gut folgen. Die Charaktere sind liebevoll umgesetzt und auch in die Situation und die Geschehnisse kann man sich sehr gut hineinversetzen.

Die bunten Illustrationen geben das Ganze sehr gut wieder und setzen es sehr anschaulich um. Die bunten Bilder sind sehr detailreich und schön gezeichnet. Man merkt auch sehr gut die Veränderung, wie aus den beiden Freunden Rivalen wird und sie dann schmollen, da jeder gewinnen möchte. Wundervoll ist das Versöhngedicht und der Versöhnung am Schuss. Man merkt das hier sehr viel Liebe und Herzblut drin steckt und die Botschaft sehr liebevoll herüber gebracht wird. Es zeigt, dass es Mut kostet sich zu vertragen, aber das dies auch umso wichtiger ist und zu einer Freundschaft auch dazu gehört.

Ein wundervolles Kinderbuch mit wichtiger Botschaft. Liebevolle Illustrationen runden das Ganze perfekt ab.

Fazit:

Wundervolles Kinderbuch mit wichtiger und starker Botschaft.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R.
Zwei schmollen im Schnee

Rezensionen von Streiflicht:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Fjolla, Hüterin der Schneelande von Kristina Scharmacher-Schreiber

Bezauberndes, wunderschönes Märchen für die kalte Jahreszeit

Schon beim ersten Blick auf das Cover war es um mich geschehen. Ich bin wahrlich keine Coverkäuferin, auch weil ich viele Krimis und Thriller lese und das da nicht so wichtig ist. Bei Kinder- und Jugendbüchern dagegen finde ich das schon relevanter. Die ganze Schönheit des Covers zeigt sich auch erst, wenn man es in der Hand hält und ein bisschen dreht.

Dann glitzern Fjollas Haare und der Pelz des Schneefuchses und der Eisbär am Himmel zeigt sich wie bei einem Hologramm in allen Farben. Das ist schon ziemlich magisch und passt meiner Meinung nach perfekt zum Buch.

Schon nach wenigen Seiten war ich voll im Geschehen. Fjolla mochte ich sofort. Und die wunderbare zahme Eisfüchsin Drifa auch. Ihr Freund Yuki ist supergoldig, den kann man nur gernhaben.

Wunderbar ergänzt wird der Text durch faszinierende Illustrationen von Mareike Ammersken, die den Zauber der Schneelande wirklich perfekt eingefangen hat. Einfach schön, anders kann ich es gar nicht in Worte fassen.

War es zuerst einfach nur eine Erzählung aus einer Welt im Norden, mit viel Eis und Schnee, Dunkelheit und Kälte, so hat sich das schnell geändert. Aus der Geschichte wird ein bezauberndes magisches Märchen, das ich leider viel zu schnell gelesen hatte. Da ich sehr viel und sehr schnell lese, darf leider längst nicht mehr jedes Buch in mein Regal einziehen oder bei mir bleiben, aber hier bin ich mir sicher: Das Buch wird einen Ehrenplatz erhalten. Und das nicht nur wegen des wunderschönen Covers, sondern vor allem wegen der herzerwärmenden und so faszinierenden Geschichte.

In einer Beschreibung habe ich gelesen: „Ein fantastisches Abenteuer voller Eismagie, tierischer Gefährten und alter Geheimnisse – für alle, die die Wunder der Natur lieben.“ Und genau das kann ich bestätigen. Es ist einfach wunderbar, mit Fjolla in ihrer Schneelandschaft unterwegs zu sein. Auch wenn es mal richtig kalt wird und sogar ziemlich gefährlich, so kann sich doch niemand der Magie der Schneeflocken, Eiskristalle und Nordlichter entziehen. Ich freue mich jetzt schon darauf, das Buch um Weihnachten herum nochmal zu lesen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht
Fjolla, Hüterin der Schneelande

Rezensionen von Streiflicht:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Tatort Hafen - Tod im Schatten der Elbflut von Kästner & Kästner

Noch besser als Teil 1

Nachdem ich Tatort Hafen. Tod an den Ladungsbrücken ziemlich gerne gelesen hatte, wollte ich natürlich gerne wissen, wie es weitergeht. Zwischen den Geschichten in den Büchern ist ein leichter zeitlicher Versatz von ein paar Monaten, ich hab sie fast direkt hintereinander gelesen. Das ist natürlich praktisch, weil dann alles noch präsent ist und man die Vorgängergeschichte und alle Figuren noch im Kopf hat.

So war ich auch superschnell wieder drin, aber meiner Meinung nach könnte man die Bücher aber auch sehr gut einzeln lesen – was ja bei Reihen nicht immer unbedingt der Fall ist. Teil 2 bezieht sich ab und zu auf den ersten Band, aber nicht so, dass man Verständnisprobleme hätte.

Das Buch beginnt schon ziemlich dramatisch. Zwei Menschen auf der Flucht, die dringend Wasser brauchen, ein aufziehender Sturm mit Flut und dann noch ein tödlich endender Streit. Da ist man als Leser sofort mitten drin im Geschehen und voll dabei. Kein langes Vorgeplänkel, sondern direkt ab in die Geschichte.

Ich fand es schön, die Hauptfiguren aus Teil 1 wieder zu „treffen“. Die Kollegen der Wasserschutzpolizei rund um ihren Chef Tom Bendixen, die sich auf die Sturmflut in ihrem Hafen vorbereiten, und auf der anderen Seite Mordermittlerin Jonna Jacobi, die herausfindet, dass der tote Afrikaner, der in der Elbe gefunden wurde, etwas mit dem Containerriesen zu tun hat, das es gerade noch in den Hafen geschafft hat. Und dann kommt der Sturm mit voller Wucht und bringt das Hochwasser mit sich. Der Hafen und viele andere Bereiche werden abgesperrt und evakuiert, aber irgendwo auf dem Schiff ist ein Mörder. Und möglicherweise noch mehr Flüchtlinge, die in Lebensgefahr sind ...

Neben dieser schlimmen Geschichte haben Charlotte vom Opferschutz der Polizei und Tom so ihre eigene persönlichen und privaten Probleme, die ebenfalls thematisiert werden. Das finde ich immer gut, wenn es nicht zu viel wird, weil ja auch Ermittler, Polizisten und andere Menschen sind. Das macht die Lektüre für mich authentischer. In diesem Buch geht es um viele wichtige, aktuelle Themen, die ich gar nicht alle aufzählen möchte, um nicht zu viel zu verraten. Würde man das alles unterbringen wollen, könnte ein Roman leicht überfrachtet werden. In diesem Fall aber ist es dem Autorenduo bestens gelungen, einen spannenden und zugleich auch gesellschaftskritischen Roman zu schreiben. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, aber doch deutlich. Man merkt auch immer wieder, dass beide wissen, wovon sie schreiben – war er doch über 30 Jahre bei der Wasserschutzpolizei Hamburg tätig und sie ist Psychologin und Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Krisenintervention.

Nun bin ich gespannt auf den dritten Band, von dem ich bereits eine Leseprobe genießen durfte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht
Tatort Hafen - Tod im Schatten der Elbflut

Rezensionen von Streiflicht:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Das Jahr von Jonas Tjäder; Maja Knochenhauer

Wunderschön und so viele Details

Schon immer mag ich Kinderbücher, vor allem solche, bei denen es viel zu schauen und zu entdecken gibt. Schon beim ersten Blick auf das Cover und die Kurzbeschreibung wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt für meinen Neffen haben möchte. Er ist gerade fünf geworden und ein großer Bücherfan.

Er kann wirklich lange ruhig dasitzen, wenn man ihm etwas vorliest. Noch lieber mag er es inzwischen, selbst ein Buch zu „lesen“. Kennt er ein Buch schon, dann schaut er sich sehr gerne die Bilder an, da er ja schon weiß, was dort passiert. Gerade bei Büchern wie diesem kann er richtig toll stöbern und immer was Neues entdecken. Ich war begeistert, was es alles zu sehen gibt und musste es nach dem ersten Lesen direkt noch einmal durchblättern und anschauen. Die Fragen auf den Umschlagseiten konnte ich nicht alle beantworten – und das, obwohl ich gedacht hatte, ich hätte mir das Buch schon ziemlich intensiv angeschaut. Sowas ist einfach super, weil man so immer wieder Neues finden und entdecken kann. Auch dann, wenn man noch klein ist und nur die Bilder ansehen kann. Ich bin mir sicher, er wird begeistert sein von den Details.

Gleichzeitig merkt man auch, mit wieviel Herzblut und Liebe das Buch gestaltet ist. Es ist einfach schön anzuschauen, die Bilder sind wunderschön und so voller toller Kleinigkeiten. So taucht zum Beispiel immer wieder eine Katze auf, ein Baby wird geboren und wächst, … das Leben in allen seinen Facetten wird gezeigt. Dazu tolle Texte, die sich reimen, jeden Monate neue Geschichten erzählen und immer berichten, was gerade in diesen Tagen so besonders ist oder in der Natur passiert. Nicht nur für die kleinen ein wirklich schönes Buch mit vielen, vielen Details, die entdeckt und besprochen werden wollen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht
Das Jahr

Rezensionen von Streiflicht:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Protokoll eines Verschwindens von Alexander Rupflin

Leider hat es mich nicht gepackt

Auf dieses Buch von dem mir bisher unbekannten Autor Alexander Rupflin war ich total gespannt. Die interessante Leseprobe hat ihr Übriges getadn und ich mich zusammen mit dem gelungenen Cover noch weiter begeistert. Schon lange lese ich total gerne Krimis und Thriller, aber immer öfter interessiert mich auch der Bereich True Crime.

Warum sind Menschen böse, was treibt sie an, was sind ihre Motive und warum wollen sie töten oder anderen Menschen schaden. Daher schien das Buch perfekt für mich und den nächsten Urlaub.

Ich war sehr gespannt, wie der Schriftsteller das Thema umsetzen wird und wie sich die ganze Geschichte, die schon in der Kurzbeschreibung so dramatisch klingt, entwickeln würde. Leider ging es direkt schwierig los, aber ich hoffte noch, dass es nur Anlaufschwierigkeiten sind. Oft fremdelt man ja manchmal erst mit einem Buch. Hier aber wurde es eher schlimmer als besser. Man muss einer Geschichte Zeit geben, sich zu entwickeln, aber hier gelang das nicht. Zumindest nicht für mich, mich hat das Buch leider nicht gepackt. Die verschiedenen Erzählstränge sind an sich schon interessant, auch weil man das Geschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenlernt. Aber die haben sich nie so richtig zu einem Ganzen verbunden. Dieses Buch, das eine Suche nach der Wahrheit und den Abgründen sein soll, das Streben nach Glück aufzeigen und einiges mehr konnte mich leider nicht erreichen. Die Figuren blieben mehr fremd und wirkten steif und fern. Auch wenn ein wahrer Fall dahintersteckt, hat mich das Buch nicht sondern berührt. Schade.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht
Protokoll eines Verschwindens

Rezensionen von Streiflicht:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Die Krankenschwester von Kristian Corfixen

Faszinierend und erschreckend

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Ich lese total gerne Krimis und Thriller, aber immer öfter interessiert mich auch der Bereich True Crime. Warum sind Menschen böse, was treibt sie an, was sind ihre Motive und warum wollen sie töten oder anderen Menschen schaden. Um genau diese Fragen geht es auch in diesem Buch, das inzwischen von Netflix verfilmt wurde.

Autor Kristian Corfixen geht dem Geschehen im Krankenhaus Nykobing Falster nach, wo Krankenschwester Christina lange Jahre auf verschiedenen Stationen arbeitete – auch in der Notaufnahme – und für den Tod vieler Menschen verantwortlich gemacht wird. Spannend ist, dass ihr nie so recht etwas nachgewiesen werden konnte, alle Indizien aber auf sie hindeuteten und es zahlreiche Zeugen gab, die sie für verdächtig und schuldig hielten. Wie der Autor schreibt, hat er verschiedene Menschen zu Wort kommen lassen und auch mit der Täterin sowie Zeugen und anderen gesprochen. Nach ein paar kleinen Startschwierigkeiten hatte mich das Buch total gepackt und ich war einfach fasziniert. Wie ein Mensch so sein kann und dass es jahrelang einfach nicht aufgefallen ist. Wie die Täterin selbst das ganze Geschehen rechtfertigt und bewertet, wie sie damit umgeht, dass sie verurteilt wird und in Haft muss.

Aber auch, wie die Angehörigen leiden, wie Patienten sterben oder gerade noch gerettet werden können. Wie klein der Schritt über die Schwelle zum Tod manchmal ist. Wie Christinas Kollegen mit der Situation umgehen – vorher, aber auch dann, als ihre Taten von der Polizei und der Staatsanwaltschaft untersucht werden. Wie sie ihr Schweigen rechtfertigen und ihre Verdächtigungen. Erschreckend und faszinierend zugleich, man lernt viel über Menschen und Gesellschaften und den Umgang mit dem Tod und dem Leben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Streiflicht
Die Krankenschwester

Rezensionen von Anndlich:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Secret Forest Academy. Avas Bestimmung von Tina Stein

Geheimnisvolle Schule

Avas Eltern sind spurlos verschwunden und seitdem passieren auch Ava seltsame Dinge. Immer wieder wacht sie mitten im Wald auf, wo vorher noch ihr Bett war, liegt sie nun auf dem Ast eines Baums. Eines Tages taucht Charon auf, der behauptet mehr über Ava und ihre Eltern zu wissen. Ava traut ihm nicht und wird prompt von ihm angegriffen, doch zum Glück kommt ihr Urs zur Rettung.

Urs ist ein Schwarzbär der nicht nur verfressen ist, sondern auch mit Ava sprechen kann. Und Urs möchte Ava an eine ganz besondere Akademie bringen. Die Secret Forest Academy ist voll von magischen Wesen und magischen Mitschüler:innen, eine Welt von der Ava bis zu diesem Tage nichts gewusst hat und von der sie hofft, dass sie dort das Geheimnis um das Verschwinden ihrer Eltern lösen kann.

Avas Bestimmung ist der erste Band der Secret Forest Academy-Reihe von Tina Stein. Der Auftakt der fantastischen Reihe wird Leser:innen ab 10 Jahren empfohlen. Der Schreibstil war für mich (im Vergleich zu anderen Büchern in der Altersklasse) noch sehr kindlich, vor allem die Dialoge zu Beginn der Geschichte wirkten teilweise so, als wären sie an eine jüngere Leserschaft gerichtet. Dieses Gefühl wird durch sagenhafte 79 Kapitel auf 288 erhöht. Ich schätze kurze Kapitel sehr, aber im Schnitt keine vier Seiten für ein Kapitel, finde ich dann doch zu wenig.

Das Setting hat uns sehr gut gefallen, die Akademie klingt nach einer grünen Wohlfühloase mit spannenden Eigenheiten. Die Charaktere waren gut ausgewählt, Ava ist als Protagonistin nahbar und man kann sich in sie und ihre Gefühle gut hineinversetzen. Vor allem der ungewöhnliche Einstieg lässt einen als Leser:in ebenso hilflos zurück wie Ava, sodass nicht nur Ava unbedingt mehr über die Akademie und ihre Fähigkeit wissen möchte, sondern auch wir Leser:innen. Avas Seelentier Urs ist emphatisch, einfühlsam und lustig. Avas Mitschüler:innen bieten eine gute Mischung aus Sympathie und Antipathie. An ein paar Stellen wurde es uns mit den vielen Wesen etwas zu viel und es war schwierig den Durchblick zu bewahren, gleichzeitig fehlten den Nebenfiguren etwas die Tiefe.

Das Ende konnte uns leider gar nicht überzeugen. Ein Reihenauftakt verspricht natürlich immer einen kleinen Cliffhanger und offene Fragen, aber das Ende kam uns viel zu abrupt und lässt ein guten Abschluss vermissen, weswegen Avas Bestimmung uns insgesamt leider nicht richtig abholen konnte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Anndlich
Secret Forest Academy. Avas Bestimmung

Rezensionen von Petra:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Mord in besserer Gesellschaft von Josie Lloyd

Ein Hauch von Miss Marple

Miss Marple lässt grüßen.
Es gibt mittlerweile viele Krimis die sich an der Grand Dame der Kriminalliteratur orientieren, mal gut, mal schlecht überweigend genau dazwischen.. Für mich war dieser Roman gutes Mittelmaß, am Anfang dauerte es etwas bis die Geschichte Fahrt aufnahm und eine Ahnung aufblitzte um was es bei diesem Mord ging.

Dann aber hat Miss Alice Beaton nicht nur ihre Back und Kochkünste unter Beweis gestellt sondern auch ihre phänomänale Sichtweise, wie es sich für eine sehr gute Haushälterin gehört, sieht sie jede Kleinigkeit und zieht die richtigen Schlüsse. Es muss nicht nur alles sauber und aufgeräumt sein, genau das kann eine Ungereimtheit darstellen wenn es dann mal anders ist.
Solche Kleinigkeiten fallen anscheinend nicht der Polizei auf aber Alice schon. Denn sie führt die beste Agentur für Bedienstete die man zeitweise oder aber auch langfristig einstellt. Sie vermittelt Haushälterinnen, Kindermädchen, Köche oder auch Chauffeure. Genau dieses Team unterstützt sie bei ihren Ermittlungen, denn die Ermordete ist über ihre Agentur in diesen Haushalt gelangt. Es gibt natürlich auch einen Mr. Stringer und einen Polizeibeamten. Hier taucht natürlich die Frage auf für wen der beiden kann sich Alice erwärmen. Denn beide haben kein Grübchen im Kinn also sind sie vertrauenswürdig.
Charmant würde ich die Figuren bezeichnen die auf der guten Seite stehen, die anderen sind spannend High Societyy eben. Menschen denen wir auf Instagram und Co folgen die uns aber aufgrund ihrer Lebensweise nicht ganz geheuer sind.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra
Mord in besserer Gesellschaft