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Rezensionen von peedee:

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Schneezauber in Winterbury von Sarah Morgan

Traurig, berührend, schön

Imogen ist mit Leib und Seele Projektleiterin; es macht ihr nichts aus, am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten. Sie will sogar arbeiten, denn sie hat zu Hause niemanden, der auf sie wartet. Als ihr ein grosser Fehler unterläuft, ordnet ihre Chefin eine Auszeit an, und zwar mit sofortiger Wirkung.

Überraschenderweise wird sie von Dorothy, ihrer Lieblingskundin, eingeladen, diese in ihrem Ferienhaus in den Cotswolds zu verbringen. Das Holly Cottage ist alles, was man sich als Urlauberin nur wünschen kann. Aber was soll Imogen ohne ihre Arbeit tun…

Erster Eindruck: Ein schönes, winterlich-weihnächtliches Cover – gefällt mir.

Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln von drei Frauen erzählt, was einerseits lebendig wirkt und andererseits die Leser:innen mehr wissen lässt als die Einzelperson.

Imogen arbeitet bereits ein Jahr in der Firma. Und sie liebt die Arbeit dort. Auch wenn aus ihrer Sicht zu viel Privates diskutiert wird, was sich in einem Grossraumbüro wohl nicht vermeiden lässt. Da es ihr jedoch wichtig ist, nicht wirklich preiszugeben, wie ihr Privatleben aussieht, hat sie sich gewisse Dinge ausgedacht, wie zum Beispiel, dass sie Hundebesitzerin ist: „Midas“, ihr Golden Retriever, von dem sie ein Foto auf dem Schreibtisch stehen hat. Ihre Kolleginnen sind nämlich alle hundeverrückt, also hat sie nun eben auch einen Hund. Logisch… Dorothy, die Unternehmerin, hat sie kurzerhand eingeladen, die Feiertage im Holly Cottage zu verbringen. Sie weiss, dass ihre Tochter Sara darüber nicht sehr begeistert sein wird. Sara arbeitet im Firmenunternehmen mit. Sie sieht es kritisch, dass ihre Mutter Imogen zu sich eingeladen hat, ohne sich vorher mit ihr abzusprechen. Aber sie will gute Miene dazu machen, schliesslich steht Weihnachten bevor: keine leichte Zeit für sie alle…
Imogen hat eine sehr komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter Tina. Allein die Vorstellung, wie sie aufgewachsen ist und was sie all die Jahre erlebt hat, hat mich traurig gemacht. Wie sagt man so schön: Was einen nicht umbringt, macht einen stärker? Den Leser:innen ist selbstverständlich bewusst, dass das Lügengebilde, das Imogen gesponnen hat, zum ungünstigsten Zeitpunkt zusammenfallen würde. Und voilà!

Mir haben die drei Frauen sehr gut gefallen und ich fand es schön, sie einen Moment lang begleiten zu können. Der Ausgang der Geschichte war mir jedoch etwas zu weichgespült - 4 Sterne.

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Schneezauber in Winterbury

Rezensionen von DoraLupin:

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Die Sternenforscherin von Nico Mahler

Ein Leben für die Sterne

Bereits das Cover dieses Romans ist mir direkt ins Auge gestoßen und nach dem Lesen des Klappentextes war für mich klar: Dieses Buch muss ich auf jeden Fall lesen. Und ich muss sagen, dass ich von der Geschichte so mitgerissen wurde, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte. Ich liebe das Thema Sterne und Sternforschung und war deshalb sehr schnell Feuer und Flamme für diesen Roman.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Maureen, diese weiss schon früh, dass die Sterne ihr Lebensthema sind. Sie will unbedingt Astronomin werden und setzt sich gegen alle Widerstände durch. Selbst die Liebe kann sie nicht aufhalten. So schafft sie es bis ganz nach oben: Als erste Chef-Astronomin der NASA arbeitet sie federführend an der Entwicklung des bahnbrechenden Weltraumobservatoriums. Der Sternenhimmel – überwältigend, bezaubernd und letztlich unerklärlich – bleibt die Leidenschaft ihres Lebens. Aber ist der Preis, den sie für ihre Karriere zahlen muss, letztlich zu hoch?

In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil passt sehr gut zu dem Genre, ist auch schön bildlich und absolut informativ. Zudem ist ein sehr schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ich konnte mich zudem mit dem Denken und Handeln der Protagonistin immer identifizieren, den Sterne sind einfach faszinierend. Ich habe es genossen Maureen bei ihrer persönlichen Entwicklung zuzusehen. Die Autorin schafft es, historische Ereignisse gut in die Handlung einzuflechten, dadurch habe ich wieder einiges dazugelernt und generell bleibt es sehr spannend. Ich habe die Charaktere und besonders Maureen richtig in mein Herz geschlossen und habe es genossen, ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen zu verfolgen. Von mir erhält das Buch deshalb auch 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Die Sternenforscherin

Rezensionen von peedee:

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One Big Happy Family - Weihnachten mit der lieben Familie von Susan Mallery

Von wegen stille Nacht…

Manchmal läuft nicht alles nach Plan. Julie hatte vor, Weihnachten mit ihrem neuen, noch geheimen Freund zu verbringen, da ihre erwachsenen Kinder eigene Pläne für die Feiertage hatten. Aber dann wünschen sich Nick und Dana doch ein gemeinsames Fest in der Hütte, wo sie all die Jahre Weihnachten verbracht haben.

Ihr Vater, der Weihnachten liebte, war kurz nach dem letzten Weihnachtsfest verstorben und sie möchten ihm gerne gedenken. Julie plant sofort um, denn darin ist sie gut. Sehr gut, denn es werden plötzlich immer mehr Gäste…

Erster Eindruck: Ein witziges Cover; der englische Buchtitel gefällt mir, da er mit einem neugierig machenden deutschen Untertitel ergänzt wurde.

Julie mochte ich gleich: Sie ist eine taffe Frau, 54 Jahre alt, mit zwei erwachsenen Kindern. Sie leitet das Unternehmen „Parker Towing“, das sie schon früh von ihrem Vater übernommen hatte. Sie hofft seit Jahren, dass ihr Sohn Nick, der bereits für die Firma arbeitet, die Geschäftsführung übernimmt. Ihre Tochter Dana hatte nie Interesse daran. Julie ist verliebt in Heath. Dabei gibt es gleich zwei „Probleme“: Er ist 42 Jahre alt, also viel jünger als sie, und sie hat ihren Kindern noch nichts gesagt. Die Beziehung ist noch jung, daher passt das schon. Meint sie. Heath hat mich ebenfalls gleich begeistern können: selbst Unternehmer, geschieden, zwei noch kleine Kinder, und einfach ein toller Mann! Der Altersunterschied ist für ihn kein Thema – für sie hingegen schon.
Als sich die romantischen Pläne von Julie und Heath für Weihnachten in Luft auflösen, beginnt sich die Beherbergungsliste der Hütte immer mehr zu füllen: Dana, die gerade wieder Liebeskummer hat, Nick und seine Frau Blair, Blairs Mutter Gwen, Blairs Onkel Paul, Julies langjähriger Mitarbeiter Huxley. Und dann gibt es da noch mehr…

Das Buch lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab: Ich habe mich dabei herrlich amüsiert, denn es war einiges los in der „Hütte“, wie Julie und ihre Familie das 550 Quadratmeter grosse Haus nennen. Es gab aber auch ruhige, berührende Momente in diesem „Film“. Darüber kann ich jedoch leider nichts erzählen, da ich Lesefreude vorweg nehmen würde. Altersunterschied, Reizdarmsyndrom, Verlust, geringes Selbstwertgefühl, unbearbeitete Eltern-Kind-Problematik, aber natürlich auch Liebe – dies sind einige der behandelten Stichworte. Von mir gibt es vorweihnächtliche 5 Sterne.

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One Big Happy Family - Weihnachten mit der lieben Familie

Rezensionen von Katzenmicha:

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PS: Du bist ein Geschenk! (PS: Du bist die Beste! 6) von Natalie Buchholz

Ein wunderschönes Buch für meine Enkelin

In dem Buch geht es um die Freundinnen Emma und Lore, die in dem sechsten Band einen gemeinsamen Urlaub in die Bergen machen.Beide freuen sich den sie führten eine Weile ein Leben zumindest räumlich getrennt voneinander und haben sich sehr vermisst.Die Geschichte wird im Tagebuchformat erzählt und soll als Erinnerungsbuch dienen.

Die beiden wollen darinn ihre schönen Erinnerungen sammeln, um später darin in ihren Erinnerungen zu schwelgen .Die vielen tolle Zeichnungen die authentisch dargestellt sind und altersgemäß verfasst,machte es meiner Enkelin viel Freude,die Beiden Freundinnen zu begleiten. Kinder ab 11 Jahren haben ihren Spaß an den Erlebnissen der beiden Freundinnen.Obwohl wir die vorherigen Bände nicht gekannt haben, sind uns die beiden Freundinnen schnell ans Herz gewachsen .Das Cover passt sich zu den endsprechenden anderen5.Vorgängerbücher an und hat einen hohen Wiedererkennungswert.Sehr gerne 5 Sterne meine Enkelin war super begeistert.Also wird Oma die anderen Bücher auch noch für ihre Enkelin besorgen.

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PS: Du bist ein Geschenk! (PS: Du bist die Beste! 6)

Rezensionen von Pearl:

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Wir sehen uns wieder am Meer von Trude Teige

Wir sehen uns wieder am Meer

Endlich ist der dritte Teil der Familien- Saga erschienen. Wieder ist eine Geschichte auf zwei Zeitebenen geschrieben. Man befindet sich in Norwegen im Jahr 1944, das Land ist von den Deutschen besetzt. Es geht um die Krankenschwester Birgit die sich im Widerstand stark macht.und deren Freundin Thekla.

Dritte im Bunde ist Nadja eine Zwangsarbeiterin die in der ansässigen Fischfabrik arbeiten muss. Die drei werden dicke Freundinnen und jede kämpft auf ihre Art ums Überleben. Am am Ende des Krieges wird Birgit noch gefangen genommen und sogar gefoltert. Das Trauma das daraus entsteht wird sie ein Leben lang nicht mehr loswerden. Aber sie kann dank ihrer Russischkenntnisse noch Sascha einen russischen Kriegsgefangenen zur Flucht verhelfen in den sie sich verliebt hatte.
Fazit:
Die Handlung wühlt auf und ist wie bereits die Vorgängerbände wieder ein Highlight. Der Roman ist richtig spannend und dramatisch und fesselt von der ersten Seite an.

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Wir sehen uns wieder am Meer

Rezensionen von Julia:

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Eine falsche Lüge - Wird es ihre letzte sein? von Sophie Stava

Teilweise zu vorhersehbar

Bei diesem Buch bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits hat es mich gut unterhalten und durchaus Spannung aufgebaut, andererseits waren viele Handlungen für mich stark vorhersehbar.

Sloane ist eine notorische Lügnerin, und die erste Hälfte der Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt. Als Charakter konnte sie bei mir leider keine Sympathiepunkte sammeln.

Zwar lügt sie viel, um gemocht zu werden, und man könnte vielleicht etwas Mitleid mit ihr haben, doch gleichzeitig wirkt sie oft sehr ichbezogen – als würde sich die ganze Welt und jede Handlung anderer nur um sie drehen. Mit der Zeit fand ich es zunehmend anstrengend, ihr zu folgen. Umso erleichterter war ich, als es zu einem Perspektivwechsel hin zu Violet kam.

Doch auch hier war vieles für mich schnell vorhersehbar, und einige Passagen erinnerten mich stark an einen anderen, sehr gehypten Thriller. Violet war mir zwar nicht ganz so unsympathisch wie Sloane, aber auch mit ihr bin ich nicht wirklich warm geworden. Ihre Beweggründe konnte ich zwar teilweise nachvollziehen, aber nicht vollständig verstehen – vor allem, da es aus meiner Sicht auch viele andere, vernünftigere Wege gegeben hätte, zumal sie sich ohnehin viel Zeit für ihren Plan genommen hat.

Als einziger sympathischer (Neben-)Charakter ist mir Harper in Erinnerung geblieben – die Tochter von Jay und Violet und wohl tatsächlich die einzige unschuldige Person in der gesamten Handlung.

Das Ende bot dann doch noch ein paar unerwartete Wendungen, die gut und logisch aufgeklärt wurden. Allerdings wirkten einige Entwicklungen etwas zu zufällig.

Insgesamt ist die Geschichte nicht schlecht. Sie bietet Spannung und – wenn man sich darauf einlässt – auch die ein oder andere überraschende Wendung. Vielleicht ist die Handlung für andere Leser*innen auch gar nicht so vorhersehbar, wie sie es für mich war. Man macht mit dem Buch sicher nichts falsch und hat ein paar unterhaltsame Lesestunden. Als absolutes Must-read würde ich es jedoch nicht bezeichnen.

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Eine falsche Lüge - Wird es ihre letzte sein?

Rezensionen von Julia:

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Die Geschichtensammlerin von Evie Woods

Glaubst du an Feen?

Der Klappentext dieses Buches kann gar nicht gut genug zusammenfassen, was in dieser Geschichte alles drin steckt. Sarah reist ganz spontan und ohne richtigen Plan nach Irland. In der Nähe ihres Cottages findet sie ein Tagebuch von Anna, die 100 Jahre vor ihr in diesem Cottage gelebt hat.

Wir begleiten in diesem Buch beide Frauen bei ihren ganz persönlichen Reisen.

Während Sarah mit den Geistern ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, begleiten wir Anna beim Erwachsen werden. Und dabei, wie sie einem Amerikaner hilft, die Geschichten rund um die Feen in der Region kennenzulernen.

Der Schreibstil ist wirklich fantastisch und sehr ruhig. Ich bin nur so über die Seiten geflogen und habe mich in den Weiten Irlands verloren. Der Zauber und Glaube rund um die Feen der keltischen Länder wurde in dieser Geschichte sehr gut festgehalten. Die Charaktere sind super ausgearbeitet und obwohl sie eigentlich nichts verbindet, außer dem Cottage, in dem sie leben, passen die beiden Handlungsstränge sehr gut zusammen. Anna ist von Anfang an direkt sympathisch, man kann sie einfach nur ins Herz schließen. Und bei Sarah merkt man, dass sie mit Dingen zu kämpfen hat, die nicht von vornherein klar sind, und so braucht man ein wenig, um mit ihr warm zu werden.

Für mich war es das erste Buch von Evie Woods, aber definitiv nicht das letzte. Eine wunderbare Geschichte, um die Realität hinter sich zu lassen und einfach mal ein wenig abzuschalten.

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Die Geschichtensammlerin

Rezensionen von Julia:

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Deckname: Bird von Louise Doughty

Geheimagentin auf der Flucht

Ich liebe Thriller und muss bei diesem Buch sagen, dass es zwar durchaus an einigen Stellen spannend war, aber definitiv nicht in dieses Genre gehört. Die Geheimagentin Bird ist auf der Flucht, wieso genau, das weiß man nicht. Erst nach und nach wird aufgedeckt, wieso Bird überhaupt auf der Flucht ist.

Dabei ist das Buch in drei Teile unterteilt: die Gegenwart (und Flucht) - Die Vergangenheit - und wieder die Gegenwart. Die Zeitsprünge zwischen den Kapitel sind teilweise aber nicht ganz so gut gemacht.

Die Vergangenheit war ein teils sehr interessanter Abschnitt. Allerdings hatte ich die Hoffnung, dass die Geschehnisse etwas mehr mit dem Grund zusammenhängen, wieso sie auf der Flucht ist. Letztendlich waren sie eher die Erzählung des Karriereweges von Bird. Und klar, immer mal wieder gab es Zusammenhänge mit der Flucht, die waren für die Geschichte in meinen Augen aber auch nicht zwingend ausschlaggebend. Einige Male habe ich die Zusammenhänge auch gar nicht direkt erkannt, bis dann doch irgendwann der Aha-Moment kam.

Das Buch ist per se nicht schlecht, der Schreibstil ist sehr angenehm und es ist auch Spannung in der Geschichte. Aber irgendwie hat es bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Ende ist vage und hat mich nicht wirklich zufrieden gestellt. Hätte man den mittleren Teil etwas gekürzt und dafür am Ende mehr Story eingebaut, dann hätte es durchaus auch Potential für einen richtig guten Thriller. Einzig das Nachwort gibt in meinen Augen eine Option darauf, wie die Geschichte wohl enden könnte, aber auch das ist doch etwas weit hergeholt.

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Deckname: Bird

Rezensionen von Shilo:

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Die verschwundenen Jahre von Astrid Töpfner

Bewegende Familiengeschichte mit historischem Tiefgang

Schon das frische Cover hat mich gleich angesprochen – es ist eines dieser Bücher, die man neugierig in die Hand nimmt und beim Lesen des Klappentextes spürt: Das könnte etwas Besonderes werden. Und genauso war es.
"Die verschwundenen Jahre" hat mich von der ersten Seite an berührt und gefesselt.

Die Geschichte von Clara, Daniel und Alejandro entfaltet sich in einer Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit und führt mitten hinein in die Zeit des Putsches und des spanischen Bürgerkriegs – ein Kapitel Geschichte, das mir zuvor kaum vertraut war. Gerade dieser Einblick hat die Lektüre für mich spannend und lehrreich gemacht, ohne dass es je trocken wirkte.
Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig Astrid Töpfner Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft. Nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht, die Verbindungen zwischen den Figuren offenbaren und einen Sog entfalten, dem man sich kaum entziehen kann. Die Charaktere wirkten auf mich lebendig, echt und vielschichtig. Vor allem Claras Schicksal ging mir sehr nahe – sie blieb mir auch nach dem Zuklappen des Buches lange im Kopf.
Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch dicht und gleichzeitig bildgewaltig. Es gibt Passagen, die so intensiv beschrieben sind, dass ich das Gefühl hatte, mitten in den Szenen zu stehen. Dazu kommt die spürbar gründliche Recherche, die den historischen Rahmen greifbar und glaubwürdig macht, ohne die emotionale Seite der Erzählung zu überlagern.
Alles in allem ist es ein Roman, der mich tief bewegt hat. Er vereint eine packende Handlung mit starken Figuren und historischem Hintergrund. Ich empfehle das Buch allen, die sich für bewegende Familiensagas interessieren, die unter die Haut gehen und dabei auch noch ein Stück Geschichte lebendig werden lassen. 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Die verschwundenen Jahre

Rezensionen von Skanus:

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Das glückliche Leben von David Foenkinos

Deckel drauf und zu

Diese sehr erzählerisch angelegte Geschichte erweckt nach Lektüre des Klappentextes einen anderen Eindruck, als den, den man abschließend gewinnt.
Das lebensverändernde Ereignis der Fake Beerdigung wird als Event nicht geschildert. Das ist enttäuschend und macht die weitere Lektüre zu einer Pflichtlektüre, weil der Leser doch wissen möchte, wie die Story zur Auflösung kommt.

Die losen Fäden finden nach und nach zu einem Gewebe zusammen und trotzdem ist das Ende eher mau. Als geneigte Leserin habe ich eine gefühlsmäßige Tiefe vermisst. Es ist mir nicht gelungen nachzuvollziehen, in wie fern der Aufenthalt in einem geschlossenen Sarg dem Leben eine positive Wendung geben soll. Es wir lediglich behauptet, dass dem so sei. Die teilweise dürren Gefühlsbekundungen brachten mich nicht näher an das Geschehen heran.
Ich hätte mich gefreut zu lesen, wie die Menschen nach so einer Erfahrung ticken, welche inneren Gefühlswelten sich ihnen erschlossen haben und was das auf ihrem weiteren Lebensweg für ihren Umgang mit dem Tod bedeutet.
In diesem Roman finden wir einen bilderbuchmäßigen Plotverlauf: eingefahrener Alltag, einschneidendes Ereignis, Bruch, Neubeginn, Erfolg. Die Szenen wirken zum Teil wie abgehakt, die emotionale Tiefe fehlt.
Bei mir blieb ein Gefühl der Oberflächlichkeit zurück. Eine coole Idee für einen Plot, aber eine etwas dürre Umsetzung. Das Besondere an einer Fake Beerdigung kommt nicht heraus. Mir fehlt die emotionale Tiefe, die gerade mit der Auseinandersetzung der eigenen Sterblichkeit doch im Übermaß vorhanden ist. Hier wird an der Oberfläche gekratzt. Mehr nicht.

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Das glückliche Leben