Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anndlich:
Ein Einhorn namens Oktober von Maria Höck
Die wertvollste Zauberkraft
An einem Tag im Oktober wird der kleine Oktober geboren. Ein Jahr später ist das kleine Einhorn ganz aufgeregt, denn wenn Einhörner ein Jahr werden, dann bekommen sie eine ganz besondere und individuelle Zauberkraft. Alle seine Freunde haben schon eine, doch Oktober kann seine einfach nicht finden.
Mit Hilfe seines besten Freundes dem Einhörnchen macht Oktober sich auf die lange Suche nach seiner Zauberkraft und als er schon längst aufgegeben hat, sind es seine Freunde, die ihm zeigen, welche Zauberkraft er schon lange in sich trägt: seine Freundlichkeit.
Ein Einhorn namens Oktober von Maria Höck und den wunderschönen Zeichnungen der Illustratiorin Juliana Kralik ist ein tolles Vorlesebuch für Kinder ab drei Jahren! Oktober zeigt selbst auf seiner Suche, wie wichtig Freundlichkeit ist und wie wertschätzend seine Art von den anderen Tieren aufgenommen wird. Berührend wird die Geschichte des kleinen Oktober zu einer tollen Botschaft über Freundlichkeit, die ganz unterschiedliche Formen haben kann!
Rezensionen von Kayli:
Kosmos SchlauFUX Roboter und KI von Thorsten Leimbach; Beate Jost
Für Schlaufuxe, die gerne blättern
Roboter und vor allem KI sind ja ein absolut aktuelles Thema und das Buch ist ganz gut um seinem Kind dabei ein paar Sachen zu erklären oder das es die alleine nach lesen kann.
Von anderen Wissensbüchern unterscheidet es sich vor allem durch sein Konzept, dass man nicht einfach umblättert, sondern man bekommt pro Seite 4 neue Fragen angeboten und kann dann davon eine wählen, die einen interessiert und liest dann an der Stelle weiter.
Also du willst mehr über frühe Roboter wissen? Dann lies auf Seite 18.
An sich cooles Konzept, ich habe aber unterschätzt - wie viel man dann am blättern ist. Das ist auf Dauer, wenn man viel hintereinander lesen möchte etwas anstrengend. Hinzu kommt, dass es kein Inhaltverzeichnis gibt und einfaches von vorne nach Hinten durch lesen nicht funktioniert, weil es da zu viele Themensprünge gibt. Um nicht unfair zu sein, es gibt hinten ein Register wodurch man immerhin eine kleine Idee bekommt, wo man etwas findet.
Ansonsten ist echt toll aufgemacht, viele Bilder. Gut zu lesen, verständliche Texte und auch nicht zu dick, sodass man echt gut durch kommt.
Rezensionen von Marw76:
Whisperwicks - Die Suche nach den Flüsterflammen von Jordan Lees
Fantasievolle Geschichte für Jung und Alt
Cover: Das Cover ist wirklich besonders schön und hat gleich meinen Blick auf sich gezogen. Es sieht traumhaft schön aus und es zeigt schon einige wichtige Szenen der Geschichte, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Ein Blickfang, der sehr neugierig auf den Inhalt macht!
Inhalt: Benjamiah liebt es, seiner Oma in der Buchhandlung auszuhelfen.
Er glaubt an Wissenschaft, Logik und die Macht der Vernunft. Er glaubt nicht an Magie. Doch als er mit der Post ein mysteriöses Geschenk erhält, wird er in die Parallelwelt von Winkelwald geführt, wo sich dunkle Geheimnisse in einem riesigen Straßenlabyrinth verbergen, aus dem es kein Entkommen gibt. Zusammen mit Elizabella, von deren Vater er in dem fremden Ort aufgenommen wird, nimmt er eine Reihe von magischen Prüfungen auf sich, um das Verschwinden ihres Zwillingsbruders aufzuklären. Er hofft dabei, mit Hilfe der Flüsterflammen selbst einen Weg aus Winkelwald zurück nach Hause zu finden. Vor Elizabella und Ben liegt eine gefährliche Suche nach der Wahrheit.
Meine Meinung: Auch wenn ich nicht in die direkte Zielgruppe passe, lese ich doch auch immer gerne auch Kinder- und Jugendbücher. Vor allem, wenn sie auch noch einen Schuss Fantasy enthalten. Deshalb sind ich und mein Sohn gleich sehr gespannt auf dieses Buch gewesen und nun können wir sagen, dass wir es nicht bereut habe, im Gegenteil haben wir ein tolles Abenteuer erleben dürfen! In die Geschichte haben wir ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist locker und leicht, passt daher ideal zu der Zielgruppe und es hat sich ein sehr schöner Lesefluss ergeben. Zudem ist der Schreibstil auch schön bildlich, so dass man sich direkt im Geschehen wiederfindet und sich alles gut vorstellen kann. Da die Seiten nur so dahingeflogen sind, hatten wir das Buch in wenigen Tagen durchgelesen. Die einzelnen Charaktere sind sympathisch beschrieben. Vor allem Benjamin hat meinem Sohn sehr gut gefallen, da er sich so leicht nicht unterkriegen lässt und sich richtig in das Abenteuer stürzt, auch wenn es nicht gerade einfach für ihn wird. Generell bleibt die Geschichte die ganze Zeit über spannend und man fiebert mit den Personen richtig mit, bis zum spannenden Showdown! Mein Sohn und ich wurden sehr gut davon unterhalten und würden uns total freuen, wenn es weitere Bände der Wisperwicks geben würde. Wir vergeben eine Leseempfehlung für Jung und Alt und die volle Punktzahl.
Rezensionen von bine525:
Ein Einhorn namens Oktober von Maria Höck
Die Magie der Freundlichkeit und die Kraft der Freundschaft
Das zauberhaft illustrierte Kinderbuch über das kleine Einhorn Oktober ist eines jener Kinderbücher, die man als Erwachsener begeistert vorliest und mindestens genauso wie das Vorlesekind mit jeder Buchseite aus vollem Herzen geniesst. Hauptthema ist die Freundlichkeit aber auch die besonderen Fähigkeiten die in allen Lebewesen schlummern.
Die niedlichen und phantasievollen Zeichnungen sind farblich harmonisch und wie oft bei Büchern aus dem Ars Edition Verlag einfach etwas besonderes, wie hier die goldenen Verzierungen im Cover. Auch die Mischung zwischen kleineren Texten und den dazugehörigen Bildern passt perfekt und hilft die Phantasie der Kinder zu entfalten.
Deshalb meine ganz klare Kaufempfehlung, denn dieses wunderbar illustrierte und mit spürbarer Liebe verfasste Buch sollte in keinem Kinderzimmer Buchregal fehlen.
Rezensionen von DoraLupin:
Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly
Geheimnisvoll und mitreißend
Ich liebe mitreißende Romane die spannend sind und voller Geheimnisse. Deshalb war ich gleich sehr gespannt auf das Hörbuch, als ich das Cover gesehen habe und den Klappentext gelesen habe. Ich wurde richtig gut von dem Hörbuch unterhalten. Es hat mich von Anfang bis zum Ende mitgerissen und konnte mich packen.
Die Handlung führt nach Schottland in den Winter 1900. Am Strand von Skerry wird ein lebloser Junge angeschwemmt. Als der Fischer Joseph ihn ins Dorf trägt, erntet er ungläubige Blicke, denn das Kind ähnelt auf unheimliche Weise dem Sohn der Lehrerin Dorothy, der in einer längst vergangenen Nacht ans Meer ging und nie mehr gesehen wurde. Ausgerechnet Dorothy erklärt sich bereit, das rätselhafte Kind aufzunehmen, bis seine Herkunft geklärt ist. Doch die Anwesenheit des Jungen wühlt nicht nur Dorothy auf, sondern stellt die gesamte Dorfgemeinschaft vor Fragen. Weshalb war Joseph sowohl an dem Tag am Strand, als der fremde Junge angespült wurde, als auch in der Nacht, als Dorothys Kind verschwand? Worüber haben Dorothy und Joseph damals so erbittert gestritten? Und warum wurden sie nie ein Paar, obwohl sie sich für jedermann offensichtlich liebten?
In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist dabei locker und leicht ohne viel Geschnörkel, bildlich. Ich konnte mich deshalb sehr gut auf die Geschichte konzentrieren und wollte sie in jeder freien Minute anhören. Die Geschichte aus Sicht von Dorothy erzählt, doch später kommen auch noch andere Dorfbewohner zu Wort. Ich fande das wirklich toll, da man so die Gedanken und Gefühle der einzelnen Charaktere besser nachvollziehen konnte und es sich am Ende ein spannendes Gesamtbild ergeben hat. Ich konnte die Handlungen und Gedanken der Charaktere meist nachvollziehen und fand vorallem Dorothy sehr sympathisch und habe mit ihr mitgelitten. Die Geschichte hat auf jeden Fall etwas märchenhaftes an sich und ich fand sie wirklich toll geschrieben.
Die Spannung ist in diesem Roman ist von konstant spannender Art, ich wurde sehr von der Handlung mitgerissen und wollte immer wissen wie es weiter geht. Ausserdem gibt es bis zum Ende immer wieder überraschende Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe.
Die Sprecherin hat mir alle gut gefallen und hatte eine angenehme Stimme, die gut zu diesem märchenhaften Buch gepasst hat. Das Hörbuch wurde immer lebendig vorgelesen und ich habe gerne zugehört.
Zusammengefasst ist "Das Geschenk des Meeres“ ein mitreißender Roman voller Geheimnisse, den ich in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen habe. Von mir erhält das Hörbuch deshalb auch die volle Punktzahl.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Das geheime Zeichen von Saskia Calden
Mein Jahreshighlight !
Ich kannte bis dato kein Buch von Saskia Calden und war dementsprechend neugierig auf „das geheime Zeichen“.
Gestartet in das Buch bin ich sehr gut, was sicherlich an dem flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil der Autorin liegt. Kaum waren die ersten Seiten gelesen, war ich mittendrin im Sog dieses Thrillers, der mich bis zum Ende hin nicht mehr losgelassen hat.
Die Charaktere sind von Saskia Calden sehr authentisch dargestellt, man findet leicht Bezug und hat so einen guten Überblick in der Geschichte. Die Örtlichkeiten sind bildlich dargestellt, so dass ich beim Lesen immer ein klares Bild der jeweiligen Situation vor Augen hatte.
Was mich an diesem Buch absolut umgehauen hat : Saskia Calden versteht es auf einzigartige Weise, den Leser/die Leserin mit zu reißen und immer wieder auf falsche Fährten zu führen, so dass man immer wieder Überraschungsmomente hat. Kaum hat man das Gefühl, einen Verdacht zu haben, geschehen neue Ereignisse und führen auf andere Wege.
Für mich ist „das geheime Zeichen“ ein absolutes Jahreshighlight, voller Spannung und Überraschungsmomente, gespickt von Anfang bis zum Ende – ich hatte fesselnde Lesestunden.
Eine absolute Empfehlung möchte ich für diesen tollen Thriller aussprechen !
Rezensionen von DoraLupin:
Eine falsche Lüge - Wird es ihre letzte sein? von Sophie Stava
Psychologisch spannend
Ich liebe mitreißende Thriller die psychologisch spannend sind. Deshalb war ich gleich sehr gespannt auf das Hörbuch, als ich das Cover gesehen habe und den Klappentext gelesen habe. Ich wurde richtig gut von dem Hörbuch unterhalten. Es hat mich von Anfang bis zum Ende mitgerissen und konnte mich packen.
Die Handlung dreht sich um Sloane Caraway, diese ist eine Lügnerin. Sie lügt nicht, um anderen zu schaden, sondern meist nur, um sich selbst ein wenig interessanter zu machen. So auch an jenem Nachmittag im Park, als sie einem weinenden Mädchen hilft und dabei vorgibt, Krankenschwester zu sein. Es kommt ihr ganz leicht über die Lippen, und der Vater des Mädchens, Jay Lockhart, glaubt ihr auf Anhieb. Aus Dankbarkeit stellt er Sloane seiner Frau Violet vor, und die beiden Frauen freunden sich an. Als Violet Sloane erzählt, dass sie dringend auf der Suche nach einem Kindermädchen ist, sieht Sloane ihre Chance gekommen, Teil dieser privilegierten Familie zu werden. Fortan passt sie immer häufiger auf die kleine Harper auf und macht sich unentbehrlich. Irgendwann fängt sie an, Violet zu imitieren, gleicht ihr äußerlich immer mehr. Was Violet nicht zu stören scheint, im Gegenteil, sie ermutigt Sloane sogar dazu. Sloane nimmt dafür gern in Kauf, weitere kleine Lügen zu erfinden. Doch ist sie die Einzige, die lügt? Kann sie glauben, was man ihr erzählt? Oder hat sie dieses Mal die Falschen belogen?
In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist dabei locker und leicht ohne viel Geschnörkel, bildlich und es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Die Geschichte wird zunächst aus Sicht von Sloane erzählt, doch später kommen auch Violet und Jay noch zu Wort. Ich fande das wirklich toll, da man so die Gedanken und Gefühle der einzelnen Charaktere besser nachvollziehen konnte und es sich am Ende ein spannendes Gesamtbild ergeben hat.
Die Protagonistin Sloane fand ich nicht unbedingt sympathisch und ihre Lügen konnte ich nicht gutheißen, aber sie ist auf jeden Fall ein faszinierender Charakter, den ich gerne begleitet habe und ich konnte auf jeden Fall mit ihr mitfiebern. Die Spannung ist in diesem Thriller eher unterschwellig und von psychologisch spannender Art, dies ist sicher nicht für jeden etwas, aber ich wurde sehr von der Handlung mitgerissen und wollte immer wissen wie es weiter geht. Ausserdem gint es bis zum Ende immer wieder überraschende Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe.
Die verschiedenen Sprecher haben mir alle gut gefallen und haben in ihre Rollen gepasst. Das Hörbuch wurde immer lebendig vorgelesen und ich habe allen drei gerne zugehört.
Zusammengefasst ist "Eine falsche Lüge“ ein mitreißender psychologischer Thriller, den ich in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen habe. Von mir erhält das Hörbuch deshalb auch ganz klar 5 von 5 Sternen.
Rezensionen von Julchentim:
Mörderisch verstrickt. Ein Strickclub ermittelt von Susanne Oswald
Gemütlicher Krimi an der Nordsee
Das Buch hat mich durch das Cover und das Thema sofort angesprochen. Ein Strickclub in einem kleinen Ort an der Nordseeküste, dazu ein Verbrechen, das klang nach einer guten Mischung für entspannte Lesestunden.
Der Einstieg fiel mir leicht. Die Figuren wirken lebendig und sympathisch. Mette mit ihrem Strickladen, die Pfarrerin Anne, Brunhilde und Gustavsen bilden ein interessantes und sympathisches Quartett.
Man erfährt viel über ihr Leben und ihre Freundschaften. Diese ruhigen Einblicke nehmen viel Raum ein. Der Kriminalfall entwickelt sich eher langsam und kommt erst im letzten Teil in Fahrt. Für Leser, die viel Spannung erwarten, könnte das zu wenig sein.
Mir hat die Atmosphäre in Lüttjekoog gefallen. Die Beschreibungen des Ortes und des Strickladens sind anschaulich. Die Nebenhandlungen wie kleine Liebesansätze und Dorfalltag machen das Buch warmherzig und cosy. Die Ermittlungen selbst sind überschaubar und schnell gelöst, aber für ein Cozy Crime reicht mir das.
Für Strick-Fans gibt es ein nettes Extra sind die Strickanleitungen am Ende.
Insgesamt ein angenehmes Buch für ruhige Stunden. Wer eine komplexe Krimihandlung sucht, ist hier wahrlich falsch. Wer aber eine gemütliche Geschichte mit liebenswerten Figuren mag, wird sich wohlfühlen.
Rezensionen von Morten:
Onigiri von Yuko Kuhn
Geheimfavorit des Jahres
Fünf Sterne für dieses Buch. Würde ich sagen. Ich weiß aber auch, dass vermutlich nicht alle Leser:innen meine Meinung teilen werden. Aber ich habe es gemocht, von der ersten Seite an, mehr als ich dachte und hoffte. Warum? Nun.
„Onigiri“ ist eine japanisch-deutsche Familiengeschichte. Eine Geschichte mit Familien aus zwei Gesellschaftsschichten.
Aber auch eine Geschichte über das Vergessen, über Demenz, und was das mit Familien macht.
Die Hauptfigur in Yoko Kuhns Roman ist Aki, Tochter einer Japanerin und einem Deutschen. Ihre Mutter ist in ihren 20er-Jahren nach Deutschland gekommen, hat sich in mit Anfang 30 in einen zehn Jahre jüngeren Sohn reicher Eltern verliebt und er sich in sie. Sie haben geheiratet, zwei Kinder bekommen und sich wieder getrennt. Aki ist in München erwachsen geworden, bei ihrer Mutter und immer mal wieder bei ihren reichen Großeltern, hat geheiratet und mittlerweile selbst Kinder. Ihr Vater spielt keine allzu große Rolle, lebt in Berlin, meldet sich selten. Und dann gibt es noch die Familie in Japan, weit weg, immer mal wieder besucht, aber auch schon lange nicht mehr. Als Akis Großmutter stirbt und diese Nachricht nur wenig zu ihrer an Demenz erkrankten Mutter durchdringt, fasst sie einen Entschluss. Sie möchte noch einmal mit ihrer Mutter nach Japan reisen.
Vielleicht klingt das alles gar nicht so furchtbar aufregend und vermutlich ist es das auch nicht, soll es auch gar nicht sein. Aber Yoko Kuhn schreibt so ruhig, einfühlsam und gleichzeitig nüchtern, über das Leben ihrer Eltern, über ihre Großeltern, über sich selbst, aber vor allem über die Krankheit ihrer Mutter, dass ich das Buch kaum weglegen wollte. Auch nicht nach der letzten Seite.
Ich bin unglaublich gerne mit auf diese bewegende, traurige Reise gegangen, habe die kleinen Glücksmomente des Wiedersehens und Wiedererkennens miterlebt. Aber auch den Stress und die Hilflosigkeit, wenn Akis Mutter sich unwohl fühlt, ratlos ist, durch das Hotelzimmer geistert – aber dann ihren Frieden in ihrem Elternhaus findet. Die Ambivalenz, die Aki selbst im Haus ihrer deutschen Großeltern spürt, wie die Familie mit ihr umgeht und sie mit Geschenken überhäuft – und wie sehr sie gleichzeitig ihre Mutter ablehnen, nicht standesgemäß, fremd, selbst nach all den Jahren, selbst nach der Scheidung. Und Akis Wunsch, ihrer Mutter zu helfen, machtlos gegen diese Krankheit, für die es kein Heilmittel gibt – aber kleine Glücksmomente, vor allem, aber nicht nur in der fernen Heimat.
Ein leises Buch, ein sicher sehr persönliches Buch, vor allem aber: mein Geheimfavorit für die Lieblingsbücher 2025.
Rezensionen von ReiShimura:
Ein Einhorn namens Oktober von Maria Höck
Herbstzauber mit Hufspuren
Obwohl der kleine Leser bereits eine ziemlich umfangreiche Kinderbuchsammlung hat, muss ich zugeben, dass bis dato noch kein Buch über Einhörner dabei war. Dies lag vor allem daran, dass mir die meisten Einhörner zu grell und zu kitschig waren. Dieses Buch hat mich vor allem dadurch angesprochen, neben dem sehr interessanten Klappentext, dass die Farbgestaltung eher ein wenig gedeckt und zurückhaltend ist.
Und glücklicherweise hat mich der erste Eindruck nicht in die Irre geführt und das Buch konnte uns wirklich verzaubern.
Dieses Buch vermittelt für mich ein wunderbares Herbstgefühl und lässt mich in der Sommerhitze von flauschigen Decken, langen Spaziergängen im Wald und warmen Tee träumen. Die Illustrationen von Juliana Kralik sind wirklich stimmungsvoll und passen hervorragend zu der Geschichte. Die Farben hat sie mit Bedacht ausgewählt und durchwegs dominieren die Braun, Gold und Rosatöne. Natürlich darf aber auch das eine oder andere kitschig-bunte Detail nicht fehlen und auch der unvermeidliche Regenbogen findet seinen Platz.
Die Autorin Maria Höck hat mit Oktober einen wirklich entzückenden Charakter erschaffen. Der obwohl natürlich als Fantasiewesen nicht real, doch für die kleinen Leser greifbar und verständlich ist. Doch natürlich muss Oktober sein Abenteuer nicht allein bestehen und so dürfen wir noch viele weitere magische Wesen, darunter natürlich vornehmlich Einhörner, kennenlernen. Gerade Oktobers bester Freund hat mich besonders begeistert. Wobei ich hier nicht zu sehr ins Detail gehen möchte, um nicht unabsichtlich zu spoilern.
Die Geschichte ist wohldurchdacht und auf jeden Fall kindgerecht verfasst, aber auch als Erwachsene hat man Spaß am Betrachten der Bilder und am Vorlesen der Geschichte. Die Texte sind nicht in Reimform verfasst und haben durchaus eine beachtliche Länge. Wobei ich dies für das empfohlene Lesealter von 4 Jahren als angemessen empfinde. Das Buch eignet sich meiner Meinung nach aber auch für jüngere Kinder. Je nach Bucherfahrung der Kinder kann es aber eventuell vorteilhaft oder notwendig sein, dass Buch auf mehreren Etappen zu lesen. Der kleine Leser mit gut zwei Jahren und relativ viel Bucherfahrung hatte aber keine Probleme mit der Länge der Texte und viel Spaß mit dem Buch.
"Ein Einhorn namens Oktober" besticht aber nicht nur durch die Optik und einer netten Geschichte. Wie in Kinderbüchern üblich und meiner Meinung nach auch notwendig und sinnvoll, gibt es eine Moral von der Geschichte. Auch an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel vorwegnehmen, um nicht zu spoilern. Uns hat die Aussage des Buches aber sehr gut gefallen und was fast noch viel wichtiger ist, es handelt sich um eine sehr wertvolle und wichtige Lektion, die man in diesem Buch lernen kann.
Obwohl das Buch eindeutig ein Herbstbuch ist, kann es meiner Meinung nach auch unabhängig von der Jahreszeit gelesen werden. In unserem Fall wird dies auch durchaus der Fall sein, denn Oktober und die suche nach seiner Zauberkraft hat uns einfach verzaubert.
Dies ist wieder einmal ein Kinderbuch, das ich von ganzem Herzen weiterempfehlen kann. Und zwar nicht nur Fans von Einhörnern.









