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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tintenteufel:

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Mein erstes Vorlese-Fühlbuch - Bist du eine Katze? von Kathrin Lena Orso

Sehen, Fühlen und Hören

Dieses kleine Büchlein für die Kleinsten spricht gleich drei Sinne an: Es erzählt die Geschichte vom kleinen Kätzchen, das auf dem Bauernhof seinesgleichen sucht und auf Hund, Gänse, Esel, Frosch und schließlich seine Katzenmama trifft. Auf den kleinkindgerechten einfachen Zeichnungen in kräftigen Farben stehen die verschiedenen Tiere ganz im Vordergrund ohne ablenkendes Nebenher.

Das Kind kann sich ganz auf die niedlichen Abbildungen und natürlich auf die verschieden strukturierten Felle und Gefieder konzentrieren. So wird auch das Fühlen gefördert. Und die zweizeiligen Reime üben das Hören von Wörtern und Satzmelodie.

Die Einfachheit der Geschichte und die Schlichtheit der Zeichnungen sind dem Alter der Leserschaft (ab 18 Monaten) angemessen. Die Verarbeitung des Buches und die Qualität der Fühlproben sind gut, sie werden den kleinen Entdeckern einige Zeit standhalten.

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Mein erstes Vorlese-Fühlbuch - Bist du eine Katze?

Rezensionen von Tintenteufel:

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Dein Körper glaubt dir alles von Sven Benson; Ulrike Bingel

Interessante Zusammenhänge

Neurologin Prof. Ulrike Bingel und Psychologe Prof. Sven Benson zeigen uns in diesem Buch interessante Zusammenhänge zwischen physischer Gesundheit und eigener Überzeugung. Der menschliche Körper reagiert nicht immer gleich auf medizinische und pharmazeutische Eingriffe, vielmehr ist deren Wirkung auch abhängig von der Einstellung und Erwartung des Patienten.

Dies ist uns als Placebo-Effekt im Zusammenhang mit der positiven Wirkung eigentlich (unwissentlich) wirkstoffloser Präparate bekannt, wird hier aber noch in ganz anderen Zusammenhängen diskutiert, etwa als Wirkung bekanntermaßen wirkstoffloser Produkte oder deren Wirkung unter Narkose.

Die Erläuterung und Erklärung dieser unerwarteten Zusammenhänge gelingt anfangs gut, verliert sich m.E. aber dann in einer unübersichtlichen Vielfalt der Aspekte. Zunächst geht es um die Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung, dann um Erwartungseffekte bei einzelnen Erkrankungen und schließlich um Forderungen an eine Umgestaltung des Gesundheitswesens. Hierbei ist zum einen der Adressatenkreis nicht klar definiert (Patienten, Ärzte, Berufsverbände, Politiker?) und zum anderen auch das Anspruchsniveau der Ausführungen sehr uneinheitlich, manches ist beinahe banal, anderes juristisch und wissenschaftlich detailliert dargestellt. Das führt dazu, dass ich mich als Leser oft nicht mehr angesprochen gefühlt habe und auch einfach die Zielrichtung des Buches nicht mehr eindeutig fand. Das immer wiederkehrende Mantra, dass sich eine gute Arzt-Patientenbeziehung mit genügend Zeit für Beziehungsaufbau und verständnisvolle und aufklärende Kommunikation positiv auf den Heilungserfolg auswirkt, war unübersehbar, aber als Quintessenz des Buches dann doch etwas dürftig. Zudem liegt dies leider nicht im Einflussbereich des Patienten. Daher stellt sich mir erneut die Frage nach dem Adressatenkreis dieses Buches.

Fazit: Das Buch sensibilisiert für den interessanten Einfluss von innerer Einstellung und gelungener Arzt-Patienten-Interaktion auf die Gesundheit und Genesung, kann aber nur wenig zur praktischen Umsetzung der Erkenntnisse beitragen.

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Dein Körper glaubt dir alles

Rezensionen von PucKker:

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Haltung gut, alles gut von Dr. med. Michael Lehnert

Gut

Ein wirklich verständlich geschriebenes Buch, das viele verschiedene Aspekte rund um Haltung und körperliche Beschwerden aufgreift – vom klassischen Handynacken bis hin zu weniger bekannten Themen wie dem Birnenmuskel oder dem Zwerchfell. Natürlich betreffen einen nicht alle Krankheitsbilder, aber man findet sich in mehr wieder, als man vielleicht vorher denkt.

Was mir besonders gut gefallen hat: Die Kapitel stehen für sich, sodass man gezielt das lesen kann, was einen interessiert. Und die Übungen am Ende jedes Abschnitts sind sehr anschaulich gestaltet, nachvollziehbar erklärt und oft direkt umsetzbar. Ein paar davon werde ich sicher regelmäßig machen.

Klar, ein paar kleinere Wünsche hätte ich trotzdem: Ich hätte mir ein allgemeines Einstiegskapitel zur „guten Haltung“ als Basis gewünscht – also so eine Art Mini-Grundlage ganz am Anfang. Und das Kapitel zum Zwerchfell wäre meiner Meinung nach weiter vorne besser platziert gewesen, weil in vielen Übungen das Atmen sowieso eine Rolle spielt. Aber das ist eher eine strukturelle Kleinigkeit.

Der Schreibstil ist angenehm locker und an vielen Stellen sogar witzig, ohne dabei unseriös zu wirken. Man merkt, dass hier jemand mit medizinischem Know-how schreibt, der aber trotzdem auf Augenhöhe bleiben möchte.

Und ja, das Cover … sagen wir mal: Geschmackssache. Der nackte Fuß hat bei mir kurz Stirnrunzeln ausgelöst, aber irgendwie passt er auch zu der ungewöhnlichen Mischung aus medizinischem Fachwissen und lockerer Ansprache.

Insgesamt ein empfehlenswertes Buch für alle, die besser verstehen wollen, wie Haltung mit Gesundheit zusammenhängt.

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Haltung gut, alles gut

Rezensionen von PucKker:

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Beduinenmilch von Nirit Sommerfeld

Bewegend

Beduinenmilch hat mich richtig berührt. Talia reist 2014 nach Israel, um ihren Militärdienst anzutreten – aus dem Gefühl heraus, endlich etwas Sinnvolles für ihre Familie zu tun. Anfangs ist sie noch voller Elan, ein bisschen naiv vielleicht, aber entschlossen. Und dann kommt alles ganz anders.

Was mir besonders gefallen hat: Man begleitet sie wirklich auf einer Reise. Ihre Sicht auf die Welt verändert sich, sie trifft Menschen, die sie herausfordern, und merkt, dass man Israelis und Palästinenser nicht einfach in Gut und Böse einteilen kann, auch wenn ihr Umfeld das gern so hätte. Parallel dazu erfährt man viel über die Geschichte von Israel und ihrer Familie, vor allem über ihren Großvater, der im Unabhängigkeitskrieg beteiligt war.

Das Buch regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu sein. Es ist einfach ehrlich erzählt – ruhig, aber eindringlich. Und obwohl es als Jugendbuch gilt, hat es mich auch als Erwachsene total abgeholt. Ich mochte Talia sehr, sie war nahbar, echt, und es war einfach schön, sie zu begleiten.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Kurzbeschreibung nimmt schon ein bisschen viel vorweg.

Insgesamt ein richtig gutes Buch, das lange im Kopf bleibt.

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Beduinenmilch

Rezensionen von PucKker:

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Putins Angriff auf Deutschland von Arndt Freytag von Loringhoven; Leon Erlenhorst

Detailreich

Ich hatte gehofft, mit diesem Buch ein klareres Verständnis für die Mechanismen russischer Desinformation zu bekommen. Der Klappentext klang hochaktuell und dringend, und gerade deshalb wollte ich mich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen. Leider habe ich mich beim Lesen oft mehr gequält als informiert gefühlt.

Die Autoren haben offensichtlich gründlich recherchiert, das möchte ich ihnen keineswegs absprechen. Jede Seite ist voll mit Daten, Fakten und Beispielen. Aber genau darin liegt für mich das Problem: Es wird so viel gleichzeitig erzählt, dass kaum Raum für Struktur oder Verständlichkeit bleibt. Statt einer klaren Argumentationslinie oder eines roten Fadens fühlt es sich an wie ein permanentes Zubomben mit Informationen.

Für Einsteiger*innen in das Thema ist das Buch meiner Meinung nach nicht geeignet. Man verliert sich schnell in Details und bekommt nur schwer ein Gesamtbild. Für mich wirkte es eher wie eine Mischung aus wissenschaftlicher Abhandlung und politischer Analyse, aber ohne die Leichtigkeit, die es bräuchte, um auch ein breiteres Publikum wirklich zu erreichen.

Ich finde das schade, weil der Gegenstand absolut relevant und dringend ist. Propaganda, Manipulation und die Folgen für unsere Demokratie sollten mehr Aufmerksamkeit bekommen. Aber das Buch hat es bei mir nicht geschafft, dieses Wissen so aufzubereiten, dass ich es wirklich aufnehmen und mitnehmen konnte. Stattdessen fühlte es sich irgendwann an wie eine unliebsame Pflichtlektüre.

Fazit: Ein wichtiges Anliegen, aber so überfrachtet und anstrengend aufbereitet, dass ich leider keine positive Bewertung geben kann.

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Putins Angriff auf Deutschland

Rezensionen von Cornelia:

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Braver Than Ever (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card) von Larissa Schira

Motivierende Liebesgeschichte

Alice und Josh waren mir von Beginn an sympathisch. Ich begleitete sie gern auf ihrem gemeinsamen Weg. Beide sind auf ihre eigene Art sehr sensibel und verletzlich. Alice verzaubert mit ihrer fröhlichen und offenen Art, Josh lockert alles mit seinem Humor auf. Obwohl er bei intimen Themen verschlossen ist, taut er langsam auf und schenkt Alice sein Vertrauen.

Im Buch werden zwar Probleme behandelt, aber die Lösung und positive Aspekte überwiegen.

Der Schreibstil ist locker und flüssig. Abwechselnd wird in der ersten Person von Alice und Josh erzählt. So bekam ich die Gedanken und die Gefühlswelt der beiden hautnah mit. Die Autorin geht feinfühlig auf die Sorgen und Probleme ein.

Wie ein roter Faden zieht sich ADHS durch den Roman. Die Autorin stellt das Gedankenchaos gut dar und bringt langsam Struktur und Lösungsansätze hinzu. Das finde ich interessant und erfahre so mehr darüber.

Den motivierende Liebesroman Braver Than Ever empfehle ich sehr gern weiter.

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Braver Than Ever (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card)

Rezensionen von liesmal:

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Monique und der siebte Rabe von D.G. Ambronn

Zum Frühstück eine Leiche

So turbulent wie auf dem Cover geht es in der Geschichte zu. Dabei wollte Monique doch nur ein paar Tage mal nichts tun beim Besuch ihrer Freunde in einem englischen Landhaus. Das wäre Monique allerdings wahrscheinlich ebenso zu langweilig gewesen wie der Leserschaft von D. G. Ambronn.

So verwundert es nicht, dass aus der Erholung ein rasantes Abenteuer wird, nachdem es bereits nach der ersten Nacht eine Leiche zum Frühstück gibt.

Mir bereitet es ein großes Lesevergnügen, Monique bei ihren Ermittlungen – oft im Laufschritt – quer durch London zu begleiten. Durch die ausführlichen Beschreibungen lerne ich nicht nur die Besonderheiten der Stadt näher kennen, sondern Ambronn versteht es auf ganz eigene Weise, reale Begebenheiten in seine Geschichten einzuflechten und mich immer wieder mit Aha-Erlebnissen zum Staunen zu bringen.

Sehr gern gebe ich eine Leseempfehlung für eine Geschichte mit Witz, Charme, Spannung und vielen Überraschungen.

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Monique und der siebte Rabe

Rezensionen von Julchentim:

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Der Trailer von Linus Geschke

Überraschend packender Auftakt mit starker Auflösung

Ich habe „Der Trailer“ von Linus Geschke fast in einem Rutsch gelesen. Der Schreibstil ist leicht, die Kapitel sind kurz und die Perspektivwechsel halten das Tempo hoch. Anfangs war ich noch leicht skeptisch, weil vieles etwas verworren wirkte, aber das legt sich schnell. Die Figuren wirken lebendig, vor allem Wout fand ich interessant mit seiner rauen Art und eigenen Moralvorstellung.

Auch Frieda war für mich nahbar, obwohl sie als Ermittlerin eher zurückhaltend bleibt.

Die Geschichte um Lisas Verschwinden hat mich durchgehend beschäftigt. Ich hatte keine Ahnung, wie das ausgeht, und die Auflösung hat mich völlig überrascht. Das hat für mich den Unterschied gemacht, weil mich Thriller oft nicht mehr schocken. Hier war es anders.

Es gibt ein paar Längen und nicht alle Elemente des Finales haben mir gefallen, trotzdem überwiegt das Positive deutlich. Für mich ein starker Reihenauftakt, der neugierig macht, wie es weitergeht. Es dauert nur zu lange, bis der nächste Band erscheint.

4,5 Sterne

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Der Trailer

Rezensionen von BarbaraM:

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Selma, du machst das falsch! von Tini Malina

Mut, Kreativität und Vertrauen in sich selbst – ein Kunstwerk von einem Kinderbuch!

Was für ein bezauberndes Kinderbuch! „Selma, du machst das falsch!“ von Tini Malina hat uns von der ersten Seite an begeistert. Selma ist eine kleine Spinne mit großen Träumen und einer noch größeren Portion Mut. Ihre kunstvollen Netze unterscheiden sich von denen der anderen Spinnen – und genau das macht sie so besonders.

Statt sich entmutigen zu lassen, glaubt Selma an ihre eigene Vision und geht ihren ganz eigenen Weg.
Die Geschichte vermittelt Kindern (und auch Erwachsenen) eine wertvolle Botschaft: Vertraue auf dich selbst, bleib dir treu, auch wenn es Widerstände gibt – es lohnt sich. Genau dieses Thema, das manchmal so schwer zu leben ist, wird hier auf wundervolle, leichte und kindgerechte Weise erzählt.
Die Sprache ist klar und verständlich, sodass auch schon jüngere Kinder problemlos mitkommen. Besonders hervorzuheben sind die Illustrationen: Sie sind wunderschön, künstlerisch feinfühlig und doch nicht überladen – jedes Bild ein kleines Kunstwerk für sich.
Am Ende der Geschichte erkennen auch die anderen Spinnen die Schönheit in Selmas ungewöhnlichen Netzen, was einen hoffnungsvollen und stärkenden Abschluss bietet.
Für uns ist dieses Buch ein echtes Highlight im Kinderbuchregal und eine klare Leseempfehlung – nicht nur für Kinder, sondern für alle, die sich an Kreativität, Mut und Einzigartigkeit erfreuen.
Ich selbst werde es auch in meiner Klasse lesen und die Kinder anschließend ihre eigenen kunstvollen Spinnennetze erschaffen lassen. So wird die Geschichte lebendig und inspiriert die Kinder, ihre Kreativität frei auszudrücken – ganz wie Selma.

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Selma, du machst das falsch!

Rezensionen von ReiShimura:

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Where I Left My Heart von Julia Niederstraßer

Zwischen Tiefgang und Leerlauf – eine ambivalente Leseerfahrung

Bei manchen Büchern weiß man schon nach wenigen Seiten, dass man begeistert ist, bei anderen hat man das gegenteilige Gefühl. Bei diesem Buch habe ich mal das eine, mal das andere gefühlt. Und auch jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, bleiben gemischte Gefühle bei mir zurück.
Pluspunkte sammelt Julia Niederstraßer auf jeden Fall für das "Museum of broken hearts".

Wobei man hierbei hinzufügen muss, dass es dieses Museum wirklich gibt. Die Autorin hat nur den Namen ein klein wenig variiert. Denn in Wirklichkeit heißt es "Museum of broken relationships" und hat seinen Stammsitz in Zagreb. Aber auch wenn die Idee dafür nicht von ihr stammt, gefällt mir die Einbindung des Museums in die Geschichte sehr gut. Gerade die kurzen Beschreibungen der Exponate zu Beginn der meisten Kapitel hat mich emotional sehr getroffen. Ich habe nicht nachgeprüft, ob sich die Autorin an realen Geschichten aus dem Museum bedient hat oder eigene erfunden hat. Diese Frage ist aber eigentlich auch unerheblich.
Weitere Pluspunkte kann die Autorin für ihre beiden Hauptcharaktere der Geschichte sammeln. Mit Juna und Link hat sie zwei Personen erschaffen die glaubwürdig und alles andere als perfekt sind. Mich persönlich stört es immer ein wenig, dass in allen Liebesromanen die Charaktere natürlich immer wunderschön, erfolgreich und perfekt sind. Juna und Link weichen beide von der Norm ab, Juna vor allem durch ihre Krankheitsgeschichte. Denn sie hat, gleich wie die Autorin, Skoliose. Ich finde es äußerst positiv, dass die Autorin dies in ihre Geschichte einfließen hat lassen. Denn dadurch verleiht sie der Geschichte Tiefe und hebt sich damit deutlich von anderen Büchern des gleichen Genres ab.
Dennoch habe ich wie erwähnt gemischte Gefühle, wenn es um die Bewertung des Buches geht. Denn, obwohl ich die Personen sehr interessant fand und ich auch den einen oder anderen Denkanstoß aus dem Buch mitgenommen habe, war das Buch phasenweise äußerst langatmig. Das lag für mich vor allem daran, dass streckenweise einfach nicht besonders viel passiert, sich die Protagonisten im Kreis drehen und seitenlange, innere Monologe geführt werden. Mir ist bewusst, dass dies eine sehr realistische Darstellung ist und normalerweise befürworte ich Realismus in Liebesromanen, aber dies war mir dann doch ein wenig zu viel des Guten.
Andererseits ging es mir an gewissen Stellen nicht weit genug. Denn ich hätte gerne mehr über die Vergangenheit von Juna und Link erfahren. Wäre gerne tiefer in ihre Beziehung abgetaucht und hätte erlebet, wie sie an den Punkt gekommen sind, an dem sie sich zu Beginn des Buches eben befinden. Hier belässt es die Autorin aber mit wenigen Sätzen hier und dort. Auch das Thema Skoliose hätte für meinen Geschmack noch stärker thematisiert werden können.
Der Schreibstil der Autorin hat mir durchaus zugesagt. Ihre Beschreibungen der Personen und Orte fand ich interessant und sehr detailreich. Dadurch konnte ich mir alles sehr gut vorstellen. Auf emotionaler Ebene hat mich das Buch phasenweise sehr berührt. Dies lag aber wie bereits erwähnt eher an den Beschreibungen der Exponate als an der Anziehungskraft zwischen Juna und Link.
Obwohl mich die Geschichte nicht komplett überzeugen könnte, möchte ich doch eine Empfehlung für das Buch aussprechen.

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Where I Left My Heart