Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Der Gärtner und der Tod von Georgi Gospodinov
Eine Hommage an den Vater
Wenn der Autor seinen Roman über den Tod seines Vaters mit dem Satz „Mein Vater war Gärtner. Jetzt ist er ein Garten.“ beginnt, dann bin ich berührt.
Gospodinvo begleitet seinen Vater bis zu seinem letzten Atemzug, hält ihm die Hand, versucht ihm die Schmerzen zu nehmen und ihn abzulenken, ihn an seine Kindheit zu erinnern.
So würdevoll, mitfühlend und voll Zärtlichkeit erzählt er abwechselnd über das Leben, die Krankheit und das Sterben seines Vaters, über seine Liebe zu dem Garten und den Stolz auf seinen Sohn.
Der Vater leidet an Krebs und bei vollem Bewusstsein erlebt er den Abbau seines Körpers und die Abhängigkeit, gepflegt und versorgt zu werden. Die Ärzte haben den alten Mann mit dieser Diagnose aufgegeben. Sein Glück ist, dass dies alles zu Hause passiert – und nicht in einem Krankenhaus.
Gerne hätte er Weihnachten noch mit der Familie verbracht, doch er stirbt in den Morgenstunden des 20. Februar 2023. Auch seine Lieblingsblumen, die Schneeglöckchen, hatte er gehofft noch einmal zu sehen, das blieb ihm leider verwehrt.
Ein Buch über Trauer, Tod, Verlust, Kindheit und die Beziehung zu den Eltern, aber auch über Bulgarien im Kommunismus. Eine Geschichte, die so nahe geht, so würdevoll geschrieben ist und berührt. So persönlich habe ich noch nie über den Tod gelesen.
Rezensionen von clematis:
Die Holunderschwestern von Teresa Simon
Fehlende Seiten
Fanny (Franziska) und Fritzi (Friederike), Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber dennoch wie Pech und Schwefel zusammenhalten, erleben nicht nur während der „zerrissenen Jahre“ (1918-1938) unruhige Zeiten, aber auf diese konzentrieren sich die Tagebucheinträge, welche Fannys Urenkelin Katharina 2015 in die Hände bekommt.
Im munteren Wechsel der Zeitebenen erfahren wir, welche Familiengeheimnisse über lange Zeit im Verborgenen schlummern.
Mit viel Liebe zum Detail erzählt Teresa Simon auch in diesem Roman wieder eine so spannende wie berührende Geschichte über den Aufbruch nach dem Großen Krieg, Freundschaften, die es nicht geben sollte und die Bindung zwischen Zwillingen. Wahre Begebenheiten haben die Autorin inspiriert zu einer fiktiven Handlung, welche ein lebendiges Bild der damaligen Zeit zeichnet und sogar bekannte historische Persönlichkeiten wie Paul Klee oder Rainer Maria Rilke ins Geschehen einbindet. Ebenso nah fühlt man sich den Figuren im 21. Jahrhundert, welche anhand von Tagebuchaufzeichnungen Katharinas Familienchronik auf den Grund gehen. Ach nein, mitten drinnen fehlen wesentliche Seiten und irgendwann reißt der Text abrupt ab. Es wäre aber keine gelungene Geschichte, würde sich das Rätsel um die Lücken nicht lösen lassen, und genau das gelingt den Personen im Buch bestens. Teresa Simon legt die Spur in die Vergangenheit und schafft es bravourös, die Übergänge zwischen den beiden Zeitebenen fließend zu gestalten, sodass man einerseits so neugierig wird wie Katharina und andererseits ganz abtaucht in die Zeit der Zwillinge Fanny und Fritzi. Dazwischen gibt es historische Eckpfeiler zur Orientierung, interessante Einzelheiten in Sachen Möbelrestaurierung und duftende Mahlzeiten, die Fanny und Katharina auf den Tisch zaubern.
Ein herzlicher Schreibstil mit lebendigen Szenen führt uns durch diesen wunderbaren Roman, der Wissenswertes mit Leichtigkeit in eine fesselnde Handlung einfügt. Mir haben die Holunderschwestern viel Freude beim Lesen bereitet, weshalb ich sehr gerne eine Empfehlung ausspreche.
Rezensionen von Ameland:
Eisenblume von Frida Skybäck
Spannender Cold Case
Aus Zufall stoßen zwei Jugendliche bei dem Besuch eines Lost Place auf eine eingemauerte Leiche. In dieser ehemaligen Psychiatrie verschwanden vor fast 50 Jahren zwei Jugendliche, von denen bis heute jede Spur fehlt. Handelt es sich bei der Leiche um eine der vermissten Personen?
Fredrika Storm und Henry Calment beginnen mit den Ermittlungen.
Dieses in jeder Beziehung gegensätzliche Duo hat sich seit ihrem ersten gemeinsamen Fall zu einem guten Team zusammengerauft. Skybäck hat mit ihnen zwei sehr interessante Charaktere erschaffen, die ziemlich vom Mainstream abweichen.
Bereits mit dem ersten Kapitel schafft es die Autorin, mich zu fesseln. Und es dauert auch nicht lange bis ich die ersten Theorien entwickle. Aber wie so oft habe ich die Rechnung ohne die Autorin gemacht. Neue Informationen und unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass ich meine Ideen öfters verwerfen muss.
Mir hat auch der zweite Band dieser Reihe gut gefallen und ich bin schon auf den nächsten Fall von Storm und Calment gespannt.
Rezensionen von Daggy:
Ich hab dich lieb bis zum Mond und zu den Sternen von Amelia Hepworth
Voller poetischer Liebe
Ein liebevolles Pappbilderbuch, dass die Liebe zum Kind auf poetische Weise beschreibt. Schon auf dem Cover kann man die Liebe zwischen dem erwachsenen Eisbär und dem Eisbärkind, die gemeinsam den Mond anschauen, spüren.
Auch auf der ersten Doppelseite sitzen die beiden zusammen und schauen der aufgehenden Sonne zu.
„Ich liebe unsern Badespaß, wenn wir si lustig sind.“ Ist der kleine Text auf der nächsten Seite, da planschen die beiden im Wasser. Huckepack geht’s in die Natur. Das Versprechen „--- und geb stets acht auf dich.“ gibt Sicherheit und Geborgenheit. So erleben die beiden einiges, der kleine Eisbär probiert mutig auf einem Ast zu balancieren, die Welt und andere Tiere werden entdeckt. Aber der Kleine kann sich auch immer wieder in die starken Arme des großen Bären schmiegen, „Komm in meine Arme, du bist die Welt für mich.“
Zärtliche Bilder und kleine Sätze, die dem Kind zeigen, wie wichtig es uns ist und wie große die Liebe immer sein wird. Mir gefällt, dass er große Eisbär nie als ein Elternteil benannt wird, so kann er alles sein, auch die Oma.
Rezensionen von Daggy:
FREI - Beste Freundschaft (FREI 2) von Sarah Welk
Eine tolle Fortsetzung dieser Jugendbuchserie
Die Freunde, die wir schon aus dem ersten Band kennen, kommen hier wieder zusammen. Diesmal steht Nasrin, die kluge und fleißige Überfliegerin mit der festen Vorstellung von ihrer Zukunft im Mittelpunkt. Da sie ist auch die Ich-Erzählerin ist, erfahren wir eine Menge Dinge, die sie bewegen.
Nina glaubt, dass die schönen Rosen für sie sind und dass Josh sie für sie besorgt hat, doch dann stellt sich heraus, dass Nasrin die Beschenkte ist.
Nur leider steht auf der Karte kein Absender. Könnte der neue Mitschüler Joachim dahinterstecken? Keiner weiß, wieso er auf diese ungewöhnliche Schule gekommen ist und wieso er sich so eigenartig verhält. Nasrin, die die Harmonie liebt und die jedem Streit aus dem Weg geht und immer schlichten möchte, hat es nicht einfach in dieser Geschichte. Ihr kleiner Bruder, der bisher als Einzelgänger unterwegs war, hat plötzlich einen Freund, doch Nasrin befürchtet, dass der ihm nicht guttut. Bei aller Unsicherheit kann sie sich aber auf ihre Freunde verlassen. Auch wenn Nico manchmal etwas heftig reagiert, so steht er doch, genau wie die anderen, hinter Nasrin. Aber was soll man mit dem großen Geldbetrag machen, der der Schule gespendet wird? Da gibt viele unsinnige Vorschläge, aber am Ende eine sinnvolle Lösung.
Auch dieser Band zeigt, dass die Autorin sich hervorragend in die Gefühlswelt pubertierender Jugendlichen mit ihrer Verletzlichkeit und Unsicherheit einfühlen kann. Es sind keine einfachen jungen Menschen, die hier aufeinandertreffen. Aber dank der verlässlichen Freundesgruppe, können sich die Protagonisten selbst gegen bösartige Verhalten wie Mobbing wehren.
Rezensionen von Daggy:
Der Wald lebt! (Band 1) - Gemeinsam gegen das Böse von Barbara van den Speulhof
Fantastischer Spaß
Schon auf dem Cover sind einige seltsame Wesen zu sehen, da haben die Bäume Gesichter und die beiden Drachen Rattazong und Kingkong tauchen auch schon auf und mittendrin ist die die Hexe Brokkoli zu sehen.
Die Geschichte beginnt im nächtlichen Wald, die Bäume schlafen schnarchend und werden von zwei Menschen aufgeschreckt.
Bei den Menschen handelt es sich um die ziemlich dämlichen Bankräuber-Räuber Stiffa und Mücko. Sie vergraben eine Schatz zwischen den Bäumen und feiern ihren Erfolg mit Grillwürstchen. Leider schlafen sie nach der Mahlzeit am Feuer ein und Eschnapur, der große Baum, ruft „Hilfe Feueralarm!“ Da können nur die Drachenzwillinge helfen. Denn Rattazong und Kingkong speien kein Feuer, sondern Wasser. Obwohl sie noch kurz Nachtanken müssen, können sie das Feuer löschen und die Räuber vertreiben. Bei einer Vollversammlung überlegen Pflanzen und Tiere des Waldes, was sie mit dem Schatz machen sollen.
Wie der Titel schon sagt, lebt der Wald, und zwar nicht nur die Tiere, sondern auch sämtliche Pflanzen und alle kommunizieren zusammen und halten auch zusammen. Dazu kommen die beiden Drachen Rattazong und Kingkong, die die fantasievolle Geschichte mit ihrem besonderen Können ergänzen. . Besonderen Spaß machen mir die Namen der Bäume, da hat sich die Autorin echt was einfallen lassen. Die Illustrationen sein großformatig, die kurzen Texte sind in großer Schrift, locker verteilt, manchmal gibt es auch Sprechblasen. Also ein tolles Buch für junge Leser*innen.
Rezensionen von froschman:
Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins von Simon Mason
Ungleiche Ermittler
Im Arbeitszimmer des Prorektors Sir James Osborne der Barnabas Hall von der elitären Universität Oxford wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Für DI Ryan Wilkins, der nach einer angeblichen Misshandlung im Dienst vorerst suspendiert und dann versetzt wurde, ist dies der erste Mordfall im neuen Revier.
Ryan ist in einem Trailer-Park aufgewachsen, stammt aus einem bildungsfernen Verhältnis und hat einen gewalttätigen Alkoholiker als Vater. Gemeinsam mit seinem Namenskollegen DI Ray Wilkins, aus wohlhabender Familie und Oxford-Absolvent, muss das ungleiche Team die Ermittlungen aufnehmen. Von dieser Verschiedenartigkeit der beiden Charaktere lebt dieses Buch. Ryan, der grobe Ermittler mit schlechten Manieren aber guter Beobachtungsgabe, und Ray, der mit Fingerspitzengefühl und gehobener Artikulation ausgestattet ist. Doch zu oft sind Ryans grobe Ausdrücke Grund für Beschwerden bei der Obrigkeit, eine Suspendierung bzw. sogar Entlassung steht auf dem Spiel.
Dieser Krimi ist der erste Teil einer neuen Serie mit den ungleichen Ermittlern. Die Vornamen Ray und Ryan sind leider zu sehr ähnlich, sodass man oft überlegen muss, welcher der Beiden jetzt im Einsatz ist, aber trotzdem ein spannender Roman.
Rezensionen von froschman:
Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins von Simon Mason
Ungleiche Ermittler
Im Arbeitszimmer des Prorektors Sir James Osborne der Barnabas Hall von der elitären Universität Oxford wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Für DI Ryan Wilkins, der nach einer angeblichen Misshandlung im Dienst vorerst suspendiert und dann versetzt wurde, ist dies der erste Mordfall im neuen Revier.
Ryan ist in einem Trailer-Park aufgewachsen, stammt aus einem bildungsfernen Verhältnis und hat einen gewalttätigen Alkoholiker als Vater. Gemeinsam mit seinem Namenskollegen DI Ray Wilkins, aus wohlhabender Familie und Oxford-Absolvent, muss das ungleiche Team die Ermittlungen aufnehmen. Von dieser Verschiedenartigkeit der beiden Charaktere lebt dieses Buch. Ryan, der grobe Ermittler mit schlechten Manieren aber guter Beobachtungsgabe, und Ray, der mit Fingerspitzengefühl und gehobener Artikulation ausgestattet ist. Doch zu oft sind Ryans grobe Ausdrücke Grund für Beschwerden bei der Obrigkeit, eine Suspendierung bzw. sogar Entlassung steht auf dem Spiel.
Dieser Krimi ist der erste Teil einer neuen Serie mit den ungleichen Ermittlern. Die Vornamen Ray und Ryan sind leider zu sehr ähnlich, sodass man oft überlegen muss, welcher der Beiden jetzt im Einsatz ist, aber trotzdem ein spannender Roman.
Rezensionen von froschman:
Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins von Simon Mason
Ungleiche Ermittler
Im Arbeitszimmer des Prorektors Sir James Osborne der Barnabas Hall von der elitären Universität Oxford wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Für DI Ryan Wilkins, der nach einer angeblichen Misshandlung im Dienst vorerst suspendiert und dann versetzt wurde, ist dies der erste Mordfall im neuen Revier.
Ryan ist in einem Trailer-Park aufgewachsen, stammt aus einem bildungsfernen Verhältnis und hat einen gewalttätigen Alkoholiker als Vater. Gemeinsam mit seinem Namenskollegen DI Ray Wilkins, aus wohlhabender Familie und Oxford-Absolvent, muss das ungleiche Team die Ermittlungen aufnehmen. Von dieser Verschiedenartigkeit der beiden Charaktere lebt dieses Buch. Ryan, der grobe Ermittler mit schlechten Manieren aber guter Beobachtungsgabe, und Ray, der mit Fingerspitzengefühl und gehobener Artikulation ausgestattet ist. Doch zu oft sind Ryans grobe Ausdrücke Grund für Beschwerden bei der Obrigkeit, eine Suspendierung bzw. sogar Entlassung steht auf dem Spiel.
Dieser Krimi ist der erste Teil einer neuen Serie mit den ungleichen Ermittlern. Die Vornamen Ray und Ryan sind leider zu sehr ähnlich, sodass man oft überlegen muss, welcher der Beiden jetzt im Einsatz ist, aber trotzdem ein spannender Roman.
Rezensionen von froschman:
Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins von Simon Mason
u
Im Arbeitszimmer des Prorektors Sir James Osborne der Barnabas Hall von der elitären Universität Oxford wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Für DI Ryan Wilkins, der nach einer angeblichen Misshandlung im Dienst vorerst suspendiert und dann versetzt wurde, ist dies der erste Mordfall im neuen Revier.
Ryan ist in einem Trailer-Park aufgewachsen, stammt aus einem bildungsfernen Verhältnis und hat einen gewalttätigen Alkoholiker als Vater. Gemeinsam mit seinem Namenskollegen DI Ray Wilkins, aus wohlhabender Familie und Oxford-Absolvent, muss das ungleiche Team die Ermittlungen aufnehmen. Von dieser Verschiedenartigkeit der beiden Charaktere lebt dieses Buch. Ryan, der grobe Ermittler mit schlechten Manieren aber guter Beobachtungsgabe, und Ray, der mit Fingerspitzengefühl und gehobener Artikulation ausgestattet ist. Doch zu oft sind Ryans grobe Ausdrücke Grund für Beschwerden bei der Obrigkeit, eine Suspendierung bzw. sogar Entlassung steht auf dem Spiel.
Dieser Krimi ist der erste Teil einer neuen Serie mit den ungleichen Ermittlern. Die Vornamen Ray und Ryan sind leider zu sehr ähnlich, sodass man oft überlegen muss, welcher der Beiden jetzt im Einsatz ist, aber trotzdem ein spannender Roman.








