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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peppi:

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Was du siehst von Laura Maaß

berührend und authentisch

Laura Maaß gelingt mit" Was du siehst" ein eindrucksvolles Debüt, das mich tief berührt hat. Besonders beeindruckt hat mich die feinfühlige Beschreibung der Dorfgemeinschaft in der DDR – mit all ihren Eigenheiten, Beziehungen und stillen Spannungen. Die Veränderungen nach der Wende sind ebenso authentisch und nachvollziehbar dargestellt, ohne ins Klischee abzurutschen.

Die Figuren Frieda, Heinrich und Hannah haben mich besonders bewegt. Sie wirken so lebendig und vielschichtig, dass man das Gefühl hat, ihnen wirklich begegnet zu sein. Ihre Geschichten verweben sich zu einem dichten Gewebe aus Erinnerungen, Sehnsüchten und Entscheidungen.

Der Schreibstil ist wunderbar – ruhig, poetisch und zugleich kraftvoll. Die Atmosphäre des Romans ist warm und melancholisch, manchmal fast träumerisch. Man spürt die Liebe der Autorin zu den Menschen und Orten, über die sie schreibt.

Ich empfehle Was du siehst allen, die sich für zwischenmenschliche Geschichten mit historischem Hintergrund interessieren. Ein stilles, aber starkes Buch, das lange nachklingt.

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Was du siehst

Rezensionen von Tara:

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Dr. No von Percival Everett

Etwas absurd und gleichzeitig ein kritischer Blick auf die Gesellschaft

„Dr. No“ ist ein unterhaltsamer Roman des US-amerikanischen Autors Percival Everett mit philosophischen Zügen.

Der Mathematikprofessor Dr. No - eigentlich heißt er Wala (Tagalog für nichts) Kitu (Swahili für nichts) – hat sich auf das Nichts spezialisiert. Der schwarze Milliardär John Sill will mit seiner Hilfe die Weltherrschaft an sich reißen, in dem er einen in Fort Knox aufbewahrten Schuhkarton mit nichts an sich bringen will.

Der Schreibstil von Percival Everett lässt sich angenehm lesen, ist durch die Dialoge sehr lebendig aber auch sehr dicht. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf James Bond, andere Filme und Bücher, die bei mir für ein besonderes Lesevergnügen gesorgt haben, obwohl ich befürchte, dass ich längst nicht alle Hinweise entdeckt habe.

Das Handlung ist ein wenig absurd, so viel Wörter und Seiten über nichts, das muss man auch erst einmal hinbekommen. Gleichzeitig ist das Buch aber auch gesellschaftskritisch, aktuell und philosophisch.

Obwohl das Buch gerade einmal 320 Seiten umfasst, habe ich zum Lesen recht viel Zeit benötigt, da ich mir die Anspielungen, Wortspiele, philosophischen und mathematischen Verknüpfungen erst einmal durch den Kopf gehen lassen musst. Mir hat diese Kombination sowie die kritischen und humorvollen Untertönen sehr gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf weitere Bücher des Autors.

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Dr. No

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Hiobs Brüder von Rebecca Gablé

Fakten und Fiktion gut verknüpft

"Hiobs Brüder" ist der zweite Band der Helmsby-Reihe von Rebecca Gablé. Dieser Roman schließt an "Das zweite Königreich" an und spielt rund 80 Jahre später. England befindet sich im Erbfolgekrieg nachdem der einzige legitime Sohn von König Henry I. bei einem Schiffsunglück ertrunken ist.

Zwar geht aus dem Erbfolgekrieg kurzfristig Stephan von Blois (Enkel von William dem Eroberer) als Sieger und König hervor, doch langfristig sichert sich Königin Maud (die Tochter von Henry I.) den Thron für die Plantagenets. Als erster einer langen Reihe von Henrys, besteigt ihr Sohn als Henry II., 1154 den englischen, den die Plantagenet rund 250 Jahre für sich behaupten.

Das Interessante an diesem Buch ist, dass Autorin Rebecca Gablé sich einer Menschengruppe widmet, die im allgemeinen kaum in der Literatur vorkommt: geistig und körperlich beeinträchtigen Menschen (damit sind aber nicht die Kriegsversehrten gemeint). Diese Menschen werden auf eine Insel nahe East Anglia abgeschoben, mangelhaft bis gar nicht verpflegt und betreut. Hier treffen Simon, der an Epilepsie leidet, mit Loisan, der sein Gedächtnis verloren hat mit den siamesischen Zwillingen und anderen aus der Gesellschaft Ausgestoßenen zusammen. Wider Erwarten werden einige davon treue Gefährten von Henry II..

Wie alle historischen Romane von Rebecca Gablé ist auch dieser hier penibel recherchiert und gekonnt erzählt. Auf keiner der über 900 Seiten kommt Langeweile auf. Geschickt sind Fakten und Fiktion zu einem detailreichen Historienschmöker verknüpft.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem zweiten Band der Helmsby-Reihe wieder 5 Sterne und warte mit großer Neugier auf den den dritten Band, der demnächst, im August 2025, unter dem Titel Rabenthron erscheinen wird.

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Hiobs Brüder

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Das zweite Königreich von Rebecca Gablé

Eintauchen in das Mittelalter

Ich kenne zahlreiche Bücher von Rebecca Gablé, darunter natürlich die Waringham-Saga. In dieser Reihe begegnen wir nicht nur dem jungen Adeligen Cædmon of Helmsby, dessen Start in sein Leben ein wenig holprig verläuft, sondern auch William dem Eroberer (1028-1087). Da der dritte Band der Helmsby-Reihe demnächst im August 2025 unter dem Titel Rabenthron erscheinen wird, ist es opportun, die beiden Vorgänger abermals zur Hand zu nehmen.

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Weder über den Inhalt noch über die penible Recherche von Rebecca Gablé brauche ich all zu viele Worte verlieren. Der Inhalt, die englische Geschichte im Mittelalter ist bereits mehrmals erzählt worden. Doch niemand beherrscht sein/ihr Handwerk so gut wie Rebecca Gablé. Mit ihr tauchen wir ein in eine Zeit der Intrigen, blutiger Kämpfe, die authentisch beschrieben werden, und dürfen an der Seite von raubeinige Charakteren England eroberen.

Sehr geschickt flicht die Autorin historische Details in die Handlung ein, so dass wir ein gutes Bild vom Charakter von William den Eroberer, der häufig auch als William der Bastard, bezeichnet wird, erhalten.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser Schwarte, die man trotz der rund 900 Seiten nicht aus der Hand legen kann, 5 Sterne.

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Das zweite Königreich

Rezensionen von Vobabooks:

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Secret Forest Academy. Avas Bestimmung von Tina Stein

Spannend und fantasievoll

Im Buch „Secret Forest Academy - Avas Bestimmung“ von Tina Stein geht es um die zwölfjährige Ava. Ihre Eltern sind kürzlich spurlos verschwunden und Ava wird überraschenderweise von einem Bären namens Urs zu einer Waldschule abgeholt, nämlich der geheimen Giant Academy in Kalifornien. Ava hat unglaublich viele Fragen, und wünscht sich sehnlichst, das ihre Eltern wieder auftauchen.

Sie lebt in einem Baum in der Academy und besucht mit ihren neuen Freunden die Mondklasse. Ein Schulalltag der anderen Art, mit lauter Magie und mysteriösen Wesen…
Eine spannende, gruselige, abenteuerliche und fantasievolle Geschichte. Das Magiesystem fand ich sehr interessant, für diese Altersgruppe an manchen Stellen auch etwas komplexer. Ich kann mir vorstellen, dass es besonders Kindern gefällt, die spannende Fantasiegeschichten mögen und sich fürs Erfahren der weiteren Ereignisse bis zum nächsten Band gedulden können, es endet nämlich mit einem Cliffhanger. Ava ist eine sympathische, mutige und neugierige Hauptfigur, die ihrem Herzen folgt und dabei so manche Regel bricht. Eine schöne Jugendgeschichte voller Magie und Abenteuer, die ich sehr gerne weiterempfehle.

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Secret Forest Academy. Avas Bestimmung

Rezensionen von Eternal-Hope:

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All Better Now von Neal Shusterman

Bin ich noch ich, wenn ich immer glücklich bin?

"All better now" von Neal Shusterman wird als Jugendbuch vermarktet und hat mich mit seiner herausragenden Qualität sehr überrascht. Ich habe mir eine lockere Unterhaltung erwartet und ein spannend geschriebenes Buch bekommen, das mich beim Lesen nicht nur komplett gepackt hat, sondern auch nach Beendigung der Lektüre noch tief nachwirkt mit den tiefgründigen identitätspsychologischen und ethischen Fragen, die es aufwirft.

Das Buch spielt in der Zeit ein paar Jahre nach der Corona-Pandemie, die in den Köpfen der Charaktere immer noch sehr präsent ist und auf die es im Buch viele Referenzen gibt (auf eine Art und Weise, die gut gepasst und mich überraschenderweise nicht gestört hat, obwohl ich gedacht hätte, von diesem Thema schon genug zu haben).

Nun grassiert ein neues Virus, passenderweise in Anlehnung an Corona CrownRoyale genannt, die Krone der Coronaviren sozusagen. Genauso wie Corona überträgt es sich durch die Luft, aber es gibt einen bedeutenden Unterschied: jeder 25. Infizierte stirbt daran, doch alle anderen werden zu Genesenen, die unbeschwert, entspannt und glücklich wirken. Was bedeutet so ein Virus für die Menschheit und für jeden Einzelnen? Ist es erstrebenswert, dass sich möglichst viele infizieren, wenn sie danach glücklich sind, auch um den Preis der Todesfälle? Was macht es mit einer Gesellschaft, wenn eine kritische Masse glücklich und zufrieden ist, was passiert mit Wirtschaft, Politik, Arbeitsmarkt? Und sind das überhaupt noch dieselben Menschen, wenn sie sich so grundlegend verändert haben? Müssen die Menschen fürchten, sich selbst und ihre echte Identität zu verlieren, wenn sie sich infizieren und dann von dieser Krankheit genesen?

Alle diese und noch viele weitere spannende Fragen stellt dieses Buch. Wir erleben es aus den Perspektiven mehrerer Menschen, die aus den unterschiedlichsten sozialen Milieus stammen: da gibt es Rón, Sohn von Blas Escobedo, des drittreichsten Menschen der Welt. Mariel, die mit ihrer Mutter, die sich nie von Long Covid erholt hat, auf der Straße lebt und mit ihr gemeinsam um ihr Überleben kämpfen muss. Morgan, hochbegabt, aber mit einer Mutter, die an einer Frühform von Demenz leidet, ist schon sehr jung zu der Erkenntnis gekommen, dass die Welt ein Null-Summen-Spiel und ein Kampf sei, und ist fest entschlossen, zu den Siegern zu gehören, als sie eine einmalige Chance erhält. Eine vermögende alte Frau, die sich mit Crown Royale infiziert und fürchtet, ihre Persönlichkeit zu verlieren. Und noch so einige mehr.

Besonders machen das Buch die facettenreichen Figuren. Es gibt kaum schwarz-weiß und alle Figuren haben differenzierte Charakterzüge, die sich allesamt auf die eine oder andere Art und Weise nachvollziehen lassen, sodass sich mit allen mitfiebern lässt. Auch in Bezug auf die Konsequenzen der immer größer werdenden Anzahl der Genesenen für die Welt sind verschiedene Deutungen möglich. Das Buch fordert also dazu auf, die eigene Position immer wieder kritisch zu hinterfragen. Gleichzeitig ist an vielen Stellen auch eine kritische Aufarbeitung der Corona-Zeit eingearbeitet, beispielsweise, wenn für die Genesenen von verschiedenen Interessensgruppen neue Bezeichnungen in Umlauf gebracht werden: sind diese etwa beeinträchtigt? Oder umschlungen? Da wird deutlich, wie sehr eine bestimmte Wortwahl unser inneres Bild von etwas prägt.

Dieses Buch ist der erste Teil einer Dilogie, der zweite Band ist für Herbst 2027 angekündigt. Insofern ist verständlich, dass nicht alle offenen Fragen in diesem Buch vollständig beantwortet werden. Dennoch ist es dem Autor gelungen, das Buch zu einem guten, runden Abschluss zu bringen, der mich die Lektüre mit einem hoffnungsvollen Gefühl beenden hat lassen und gleichzeitig dafür sorgt, dass ich mich auf den zweiten Band freue.

Ich empfehle dieses Buch allen ab 14 Jahren: Jugendlichen und jungen, aber auch schon etwas älteren Erwachsenen, die an einem spannenden und tiefgründigen Buch interessiert sind, das sich leicht und interessant liest und dabei doch Tiefe aufweist. Für mich wird es definitiv nicht das letzte Buch dieses talentierten Autors gewesen sein.

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All Better Now

Rezensionen von Katzenmicha:

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Betrügerei auf Norderney von Christian Hofbauer

Die Inselcops sind wieder da

Auf Norderney schliedern die beiden ungleichen Polizisten der bayrische Polizist Georg Pampelhuber und der norderneyer Polizist Matthis Jüllich in den nächsten kuriosen Fall.Erst finden der Polizist Georg Pampelhuber eine Leiche in einer still gelegten Lagerhalle und kurz drauf ist sie weg.Dann aber findet er die Frau am Stand wieder,sehr lebendig aber ohne Gedächnis.

Die beiden Polizistensind mit der Sitoation hilflos-gerade zu überfordert,es taucht zudem noch ein Immobilien-Hai auf.Dann taucht auch noch eine echte Leiche auf und schon ist das Chaos auf Norderney mal wieder perfekt….

Der Autor Christian Hofbauer hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Es st bereits der 3.Krimi dieser Reihe den ich schon gelesen habe und der erschienen ist.Und auch wie all die anderen wieder so klasse.Es gibt jede Menge Missverständnisse und jede Menge Situationskomik.Die Charaktere sind so herrlich eigen, dass man sie einfach ins Herz schließen muss .Es ist sobildlich geschrieben das man beim lesen jede Menge Spass hat.Sehr gerne 5 Sterne und noch mehr von den beiden sympatischen Polizeibeamten von Norderney.

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Betrügerei auf Norderney

Rezensionen von Katzenmicha:

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Betrügerei auf Norderney von Christian Hofbauer

Die Inselcops sind wieder da

Auf Norderney schliedern die beiden ungleichen Polizisten der bayrische Polizist Georg Pampelhuber und der norderneyer Polizist Matthis Jüllich in den nächsten kuriosen Fall.Erst finden der Polizist Georg Pampelhuber eine Leiche in einer still gelegten Lagerhalle und kurz drauf ist sie weg.Dann aber findet er die Frau am Stand wieder,sehr lebendig aber ohne Gedächnis.

Die beiden Polizistensind mit der Sitoation hilflos-gerade zu überfordert,es taucht zudem noch ein Immobilien-Hai auf.Dann taucht auch noch eine echte Leiche auf und schon ist das Chaos auf Norderney mal wieder perfekt….

Der Autor Christian Hofbauer hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Es st bereits der 3.Krimi dieser Reihe den ich schon gelesen habe und der erschienen ist.Und auch wie all die anderen wieder so klasse.Es gibt jede Menge Missverständnisse und jede Menge Situationskomik.Die Charaktere sind so herrlich eigen, dass man sie einfach ins Herz schließen muss .Es ist sobildlich geschrieben das man beim lesen jede Menge Spass hat.Sehr gerne 5 Sterne und noch mehr von den beiden sympatischen Polizeibeamten von Norderney.

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Betrügerei auf Norderney

Rezensionen von nessabo:

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Bestie von Joana June

Ein literarisches bemerkenswertes Debüt, charakterlich anders als erwartet

Joana June verfolge ich schon eine Weile auf Instagram und ihre Art war mir gleich total sympathisch, weswegen ich mich umso mehr auf ihr Debüt gefreut habe. Außerdem mag ich tiefgründige, vielschichtige Charakterportraits und Geschichten, die aus mehreren Perspektiven erzählt werden, richtig gern.

Der Roman lässt sich erstaunlich gut lesen. Erstaunlich deshalb, weil er literarisch auf einem ziemlich hohen Niveau ist und sprachlich experimentelle Anteile hat. Der Stil der Erzählung wechselt immer mal wieder kurzzeitig und eigentlich bin ich davon echt kein Fan, aber das Maß war hier sehr angemessen und wird Literaturbegeisterte sicher für sich einnehmen. Gleichzeitig weiß June aber auch, ihre Worte präzise zu wählen, sodass es kein elitäres Werk ist. Dennoch ist der theaterhafte Aufbau des Romans etwas, das sich von anderen Büchern abzuheben vermag.

Spannend wird es schon beim Titel: Ist damit die Bestie im Sinne von bester Freundin gemeint oder im Sinne eines Ungeheuers? Und von einer eindeutigen Beantwortung dieser Frage sieht die Autorin ganz klar ab, so viel sei schon einmal gesagt. Auch generell eignet sich dieses Werk besonders gut für ein gemeinsames Lesen oder ein wiederholtes. Denn June versteckt immer wieder erzählerische Kleinigkeiten im Text, die beim ersten Lesen vielleicht gar nicht auffallen.

Mein Haupt-Kritikpunkt betrifft die Beziehung der beiden. Meine Erwartungen waren da wahrscheinlich einfach andere. Ich habe mich vor allem auf eine Entwicklung der Beziehung zueinander gefreut und die Sezierung ebendieser. Das gab es für mich nur abgeschwächt. Die Freundinnenschaft fand ich nicht so richtig glaubwürdig geschrieben oder zumindest war ich wiederholt irritiert über die Selbstbezeichnung der beiden. Zwischen den Protagonistinnen findet relativ wenig und überwiegend oberflächliche Kommunikation statt.

Stattdessen geht es vielmehr tief rein in die Gedankenwelt beider Frauen. Anouk gefiel mir dabei recht gut, bei Lilly fand ich das wiederum ziemlich anstrengend. Obsessive Figuren, die zudem extrem um ihre eigenen Gedanken kreisen, sind für mich ein ambivalentes Feld - manchmal mag ich das total, oft ist es mir aber auch ein wenig zu viel. Zudem zeigt Lilly ein bestimmtes Verhalten, mit dem ich nicht sonderlich gut umgehen kann, sodass ich mich da emotional immer etwas distanzieren musste.

Am Ende kommt für mich einiges an Klärung und Tiefgang dazu, gleichzeitig ging es mir aber ein bisschen zu schnell. Dadurch kamen auch einige Nebenhandlungsstränge etwas zu kurz, die ich gern noch intensiver verfolgt hätte.

Der Roman ist ziemlich echt, analysiert intensiv die Leben zweier junger Frauen, die Belastungen einer Content Creatorin und thematisiert zumindest ansatzweise parasoziale Beziehungen. Dabei schafft es June, zugleich rau und sanft zu schreiben, balanciert harte Realität und Poesie elegant aus. Feministische Themen lässt sie immer wieder kurz in die Geschichte einfließen, ich würde den Roman aber nicht grundlegend als explizit feministisch bezeichnen.

Für mich war es zwar nicht das gewünschte Highlight, aber „Bestie“ bleibt ein bemerkenswertes Debüt!

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Bestie

Rezensionen von Katzenmicha:

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Tod und Ebbe von Katharina Drüppel

So spannend

Es ist der zweite Teil der Reihe um die Kommissarin Levke Tönnens und man kann die Bücher unabhängig voneinander lesen.

Die brasilianische Touristin Angela Meyer wird auf einer Bank tot aufgefunden.Sie und ihr Mann waren nach Jever gekommen um ihre Verwandten zu besuchen.Die Großmutter von Angela Meyer ist Jüdin und als Kind vor den Nationalsozialisten nach Brasilien geflohen.

Angela war auf der Suche nach einem verschollenen Familienerbstück-einem Erbstück ihrer Urgroßmutter.Ihre Großmutter stammte von einer angesehenen Juweliersfamilie ab, die aber zur NS-Zeit auf Grund ihres jüdischen Glaubens alles verloren hat.Die Familie versuchte, ihre Kinder ins rettende Ausland zu schicken.Bei Angelas Besuch eckt sie bei den überlebenden Verwandten mit finanziellen Forderungen an.Und auch bei einer prominenten Familie mit der Aufforderung, ihr ein bestimmtes Schmuckstück zu überlassen betrachten diese als sehr negativ.Mit ihrem Ehemann hat Angela zu dem einen Streit.Für die ermittelnden Kommissare Levke Tönnens und ihrem Kollegen Henning Martens beginnt eine Suche nach dem Täter. Sie stoßen bei ihren Ermittlungen auch auf andere Verstoße die sie an der Gerechtigkeit von Gesetzen zweifeln lässt.Zudem setzt die Familie alles daran , alte Geheimnisse unter Verschluss zu halten…..

Die Autorin Katharina Drüppel hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Wie auch im ersten Fall der Reihe kommt man Levke die eigen ist wieder ein bischen näher.Die Autorin bringt neben der Landschaft,den Charakteren auch einen spannenden Nordseekrimi super rüber.Sehr gerne 5 Sterne für den spannenden Nordseekrimi und noch mehr davon.

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Tod und Ebbe