Kunden em pfehlungen
Rezensionen von carola1475:
Frau Morgenstern und die Entführung von Marcel Huwyler
Frau Morgenstern arbeitet an ihrem Karma-Konto
Um ihr Karma-Konto nach einer erfolgreichen Eliminierung aufzubessern, springt Violetta Morgenstern, pensionierte Lehrerin und staatlich legitimierte Auftragsmörderin, bei der Entführung einer jungen Frau mit in das Fluchtauto der Geiselnehmer, statt ihren Weg zum Flughafen fortzusetzen. Eigentlich wollte sie für ein paar Tage bei ihrem geliebten Maurice auf Gozo entspannen.
Nun wird sie der Geisel Lotta beistehen (dabei viel Geduld aufbringen müssen) und Fluchtpläne schmieden.
Marcel Huwyler unterhält mit einleuchtenden Wortschöpfungen und viel Sprachwitz, auch Situationskomik lässt mich lachen, wie auch sein schwarzer Humor für Erheiterung sorgt. Das geheime Schweizer Killer-Ministerium Tell und seine Vorgehensweise und die Umstände des familiären Zusammenlebens Morgensterns und des ehemaligen Söldners und Scharfschützen Miguel Schlunegger samt seinen sechsjährigen Zwillingen werden angesprochen. An dieser Stelle möchte ich eine dringende Leseempfehlung für zumindest einige der sieben Vorgängerbände aussprechen, nicht nur, um die Zusammenhänge besser zu verstehen, sondern auch, weil viel Spaß beim Lesen der Bücher garantiert ist.
Seit Morgenstern und Schlunegger sich wegen der Kinder eine Vollzeitstelle bei Tell teilen, gibt es leider weniger gemeinsame berufliche Aktivitäten und folglich weniger köstliche Dialoge der beiden, dafür staune ich jetzt über Miguels schräge Einfälle, seinen Töchter frühzeitig eine in allen Lebenslagen nützliche Ausbildung angedeihen zu lassen. Marcel Huwyler ist die Weiterentwicklung der Lebensumstände seiner Protagonisten auf alle Fälle sehr gut gelungen.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, alle Figuren erscheinen authentisch und sind überzeugend dargestellt und ich konnte miträtseln, warum ausgerechnet die Aktivistin Lotta entführt wird und wer zu welchem Zweck erpresst werden soll.
Bei aller Skurrilität ist die einfallsreiche Geschichte glaubhaft in einen aktuellen wirtschaftlichen und politischen Hintergrund eingebunden, sie ist rasant und spannend, witzig und sehr unterhaltsam und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.
Rezensionen von Simo.Monet:
Bourbon and Lies von Victoria Wilder
Zwischen Geheimnissen und Bourbon
„Bourbon and Lies“ hat mich von Anfang an mit seiner besonderen Mischung aus Romance, Spannung und Familiengeheimnissen gepackt. Besonders die Dynamik zwischen Laney und Grant hat mir gefallen – die beiden sind starke, interessante Charaktere und zwischen ihnen knistert es ordentlich. Auch das Setting rund um die Bourbon-Brennerei fand ich richtig spannend und mal etwas anderes.
Die Geschichte bietet neben der Romance auch jede Menge Geheimnisse, familiäre Konflikte und Suspense, sodass es nie langweilig wird. Der Schreibstil ist locker und flüssig, wodurch sich das Buch sehr angenehm lesen lässt. Und auch das Cover ist für mich ein echtes Highlight und passt perfekt zur Atmosphäre der Geschichte, die teilweise etwas düster ist, aber auch super spannend rüber gebracht wird.
Für mich also eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor, Familiengeheimnissen und Romance. Für jeden etwas, der gerne Spannung und auch an Spice.
Rezensionen von Mondtaube:
Most Hated Girl von Kirsty Lockwood
Der Schein trügt
“Sie war dabei, ihr Leben zu zerschlagen, und es war zu früh, um zu beurteilen, ob sich aus den Einzelteilen etwas Neues ergeben würde.”
Odette versucht, sich nach dem Tod ihrer Mutter ein neues Leben aufzubauen. In einer Wohnung, in welcher sie nicht gewollt wird, und ganz ohne Job und Freunde ist das alles andere als einfach.
Jedoch trifft sie kurz darauf Amos, einen netten älteren Mann. Könnte er sein, was ihr hilft, ihr Leben zu verändern? Und falls ja, in welche Richtung?
Bei “Most Hated Girl” handelt es sich um das Debüt von Kristy Lockwood. Man merkt keinesfalls, dass es ihr erster Roman ist. Das Buch ist durchweg spannend geschrieben.
Ein großer Teil, der zur Spannung beiträgt, ist der Wechsel zwischen Kapiteln, die in der Vergangenheit und in der Zukunft spielen. Dadurch ist man als Leser durchweg am Rätseln, wie es überhaupt zu den Geschehnissen in der Zukunft kommen konnte.
Denn die Protagonistin Odette mag zwar sozial unbeholfen sein, wirkt jedoch so gar nicht wie eine Mörderin. Gleichzeitig wirkt ihre doch etwas ungewöhnliche Freundschaft zu Amos wirklich schön.
Jedoch ist das auch die Stärke des Buches.
Wie viel ist wahr, und wie gut kennen wir die Personen in dem Buch wirklich?
Das Einzige, was ich in dem Buch etwas unrealistisch fand, war die Social Media Präsenz von Odette und Amms. Beide gingen unglaublich schnell viral, ohne viel dafür zu tun. Jedoch kann ich darüber hinwegsehen, da ich denke, dass ein größerer Fokus darauf dem Spannungsaufbau hätte schaden können. Das, was davon da ist, reicht dennoch aus, um die Thematik anzusprechen und sich zu fragen, wie es wohl im echten Leben hinter den Kulissen vieler Influencer aussieht.
Nachdem das Buch mich anfangs doch sehr in eine Wohlfühlatmosphäre bringen konnte, hatte es mich gegen Ende immer mehr erschüttert und die eigentliche Thematik kam unerwartet für mich. Aber genau das macht das Buch auch so stark.
Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es beginnt sehr ruhig, baut jedoch langsam mehr und mehr Spannung auf. Das Thema war in dieser Art etwas Neues für mich und hat mich sehr zum Nachdenken anregen können.
Rezensionen von carola1475:
Mord in perfekter Ordnung - Jules Gespür für Symmetrie von Anett Diell
Sehr unterhaltsamer Cosy Crime-Krimi mit eigenwilligem Ermittlerduo
Der aus Hannover strafversetzte Kriminalhauptkommissar Jeremias Killick langweilt sich seit zweieinhalb Monaten im idyllischen Kreisstädtchen Bad Krozingen im Schwarzwald. Nicht nur passieren keine Verbrechen, sondern er versteht auch das Alemannisch nicht, das die Menschen dort sprechen. Killick ist ständig schlecht gelaunt und tritt arrogant auf.
Als eine junge Frau tot am Fuß ihrer Kellertreppe gefunden wird, liegt offenbar, zu Jeremias Bedauern, „nur“ ein Unfall vor, bis die Tatortreinigerin Jule Vögelein behauptet, die Tote sei ermordet worden. Jule hat einen zwanghaften Ordnungsdrang und andere Zwangsstörungen und sieht Details, die anderen nicht auffallen. Jeremias nimmt Jule zunächst nicht ernst, aber weitere Todesfälle und die forensische Untersuchung der Opfer führen dann doch zur Zusammenarbeit des ungleichen Ermittlerduos.
Fast noch fesselnder als die zum Miträtseln einladende Krimihandlung fand ich das Zusammenspiel von Jule und Jeremias, beide sind eigenwillig und haben ihre Besonderheiten. Durch die zwischen ihnen abwechselnde Erzählperspektive teile ich auch ihre Gedanken über den anderen und es hat Spaß gemacht, die Entwicklung ihrer Zusammenarbeit wie auch ihrer Gefühle mit zu erleben. Die Figurenzeichnung der ungewöhnlichen Protagonisten ist gelungen, Nebencharaktere treten auch mal ihrem Klischee entsprechend auf, was hier aber passt.
Anett Diell schreibt lebendig und humorvoll und die Geschichte ist angenehm zu lesen. Lokalkolorit des charmanten Bad Krozingen und die Beschreibung lokaler Gepflogenheiten machen Lust auf eine Reise in den Schwarzwald.
Ich habe den Cosy Crime-Krimi gern gelesen, 'Mord in perfekter Ordnung' hat mich gut unterhalten und ich freue mich auf weitere Bände der neuen Serie.
Rezensionen von Havers:
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Diesem Buch mangelt es an allem, was einen skandinavischen Thriller ausmacht
Thriller, in denen Serienmörder im Fokus stehen, lese ich eigentlich kaum noch. Warum? Weil es in erster Linie den Autoren/Autorinnen darum geht, die Beschreibungen der Morde/Mordopfer möglichst pervers bzw. brutal darzustellen.
Ich hatte ja gehofft, dass Bukkehaves „Prätorianer“ dem Leser/der Leserin Rätsel im Dan Brown-Stil mit mythologischen Bezügen aufgibt, musste aber leider recht schnell feststellen, dass der Autor dies mit der dünnen Story und seinen mangelnden schriftstellerischen Fähigkeiten dies leider nicht erfüllen konnte.
Mythologisch ist lediglich die Wächter-Thematik, die sich bereits aus dem Titel der Übersetzung ergibt, ansonsten wird hier mit mehr oder weniger bereits vielfach (speziell in skandinavischen Thrillern) durchgekauten Versatzstücken gearbeitet: problematische Geschwisterbeziehung, Kompetenzgerangel innerhalb der Ermittlergruppe, ein wegen Mordes einsitzender Vater mit speziellen Kenntnissen, Incels (diese Vermutung hatte ich schon gleich zu Beginn) und Social Media/Dark Net, und als Kirsche auf dem Kuchen fungieren dazu die mehr als unappetitlichen Beschreibungen der Mordopfer. Das Ganze wird zusätzlich mit sich wiederholenden Beschreibungen aufgebläht und in die Länge gezogen, so dass bereits nach der Hälfte mein Interesse gegen Null tendierte und ich das Buch, wenn es keine Leserunde gewesen wäre, abgebrochen hätte.
Offenbar ist „Der Prätorianer“ als Reihenauftakt für weitere Fälle mit Team Sara und Adam konzipiert, was die Fragen, die unbeantwortet geblieben sind, vermuten lässt. Allerdings werde ich die Fortsetzungen nicht mehr lesen; dafür war mit diese effekthascherische Story mit ihrem unsympathischen Personal zu plump, zu aufgebläht und zu vorhersehbar geplottet. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, ein paar Schneeflocken in der Dunkelheit sind kein Alleinstellungsmerkmal für Dänemark. Nein, diesem Buch mangelt es an allem, was einen lesenswerten skandinavischen Thriller ausmacht.
Rezensionen von Havers:
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Diesem Buch mangelt es an allem, was einen skandinavischen Thriller ausmacht
Thriller, in denen Serienmörder im Fokus stehen, lese ich eigentlich kaum noch. Warum? Weil es in erster Linie den Autoren/Autorinnen darum geht, die Beschreibungen der Morde/Mordopfer möglichst pervers bzw. brutal darzustellen.
Ich hatte ja gehofft, dass Bukkehaves „Prätorianer“ dem Leser/der Leserin Rätsel im Dan Brown-Stil mit mythologischen Bezügen aufgibt, musste aber leider recht schnell feststellen, dass der Autor dies mit der dünnen Story und seinen mangelnden schriftstellerischen Fähigkeiten dies leider nicht erfüllen konnte.
Mythologisch ist lediglich die Wächter-Thematik, die sich bereits aus dem Titel der Übersetzung ergibt, ansonsten wird hier mit mehr oder weniger bereits vielfach (speziell in skandinavischen Thrillern) durchgekauten Versatzstücken gearbeitet: problematische Geschwisterbeziehung, Kompetenzgerangel innerhalb der Ermittlergruppe, ein wegen Mordes einsitzender Vater mit speziellen Kenntnissen, Incels (diese Vermutung hatte ich schon gleich zu Beginn) und Social Media/Dark Net, und als Kirsche auf dem Kuchen fungieren dazu die mehr als unappetitlichen Beschreibungen der Mordopfer. Das Ganze wird zusätzlich mit sich wiederholenden Beschreibungen aufgebläht und in die Länge gezogen, so dass bereits nach der Hälfte mein Interesse gegen Null tendierte und ich das Buch, wenn es keine Leserunde gewesen wäre, abgebrochen hätte.
Offenbar ist „Der Prätorianer“ als Reihenauftakt für weitere Fälle mit Team Sara und Adam konzipiert, was die Fragen, die unbeantwortet geblieben sind, vermuten lässt. Allerdings werde ich die Fortsetzungen nicht mehr lesen; dafür war mit diese effekthascherische Story mit ihrem unsympathischen Personal zu plump, zu aufgebläht und zu vorhersehbar geplottet. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, ein paar Schneeflocken in der Dunkelheit sind kein Alleinstellungsmerkmal für Dänemark. Nein, diesem Buch mangelt es an allem, was einen lesenswerten skandinavischen Thriller ausmacht.
Rezensionen von Havers:
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Diesem Buch mangelt es an allem, was einen skandinavischen Thriller ausmacht
Thriller, in denen Serienmörder im Fokus stehen, lese ich eigentlich kaum noch. Warum? Weil es in erster Linie den Autoren/Autorinnen darum geht, die Beschreibungen der Morde/Mordopfer möglichst pervers bzw. brutal darzustellen.
Ich hatte ja gehofft, dass Bukkehaves „Prätorianer“ dem Leser/der Leserin Rätsel im Dan Brown-Stil mit mythologischen Bezügen aufgibt, musste aber leider recht schnell feststellen, dass der Autor dies mit der dünnen Story und seinen mangelnden schriftstellerischen Fähigkeiten dies leider nicht erfüllen konnte.
Mythologisch ist lediglich die Wächter-Thematik, die sich bereits aus dem Titel der Übersetzung ergibt, ansonsten wird hier mit mehr oder weniger bereits vielfach (speziell in skandinavischen Thrillern) durchgekauten Versatzstücken gearbeitet: problematische Geschwisterbeziehung, Kompetenzgerangel innerhalb der Ermittlergruppe, ein wegen Mordes einsitzender Vater mit speziellen Kenntnissen, Incels (diese Vermutung hatte ich schon gleich zu Beginn) und Social Media/Dark Net, und als Kirsche auf dem Kuchen fungieren dazu die mehr als unappetitlichen Beschreibungen der Mordopfer. Das Ganze wird zusätzlich mit sich wiederholenden Beschreibungen aufgebläht und in die Länge gezogen, so dass bereits nach der Hälfte mein Interesse gegen Null tendierte und ich das Buch, wenn es keine Leserunde gewesen wäre, abgebrochen hätte.
Offenbar ist „Der Prätorianer“ als Reihenauftakt für weitere Fälle mit Team Sara und Adam konzipiert, was die Fragen, die unbeantwortet geblieben sind, vermuten lässt. Allerdings werde ich die Fortsetzungen nicht mehr lesen; dafür war mit diese effekthascherische Story mit ihrem unsympathischen Personal zu plump, zu aufgebläht und zu vorhersehbar geplottet. Habe ich etwas vergessen? Ach ja, ein paar Schneeflocken in der Dunkelheit sind kein Alleinstellungsmerkmal für Dänemark. Nein, diesem Buch mangelt es an allem, was einen lesenswerten skandinavischen Thriller ausmacht.
Rezensionen von Simo.Monet:
Stolz, Vorurteil und Hexerei von Melinda Taub
Magisch und Wunderschön
„Stolz, Vorurteil und Hexerei“ hat mich vor allem durch die ungewöhnliche Mischung aus Jane Austens bekanntem Klassiker, Magie und der Perspektive von Lydia Bennet überrascht. Ich fand es spannend, die Geschichte einmal aus ihrer Sicht zu erleben und dadurch mehr über ihren Charakter und ihre Gedanken zu erfahren.
Besonders ihre freche und humorvolle Art hat mir gut gefallen.
Die magischen Elemente wurden kreativ in die bekannte Geschichte eingebaut und geben ihr eine ganz neue Richtung. Auch der Schreibstil hat mir gefallen – er ist locker, unterhaltsam und passt meiner Meinung nach sehr gut zum historischen Setting. Allerdings war mir die Geschichte teilweise zu langartmig und kam nicht immer sofort voran. Dadurch hat sich das Lesen an manchen Stellen etwas gezogen.
Optisch ist das Buch in Hardcover für mich jedoch ein echtes Highlight. Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt mit den vielen kleinen Details perfekt zur Geschichte. Auch der Farbschnitt und die liebevollen Verzierungen machen das Buch zu einem richtigen Hingucker im Regal.
Mein Fazit also. Wichtig im Kopf zu behalten ist das dieses Buch Nicht von Jane Austen ist, wer jedoch vor allem Stolz und Vorurteil von ihr mag, sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.
Rezensionen von Micki:
Das Museum der Vögel von Dominic Couzens; Teagan White
Ein wunderschöner Bildband
Ich bin wirklich begeistert von diesem Bildband! Schon beim Auspacken war ich von dem großen Format und der hochwertigen Aufmachung angetan. Das Buch wirkt sehr edel und hochwertig und macht schon von außen Lust darauf, es aufzuschlagen.
Und auch im Inneren hält es, was das Äußere verspricht.
Die Illustrationen sind wunderschön und machen das Buch zu einem echten Hingucker. Ich mag besonders, dass die Seiten nicht mit Informationen überladen sind. Stattdessen gibt es zu den einzelnen Vögeln kurze Fakten, die sich schnell lesen lassen. So kann man einfach durch das Buch blättern, hier und da etwas entdecken und bleibt trotzdem immer wieder bei den tollen Bildern hängen.
Für mich lebt das Buch ganz klar von seiner Optik. Es ist weniger ein Sachbuch, das man von vorne bis hinten durcharbeitet, sondern eher ein wunderschöner Bildband zum Stöbern, Entdecken und Immer-wieder-Anschauen. Durch das große Format kommen die Illustrationen richtig schön zur Geltung.
Das Buch ist hochwertig verarbeitet, sieht toll aus und eignet sich meiner Meinung nach genauso gut zum Verschenken wie zum Selberbehalten. Ich habe große Lust auf die weiteren Bände in diesem Stil.
Rezensionen von LeserinLu :
Memories of Heidelberg von Heinz Strunk
Atmosphärisch
Bertram und Isolde sind in Heidelberg im Urlaub. Aber nicht in dem Hotel, was sie kennen, sondern in einem anderen - teurer, aber offenbar schlechter. Restaurants haben irgendwie auch zu, also gehen sie abends immer in dasselbe italienische Restaurant auf einem Schiff. Isoldes Mutter ist im Krankenhaus.
Und die Ehe von Bertram und Isolde am Ende. Mehr muss man zur Story nicht wissen.
Das Ganze ergibt dann eine typische Heinz-Strunk-Geschichte. Absurd, mit Einwürfen in Großbuchstaben, teilweise etwas konfus und vor allem meistens zum Fremdschämen.
Man schämt sich für das Verhalten sämtlicher Figuren, sowohl der Hauptfiguren als auch der Nebenfiguren. Oftmals wird es eklig - das, was Strunk vermutlich als Provokation versteht, ist vielfach einfach nur unappetitlich. Es werden genüsslich Essensberge und Körperfunktionen, Körperflüssigkeiten und hämische Gedanken und Selbsthass beschrieben. Wie Strunk dicke Menschen und Frauen beschreibt, ist aber nicht mehr nur provokativ, sondern einfach unschön. Gut, dass das Buch kurz ist und das Ende konsequent (kein Spoiler, wenn man schreibt, dass es in der Katastrophe endet), sonst wäre es viel zu viel davon geworden. Warum das Buch auf der Longlist gelandet ist, bleibt bis zur letzten Seite vollkommen unklar.









