Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Havers:
Die Toten von morgen - Thriller (Berliner Schattenwelt 2) von Kim Koplin
Gut wieder da zu sein
Aktuell gibt es ganz genau drei deutsche Autoren, die mit entlarvendem Blick die Schattenseiten Berlins jenseits von Mitte, Grunewald und Prenzlauer Berg zeigen: Johannes Groschupf, Clemens Murath und Kim Koplin aka Edgar Rai, was Koplin bereits in dem genialen Vorgänger „Die Guten und die Toten“ unter Beweis gestellt hat.
Nun also „Die Toten von morgen“, die gelungene Fortsetzung der Geschichte um Nihal, Kommissarin in spe, und Saad, dem syrischen Flüchtling, immer noch auf der Flucht vor dem Marseiller Drogenkartell und Leila, seine kleine Tochter, die Nihal lieb gewonnen hat und in ihr eine Ersatzmutter sieht.
Der Tote in Charlottenburg aus Nihals neuestem Fall ist der Aufhänger für den Drogenkrieg, der die Handlung dominiert, die uns in die Berliner Parallelwelt mit ihren dunkelsten Seiten katapultiert, knallhart und dreckig. Mit jeder Menge Ironie vom Autor beschrieben, so dass man sich stellenweise das Schmunzeln nicht verkneifen kann.
Ein gut konstruierter, stimmiger Plot, spannende Handlung mit jeder Menge Tempo, getrieben von kurzen Kapiteln aus unterschiedlichen Perspektiven – alles vorhanden, was einen guten Thriller auszeichnet und damit jede Menge Lesespaß garantiert. Versprochen!
Rezensionen von brauneye29:
Ferne Heimat Altmontal von Michael Riepl
Sehr persönliche Einblicke
Zum Inhalt:
Hedwig wird in einem deutschen Dorf in der Schwarzmeerebene geboren, in Altmontal. Sie muss erleben wie aus dem schönen Leben eine Welt voller Hunger, Verfolgung und Krieg wird. 1942 kann sie dem schließlich entkommen und kommt nach Deutschland. Mit 75 Jahren beginnt sie ihre Geschichte aufzuschreiben, die ein Enkel nach ihrem Tod findet.
Meine Meinung:
Ich habe zunächst echt Zeit gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, die im Grunde ja auch keine Geschichte im klassischen Sinn ist, sondern eine Art Biografie oder auch Aufarbeitung der Erlebnisse einer Frau, die auch das Leben ihrer Nachfahren beeinflusst hat. Der Autor wechselt dabei immer wieder zwischen den Erzählungen der Großmutter und seiner eigenen Erlebnisse im Jetzt, die auch immer wieder die Ukraine im Focus haben, wo er selbst im Hilfsdienst tätig war. Das ist ein Buch, dass sehr viel persönliches preisgibt, aber Menschen ein Gesicht gibt, die sonst so nicht gesehen werden, die viel erlebt haben und damit ein Teil der Geschichte sind.
Fazit:
Sehr persönliche Einblicke
Rezensionen von askyfullofpages:
Lori von Anousch Mueller
Familiengeheimnisse
Verlust.
Trauma.
Dissoziation. ????
Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt. Mir ist in letzter Zeit bei einigen Büchern aufgefallen, wie sehr Familiengeheimnisse das Leben von Menschen beeinflussen können und zwar oft über Generationen hinweg. Auch in dieser Geschichte wird deutlich, dass das, was verschwiegen wird, nicht einfach verschwindet.
Es ist immer da, schwelt unter der Oberfläche und macht etwas mit den Beziehungen, auch wenn niemand darüber spricht.
Der Umgang mit dem Thema Trauma hat mich sehr überzeugt! Da ich selbst ein Trauma erlebt und mich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt habe, weiß ich, wie unterschiedlich und manchmal auch widersprüchlich Menschen darauf reagieren können. Ich konnte viele Reaktionen der Charaktere gut nachvollziehen. Für mich haben sie sich authentisch, ehrlich und glaubwürdig angefühlt.
Für mich ist es eine Geschichte, die zeigt, wie sich Familiengeheimnisse und Traumata auf das Leben von Menschen auswirken können und wie prägend die Vergangenheit für das eigene Leben sein kann.
Ich kann dieses Buch von Herzen allen empfehlen, die zarte, berührende Geschichten mit Tiefgang mögen.
Vielen Dank an C.H.Beck und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.
Rezensionen von Havers:
Alles ihre Schuld von Andrea Mara
Der Albtraum jeder Mutter
Der Albtraum jeder Mutter und sogleich ein Hinweis darauf, wer die Zielgruppe dieses Thrillers ist: Ein vierjähriges Kind verschwindet nach einem Playdate spurlos. Natürlich schellen dann alle Alarmglocken. Eine hektische Suche beginnt, Verzweiflung macht sich breit, schlimmste Vermutungen drängen sich auf.
Und alle sind verdächtig.
Aber listen wir mal alle Fakten auf: Die Verabredung wird per Textnachricht festgezurrt. Marissa, die betroffene Mutter, kennt den familiären Hintergrund des anderen Kindes nicht, weiß noch nicht einmal, wo, mit wem und wie es lebt. Die Verantwortung für „das andere Kind“ liegt einzig und allein bei dessen Kindermädchen. Tut mir leid, aber unter diesen Umständen würde ich mein Kind nicht aus der Hand geben.
Und natürlich werden dann auch im Verlauf der Suche nach dem vermissten sämtliche Kind die „dunklen Geheimnisse“ aller Beteiligten ans Licht gezerrt. Oh je!
Seit Freida McFadden scheint es offenbar momentan in Mode zu sein, übersichtliche und eher dünne Stories mit jeder Menge aus dem Hut gezauberten Twists aufzupeppen. Und natürlich speisen diese sich meist aus völlig unvorhersehbaren Quellen und Umständen, deren Hintergründe natürlich auch nicht offensichtlich sind.
Come on, das geht doch wahrlich besser.
Rezensionen von Havers:
Alles ihre Schuld von Andrea Mara
Der Albtraum jeder Mutter
Der Albtraum jeder Mutter und sogleich ein Hinweis darauf, wer die Zielgruppe dieses Thrillers ist: Ein vierjähriges Kind verschwindet nach einem Playdate spurlos. Natürlich schellen dann alle Alarmglocken. Eine hektische Suche beginnt, Verzweiflung macht sich breit, schlimmste Vermutungen drängen sich auf.
Und alle sind verdächtig.
Aber listen wir mal alle Fakten auf: Die Verabredung wird per Textnachricht festgezurrt. Marissa, die betroffene Mutter, kennt den familiären Hintergrund des anderen Kindes nicht, weiß noch nicht einmal, wo, mit wem und wie es lebt. Die Verantwortung für „das andere Kind“ liegt einzig und allein bei dessen Kindermädchen. Tut mir leid, aber unter diesen Umständen würde ich mein Kind nicht aus der Hand geben.
Und natürlich werden dann auch im Verlauf der Suche nach dem vermissten sämtliche Kind die „dunklen Geheimnisse“ aller Beteiligten ans Licht gezerrt. Oh je!
Seit Freida McFadden scheint es offenbar momentan in Mode zu sein, übersichtliche und eher dünne Stories mit jeder Menge aus dem Hut gezauberten Twists aufzupeppen. Und natürlich speisen diese sich meist aus völlig unvorhersehbaren Quellen und Umständen, deren Hintergründe natürlich auch nicht offensichtlich sind.
Come on, das geht doch wahrlich besser.
Rezensionen von AndilesOnaut:
Waschbär Willi Wunderquatsch - Der Salat aus dem Weltall und noch verrücktere Abenteuer von Markus Hennig
Quatsch ohne Ende – ein Vorlesebuch, das richtig gute Laune macht!
Waschbär Willi ist zurück und eins ist sofort klar: Langweilig wird es mit ihm garantiert nicht. Schon nach den ersten Seiten mussten wir immer wieder schmunzeln, weil in diesem Buch eine verrückte Idee die nächste jagt. Genau das macht den besonderen Charme der Geschichten aus.
Die sieben Abenteuer sind schön kurz gehalten und eignen sich perfekt zum Vorlesen.
Dabei geht es herrlich chaotisch zu: Ein Salat aus dem Weltall, ein Quatschmuseum oder die verrücktesten Einfälle überhaupt... hier ist wirklich alles möglich. Trotzdem wirken die Geschichten nie überdreht, sondern einfach herrlich fantasievoll und voller Humor.
Besonders gefallen haben uns die vielen unterschiedlichen Figuren. Jede hat ihren eigenen Charakter und zusammen sorgen sie für jede Menge witzige Momente. Gleichzeitig merkt man aber auch, wie wichtig Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe sind. Diese Botschaften werden ganz nebenbei vermittelt, ohne jemals belehrend zu wirken.
Auch optisch macht das Buch richtig etwas her. Die bunten Illustrationen passen perfekt zu den verrückten Geschichten und laden Kinder immer wieder zum Entdecken ein. Vor allem jüngere Leser können dadurch der Handlung leicht folgen und bleiben aufmerksam.
Der Schreibstil ist angenehm locker und lässt sich flüssig vorlesen. Immer wieder gibt es kleine Wortspiele oder absurde Situationen, bei denen nicht nur Kinder lachen müssen. Genau das macht das Buch zu einem schönen gemeinsamen Vorleseerlebnis.
Für Kinder ab etwa fünf Jahren ist dieses Buch eine tolle Mischung aus Fantasie, Humor und liebevoll erzählten Geschichten. Wer Bücher mag, die einfach Spaß machen und bei denen man immer wieder etwas Neues entdeckt, liegt hier genau richtig. Von uns gibt es deshalb verdiente 5 von 5 Sterne.
Rezensionen von Katharina Grassmugg:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Ein tolles Buch
Was geschieht wenn zwei Menschen die ihre ganz eigenen Kämpfe zu Kämpfen haben aufeinandertreffen und sich gegenseitig zur Stütze werden? Nachdem der junge Aktivist Leon sich nach einer Waldbesetzung auf die Fähre von Sara Harmsen gerettet hat, die nichts von seiner Vergangenheit ahnt und ihn bei sich wohnen lässt entsteht eine Freundschaft mit der die beiden wohl so nicht gerechnet hatten.
Die beiden teilen ihre Liebe zu unserem Planeten und die Sorge um die Zukunft und werden zu verbündeten im Kampf um Saras Fährunternehmen das durch den Bau einer Brücke gefährdet wird. Doch haben sowohl Sara als auch Leon auch noch ihre ganz eigenen, persönlichen Kämpfe mit sich selbst auszutragen. Dieser Roman ist eher ruhig und die Geschichte läuft dahin wie in einem Fluss. Die Lebensströme der beiden Protagonisten fließen mal ineinander, mal aneinander vorbei und sind doch mit der Zeit immer mehr miteinander verbunden. Die beiden die sozusagen durch Zufall aufeinandertreffen und beide ihre ganz eigenen Geheimnisse, Narben und Verletzungen in sich tragen werden mit der Zeit gute Freunde (oder vielleicht sogar mehr?). Im ersten Moment scheint sie nicht viel zu verbinden doch je länger man liest desto mehr wird man als Leser in die Dynamik zwischen den beiden hineingezogen und will am liebsten darin versinken. Man fühlt mit ihren inneren Kämpfen, ihren Hoffnungen, auch ihrem Idealismus und ihrer Verzweiflung total mit.
Für mich war dieses unaufgeregte aber sehr berührende und tiefgründige Buch genau das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ein wirklich sehr lesenswerter, berührender und stilistisch toll geschriebener Roman über vertrauen, Verletzungen, Zusammenhalt und Widerstandskraft.
Rezensionen von Ulrike:
Pumuckl, Bücherhelden 1. Klasse, Pumuckl und der unheimliche Spuk von Uli Leistenschneider; Ellis Kaut
Halloween-Spaß mit dem Pumuckl
"Pumuckl und der unheimliche Spuk" erzählt eine bunte Halloween-Geschichte mit dem kleinen Kobold. Meister Eder schnitzt einen Kürbis, verkleidete Kinder wollen Süßes oder Saures und der unsichtbare Pumuckl treibt seinen Schabernack.
Die Geschichte ist ideal für junge Leseanfänger:innen.
Die Sätze sind kurz und in großer Schrift gehalten. Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet und ergänzen die Geschichte sehr gut. Zu Beginn des Buches wird auch die Geschichte von Pumuckl vorgestellt, sodass man weiß, woher der kleine Kobold kommt und warum er bei Meister Eder wohnt.
Mir und meiner Tochter hat das Buch gut gefallen. Die Geschichte ist im Herbst angesiedelt. Zu diesem Zeitpunkt werden kleine Erstklässler:innen zwar den Text noch nicht eigenständig lesen können, es eignet sich aber dennoch gut als Vorlesegeschichte. Und die Motivation, um endlich selbst lesen zu können, wird sicher auch gefördert.
Die Geschichte selbst ist liebevoll und lustig gestaltet. In gewohnter Pumuckl-Manier treibt der kleine Kobold so allerhand Unsinn, doch am Ende sind alle wieder glücklich und versöhnt.
Fazit: Eine schöne Vorlese-Geschichte für den Herbst. Für junge und junggebliebene Pumuckl-Fans.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Tiefenpsychologie auf der eigenen Couch von Jens Winkler
Anspruchsvoller Therapie- und Selbsterkenntnisbegleiter
"Tiefenpsychologie auf der eigenen Couch" des Psychologen und Psychologischen Psychotherapeuten Jens Winkler trägt den Untertitel "Das Begleitbuch für Therapie und persönliche Entwicklung" und damit zeigt es schon gut auf, was es sein kann und was nicht: es ist ein großartiges Werk, um Therapieprozesse, allgemein und insbesondere solche der tiefenpsychologischen Schule, besser verstehen zu können und einschätzen zu lernen, was in einer Therapie passieren kann, um welche Themen es gehen kann, mit welchen Methoden gearbeitet wird und was man vernünftigerweise davon erwarten kann und was nicht.
Es ist aber nicht dazu da, bei schweren psychischen Erkrankungen eine Psychotherapie zu ersetzen.
Zuerst geht es viel um allgemeine Themen wie darum, was überhaupt Psychotherapie ist, was man unter psychisch krank oder psychisch gesund verstehen kann, wovon psychische Erkrankungen beeinflusst werden und vieles mehr. Besonders interessant fand ich dabei die Betrachtung einer Depression unter verschiedenen Blickwinkeln und Erklärungsmodellen: je nachdem, mit welcher Linse das Thema betrachtet wird, stehen beispielsweise kognitive Erklärungsansätze und verhaltenstherapeutische Modelle, neurophysiologische Erklärungen, der humanistische Blick auf ungelebtes Leben oder die traumatherapeutische Perspektive im Vordergrund - und jede dieser Perspektiven kann etwas Hilfreiches zum tiefergehenden Verständnis eines komplexen Phänomens beitragen. Auch die gesellschaftliche Dimension psychischer Erkrankungen wird diskutiert.
An diesem Beispiel zeigt sich schon, dass das Buch durchaus für Laien gut verständlich und zugänglich geschrieben ist, sich insgesamt aber schon eindeutig an eine Zielgruppe mit guter Vorbildung, hohem Sprachverständnis und entwickelter Selbstreflexionsfähigkeit widmet. Es ist kein ganz niederschwelliger Ratgeber für die Allgemeinbevölkerung insgesamt, sondern eher Menschen zu empfehlen, die regelmäßig auch anspruchsvollere Sachbücher lesen.
Für diese liest es sich aber mit großem Gewinn: immer wieder gibt es auch persönliche Beispiele und sehr ansprechende und interessante Selbstreflexionsübungen am Ende jedes Kapitels, die persönlich gestaltet sind und therapiebegleitend oder auch selbständig ausprobiert werden können, um sich selbst besser kennen zu lernen. Außerdem gibt es weiterführende Literaturtipps zu vielen Themen, sodass man diese bei Interesse noch weiter vertiefen kann.
Später geht es dann noch um weitere interessante Themen, die für ein gelingendes Leben wichtig sind: gute Beziehungen, die Fähigkeit zu Selbstregulation, eine gesunde Beziehung zum eigenen Körper, ein stabiles Selbstwertgefühl und vieles mehr. Auch Spiritualität und Achtsamkeit kommen in diesem vielseitigen und ganzheitlich orientierten Buch vor.
Reflektierte und reife, gebildete Menschen können also daraus begleitend zu einer Therapie oder - bei stabiler psychischer Gesundheit, hoher Motivation und guten Selbststeuerungsfähigkeiten auch alleine - auf vielfältigen Ebenen einiges aus diesem Buch mitnehmen und sowohl viele neue interessante psychologische und therapeutische Erklärungsmodelle und Studienergebnisse kennen lernen, als auch die Einladungen annehmen, die praktischen Übungen und Reflexionen auszuprobieren und dabei Neues über sich selbst zu erfahren.
Rezensionen von Shilo:
Ferne Heimat Altmontal von Michael Riepl
Bewegende Spuren einer verlorenen Heimat
Von dieser Geschichte bleibt vor allem die Hauptfigur im Gedächtnis. Hedwig Krämer erlebt Dinge, die heute kaum noch vorstellbar sind. Hunger, Krieg, Abschiede und die ständige Unsicherheit prägen ihr Leben schon in jungen Jahren. Trotzdem verliert sie ihren Mut nicht.
Die Grundlage des Buches sind die Erinnerungen der Großmutter des Autors.
Gerade das macht vieles so eindringlich. Beim Lesen entsteht oft das Gefühl, nicht eine aufbereitete historische Darstellung vor sich zu haben, sondern die Erzählung eines Menschen, der all das selbst erlebt hat.
Besonders interessant ist die Verbindung zwischen den Aufzeichnungen aus der Vergangenheit und den Erfahrungen des Autors in der heutigen Ukraine. Dadurch wird deutlich, wie nah manche Themen auch heute noch sind. Gleichzeitig rückt immer wieder die Frage nach einer Heimat in den Mittelpunkt. Was bleibt von einem Ort, wenn Menschen ihn verlassen müssen? Das Buch gibt darauf keine einfachen Antworten.
Bei mir sind die Schilderungen des Alltags hängen geblieben. Es sind nicht nur die großen Ereignisse, sondern auch die kleinen Beobachtungen, die ein Bild dieser Zeit entstehen lassen. Viele Szenen wirken deshalb glaubwürdig und greifbar.
Die Geschichte einer jungen Frau, die trotz aller Schwierigkeiten ihren Weg gehen möchte und sogar den Wunsch verfolgt, Ärztin zu werden, verleiht dem Buch zusätzliche Stärke. Gerade in den schweren Abschnitten zeigt sich, wie viel Durchhaltevermögen in ihr steckt.
Nicht jede Passage hat das gleiche Tempo. Gelegentlich ziehen sich einzelne Abschnitte etwas länger, vor allem wenn zwischen verschiedenen Zeiten gewechselt wird. Insgesamt hat das den Lesegenuss aber nur wenig beeinträchtigt.
Am Ende bleibt vor allem Respekt vor dem Leben dieser Frau und vor dem Weg, den sie gehen musste. Das Buch verbindet persönliche Erinnerungen mit Zeitgeschichte und macht beides auf verständliche Weise zugänglich. Sehr lesenswert, 4 Sterne.









