Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von askyfullofpages:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Wer möchte nicht im Leben bleiben von Helene Bukowski

Förderung und Überforderung liegen nahe beieinander

Fremdbestimmung.
Einsamkeit.
Spurensuche.

Ein sehr interessantes Buch, das mir richtig gut gefallen hat.

Mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist der Autorin Helene Bukowski ein faszinierender Roman gelungen, der durch die brillante Hörbuchsprecherin Sarah Dorsel noch einmal ganz besonders zur Geltung kommt.

Zu Beginn musste ich mich erst einmal ein wenig in der Geschichte zurechtfinden. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und ich wusste anfangs nicht so recht, aus welcher Perspektive hier eigentlich erzählt wird. Doch genau das hat für mich auch einen gewissen Reiz ausgemacht.

Im Mittelpunkt steht eine junge, außergewöhnlich talentierte Pianistin. Leider sind mit diesem Talent auch sehr viel Druck und Fremdbestimmung verbunden. Der große Ehrgeiz ihres Vaters spielt dabei eine enorme Rolle. Auf der einen Seite stehen der Drill und das Talent und auf der anderen die damit einhergehende Einsamkeit, die mich beim Hören immer wieder sehr berührt hat. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie schmal der Grat zwischen Förderung und Überforderung sein kann.

Die Geschichte beruht auf intensiven Recherchen und das fand ich ehrlich gesagt spannend. Helene Bukowski hat sich auf die Spuren dieser jungen Frau begeben und versucht, ihr Leben anhand verschiedener Dokumente und Erinnerungen zu rekonstruieren. Für mich bekommt die Geschichte dadurch noch einmal einen ganz besonderen Touch.

Christinas Vater hat mich beim Hören immer wieder beschäftigt. Im Grunde möchte er nur das Beste für seine Tochter. Er sieht ihr außergewöhnliches Talent und möchte dieses natürlich unbedingt fördern. Irgendwann verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Fördern und Fordern. Es ist nicht nur das Elternhaus, sondern auch ihre Ausbildung und das damalige System der DDR. Alles ist geprägt von Leistung und einem hohen Erwartungsdruck. Immer funktionieren, immer abliefern müssen, immer zu den Besten gehören. Wie viel kann ein junger Mensch wirklich aushalten? Und welchen Preis zahlt man für diesen Erfolg? Ich habe mich beim Hören immer wieder gefragt: Wo bleibt bei all dem eigentlich das Leben?

Ein ganz großes Kompliment möchte ich Sarah Dorsel machen, die das bei Hörbuch Hamburg erschienene Hörbuch sehr einfühlsam, ruhig, aber auch unglaublich eindringlich eingesprochen hat.

„Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist für mich ein emotionales und bewegendes Hörbuch, das mich noch lange beschäftigt hat. Ein großes Talent zu fördern und dabei die richtige Balance zwischen Leistung und Leben zu finden, stelle ich mir unglaublich schwierig vor. Den Erzählstil von Helene Bukowski fand ich sehr gelungen und kann das Hör-Buch aus diesem Grund wirklich sehr weiterempfehlen.

⚠️ Triggerwarnung: Suizid, psychische Belastung

Vielen Dank an Hörbuch Hamburg und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von askyfullofpages
Wer möchte nicht im Leben bleiben

Rezensionen von askyfullofpages:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Wer möchte nicht im Leben bleiben von Helene Bukowski

Förderung und Überforderung liegen nahe beieinander

Fremdbestimmung.
Einsamkeit.
Spurensuche.

Ein sehr interessantes Buch, das mir richtig gut gefallen hat.

Mit „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist der Autorin Helene Bukowski ein faszinierender Roman gelungen, der durch die brillante Hörbuchsprecherin Sarah Dorsel noch einmal ganz besonders zur Geltung kommt.

Zu Beginn musste ich mich erst einmal ein wenig in der Geschichte zurechtfinden. Die Erzählweise ist außergewöhnlich und ich wusste anfangs nicht so recht, aus welcher Perspektive hier eigentlich erzählt wird. Doch genau das hat für mich auch einen gewissen Reiz ausgemacht.

Im Mittelpunkt steht eine junge, außergewöhnlich talentierte Pianistin. Leider sind mit diesem Talent auch sehr viel Druck und Fremdbestimmung verbunden. Der große Ehrgeiz ihres Vaters spielt dabei eine enorme Rolle. Auf der einen Seite stehen der Drill und das Talent und auf der anderen die damit einhergehende Einsamkeit, die mich beim Hören immer wieder sehr berührt hat. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie schmal der Grat zwischen Förderung und Überforderung sein kann.

Die Geschichte beruht auf intensiven Recherchen und das fand ich ehrlich gesagt spannend. Helene Bukowski hat sich auf die Spuren dieser jungen Frau begeben und versucht, ihr Leben anhand verschiedener Dokumente und Erinnerungen zu rekonstruieren. Für mich bekommt die Geschichte dadurch noch einmal einen ganz besonderen Touch.

Christinas Vater hat mich beim Hören immer wieder beschäftigt. Im Grunde möchte er nur das Beste für seine Tochter. Er sieht ihr außergewöhnliches Talent und möchte dieses natürlich unbedingt fördern. Irgendwann verschwimmen jedoch die Grenzen zwischen Fördern und Fordern. Es ist nicht nur das Elternhaus, sondern auch ihre Ausbildung und das damalige System der DDR. Alles ist geprägt von Leistung und einem hohen Erwartungsdruck. Immer funktionieren, immer abliefern müssen, immer zu den Besten gehören. Wie viel kann ein junger Mensch wirklich aushalten? Und welchen Preis zahlt man für diesen Erfolg? Ich habe mich beim Hören immer wieder gefragt: Wo bleibt bei all dem eigentlich das Leben?

Ein ganz großes Kompliment möchte ich Sarah Dorsel machen, die das bei Hörbuch Hamburg erschienene Hörbuch sehr einfühlsam, ruhig, aber auch unglaublich eindringlich eingesprochen hat.

„Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist für mich ein emotionales und bewegendes Hörbuch, das mich noch lange beschäftigt hat. Ein großes Talent zu fördern und dabei die richtige Balance zwischen Leistung und Leben zu finden, stelle ich mir unglaublich schwierig vor. Den Erzählstil von Helene Bukowski fand ich sehr gelungen und kann das Hör-Buch aus diesem Grund wirklich sehr weiterempfehlen.

⚠️ Triggerwarnung: Suizid, psychische Belastung

Vielen Dank an Hörbuch Hamburg und NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von askyfullofpages
Wer möchte nicht im Leben bleiben

Rezensionen von clematis:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Immerkalt von Roman Klementovic

Verfluchtes Dorf

Grundendorf ist ein verfluchtes Dorf, sind doch schon in den letzten Jahren mehrfach Menschen von hier verschwunden. Auch jetzt werden ein Kleinkind und seine Babysitterin vermisst, weshalb der pensionierte Kriminalpolizist Schulz auf den Plan gerufen wird, um Kollegen Patrick zu unterstützen. Dieser ist nämlich sehr persönlich betroffen.

Fesselnd vom ersten Satz weg, spannend auf der ganzen Länge, überraschend mit seiner Auflösung – so kann man den aktuellen Thriller von Roman Klementovic mit gutem Gewissen beschreiben. Figuren, welche wir unter Umständen schon aus Immerstill und Immerschuld kennen, entwickeln sich nun weiter und sind mit ihren privaten Belangen ebenso interessant wie der komplizierte Fall, in welchem ermittelt wird. Das ungewöhnliche Team der Polizei ist durchaus authentisch, nicht immer sympathisch, jedoch mit den originellen Persönlichkeiten äußerst lebendig. Alleingänge und spontane Entscheidungen liefern nach einigen Sackgassen schlussendlich die zusammenpassenden Puzzleteile, insbesondere die letzte Szene bildet einen würdigen Abschluss für die Immermorde-Reihe.

Wer gut strukturierte Thriller und Krimis sucht, die in einem packenden Stil verfasst sind und wer sich auch durch eine Vielzahl an Personen nicht verwirren lässt, der liegt mit Immerkalt (und seinen Vorgängern) goldrichtig!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von clematis
Immerkalt

Rezensionen von Katja K.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Red Star Down von D. B. John

Großartiger Spionage-Thriller zur "berühmtesten autokratischen Bromance unserer Zeit"

In diesem spannenden Spionage-Thriller rund um Trump, Putin und Kim Jong-un ist D. B. John das Verweben von tatsächlich vorgefallenen (2017/18) und fiktiven Ereignissen meiner Meinung nach hervorragend gelungen und macht den besonderen Reiz dieses Thrillers aus. Er ist politisch höchst brisant und aktuell.

Mein letzter Spionage-Thriller ist schon lange her und ich hatte zugegebenermaßen etwas Bedenken wegen der Länge des Buches und die Befürchtung, dass ich bei politischen Ereignissen, mit denen ich mich weniger gut auskenne, den Faden und auch die Lust an dem Buch verliere. Diese Sorge war völlig unbegründet. Ein paar Mal habe ich kurz recherchiert, ob bestimmte Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben, allerdings war dies dann auch im äußerst interessanten Nachwort zu finden.

Den Schreibstil fand ich direkt angenehm und flüssig, zudem hat der Autor einen trockenen Humor und ich musste einige Male über die meiner Meinung nach passende Beschreibung bestimmter realer Persönlichkeiten lachen (auch wenn das eigentlich eher ein Grund zum Weinen ist).

Mich hat die Story insgesamt komplett gepackt, ich fand sie richtig spannend und hatte mehrmals Gänsehaut, weil ich es doch immer wieder kaum glauben konnte, dass manche Begebenheiten tatsächlich so stattgefunden haben, und mir auch die fiktiven Ereignisse durchaus realistisch erschienen.

Es gibt im Prinzip drei Handlungsstränge zu den drei im Klappentext genannten Charakteren Jenna, Ljoscha und Eric, die ich allesamt gelungen fand. Ich hatte auch keinerlei Probleme, bei den Wechseln den Überblick zu behalten, auch wenn bei diesem Buch natürlich insgesamt durchaus Konzentration erforderlich ist. Mit Jenna und Ljoscha habe ich sehr mitgefiebert und gelitten und Eric fand ich psychologisch äußerst interessant gezeichnet.

Generell hat der Autor auch Wert auf das Entlarven psychologischer Techniken und Mechanismen im Zusammenhang von Autokraten gelegt, was ich als spannend und lehrreich empfand.

Inhaltlich möchte ich gar nicht mehr verraten. Ich kann nur sagen, dass ich das Buch wirklich großartig fand, ich einiges gelernt habe und es mich auch im Nachgang (noch mehr) zum Nachdenken über das derzeitige weltpolitische Geschehen angeregt hat. Große Empfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katja K.
Red Star Down

Rezensionen von Katja K.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Halbwach von Sophia Como

Bindungsangst? Ich doch nicht!

Was für ein grandioser, pointiert geschriebener Prolog! Nach der Leseprobe war mir sofort klar, dass dieses Buch auf die Wunschliste kommt.

Die Attraktivität emotionaler Nicht-Verfügbarkeit, das Schönreden von abweisendem Verhalten, das Nähe-Distanz-Spiel beim Dating und in Beziehungen - wer kennt es nicht?!

Der Einstieg in das Buch war für mich dann allerdings etwas schleppend.

Zoe, die sich so viel Mühe gibt, cool, unnahbar und distanziert zu wirken, die ihre Emotionen unterdrückt, der alles egal ist und die möglichst allen anderen egal sein möchte, sie hat es tatsächlich geschafft, dass sie mir zu Beginn, nun ja, egal war... Mich hat nicht wirklich interessiert, wie ihre Story weitergeht und so habe ich erstmal etwas desinteressiert weitergelesen.

Ich bin mit ihr durchs laute Nachtleben getaumelt, habe mich mit ihr betäubt und leer gefühlt, auf der Suche nach irgendetwas, das mich fühlen lässt. Und ganz langsam, zwischen viel Zynismus, Coolness und erzwungenem Lächeln, hat mich die Story immer mehr gepackt und je mehr Zoe strauchelte und sich selbst verlor, desto mehr habe ich zu ihr und ihrer Geschichte gefunden.

Fazit: Für mich war es ein besonderer, atmosphärischer Roman zu einem wichtigen Thema, der sich durchweg leicht lesen lässt, auch dank des flüssigen und modernen Schreibstils, der echt und schonungslos wirkt. Zudem enthält er viele Weisheiten zum Thema Bindungsangst, Selbstliebe und Vertrauen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katja K.
Halbwach

Rezensionen von ekiam:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Nuno Nasenbär von Ingolf Lück

Eine warmherzige Geschichte über Selbstakzeptanz

Nuno Nasenbär ist eine warmherzige und humorvolle Geschichte über Selbstakzeptanz und Freundschaft, die uns richtig gut gefallen hat. Die Geschichte wird lebendig und vor allem sehr kindgerecht erzählt und vermittelt dabei eine wichtige Botschaft, ohne belehrend zu wirken.

Nuno ist einfach unglaublich niedlich gestaltet, aber auch die übrigen Illustrationen haben uns gut gefallen.

Auf den Bildern gibt es jede Menge witzige Kleinigkeiten zu entdecken, sodass man auch beim wiederholten Anschauen immer wieder etwas Neues findet. Gerade bei einem Bilderbuch ist das für uns ein großes Plus.

Besonders interessant ist die Mischung aus klassischem Fließtext und Comic-Elementen. Beim ersten Lesen war ich dadurch stellenweise etwas unsicher, in welcher Reihenfolge die einzelnen Elemente gelesen werden sollen. Das hat sich beim mehrmaligen Vorlesen allerdings schnell gelegt. Gleichzeitig finde ich diese Gestaltung für junge Leserinnen und Leser spannend, weil sie ganz nebenbei an ein neues Erzählformat heranführt.

Die Texte sind kurz und altersgerecht und lassen sich dadurch schön vorlesen. Besonders gut gefällt mir die Botschaft hinter Nunos Geschichte: Manchmal sieht man selbst nur die eigenen vermeintlichen Schwächen und bewertet alles negativ, während andere Menschen dieselben Eigenschaften ganz anders wahrnehmen. Was für Nuno zunächst nur Ärger und Missgeschicke bedeutet, sehen seine Freundinnen und Freunde aus einer ganz anderen Perspektive.

Auch die Idee, dass gerade unsere individuellen Eigenheiten uns ausmachen, wird schön vermittelt. Jeder Mensch ist anders, jeder kann etwas anderes gut und genau das ist etwas Positives. Dazu kommt die Bedeutung von Freundschaft; seine Freunde wollen Nuno nämlich nicht verändern, sondern ihm zeigen, dass er genau so wertvoll ist, wie er ist.

Eine liebevoll erzählte Geschichte mit viel Humor, niedlichen Illustrationen und einer wichtigen Botschaft, die schon für kleine Kinder verständlich vermittelt wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von ekiam
Nuno Nasenbär

Rezensionen von Murksy:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Final Show von Dirk Schmidt

Lang lebe das Klischee

Eine in die Jahre gekommene Rockband versucht noch einmal die wenigen, aber eisernen Fans auf einer Tour zu begeistern. Lucy stößt zu der Band und soll sich dabei um Social media kümmern. Ein Todesfall während der Tour hält die Band nicht davon ab, weiter durch Osteuropa zu reisen. Dabei werden die Streitigkeiten und das gegenseitige Misstrauen immer mehr zum Zentrum der Geschichte.

Da ich als begeisterter Musikfans schon etliche Publikationen wie Biografien und Sachbücher über das Business gelesen habe, finde ich in der fiktiven Bandgeschichte einiges, was mir sehr bekannt vorkommt. Es wird auch so gut wie kein Klischee ausgelassen. Aber genau das macht an der Mischung aus Bandgeschichte und Krimi so Spaß. Immer wieder ertappt man sich bei dem Gedanken, dass es genau so aussehen muss, das Rockerleben. Treffend sind die Charakterstudien der älteren Musiker, die schon beinahe verzweifelt an ihrem Status als harte Rocker festhalten wollen. Sex, drugs and rock’n’roll. So nach und nach gibt das Buch in Rückblicken immer mehr Details preis und zeigt, dass die Musiklegenden, oder was man eben so nennt, letztendlich doch nur ganz normale Menschen sind, mit Neid, Frust, Hoffnung und Träumen, die sich an ihren Nimbus festklammern, um nicht in der Masse der Gescheiterten unterzugehen.
Ein unterhaltsamer Roman mit wie gesagt allem, was man von einer Musikergeschichte erwartet. Lang lebe der Rock’n’roll und all seine skurrilen Gestalten.

Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Murksy
Final Show

Rezensionen von verhei:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Totensee von Sophie Czerny

Rasant, verstörend und intensiv

Ada Sabel, suspendierte LKA Wien Kommissarin, sucht seit Monaten nach ihrer 14-jährigen Tochter, die entführt wurde. Eines abends wird am Donaukanal in einem Boot eine kopflose Leiche angetrieben, die am Rücken den Namen Ada eingeritzt hat. Ada, leidend und trauernd, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Ein Thriller, der einen fordert.

Von Beginn an ist das Tempo hoch, auch durch die kurzen Kapitel. Der Einstieg ist nicht ganz einfach, wird die Geschichte doch in verschiedensten Zeitebenen und an verschiedenen Handlungsorten erzählt. Die Kapiteleinleitungen helfen dabei ungemein, doch zu Beginn ist der Leser doch etwas planlos. Nach und nach schafft man es sich einen Überblick zu verschaffen.

Der Schreibstil ist modern und auf dem Punkt. Schonungslos bekommt der Leser die düstere, beklemmende Atmosphäre verschiedener Schauplätze transportiert.
Man spürt regelrecht, welchen Schmerz Ada in sich trägt, und kann die Verzweiflung nachvollziehen. Sie überschreitet Grenzen, bewegt sich etwas außerhalb des Üblichen und ist schlichtweg nicht in der Lage die Suche nach ihrer Tochter aufzugeben. Auch Adas Verteidigerin Heidi konnte ich gut leiden.

Die Themen, die vorkommen sind nichts für schwache Nerven – neben den zu erwartenden Mord und Totschlag auch Selbstverstümmelung, Drogenkonsum und verschiedenste Varianten von Missbrauch.

Ein Thriller, der mich sehr gefordert hat -einerseits durch den Einstieg und aber auch durch die Themen, die doch starker Tobak sind. Dennoch würde ich mich auch über weitere Werke der Autorin freuen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von verhei
Totensee

Rezensionen von Schlafmurmel:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Totensee von Sophie Czerny

Düster, verstörend und nichts für schwache Nerven

Schon das Cover von „Totensee“ hat mich eingefangen. Die bunte und gleichzeitig düstere Gestaltung passt hervorragend zum Titel und hat bei mir sofort eine unheilvolle Stimmung erzeugt – eine Stimmung, die sich tatsächlich durch das gesamte Buch gezogen hat.
Allerdings habe ich mich am Anfang ziemlich schwergetan, in die Geschichte hineinzukommen.

Gleich zu Beginn gibt es einen bizarren und tödlichen Fund in einem Boot, und die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Dazwischen erfahren wir von Ada, die verzweifelt nach ihrer Tochter Mara sucht. Seit diese vor fünf Monaten spurlos verschwunden ist, glaubt Ada nicht daran, dass sie tot ist. Die Wiener Kommissarin ist mittlerweile vom Dienst suspendiert und versteckt sich sogar auf dem Dachboden des Kommissariats. Für ihre Kollegen ist sie längst nicht mehr sie selbst.
Doch Ada gibt nicht auf und macht sich eigenmächtig auf die Suche nach ihrer Tochter. Dabei muss sie sich nicht nur mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, sondern stößt auch auf Dinge, die wirklich schwer zu verdauen sind.
Die Autorin schreibt grundsätzlich flüssig, allerdings waren die vielen sehr kurzen Kapitel für mich teilweise etwas anstrengend. Dazu kommen zahlreiche Perspektivwechsel und weitere Erzählstränge. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich die verschiedenen Personen auseinanderhalten und verstehen konnte, was wann und wo passiert und wie alles miteinander zusammenhängt. Einige Passagen musste ich sogar mehrmals lesen, um mir überhaupt ein klares Bild machen zu können.
Und „Totensee“ ist definitiv kein Thriller für zartbesaitete Leser. Neben Mord und Totschlag geht es um extreme Selbstverletzung und Missbrauch in seinen schlimmsten Formen. Vieles wird sehr eindringlich beschrieben und lässt dadurch nicht viel Raum für die eigene Fantasie.
Je weiter ich in die Geschichte vorgedrungen bin, desto mehr konnte ich Ada und ihre Geschichte verstehen. Die Handlung ist düster, verstörend und emotional und hält einige unerwartete Wendungen bereit.
Die Auflösung hat mich schließlich überrascht, war aber gleichzeitig absolut stimmig. Alles wurde nachvollziehbar aufgeklärt und am Ende ergab vieles einen Sinn.
„Totensee“ ist ein Thriller, der mich trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten mit der Geschichte noch eine ganze Weile beschäftigen wird. Besonders die Themen rund um die Vergangenheit und die Kinderheime fand ich erschreckend – und ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich dort früher tatsächlich Dinge abgespielt haben, die man sich heute kaum vorstellen möchte.
Trotz der schwierigen Themen und des etwas holprigen Einstiegs hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Ein düsterer und verstörender Thriller, der definitiv nachwirkt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Schlafmurmel
Totensee

Rezensionen von Philiene :

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Lady Macbeth von Ava Reid

Hat mir gut gefallen

Ich muss gestehen das ich zwar weiß das Shakespeare Macbeth geschrieben hat, aber es nie gelesen habe und auch nicht als Theateraufführung gesehen habe. Trotzdem hat mich dieses Buch neugierig gemacht. Alleine das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Ich bin also völlig unvoreingenommen an das Buch herangegangen und war begeistert.

Ava Reid hat großartige Charaktere beschrieben und Lady Rosscille hat sich im Laufe der Geschichte entwickelt und wurde vom Mädchen dasverheiratet wurde zu einer starken Frau. Die Geschichte darum war voll von interessanten und mysteriösen Wesen und Menschen.
Ich bin komplett in dieser oft finsteren und gleichzeitig magischen Welt versunken. Der Schreibstil war packend und hat mich trotz der komplexen Geschichte gut durch das Buch geführt. Die Atmosphäre der Geschichte hat mich überzeugt vielleicht manchmal etwas schauder lassen, aber das ist bei dieser Geschichte ja auch durchaus angebracht.

Eine sehr gelungene Neuaflage.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Philiene
Lady Macbeth