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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von MarcoL:

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Dein Wille wohnt in den Wäldern von Mattias Timander

Über eigene Wurzeln und die Liebe zur Literatur – entschleunigender Roman aus Schweden

Ruhig und unspektakulär kommen die Worte des Autors daher, und dennoch mit einer Tiefe und einer Stimmung, wie sie oftmals nur skandinavische Autor*innen zu vermitteln vermögen.
Der Ich-Erzähler hat im Gebiet der Tornedaler, einer ethnischen Minderheit in Schweden, eine Hütte geerbt. Das Dorf ist klein und überschaubar, die Bewohner an sich nett, und nehmen ihn (mit den üblichen Ausnahmen) in ihrer Gemeinschaft auf.

Sie helfen einander, wo es geht oder wann es nötig ist. Jeder kennt jeden. Besonders zu zwei älteren Personen wird der Kontakt enger, verbundener. Die Einsamkeit und Abgeschiedenheit tut das Ihrige dazu – und wie gerne möchte man in die unberührte Natur entfliehen, fort von jeglicher mitteleuropäischen Hektik, auch wenn der Alltag zwischen Müßiggang und schwerer körperlicher Arbeit hin und her pendelt.
Aus einem Nachlass entdeckt der Erzähler seine Liebe zur Literatur, verschlingt alles, was ihm vor die Augen kommt.
S.37: „Ich atmete die Nachnamen regelrecht ein. Kafka und Joyce und Beckett und Woolf und Flaubert und Fallada. Es war, als hätte ich etwas Unanständiges entdeckt [...]“
Und er möchte sich über das Gelesene austauschen.
S.35: „Diese geradezu erotische Lust, jemanden zu suchen, mit dem ich über das Gelesene reden konnte, ich war ein anderer geworden und so eine Art Bohemien, und vielleicht brauchte ich jemand, der so war wie ich.“
Im Dorf schien ihm das nicht möglich und so zog er von einem Tag auf den anderen kurzerhand in die große Stadt (Stockholm). Er fand eine kleine Wohnung, sogar einen Job, ohne wirklich in Geldsorgen zu sein. Das Angebot an zugänglicher Literatur war beinahe erschlagend, - und er traf sich auch mit anderen Menschen, zu denen er sich in gewisser Weise verbunden fühlte, und dennoch einen Abstand wahrte. Ich stellte das mir beim Lesen vor wie ein grauer Schleier, der zwischen den Personen waberte.
Seine Obsession zur Literatur wandelte sich in einen Drang, mehr über seine Vergangenheit zu erfahren – und auch über seine ethnischen Wurzeln.
Und so, wie er damals das Dorf verlassen hatte, kehrte er ohne einen Abschied der Stadt den Rücken und begab sich zurück in die stille Abgeschiedenheit des dörflichen Lebens. Es hatte sich was verändert … und jetzt habe ich eh schon viel zu viel verraten.
Lest das Buch! Unbedingt. Es kommt mit einer sanften Wucht daher, erzählt von der Selbstfindung, seinem ureigenen Platz. Glücklich sind alle, die es schaffen.
S.172: „Ich hörte die Vögel am Futterautomat singen, und ich sah die Rehe kommen und in einer Reihe vorbeispazieren.“
Gratulation an die Übersetzerin Hanna Granz, natürlich an den Autor und auch den Verlag, der den Mut aufbrachte, dieses Kleinod auf den Markt zu bringen.
Ganz große Leseempfehlung – der Roman ist nicht nur eine Ode an die Literatur, sondern auch daran, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.

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Dein Wille wohnt in den Wäldern

Rezensionen von Katyleh:

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Das Haus mit der kleinen roten Tür von Grace Easton

Ein Schatz für Kinder und Erwachsene


Ich bin absolut begeistert von "Grace Easton, Das Haus mit der kleinen roten Tür"! Dieses Buch ist nicht nur ein Kinderbuch, sondern ein Kunstwerk, das mit seiner wohlig warmen Geschichte und den wunderschönen Illustrationen begeistert.

Die Geschichte von Olivia und Maus ist herzerwärmend und zeigt, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind.

Die beiden Hauptfiguren sind so sympathisch und liebenswert, dass man sofort in ihre Welt eintaucht und mit ihnen mitfühlt.

Was dieses Buch jedoch besonders macht, sind die stabilen Klappen, die sich zu nostalgischen Miniaturwelten öffnen. Es ist ein wahres Vergnügen, diese kleinen Details zu entdecken und sich in den Illustrationen zu verlieren. Die Grafiken sind einfach atemberaubend und laden zum Träumen ein.

Meine Tochter liebt dieses Buch und ich auch! Es ist ein perfektes Geschenk für Kinder und Erwachsene, die die Liebe zum Detail und die Magie der Illustrationen schätzen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen und freue mich schon darauf, es immer wieder zu lesen

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Das Haus mit der kleinen roten Tür

Rezensionen von Lili-Marie:

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Bella Karamella - Achtung, zauberhafte Freundin! von Gundi Herget

Zuckersüß

Bella Karamella ist eine Naschhexe und nascht heimlich die ganze Schokolade von Elfie weg. Als diese sie dabei erwischt ist sie sauer. Aber einer kleinen Naschhexe kann man nicht lange böse sein. Zusammen finden sie eine Lösung wie sie den Zauberstab von Bella Karamella herstellen können, denn ihren alten hat Bella Karamella einfach aufgegessen.

Doch Bianca, Elfies Mitschülerin die sie nicht leiden kann, kommt ihrem Geheimnis gefährlich nahe.

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es war magisch, humorvoll und die Freundschaft zwischen Bella Karamella und Elfie hat mir sehr gut gefallen. Denn die Freundschaft hat etwas holprig begonnen und sie somit gleich enger werden lassen. Auch die Nebencharaktere waren super in die Geschichte eingeflochten. Da haben wir einmal die fiese Bianca sowie die M&Ms, Michi und Murat, die Elfie immer ärgern. Aber auch die Besitzer des Bonbonladens, die Elfie und Bella Karamella in ihren Vorhaben unterstützen.

Mittendrin gab es ein paar Längen, die ich etwas langweilig fand aber insgesamt ist es eine sehr schöne und zauberhafte Geschichte.

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Bella Karamella - Achtung, zauberhafte Freundin!

Rezensionen von MrInsomnia:

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Earthventure in Las Vegas von Beatrice Sonntag

Nette Unterhaltung für Zwischendurch

Der grundlegende Plot ist recht interessant und hat mich sofort angesprochen. Das Buch erfüllt seinen Zweck, nämlich zu unterhalten – und das gelingt auch. Allerdings bleibt die Geschichte eher oberflächlich und plätschert stellenweise dahin. Da es sich sehr leicht lesen lässt, habe ich es in einem Rutsch gelesen, ich musste immer wieder mal schmunzeln.

Wenn dieser Effekt der Autorin genügt, soll das ok sein.
Trotzdem hätte ich mir hier doch noch mehr inhaltliche Tiefe gewünscht: es entwickeln sich keine starken Dialoge, die Figuren bleiben recht flach, die Geschichte wird einfach monoton abgearbeitet. In Anbetracht der Tatsache, dass hier noch weitere Bücher in Planung sind, hoffe ich, dass nach diesem Einstiegsbuch die Nachfolger vielschichtiger ausfallen.
Für leichte Unterhaltung zwischendurch ist das Buch sehr gut geeignet, man darf sich aber insgesamt nicht zu viel erwarten.

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Earthventure in Las Vegas

Rezensionen von Carolin:

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Cozy baking time von Theresa Haubs

Liebevoll aufbereitet

Cozy baking time von Theresa Haubs ist mit viel Liebe erstellt und hergerichtet. Diese Liebe zum Backen kann man in den Rezepten regelrecht spüren. Die Rezepte sind abwechslungsreich nach Herbst und Winter sortiert, so hat man immer die perfekten Rezepte für die momentane Jahreszeit parat. Eine ergänzende Playlist schafft eine Wohlfühlstimmung während des Backens.

Ich finde dies eine niedliche Ergänzung, die zwar nicht jedermanns Geschmack trifft, aber eine schöne Idee darstellt.
Insbesondere gefallen mir die zusätzlichen Anmerkungen der Autorin. Die Namen der Rezepten haben mich mehrfach zum Lachen gebracht. Dies macht die Autorin sehr sympathisch und nahbar. Ergänzende Back-Hacks und Rezept Upgrades sorgen dafür, dass für jeden etwas dabei ist, auch wenn man mal Lust auf etwas Ausgefalleneres hat.
Die Sprache des Buches trifft zwar nicht ganz meinen Geschmack, hier wird häufig Alltagssprache verwendet, aber man merkt, dass dies die authentische Sprache ist, die die Autorin des Buches in ihrem Leben nutzt.
Register zuletzt gefällt mir sehr. Sollte man beispielsweise eine Allergie gegen Äpfel haben, dann kann man hier direkt sehen, welche Rezepte man umgehen sollte. Andersherum kann man hier direkt nach einer Zutat suchen und entsprechende Rezepte finden, in denen diese Zutat verwendet wird.
Insgesamt für mich ein sehr gelungenes Backbuch, welches ich in den nächsten Monaten noch öfter nutzen werde!

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Cozy baking time

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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OTTO fährt los - Weihnachten in Finnland von Madlen Ottenschläger

Entzückendes Kinderbuch

Diesmal macht sich Zauberbus Otto mit seiner Urlaubsfamilie auf den Weg nach Finnland, um dort Weihnachten zu erleben. Doch das ist ganz anders als in Deutschland oder Österreich. Geschickt erläutert Autorin Madlen Ottenschläger, was finnische Weihnachten ausmacht. So lernen wir das Lucia-Fest, den Weihnachtsmann (den man hier Joulupukki nennt) sowie Weihnachtswichtel kennen.

Die Urlauberfamilie bestehend aus Mama Rieke, Papa Jakob und Sohn Anton schlendert über den Weihnachtsmarkt, knabbert am finnischen Lebkuchen und staunt über Polarlichter.

Wie schon in den anderen Büchern dieser Reihe, sind die Texte für Kinder ab 4 Jahren sehr gut geeignet, um Interesse an fremden Ländern zu wecken. Die Illustrationen von Stephanie Reich sind abermals entzückend und lassen die Kinder zuvor Gelesenes entdecken.

Fazit:

Das Buch eignet sich perfekt als kleines Geschenk für die Weihnachtszeit. Gerne gebe ich ihm 5 Sterne.

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OTTO fährt los - Weihnachten in Finnland

Rezensionen von Jule:

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Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter

Steine des Lebens

"Drei Tage im Schnee" von Ina Bhatter ist ein Buch, das zum Nachdenken und Reflektieren anregt. Auf gerade mal 170 Seiten schafft Ina Bhatter es uns Lesern zu verdeutlichen, wie wichtig es ist zu Leben. Wie wichtig es ist, sich daran zu erinnern, was man als Kind so besonders geliebt hat.

Mit Hannah und Sophie hat sie zwei Protagonistinnen erschaffen, die sic gegenseitig zum Leuchten bringen.

Hannah, die eine Auszeit von ihrem stressigen Alltag und der Arbeit braucht und versucht wieder zu sich selbst zu finden. Sophie, das kleine Mädchen mit dem roten Schneeanzug, das neugierig in das Leben geht und einfach alles entdecken möchte. Sie öffnet Hannah die Augen. In den kurzen Kapiteln, entstehen viele einzelne Geschichten und Momente aus Hannahs Leben werden aufgegriffen.
Hannah ist einfach authentisch geschrieben. Sie wirkt echt und realistisch. Man erkennt sich in ihr wieder.

Das hängt auch mit dem Schreibstil zusammen, der nicht gestellt ist, sondern voller Gefühl und manchmal wird einem auch mit etwas Wucht die Realität vor Augen geführt.
Da kommt dann auch wieder das Glas mit den Steinen ins Spiel, das über das gesamte Buch hinweg immer wieder auftaucht. Besonders die Steine als Metapher in dem Glas bleiben hängen und sind ein Detail, das nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

Generell ist dieses Buch – auch beeinflusst durch das Setting – ein Buch, das jeden daran erinnert, was man nicht aus den Augen verlieren soll. Eine Empfehlung für alle, die mehr als nur drei Tage im Schnee verbringen wollen. Für alle, die sich auch wieder in den Schnee legen und Schneeengel machen wollen.

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Drei Tage im Schnee

Rezensionen von clematis:

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Turbulente Zeiten von Ada Caine

Gefahren

Burgls Oblatengeschäft in Karlsbad floriert auch im Jahre 1896. Zudem erwartet die tüchtige Bäckerin ihr erstes Kind. Während sie auf der Suche ist nach Unterstützung in der Backstube, verschwinden junge Frauen aus Karlsbad und gibt es nächtliche Anschläge auf ihre Butike auf der Alten Wiese. Allerlei Gefahren muss getrotzt werden.

Lebhaft, wie immer, schildert Ada Caine aus dem Leben Burgls und deren Lieben. Frau Kaniß und Tante Zöpfel sowie Therese dürfen nicht fehlen und auch der brave Loisl tritt als liebevoller und vernünftiger Ehemann auf. Turbulent, wie der Titel verspricht, geht es tatsächlich zu, Burgl hat alle Hände voll zu tun mit ihrer Oblatenbäckerei und neidvollen Nachbarn, aber auch die Gerüchte um die frisch ausgebildeten Zofen und Gouvernanten, die in Karlsbad auf eine neue Anstellung warten, gehen ihr nahe. Bunte Bilder von Karlsbad im Kaiserthum Österreich holen den Leser sofort ab und bezaubern diesen mit vielen sympathischen Charakteren. Da und dort lauert natürlich ein Bösewicht, der die Idylle trübt, aber mit vereinten Kräften werden die Gefahren hoffentlich abgewendet werden können.

Egal, ob Burgl – oder Eva aus einer früheren Reihe – im Mittelpunkt steht, Karlsbad an der Wende zum 20. Jahrhundert ist stets einen Besuch wert, speziell dann, wenn Ada Caine ihre Feder führt und die damalige Zeit wieder zum Leben erweckt. Flüssig lassen sich die Zeilen lesen, charmant stellen sich die Geschichten rund um die bekannte Kurstadt dar, ich komme sehr gerne immer wieder. Leseempfehlung!

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Turbulente Zeiten

Rezensionen von Nicole Koppandi:

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Die Bombe (Paperback) von Alcante; Laurent-Frédéric Bollée

Eine sehr lehrreiche Graphic Novel

Die Graphic Novel handelt vom Bau der ersten Atombombe, dem sogenannten „Manhatten Project“, bis zum Abwurf auf Hiroshima und Nagasaki. Ein Zeitdokument, das nicht beeindruckender sein könnte mit detailreichen Tuschezeichnungen.

Zu Beginn führt uns Leser*innen das ‚Uran selbst‘ in seine Geschichte ein und meldet sich auch später immer wieder mit Kommentaren zur Entwicklung der Atombombe und seine persönliche Stärke darin zu Wort.

In den USA arbeiteten während des 2. Weltkrieges vor allem ehemalige jüdische Physiker, die vor den Nazis aus Europa geflohen waren, an einer auf einer Kettenreaktionen basierenden Waffe. Der Druck zu einem Ergebnis zu gelangen war groß, denn diese Waffe soll kriegsentscheidend sein und vor den Deutschen und den Russen entwickelt werden. Somit fand ein Wettlauf gegen die Zeit statt.

Auch Albert Einstein setzt seine Kontakte ein, um politische Unterstützung, vor allem vom US-amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt, für das Projekt zu erhalten. Im mexikanischen Los Alamos wird ein Labor unter strengster Geheimhaltung eingerichtet und so die Entwicklung der Atombombe vorangetrieben.

Als die Bombe auf Hiroshima am 6. August und ein zweites Mal am 8. August auf Nagasaki abgeworfen werden, sprechen die Zeichnungen nur für sich – keine Sprechblasen, keine Erklärungen, nur gezeichnete Eindrücke, wahnsinnig gut gemacht.

Eine äußert akribisch recherchierte und detailreich gezeichnete Graphic Novel, die die Entwicklung der Atombombe sehr verständlich darstellt, macht diese Lektüre zu einem sehr bereichernden Zeitdokument, das absolut empfohlen werden kann.

Aus dem Französischen von Ullrich Pröfrock

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Die Bombe (Paperback)

Rezensionen von Jule:

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Beste Zeiten von Jenny Mustard

Wirklich beste Zeiten?

In "Beste Zeiten" rollt Jenny Mustard das Leben der 21 und bald 22 Jahre alten Sickan auf, die zum Studieren nach Stockholm gezogen ist. Sie erzählt von Freundschaften, der Liebe, Familie und den Zweifeln, die einen durch das Leben begleiten.

Durch ihre Aufarbeitung des Lebens von Sickan mit allen Höhen und Tiefen schafft Jenny Mustard es, Sickans Leben äußerst realistisch darzustellen.

Durch die Gedanken und Emotionen, die aufgeschrieben wurden, ist es oftmals ein leichtes, die Reaktionen von Sickan nachzuvollziehen, was zudem besonders bedingt ist durch den Schreibstil. Die einfache Wortwahl und der unkomplizierte Satzbau mit einfachen Dialogen lässt es ein leichtes werden, nur so durch die Seiten zu fliegen.
Allerdings haben mich die zwischenzeitlichen Sprünge in Sickans Kindheit aus dem Konzept gebracht, da sie nie wirklich klar gekennzeichnet wurden und ich mich so beim Lesen, erstmal wieder zurechtfinden musste. Die Rückblenden tragen allerdings dazu bei, Sickan als Charakter besser zu verstehen. So bleibt sie bei weitem nicht so blass, wie die Nebencharaktere, die sie durch ihr Leben begleiten.

Durch diese Geschichte fühlt man sich nicht mehr allein, gerade wenn man sich in seinen Zwanzigern befindet. Die sollen bekanntlich die beste Zeit sein im Leben, aber das ist einfach nicht immer so. Und das zeigt Jenny Mustard mit diesem Buch auf eindringliche Weise: Es ist okay, mal nicht zu wissen wohin mit sich. Zweifel zu haben, wohin man gehen soll. Zu hinterfragen, ob Freunde wirklich Freunde sind – und was ist das eigentlich mit der Liebe? Man fühlt sich verstanden.

Deshalb ist dieses Buch eine Empfehlung für alle, die sich im Leben und in ihren Zwanzigern mal verloren fühlen. Es ist normal Zweifel zu haben und nicht zu wissen, was gerade eigentlich abgeht.

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Beste Zeiten