Kunden em pfehlungen
Rezensionen von inya:
Beastlands. Schattenflügel (Band 1) von Jess French
spannend und geheimnisvoll
Das cover des buches hat uns schon sehr angesprochen, da ist total bund, aber auch schon spannungsreich ist, da man so viel darauf entdecken kann. Auf der Insel Ramoa leben die Menschen eigentlich nur in abgeschlossenen städten. Da rings herum in der wildnis sozusagen, ganz viele kreaturen leben, diese können auch sehr gefährlich für die Menschen werden.
Genau in diese wildnis muss ich unsere heldin begeben, um ihren freund zu finden. Dass dies natürlich ein großes Aenteuer ist, kann man sich natürlich direkt denken. Doch auf ihrer spannen reise trifft sie weitere interessante charaktere, die sich zusammen schließen und das abenteuer gemeinsam bewältigen. Dieses Buch ist voller Spannung und Freundschaft und ich finde es sehr gut für das Alter der Kinder umgesetzt. Wir können es sehr empfehlen und hatten viel spass und freude mit diesem Buch.
Rezensionen von inya:
Magic Music, Band 1 - Der rätselhafte Rückwärtszauber von Michael Petrowitz
einfach magisch
Als erstes muss ich sagen dass uns das cover auf jeden fall verzaubert hat. Es glitzert und es funkelt und man möchten fall in der hand und ganz genauer anschauen. Aber auch die geschichte ist total magisch. Es geht um Freundschaft zwischen zwei kindern und um die Liebe und Faszination zur musik, beziehungsweise natürlich um die magie, der musik.
Der schreibstier des buches ist sehr Kind gerecht und benutzt einfache wörter so, dass das lesen, Recht einfach ist und manch den Mut verliert. Vor allem haben uns die vielen wunderschönen Illustrationen in dem Buch gefallen. Diese verleihen den Buch noch mal extramagie und das macht richtig spass beim lesen. Die geschichte an sich um die zwei freunde ist sehr schön und man kann sich gut in die Situation und die geschichte hineinversetzen. Wir sind schon auf den nächsten teil sehr gespannt und können es allen kindern empfehlen.
Rezensionen von PMelittaM:
Verschworen von Eva Björg Ægisdóttir
Nicht ganz so gut wie die Vorgängerbände, aber dennoch lesenswert
Elmas kleine Tochter Adda ist nun sieben Monate alt, und so gibt Elma den Staffelstab der Elternzeit an Sævar weiter, und tritt ihren Dienst auf dem Polizeirevier in Akranes wieder an. Direkt der erste Fall ist herausfordernd. Ein Mann wird in seinem Bett erstochen, an die Wand wurde ein Satz aus einem Kirchenlied geschrieben.
Relativ schnell ergeben die Ermittlungen eine Verdächtige, doch diese ist spurlos verschwunden. Wurde sie vielleicht doch auch ein Opfer?
Wie von der Reihe gewohnt, gibt es auch hier neben dem aktuellen Geschehen Rückblicke in die Vergangenheit, allerdings dieses Mal größtenteils nur wenige Wochen zurück. Interessanterweise werden diese zunächst aus der Perspektive des Toten, später aus der Perspektive einer anderen Person erzählt.
Auch die Geschehnisse der Gegenwart werden aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, aus Sicht der Ermittlerin Elma und deren Vorgesetzten Hörður, aber auch aus Sicht verschiedener Personen, die in einem engeren Verhältnis zu Þorgeir, dem Ermordeten, standen. So lernt man einige Charaktere gut kennen, und fängt an, sich selbst Gedanken zu machen, was geschehen sein könnte..
Parallel zu den offiziellen Ermittlungen stellt Sævar eigene Untersuchungen an. Er und Elma haben sich erst kürzlich ein Haus gekauft, die vorherigen Eigentümer hatten mehrere Kisten zurückgelassen, in einer davon findet Sævar Unterlagen, in denen auch der Tote erwähnt wird. Sævar kann sich vorstellen, dass diese Licht in das Motiv der Tat bringen könnten.
So ergibt sich nach und nach ein Blick auf die Ereignisse, die letztlich zum Mord führten. Auch in diesem Fall gibt es wieder Wendungen, die zunächst nicht offensichtlich sind, manches davon hatte ich aber schon erwartet. Am Ende wird der Fall natürlich aufgelöst, es gibt aber dennoch eine Art Cliffhanger, der Elma und Sævar persönlich betrifft. Darauf wird hoffentlich im nächsten Band zurückgegriffen werden.
Ich bin ein Fan der Reihe, doch dieser fünfte Band hat mich nicht ganz erreichen können. Hin und wieder fand ich das Ganze etwas unrealistisch. Nach wie vor punktet der Roman mit seiner Atmosphäre und dem Islandfeeling, sowie mit den Charaktern. Neben einer Karte Islands und einem näheren Ausschnitt um Akranes, gibt es noch ein Personenregister. Beides habe ich nicht unbedingt benötigt, ist aber ein netter Bonus.
Der fünfte Band der Reihe punktet wieder mit seiner Atmosphäre und den Charakteren, hat mir aber nicht ganz so gefallen wie die Vorgänger, manches erschien mir etwas unrealistisch. Ich vergebe dieses Mal 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.
Rezensionen von PMelittaM:
Die Totenärztin: Donaunebel von René Anour
Es geht humorvoll und spannend weiter
1909: Im Wiener Auwald werden mehrere Tote gefunden, darunter auch ein Kind. Die Gerichtsmedizinerin Fanny Goldmann und ihre Kollegen können bei den Obduktionen zwar erkennen, woran die Menschen gestorben sind, jedoch nicht, was das verursacht hat. Fanny will nicht aufgeben, und forscht weiter.
Derweil ist ihr Freund, der Polizist Max Meisel immer noch nicht soweit gesundet, dass er in den aktiven Polizeidienst zurück kann.
Seine Freizeit verbringt er zunehmend mit einer Gruppe, die bessere Bedingungen für Arbeiter möchte und unter anderem Demonstrationen organisiert. Das könnte ihm als Polizist jedoch gefährlich werden.
Fannys Freundin Tilde, die nach ihrer Entführung wieder zu Hause ist und zunächst sehr in sich gekehrt war, wird langsam wieder die Alte, und beteiligt sich zusammen mit Fannys Cousin Schlomo an den Ermittlungen. Nicht alles, was Fanny und ihre Freunde tun, ist klug, letztlich führt es aber doch zu manchen Erkenntnissen.
Der dritte Band der Reihe macht es weder Fanny noch Max leicht. Fanny hat nach wie vor damit zu kämpfen, in ihrem Beruf anerkannt zu werden. Sie versucht es mit allen Mitteln, auch wenn manche eher zu Rückschlägen führen. Im Fall der Auwald-Toten hat sie im Laufe der Zeit interessante Erkenntnisse, zum Teil mit Unterstützung durch ihren Kollegen Franz Wilder, mit dem sie auch gerade an einer Publikation arbeitet, es gibt aber auch gefährliche Momente.
Der Roman hat einige herrliche Szenen, die mich zum Schmunzeln brachten, vor allem rund um einen Ausflug in einen Badebetrieb. Gut gefallen hat mir auch, dass man ein bisschen mehr Privates über Franz erfährt, wie überhaupt das Privatleben wieder seine Rolle spielen darf. Es gibt ein paar neue Charaktere, besonders Ewald Wallus, ein Rechtsmediziner, der als Pathologe arbeitet, mochte ich sofort, ich hoffe, ihn auch im nächsten Band wiederzutreffen.
Wie es in der Reihe üblich ist, steckt hinter den Todesfällen mehr als zunächst gedacht. Am Ende wird es sehr turbulent, einige Personen geraten in Todesgefahr. Und ganz am Ende trifft Fanny auf einen alten, aber nicht angenehmen Bekannten. Man darf gespannt sein, wie es im nächsten Band, der auch der letzte Band sein wird, weitergeht.
Der Autor hat wieder einige historische und medizinische Fakten in seinem Roman verarbeitet, wie man auch im Nachwort nachlesen kann, und diese gelungen mit der fiktiven Handlung verbunden, für mich ein wichtiges Merkmal eines guten historischen Romans. Zusätzlich gibt es eine Karte des Wiens jener Zeit und ein Glossar.
Der dritte Band um die Totenärztin Fanny Goldmann ist wieder gut recherchiert und lesenswert, hat einen komplexen Fall sowie einigen Humor, aber auch spannende Szenen zu bieten, und macht gespannt auf den Abschlussband der Reihe.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Spellcraft, Band 2 - Die Macht der weißen Sonne von R. L. Ferguson
sehr gut
Das cover hat uns sehr gut gefallen auch wenn es etwas düster wirkt. Aber es passt natürlich sehr gut zu dem inhalt des buches. Der zweite teil dieser Reihe hat uns auch wieder vollkommen überzeugt und wir fand nie ihn sehr spannend. Die charaktere waren wie auch schon vorher, sehr gut beschrieben und man konnte sich sehr gut wieder in diese geschichte einlesen.
Die verschiedenen capt einzigartig und haben ein superteam zusammen ergeben, so dass man der geschichte gut folgen konnte, und es, an Spannung nicht zu mangeln hatte. Der schreibstil hat in meinen augen sehr gut zu der Altersempfehlung gepasst und man konnte sehr gut, das Buch lesen. Ich denke dieses Buch ist für alle China geeignet, die. Magie und auch etwas düsterer, themen mögen. Wir können es allen leserin empfehlen, die jugendbücher voller Spannung und abenteuer mögen.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Magic Music, Band 1 - Der rätselhafte Rückwärtszauber von Michael Petrowitz
cool
Das cover ist natürlich besonders reizend gestaltet und passt genau in das Alter für welche Ist das Buch geschrieben wurde? Dieses Buch umfasst die geschichte um zwei Kinder, die sich kennenlernen in einem etwas, kleineren urlaubsort und dort die Zeit miteinander verbringen. Es geht mir im Buch natürlich auch um.
Magie und die magie und dieses bewunderbar, in einer bäckerei vereint. Backen und Musik passt für mich jetzt nicht auf den 1. Blick zusammen aber in dieser Geschichte wurde es, wunderbar miteinander verknüpft und es macht beim Lesen richtig viel Spass.
Die texte sind sehr gut verfasst und führt das Alter der Kinder, sehr gut umgesetzt, vor allem hat uns die Bebilderung gefallen, da sie sehr gut zu dem text passt und somit auch immer wieder. Etwas zum entdecken präsentiert. Wir können dieses Buch sehr empfehlen und sind schon auf den nächsten band gespannt.
Rezensionen von Marw76:
Little Germany - Der Geschmack von Freiheit von Maria Nikolai
Das Glück in Little Germany
Cover: Das Cover hat mich sofort angesprochen und ich finde es wirklich gut gelungen! Die Protagonisten sind zu sehen und auch die alte Brücke, die sofort drauf aufmerksam macht, dass die Geschichte in Manhatten spielt. Ich bin durch das Cover auf jeden Fall direkt neugierig auf den Inhalt des Buches geworden!
Inhalt: Little Germany, Manhattan, 1904: Eine verheerende Katastrophe hat das deutsche Viertel in Schockstarre versetzt.
Trotz des schweren Schicksalsschlags, der auch sie getroffen hat, kämpfen Lissi und Julia weiter für ihre Bäckerei und ihr persönliches Glück. Doch bald schon zeichnet sich ab, dass Little Germany nie mehr die Heimat sein wird, zu der es für sie geworden war. Noch einmal müssen die beiden jungen Frauen von vorn beginnen – und eröffnen »Lissi's Kleine Konditorei« auf der 86th Street in Yorkville. Wie ein aufstrebender Stern am German Broadway erobert die schwäbische Confiserie schnell die Herzen aller. Währenddessen müssen sich Julia und Lissi ihrer Vergangenheit stellen, denn zwei Männer aus ihrem alten Leben treiben sie nicht nur in ein Gefühlschaos, sondern stellen auch ihre Zukunft infrage. Zur selben Zeit beginnt der Prozess gegen die Verantwortlichen der Tragödie auf dem East River …
Meine Meinung: Da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt, war ich vorerst etwas ängstlich, dass ich nicht richtig in die Geschichte hineinfinden werde. Aber das hat sich als unproblematisch herausgestellt. Die Autorin schafft es vergangene Vorkommnisse zu in die Geschichte zu integrieren, so dass ich wirklich gut informiert war und schnell in der Handlung mitgekommen bin. Die einzelnen Charaktere wurden auch interessant beschrieben und vor allem Lissi und Julia sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich habe einiges in diesem Roman lernen dürfen und fand das Leben und den Neustart in Little Germany wirklich toll zu lesen. Auch der Anhang ist sehr interessant und lesenswert und bietet einiges an Wissen aber auch an leckeren Rezepten. Die Handlung selbst blieb die ganze Zeit über unterhaltsam und mitreißend. Ich habe richtig mitfiebern müssen und vor allem das Ende war gelungen und schön und hatte doch noch eine für mich unerwartete Wendung. Genau so sollte die Reihe auch enden. Ich wurde sehr gut unterhalten von dem Roman und vergebe 5 Sterne. Für Fans von historischen Romanen auf jeden Fall zu empfehlen.
Rezensionen von peedee:
Das kleine Zuhause in Prag von Julie Caplin
Land und Leute, Bier und Liebe
Romantic Escapes, Band 12: Anna hat die einmalige Gelegenheit, an einer mehrmonatigen Fortbildung in Sachen Bierbrauerei teilzunehmen, am Schopfe gepackt und ist nach Prag gereist. Sie freut sich, endlich ihr eigenes Bier zu entwickeln, denn genau das durfte sie in der familiengeführten Brauerei zu Hause bisher nicht.
Sie bezieht ihr Zimmer in einer wunderbaren Dachwohnung. Als ihr Mitbewohner ankommt, trifft sie beinahe der Schlag: Es ist Leo! Leo, ihr Ex-Mann! Den Mann, den sie seinerzeit verlassen hatte, bevor er sie verlassen konnte. Wie soll das nun gehen?
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir gut (passt prima zu den anderen Bänden), aber es erstaunt mich, dass nicht ein Bier abgebildet ist, da es doch um Bierbrauen geht.
Dies ist Band 12 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.
Die Überraschung – wobei, es eher einem Schock gleichkam – war riesig: Leo ist Annas WG-Partner für die nächsten Monate! Und warum interessiert sich dieser plötzlich für das Bierbrauen? Das Wiedersehen war merkwürdig, denn Annas Freund Steve war auch dabei. Und das Pikante: Sie hat Steve nie gesagt, dass sie schon einmal für ein paar Monate verheiratet war! Schwierig, schwierig. Leo ist Mr Sunshine: Wo er auftaucht, geht gleich die Sonne auf. Er kommt leicht mit Leuten ins Gespräch. Anna hingegen hadert immer damit, ob sie wohl gut genug ist und erwartet eher das Negative. Doch jetzt hat sie nur ein Ziel vor Augen: den Wettbewerb zu gewinnen und eine Brauerei-Ausstattung mit nach Hause nehmen zu können…
Mir haben die „Adoptivnachbarn“ und neuen Freunde Michaela und Jan sehr gefallen. Sie waren unwahrscheinlich herzlich und sind den beiden Briten mit Rat und Tat zur Seite gestanden, ihnen Sehenswürdigkeiten gezeigt, Restaurants empfohlen, sie mit ihren Freunden bekannt gemacht… einfach toll! So ist die Ankunft in einem fremden Land ganz anders. Die Einblicke in das Leben in der tschechischen Hauptstadt haben mich begeistert und ich hatte das Gefühl, mit dabei zu sein (und nicht nur darüber zu lesen).
Die Geschichte über zweite Chancen war ziemlich vorhersehbar, was mich aber bei dieser Reihe weder überrascht noch stört. Mir hat sie sehr gut gefallen und meinem Romantikerherzen ebenso – 4 Sterne.
Rezensionen von Rinoa:
Die Auferstehung von Andreas Eschbach
Spannender Krimi
Ich muss gestehen, dass ich noch nie etwas von den Drei ??? gelesen habe, obwohl sie mir natürlich ein Begriff sind. Aber hat es sich bisher nicht ergeben. Hier hat mich tatsächlich eher der Autor neugierig gemacht, dessen Bücher ich sehr mag.
Daher kann ich auch nichts dazu sagen, wie gut die Drei ??? als Erwachsene dargestellt werden und inwieweit der „Ton“ der Geschichten getroffen wird.
Für mich ist „Die Auferstehung“ also ein eigenständiges Buch ohne Vorgeschichte, das ich völlig unvoreingenommen lesen konnte.
Zunächst einmal ist es toll geschrieben und super zu lesen. Vielleicht ein bisschen altmodisch, ohne dass ich so wirklich erklären kann, wieso ich dieses Gefühl hatte. Dies tat allerdings dem Lesevergnügen keinen Abbruch, im Gegenteil hatte es dadurch einen ganz besonderen Charme.
Gut gefallen hat mir auch, dass Justus, Peter und Bob jeder auf andere Art mit dem Fall der „wiederauferstandenen“ Frau in Berührung kommen und irgendwann dann die Fäden zusammenlaufen. Dabei entspinnt sich eine total spannende Geschichte, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat.
Mir hat „Die Auferstehung“ wirklich sehr gut gefallen und habe die Lektüre einfach genossen.
Ein bisschen hat mich dadurch auch das Drei-???-Fieber gepackt und ich überlege, ob ich mit den Originalen anfangen soll. Und vielleicht schreibt Andreas Eschbach ja auch noch einen weiteren Band, den ich dann auf jeden Fall lesen würde.
Rezensionen von Emmmbeee:
Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels von Vea Kaiser
Erzählerisches Feuerwerk
Nachdem ich Vea Kaisers Erstlingswerk „Blasmusikpop“ bereits gelesen hatte, erlebte ich sie 2013 an den Solothurner Literaturtagen. Als sie beim Vorlesen zu der Stelle gelangte, wo die Nordic Walkerinnen den jungen Johannes im Gemüsegarten seiner Eltern den Rausch ausschlafen sahen, brach sie auf der Bühne in einen Lachkrampf aus, der sich gewaschen hatte.
Erst verblüfft, dann total angesteckt wieherte das zahlreich erschienene Publikum mit, bis die Autorin sich nach Minuten wieder fassen konnte.
Nun also dieses neue Werk, in dem eine junge Frau aus dem Gemeindebau namens „Veza Canetti-Hof“ (die Ehefrau von Elias Canetti hieß so) mit wenig Geld zu überleben versucht. Neben ihrer Arbeit im Grand Hotel Frohner schaut sie zu ihrer dementen Mutter und hat bald auch ein Baby (mit einem Vater, der zu nichts zu gebrauchen ist) noch obendrauf. Dennoch schafft sie es einige Treppen empor, wenn auch nur dank einiger sinistrer Manipulationen.
Der ganze Roman „Fabula Rasa“ ist erneut ein ausuferndes, würziges Erzähl- und Sprachfestival. Kaiser stürmt durch die Geschichte, dass es ein Vergnügen ist. Man spürt, dass sie ihre Figuren innig liebt und diese bereitwillig mitspielen. Mit längst anerkanntem Fabuliertalent hopst die Handlung leichtfüßig von Satz zu Satz, dennoch ist die Story aber durchaus lebensnahe und ernsthaft, soll sie doch auf Tatsachen beruhen. So gesehen passt sie haargenau zu Wiens städtischem Hintergrund.
Groteske Situationen, dreiste Betrügereien, sehr wirklichkeitsnahe Szenen mit kleinen Kindern und nichtsnutzigen Menschen (sowohl als auch) wechseln sich ab mit nahegehenden Bemühungen einer jungen Frau ums Überleben als alleinerziehende Mutter.
Mit viel Verve und einzigartigem erzählerischem Furor, mit unwiderstehlicher Schlagfertigkeit, Tempo und Witz galoppiert die Autorin durch die Geschichte, übersprudelnd und furios schildernd. Tragikomik wechselt sich ab mit Einfühlungsvermögen, der Auftritt von Herzensbrechern mit dem Einbrechen erfolgreich verlaufender skurriler Katastrophen. Es ist ein heftig geschüttelter Mix aus dem, was ein Leben von ganz unten herauf mit sich spülen kann, ein sprachlicher Farbtopf, verarbeitet zu pittoresken Bildern. Trotz allen Irrsinns geschrieben mit liebevollem Blick und Klugheit, jedoch ohne erhobenen Zeigefinger.
Zwar nicht im Dialekt verfasst, aber dicht übersät mit Wiener Ausdrücken, die ein Glossar am Ende des Romans nur teilweise erklärt. Zur Ergänzung: ein Tschecherl ist ein schäbiges Gasthaus; Gfüüte (Gefüllte) sind wohlhabendere Leute.
Mal so ausgedrückt und zusammengefasst: Der Titel Fabula Rasa verheißt in freier Interpretation auch das, was zwischen den Buchdeckeln zu lesen ist: ein rasantes Drauflosfabulieren um eine Familiengeschichte, was ja Vea Kaisers Spezialität und Markenzeichen ist. Lesevergnügen von A bis Z, ich empfehle diese Lektüre sehr!










