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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Hummelhirn von Judith Holofernes

Hummelig verbindend

In „Hummelhirn“ beschreibt Judith Holofernes ihre Kindheit als die eines „sonderbaren“ Kindes – eine Träumerin, die voller Ideen und Fantasie steckte, sich noch vor den „gackerigsten Teenagermomenten“ für Jungs interessierte, in Büchern und Musik versank und davon träumte, eine Band zu gründen.

Dabei war sie stets nett und angepasst, vor allem als späterer, bescheidener Rockstar, denn wer nett ist, den mögen andere. Denn so vergesslich, schnell abgelenkt und unscheinbar ist die Angst vor Ablehnung ein ständiger Begleiter. Während ihre Mutter Cornelia ihr viele Freiheiten lässt, ihr immer ein offenes Ohr schenkt und Akzeptanz vermittelt, erfährt sie im starrem Schulsystem Unverständnis, harsche Maßreglung und schreckliche Langeweile.

«Wenn ich zu Hause war, konnte ich mich wunderbar amüsieren. Mir war nie langweilig in meinem eigenen Kopf. Draußen in der Welt allerdings, zur Teilhabe gezwungen, langweilte ich mich oft so sehr, dass ich glaubte, sterben zu müssen.»

Mit viel Feingefühl und einer leichten Prise Tragik erzählt sie von dieser Zeit. Immer wieder springt sie dabei kurz zwischen den Anfängen der Bandgeschichte – dem Sage Club 2001 – und der Gegenwart als Mutter und Selbstständige hin und her – der Fokus liegt aber auf der Kindheit. Sie erklärt, wie ihr „Hummelhirn“, also dieses sprunghafte, eigenwillige Denken, sie bis heute begleitet und geprägt hat. Ein Reflexion, bei der man die Zusammenhänge erst rückblickend erkennt und die nachvollziehbar aufgeschlüsselt wurden.

Der Schreibstil ist ganz typisch Judith Holofernes: lebendig, wortgewandt und voller Humor – mal auch mit Reim und Rhythmus. Sie nutzt anschauliche Adjektive und eine bildhafte Sprache, die beim Lesen bunt und innerlich reich wirkt. Manchmal ist es ein bisschen viel, aber vor allem fühlt es sich echt und authentisch an.

Es ist, als würde der „Wir sind Helden“-Soundtrack im Hintergrund laufen, während man erfährt, was sie zu den Songtexten inspiriert hat. Dabei greift sie auf Tagebucheinträge, detailreiche Erinnerungen und Dialoge zurück – immer angetrieben von der Neugier, was als Nächstes kommt.

Ihre Erzählung erinnert an die eigene Kindheit oder an Eigenschaften, die man selbst an sich entdeckt: an erfundene Geheimsprachen, an Stapel von Büchern aus der Bibliothek, die man nach Hause trug, oder daran, wie man „Auf der Flucht“ mit Harrison Ford nachspielte. Das ist nicht nur unterhaltsam – an manchen Stellen musste ich sogar lachen (die beiden fiesen Beos) –, sondern es schafft auch eine Verbindung. Genau das hat mir an dem Buch besonders gefallen.

Es ist eine warmherzige Reflexion darüber, wie schön es ist, anders zu sein, und wie viel Charme in den Dingen liegt, die nicht perfekt sind.

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Hummelhirn

Rezensionen von Immenhof:

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Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 36 - Sehen, riechen, hören von

Für jüngere Kinder

„Wieso? Weshalb? Warum? junior: Sehen, riechen, hören“ widmet sich einem spannenden Alltagsthema, das Kinder ständig begleitet. Nach einer Einstiegsseite zu den fünf Sinnen folgen Doppelseiten zu Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen. Während Fühlen, Riechen und Schmecken jeweils auf einer Doppelseite behandelt werden, erhalten Sehen und Hören etwas mehr Raum.

Wie gewohnt überzeugt die Ausstattung. Die stabilen, dicken Seiten, die Spiralbindung und die zahlreichen Klappen laden zum selbstständigen Entdecken ein. Positiv fällt auch die vielfältige Darstellung der Gesellschaft auf, die bei den neueren Bänden der Reihe erfreulicherweise selbstverständlich geworden ist. Schade finde ich allerdings, dass asiatisch aussehende Personen, wie so oft in Kinderbüchern, nur sehr selten vertreten sind.

Besonders gelungen sind die modernen Illustrationen. Die Toniebox sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert im Kinderalltag. Auch die Seite zum Ertasten von Formen hat mir gut gefallen und lädt zum Mitmachen ein.

Inhaltlich bleibt das Buch für meinen Geschmack jedoch recht oberflächlich. Zwar werden auch Behinderungen und altersbedingte Veränderungen der Sinne angesprochen, allerdings hätte ich mir hier etwas mehr Differenzierung gewünscht. Interessant wäre beispielsweise gewesen zu erwähnen, dass viele ältere Menschen hohe Töne schlechter hören können. Auch ein Hinweis darauf, dass laute Musik das Gehör dauerhaft schädigen kann, hätte gut zum Thema gepasst, insbesondere weil ein Kind gezeigt wird, das gerne laut Musik hört.

Insgesamt ein solider Band zu einem spannenden Thema. Im Vergleich zu vielen anderen Juniorbüchern wird jedoch eher wenig Wissen vermittelt. Deshalb sehe ich das Buch eher bei jüngeren Kindern ab zwei Jahren als bei Vierjährigen.

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Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 36 - Sehen, riechen, hören

Rezensionen von La Calavera Catrina:

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Pina fällt aus von Vera Zischke

Zusammenhalt und Menschlichkeit

«Es ist eine große Aufgabe, die Welt für jemanden passend zu machen, die nicht für ihn geschaffen ist.»

Pina betreut als alleinerziehende Mutter ihren 20-jährigen, autistischen Sohn Leo. Doch als sie nach Jahren der Überlastung zusammenbricht und ins Krankenhaus muss, bricht für beide eine Welt zusammen: Leo versteht nicht, warum seine Mutter nicht zurückkommt, und die Nachbarn – jeder mit eigenen Problemen – stehen plötzlich vor einer unerwarteten Aufgabe.

Die 86-jährige Inge, die ihre Wohnung kaum noch verlässt, der einsame Wojtek, der heimlich verliebt ist, und die rebellische Zola, die lieber zockt als zu helfen, werden widerwillig zu Helfern. Anfangs fühlen sich alle überfordert, ja sogar genervt: „Was geht mich das an?“

«Diese soziale Kälte, von der alle reden. Bin das vielleicht auch ich?»

Doch langsam beginnt eine ungewöhnliche Reise – nicht nur für Leo, sondern für jeden Einzelnen. Die Begegnungen zwingen sie, ihre Vorurteile zu hinterfragen, ihre eigene Einsamkeit zu erkennen und schließlich Verantwortung zu übernehmen.

Am Ende steht nicht nur die Frage: Wer kümmert sich um Leo? – sondern auch: Wer kümmert sich um uns?

«Ein Mensch genügt. Ein Mensch, der einem das Gefühl gibt, dass es nicht egal ist, ob man lebt oder nicht. Ein Mensch, der zuhört. Ein Mensch genügt, um die Einsamkeit auszuhalten, um die eigene Existenz nicht für einen einzigen großen Irrtum zu halten.»

Eine gesellschaftskritische und emotionale Geschichte mit dem Fokus auf die Charaktere und ihre Entwicklung, geschrieben in einfacher Sprache, die ich allen empfehlen würde, die sich für soziale Ungleichheit interessieren, aber keine trockene Theorie wollen. Kein spektakuläres Drama, aber eine warmherzige Geschichte über das, was uns im Leben wirklich trägt: Verbindung, Verständnis und die Bereitschaft, füreinander da zu sein.

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Pina fällt aus

Rezensionen von peedee:

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Himmelsee – Wo der Wind von Liebe erzählt (Himmelsee 2) von Tanja Janz

Ruhig, aber schön

Himmelsee, Band 2: Astrid ist mit Leib und Seele Buchhändlerin. Sie freut sich jeden Tag, in ihrem „Bücherhimmel“ in Himmelsee das richtige Buch für die Kunden zu finden. So veranstaltet sie auch regelmässig Vorlesestunden für Kinder. Als sie sich erkältet und kaum sprechen kann, springt ihr neuer bester Kunde ein: Thore.

Er nimmt gleich die Herzen von Gross und Klein ein. Zufällig erfährt sie, dass es sich bei ihm um einen Bestsellerautor handelt. Wie er ihr verrät, leidet er unter einer massiven Schreibblockade. Astrid will ihn auf andere Gedanken bringen und ihm die Schönheiten ihrer Heimat zeigen…

Erster Eindruck: Ein Cover mit Urlaubsfeeling – gefällt mir.

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden.

Astrid liebt ihre Heimat so sehr, dass sie vor ein paar Jahren darauf verzichtete, mit ihrem damaligen Freund nach New York zu ziehen. Selbstverständlich hätte sie auch in den USA einen Job suchen können, aber sie wollte nicht weg, denn an der Ostseeküste ist sie zu Hause. Und das soll auch so bleiben. In den Geschichten ihrer Bücher kann sie immer in die Welt hinausreisen, ohne sich wirklich von daheim zu entfernen. Sie hat viel Stammkundschaft, aber auch viele Touristen. Seit kurzem hat sie einen neuen Kunden, der gleich zum Top-Käufer wurde, da er etwa alle zwei Tage Büchernachschub haben muss. Thore ist ein stiller Typ, was ihn für Astrid sehr anziehend macht. Er hat es auf seine zurückhaltende Art geschafft, dass sie es sich wieder vorstellen könnte, an ein Leben zu zweit zu denken. Gerade als sie sich an diesen Gedanken gewöhnt hat, trifft sie auf Filip, der aus den USA zurückgekommen ist.

Es war eine sehr ruhige Geschichte, die von der Liebe zu Büchern und zur Heimat handelt. Eine klitzekleine Liebesgeschichte wird es dann doch noch, aber wirklich nur einen kurzen Moment lang. Am besten gefallen hat mir die Freundschaft von Astrid und Linna (wer ihre Geschichte lesen will, „muss“ zu Band 1 greifen). Ich habe mich wohlgefühlt und vergebe gerne 3 Sterne.

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Himmelsee – Wo der Wind von Liebe erzählt (Himmelsee 2)

Rezensionen von Arambol:

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Flip 7 von Tanja Janz

Riskier was!


Eher durch Zufall bin ich auf FLIP7 gestoßen. Ein älterer und gleichzeitig ungemein sympathischer Spielehändler aus einem winzigen Spiel- und Bastelgeschäft hat es mir wärmstens empfohlen.

Seine Begeisterung für dieses Spiel hat mich schließlich überzeugt, es zu kaufen. Und was soll ich sagen? Er hatte absolut recht.

FLIP7 ist ein äußerst unterhaltsames Kartenspiel, das schnell erklärt ist und sofort für Spannung sorgt.

Die Spielanleitung ist kurz, verständlich und übersichtlich. Die Regeln sind leicht zu erlernen, sodass man unmittelbar losspielen kann. Aufwendige Vorbereitungen gibt es keine – man benötigt lediglich Stift und Papier sowie jemanden, der ein wenig rechnen kann.

FLIP7 funktioniert mit bis zu 18 Spielern; meiner Erfahrung nach sollten es jedoch mindestens vier sein, damit das Spiel sein volles Potenzial entfalten kann. Besonders gelungen ist die Mischung aus Glück, Risiko und der ständigen Frage, ob man weitermacht oder lieber auf Nummer sicher geht.

Die insgesamt 94 Spielkarten sind sowohl optisch als auch haptisch hervorragend gestaltet.

FLIP7 gehört für mich in jeden gut sortierten Spielschrank.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung!

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Flip 7

Rezensionen von yellowdog:

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Kegeljunge von Otto Jägersberg

Die alte Welt in Trümmern. Der Kegeljunge richtet sie wieder auf.

Den aus Westfalen stammenden Autor Otto Jägersberg habe ich erst mit diesem Buch entdeckt und er ist mit seinen anekdotenhaften Kürzestgeschichten und humorvollen Aphorismen bemerkenswert.

Gelegentlich sind Bezüge zu Literatur und Philosophie in den Texten enthalten:
Knut Hamsun, Jean Paul, Thomas Mann.

Hemingway, Freud, Ernst Jünger und öfter Heidegger.

Er kommt mir aber auch vor, wie ein literarisches Relikt aus alten Zeiten und manche der Texte hätten wohl auch schon vor über 40 Jahren geschrieben sein können.
Das hat mich leicht irritiert, aber nicht gestört, denn Otto Jägersberg hat Witz.

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Kegeljunge

Rezensionen von Vobabooks:

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Der vergessene Wald von Sharon Gosling

Naturfaszination, ein Bauprojekt und zwei Schicksale

„Der vergessene Wald“ ist ein Roman von Sharon Gosling, übersetzt von Sibylle Schmidt. Mit großem Aufwand möchte Saskia die Schlossruine Gair im Norden Englands wiederaufbauen lassen. Mit ihrem Hund Brodie zieht sie dort in ein Tiny House und ist heilfroh, als sie mit Owen schließlich einen Bauleiter findet.

Doch natürlich verläuft nicht alles nach Plan…
4.25 ⭐️ Das war eine schöne Geschichte, die ich wirklich gerne gelesen habe. Die Geschichte lebt von der Faszination für die Natur und Gair selbst, der legendenhaften Atmosphäre drumherum. Das Bauprojekt, der Wald und das Tiny House und die zwischenmenschlichen Beziehungen und Gefühle prägen die Geschichte. Die beiden Hauptcharaktere sind lebensnahe Figuren mit Ecken und Kanten, die einige Herausforderungen meistern. Ich kann es mir auch als schöne Urlaubslektüre vorstellen. Nachdem mich das Buch „Der alte Apfelgarten“ der Autorin so begeistert hat, war ich ganz gespannt auf diese Geschichte. Auch wenn „Der alte Apfelgarten“ mich durch die herzlicheren Entwicklungen noch ein kleines bisschen mehr begeistert hat, war auch dieses Buch eine tolle Geschichte, in der die Naturfaszination und die Charaktere mitten aus dem Leben ihren Platz finden.

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Der vergessene Wald

Rezensionen von rainbowly:

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Drop Dead Famous von Jennifer Pearson

Hat mich total gefesselt!

Inhalt
Blair kehrt als gefeierter Star zurück in ihren Heimatort um ein Konzert zu geben. Doch direkt zum Auftakt liegt sie tot auf der Bühne. Ihrer Schwester Stevie ist sofort klar, dass die örtliche Polizei nicht in der Lage ist, diesen Fall zu lösen. Deshalb tut sie sich mit Blairs größtem Fan Colby zusammen, um selbst zu ermitteln.

Sprache
Ich mochte die Erzählweise von Jennifer Pearson sehr gerne. Die Geschichte spielt viel mit Andeutungen, bezogen auf Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind. Es gibt viele unterschwellig erzählte Konflikte, verknüpft mit Schuldgefühlen und Trauer. Man spürt, dass etwas nicht zusammen passt, oder sich jemand seltsam verhält, aber man weiß (noch) nicht warum. Das hat mich total dazu angeregt mitzurätseln und selbst Vermutungen anzustellen, was passiert ist, wer verwickelt sein könnte und wie alles miteinander zusammen hängt. Und von Verwicklungen und Geheimnissen gibt es in dieser Geschichte mehr als genug!
Ich war völlig gefesselt von der temporeichen und überraschenden Entwicklung der Story.

Charaktere
Stevie ist eher zurückhaltend, weil sie schon oft verletzt wurde. Sie fühlt sich von ihrer erfolgreichen Schwester entfremdet und musste auch schon Verlust erleiden. Deshalb fällt ihr die Zusammenarbeit mit Colby, die sehr extrovertiert und emotional ist, am Anfang auch nicht leicht. Doch die beiden werden im Laufe der Geschichte zum perfekten Ermittler-Duo. Sie bleiben hartnäckig stürzen sich auf alle Hinweise, die sie finden können.

Fazit
Absolut mitreißend!

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Drop Dead Famous

Rezensionen von Nele33:

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Die Mitternachtsreise,1 Audio-CD, 1 MP3 von Matt Haig

herzerwärmend

Nach der "Mitternachtsbibliothek" war ich sehr gespannt auf das neue Buch "Die Mitternachtsreise" des Autors Matt Haig. Der Autor gehört für mich mitzumeinen absoluten Lieblingsschriftstellern, da er Themen wunderbar verknüpfen und immer auch Hoffnung in den Geschichten mit schwingt.

Eingelesen wurde das Hörbuch von Christoph Maria Herbst, der durch eine wandelbare Betonung prima gewählt wurde. Er liest die Geschichte sehr lebendig und unterstreicht damit die Atmosphäre perfekt.

Wilbur findet sich am Ende seines Lebens in einem Zug wieder, der ihn die einzelnen Stationen seines Lebens mit Unterstützung von Agnes Bagdale. Angnes war die Besitzerin des Buchladens, in dem er quasi seine halbe Kindheit verbracht hat und der ihm eine Zuflucht vor den Unbilden seines Lebens war.
Diese Reise gibt ihm die Möglichkeit viele Ereignisse der Vergangenheit noch einmal zu erleben, egal ob schön oder bedrückend. Im Nachhinein merkt er, welche Entscheidungen sein Leben in welche Bahnen beeinflusst haben und was er nun am Ende eventuell anders gemacht hätte.

Im Mittelpunkt steht die Frage, was bleibt und vor allem was zählt im Leben um zufrieden und glücklich zu sein.
Wie sagte meine Oma immer: "Das letzte Hemd hat keinen Taschen".

Jeder geht seinen eigenen Weg, sollte dennoch manchmal daran denken, welchen Wert man bestimmten Dingen zumisst.

Ein tolles Buch mit viel Herz aus der "Mitternachtsreihe"

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Die Mitternachtsreise,1 Audio-CD, 1 MP3

Rezensionen von Petra Sch.:

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Mord ist die beste Beseitigung von Volker Klüpfel

gelungene Fortsetzung um Tommi und Svetlana

Ich bin wieder super reingekommen in die Welt von Tommi und Svetlana.
Und was soll ich sagen: die 50-jährige Svetlana ist immer noch eine Wucht! Ich liebe ihren trockenen Humor und ihr Ermittlergen samt guter Kombinationsgabe.
Und Tommi, 32, dagegen ist immer noch tollpatschig-naiv. ihn könnte ich ständig schütteln.

Aber gemeinsam sind sie halt noch unterhaltsamer!
Und auch dass Herr Kleinschmidt wieder mit dabei ist, macht die Sache humorig. Wobei ich fast entsetzt war, dass dieser leichte empathische Züge bekommen hat.

Der Fall selbst ist auch sehr mysteriös! Wohin ist die Frau im blauen Audi verschwunden, die über einen Reiseruf (das Wort hatte ich übrigens noch nie gehört) im Radio gesucht wurde? (war aber auch ein seeeehr großer Zufall, dass Tommi und Svetlana genau DANN an dem Audi vorbeikamen...)
Dann gibt es noch den Ehemann, der sich zwar seltsam und auffällig verhält, aber man fragt sich, ob er tatsächlich etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat. Und lebt sie überhaupt noch? - Man rätselt mit Tommi und Svetlana mit, wobei Tommi diesmal erstaunlich viel zur Lösung beizutragen hat.

Die Auflösung, wer die Bösewichte sind und wer die treibende Kraft dahinter ist, hat mich überrascht.
Leider fand ich einiges unglaubwürdig (zB, wie sich Tommi befreit hat usw), und auch der Showdown war ein bisschen zu viel, finde ich. Aber auch irgendwie zu kurz. Kaum hat er begonnen, war auch schon alles vorbei.

Jetzt bin ich schon neugierig, ob Tommi vielleicht von Autor auf Privatdetektiv umsattelt? Svetlana wäre da sicher sofort dabei. SIE will ja immerhin ständig ermitteln ;)
Autor ist ja nicht wirklich seins, wenn ihm nie eine gute Geschichte einfällt.
Jedenfalls hab ich nach dem Ende große Hoffnung, dass Tommi nun doch ENDLICH mal ein Buch fertig schreibt! Und vielleicht ist das ja auch der Stoff für den neuen Fall des Ermittlerduos Tommi&Svetlana.


Fazit:
Ein verpeilter und chaotischer Schriftsteller mit Schreibblockade und eine ukrainische Putzfrau, die ständig Sprichwörter durcheinander bringt, ermitteln in ihrem zweiten Fall zu einer auf der Autobahnraststätte verschwundenen Frau. Wieder eine humorvolle Unterhaltung, die Lust auf mehr macht!

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Mord ist die beste Beseitigung