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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von dorli:

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Keine Angst, Darling von Vera Buck

Hinter der idyllischen Fassade lauern Abgründe

Die Schwestern Paula und Lea haben kaum noch Kontakt, da ihre Lebensweisen und Wertvorstellungen im Laufe der Jahre immer weiter auseinandergedriftet sind. Während Unternehmensberaterin Paula mit ihrem Mann und ihren drei kleinen Söhnen in Frankfurt lebt, ist Lea nach Florida gezogen und hat sich für ein Leben als sogenannte Tradwife entschieden.

Mit ihrem Mann Matt und ihrer Tochter Emma wohnt sie in der abgeschotteten Luxussiedlung Sancta Familia und gestaltet ihren Alltag entsprechend der traditionellen Werte, wie sie in den 1950er Jahren üblich waren. Ihren konservativen Lebensstil teilt sie sehr erfolgreich in den sozialen Medien.

Paula hat für diese schillernde Inszenierung eines Hausfrauenideals und der damit zusammenhängenden Heile-Welt-Romantik nicht viel übrig. Als Lea plötzlich auf allen Kanälen schweigt, nicht auf Nachrichten reagiert und auch telefonisch nicht zu erreichen ist, schrillen bei Paula die Alarmglocken - ohne lange zu überlegen, reist sie nach Florida und macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester.

In ihrem Thriller „Keine Angst, Darling“ stellt Vera Buck mit der Tradwife-Bewegung einen besorgniserregenden Social-Media-Trend in den Mittelpunkt der Handlung. Es geht dabei um meist junge Frauen, die sich bewusst für eine traditionelle Hausfrauenrolle entscheiden und dieses veraltete Rollenbild in den sozialen Netzwerken überzeugend zelebrieren und bewerben. Sie preisen ihren nostalgischen Lifestyle und die damit verbundene bewusste Unterordnung unter ein von Männern kontrolliertes System als Befreiung und Akt der Selbstverwirklichung an. Die mit diesem Verhalten einhergehenden potentiellen persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Gefahren werden dabei wissentlich ausgeblendet.

Nicht nur das Thema hat mich ungemein gefesselt, auch die durchweg spürbare unterschwellige Spannung hat einen enormen Sog auf mich ausgeübt. Leas scheinbar makelloses Idyll bekommt einige Risse, die mein Kopfkino auf Hochtouren laufen lassen haben. So ist es zum Beispiel offensichtlich, dass Matt in Bezug auf Leas plötzliches Verschwinden lügt. Auch das Verhalten der kleinen Emma wirft immer wieder Fragen auf. Und die geltenden Regeln in der Sancta Familia lassen eher an ein Gefängnis denken, als an eine Luxussiedlung. Die Siedlung, die nach außen hin so viel Geborgenheit und Harmonie ausstrahlt, ist in Wirklichkeit ein Ort, an dem die Frauen von ihren Männern unterdrückt, manipuliert, in die Isolation gedrängt oder sogar zum Schweigen gebracht werden. Paula nimmt die Unstimmigkeiten nach und nach wahr, hat aber keine Handhabe dagegen, so dass sich ihre Suche nach Lea schwieriger und vor allen Dingen sehr viel gefährlicher gestaltet, als sie erwartet hatte.

Als besonders gut gelungen habe ich den Aufbau des Geschehens empfunden. Um dem Leser einen umfassenden Einblick in die spannende Thematik zu ermöglichen, hat Vera Buck eine sehr abwechslungsreiche Darstellung der Ereignisse und Hintergründe gewählt. Während man in der gegenwärtigen Handlung gemeinsam mit Paula nach Lea sucht, erfährt man in mehreren Rückblenden zum einen, welche Erlebnisse Lea dazu bewogen haben, sich auf Matt einzulassen und zum anderen, wie sich ihr Leben als Tradwife in den letzten Jahren entwickelt hat. Diese Handlungsebenen werden immer wieder durch Einschübe unterbrochen. So machen eingestreute Transkripte von Videos, Interviews und Follower-Kommentaren deutlich, wie Tradwives ticken und welche Wirkung sie auf Außenstehende haben. Darüber hinaus gibt es noch Auszüge aus einem Haushaltsbuch. Emmas Mutter nutzt das Buch als Tarnung für ein paar heimliche Briefe, in denen sie den unerträglichen Schmerz beschreibt, den sie hinter der glänzenden Fassade erdulden musste. Diese Passagen haben mich besonders mitgenommen, weil man ganz deutlich spürt, dass die Angst zu bleiben genauso groß ist, wie die Angst zu gehen. Eine ausweglose Situation.

"Keine Angst, Darling“ hat mir sehr gut gefallen - ein psychologisch ausgefeilter Thriller, der mit einer vielschichtig angelegten Handlung, unerwarteten Wendungen und einer aufwühlenden Thematik für spannende Lesestunden sorgt.

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Keine Angst, Darling

Rezensionen von div:

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Wieso? Weshalb? Warum? - Meine große Tiere-Box von Susanne Gernhäuser

tierische Entdeckungen

tierische Entdeckungen
Wir sind absolut begeistert von der „Wieso? Weshalb? Warum? – Meine große Tiere-Box“. Als die Box ankam, war die Freude riesig, denn sie ist wirklich groß, schwer und randvoll gepackt mit abwechslungsreichen Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Box bietet eine gelungene Mischung aus Sachwissen, Kreativität und Spielspaß.

Enthalten sind drei wunderschön gestaltete Bücher (darunter ein Insekten-Bestimmungsbuch), ein Aktiv-Heft mit tollen Rätseln und Ausmalbildern, ein großes Dschungel-Ausmalposter, ein Meerestiere-Puzzle mit 35 großen Teilen sowie ein Tierspuren-Memory. Besonders das Memory, bei dem man Tieren die richtigen Spuren zuordnen muss, kam bei uns extrem gut an.
Die Themen sind genial ausgewählt – von bekannten Lebensräumen wie der Savanne oder dem Bauernhof bis hin zu spannender „Köttel-Kunde“. Typisch für die Reihe gibt es zahlreiche Klappen, die zum Entdecken einladen.
Von uns gibt es eine Empfehlung.

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Wieso? Weshalb? Warum? - Meine große Tiere-Box

Rezensionen von PMelittaM:

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Digital vorsorgen von Otto N. Bretzinger

Informiert umfassend

Wer im Internet unterwegs ist, hat normalerweise verschiedene Accounts, egal ob man Apps, Clouds, Social Media, E-Mail-Programme, Onlineshops oder anderes benutzt, man benötigt in der Regel ein Konto, möglicherweise werden Gebühren abgebucht oder es gehen Erträge ein. Was passiert mit all diesen Konten und Werten, wenn man stirbt? All das gehört ebenfalls zum Nachlass.

Otto N. Bretzinger hat sich des Themas wie gewohnt umfassend angenommen. Man erfährt nicht nur ausführlich etwas über Rechte und Pflichten als Nutzer:in, sondern auch über Möglichkeiten seinen Erben Zugriff zu gewähren. Dabei ist auch wichtig, zu wissen, wer Erbe werden wird, und was alles ins Erbe fällt. Wie bei anderen Werten auch, kann man auch hier bereits vor dem Tod handeln und Testamente und Vorsorgevollmachten erstellen oder zumindest die benötigten Daten so sichern, dass die Erben Zugriff darauf erlangen können. Dazu liefert das Sachbuch auch Musterschreiben und Checklisten, die man bei Bedarf über einen Link herunterladen kann oder einfach als Vorlage nutzt.

Wie von Verlag und Autor gewohnt, erhält man auch hier ein Sachbuch, das das Thema umfassend aufgreift und eventuell benötigte Vorlagen liefert. Empfehlenswert!

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Digital vorsorgen

Rezensionen von ReiShimura:

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Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint

Süße Geschichte mit kleinen Schwächen

Emma Flint hat mit diesem Buch einen zauberhaften Auftaktband für ihre Reihe geschaffen. Das Buch kann zwar nicht vollständig überzeugen, bietet aber ein paar vergnügliche Stunden Lesespaß.

Da die Lieblingsfarbe des kleinen Lesers Lila bzw. Violett ist, hat das Cover natürlich sofort unsere Aufmerksamkeit erregt.

Da es in diesem Buch um Feen geht war ich ein wenig skeptisch ob es das richtige Buch für ihn sein würde. Feen gehören nicht unbedingt zu seinen Lieblingsthemen.

Die Feenwelt war genauso, wie wir uns vorgestellt haben. Bunt, voller Glitzer und guter Laune. Es gibt jede Menge Zucker zu essen, alle sind immer gut drauf und halten sich an alle Regeln. Klingt auf den ersten Blick nicht besonders spannend. Glücklicherweise gibt es Molli, die etwas andere Fee, die alles auf den Kopf stellt und salopp gesagt, Leben in die Bude bringt.

Mollis Charakter hat uns besonders gut gefallen, da sie aus dem Feen-Einheitsbrei heraussticht. Sie hat Ecken und Kanten und rebelliert gegen die Regeln. Anders als der Titel vermuten lässt, würde ich nicht behaupten, dass sie wirklich schlechte Laune hat, sie ist eben einfach nur ein wenig anders.
Der Wandelwicht Pepito war ein zweites Highlight in diesem Buch. Dieser Charakter hat uns sehr überrascht und uns immer wieder zum Lachen gebracht. Humor ist sowieso ein gutes Stichwort. Denn dieser ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Leider muss ich sagen, dass er an manchen Stellen ein wenig zu flach daherkam und zu gewollt war.

Das Ende konnte uns dann auch nicht wirklich überzeugen. Dieses kam ein wenig zu abrupt. Außerdem fand ich es ein wenig seltsam, dass es für Molli keine größeren Konsequenzen gab.

Das empfohlene Lesealter finde ich mit acht Jahren ein wenig hochgegriffen und würde das Buch eher ab sechs Jahren empfehlen. Aufgrund der angenehmen Kapitellänge kann das Buch auch als Vorlesebuch für Kinder ab vier Jahren verwendet werden. Natürlich nur, wenn die Kinder bereits Erfahrungen mit Büchern dieser Länge haben.

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Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag

Rezensionen von ReiShimura:

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Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint

Süße Geschichte mit kleinen Schwächen

Emma Flint hat mit diesem Buch einen zauberhaften Auftaktband für ihre Reihe geschaffen. Das Buch kann zwar nicht vollständig überzeugen, bietet aber ein paar vergnügliche Stunden Lesespaß.

Da die Lieblingsfarbe des kleinen Lesers Lila bzw. Violett ist, hat das Cover natürlich sofort unsere Aufmerksamkeit erregt.

Da es in diesem Buch um Feen geht war ich ein wenig skeptisch ob es das richtige Buch für ihn sein würde. Feen gehören nicht unbedingt zu seinen Lieblingsthemen.

Die Feenwelt war genauso, wie wir uns vorgestellt haben. Bunt, voller Glitzer und guter Laune. Es gibt jede Menge Zucker zu essen, alle sind immer gut drauf und halten sich an alle Regeln. Klingt auf den ersten Blick nicht besonders spannend. Glücklicherweise gibt es Molli, die etwas andere Fee, die alles auf den Kopf stellt und salopp gesagt, Leben in die Bude bringt.

Mollis Charakter hat uns besonders gut gefallen, da sie aus dem Feen-Einheitsbrei heraussticht. Sie hat Ecken und Kanten und rebelliert gegen die Regeln. Anders als der Titel vermuten lässt, würde ich nicht behaupten, dass sie wirklich schlechte Laune hat, sie ist eben einfach nur ein wenig anders.
Der Wandelwicht Pepito war ein zweites Highlight in diesem Buch. Dieser Charakter hat uns sehr überrascht und uns immer wieder zum Lachen gebracht. Humor ist sowieso ein gutes Stichwort. Denn dieser ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Leider muss ich sagen, dass er an manchen Stellen ein wenig zu flach daherkam und zu gewollt war.

Das Ende konnte uns dann auch nicht wirklich überzeugen. Dieses kam ein wenig zu abrupt. Außerdem fand ich es ein wenig seltsam, dass es für Molli keine größeren Konsequenzen gab.

Das empfohlene Lesealter finde ich mit acht Jahren ein wenig hochgegriffen und würde das Buch eher ab sechs Jahren empfehlen. Aufgrund der angenehmen Kapitellänge kann das Buch auch als Vorlesebuch für Kinder ab vier Jahren verwendet werden. Natürlich nur, wenn die Kinder bereits Erfahrungen mit Büchern dieser Länge haben.

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Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag

Rezensionen von ingri:

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Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He

Mobbing und toxische Freundschaften im YA-Thriller

Dawn Foster wechselt in der zwölften die Schule, von Kalifornien an eine High School in einer Kleinstadt in Wisconsin. Eigentlich möchte sie unbekannt bleiben, doch schon am ersten Tag begegnet sie einer Clique von Cheerleaderinnen, die perfekt zu sein scheinen aber auch gemein gegenüber ihrem Umfeld.

Um ihrer Mutter eine Freude zu machen, steigt sie dennoch ins Cheerleadingteam ein, um das fortzuführen, das sie auch in Kaliforniern schon betrieben hat. Immer mehr wird sie Teil der Gruppe – oder auch nicht, und schließlich wird nach einer Homeparty, Ella, die Teamleaderin tot aufgefunden. Welche Geheimnisse verbergen alle, inklusive dem charmanten Außenseiter Isaac.

Rasch ist man in der Geschichte drinnen – begleitet man doch Dawn schon am ersten Schultag und erkennt, wie ablehnend und gemein die Clique um Ella ist und wie manipulativ Ella ist.

Die Sprache ist modern, ohne Schnörkel, locker, rasch - eben Jugendsprache. Erzählt wird aus zwei Perspektiven, Dawn und Hannah. Dawn erlebt eben ihren Neuanfang an dieser unbekannten High School und sieht sich bald mit einem Mord konfrontiert. Da sie so einige Geheimnisse aufgeschnappt hat, beginnt sie mit eigenen Ermittlungen. Hannah, die zweite Erzählperspektive, die in die Vergangenheit blickt, bewirbt sich in der neunten parallel mit Ella um einen Platz im Team. Sie leidet sehr unter Mobbing und der hohen Erwartungshaltung ihrer Eltern.

Somit erkennt man schon bald mit welchen Themen man hier konfrontiert ist Mobbing, psychischen Krankheiten, Depression, Selbstmord – und so manches andere wie in der Triggerwarnung ersichtlich ist. Es gibt etliche Verdächtige, falsche Spuren und ich selbst habe lange gebraucht, um auf die Lösung zu kommen.

Charakterlich fand ich Dawn und Isaac sehr gelungen. Mit Hannah hatte ich viel Mitleid. Die Charaktere der Cheerleader fand ich im Gegensatz etwas klischeehaft und flach, doch ist dies wahrscheinlich auch dem Setting geschuldet. Wer die klassischen Highschool Filme der 1990er und 2000er kennt, wird sich hier rasch darin wiederfinden.

Für mich ein gut gelungener YA-Thriller, da er eben auch wichtige Themen nebenbei aufgreift.

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Perfect Little Monsters

Rezensionen von Annabell95:

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Sturmland von Miriam Georg

Flucht nach Norderney

Cora flieht vor ihrer Vergangenheit und versteckt sich als Hauslehrerin auf Norderney. Dort gerät sie mit ihrer Schülerin in Gefahr und trifft auf den wortkargen Onnen, der selbst ein Geheimnis hütet. Zwischen beiden entsteht Nähe, doch Cora wird weiterhin gesucht, aber ihre wahre Identität darf niemand erfahren.

"Sturmland" ist der Auftakt in die neue Dilogie der "Sturmland-Saga".

Anfangs ist Hamburg noch der Schauplatz bis Cora nach Norderney flieht. Mit dem Setting Norderney und später zwischendurch auch Borkum wird man in die raue und faszinierende Welt der Nordseeinseln gezogen. Die Schauplätze sind sher bildhaft und atmosphärisch beschrieben, dass man die wechselnden Jahreszeiten auf den Inseln fast körperlich selbst miterlebt und den Wind und das Salz in der Luft spürt. Der flüssige Schreibstil macht es einfach in die Geschichte einzutauchen.

Die Handlung lebt von ihren wechselnden Perspektiven und den vielschichtigen, authentischen Figuren. Jede von ihnen trägt eigene Geheimnisse in sich, die sich Stück für Stück offenbaren und die Spannung kontinuierlich steigern. Die Charaktere wirken lebendig und authentisch. Jeder von ihnen hat Hoffnungen und innere Konflikte, sodass man auch mit ihnen mitfiebert.

Im Mittelpunkt steht Cora, eine junge Frau, die sich nicht in die engen gesellschaftlichen Erwartungen des Jahres 1860 pressen lässt. Sie ist mutig, selbstbewusst und entschlossen, ihren eigenen Weg zu gehen. Ihre Beziehung zu Onnen entwickelt sich langsam, glaubwürdig und emotional.

Beeindruckend ist auch die historische Tiefe des Romans. Das Leben auf den ostfriesischen Inseln um 1860 ist sorgfältig recherchiert und wird durch viele kleine Details lebendig. Themen wie die Stellung der Frau, die damals noch fehlende Seenotrettung oder der medizinische Fortschritt fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Es ist interessant zu lesen, wie sich das damalige Leben dort abgespielt haben könnte.

Mein Fazit:
Dieser Roman hat mich überzeugt durch sein starkes Setting, die atmosphärische Dichte, die glaubwürdigen Figuren und die historische Einbettung. Es war sehr spannend und schön zu gleich alle Protagonisten in ihrem Leben auf der Nordseeinsel zu begleiten. Dem Roman kann ich nur eine Leseempfehlung geben und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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Sturmland

Rezensionen von clematis:

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Sonnenberg von Brigitte Glaser

KKW Wyhl

Am Kaiserstuhl soll in den 1970er-Jahren ein Kernkraftwerk errichtet werden. Nicht nur die ansässigen Bauern fürchten um ihre Reben, auch Studenten und andere überzeugte Umweltschützer gehen in den Widerstand. Darunter Johanna und Luzie, zwei Freundinnen, die sich aber voneinander entfernt haben, als Johanna Mutter geworden ist, während Luzie eine zusammen geplante Marokkoreise angetreten hat.

Wird man durch die gemeinsame Sache wieder zueinander finden oder steht man am Ende gar nicht auf derselben Seite?

Frauenrechte, Kernkraft und Politik der 1970er-Jahre stehen im Mittelpunkt dieses gewissenhaft recherchierten Romans, in der Kreditabteilung der örtlichen Bank spricht man überhaupt nur von „halben Personen“, wenn es um Frauen als Arbeitskräfte geht. Diese Stimmung fängt Brigitte Glaser sehr gut ein, die damalige Atmosphäre – auch durch die genannten Musiktitel – schleicht sich schnell in meine Erinnerung. Andererseits fehlen mir tiefergehende Gefühle der beiden Hauptfiguren Johanna und Luzie, aus deren Blickwinkeln die ganze Geschichte erzählt wird. Die Geheimnisse, welche Luzie aus Marokko mitbringt, werden mehrfach wiederholt, die Einflechtung vergangener Ereignisse ins gegenwartliche Geschehen erfolgt fließend, irritieren mitunter den Fluss des Lesens. Auch sonst bleiben mir die einzelnen Personen eher fremd, mitfühlen, mitbangen kann ich kaum mit ihnen, obwohl durchaus spannende und emotionale Szenen geschildert werden. Der Fokus dieser auf wahren Begebenheiten basierenden Geschichte liegt auf der Zeit von Jänner bis April 1975, vom Gefühl her begleitet man Johanna und Luzie aber deutlich länger. Am Schluss gibt es zwar keine großen Überraschungen, die letzten Zeilen stimmen jedoch durchaus zufrieden.

Wenig Emotion, aber gut an die Realität angelehnt, wer Näheres zum Widerstand rund um das Kraftwerk Wyhl erfahren möchte, sollte hier reinlesen.

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Sonnenberg

Rezensionen von Buster:

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Er lügt von Rebecca Taylor McKay

Man kann die Lügen spüren

Rebecca Taylor McKay hat ein unglaublich spannendes Buch geschrieben wo man immer wieder unterschwellig die Lügen spüren kann aber sie sind nicht greifbar. Was hat Mister Carmichael zu verbergen? Warum lügt er? Lügt er? Clara freut sich sehr in die Flitterwochen zu fahren und ist sehr glücklich als sie an der Amalfi Küste ankommen.

Doch mit der Zeit spürt sie die Lügen und wird unsicher als dann noch ein lebenslustiges Ehepaar dazu stößt wird es noch verworener.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Die Kapitel sind in der Regel verhältnismäßig kurz gefasst. Das führt dazu dass man flüssig lesen kann. Die Spannung ist immer spürbar. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt und wird in jedem Teil spannender. Immer wenn ich dachte jetzt weiß ich was passiert ist und wer lügt und warum hat sich alles wieder verändert. Es gibt einige Wendungen und Sackgassen die dazu geführt haben dass ich immer wieder aufs neue mitgefiebert habe.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es jedem Thriller Fan nur empfehlen.

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Er lügt

Rezensionen von annaja:

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Das Krähenzimmer von Carolin Frey

Ein spannender Thriller

Von annaja

Carolin Frey hat mit ihrem Debütthriller "Das Krähenzimmer" ein Werk geschaffen, dass einem von der ersten Seite an die Bedrohung und Anspannung, die die Protagonistin umgibt, spüren lässt.
Lotta braucht einen Neuanfang und wagt sich mitten im dunklen November an einen Küsten- und Ferienort am Meer, den sie in ihrer Kindheit sehr liebte.

Allein und mit wenig Gepäck, aber mit viel Mut und Hoffnung, in das Haus der damaligen Angehörigen, unerlaubt eindringen und Unterschlupf für kurze Zeit finden zu können. Und ja, sie hat Glück, kommt an, wird zwar aufgestöbert, darf jedoch bleiben. Doch zu welchem Preis? Die Villa ist saniert und sehr chic, aber es unheimlich dort und die Einwohner im Dorf sind ihr gegenüber abweisend. Dennoch findet sie neue Freunde und Verbündete, die sie ermutigen und ihr helfen wollen. Kann sie ihnen allen vertrauen? Das Haus, in dem sie nun wohnt, mit den komischen Geräuschen und seltsamen Vorkommnissen beunruhigt sie zusehends, doch ihre Neugier, was da vor sich geht, ist größer. Sie spürt die drohende und zunehmende Gefahr.
Die Geschichte ist ein beständiges Spiel mit der Angst und den dunklen Geheimnissen, die den Ort und dieses Haus beherrschen. Das Ende ist logisch und gibt dann noch jede Menge Raum für eigene Phantasien.
Die Autorin hält die LeserInnen bis zuletzt im Bann.
Wunderbares Buch!

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Das Krähenzimmer