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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

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Lieber ECHT kaputt als perfekt am Arsch von Birgit Jankovic-Steiner

Nicht immer ganz nachvollziehbar und oft recht abstrakt

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt und neugierig. Ich habe in meinem Umfeld einige Menschen, die an Burnout und/oder Depression erkrankt sind und da macht man sich schon so seine Gedanken. Ich habe auch den Eindruck, dass es immer mehr Menschen gibt, denen es so geht. Ich mag Bücher, die Ratschläge geben oder von eigenen Erfahrungen berichten.

Hier war es mit leider manchmal zu abstrakt und daher zu wenig griffig. Auch hätte ich mir mehr praktische Tipps und Beispiele erhofft und gewünscht.

Die Autorin schreibt gut und anschaulich, driftet aber immer wieder auch ins Esoterische oder Übersinnliche/Überiridische ab. Da finden sich sicherlich viele Leser selbst gar nicht mehr und auch mir fiel es schwer, das dann immer so nachzuvollziehen.

Gleichzeitig hat man schon den Eindruck, dass sie weiß, wovon sie schreibt. Vieles hat man allerdings schon mehrfach gelesen oder gehört, wenn man sich mit diesen Themen bereits beschäftigt hat. Sich selbst gegenüber nicht so streng und gnadenlos zu sein, sich stattdessen liebevoll wie eine Freundin zu betrachten, sich nicht jede Verantwortung aufzubürden, anderen und auch sich selbst zu vergeben, und die eigenen Ansprüche an sich selbst nicht zu hoch zu schrauben, sich nicht immer und immer weiter als Opfer zu sehen, sondern einen Schritt nach vorne zu gehen, das hinter sich zu lassen, es als Teil der eigenen Geschichte anzunehmen und sich nicht immer mit anderen zu vergleichen … vieles davon war mir bekannt, gleichzeitig ist es aber auch, das alles nochmal gebündelt zu lesen. Ich mochte den positiven Ton des Buchs und die Aussage, dass man sich nicht immer großartig finden muss, um sich selbst lieben zu können. Aber ein bisschen was hat gefehlt – vielleicht Beispiele aus der Praxis oder konkretere Tipps, was hilft.

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Lieber ECHT kaputt als perfekt am Arsch

Rezensionen von Streiflicht:

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Die ungewollte Braut des Viscounts von Rivers Jayne

Leider viele Fehler und mangelhaft übersetzt

Da ich bereits „Die büchersüchtige Braut des Earls“ gelesen hatte, war ich natürlich neugierig, wie es mit der Familie weitergeht. Normalerweise ist das echt nicht mein Genre und auch hier habe ich wieder gemerkt, dass mir die expliziten erotischen Szenen zu viel waren. Ich brauche das nicht und schon gar nicht in einem historischen Roman, aber offensichtlich gehört es ja dazu.

Und immerhin sind es hier nur wenige Szenen, in denen es richtig zur Sache geht.

Die Geschichte als solche hat mir gut gefallen und spiegelt auch die Regeln und Konventionen der damaligen Gesellschaft gut wider, denke ich. Das fand ich wirklich interessant zu lesen und ich mochte auch die beiden Hauptfiguren, die Braut kannte ich ja bereits aus dem anderen Buch, und die Irrungen und Wirrungen, bis sie sich gefunden haben.

Nett finde ich die Idee mit dem Bonuskapitel, das man sich kostenlos holen kann, wenn man am Ende des Buchs angelangt ist.



Was mich aber echt stört, sind die Sprache des Buchs und die vielen Fehler und Ungereimtheiten im Text. Da stellt sich leider schon an der einen oder anderen Stelle die Frage, ob das eine KI geschrieben oder übersetzt hat. Und das verdirbt mir dann den Spaß. Außerdem stört es den Lesefluss enorm. In diesem Buch ist mir das auch noch krasser aufgefallen als im vorherigen Buch. Daher gibt es leider zwei Sterne Abzug.

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Die ungewollte Braut des Viscounts

Rezensionen von bücherliebe74:

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Eine Liebe ohne Sommer von Timothy Paul

Leider nicht meins!

Rosa und Nikolas lernen sich zufällig im Treppenhaus kennen. Rosa hat rasch Schmetterlinge im Bauch. Nikolas ist zugewandt und liebevoll, verschwindet aber immer wieder "im Off"! Nach 3 Monaten kommt Nikolas ums Leben und Rosa macht sich auf die Suche um herauszufinden, ob es wirklich DIE Liebe zwischen ihnen hätte werden können.

Dabei lernt sie, mit Hilfe verschiedener Personen aus Nikolas` Umfeld, Nikolas nochmal kennen.

Rosa erscheint einerseits taff und schlagfertig, es kommt immer wieder zu verbalem Schlagabtausch zwischen ihr und Nikolas, was anfangs noch amüsant war, mit der Zeit für mich allerdings übertrieben schien. Andererseits zweifelt sie häufig an sich, an ihrem Äußeren, an Nikolas` Zuneigung.

Ich konnte leider nicht warmwerden mit Rosa. Teilweise sind ihre Gespräche mit ihren Freundinnen meiner Meinung nach doch recht unreif, flach, oberflächlich. Auch andere Rollen waren eher oberflächlich entwickelt.
Der Schreibstil war mir ingesamt zu salopp vor dem Hintergrund der Grundidee. Ausdrücke wie "Random Dude" und "Lucky Corner" haben für mich nicht in die Story gepasst und wären in einem anderen Genre eher passend.

Die Leseprobe hatte mich aufgrund der Grundidee sehr neugierig gemacht und ich hatte mit reiferen Charakteren gerechnet. Leider musste ich mich mehrere Male überwinden weiterzulesen.
Die Grundidee des Autors Timothy Paul gefiel mir gut, allerdings hätte ich mir eine ernsthaftere und weniger saloppe Schreibweise gewünscht.

Aber Geschmäcker sind verschieden und ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch eventuell für jüngere LeserInnen gut geeignet sein könnte, die mit dem Sprachgebrauch besser umgehen können!

2 von 5 Punkten!

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Eine Liebe ohne Sommer

Rezensionen von Petra Sch.:

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Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn von Sabine Bohlmann

über Freundschaft, Zusammenhalt und Mut

Im 3. Teil der Reihe ist es so weit: die Grause-Kinder Wolfi und Muh dürfen in die Schule! Unterstützung bekommen sie von ihrer Nachbarin und Freundin Ottilie Schmidt. Die kleine Husch würde auch gerne mit, doch sie ist noch zu klein und darf nicht.
Klar, dass nicht nur die unsichtbare Husch für jede Menge Chaos sorgt! Denn Wolfi mit den spitzen Zähnen und Muh mit seinen Hörnern sind keine normalen Kinder und wissen demnach nicht, wie sie sich richtig zu verhalten haben.

Das wird von den drei unsympathischen Mona-Lisas auch total ausgenutzt.
Und dann ist da ja auch noch die Krähe, die bei jedem Verstoß einen grauen Punkt für die Familie setzt und so die Gefahr droht, dass die Familie wieder zurück muss. Und der grummelige Opa Schrat trägt leider auch nicht dazu bei, dass die Punktebilanz ausgeglichen ist - ganz im Gegenteil sogar.

Ich finde die Geschichte mit der chaotischen Außenseiterfamilie so liebenswert!! Die Darstellung der Kinder, die einfach anders sind als normale Menschenkinder, und somit nicht akzeptiert werden, spiegeln leider das wahre Leben wider.
Somit ist der Schulalltag mit all seinen Höhen und Tiefen authentisch gezeichnet: einerseits Freundschaft und Spaß, aber auch Mobbing durch Mitschüler und unfaire Behandlung durch Lehrer. Und wie es durch Missverständnisse zu Streit und Zerwürfnis kommen kann.
Sehr schön ist das Happy End, das zeigt, dass man mit Ehrlichkeit, Authentizität und Zusammenhalt (fast) alles erreichen kann!
Auch Band 3 hat den wundervollen Kern: urteile nicht nach dem Äußeren (denn ein schönes Äußeres kann oft täuschen!!), wenn jemand anders aussieht und/oder sich anders verhält als du selbst; wichtig ist ein liebevoller Charakter, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Weitere wichtige Themen sind Familie, Akzeptanz, Mut.
Die wunderschönen schwarzweiß Illustrationen peppen die Geschichte zusätzlich auf.


Fazit:
Eine fantasievolle, magische und humorvolle, leicht-schräge Geschichte über den Schulalltag von Kindern einer Familie, die mal so GANZ anders ist.

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Willkommen bei den Grauses  3: Der normale Schulwahnsinn

Rezensionen von Piet1990:

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Hope Joanna von Horst Evers

Ruhiger Krimi mit viel Gefühl

„Hope Joanna“ ist für mich eine gelungene Mischung aus emotionaler Familiengeschichte und spannendem Krimi. Besonders gefallen hat mir, dass hier nicht nur der eigentliche Fall im Mittelpunkt steht, sondern auch die Menschen dahinter und ihre Vergangenheit.

Die Geschichte baut die Spannung eher langsam auf, was aber gut zur insgesamt düsteren und melancholischen Stimmung passt.

Nach und nach setzt sich alles zusammen, und gerade die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart fand ich sehr gelungen. Es geht viel um Verlust, Schuld und darum, wie lange bestimmte Ereignisse nachwirken können.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Vor allem die emotionalen Szenen haben für mich gut funktioniert, weil sie nicht überdramatisch wirken, sondern eher ruhig und glaubwürdig erzählt werden.

Zwischendurch hatte die Handlung kleinere Längen, und manches war recht früh vorhersehbar. Trotzdem wollte ich eigentlich immer weiterlesen, weil mich die Atmosphäre und die Figuren gepackt haben.

Fazit:
Ein atmosphärischer Krimi mit emotionaler Tiefe und ruhiger Spannung. Wer keine rasante Action erwartet, sondern eine Mischung aus Familiengeschichte, Geheimnissen und Crime-Elementen mag, wird mit „Hope Joanna“ definitiv gut unterhalten.

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Hope Joanna

Rezensionen von gabiliest:

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Wiener Wedding Killer von Franziska Waltz; Claus Schönhofer; Norbert Peter

Bei Hochzeit Mord

Nach ihren zwei Themenkrimis über fröhliches Morden in der Weihnachtszeit und im Sommer haben die drei bekannten Autoren Franziska Waltz, Claus Schönhofer und Norbert Peter nunmehr den dritten Band vorgelegt. Neun Hochzeitskrimis sollen von der Gefährlichkeit des angeblich schönsten Tages im Leben überzeugen, der im schlechtesten Fall auch der letzte Tag für mindestens einen der an dieser Feier Beteiligten sein wird.

In diesen Kurzkrimis fehlt es nicht an unterschiedlichen Motiven, Eifersucht und Geld werden gerne genommen, allerdings kommt es auch zu katastrophalen Missverständnissen, denn wer würde damit rechnen, dass ein Häufchen Mehl den Tod bringt. Gemordet wird an allen schönen Wiener Locations, die Szenerie gibt einen phantastischen Hintergrund für familiären Hass, missverstandene Liebe und ungewöhnlich endende Polterabende.

Die Autoren empfehlen, das Buch gerne zur Hochzeit, Scheidung oder einem ähnlich freudigen Anlass zu verschenken. Das kann ich mir gut vorstellen, zusammen mit einem kleinen Hackebeilchen hübsch verpackt, macht es sicher viel her- Entschuldigung, jetzt ist gerade das goldene Wienerherz mit mir durchgegangen, ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte. Auf jeden Fall sollten die so Beschenken Humor haben und über zumindest rudimentäre Kenntnisse des Wiener Dialekts verfügen, der manchmal charmant klingt, manchmal aber einfach nur ordinär ist. Natürlich gibt es in Wien auch heute noch die “Bassena-Sprache”. Für Unwissende sei erklärt: Bassena war die einzige Wasserentnahmestelle am Gang eines Stockwerks in einem Substandardmietshaus. Dort trafen sich die Frauen und der gute Ton war ein so seltener Gast wie unser Herr Bundespräsident in einem Strizzicafé (Strizzi= Kleinganove).

Die Wiener Polizei ermittelt durchaus kompetent, allerdings führt sie Leibesvisitationen auch gerne in den eigenen Reihen durch. Dumm nur, wenn so ein Schäferstündchen durch einen Mord gestört wird und man wieder an die Arbeit gehen muss. Dennoch haben die Autoren interessante und manchmal sogar sympathische Charaktere geschaffen- abgesehen von den Mördern natürlich.
Daher bietet “Wiener Wedding Killer” einen heiteren Zugang sowohl zur großen Liebe wie zum abgrundtiefen Hass. Durch die kurzen Geschichten eignet sich das Buch gut, um zwischendurch einmal hineinzulesen. Ob man das entspannend findet, hängt wohl davon ab, ob man gerade Hochzeitspläne schmiedet. Dann sollte man vielleicht das Bild auf dem Cover kritisch betrachten und überlegen, ob man wirklich mit dem Ehegespons die Hochzeitstorte anschneiden möchte. Unterhaltsam aber ist diese Lektüre auf jeden Fall.

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Wiener Wedding Killer

Rezensionen von Rinoa:

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Firewatch von Colin Hadler

Thriller + Romantik = große Unterhaltung

Puh, was für ein Buch. Es ist mein drittes von Colin Hadler, von daher dachte ich mir schon, dass es bestimmt ein rasanter Trip werden würde. Aber das hatte ich dann doch nicht erwartet.

Dabei ist der Beginn noch recht ruhig. Ich-Erzähler Robin ist überzeugt, dass der unnahbare Kian etwas mit dem Verschwinden seines besten Freundes zu tun hat und will ihn daten, um mehr herauszufinden.

Das steht so auch im Klappentext, bis sich im Buch aber alles in diese Richtung sortiert hat, dauert es ein wenig.
Diverse Einschübe und Rückblenden sorgen für Spannung, zugegebenermaßen teilweise aber auch für Verwirrung und es gibt eine ordentliche Portion Spice.

Ein wenig ging mir Robin auf die Nerven, mit seinen sich doch recht oft wiederholenden Gedanken, andererseits war sein innerer Zwiespalt schon auch recht gut dargestellt.
Und irgendwann habe ich gar nicht mehr groß nachgedacht, sondern war mittendrin im erwarteten rasanten Trip, konnte überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen, hatte zig mögliche Lösungen vor Augen und doch keine Ahnung, wie alles zusammenhängen könnte. Das war wirklich großartig gemacht. Am Ende vielleicht ein wenig zu viel des Guten, realistisch betrachtet, aber das war mir zu dem Zeitpunkt völlig egal (und ist es noch).

"Firewatch" wird als "romantic Suspense" beworben, was mich eigentlich eher abschrecken würde, wenn ich nicht den Autor bzw. seine vorherigen Bücher so mögen würde. Hier fand ich die Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte aber wirklich richtig gelungen, es war gleichzeitig unglaublich spannend und dabei nicht weniger berührend, ich hätte gerne noch weitergelesen. Von mir gibt es ganz klar die volle Punktzahl!

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Firewatch

Rezensionen von Niko:

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Die Straße von Robert Seethaler

ein Mosaik aus Geschichten

Robert Seethaler erzählt in seinem neuen Buch Die Straße viele Geschichten, die eines gemeinsam haben: eine Straße, die zeitlos ist und überall sich befinden könnte.
An diesem Ort schildert Seethaler kurze Geschichten sowie kürzere oder längere Momente aus dem Leben der Bewohner. Manche Geschichten sind ausführlicher, sodass man sich die Charaktere besser vorstellen kann, andere sind sehr kurz.

Sehr interessant finde ich, wie der Autor so viele Themen auf einer einzigen Straße unterbringen kann. Er erzählt unter anderen von Leben und Tod, Liebe und Verlust, Einsamkeit und Zugehörigkeit. Der Autor ist ein sehr guter Beobachter; er findet immer das, was gerade im Leben gewöhnlicher Menschen passiert.

Der Schreibstil ist zwar flüssig, man muss sich jedoch schnell daran gewöhnen, wann die Geschichte eine andere Richtung einschlägt, da dies im Buch sehr schnell und häufig geschieht.

Insgesamt ein gutes Buch, das ich gerne weiterempfehlen kann. Aus so vielen Kleingeschichten werden sicherlich einigen in Erinnerung bleiben.

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Die Straße

Rezensionen von carola1475:

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Full Speed to a Crash Landing (Deutsche Ausgabe) von Beth Revis

Humorvoll und spannend, mit überraschenden Wendungen und einer tollen Protagonistin

Ada Lamarr, Besitzerin eines kleinen Schleppers, plündert verunglückte und aufgegebene Raumschiffe und lebt vom Verkauf ihrer Beute. Doch diesmal ist etwas schief gegangen und buchstäblich in letzter Minute wird sie von einem Regierungsschiff vor dem sicheren Tod durch Sauerstoffmangel gerettet. An Bord der Halifax ist Ada nicht nur vom Essensangebot begeistert, sondern interessiert sich von Beginn an für den selbstsicheren Regierungsagenten Rian White, der seinerseits auch zunehmend von Ada fasziniert zu sein scheint.

Beth Revis schreibt lebendig und bildhaft, ihr Wortwitz kommt gut zur Geltung, indem sie die Geschichte aus Adas Ich-Perspektive erzählt. Ada ist selbstironisch, humorvoll und schlagfertig, äußerst zielstrebig, mutig und ein Improvisationstalent. Sie ist impulsiv, hält aber ihr Wissen nicht nur Rian, sondern auch dem Leser gegenüber oft zurück, um im geeigneten Moment zu überraschen und der Handlung eine unerwartete Wendung zu geben und die bisherigen Ereignisse in anderem Licht erscheinen lassen. Die rasante Geschichte ist auch spannend durch die gut verständliche Beschreibung der Technologie und die gelegentliche Erwähnung der Klimakatastrophe auf der Erde, deren Entwicklung und aktueller Stand, der im dritten Teil des Buchs am deutlichsten wird. Hier zeigt Ada auch ihre Gefühle und ihre vorherige sarkastische Betrachtung der besiedelter Pseudo-'Erden' in anderen Sonnensystemen bekommt jetzt noch mal eine ganz andere Bedeutung.

Mir gefällt sehr, dass die im Original drei Bände der 'Chaotic Orbits'-Reihe in der deutschen Version zu einem Buch zusammengefasst wurden, dadurch bleibt die Kontinuität erhalten und die Komplexität der Geschichte kann sich ohne Zwangspause und ohne Gelegenheit, Einzelheiten inzwischen zu vergessen, entfalten. Die Romanze zwischen Ada und Rian ist charmant und macht Spaß.
Ich habe 'Full Speed to a Crash Landing' sehr gern gelesen, Beth Revis ist ein spannendes, witziges, gleichzeitig sozialkritisches und kluges Buch gelungen.

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Full Speed to a Crash Landing (Deutsche Ausgabe)

Rezensionen von Kat:

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Weißer Sommer von Eva Pramschüfer

langatmige Liebesgeschichte

Théo arbeitet bei seinem Vater als Steinmetz, möchte aber eigentlich Künstler sein und Skulpturen erschaffen. Alma studiert Journalismus, möchte aber eigentlich ebenfalls Künstlerin sein und malen. Die Beiden lernen sich kennen, als Almas Eltern von Théos Vater einen Grabstein kaufen. Dörfliches Frankreich trifft auf deutsche Großstadt, liebevoller Vater trifft auf kalte Familienstrukturen, einfache Verhältnisse auf Gutbürgertum.

Trotzdem verlieben sich Alma und Théo ineinander, vielleicht weil Beide irgendwie einsam und emotional unreif sind. Alma überredet Théo mit nach München zu kommen, um dort Architektur zu studieren. Kaum ist Théo jedoch in München angekommen, wechselt seine Freundin nach Paris und wundert sich, warum Théo nicht glücklich mit ihrer Entscheidung ist. Alma will vor allem eins – sich selbst verwirklichen, ihre Jugend genießen, Dinge tun. Was völlig ok ist aber dann erwarte doch nicht von Deinem Freund, dass er ewig auf dich wartet und sei entsetzt, wenn er dann endlich eigene Pläne macht. Théo hat allerdings etwas Selbstzerstörerisches an sich und allein in Berlin, entwurzelt und unsicher, kommt das zum Vorschein – Théo bricht sein Praktikum ab, geht feiern, nimmt Drogen. Nun sitzen beide in Almas Haus in Frankreich und überlegen, wie und ob es mit ihrer Beziehung weitergehen soll. Alma sinniert ewig lange über Théos Verschlossenheit, will ihn reizen und dazu bewegen, ihr seine Liebe zu versichern. Dabei hat sie bereits Pläne, die Théo ein weiteres Mal ausschließen.
Ich mochte beide Protagonisten nicht. Beide haben familienbedingte Trennungsängste und halten deshalb an diesem Urlaubsflirt fest. Leider konnte mich auch der Sprachstil nicht überzeugen. Lauter weitschweifende Gedanken und viele Adjektiven plustern die Geschichte auf. Vielleicht hätte mir das Buch mit Mitte/Ende 20 besser gefallen.

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Weißer Sommer